Hallo,
bin im Zusammenhang mit dem Thema Eiweiß und Knochen auf folgendes gestoßen (in englisch):
http://www.sciencenews.org/articles/20010113/fob1.asp
zwei verschiedene Studien, zwei verschiedene Ergebnisse. Mag sich jetzt jeder raussuchen was er will
)
Ein Ergebnis haben aber beide gemeinsam:
Zitat:
One unambiguous take-home message from all these studies, Sellmeyer says, is that elderly people „need to maintain a good protein intake.“
Zitat Ende
Was soviel bedeutet wie „ältere Menschen sollten auf eine gute Proteinaufnahme achten“
Gruß, Niels
Hallo!
Um Licht ins Dunkel zu bringen hilft es nur sich die Originalarbeiten zu besorgen und selbst zu lesen; die Referenzen sind ja mit angegeben. Nur dann werden methodische Mängel sichtbar.
Generell kann man jede Berichterstattung in den Medien ohne Quellenangabe von vornherein in den Müll schmeissen (im Sinne des berühmten "Amerikanische Forscher haben …). Ich habe schon einige Berichterstattungen in den Medien mit den Originalstudien verglichen - viel Ähnlichkeit gab es da nicht.
Letztes Beispiel war die sogenannte Akupunktur Studie im Spiegel; da es die Studie gar (noch) nicht gibt kann man auch schwer über Ergebnisse Aussagen machen.
Tschüss
Matthias
Moinmoin,
Letztes Beispiel war die sogenannte Akupunktur Studie im
Spiegel; da es die Studie gar (noch) nicht gibt kann man auch
schwer über Ergebnisse Aussagen machen.
Was? Die gibts gar nicht? Woher haben die dann ihren Kram? Kannst Du Dich dazu nochmal näher äussern? Danke!
LG
Maja
Hallo!
Die eigentliche Studie wird in ca. einem halben Jahr veröffentlicht.
Die Pressemeldungen im Spiegel und anderen Zeitschriften wurden herausgegeben als man mit der Datenerhebung fertig war. Da haben sich dann einige vorschnell hinreissen lassen das ganze als Erfolg zu feiern. Es sind bei weitem noch nicht alls Fakten bekannt - die werden erst durch eine statistische Aufarbeitung sichtbar.
Der GBA und die Cochrane Foundation haben unabhängig voneinander über 900 Akupunktur Studien bewertet und konnten keinen Effekt finden; da kann ich mir nicht vorstellen dass es jetzt plötzlich funktioniert.
Tschüss
Matthias
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Hallo,
genau das ist es, was ich damit sagen wollte. Was wir an Infos bekommen, sind iA Zusammenfassung die auch gleich eine - je nach Interessengruppe unterschiedliche - Interpretation enthalten. Gerade im Ernährungssektor habe ich so viele widersprüchliche Aussagen und Interpretationen gehört und gelesen, dass fast alles auf eine reine Glaubensfrage hinausläuft. Für mich bleibt als Resumee die Aussage: von allem etwas und von nichts im Übermaß. Das scheint noch die „ungefährlichste“ Form der Ernährung zu sein.
Gruß, Niels
Hallo!
Natürlich kann man den wenigsten Zusammenfassungen Glauben schenken - sie dienen allenfalls als Ansatzpunkt für eigene Bemühungen.
Es gibt aber durchaus Leute die einem die ganze Arbeit abnehmen und sich durch die Literatur wühlen - dazu zählt z.B. Nortin Hadler mit „The Last Well Person“.
Gerade wenn es um Ernährung geht muss man sehr vorsichtig sein. Die Widersprüche tauchen nämlich meist (nur) deswegen auf weil die Faktoren „um die Ernährung drumrum“ unbeachtet bleiben.
Epidemiologen wie … (Name entfallen - hol ich heute abend nach) berücksichtigen u.a. die Lebensumstände, Regelmässigkeit der Nahrungszunahme, generelle Zufriedenheit, … - erst dann lassen sich eindeutige Muster erkennen.
Ansonsten scheint aber deine Aussage genau den Punkt zu treffen. Vor allem sollte man den Genuss- und „Sozialisierungsfaktor“ nicht vergessen; Essen in „gemütlicher“ Runde hat auch einen stressabbauenden Effekt.
Tschüss
Matthias
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Buch und Online Dokumentation
Hallo!
Das Buch ist von Walter Willett „Eat, Drink, and Be Healthy: The Harvard Medical School Guide to Healthy Eating“.
Hier kann man sich eine gute Doku zu dem Thema anschauen:
http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/diet/v…
Tschüss
Matthias
hallo niels,
damit handelst du nach der weisheit der völker von tausenden jahren. heute nennt man das ausgewogene ernährung.
strubbel
E:open_mouth:)