Hi!
Vielleicht hat
der Herr Hitzfeld dann ja wieder Lust,
Hoffentlich!
Er ist der einzige unter dem der deutschen Fussball wieder
erfolgreich werden könnte.
Ich vermute, er wird es auch nicht schaffen (und wird daher wohl kaum den Posten annehmen). Es gibt einfache Gründe, warum die Nationalmannschaft seit Jahren hinter der Konkurrenz hinterherläuft. Schauen wir uns doch einfach mal die Bundesliga an:
Da treten jeden Spieltag 18 Mannschaften gegeneinander an. Pro Mannschaft 11 Spieler plus 3 Auswechselspieler. Es können also maximal 18 x 14 Spieler eingesetzt werden. Macht 252.
Frage in die Runde: Wie viele von den 252 sind Deutsche? Ich schätze, es sind gerade mal 40%.
Macht also 101.
Davon abzuziehen sind die Spieler, die in der Nationalmannschaft nur auf einer einzigen Position spielen können: als Torwart. Bei 18 eingesetzten Torleuten - und ausgerechnet hier gibt es eine eindeutige Mehrheit an deutschen Spielern - fallen 10 bis 12 heraus.
Bleiben 90.
Wie viele von diesen 90 Spielern haben wirklich internationales Format? Es ist doch auffallend, dass gerade jene Vereine, die in der Champions League oder im UEFA-Cup tätig sind, sich überproportional mit ausländischen Spielern eindecken.
Bsp. FC Bayern München
Abwehr: Sagnol, Lucio, Ismael, Lizarazu, Demichelis
Mittelfeld: Karimi, Ze Roberto, Salihamidzic, Hargreaves
Angriff: Makaay, Pizarro, Santa Cruz, Guerrero
deutsche Spieler: Kahn, Lahm, Ballack, Deisler, Schweinsteiger, Scholl
Verhältnis: auf 1 deutschen Spieler kommen 2 ausländische.
Bei Bremen sieht es mit einem Verhältnis von 1 zu 1 etwa besser aus:
Reinke (bzw. Wiese), Fahrenhorst, Owomoyela, Schulz, Baumann, Frings, Borowski, Klose.
Hamburger SV? Ganz übel. Nimmt man die Stamm-Elf plus drei Ersatzspieler, findet man mit Glück fünf deutsche Spieler: Wächter, Reinhardt, Beinlich, Trochowski, Lauth.
Bei Schalke 04 sieht es keinen Deut besser aus: Ernst, Kuranyi, Asamoah, Rost - und der Rest der Truppe?
Wer will, kann diese Liste für Dortmund, Stuttgart usw. mal weiterführen.
Aus 90 Leuten muss die Nationalmannschaft rekrutiert werden. 90 Leute, wovon die Hälfte nicht mal dem unteren internationalen Standard genügt.
Gegenfrage: Wie viele brasilianische Fußballprofis gibt es eigentlich weltweit? Vermutlich das Zehnfache dessen, was der deutsche Fußball aufbieten kann.
Und da wundern wir uns, dass nach Völlers Abgang kein Trainer die Nationalmannschaft übernehmen will und wir uns stattdessen mit Grinsmann abfinden müssen?
Grüße
Heinrich