Nochmals zum Thema Kinder und Gewalt

Unterlassungsfehler und das Zuviel von Materiellem
Hallo Roland,

auch von mir ein dickes Lob mit * (mei, sind wir wieder nett zueinander :wink:)), ein schöne Mischung aus gescheit und menschlich, dein Posting.

Und ich denke Kinder dürfen ruhig erfahren, daß Eltern nicht perfekt
sind, daß sie keine Idealmenschen sind, denen sie jetzt auch noch
ein Leben lang als möglicherweise unerreichbare Vorbilder
hinterherrennen müssen.

Meiner Ansicht nach ist es für Kinder geradezu Überlebens wichtig, dass Erwachsene, die ihnen nahe stehen und denen sie vertrauen müssen, ehrlich sind, keine Shows abziehen, authentisch sind, aber auch den Anstand beweisen Fehler zuzugeben. Je kleiner Kinder sind, desto weniger Lebenserfahrung haben sie. Sie müssen sich auf ihre Instinkte verlassen, und bauen auf das Vertrauen zu ihren Eltern, dass sie von Geburt an haben.
Ein ehrlich saurer Papa ist wesentlich mehr wert, als ein Übermensch, der mit heiserer unterdrückter Wutstimme wortreich seinen Ableger zurechtweist. Und wenn dann der ehrliche Papa sich auch noch wie ein vernünftiger Erwachsener benimmt, dann muß das ein Goldstück von einem Papa sein.

Ich vermute, daß für ein Kind Liebesentzug viel schlimmer ist, als
ein Klapps, der eine schwierige Situation auflöst.

Wahrscheinlich ist beides gleich schlimm. Welches Kind kommt schon gut mit körperlichen oder seelischen Strafen zurecht. Ich stelle fest, dass ich mit erstaunlich wenig Strafen auskomme. Vielleicht liegt es daran, dass ich relativ wenig (wenn ich mich mit anderen Eltern vergleiche) Vorgaben mache, aber die dann im Auge behalte. An diesen wenigen Vorgaben kommen meine Kinder nicht vorbei. Aber es kann auch daran liegen, dass ich sehr liebe Kinder habe.

Und doch sprechen wir immer von der „idealen“ ländlichen
Großfamilie.
Und warum? Weil es in dieser Welt üblich war, sich den Kindern
zuzuwenden. Auf Fehlverhalten wurde in irgendeiner Form
reagiert, Grenzen aufgezeigt. An dieser „Erziehung“ war „die
Gesellschaft“ mitbeteiligt durch direkte Ansprache,
einschließlich unmittelbarer Konsequenzen wie z.B. auch
Ohrfeigen.

Wahrscheinlich sind wir eine Gesellschaft der kinderfeindlichen Weggucker, Weltmeister in Unterlassungsfehlern, miserable Vorbilder für unserer Kinder, wenn es um irgendeine Form von Ritterlichkeit (Ehrgefühle, Fairness, Wahrheitsliebe…) geht. Es fällt leichter in vermeindlich spektakulären Angelegenheit sich zu ereifern, als sich um die kleinen einfachen Dinge in den eigenen vier Wänden zu bemühen. Ich verstehe nicht, wieso immer weniger Kinder die gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie kennen, sie Fernseher in ihren Zimmern haben, immer früher das Rauchen anfangen, Ladendiebstahl ein Kavaliersdelikt ist, hohe Handyrechnungen möglich sind, Unmengen an Spielzeug in die Zimmer gekarrt werden, gleichzeitig müssen die Ingeneur-Unis die Studis zu 2 Semester Radzusammenbauen verdonnern, weil die jungen Leute besser Baupläne lesen als umsetzen können - Mattel sei dank…
Ich mache mir Sorgen die überversorgten Kinder unseres Landes, die einmal als Erwachsene unser Erbe antreten: fettleibig mit Tendenz zu dauerkrank, zu blöde zum spielen mit zu wenig Phantasie für wichtige Ideen, sozial unterentwickelt - einsam und kontaktarm - unfähig Teams zu gemeinsamen Projekten zu bewegen, von Partnerschaftlichkeit gar nicht zu sprechen. Mir sagte mal ein Psychologe, dass unsere Kindergeneration nicht zu wenig sondern zuviel von allem bekommt. Bitte, mir ist klar, dass die Kinderarmut in Deutschland gleichzeitig zugenommen hat. Es besteht mittlerweile ein immer weiter auseinander klaffende Schere aus Reichtum mit der dazugehörigen Dekadenz und Armut mit der dazugehörigen Chancenlosigkeit für die betroffenen Kinder.
Ist das nicht furchtbar, wenn man bedenkt, dass wir im Gegensatz zu unserem Tun es besser wissen müßten, bei dem Überangebot an Informationen?

Dies wird in unserer ach so modernen Gesellschaft ersetzt
durch wegschauen, Inkonsequenz und einen „unnatürlichen“
Schutzraum für Kinder. Siehe z.B. Diskussion im Rechtsbrett
über Schwarzfahren von Kindern und Jugendlichen. Fehlverhalten
ohne jegliche Konsequenz. Für mich ist eine solche Erziehung
nachhaltig prägender (im negativen Sinn) für junge Menschen
als die direkte Konsequenz und „Bestrafung“ in irgendeiner
Form.

Das sehe ich auch so!

Aber wie hast du noch so schön nachfolgend im Thread geschrieben. Das wichtigste was man seinem Kind als Wahrnehmung auf den Weg geben kann ist Liebe und Geborgenheit.

mit herzlichem Gruß
Claudia

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Hallo DannyFox64 und alle die es interessiert,

ich denke, dass das tatsächliche Problem nicht „wir“ haben, da wir schon den Schritt gemacht haben uns mit dem Thema -Gewalt gegen Kinder- auseinanderzusetzten.

Es gibt aber viele Nachbarn und Verwandte, die diesen Schritt noch nicht gemacht haben oder nicht machen wollen oder können. Manchmal reicht einfach auch der geistige Horizont nicht aus- sorry, aber ich habe dieses Problem direkt nebenan und mein Kind liebt die Gesellschaft der Nachbarskinder, obwohl dort ein verflucht heftiger Ton herrscht und die Kinder z. B. auch kalt geduscht werden, wenn sie in die Hose machen. In Bezug auf mein Kind halten sich die Nachbar zurück, aber ich wäre froh, wenn er sich mehr allein beschäftigen könnte. Naja, sei drum, zurück zum Thema.

Es sit ein Kampf gegen Windmühlen, der sehr ermüdend ist, da die Kinder immer wieder auf negative Beispiele treffen, die wir nicht beinflussen können. Ich bin sicher, dass das Vorleben die einzig ware Möglichkeit ist, seinem Kind zu zeigen, dass Gewalt nicht notwendig ist. Ich bin aber auch sicher, dass viele aufgrund der Ignoranz vieler anderer, wieder in das alte oft erlebte Muster zurückfallen.

MFG Andrea

Erziehungsstile
Hallo Orlando,

die Antwort auf Dein Zweifeln klingt doch schon in Deinem Beitrag selber an:
Kinder gehen nicht so leicht kaputt! Für die seelische Entwicklung zu einem normalen Erwachsenen genügt dem Kind sehr wenig; auch unter ungünstigen Bedingungen entwickelt sich zumeist ein normaler, guter Mitmensch.
Sofern der Bereich des Normalen und Gesunden nicht verlassen wird, betrifft die Frage nach dem Erziehungsstil lediglich die beiden Potis „Volume“ und „Power“.
Hierbei meint „Power“, welche Leistung die Kinder bringen, wie weit sie also bildungsmäßig vorankommen, bis sie nicht mehr unter der elterlichen Erziehungsgewalt stehen. Je mehr Autorität die Eltern für sich beanspruchen, desto stärker können sie die Kinder steuern. Wer möglichst wenig steuert, vertraut darauf, daß die Kinder sich ohne Führung besser zurechtfinden als mit.
„Volume“ ist die Lautstärke, mit der man in der Familie miteinander umgeht - und das ist bereits Geschmacksache. Der eine findet Streiten furchtbar wichtig und fördert das Streiten vom Säuglingsalter an und streitet sich dann die ganze Zeit mit dem Kinde herum, weil er das für richtig hält. Der andere will keinen Streit in der Familie, sondern entscheidet autokratisch, solange er kann - damit gibt es ein niedriges Lautstärke-Niveau. Ich kenne Familien, in denen es wichtig ist, daß alle einander immer anschreien - denen geht es auch gut, nur den Nachbarn geht es auf die Nerven.

Mit freundlichen Grüßen,

Taro

Danke an Alle
Hallo Allerseits,

danke für eure Antworten. Auf einige Punkte möchte ich noch eingehen.

  • Kinder machen angeblich nur nach was sie bei ihren Eltern sehen.
    Ich halte das für falsch. Wenn ein Kind nach einem anderen tritt, hat das Kind es nicht bei bei seinen Eltern gesehen. Genauso wie das werfen von Gegenstände ist sowas eine elementare Bewegung auf die ein Kind sogar von alleine kommen kann.

  • Das Argument von Grilla ist sehr stichhaltig.
    Hierarchiekämpfe sind beim Herdentier Mensch etwas Normales. Einem Kind generell jegliches Kämpfen zu verbieten könnte kontraproduktiv und vor allem zwecklos sein.
    Meiner Meinung sollte es generell als etwas schlechtes dargestellt werden, einem anderen Mensche Leid zuzufügen. Damit meine ich nicht die kleinen Raufereien und Streitigkeiten unter Kindern, sondern das Vergnügen daran einem anderen Weh zu tun

Gruß
Carlos

Hallo Andrea!

Hallo DannyFox64 und alle die es interessiert,

ich denke, dass das tatsächliche Problem nicht „wir“ haben, da
wir schon den Schritt gemacht haben uns mit dem Thema -Gewalt
gegen Kinder- auseinanderzusetzten.

Ja, klar. Das „wir“ meinte ich auch etwas umfassender.

Es gibt aber viele Nachbarn und Verwandte, die diesen Schritt
noch nicht gemacht haben oder nicht machen wollen oder können.
Manchmal reicht einfach auch der geistige Horizont nicht aus-
sorry, aber ich habe dieses Problem direkt nebenan und mein
Kind liebt die Gesellschaft der Nachbarskinder, obwohl dort
ein verflucht heftiger Ton herrscht und die Kinder z. B. auch
kalt geduscht werden, wenn sie in die Hose machen. In Bezug

Unglaublich!

auf mein Kind halten sich die Nachbar zurück, aber ich wäre
froh, wenn er sich mehr allein beschäftigen könnte. Naja, sei
drum, zurück zum Thema.

Es sit ein Kampf gegen Windmühlen, der sehr ermüdend ist, da
die Kinder immer wieder auf negative Beispiele treffen, die
wir nicht beinflussen können. Ich bin sicher, dass das
Vorleben die einzig ware Möglichkeit ist, seinem Kind zu
zeigen, dass Gewalt nicht notwendig ist. Ich bin aber auch

Ja!

sicher, dass viele aufgrund der Ignoranz vieler anderer,
wieder in das alte oft erlebte Muster zurückfallen.

Tja, was könnte man „gegen“ die Ignoranz tun?

MFG Andrea

CU DannyFox64

Hallo Täubchen,

Ich bevorzuge eher 5. Mose 6:6,7 und Sprüche 17:10.

Es wurde bei uns in der Gemeinde mal ein schöne Anschauung erklärt. Das gleiche hebräische Wort, welches mit Rute übersetzt wird, wird auch für den Hirtenstab verwendet. Ein Hirte haut damit nicht auf seine Schafe ein. Aber so ein Hirtenstab hat häufig ein gebogenes Ende. Damit kann der Hirte ein Schaf wegziehen wenn es notwendig wird.

Gruß
Carlos

Hi Carlos,

das ist schön, wenn Ihr das so seht. Soviel ich weiss, wird in der Gemeinde in Wien (wurde zumindest vor einigen Jahren) die Sache leider anders gesehen - das war der Hintergrund meiner Frage. Viel Spass noch mit der freien Bibelauslegung :smile:,

lg
Täubchen

STOP§
Huhu!

  • Kinder machen angeblich nur nach was sie bei ihren Eltern
    sehen.

NEIN! Aber: Sie machen natürlich Dinge nach, die sie vorgelebt bekommen! Papa und Mama machen das, also muss es richtig sein!

Dass Kids natürlich erfinderisch sind, streitet NIEMAND ab!

Grüße
Guido

Hallo Elke:ich möchte nur auf eine Stelle deines Postings eingehen.

Wenn du das so gelesen hast, tut mir das leid. Ich hatte eine
ganz andere Lesart. Es ging nicht um die Ausrutscher oder um
hilflose Eltern, es ging um Klapse/Schläge/Hiebe als gezielt
eingesetztes Mittel der Kindererziehung. Klapse/Schläge/Hiebe
als Methode. Den Ausrutscher in der Einzelsituation kann ich
nachvollziehen (hab ich auch erlebt – ich bin nicht perfekt).
Aber von vorneherein zu sagen: man kann in der Erziehung nicht
auf Klapse/Schläge/Hiebe verzichten, das halte ich für
schlichtweg falsch.

Die Ausrutscher in Einzelsituatiionen sind erstens dann nicht angepasst (stärke, Gerechtigkeit) und zweitens können recht gefährlich sein. Ausserdem passieren diese eben relativ oft (und dann auch noch wenn das Kind älter ist), wenn man nicht frühzeitig zB mal mit einem Klaps eingreift.
War schon einige male mit Eltern längere Zeit zusammen, die Ihre Kinder grundsätzlich nicht schlagen und ich wurde fast als Monstrum angesehen. Nach Ablauf des Zusammenseins konnte man aber sehen, dass diese Eltern wenn nicht sogar mehr, zumindest in fder Stärke heftiger zuschlagen, während es bei mir allermeistens bei einem Klaps zB auf die Finger bleibt. Im letzteren Fall steigert sich die Situation eben auch nicht so, dass einem die Hand ausrutscht

Gruss
Beat

Viele Grüße,
Elke

Hallo Orlande

Fand Deine Beitrag sehr interessant. Habe mich auch lange herumgeschlagen was das bESTE IST. Ist mir dabei aufgefallen, dass diese Eltern welche Grundsäötzlich nie schlagen (wollen) denen sehr oft die Hand ausrutscht.

Hab von einem Erziehungsstil gehört und auch die entsprechenden Kinder bzw Erwachseenen gesehen, und das hat mich überzeugt.

dU SAGST ES, DIE regeln müssen eingehalten werden. Strafe jetzt relativ sofort und das kann durchaus und sehr bewusst ein Klaps sein. Schlage noch, dossiert, wenn es mir selber noch weh tut und ich die Kontrolle über mich und die Situation noch habe, so rutscht mir auch nicht die Hand aus.

Die Kinder akzeptieren es sehr gut und der Älteste ist jetzt langsam im Alter, wo ich ihm auch kaum noch Klapps geben muss. Das wir einander alle lieben, muss ich Dir wahrscheinlich nicht sagen. Das eine Strafe immer Gewalt ist, seis gegen Körper oder Seele ist für mich klar. Und habe gemerkt, dass ein Klaps meist weniger Gewalt ist, als irgendeine andere Strafe, zumindest bis das Kind in die Schule geht, sicher jedoch ab ca 10 Jahren dann nicht mehr.

Gruss
Beat

Hallo Beat,

Die Ausrutscher in Einzelsituatiionen sind erstens dann nicht
angepasst (stärke, Gerechtigkeit) und zweitens können recht
gefährlich sein.

Ich habe diese Ausrutscher nicht verteidigt, nur wollte ich darauf hinweisen, dass es in den Postings nicht um ein „Verdammen“ von Eltern gehen sollte, denen sowas schon mal passiert ist, sondern eben um „Klapse/Hiebe/Schlaege als Methode“.

Ausserdem passieren diese eben relativ oft

(und dann auch noch wenn das Kind älter ist), wenn man nicht
frühzeitig zB mal mit einem Klaps eingreift.

Das ist deine Meinung, die ich aber aus meiner Erfahrung heraus nicht bestaetigen kann.

War schon einige male mit Eltern längere Zeit zusammen, die
Ihre Kinder grundsätzlich nicht schlagen und ich wurde fast
als Monstrum angesehen. Nach Ablauf des Zusammenseins konnte
man aber sehen, dass diese Eltern wenn nicht sogar mehr,
zumindest in fder Stärke heftiger zuschlagen, während es bei
mir allermeistens bei einem Klaps zB auf die Finger bleibt. Im
letzteren Fall steigert sich die Situation eben auch nicht so,
dass einem die Hand ausrutscht.

Mag sein, dass das dir so ergangen ist. Mir nicht. Meine Erfahrung beziehen sich hauptsaechlich auf suedafrikanische und britische Eltern. Gerade bei Suedafrikanern stoesst man auf totales Unverstaendnis, wenn man die Meinung vertritt, Klappse seien nicht notwendig. Und es wird geklappst, geohrfeigt, und auch schon mal mehr. Weil nach einer Weile die Klappse nicht mehr genuegen. Weil man keine Alternativen kennt. Weil man noch nie hinterfragt hat, ob Klapse gerechtfertigt sind.
Meine Erfahrung ist deiner also total entgegengesetzt. Was lernen wir daraus? Dass Einzelfaelle ALLES belegen koennen. Und deshalb im Endeffekt wertlos sind.

Gruesse,
Elke

Hallo Beat,

Die Ausrutscher in Einzelsituatiionen sind erstens dann nicht
angepasst (stärke, Gerechtigkeit) und zweitens können recht
gefährlich sein.

Ich habe diese Ausrutscher nicht verteidigt, nur wollte ich
darauf hinweisen, dass es in den Postings nicht um ein
„Verdammen“ von Eltern gehen sollte, denen sowas schon mal
passiert ist, sondern eben um „Klapse/Hiebe/Schlaege als
Methode“.

Verstand Dich schon, wollte damit nur sagen, dass wenn man frühzeitig bewusst einen Klaps gibt, dann das Ausrutschen fast nicht vorkommt.

Ausserdem passieren diese eben relativ oft

(und dann auch noch wenn das Kind älter ist), wenn man nicht
frühzeitig zB mal mit einem Klaps eingreift.

Das ist deine Meinung, die ich aber aus meiner Erfahrung
heraus nicht bestaetigen kann.

Hast Du Erfahrung mit beiden? Ich mit dem Erwähnten, mit dem anderen nicht, sehs nur bei anderen eltern.

War schon einige male mit Eltern längere Zeit zusammen, die
Ihre Kinder grundsätzlich nicht schlagen und ich wurde fast
als Monstrum angesehen. Nach Ablauf des Zusammenseins konnte
man aber sehen, dass diese Eltern wenn nicht sogar mehr,
zumindest in fder Stärke heftiger zuschlagen, während es bei
mir allermeistens bei einem Klaps zB auf die Finger bleibt. Im
letzteren Fall steigert sich die Situation eben auch nicht so,
dass einem die Hand ausrutscht.

Mag sein, dass das dir so ergangen ist. Mir nicht. Meine
Erfahrung beziehen sich hauptsaechlich auf suedafrikanische
und britische Eltern. Gerade bei Suedafrikanern stoesst man
auf totales Unverstaendnis, wenn man die Meinung vertritt,
Klappse seien nicht notwendig. Und es wird geklappst,
geohrfeigt, und auch schon mal mehr. Weil nach einer Weile
die Klappse nicht mehr genuegen. Weil man keine Alternativen
kennt. Weil man noch nie hinterfragt hat, ob Klapse
gerechtfertigt sind.
Meine Erfahrung ist deiner also total entgegengesetzt. Was
lernen wir daraus? Dass Einzelfaelle ALLES belegen koennen.
Und deshalb im Endeffekt wertlos sind.

Aha, diese Methode ist nicht vergleichbar, mit der ich (und andere) vertrete. Dass sind Klapse so nach der Methode, „jetzt reicht’s“ oder „jetzt ist genug“.
Da wird eben nicht bewusst und dossiert so geschlagen. Auch nicht zu einem Zeitpunkt wo der Klaps einem ebenso weh tut, wie dem Kind.

Gruss
Beat

Lassen wir’s
Hallo Beat,

Verstand Dich schon, wollte damit nur sagen, dass wenn man
frühzeitig bewusst einen Klaps gibt, dann das Ausrutschen fast
nicht vorkommt.

Kann ich nicht bestaetigen, kann ich auch nicht mehr ausprobieren, der Zug ist bei mir abgefahren (Kinder zu alt) - wollte ich aber auch nicht, wenn ich noch mal koennte, denn es ging auch ohne. Ich glaube nicht, dass ich oefter ‚ausgerutscht‘ bin, als die Klaps-Fraktion.

Aha, diese Methode ist nicht vergleichbar, mit der ich (und
andere) vertrete. Dass sind Klapse so nach der Methode, „jetzt
reicht’s“ oder „jetzt ist genug“.
Da wird eben nicht bewusst und dossiert so geschlagen. Auch
nicht zu einem Zeitpunkt wo der Klaps einem ebenso weh tut,
wie dem Kind.

Lassen wir es, wir werden nicht zusammenkommen. Mir dreht es aber nach wie vor den Magen um, wenn ich lese „bewusst und dossiert geschlagen“. Und wie beurteilst du, ob es dem Kind genauso weh tut wie dir? Ohne auf die psychologische Seite einzugehen (die Demuetigung geklappst zu werden z.B.), ein ganz anderes Beispiel: mein Sohn heult heute noch, wenn er sich (inzwischen selbst) Fussnaegel schneidet. Frueher dachte ich immer, er macht einfach nur „Theater“. Heute glaube ich ihm, dass seine Zehen einfach schmerzempfindlicher sind, als meine.

Gruss, Elke

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Hallo Elke::

Verstand Dich schon, wollte damit nur sagen, dass wenn man
frühzeitig bewusst einen Klaps gibt, dann das Ausrutschen fast
nicht vorkommt.

Kann ich nicht bestaetigen, kann ich auch nicht mehr
ausprobieren, der Zug ist bei mir abgefahren (Kinder zu alt) -
wollte ich aber auch nicht, wenn ich noch mal koennte, denn es
ging auch ohne. Ich glaube nicht, dass ich oefter
‚ausgerutscht‘ bin, als die Klaps-Fraktion.

Das was ich mache kannst du nicht einfach unter Klapsfraktion einteilen. Kennst du jemand der bewusst und nicht als ultimo ratio schlägt? Dies Leute sind seeeehr selten, wäre zufall, wenn Du so jemand kennen würdest.

Aha, diese Methode ist nicht vergleichbar, mit der ich (und
andere) vertrete. Dass sind Klapse so nach der Methode, „jetzt
reicht’s“ oder „jetzt ist genug“.
Da wird eben nicht bewusst und dossiert so geschlagen. Auch
nicht zu einem Zeitpunkt wo der Klaps einem ebenso weh tut,
wie dem Kind.

Lassen wir es, wir werden nicht zusammenkommen. Mir dreht es
aber nach wie vor den Magen um, wenn ich lese „bewusst und
dossiert geschlagen“. Und wie beurteilst du, ob es dem Kind
genauso weh tut wie dir? Ohne auf die psychologische Seite
einzugehen (die Demuetigung geklappst zu werden z.B.)

indem ich mit ihm rede, beurteile ich es, ganz einfach. Noch am gleichen tag kann ich über das geschehene reden und da merke ich auch, wenn es zu weh getan hätte und vor allem, ob es psychologisch geschadet hätte. Dies war noch nie der fall.

, ein

ganz anderes Beispiel: mein Sohn heult heute noch, wenn er
sich (inzwischen selbst) Fussnaegel schneidet. Frueher dachte
ich immer, er macht einfach nur „Theater“. Heute glaube ich
ihm, dass seine Zehen einfach schmerzempfindlicher sind, als
meine.

Oh kann ich mir vorstellen, unser Ältesten kann ich zB nie in ein Zimmer sperren, wenns auch nur ein paar Sekunden wären, wäre eine zu grosse Demütigung für ihn, oder er würde es als Liebesentzug interpretieren. Aber dies ist nur beim Ältesten so, na ja, jedes kind ist halt anders.

Gruss, Beat