Hallo Maximilian,
ich fürchte, Du lehnst Dich hier etwas zu weit aus dem Fenster.
Die folgende Aussage Deinerseits:
":mach Dir mal keine Sorgen. Mathias bekommt selbst dauernd
Anzeigen und erzählt stolz daß man ihm nie was nachweisen
kann."
entspricht nicht der Wahrheit.
Sein Rat ist immer man möge nicht anzeigen. Womöglich
befürchtet er er wäre es selbst gewesen.
Wohl kaum. Sehr zu meinem Leidwesen wird niemand mehr dem Irrtum aufsitzen und mich für 18 Jahre alt halten…;-(
Geh zur Polizei oder Staatsanwaltschaft, erstatte Anzeige und
der Fall ist für dich erledigt.
Das ist unwahr.
Sollte der Staatsanwalt ermitteln, muss man zur Poizei gondeln und eine Aussage machen. Kommt es zum Prozess, muss man vor Gericht als Zeuge erscheinen. Das kostet viel Zeit und ob einen das nach 6 Monaten noch so sehr befriedigt ist ebenfalls offen.
Vermutlich wird der Kerl es
nicht auf einen Prozeß ankommen lassen, die Staatsanwaltschaft
auch an keinem interessiert sein und der Fall per Strafbefehl
erledigt.
Das ist eben die große Frage. Wer lässt denn einfach einen Strafbefehl, der aufgrund der Aussage eines anderen Verkehrsteilnehmers erlassen worden ist, auf sich sitzen?
Vermutliuch erinnert der andere Fahrer sich noch nicht mal mehr an den Fall und erhebt allein schon deshalb Einspruch, weil er denkt, verwechselt worden zu sein. Es kommt also zum Prozeß und wegen einer Lappalie werden mal wieder Tausende von Steuereuros sinnlos verjubelt.
Aber es steht Bettina natürlich frei, Anzeige zu erstatten, das ist keine Frage. Nur ist es m.E. wenig zielführend für unsere Gesellschaft, sie auch noch zu diesem Unfug zu ermutigen, denn die Genugtuung, einen Verkehrsrowdie „erlegt“ zu haben, nach der Ihr hier ja sucht, stellt sich nach einigen Monaten nicht mehr ein sondern man ärgert sich nur über den Zeitverlust vor Gericht.
Gute Besserung,
Mathias