Hallo Wolly,
erster Rat:
macht einen Kurs mit (z.B. VHS bietet sowas an) und probiert
dort die Stöcke aus (die Lehrer sollten das anbieten).
Ansonsten sagt man:
Faustregel war 0,66 der Körperlänge, inzwischen tendiert
man zu eher 0,64. Da die Stöcke eh’ in 5cm Abständen
verkauft werden, kann man sich da irgendwo einpendeln.
Für euch etwa 110 - 120 cm. Aber siehe: Rat Nr. 1
Andere Faustregel. Wenn ihr die Hand richtig in
der Schlaufe habt, und der Stock senkrecht auf dem
Boden steht, sollte euer Ellbogengelenk einen Winkel
von genau 90 Grad haben. Aber siehe: Rat Nr. 1.
Vermeidet wenn es geht, Teleskopstöcke. Sie sind
einfach nicht so sicher, außerdem schwerer. Ich habe
einen wunderschönen Kreuzbandriss erlebeben dürfen,
weil jemand sein volles Gewicht auf einen Teleskopstock
legte, der dann zusammenfuhr.
Aus welchem Material sollten sie sein, worauf muß man noch
achten?
Carbonfibre. Es ist das festeste und das leichteste Material,
das angeboten wird. Stabilität ist wichtig, wichtiger aber
ist das Gewicht. Es mag im Laden, selbst bei den
ersten Versuchen kaum ein Unterschied zu fühlen sein -
mein Handgelenk merkte den Unterschied! Es ist einfach
schonender, je leichter der Stock ist.
Bei den Schlaufen gibt es fast noch die größten Unterschiede.
Die beiden führenden Marken sind finnisch (dort kommt das NW
her, es wurde als Sommertraining für Langläufer entwickelt):
Excel und Leki. Von Leki gibt es eine praktische Entwicklung:
man kann die Schlaufe, auch wenn sie fest an der Hand liegt,
ausklicken. Das ist praktisch, gerade im Winter, wenn man
mit Handschuhen läuft, wenn man mal an der Nase kratzen muss
oder die Gummischuhchen ausziehen will. Trotzdem sollte
der Gimmick nicht kaufentscheidend sein - es kommt drauf an,
wie einem die Schlaufe liegt. Ich selbst bevorzuge Leki, kenne
aber viele Walker, denen die Excel-Schlaufe einfach bequemer
ist. Also: beherzigt Rat Nr. 1. Ausprobieren.
Es mag lächerlich erscheinen, einen meist 6wöchigen Kurs
für so etwas simples wie Walking zu belegen, aber bei vielen
Nordic Walkern, die mir begegnen, sieht man einfach, dass es
doch Feinheiten gibt, die man nicht aus einem Buch lernen
kann oder dass man „eben grad alles richtig macht“. Die
Kurse kosten zwischen 30 und 50 Euro, wenn man einen aus-
gebildeten Lehrer erwischt und bei einer guten Krankenkasse
ist, bekommt man die Kosten sogar zu 2/3 zurückerstattet.
Viel Spaß
Elke