Normalität von Schwulen und Leben mit Kinderwunsch

Hallo zusammen,

das sich jeder Mensch irgendwie fortpflanzen will finde ich ganz normal.
Was ist aber wenn Homosexuelle Kinder wollen?
Von der Natur her wäre es unnormal den der biologische WEg ist der von Mann und Frau.
In Zeichen von künstlicher Befruchtung nimmt der Wunsch von solchen Menschen zu.
Wie normal findet Ihr das? Was ist Eure Meinung?
Welche Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes hat es wenn die Partner gleichgeschlechtlich sind? Fehlen den Kindern eventuell dann männliche oder weibliche Bezugspersonen die es für die Entwicklung zum Erwachsenen braucht? Gibt es Studien über diese Art von Kinderwunsch?

Über Eure zahlreichen Kommentare und Meinungen würde ich mich freuen.

Hi!

das sich jeder Mensch irgendwie fortpflanzen will finde ich
ganz normal.

Sonst wären wir ja nicht mehr da :wink:

Was ist aber wenn Homosexuelle Kinder wollen?
Von der Natur her wäre es unnormal den der biologische WEg ist
der von Mann und Frau.
In Zeichen von künstlicher Befruchtung nimmt der Wunsch von
solchen Menschen zu.
Wie normal findet Ihr das? Was ist Eure Meinung?
Welche Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes hat es
wenn die Partner gleichgeschlechtlich sind? Fehlen den Kindern
eventuell dann männliche oder weibliche Bezugspersonen die es
für die Entwicklung zum Erwachsenen braucht? Gibt es Studien
über diese Art von Kinderwunsch?

Ein Kind braucht Liebe, Sicherheit und Geborgenheit egal ob von einem Mann oder einer Frau. Die Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Vätern haben ja auch nicht automatisch nen Knacks. Darum fände ich es nicht schlimm, wenn ein schwules Paar ein Kind adoptiert. Sie können ja trotzdem liebevolle Eltern sein.

Tara

Hallo!

Bin ganz Deiner Meinung!
Jeder darf Kinder bekommen aber bei einer Adoption gibt es teilweise Auflagen, die von den wenigsten zu erfüllen sind. Und gerade die sind es doch, die unbedingt ein Kind haben möchten, d.h. das Kind ist wirklich und auf jeden Fall gewollt. Und gerade bei diesen Menschen gibt es dann oft Probleme, weil sie zu wenig verdienen, der Cousin 3. Grades mal gekifft hat oder wasweißich :wink:
Ich finde auch - das wichtigste ist, dass das Kind geliebt wird. Egal ob von Mann oder Frau oder zwei Männern, zwei Frauen, einer alten Frau und einem jungen Mann, einem bisexuellen Mann und einer lesbischen Frau usw. Ein Leben im Heim ist dem bestimmt in den seltensten Fällen vorzuziehen :wink:

Gruß,

M.

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Hallo,

als Betroffene kann ich mal meine eigenen Erfahrungen beisteuern.

Homo oder Hetero: Kinderwunsch ist meiner Ansicht nach überall gleich vorhanden oder auch nicht (auch nicht jeder Heterosexuelle hat einen Kinderwunsch). Weniger Homosexuelle haben Kinder, aufgrund der Tatsache, dass sie mit der Einstellung „aufwachsen“, dass sie auf Kinder verzichten müssen bzw. Angst vor Repressalien haben.

Auch bei mir tickt die biologische Uhr. Außerdem fühle ich eine soziale Verantwortung, ein paar neue Rentenzahler in die Welt zu setzen und dafür zu sorgen, dass etwas aus ihnen wird. Leider die Uhr mit dem ticken zu spät angefangen, und ich habe mich aus gesundheitlichen Gründen dagegen entschieden.

Im Prinzip kann ich mir nicht vorstellen, dass Kinder homosexueller Paare in ihrer Entwicklung benachteiligt sind, nur weil sie keine Eltern beiderlei Geschlechts haben. Es gibt da ja Forschungen im Hinblick auf die Tatsache, dass ein Kind in bestimmten Phasen optimalerweise eine Bezugsperson des anderen Geschlechtes benötigt. Das mag sein oder nicht, garantieren kann man das auch bei Hetero-Paaren nicht. Für mich ist das kein Argument, für andere schon.

Die größten Probleme treten wohl aufgrund der Angriffe aus der Umwelt auf. Kinder homosexueller Paare könnten gehänselt und diskriminiert werden. Aber mal ganz ehrlich: Kinder sind nun mal fies zueinander. Wenn es nicht die schwulen Eltern sind, ist es die Körperfülle, die roten Haare, der blöde Vor- oder Nachname, die Brille, oder irgendetwas anderes. Wenn die Homo-Eltern sachlich und erwachsen mit der Sache umgehen, sollte es gut klappen. Und je mehr homosexuelle Paare mit Kindern es gibt, desto schneller hört es auf, etwas besonderes zu sein.

Die Diskussionen werden bei diesem Thema leider immer schnell sehr heiß und unsachlich, wie eigentlich immer, wenn es um Kinder geht. Ich selbst fühle mich bevorzugt, denn als Frau kann ich ein Kind haben, wann immer ich will. Ein schwules Pärchen hätte es da viel schwerer, weshalb ich es schön fände, wenn homosexuelle Paare adoptieren dürften.

Zurück zur eigentlichen Frage:

Es gibt bereits Studien zum Thema. Je nachdem wie der Auftraggeber der Studie eingestellt war, liegen die Ergebnisse irgendwo zwischen „Kinder homosexueller Paare werden zwingend zu Serienkillern“, „Kinder homosexueller Paare sind genau wie alle anderen“ und „Kinder homosexueller Paare sind intelligenter, schöner, fruchtbarer und heterosexueller als andere Kinder“.

Noch ein paar Links:
http://www.apa.org/pi/parent.html
http://www.hglp.org/
http://www.colage.org/

http://www.zeit.de/2004/02/Regenbogen-Familien
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,2055594,00…
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_E…
http://ilse.lsvd.de/index.html

Gruß,

Myriam

Hi,

ich glaube nicht das es was mit der sexuellen Orientierung zu tun hat ob es einem Kind zuträglich ist oder nicht. Generell ist es mir auch ebenso egal wie bei Heteros nur habe ich persönlich ein Problem bei denen die meinen ihre lesbisch – schwule Orientierung in jedem Moment ihres Lebens voll bzw. überzogen auszuleben (Stichwort Kampflesbe, eididaus oder Schwule in Lederklamotten bei denen selbst in der Innenstadt der Popo rausschauen muss).

Viele Grüsse
Me

Hallo, n.h.,

Hast du dich schon intensive mit Adoption
beschäftigt oder nur von jemand mal gehört
(dem dritten Cousin…)?

Adoptionsrealität sind anders aus.
Vor allen Dingen aus Sicht der Adoptierten.

Gruß
Elke

Hallo!

Beschäftigt habe ich mich selbst damit nicht, meiner reicht mir :wink: Aber es gibt doch schon öfter mal Beiträge im TV oder man hört sowas in der Art. Dass es halt sehr, sehr lange dauert und die Familien genau angeschaut werden. Ist das gar nicht so?
Inwiefern sieht denn die Adoptionsrealität anders aus?

Neugierig,

M.

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Hallo M oder Nh, oder welcher Buchstabe?, :wink:

Beschäftigt habe ich mich selbst damit nicht, meiner reicht
mir :wink: Aber es gibt doch schon öfter mal Beiträge im TV oder
man hört sowas in der Art.

Öh, mhm, ja. Fernsehen halt.

Dass es halt sehr, sehr lange
dauert

Was ist „sehr, sehr lange“?

und die Familien genau angeschaut werden. Ist das gar
nicht so?

Es ist schon so, dass es nicht hopplahopp geht. Aber 1-3 Jahre
halte ich nicht für sehr, sehr lange, angesichts der Schwere
der Entscheidung.
Die Familien werden genau angeschaut. Aber irgendwelche
kiffende Kusinen (oder Geschwister) haben keinen Einfluss.

Unfair ist es vom System her nicht (allerdings wird das System
von Menschen betreut und die Einzelfälle, wenn etwas schiefgeht,
eignen sich halt hervorragend für die „human interest- (horror) -
stories“ in den Medien.

Inwiefern sieht denn die Adoptionsrealität anders aus?

Es werden Familien für Kinder gesucht, die aus verschiedenen
Gründen, nicht mit ihren ersten Eltern rechnen können.
Leider verstehen viele Adoption gerade anders herum, nämlich
dass Kinder für kinderlose Paare gesucht werden.

Diese Kinder haben bereits ein schwieriges Schicksal und
es ist daher nur recht und billig, dass man sich sehr wohl
über die Familie Gedanken macht, in die sie kommen sollen.
Eine Beurteilung der Familie ist also sehr wichtig - das Ideal
ist, dass Kind und Familie wirklich aufeinander abgestimmt sind,
dann sind die Chancen einer gelungenen Adoption größer.
Aus diesem Grund gibt es Gespräche mit dem zuständigen
Sozialarbeiter, Hausbesuche um Dinge zu klären, auch Gespräche
mit eventuell vorhandenen Geschwistern. Außerdem gibt es
gesundheitliche Checks (Adoptivkinder haben bereits ein Set
Eltern verloren, man sollte die Möglichkeit gering halten, dass
sie gleich nochmal ein Elternteil verlieren). Ferner gibt
es Vorgaben (keine Gesetze, nur Vorgaben ,die u.U. von
verschiedenen Gesellschaften anders gehandhabt werden), was
das Alter betrifft (dazu könnt ich jetzt viel schreiben,
lass es aber aus Zeitgründen). Einkommen kommt nur insofern
in die Beurteilung, dass die Eltern in der Lage sein sollten,
den Kindern ein geregeltes Familienleben zu bieten. Anders
ist das bei Auslandsadoptionen, einfach deshalb weil der Vorgang
teuer ist.

Um ein konkretes Beispiel zu geben: ein nicht-religiöses Ehepaar
möchte adoptieren und druckst herum, was die Religionszugehörigkeit
bzw. die tatsächliche Ausübung des Glaubens betrifft. Man möchte
sich die Chancen nicht versauen. Sie wurden übersehen, als
die Adoptionsgesellschaft ein Paar suchte, was keine aktiven
Kirchgänger waren, weil das bei einem bestimmten Kind genau
gepasst hätte (diese Beispiel ist nicht aus Deutschland, aber
es zeigt, dass es kein ideales Profil für ein adoptionswilliges
Paar gibt).

Es wir zu lange, wenn ich jetzt weiterschreibe, aber mir ging
es hauptsächlich darum zu zeigen, dass es sich nicht
um überzogenen Ansprüche handelt. Natürlich gibt es immer
das Argument, dass jeder ohne Probleme Kinder in die Welt
setzen kann, aber ein Kind zu adoptieren birgt andere Verantwortungen
(auch für die Sozialarbeiter, die für das „placement“ zu-
ständig sind)*.

Gruß
Elke

*ps: man entschuldige bitte meine Anglizismen, aber
in dem Bereich bin ich auf Englisch einfach besser informiert

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Hallo!

Das versteh ich, was Du schreibst. Aber ich hatte eher Neugeborene gemeint, deshalb…
Danke für die Infos :smile:

xy (hehe)

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Hallo,

ich meine nicht damit das es nicht geliebt wird. Das sicher schon.
Ich meine das es um Entwicklung des Kindes geht.
Es ist ja bisher nocht nie in der Geschichte der Menschheit
so das es homosexuelle Eltern gab. Ferner will ich es nicht bestreiten das diese Eltern sowie alleinerziehende nicht gute und liebevolle Eltern sein können.
D. h. Um Homosexuellen Kinderwusch zu erfüllen meine ich wären Untersuchungen notwendig hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeit der Kinder. Bei Alleinerziehenden sind gibt es ja auch oft Probleme. Jungen brauchen oft männliche Bezugspersonen, und Mädchen dann weibliche Bezugspersonen.
Es gibt viele alleinerziehende Frauen die ihren Sohn als Ersatzpartner sehen. Kinder überfordern mit dieser Art.
Und deshalb meine ich ob das nicht auch eine Überforderung für Kinder ist wenn diese in einem lesbischen oder schwulen Umfeld aufwachsen?
Es geht dabei nicht um das hänseln in der Schule, sondern nur um die Tatsache meine Eltern sind anders als die Eltern anderer Kinder.
Vielleicht sind Kinder dann damit konfrontiert in ihrer Identiätsfindung. Verwirrt eine solche Konstellation ein Kind?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Das versteh ich, was Du schreibst. Aber ich hatte eher
Neugeborene gemeint, deshalb…

Dasversteh ich nun nicht :wink:

Warum soll es für Neugeborene anders sein?
Kinder sind keine unbeschriebenen Blätter, wenn sie
geboren werden.

Gruß
Elke

Hi!

Bei Alleinerziehenden sind
gibt es ja auch oft Probleme.

Und mindestens genauso viele Probleme gibt es auch mit Kindern, die Vater und Mutter haben.

Jungen brauchen oft männliche
Bezugspersonen, und Mädchen dann weibliche Bezugspersonen.

Das Kind braucht überhaupt erst mal eine Bezugsperson. Kennt es das Kind nicht anders, dann wird es auch zu der Bezugsperson des andere Geschlechts gehen. Außerdem gibt es noch Onkel und Tanten, Omas und Opas die um Rat gefragt werden können. Es heißt ja nicht, dass das unbedingt die Eltern sein müssen.

Es gibt viele alleinerziehende Frauen die ihren Sohn als
Ersatzpartner sehen. Kinder überfordern mit dieser Art.

Das kommt durchaus vor. Sollte aber nicht als Grund dafür dienen, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder aufziehen können.

Verwirrt eine solche Konstellation ein Kind?

Meiner Meinung nach nein. Das Kind kennt es von Anfang an nur so. Genauso ist das, wenn ein Familienteil entstellt ist durch einen Unfall oder auf irgendeine Art und Weise behindert. Die Kinder sehen darin aber nichts ungewöhnliches. Für sie ist es in einem gewissen Sinne normal.

Tara

Hallo

Warum soll es für Neugeborene anders sein?
Kinder sind keine unbeschriebenen Blätter, wenn sie
geboren werden.

Na ja, bei einem Neugeborenen würde ich auch denken, dass es besser wäre, wenn es sehr schnell ginge mit der Adoption.

Aber dass sehr gewissenhaft geprüft wird, finde ich auch gut. Ich habe in meinem Bekanntenkreis mal eine Adoption miterlebt, da wurde das Kind (ca. 8 Jahre) nach einem Jahr wieder zurückgeschickt! Ist das nicht sehr schrecklich für ein Kind?

Viele Grüße
Thea

Hallo

Was ich von einem homosexuellen Paar mit Kindern mir (wegen der Kinder) vor allem wünschen würde wäre, dass sie sich in einer Gegend niederlassen, in der vorwiegend tolerante Menschen leben, und wo Homosexualität einigermaßen akzeptiert ist.

Was meine Kinder schon in der Grundschule alles mitgekriegt haben an „Schwuli“-Schimpfwörtern, da bin ich einfach froh, dass sie in der Verwandtschaft nichts damit zu tun hatten (also selbst nicht betroffen waren).

Alles andere finde ich individuell zu unterschiedlich. Ich denke, dass auf jeden Fall zwei oder mehr Bezugspersonen besser sind als nur eine. Ob das jetzt zwei Männer oder zwei Frauen oder Mann/Frau sind, halte ich nicht für ganz so wichtig.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

Warum soll es für Neugeborene anders sein?
Kinder sind keine unbeschriebenen Blätter, wenn sie
geboren werden.

Na ja, bei einem Neugeborenen würde ich auch denken, dass es
besser wäre, wenn es sehr schnell ginge mit der Adoption.

Das eine hat aber nicht mit dem anderen zu tun.
Die Adoptionswilligen werden ja erstmal prinzipiell einer „Prüfung“
unterzogen. Wenn dann ein Kind zur Adoption kommt,
wird auf die Akten der vorhandenen Paare/Einzelpersonen
zurückgreifen, und es wird nachgesehen, wer für das Baby
am ehesten in Frage kommen könnte.
Sollte es sich - wie heute meistenteils üblich - um eine
offene Adoption handeln, werden der werdenden Mutter
mehrere etwa gleichgeeignete Möglichkeiten unterbreitet
und sie hat ein Mitspracherecht (besser gesagt: die letzt-
endliche Entscheidung liegt bei ihr).

Aber dass sehr gewissenhaft geprüft wird, finde ich auch gut.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis mal eine Adoption miterlebt,
da wurde das Kind (ca. 8 Jahre) nach einem Jahr wieder
zurückgeschickt! Ist das nicht sehr schrecklich für ein Kind?

Es ist der absolute GAU. In welchem Verhältnis steht dieses
Schicksal gegenüber dem der Adoptierenden, die u.U. ihre
Privatsphäre nicht ganz geachtet wissen (in meinen Erfahrungen
wurden diese Grenzen aber sehr selten überschritten – es handelt
sich da mehr um ein vages Gefühl – „wie kann sich ein Fremder
erlauben, darüber zu befinden, ob ich eine gute Mutter abgeben
werde?“ - was natürlich auch berechtigt ist ,aber gerade deshalb
war mir der Einwurf wichtig, dass es in diesen Gesprächen mit
den Sozialarbeitern nicht um unwichtige Details von entfernten
Verwandten geht - um bei dem Beispiel zu bleiben: wenn z.B.
drei von vier Großeltern Alkoholiker sind, dann wäre das durchaus
ein Grund nachzuhaken).

Um auf dein Beispiel eines Achtjährigen zurückzukommen.
Natürlich wird hier ganz anders vorgegangen, als bei Neugeborenen.
Eine behutsame Annäherung von beiden Seiten ist unbedingt
notwendig. Leider ist es aber oft so, dass Adoptierwillige
bereit sind sämtliche Bedenken zu ignorieren, weil sie Angst
haben sich durch ein frühes Nein zu einem bestimmten Kind
die Chance verbauen, jemals Eltern werden zu können.

Gruß
Elke

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Hallo,

Ein Kind braucht Liebe, Sicherheit und Geborgenheit egal ob
von einem Mann oder einer Frau. Die Kinder von
alleinerziehenden Müttern oder Vätern haben ja auch nicht
automatisch nen Knacks. Darum fände ich es nicht schlimm, wenn
ein schwules Paar ein Kind adoptiert. Sie können ja trotzdem
liebevolle Eltern sein.

ich vertrete mal ganz locker die Auffassung, dass Kinder, die NUR von einem Mann oder NUR von einer Frau großgezogen werden, selbstverständlich ziemlich automatisch einen Knacks haben.

  • Männer und Frauen sind unbestreitbar unterschiedlich. Selbst unter Berücksichtigung der jeweiligen Individualität gilt das nicht nur für ihre Geschlechtsmerkmale. Um sich aber in einer Welt mit beiden Geschlechtern zurechtzufinden, sind eben auch Eindrücke von beiden notwendig.

  • Kinder sind abhängig von ihren Eltern, das „ist nunmal so“. Sie haben aber wenigstens in ihrer Abhängigkeit bei zwei Ansprechpartnern die Möglichkeit auf jeweils den anderen zurückzugreifen, wenn einer aus welchen Gründen auch immer gerade abgelehnt wird oder nicht zur Verfügung steht.

Ich behaupte weder, dass alle alleinerzogenen Kinder persönlichkeitsgestört sind noch behaupte ich, dass diese Punkte gleichgeschlechtliche Partnerschaften von einem Kind ausschließen sollten. Ich behaupte allerdings, dass das Punkte sind, die man ernstnehmen muss, derer man sich bewusst sein muss und die zusätzliche Be- und Erziehungsarbeit erfordern.

Mit locker-flockig „hach, solang ses Kind lieben, is alles egal“ isses jedenfalls nicht getan.

Gruß,

Malte

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Hallo,

mir fällt dazu nur ein:

Kinder mögen Normalität dahingehend, daß sie so sein wollen wie „alle“, d.h. eben wie die meisten. Sie möchten keine Ausnahmen sein, nicht als „anders“ auffallen, möchten keine exotischen Namen, keine exotischen Eltern, kein exotisches Zuhause… (mit exotisch meine ich jede Art von Andersartigkeit, Auffälligkeit usw.)

Meine Erfahrung im Gespräch mit Kindern…

Zu meiner Zeit (70er Jahre) wurde noch getuschelt über „Scheidungskinder“, heutzutage nehme ich an, sind die so „normal“ wie alle anderen, da es einfach zu viele gibt. Wie es mit Kindern von Alleinerziehenden aussieht weiß ich nicht, aber vermutlich befinden auch die sich mittlerweile in guter Gesellschaft:wink: Schwule mit Kindern sind einfach noch die totale Ausnahme und da wird’s noch eine Weile dauern bis man da von Normalität sprechen kann. Auswirkungen auf die Entwicklung dürfte dies meines Erachtens aber nicht haben.

Viele Grüße,
Christiane

erfahrungswerte?
hallo.

was mich in diesem zusammenhang interessieren würde:
gibt’s eigentlich schon erhebungen, welcher anteil der kinder, die von homosexuellen eltern aufgezogen wurden, selbst wieder homosexuell oder sonstwie „anders“ orientiert sind oder eben gerade nicht?
ich glaube nein, da das thema ja erst seit einigen jahren aktuell ist, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
tolerante aussagen wie „ein kind braucht nur liebe, dann isses egal, …“ sind zwar lieb, aber ich möchte das schon gern durch tatsachen untermauert sehen.

gruß

michael

Hallo

Es gibt viele alleinerziehende Frauen die ihren Sohn als
Ersatzpartner sehen. Kinder überfordern mit dieser Art.

Das kommt durchaus vor.

Das kommt übrigens auch bei ganz normal verheirateten Eltern vor, wenn die Ehe nicht ganz so das bringt, was die Eheleute brauchen.

Als Beweis dafür führe ich mal sexuellen Missbrauch an, weil darüber mehr bekannt ist. Wenn der häufig vorkommt bei ganz normal verheirateten Vätern oder Stiefvätern, dann kann man doch auch davon ausgehen, dass der Missbrauch als Ersatzpartner oder intimer Gesprächspartner ebenfalls nicht auf alleinstehende Elternteile beschränkt ist.

Ich glaube, es hängt nicht in erster Linie von den Lebensumständen, sondern von der Einstellung der Eltern ab, ob sie ihr Kind in eine Rolle zwingen, die ihm nicht angemessen ist. Und natürlich von deren Fähigkeit, dies zu erkennen.

Es wäre aber ganz gut, wenn der Kinderschutzbund oder das Jugendamt einen Fragebogen rausbringen könnte, woran man erkennen kann, ob man das möglicherweise tut, und ob evtl. eine Erziehungsberatung angebracht wäre. Ich finde es nicht so gut, dass das Augenmerk immer nur ausschließlich auf den körperlichen sexuellen Missbrauch gerichtet ist, und nicht wenigstens öfters mit erwähnt wird, dass es auch viele andere Arten an Missbrauch gibt.

Verwirrt eine solche Konstellation ein Kind?

Meiner Meinung nach nein. Das Kind kennt es von Anfang an nur
so. Genauso ist das, wenn ein Familienteil entstellt ist durch
einen Unfall oder auf irgendeine Art und Weise behindert. Die
Kinder sehen darin aber nichts ungewöhnliches. Für sie ist es
in einem gewissen Sinne normal.

Ich kenne einen Jungen, dessen Mutter eine schwere Krankheit hat, so dass sie im Rollstuhl sitzen muss. Ich habe das Gefühl, dass er das überhaupt nicht normal findet. Früher hat er über seine Mutter gar nicht geredet, und er hat es immer verhindert, dass irgend jemand zu ihm in die Wohnung kommt. Mittlerweile ist er zum Glück etwas offener geworden.

Ich glaube schon, dass Kinder nach Möglichkeit in jeder Hinsicht so sein wollen, wie alle anderen, und dass sie sich auch wünschen, dass ihre Eltern „normal“ sind. Da aber viele Eltern nicht „normal“ sind, gibt es wohl auch viele Kinder, die damit fertig werden müssen. Insofern ist das auch wieder normal.

Viele Grüße
Thea

Hallo Harwin!

Vorab ich finde es ist eine hochinteressante Frage! :o)))

Und nun meine Meinung:

Der Mensch ist vom Natur aus mit dem Wunsch „ausgestattet“ sich fortpflanzen zu wollen. Anders gesagt, jeder Mensch im Grunde möchte sich fortpflanzen (selbstverständlich gibt es dazu auch Ausnahmen aber die sind nicht biologisch vorgesehen / bedingt). Das ist ja auch gut für den fortbestand des Menschen.

Ich finde REIN AUS ENTWICKLUNGSBIOLOGISCHEN GRÜNDEN sind homosexuelle Menschen ein Irrtum der Natur, (ich will damit aber niemand beleidigen oder zu nahe treten! Wenn das der Fall ist/war, bitte ich um Entschuldigung!) Dies steht ja im Gegensatz zu dem was ich vorher sagte. Die Natur „möchte“, daß alle Wesen sich fortpflanzen, weiter bestehen und sich entwickeln (im Sinne von Anpassen an ihren Umgebung/Biotop).

Das gesagt, verstehe ich nicht, weshalb es bei Schwülen/Lesben anders sein sollte wie bei alle anderen Lebewesen dieser Erde. Daß bei Menschen und die allemeisten andere Wesen zwei Geschlechter dafür notwendig sind steht nicht zur Debatte. Nun ich denke, im Rahmen von o.g. „Anpassung“ hat der Mensch eine Möglichkeit gefunden, daß dies nicht unbedingt notwendig ist. Also warum nicht benutzen?

Betreffend das angesprochene Fehlen einem Elternteil, finde ich ganz genau so schlimm wie bei geschiedenen Eltern, die allein mit dem Kind leben -oder gar alleinerziehende Mütter/Väter. Ich finde zwei Elternteile aus zwei Geschlechter sind für die Entwicklung eines Kindes sehr wichtig -aber nicht lebenswichtig.

Wenn ich mich richtig erinnere haben die spanische Gesetzesgeber beschlossen (ist es jetzt gesetzlich so), daß alle homosexuelle Paare heiraten dürfen und sind das „Heteroehe“ gleichgestellt, auch was Kindererziehung, -adoption und Erbansprüche betrifft. Das finde ich sehr fortschrittlich.

Kurz gefasst: Ich finde toll, daß auch homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen und sogar selbt kriegen. Auch wenn eine männliche/weibleiche Bezugsperson (je nachdem) dazu fehlt. Meine Meinung nach, kann man das zB mit Liebe, wieder „guttun“.

Das ist nur meine Meinung zum Thema.

Schöne Grüße aus Nürnberg
Helena