Normalität von Schwulen und Leben mit Kinderwunsch

Ich habe den Artikel nicht eingestellt weil ich meine lesbische oder homosexuelle Paare die auf natürlichen Weg Kinder gezeugt haben wären schlecht oder ähnliches. Es ging mir nur um künstliche Befruchtung und Adoption.

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Und wieso sollte es so sein? Der natürliche Weg ist Mann und Frau.
Wenn es aber zwei Frauen als Mütter gibt, stellt sich doch die frage wo ist der Vater. Bei adoptierenten ist das sicher anders. Aber bei künstlicher Befruchtung fragt kein Hetro Kind ob es durch eine künstliche Befruchtung entstanden ist oder nicht. Die Frage stellt sich nicht.

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Ich habe den Artikel nicht eingestellt weil ich meine
lesbische oder homosexuelle Paare die auf natürlichen Weg
Kinder gezeugt haben wären schlecht oder ähnliches. Es ging
mir nur um künstliche Befruchtung und Adoption.

Da kann ich mich nur wiederholen: die Probleme mit Identität usw. stellen sich für alle Kinder, die durch künstliche Befruchtung oder Leihmutter entstanden sind, oder die adoptiert sind. Einziger Unterschied: ein homosexuelles Paar kann seinem Kind diese Tatsache nicht vorenthalten/verschweigen.

Gruß,

Myriam

Und wieso sollte es so sein? Der natürliche Weg ist Mann und
Frau.

Das ist nicht nur der natürlichste, sondern der einzige Weg, ein Kind zu zeugen. Darüber muss man ja wohl nicht diskutieren.

Aber bei künstlicher Befruchtung fragt kein Hetro Kind
ob es durch eine künstliche Befruchtung entstanden ist oder
nicht. Die Frage stellt sich nicht.

Du bist also dafür, einem Kind, welches durch künstliche Befruchtung/Leihmutterschaft gezeugt wurde, diese Tatsache zu verschweigen? Wie ist das denn dann mit dem Recht auf Identität?

Gruß,

Myriam

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Und wie macht ein Lesbisches oder Schwules Paar Sex und dabei
kommen
Kinder zustande?

Sehr witzig. Darüber müssen wir wohl kaum diskutieren.

Ohne Sperma eines Mannes geht es doch gar
nicht oder Adoption.

Richtig. Ein lesbisches Pärchen benötigt eine anonyme Samenspende bzw. eine der Frauen kann mit einem Mann ihrer Wahl schlafen. Ein Teil eines schwulen Pärchens kann mit einer Frau schlafen, bzw. eine Leihmutter suchen. Alternativ kann adoptiert werden.

Es gibt immer einen Vater und ein Kind wird sicher wenn es
soweit entwickelt ist nach diesem fragen.

Klar. Aber ist es für Dich nicht normal und wünschenswert, wenn alle Kinder, die durch künstliche Befruchtung/Leihmutterschaft gezeugt wurden oder adoptiert sind, dies auch erfahren? Homosexuelle Paare haben da keine Wahl, das ist richtig. Aber ich halte das für einen positiven Aspekt … und Du selbst hast auch gesagt, dass jedes Kind ein Recht auf eigene Identität haben soll, d.h. wissen soll, wer die leiblichen Eltern sind.

Egoismus meine ich ist
es wenn man weil man sonst keine Kinder auf natürlichen Weg
bekommen kann (Lesbisches Paar)eine künstliche Befruchtung
machen will.

Und was ist mit Heteropaaren, die Fruchtbarkeitsprobleme haben?

Bei einem Hetro Paar stellt sich die Frage nicht.

Wieso nicht?

Gruß,

Myriam

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Egoismus meine ich ist
es wenn man weil man sonst keine Kinder auf natürlichen Weg
bekommen kann (Lesbisches Paar)eine künstliche Befruchtung
machen will. Bei einem Hetro Paar stellt sich die Frage nicht.

Aha, eine lesbische Paar, das durch künstliche Befruchtung ein Kind bekommt ist egoistisch. Eine heterosexuelles Paar, das aus (welchen Gründen auch immer) auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann und durch künstliche Befruchtung ein Kind bekommt ist nicht egoistisch. Oder wie darf ich das verstehen?

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Hi Myriam,

Einziger Unterschied: ein homosexuelles Paar
kann seinem Kind diese Tatsache nicht
vorenthalten/verschweigen.

Und gerade darin sehe ich eine Chance!
Bei Adoption ist man davon weggekommen, den Kindern
die Adoption zu verschweigen - weil man erfahren hat,
dass das nie gut geht und immer Probleme
nach sich zieht.
Bei künstlicher Befruchtung sehe ich die gleichen
Probleme.
Und manchmal ist es ganz gut, wenn man gar nicht erst
die Möglichkeit hat zu lügen.

Grüße
Elke

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Übrigens - solche „Knackse“ haben es wohl manchmal an sich,
dass die, die davon betroffen sind, sie gar nicht unbedingt
oder auch erst spät oder erst in einer bestimmten Situation
mitbekommen.

Tja, ich bin mit Vater und Mutter (und vielen Geschwistern)
aufgewachsen und habe doch lange gegen die mir innewohnenden
Knackse angekämpft. Auch meine Unfähigkeit in der Auswahl des
Vaters meiner Tochter spiegelte einen dieser Knackse wider.

Das hat mit dem Thema nichts zu tun. 10000 tote Kinder in Äthiopien werden nicht dadurch weniger schlimm, dass in Ruanda auch 8000 abkratzen.

Ich weiß nicht, ob das jetzt ausgetickt war, es war eine
einfache Realitätsbeschreibung. Nicht nur von meiner Tochter
hätten schon junge Männer verlangt, dass sie doch bitte diesen
oder jenen Vorsitz aufgeben sollten, das mache sie so
unweiblich.

Auch das hat mit dem Thema nichts zu tun (nb: kann man als Frau solche Typen nicht schon weit vor so einem Zeitpunkt ausfiltern? Ernsthafte Frage, nach dem zweiten oder dritten riecht frau so eine Einstellung doch schon n Kilometer gegen den Wind, oder raspeln die Kerle so gut Süßholz?)

Es macht mich irgendwie wundern, dass es scheinbar gerade den Betroffenen unmöglich ist einzuräumen, dass sie als Alleinerziehende eine größere Belastung zu tragen haben als ein Elternpaar, und das eben nicht nur zeitlich, körperlich und emotional, sondern auch in puncto Erziehungsarbeit.

Gruß,

Malte

genau darauf wollte ich hinaus! owT

Und wieso sollte es so sein? Der natürliche Weg ist Mann und
Frau.
Wenn es aber zwei Frauen als Mütter gibt, stellt sich doch die
frage wo ist der Vater. Bei adoptierenten ist das sicher
anders. Aber bei künstlicher Befruchtung fragt kein Hetro Kind
ob es durch eine künstliche Befruchtung entstanden ist oder
nicht. Die Frage stellt sich nicht.

Doch, die Erfahrung mit adoptierten Säuglingen zeigt, daß sich diese Frage eigentlich immer stellt. Sobald es Mitwisser gibt, ist es höchst wahrscheinlich, daß irgendwann das Kind die Wahrheit erfährt, leider oft sehr langsam über unbedachte (oder sogar böswillige) Bemerkungen und Nebensätze. Die Gefahren für die entwicklung solcher Kinder sind ungleich größer!

Das meinte ich nicht sondern wenn ein Hetrosexuelles Paar eine künstliche befruchtung macht muss es nicht zwangsläufig so sein das
der Mann nicht der Samenspender ist. Es kann z. B. auch daran liegen das der herkömmliche Weg durch andere Umstände nicht so funktioniert.
Klar wenn jemand anderer der Vater wäre ist es auch ein Herkunftsproblem.

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Ich denke wenn eine lesbische Frau mit einem Mann schläft um ein Kind zeugen weiß sie wer der Vater ist. Andererseits wenn sie lesbisch ist dann hat sie doch wohl keinen Sex mit einem Mann dann ist sie meiner Meinung nach eher bi. Ich kann mir jetzt kaum jemanden vorstellen der Hetro ist der mit einem anderen Mann Sex hat. Sicher jemanden anlügen kann man ja immer wenn der Wunsch so hoch ist ein Kind zu bekommen.
Aber wie sieht es dann mit den Rechten aus? Unterhalt etc. Der andere lesbische Partner braucht dann in dem Fall nicht aufkommen. Ist ja nicht von ihr. Ist ja auch ganz logisch oder?
Ich finde das mit der Leihmutter ist ja auch so ein Problem. Adoption, wenn man die Mutter kennt (Leihmutter). Was wenn die Mutter so starke Gefühle für ihr Kind hat und dann in eine andere Stadt zieht? Werden Gerichte KInder eher Lesben und Schwulen die Kinder zuschreiben oder einer Frau wenn die z. B. in geregelten Verhältnissen und eventuell einen neuen Partner hat?

Nicht jeder der eine künstliche Befruchtung macht hat Spendersamen oder Spender Eizellen. Es gibt ja verschiedene andere Ursachen.
Sperma des Mannes kann aufgepeppt werden und dann in die Eizelle des Partners gesetzt werden. Oder die Scheidenflüssigkeit ist bei der Frau nicht so ausgeprägt das sie die Samenzellen transportieren uvm.

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Unter egoistisch verstehe ich das es nicht auf normalen Weg durch das lesbische oder schwule Paar selbst zustande kommt.
Ein Hetrosexuelles Paar muss ja nicht unbedingt einen Samenspender oder Eizellenspender haben, es kann ja andere körperliche Ursachen haben wieso es beim Geschlechtsverkehr nicht geht.
Eizellenspende oder Samenspende halte ich auch eher für egoistisch.

Schließlich wissen ja Lesben oder Schwule das es miteinander nicht funktioniert. Sie brauchen einen Dritten als Spender.
Einen dritten hinzuziehen der dafür sorgt das die Lesbe oder der Schwule (Leihmutter) ein Kind bekommt halte ich für egoistisch.
Ein Hetro Paar braucht daher keinen „Dritten“ bei einer künstlichen Befruchtung. Das geht auch ohne Samen oder Eizellenspende.

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Eizellenspende oder Samenspende halte ich auch eher für
egoistisch.

Ein Hetro Paar braucht daher keinen „Dritten“ bei einer
künstlichen Befruchtung. Das geht auch ohne Samen oder
Eizellenspende.

Auch heterosexuelle Paare brauchen Dritte, nicht alle, aber so einige.

Du vermischst hier nach Gutdünken die verschiedenen Möglickeiten.
Du möchtest bei der Diskussion diejenigen homosexuellen Paare ausgeschlossen haben, die auf natürlichem Weg ein Kind bekommen haben, sondern redest ausschließlich von denjenigen, die ein Kind adoptieren bzw. durch künstliche Befruchtung mit Samenspende ein Kind bekommen.

Dementsprechend muss dann aus der Diskussion diejenige künstliche Befruchtung mit der Eizelle/Samen des Partners ausgeschlossen werden, sondern nur die künstliche Befruchtung mit Spendereizelle/-samen, die es natürlich auch bei heterosexuellen Paaren gibt betrachtet werden.

Und mal abgesehen davon, was die Notwendigkeit eines „Dritten“ bei der Erfüllung eines Kinderwunschs betrifft: Die überwiegende Anzahl der Adoptionen wird von heterosexuellen Paaren durchgeführt.

Einen dritten hinzuziehen der dafür sorgt das die Lesbe oder
der Schwule (Leihmutter) ein Kind bekommt halte ich für
egoistisch.

Die Leihmutterschaft hat in der Vergangenheit sehr viel mehr heterosexuellen als homosexuellen Paaren einen Kinderwunsch erfüllt. Wohl nicht bei uns (wo es meines Wissens ungesetzlich ist) sondern in anderen Ländern.

Und nun frage ich mich: Verurteilst du grundsätzlich künstliche Befruchtung mit Spende/Leihmutterschaft? Oder nur bei homosexuellen Paaren? Wie sieht das mit Adoption aus? Grundsätzlich schlecht oder nur bei homosexuellen Paaren? (Das Wort verurteilen hast du nicht benutzt, du hast es als Egoismus bezeichnet.)

Sperma des Mannes kann aufgepeppt werden und dann in die
Eizelle des Partners gesetzt werden. Oder die
Scheidenflüssigkeit ist bei der Frau nicht so ausgeprägt das
sie die Samenzellen transportieren uvm.

Fakt ist: Wenn der Samen aufgepeppt werden muss oder die Frau zu wenig Scheidenflüssigkeit hat, können die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen. Geht es dir um den natürlichen Weg? Wohl eher nicht.

Falls es dir um die Herkunftsfrage geht, ist die viel häufiger und offensichtlicher bei der Adoption anzutreffen und das betrifft zu einem sehr viel größeren Teil heterosexuelle Paare als homosexuelle Paare.

Oder aber es geht dir um die Komponente homosexuelle Paare. Allerdings gibt es zur Elternfähigkeit bzw. der Entwicklung von Kindern, die in Familien mit homosexuellen Eltern aufwachsen durchaus Untersuchungen, die hier schon verlinkt wurden.

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Ende oder Neubeginn
Hallo Harwin,

ich bin nicht ganz sicher, ob es Sinn ergibt, diese Diskussion noch weiter zu führen. Bisher habe ich von Dir wenig konkrete Argumente gegen Adoption/Samenspende für homosexuelle Paare bekommen. Nochmal zusammengefasst:

  • Kinder brauchen Bezugspersonen beiderlei Geschlechts. Das ist korrekt, trifft aber auch auf die vielen Kinder alleinerziehender Eltern zu. Andere Familienmitglieder können diese Rolle übernehmen.
  • Kinder homosexueller Paare werden selbst homosexuell. Das ist falsch, da Homosexualität weder erblich noch anerzogen ist.
  • Kinder homosexueller Paare könnten gehänselt werden. Kinder werden aus allen möglichen Gründen gehänselt. Wenn es nicht die Homo-Eltern sind, dann der türkische Vater, die Brille, das Übergewicht, der Sprachfehler, usw. Es kann nicht die Lösung sein, alle Kinder möglichst gleichzuschalten, damit sie nicht gehänselt werden. Mit zunehmender Alltäglichkeit wird auch die Tatsache, homosexuelle Eltern zu haben, nichts besonderes und damit kein größerer Hänselungsgrund sein

Auf diese Dinge angesprochen windest Du Dich wie ein Aal. Es sein egoistisch, sagst Du, eine Samenspende eines Dritten zur Befruchtung zu benötigen. Aber das machen zigtausende Heterosexuelle doch auch. Keine der vielen Samenbanken in Deutschland darf einer lesbischen Frau helfen, außer sie ist mit einem Mann verheiratet. Was glaubst Du, was die dort den ganzen Tag machen? Bei jedem 80. Baby in Deutschland wird „Nachhilfe“ bei der Zeugung benötigt. Alles Egoisten?

Weiterhin sagst Du auch, eine Lesbe, die mit einem Mann schläft, könnte keine Lesbe sein, höchstens bisexuell. Das ist falsch. Wenn ich nächste Woche jeden Tag mit einem anderen Mann schlafen würde (weil ich schwanger werden will, weil ich Lust drauf habe, weil ich neugierig bin, weil ich 5 verschiedene sehr begehrenswerte Männer kennenlerne …) bin ich am nächsten Samstag genau so homosexuell wie heute.

Im Gegenzug wird ein Mann, der einen anderen Mann attraktiv findet und mit ihm aus einer Laune heraus im Bett landet, damit nicht automatisch schwul oder bi. Viele Homosexuelle entscheiden sich dafür, ihre Veranlagung nicht auszuleben, sondern heiraten und haben Kinder. Trotzdem sind sie Homosexuelle.

Gehe bitte mal in Dich und sage uns klar und deutlich, was Deine Probleme beim Thema Homosexuelle und Kinder sind. Wenn es spezifische Aspekte gibt, die dort problematisch und für die Kinder ein Risiko sind (und ich will nicht partout abstreiten, dass es welche gibt), dann kann man hier bestimmt gut darüber diskutieren. Wenn Du aber feststellst, dass Du einfach selbst ein Problem mit Homosexuellen hast, und Dir der Gedanke, dass diese abnormen Leute Kinder haben, nicht gefällt, dann ist diese Diskussion Zeitverschwendung. Ich akzeptiere das dann als Deine persönliche Meinung, und das wars.

Gruß,

Myriam