Nostalgie-Essen: Was schmeckt für euch noch wie früher?

Hallo
als Kind der 70er und 80er bin ich stets auf der Suche nach alten Dingen. Meine Frau hat mir nun einen „Nostalgie-Adventskalender“ geschenkt und ich habe mich an den ein oder anderen Dingen sehr erfreut.

Ich finde es gibt sehr wenig Sachen, die noch „wie früher“ schmecken. Klar sind die Geschmacksnerven nicht mehr so gut wie als Kind (auch als Nichtraucher). Trotzdem gibt es auch heute noch Sachen, die scheinbar im Geschmack unverändert sind (bzw. die selbe Rezeptur haben). Dazu gehört für mich zum einen die Ahoi-Brause oder auch Capri-Sonne Orange. Nur mal als Beispiel. Muß auch gar nicht nur Süssigkeiten sein (OK, aber bitte kommt mir jetzt nicht mit Obst und Gemüse :smiley: )
Gibt es für euch noch andere Sachen, die ihren Rezepten treu geblieben sind und noch so schmecken wie in ihrer Kindheit?
Speziell die Sachen, die man vielleicht gar nicht mehr so auf den Schirm hat, oder vielleicht nur auf Umwegen zu beziehen sind.
Vielleicht könnt ihr ja was empfehlen :slight_smile:
Vielen Dank

Taki

Nappo. Zumindest das letzte mal als ich das gegessen habe, das ist aber auch schon einige Zeit her.
Dr. Ö Pudding, egal ob Vanille oder Schoko - stinkt und schmeckt immer noch so schlecht wie vor 40 Jahren, ich hasse Vanille und der Schokopudding meiner Mutter ist nur echt mit Röstaromen :wink:

Prickel Pit gibt es wieder, Vivil immer noch.

Und Mama’s Weihnachtskekse (Lebzelten nach einem Rezept von Doktor Oetker aus den 60er Jahren). Wobei das etwas zweifelhaft ist weil die Dinger jedes Jahr etwas anders schmecken. Aber das ist bei Wein ja auch so.

Zum Glück schmeckt Rosenkohl mittlerweile gerade NICHT mehr so wie früher. Die neuen Sorten sind erheblich weniger bitter.

Hallo Toki,

vielleicht möchtest du auch im „Erleben durch Literatur“ schwelgen?

Hier sind einige Angebote:

1.) „War das lecker!“ - Unsere Lieblingsgerichte von früher
ISBN: 9783625139256

2.) „Toast Hawaii und Entenbrust“
ISBN: 3770147561

3.) „schön süß“
ISBN: 3203840707

Herzliche Grüße

Helmut

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Hallo,

das habe ich auch lange als Ursache dafür angesehen, dass mir Erdbeeren (sorry wegen Obst, aber für mich gehören die zu Süßigkeiten) nicht mehr so schmeckten wie als Kind.
Aber vor ein paar Jahren habe ich ein Haus mit Garten gekauft, im Garten Ableger einer älteren Erdbeersorte gefunden und mal ausprobiert - original wie früher, super lecker ohne Zucker und so richtig zum Wegnaschen aus dem Garten (als Kinder mussten wir das immer heimlich und unauffällig machen).
Der Ertrag ist zwar geringer, als bei modernen Sorten - aber lieber 1 Kilo Leckere, als 3 Kilo Langweilige.

Was sonst m.E. noch gleich schmeckt: junger Gouda, gesalzene Erdnüsse, Thiele-Tee, Butter, Quark, Ölsardinen.

Gruß,
Paran

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Hallo.
um bei den Süßigkeiten zu bleiben, allerdings habe ich keine Ahnung ob es das heute noch gibt: Esspapjer, Brausestäbchen, Traubenzuckerlutscher und saure Würmer. Leider weiß ich die Herstellerfirmen nicht.
Es gab - wenn ich mich recht erinnere - diese Lava-Lampen ein mit klarer Flüssigkeit gefüllter Glasbehälter in dem farbige Blasen oder Tropfen herum schwammen, bei denen sich die -Form langsam aber stetig verändert. Die ersten Video-Spiele: Tennis, Autorennen, Eis Autorennen und Fußball waren auch aus dieser Zeit.
MfG Helga

b

[quote="sternle, po

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st:6, topic:9463123"]
sternle]

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Die kann man alle aber schlecht essen. :wink: Die Frage war:

Hallo,
Lieblingsgericht aus Kindertagen:
Eier in Senfsauce. Die Sauce schmeckt übrigens auch sehr gut mit Möhren!
Und natürlich:
Brauner Bär, das Eis… Mmh…
Mao

Da kannst du auch gleich behaupten, jeder Kaffee schmecke gleich.

Ich behaupte: die gesalzenen Erdnüsse von Ültje schmecken so wie die gesalzenen Erdnüsse von Felix früher. Kein Wunder - die wurden von Felix aufgekauft.
Die anderen schmecken nicht. Weder wie früher noch überhaupt. Und die billigen kommen denen von früher nicht mal nahe.

Aber wenn wir schon dabei sind: bei Erdnussflips sind die von Lorenz immer noch so wie früher die von Bahlsen. Kein Wunder - kommt immer noch aus der gleichen Fabrik.

Also gerade beim Braunen Bär bin ich nicht auf deiner Seite. Ich habe mich zwar sehr gefreut, als der wieder „neu aufgelegt“ wurde, aber ich finde der Karamellkern ist anders. Der war meines Erachtens früher fest und heute eher flüssig. Haut einem jedes Mal das Eis vom Stiel… Früher war das quasi wie ein Dauerlutscher für die „Schlussphase“… Oder konnte man mit den Zähnen runterkratzen :slight_smile:

Ich habe neulich bei REWE endlich wieder einen Joghurt gefunden, der sich nicht Joghurt mild schimpft, sondern säuerlich schmeckt und damit lecker wie früher. Stammt von einer Molkerei aus der Gegend, die auch noch richtige Milch kann.

Weiße Mäuse schmecken auch noch so wie früher, was nicht überraschend ist, weil die wahrscheinlich eh nur aus Zucker, Stärke und irgendeinem künstlichen Aroma bestehen.

Was nicht so schmeckt wie früher, ist die Western Sauce, die um 2000 aus dem Programm genommen wurde und vor ein paar Jahren wiederkehrte - allerdings nun sehr nach Friedhof der Kuscheltiere schmeckt.

Kaisers hatte so einen. Mit Wegfall desselben, ist der auch in den Orkus gegangen. Rewe mache ich eigentlich nur wegen des formidablen Mandarinensaftes, den die im Winter haben. Das fällt unter reingelaufen, nehmen, bezahlen, rausgelaufen. Welchen Joghurt meinst du?

Ich glaube, dass außerhalb von in der Regel Süßkram im weiteren Sinne das auch viel mit Rezepten verbunden ist. Da hat jeder so seine Kindheitserinnerung und die hängt vom Rezept der Mutter oder Oma ab, eher seltener von den männlichen Pendants.

Was sich wohl verändert hat, ist bei vielen Produkten die Intensität des Aromas. Das hat verschiedene Gründe. Bei Obst ist es häufig, dass man mehr auf Lager- und Transportfähigkeit wert legt. Außerdem werden Sorten auf Mainstream gezüchtet. Der ist mild und süß. Hier ein aktueller, netter Artikel zum Thema. Bei der Beschreibung des Aromas kräuseln sich mir die Fußnägel. Bitterstoffe zum Beispiel sind auch verpönt. Dann züchtet man den Chicoree fad. Oder Hühnchen, das nicht nach Hühnchen schmecken darf.

[quote=„asteiner, post:14, topic:9463123, full:true“]

Der kommt vom Milchhof Gerighausen in Wassenberg am Niederrhein. Den gibt’s dann halt nur auch in der Gegend.

Servus,

ist heute ziemlich fest in türkischer Hand, inzwischen durchaus auch mit erträglichen Halb- und Viertelfettstufen - übrigens auch nicht schlammig „gerührt“, sondern stichfest wie es sich gehört. Wer die Molkereien sind, die sich hinter den Markennamen verbergen, hab ich noch nicht rausgekriegt. Dürfte aber irgendwas in NRW sein.

Schöne Grüße

MM

Guten abend,

also „mein“ Milchhof Geringhausen ist fest in deutsch-familiärer Hand. Daß unser REWE das hat, ist aber kein Zufall. Unser quasi-Nachbar ist sehr umtriebig, was neue und neu-alte Produkte angeht und hat so z.B. neulich im Oktober den Verkauf einer neu gezüchteten Schweinerasse gestartet, die er von einem Bio-Hof seit etwa zwei Jahren züchten läßt und von dem es inzwischen so um die 200 Stückvieh im Bestand geben dürfte. Jedenfalls kommen pro Woche vier Hälften in den Verkauf. Der Hammer, der Stoff. Kostet zwar als Filet gut das doppelte vom Standardvieh, ist aber mindestens viermal so lecker und viel besser ist noch die Nuß als Gulasch. Ein ähnliches Projekt läuft nun beim Rind an.

Der hatte Ankerkraut schon Jahre im Programm, bevor die überhaupt über die HdL bekannt wurden und so ist es bei vielen Produkten. Der Typ ist ständig unterwegs, um neues zu entdecken und so gibt’s eben seit drei Jahren oder so den richtigen Joghurt, nachdem ich bestimmt 25 Jahre lang das Zeug nicht mehr essen wollte.

Gruß
C.

Hallo,

Joghurt kann man sehr leicht selbst machen. Bei Ebay einen gebrauchten Joghurtbereiter besorgen (um 10 Euronen), ist nur ein Warmhalter, der wenig Strom braucht).
Milch mit Joghurt nach Wahl (auch dem so hergestellten) impfen, in Gläser abfüllen und nach Geschmack mehr oder weniger lang warm stehen lassen.

Gruß,
Paran

Wobei das Ergebnis, egal womit man impft, regelmäßig wie der deutsche „milde“, schlammig gerührte Joghurt herauskommt. Die Stämme von Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus bifidus, die guten Joghurt (d.h. sowas wie in Frankreich, Bulgarien, der Türkei oder auch Griechenland) machen, sind offenbar ziemliche Diven und nicht mit Haushaltsbedingungen zufrieden.

Schöne Grüße

MM