Nur ne Frage

Hallo!
Fit sein ist ja ganz okay. Aber ich habe zwei Fälle in nächster Umgebung, die mir etwas zum Nachdenken geben.
Eine Freundin von mir - eigentlich wohlproportioniert und hat auch schon immer Sport betrieben (judo) fing irgendwannn mit step und div. Fitnessprogrammen an, stellte ihre Ernährung um und hat in drei Monaten 15 kg abgenommen. Vielleicht hört sich das gut an, wenn man jemanden dahinter vermutet, der ohnehin übergewichtig war - is aber nicht und sie sieht ehrlich gesagt, richtig elend aus- und 10 Jahre älter
Jetzt in unserem Betrieb ein Mädel mit demselben Fänomen - hatte
früher ein wenig mit den Pfunden zu kämpfen, fing dann mit Fittness-Studio an und macht es jetzt 3x die Woche mehrere Stunden. Ebenfalls Ernährungsumstellung. Wenn Sie sich bückt kann man nun jeden einzelnen Wirbel zählen, auf die Frage, wieviel sie jetzt noch wiegt reagiert sie ziemlich agressiv
und eigentlich sieht sie wie ein richtiger Hungerhaken aus.
Was ist das? Gesund oder Sucht? Oder alles normal??
Ich bin gewiss kein Bewegungsmuffel, meine Hundis müssen auch
bewegt werden … hab auch nix gegen Sport und drei kilo weniger hätt ich auch gern - aber …
Usch

hi Usch!
Das hört sich allerdings bedenklich an. Eine Art der Magersucht, nur daß es sich vor allem darin manifestiert, daß die Leute viel Sport machen wollen und auch immer mehr. Diese „Fitnessucht“ ist zwar nicht ganz so kraß wie Magersucht, kann aber leicht dazu führen.
Tyll

Hallo,
zunächst fit hat sicherlich wenig mit „möglichst wenig
Gewicht“ zu tun - eher mit Gesundheit, Leistungsfähigkeit
und Lebensfreude. Das überdurchschnittlich viele Frauen
mit (moderaten) Eßstörungen in Fitness-Centern rumlaufen
mag sein, da es sich ja einfach anbietet Gewicht auf diese
Weise zu verlieren und die Branche ja auch genau damit
wirbt. Allerdings glaube ich, daß die Latenz für die
Eßstörung schon vorhanden sein muß und es gibt ja
glücklicherweise genügend Bsp., die das Trainingsziel nicht
darin sehen ihre weiblichen Formen wegzuradieren.
Anders ausgedrückt es zieht übermäßig viel der
ohnehin in der Bevölkerung präsenten eßgestörten Frauen
in solche Center, daß heiß aber nicht in der Umkehrung,
daß solche Center das Phänomen Eßstörung züchten.

Gruss
Enno

Hallo!

ich habe mal gehölrt, daß es tatsächlich eine art sportsucht geben soll. bei solcherlei bewegerei werden wohl auch endorphiene (für die rechtschhreibung keine gewähr!) freigesetzt.

Frank

Moin!

Eine Freundin von mir - eigentlich wohlproportioniert und hat
auch schon immer Sport betrieben (judo) fing irgendwannn mit
step und div. Fitnessprogrammen an, stellte ihre Ernährung um
und hat in drei Monaten 15 kg abgenommen.

In der Tat ist oft zu beobachten, wie hauptsächlich Frauen im Fitneßstudio beginnen, hart zu trainieren und gleichzeitig eine Diät anfangen. Das macht natürlich keinen Sinn, weil der Körper durch die höhere Leistungsabforderung auch besser versorgt werden muß. Normalerweise müßte man also mehr bzw. besser essen. Wer seinem Körper eine Radikalkur antut, tut ihm nichts gutes.

Gern wird auch ein geringes Körpergewicht mit Schlanksein verwechselt. Dabei sollte man sich aber mal vor Augen führen, daß Muskelmasse deutlich schwerer (dichter), als Fett ist. Jemand, der bei 1,60m Körpergöße bei 65kg dick ist, kann mit demselben Gewicht eine Topfigur haben, wenn statt Fett Muskeln vorhanden wären. Eine Gewichtsreduzierung ist hier nicht unbedingt erstrebenswert. Bei unveränderten Eßgewohnheiten wird ein Training dazu führen, daß Fett zur Ernährung der Muskeln verbrannt wird. Das dauert leider seine Zeit, weshalb oft versucht wird, diesen Vorgang mit einer Diät zu unterstützen. Gerade im Frühjahr, also vor Beginn der Freibadsaison ist solch unvernünftiges Verhalten verstärkt zu beobachten.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo!
Danke für Eure Meinungen. Ich finde fit und schlank zwar
auch schön, aber das ist schon etwas übertrieben. Zumal beide
eher verhärmt und schlecht aussehen (nicht von Aussehen her - sondern vom Wohlbefinden) - da kann das eigentlich auch nicht
mehr gesund sein.
Usch