Nur noch Angst vor Vererbung

Guten Tag.
Ich schreibe hier, weil ich seit Tagen nur noch unter Angstzuständen leide. Ich hatte das Thema in einem anderen Thread schonmal angesprochen, möchte hier aber nochmal allgemeiner drauf eingehen.
Es ist so, dass ich bei meiner Mutter (gerade 44 J. geworden) schon eine Zeit lang relativ häufige Durchfälle beobachte. Intensiv darauf achten tue ich nun seit Weihnachten 2005, wie lange es tatsächlich schon geht, weiß ich daher nicht.

Sie hat relativ häufig Durchfälle, hatte auch früher schon oft damit zu tun aber schon seit einer ganzen Weile fällt es mir eben verstärkt auf. Sie hatte auch schon immer extrem mit Blähungen zu tun.
Ich habe desweiteren gelegentlich mitbekommen, dass sie auch in der Nacht mal Durchfallattacken hatte und es manchmal offenbar nicht mal mehr bis zum WC schaffte, da sie die Sachen in der Nacht manchmal gewechselt hat und auch manchmal Wasserflecken auf dem Badezimmerboden waren, als hätte sie dort etwas weggewischt. Nächtliche Attacken habe ich im Verlauf der letzten Monate vllt. 4 oder 5 mal beobachtet, davon allein 2 in der letzten Woche.

Tagsüber fiel es mir auch schon häufig auf, nur bekomme ich es dort nicht immer mit, da sie ja am Tage meist bei der Arbeit ist.

Sie hat auch sehr oft Migräne und nimmt sehr oft ziemlich viele Migränetabletten.
Häufig bekomme ich dann auch mit, dass sie Durchfalltabletten einnimmt.

Ich habe sie darauf auch schon angesprochen und ihr auch Artikel aus dem Internet gezeigt, sie meinte aber ich soll mir keine Sorgen machen, es hängt ja auch immer davon ab, was sie gegessen hätte, vorallem weil sie Abends oft Salat, Kohlrabi und Co isst. Bei den letzten beiden Attacken hatte sie imo aber am Abend gar nichts gegessen.

Sie muss zwar täglich Tabletten nehmen u.a. wegen ihrer Schilddrüse, wo sie vor Jahren mal operiert wurde. Am Unterleib wurde sie auch operiert. Meherere Bandscheibenvorfälle (Haslwirbel, unterer Teil der Wirbelsäule) sowie einen Herzklappenfehler hat sie auch.

Meine größte Sorge besteht darin:

Bei meiner Oma wurde so ca. im Alter von Anfang bis Mitte 50 ein relativ großer (etwa mandarinengroß) Darmtumor entdeckt, der auch schon mit Beschwerden wie starke Krämpfe und großem Gewichtsverlust einher ging. Der Tumor wurde dann sofort operativ entfernt und untersucht. Im Ergebnis handelte es sich um ein gutartiges Geschwür.

Bei meinem Opa wurde dieses Jahr Nierenkrebs festgestellt.
Außerdem wurden vor einigen Jahren wohl „kleine Zotteln“ in seinem Darm oder Magen festgestellt, ich erinnere mich daran nicht so gut, da ich damals noch recht klein war. Diese benötigten aber angeblich keiner weiteren Beobachtung.

Ich mache mir extreme Sorgen darüber, dass meine Mutter das jetzt auch hat oder meine Schwester und ich vllt. auch, oder das wir es auch mal bekommen werden.


Meine Mutter sieht das ganze nicht so dramatisch.
Sie meint sie hätte vor nicht allzu langer Zeit (ich glaube im letzten Jahr) eine Stuhluntersuchung gehabt und die ergab keine Befunde. Außerdem war sie letztes Jahr 2 mal beim CT, wegen ihrer Migräne und den Bandscheiben. Ich meine aber, dass man Darmtumore beim CT nicht erkennen kann, oder?

Außerdem wäre sie eh öfter beim Ultraschall für Unterleib, da sie dort operiert wurde.
Aber Ultraschall ist auch nicht optimal imo.

Ich leide nur noch unter Angst. Kann nicht mehr ruhig schlafen und nicht mehr vernünftig essen.
Habe nur noch Panik, dass meine Mutter schwer krank ist und meine Schwester und ich vllt. auch.
Meine Schwester und ich haben gestern Abend gerade wieder mit unserer Mutter geredet, aber sie meint wir sollen uns nicht verrückt machen.

Ich habe trotzdem eine riesige Angst.
Können Sie mir vllt. genaueres zur Vererbung und Untersuchungsmöglichkeiten sagen?
Der Tumor bei meiner Oma war wie gesagt groß, aber nicht bösartig, sie war seitdem auch nie wieder bei einer Darmuntersuchung. Meine Oma sagt es geht ihr gut, meine Mutter meint es ginge ihr auch gut, aber warum dann immer mal wieder schubweise Durchfallattacken?
Appetitlosigkeit, extreme Krämpfe, Fieber oder Gewichtsverlust hat sie wohl nicht. Ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall währe auch nicht der Fall meint sie.

Ich habe im Inernet gesucht und gesucht und muss das hier nochmal schreiben, weil ich mit dieser Angst bald nicht mehr klarkomme.

Ich bin übrigens 19 Jahre und weiblich.
Muss ich mich auch schon untersuchen lassen, ab wann besteht für mich ein erhöhtes Risiko. Ist die Gefahr ein gutartigen Darmtumor zu erben, der dann bösartig wird sehr groß?
MfG

Hallo,

ich habe es Dir weiter unten ja schon einmal geschrieben, ich kann es nur nochmal etwas direkter wiederholen:

Ich weiss es ist extrem peinlich zum Arzt zu gehen und zu sagen „Doc, ich habe extrem Durchfall und manchmal gehts auch daneben“, aber da ueberwinde ich doch lieber einmal meine Scham und lass mir helfen bevor ich vor meinen Kindern verheimlichen muss das ich mir in die Hosen sch…!

Also bitte bitte, das hoert sich wirklich ernst an, legt ihr nochmals nahe zu einem Arzt zu gehen. Lieber heute als morgen!

Mach Dir aber erstmal keine Sorgen, bevor Du nicht weisst was es ueberhaupt ist brauchst Du Dir wirklich keine Sorgen von wegen Vererbung zu machen :wink:

Ich bin übrigens 19 Jahre und weiblich.
Muss ich mich auch schon untersuchen lassen, ab wann besteht
für mich ein erhöhtes Risiko. Ist die Gefahr ein gutartigen
Darmtumor zu erben, der dann bösartig wird sehr groß?
MfG

Damit du nicht mehr nur noch unter Angst und Schrecken lebst, musst du dir mal deutlich machen, welchen SINN es macht, wenn du Angst hast.

  1. Bringt dir Angst irgend was Positives? Eher nicht. Angst ist kein gutes Gefühl.

  2. Kann dich Angst vor Krankheit oder irgend welchem Unheil bewahren? Auch nicht :smile:

Besser als sich dem Gefühl der Angst und Sorge hinzugeben ist es, sich zu überlegen, was man tun kann, um seine Gesundheit zu erhalten.

Und wenn es in der Familie schon solche Krankheitsbilder gab, dann heißt es für dich um so mehr, um dich zu schützen, dich besonders gesund zu ernähren z.B., nicht zu rauchen, genug Erholung zu haben, um dein Risiko, auch zu erkranken, zu minimieren. Es gibt z.B. ein Buch „Heilkraft unserer Lebensmittel“. Darin sind u.a. die Lebensmittel aufgeführt, die z.B. Tumorwachstum unterdrücken können.

Wenn es dich beruhigt, kannst du dich doch auch schon jetzt auf Darmkrebs untersuchen lassen oder du gehst in die Apotheke und kaufst dir so einen Test, dann musst du nicht extra zum Arzt.

Ich rate dir außerdem, dich nicht UNUNTERBROCHEN mit dem Thema Krankheit zu befassen, LEBE lieber, genieße das Leben, tu das, was dir Spaß macht. DAS hält nämlich am besten gesund. :smile:

Und noch etwas: Auch wer krank ist, kann noch Freude am Leben haben. Das Leben hat doch immer irgend etwas Schönes zu bieten. Man muss es nur ERKENNEN! Es sind oft nur Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machen. :smile:

Du kannst dich am Abend fragen, was du an diesem Tag wieder Schönes erlebt hast und es mal notieren. Du wirst sehen, da kommt eine Menge zusammen mit der Zeit. Vielleicht war es z.B. ein Tier, das dir begegnet ist und das du gestreichelt hast. Schon DAS kann glücklich machen.

Vielleicht war jemand heute besonders nett zu dir und du erinnerst dich gern daran?

Oder du hast eine schöne Speise zu dir genommen, an deren Geschmack zu gern zurück denkst? :smile:

Lass’ nicht zu, dass dich die Angst „auffrisst“. So weit sollte es nicht kommen.

Vielleicht hast du auch einen Freund/eine Freundin, mit denen du mal darüber reden kannst.

Weißt du, krank werden kann JEDER, eigentlich ist das Risiko für alle Menschen hoch. Und darum sollte man die Zeit genießen, in der man gesund ist. Du kannst durch eine gesunde Lebensweise etwas dafür tun, dass du möglichst lange gesund bleibst.

Ich wünsche dir alles Gute!

Danke für die Antworten ^^
Ich ernähre mich eigentlich relativ gesund, rauchen rue ich nicht und werde ich auch nicht, weil ich extrem gegens Rauchen bin und auch immer sein werde.

Alkohol trinke ich selten, ab und zu mal ein Gläschen oder auf Party’s mal ein bisschen mehr, aber immer in Grenzen.

Momentan liegt meine Angst eher darin, dass meine Mutter krank sein könnte, auch wenn sie sich selbst nich krank fühlt rotz der Durchfallattacken.

Ich hatte wie gesagt gestern mit ihr gesprochen, aber sie meint eich soll mich nich panisch machen und sie hätte ja erst eine Stuhluntersuchung gehabt.

Ich habe bisher das Leben immer genossen, aber seit ich öfter beobachte das meine Mutter immer mal wieder Durchfallattacken hat, wächst die Angst, dass sie einen Tumor haben könnte, genau wie ihre Mutter, also meine Oma, auch wenn das Ding bei meiner Oma absolut gutartig war, auch wenn es Beschwerden machte. Aber gutartige Tumore können ja auch rasch bösartig werden und da beginnt die Angst von neuem.

Ich werde das jetzt weiter beobachten und ihr ggf. nochmal ins Gewissen reden. Krankheit hin oder her, häufig Durchfälle können auf Dauer nich gesund sein, auch wenn meine Mutter sagt „Manchmal ist es ganz gut, wenn mal alles raus ist“.

Mist hab noch was vergessen.
Wollte doch noch fragen was das für ein Test sein soll, den man sich aus der Apotheke holen kann, ist der rezeptfrei und wie heißt der?

Vererbt wird bei der Geburt!
Hoi Furuba!

wenn es dich so sehr ängstigt …
warum gehst Du nicht zum Arzt, erzählst ihm von Deinen Ängsten und Befürchtungen und bittest um eine Untersuchung?
FALLS Du da etwas von Deiner Oma geerbt haben solltest…das dann über Deine Mutter an Dich weitergegeben wurde - wird es Dir auch nicht helfen, die Stuhlgänge Deiner Mutter zu beobachten und zu analysieren!

Es interessiert Dich doch, ob DU evtl. krank sein könntest… also rede mit DEINEM Arzt!

nix für ungut - aber verstehen kann ich Dich nicht!
… oder hilft es Dir wirklich, wenn Du erfährst, warum Deine Mutter Durchfall hat?
Ich bin überzeugt, dass Du auch dann nach Anzeichen an Deinem Körper fahnden wirst… weil da ja auch noch die Oma war!

Lass Deinen Arzt an Deinen Körper - und denk dran: Angst schwächst das Immunsystem und das macht dann erst recht krank!

Grüsse aus dem bergischen
Ulli

Hallo,

ich möchte noch mal einen anderen Aspekt reinbringen. Du schreibst, dass Du Deine Mutter dabei beobachtet hast, wie sie Abführtabletten nahm. Ausserdem scheint sie abends nichts oder nur Salat zu essen. Kann es vielleicht sein, dass Deine Mutter eine Eßstörung hat und die Abführtabletten in großen Mengen nimmt, so dass sie dauerhaft Durchfall hat und glaubt, dadurch nicht zuzunehmen.

Nur so ein Gedanke…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich möchte noch mal einen anderen Aspekt reinbringen. Du
schreibst, dass Du Deine Mutter dabei beobachtet hast, wie sie
Abführtabletten nahm. Ausserdem scheint sie abends nichts oder
nur Salat zu essen. Kann es vielleicht sein, dass Deine Mutter
eine Eßstörung hat und die Abführtabletten in großen Mengen
nimmt, so dass sie dauerhaft Durchfall hat und glaubt, dadurch
nicht zuzunehmen.

Nur so ein Gedanke…

Das hatte ich bereits in einem Thred weiter unten erwähnt.
Das meinte mutter Abführtabletten nimmt hab ich nie gesagt.
Sie nimmt oft Tabletten GEGEN den Durchfall und eben die anderen Tabletten die sie nehmen muss.

Wenn es dich beruhigt, kannst du dich doch auch schon jetzt
auf Darmkrebs untersuchen lassen oder du gehst in die Apotheke
und kaufst dir so einen Test, dann musst du nicht extra zum
Arzt.

Kann mir noch Jemand sagen, was das für ein Test is und wie sich sowas nennt? Wenn es da was rezeptfreies gibt, würde ich das nämlich gern mal probieren.

Hi,

Kann mir noch Jemand sagen, was das für ein Test is und wie
sich sowas nennt?

Haemoccult? http://de.wikipedia.org/wiki/Haemoccult

mfg Simon

Dieser Test heißt „Darmkrebstest“, er kostet wohl um die 20 Euro. In der Apotheke weiß man, was du haben möchtest, wenn du nach dem „Darmkrebstest“ fragst.

Alles Gute!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Aber gutartige Tumore können ja auch rasch bösartig

werden

  1. Deine Mutter hat bisher GAR KEINEN Tumor, weder gutartig noch bösartig. Das ist etwas GUTES!

  2. Man müsste sich ständig sorgen, wenn man sich vorstellt, was alles noch Schlimmes im Leben passieren KANN. Aber würde das etwas zum Guten wenden? Wohl kaum.

Am Ende stirbt man vor ANGST, obwohl man vielleicht ein Lebenlang gesund geblieben wäre, wenn da diese verflixte Angst nicht gewesen wäre :smile:.

Es ist normal, dass man sich MAL über etwas Sorgen macht, aber die Sorgen dürfen nicht den Hauptplatz im Leben einnehmen.

Vielleicht ist der Durchfall bei deiner Mutter auch allergisch bedingt. Vielleicht verträgt sie einfach nur irgend eine Arznei oder ein Lebensmittel nicht. Auch DAS wäre möglich.

Versuche doch einfach, positiv zu denken. Vielleicht bekommt deine Mutter die Angelegenheit ja auch demnächst in den Griff, ein Facharzt wird ihr bestimmt helfen können. Entweder ein Allergologe, ein Internist oder wer auch immer, vielleicht auch ein Homöopath.

Ernährungsmäßig kann sie ja selbst etwas tun.

Gegen Durchfall z.B. essen:

  • mit Schale geriebene Äpfel
  • Bananen
  • Schokolade, möglichst halbbitter oder bittere
  • 1/2 Glas Cola OHNE Kohlensäure, gemischt mit 1/2 Glas purem Zitronensaft, dazu Salzstangen essen
  • Tee: eine Mischung aus Kamille, Salbei, Enzianwurzeln und Eichenrinde (zu gleichen Teilen), 1 Esslöffel auf 1 Tasse Wasser, kurz aufkochen, abgießen und warm trinken, mehrere Tassen pro Tag.

Alles, was Durchfall fördert, MEIDEN:

  • z.B. Orangensaft
  • Joghurt
  • Alkohol.

Alles wird gut! :wink:

2 „Gefällt mir“

Danke nochmal an alle ^^
Meine Angst wäre nicht so groß, hätte ich nicht diese Artikel über die Vererbung von Darmpolypen gelesen und das sie bösartig werden können und DANN meist erst Symptome auftreten wie z.B. wiederkehrender Durchfall.

Jetzt rede ich mir ein, dass muss doch irgendwie zusammenhängen.
In erster Linie habe ich Angst um meine Mutter aber auch um die Gesundheit meiner Sis und meiner eigenen.

Wenn meine Oma damals Anfang bis Mitte 50 damals war, ab wann wäre dann eine Vorsorge zu empfehlen?

Meine Mutter is 44 und ich 19.
Hab mal gehört man sollte immer 10 Jahre, bevor die Krankheit bei Verwandten entdeckt wurde. Aber kA.

Hi Furuba,

Meine Angst wäre nicht so groß, hätte ich nicht diese Artikel
über die Vererbung von Darmpolypen gelesen und das sie
bösartig werden können und DANN meist erst Symptome auftreten
wie z.B. wiederkehrender Durchfall.

Klar, das kann einem in die Knochen fahren, ist mir auch schon passiert.

Aber: Die beste Information ist nur so gut wie das, was man damit anfängt.
Du hast also einen einzigen Artikel über Darmpolypen gelesen und bringst ihn mit Symptomen in Verbindung, die in deiner Familie aufgetreten sind. Könnte es sein, dass du voreilige Schlüsse ziehst?

Ok, informiere dich weiter: Google mal, was du ganz allgemein zum Thema Durchfall, Verdauungsstörungen, Darmkrebs, anderen Darmkrankheiten findest. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass von Stress über Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel bis hin zu unschöneren Dingen wirklich alles drin ist. Die lebensbedrohlichen Sachen sind in diesem Spektrum eher selten.
Oder lass dir mal von einem Arzt den Befund bei deiner Großmutter genau erklären - nicht alle Formen von Darmkrebs sind vererbbar.

Jetzt rede ich mir ein, dass muss doch irgendwie
zusammenhängen.

Wie gesagt: nicht auf einen einzelnen Artikel reagieren, sondern Infos sammeln.

In erster Linie habe ich Angst um meine Mutter aber auch um
die Gesundheit meiner Sis und meiner eigenen.

Zumindest ihr „Kinder“ seid momentan nicht krank. Die Möglichkeit, einmal krank zu werden, ist nicht dasselbe wie Kranksein. Und passieren kann es wohl wirklich jedem.

Hab mal gehört man sollte immer 10 Jahre, bevor die Krankheit
bei Verwandten entdeckt wurde.

Das stimmt, soviel ich weiß. Aber frag lieber einen Arzt.

Nimm das jetzt bitte nicht als unumstößlichen medizinischen Rat - das soll in erster Linie ein Vorschlag sein, mit deinen Sorgen umzugehen: Wenn Alleswisserin meint, du sollst dich lieber auf das Leben jetzt und hier konzentrieren, ist das sicher eine sinnvolle Möglichkeit. Eine andere kann darin bestehen, einmal die Faktenbasis gründlich zu überprüfen (funktioniert bei mir meistens besser).

Liebe Grüße

Beate

Meine Angst wäre nicht so groß, hätte ich nicht diese Artikel
über die Vererbung von Darmpolypen gelesen und das sie
bösartig werden können und DANN meist erst Symptome auftreten
wie z.B. wiederkehrender Durchfall.

Das mag in manchen Fällen so sein. Aber deine Mutter wurde doch untersucht, schriebst du, alles war o.k.

Aber du schreibst, sie nimmt regelmäßig Medikamente, vielleicht liegt darin eher dir Ursache. Vielleicht braucht sie andere Medikamente und schon wäre der Fall erledigt.

Jetzt rede ich mir ein, dass muss doch irgendwie
zusammenhängen.

Richtig, das redest du dir ein, ohne konkrete Beweise zu haben. Und DARUM ist jetzt nicht die Zeit dafür, sich übermäßig zu sorgen.

In erster Linie habe ich Angst um meine Mutter aber auch um
die Gesundheit meiner Sis und meiner eigenen.

Wenn meine Oma damals Anfang bis Mitte 50 damals war, ab wann
wäre dann eine Vorsorge zu empfehlen?

Meine Mutter is 44 und ich 19.

Wenn du dir so große Sorgen machst, dann teste einfach alles bzw. lass’ es testen, dann bist du vielleicht beruhigter. Egal, was allgemein empfohlen wird, in welchem Alter man die Vorsorge durchführen sollte, mach’ es einfach, wenn du danach ruhiger schlafen kannst :wink:.

Alles Gute!

Danke nochmal

Oder lass dir mal von einem Arzt den Befund bei deiner
Großmutter genau erklären - nicht alle Formen von Darmkrebs
sind vererbbar.

Ja, werde ich vllt. machen.
Die OP war um 1992 glaub ich. Damals war ich wohl gerade 4-5 Jahre, da hab ich das alles nicht so mitbekommen. Ich weiß nur von meiner Oma selbst, dass der Tumor zwar recht groß war (etwa so wie eine Mandarine) und auch Beschwerden verursachte, aber dennoch gutartig war. Es war also nicht direkt Darmkrebs, eher ein Geschwür.
Meine Oma war auch seit damals nicht nochmal zu einer Nachkontrolle.

Meine Oma is die Art Mensch, die Ärzte immer meidet, bis es wirklich nicht mehr geht. Damals ging sie auch erst, als sie schon unerträgliche Krämpfe hatte und schon 10 Kilo Gewicht verloren hatte.

Ich versuche zwar mir nicht immer gleich so viele Sorgen zu machen, aber die häufigen Durchfälle meiner Mutter beunruhigen mich eben doch, auch wenn sie selbst meint es ginge ihr gut und sie sonst auch keine weiteren Probs hat, wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, extreme Krämpfe, Blutungen oder Gewichtsverlust.

Aber es geht schon so lange so und kommt immer so schubweise.
Mal geht es ihr Tage/Nächte besser und dann mal wieder nicht.
Jetzt scheint sie schon wieder ca. 1 Woche gar keine weiteren Probleme zu haben. Aber es kommen immer mal wieder so schlagartige Durchfallattacken, mal am Tag, öfter aber auch in der Nacht, dass sie es wie gesagt immer gar nich mehr so schnell bis ins Bad schafft.

Ich habe ja mit ihr gesprochen, ich habe ja auch diese Artikel aus dem Internet gesaugt, aber sie sieht das eher locker, obwohl es sie ja am ehesten betrifft. Sie meint sie hätte ja vor nicht allzu langer Zeit erst eine Stuhlprobe abgegeben und da sei alles ok gewesen.

Ich bin inzwischen wieder etwas ruhiger und denke nicht mehr nur ununterbrochen darüber nach, die Sorgen und die Angst bleiben aber im Hinterkopf.

Hallo!

Aber gutartige Tumore können ja auch rasch bösartig

werden und da beginnt die Angst von neuem.

Bei Dickdarmkrebs ist das nicht so gefährlich. Die Entwicklung geht von „normalem Epithel“ über „hyperplastisches Epithel“, „frühes Adenom“, „mittleres Adenom“, „spätes Adenom“ zum „Karcinom“ (Krebs) und schließlich zum invasiven und metastasierenden Karcinom.

Lebensbedrohlich ist erst das Karzinom. Hat sich ein Adenm gebildet, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den nächsten 6 Jahren ein Karcinom bildet, bei etwa 5%. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit mit der Zeit natürlich und in den ersten Jahren ist dieser Zuwachs aber etwa proportional zur Zeit. Dass sich nach einem Jahr aus einem Adenom ein Karzinom entwickelt, die Wahrscheinlichkeit ist daher deutlich unter 1%.

Werden Adenome chirurgisch entfernt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich (ohne vernünftige Nachsorge) in den nächsten 6 Jahren ein Karzinom entwickelt kleiner als 1%.

Die gefährlichste Art des erblichen Dickdarmkrebs ist ja die FAP, familiäre adenomatöse Poliposis. Wenn deine Oma einen Darmtumor hatte und der entfernt wurde, dann hätte man euch bestimmt von der FAP erzählt, denn die sieht man, wenn man sich die Innenseite des Darms anschaut. Nichtsdestotrotz, wenn es in eurer Familie wirklich die FAP geben sollte, dann kann das auch zur Häufung anderer Tumorerkrankungen beitragen. Die Ursache für FAP ist ja ein Defekt in einem Allel des Gens für den Tumorsuppressor APC. Geht das andere Gen auch kaputt im Laufe des Lebens, dann ist ein zentraler Signalweg in der Zelle daueraktiv, der der Zelle sagt „Überlebe und teile dich!“. (Wenn Du es irgendwo liest, es ist der Wnt-Signalweg)
Die Daueraktivierung des Wnt-Signalwegs führt an dem Ort im Darm, wo die Mutation in einer Zelle auftrat zur Bildung von hyperplastischem Epithel. Bis ein Tumor ensteht müssen noch etwa fünf weitere Mutationen hinzukommen, die teilweise auch wieder beide Allele betreffen müssen.
Der Wnt-Signalweg ist auch in anderen malignen Tumoren oft fehlreguliert. FAP kann deshalb durchaus die Häufgkeit anderer Krebserkrankungen erhöhen.
Leider hab ich glaube ich keine Liste zur Hand, wo steht, in welchen malignen Tumoren der Wnt-Signalweg wie häufig (ungünstigerweise) daueraktiv ist.

Insgesamt würde ich mir nicht solche Sorgen machen. Bei mir in der Familie haben auch sowohl Oma als auch Opa Darmkrebs gehabt und mein anderer Opa hat wohl ein Adenom gehabt. Letzteres war vielleicht nur hyperplastisches Epithel, da sie nur „Polyp“ gesagt haben, der rausgeschnitten wurde. Trotzdem mache ich mir keine großen Sorgen, da Darmkrebs bei älteren Menschen sowieso extrem häufig ist, weshalb keine große genetische Veranlagung vorhanden sein muss.

Dennoch werde ich - und die Sinnhaftigkeit dessen ist mir grad klar geworden :wink: meinen Eltern mal raten, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen, denn man weiss ja nie…

VG, Stefan

VG, Stefan

Danke auch für deine Antwort.
Naja, von FAP habe ich schon gelesen, allerdings hätten die Ärzte das wohl wirklich erwähnt, kann ja aber bei Gelegenheit nochmal nachhaken.

Es war im Prinzip die Rede von einer gutartigen Geschwulst, die sich bei meiner Oma im Darm gebildet hatte. Sie hatte seit der OP um 1992 auch nie wieder größere gesundheitliche Probleme und es geht ihr sehr gut.

Meine Mutter hat zwar diese häufigen Durchfallschübe, sie sagt aber es ginge ihr auch gut und ich merke auch sonst nicht, dass sie irgendwelche weiteren Beschwerden hätte. Mal abgesehen von den anderen Problemchen wie die Dauermigräne, den Bandscheibenvorfällen oder dem Herzflattern, welches sie gelegentlich hat.

Meine Mutter hatte schon sehr viele Zysten im Körper. In der Schilddrüse und im Unterleib wurden ihr schon mal welche operativ entfernt. In der Achselhöhle wurde ihr auch schon mal eine raus geschnitten und in den Nasennebenhöhlen hatte sie auch schon welche.
Momentan hat sie etliche in der Brust, die regelmäßig untersucht werden, aber z.Zt. als harmlose Wasserzysten benannt werden.

Ich selbst habe vor ca. 2 Jahren auch ein kleines Knötchen tief in meiner Achselhöhle ertastet. War damit auch beim Arzt. Die Ärztin hatte es abgetastet und meinte das sei nix bedenkliches. Der Knoten ist immerhin auch seit dem nicht gewachsen und ich hab ihn wohl auch schon länger als die 2 Jahre. Aber damals habe ich übelste Panik geschoben, denke auch heute noch manchmal darüber nach. Habe mir schon Lymphdrüsenkrebs und dergleichen eingeredet. Inzwischen ist meine Angst diesbezüglich aber gesunken, da ich wohl in den Jahren schon negative Veränderungen gemerkt hätte, aber es geht mir gut.

Ich gehöre leider Gottes zu der Art Mensch, die sich immer extreme Gedanken macht und sich selbst nervlich runter zieht.
Hab immer mal gute Phasen, wo ich nahzu sorgenfrei bin, dann kommen wieder Phasen wo ich viel grübel, vorallem seit mein Opa an Nierenkrebs erkrankte.

Wegen der Nierenkrebs-Sache hab ich mir wegen erblichen Dingen auch Gedanken gemacht, wobei mein Opa über 70 is und mir gesagt wurde, dass diese Krebsform eher bei Männern höheren Alters auftritt, bei Frauen seltener.

Ich denke aber, meine Oma hätte schon mal was gesagt, wenn es sich um FAP o.ä. handeln würde, immerhin haben die Ärzte damals alles mit ihr besprochen, als sie das Geschwür entfernt und untersucht hatten.
Ich denke dann währe sie selbst auch schon zur Nachsorge gewesen in all den Jahren seit 1992. Sie scheint sich aber darüber gar keine Sorgen zu machen. Ich kann sie ja später nochmals darauf ansprechen. Bisher sagte sie mir schlicht weg immer, es sei ein gutartiges Geschwür gewesen, nichts bedrohliches. Es musste halt nur rausoperiert werden, weil es ihr Beschwerden bereitet hätte.

Das das Geschwür gutartig war, daran habe ich keinen Zweifel. Meine Oma oder mutter würden mich da nicht anschwindeln. Müsste halt nur wissen um welche Form von Geschwür es sich dort handelte.

Ich weiß nicht, wie lange meine Mutter die Beschwerden schon hat, habe es seit 1 Jahr immer mal wieder mitbekommen. Aber verschlechtern tut sich ihr Zustand offenbar nicht, aber wirklich beschwerdefrei ist sie iwie auch nie, immer mal wieder hat sie Durchfallattacken oder Verdauungsprobleme. Extrem starke Blähungen hat sie schon seit Jahren, habe gehört da können auch gelegentlich Durchfallattacken als Begleiterscheinung auftretet, stimmt das eigentlich?

Hallo Furuba!

Ich kann Dir leider nichts zu Durchfall und sowas sagen. Ich bin kein Arzt. Aber es ist wohl echt wichtig, dass Du dich da nicht so reinsteigerst. Diese ganze Knotengeschichte - Hmm kann ich auch nicht viel sagen. Ob es vielleicht einen entwicklungsbiologischen Zusammenhang gibt, das wäre vielleicht zu überlegen. Hat oder hatte deine Mutter eine Rippe an einem Halswirbel oder sind andere anatomische Varianten, Atavismen oder sowas ausgeprägt? Ich frage wegen der Hox-Gene. Hat jemand eine solche Halsrippe hat, ist er auch öfter von manchen Tumoren betroffen. Naja, net so wichtig wahrscheinlich, aber vielleicht trifft ja mal irgendwas zu :wink:

VG, Stefan

die Sorgen und die Angst bleiben aber im Hinterkopf.

… die sind aber hartnäckig, deine Sorgen und Ängste :wink:

Du „wartest“ jetzt offenbar förmlich darauf, dass deine Mutter eine Mitteilung über die befürchtete Krankheit bekommt?

Und bis es so weit ist ODER AUCH NICHT, wirst du dich sorgen? Vielleicht ein Lebenlang, weil sich die Befürchtung eben NICHT bestätigen wird?

Diese Dauersorgen bringen weder dir noch deiner Mutter etwas.

Es könnte auch sein, dass deiner Mutter mit einer Lebensmittelumstellung geholfen wäre. Dieser abendliche Verzehr von faserigem rohem Gemüse ist möglicherweise schon eine der Ursachen. Das verträgt auch nicht jeder, dieses rohe Gemüse.

Ich habe auch gelesen, dass diejenigen, die das eben nicht vertragen und z.B. Durchfall oder Krämpfe davon bekommen, diese Speisen besser meiden sollen, denn sie sind dann nicht gesundheitsfördernd, auch wenn sie eigentlich gesund sind. In diesem Falle sind sie es dann leider nicht.

Und nochmal abschließend, liebes Mädchen, deine Mutter wurde vor kurzem untersucht, es war alles in Ordnung. Freue dich darüber und gut.

Auch ich habe in der Familie Betroffene von Krebserkrankungen, noch dazu bösartigen.

Ich habe daraus gelernt, dass ich mich über die gesunden Zeiten freue, sowohl für mich als auch für die der Familienangehörigen, als dass ich jetzt ständig fürchte, dass jemand von uns krank werden könnte.

Ängste und Sorgen sind einfach sinnlos. Sie bringen dich nicht weiter.

Genieße das Leben! :smile: Beschäftige dich mit schönen Dingen …