Hallo,
Ich kann nicht beurteilen, ob Skype spyware enthält oder
nicht.
Die Frage ist doch längst geklärt. Bis zur Version 3.0.0.216 hat es Skype öffentlich zugegeben. http://www.heise.de/security/news/meldung/85050 Damit ist die Aussage, „no spyware, no adware, no malware“, widerlegt.
Ausserdem gibt es jede Menge SW, um spyware zu finden und
zu entfernen?
Das Problem ist, dass sich Skype an keinerlei Regeln hält, die Übertragung verschlüsselt und der Code verschleiert ist. Darum kann man überhaupt keine Aussage darüber machen, was es tut, und was nicht. Bisher haben die User blind darauf vertraut, dass es nichts böses macht. Nun wurde zufällig nachgewiesen, dass es mindestens eine Spywarefunktion enthält.
Skype sagt zwar, die wäre jetzt entfernt, prüfen kann man das aber nach wie vor nicht. Die einzige richtige Konsequenz daraus wäre, auf die Software in Zukunft zu verzichten.
Jegliches Risiko ausschliessen geht nur durch Stecker ziehen.
Es geht nicht darum, jegliches Risiko auszschließen, sondern um eine sinnvolle Einschränkung des Risikos.
Mit ein wenig Aufmerksamkeit bemerkte man es, wäre man
Teil eines Botnetzes?
Wenn Du Teil eines Skype-Botnets wärst, hättest Du genau Null Möglichkeiten, das zu bemerken. Siehe dazu auch Folien 86-95 des bereits mehrfach zitierten Vortrags http://www.secdev.org/conf/skype_BHEU06.pdf, „biggest botnet ever“.
Sind dafür evtl. nicht alle gleich gefährdet?
Alle Rechner die Skype am Start haben, sind gleich gefährdet. Das ist richtig.
Wenn Du mir nachweisen kannst, daß man in meinen Rechner/meine Privatsphräre
eindringen kann, denke ich neu darüber nach.
Siehe die eben genannten Seiten. Es wird vorgeführt wie man mit Hilfe von Skype einen heap overflow provoziert und damit einen shell-Zugang erhält. Es wird ebenfalls ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies auch unter Windows XP, SP2 möglich ist. Einen offiziellen Patch für diesen Exploit hat es bisher nicht gegeben.
Gruß
Fritze