Objektivfilter setzt sich in Filter-Adapter fest – wie verhindern?

Hallo, mit Filter-Adaptern (Step-down-Ringen) schraube ich meine Objektivfilter auf Objektive mit unterschiedlichen Filterdurchmessern. Ein Filter-Adapter erlaubt es zum Beispiel, einen Filter mit 62-mm-Gewinde auf ein Objektiv mit 46-mm-Gewinde zu schrauben.


Es passiert mir wieder und wieder und wieder, dass ich Filter und Filter-Adapter nicht mehr trennen kann. Sie setzen sich ineinander fest (natürlich ziehe ich den Filter nicht richtig fest an; ich vergesse aber meist auch, ihn betont locker reinzudrehen, so dass man ihn leicht wieder rausbekommt; ich verkante nichts). In einem besonders hartnäckigen Fall treffen diese Materialien aufeinander (lt. Werbung):

Filter-Adapter von „Rise(UK)“: „high quality anodized black aluminum (metal)“
XS-Pro-Filter von B+W: Messing

Insgesamt verwende ich 3 oder 4 Filter wohl unterschiedlicher Gewindematerialien auf verschiedenen Filter-Adaptern.

Wenn ich den Filter direkt direkt aufs Objektiv schrauben kann – ohne Adapter -, stelle ich kein Ineinander-Verfressen fest. Der Filter-Adapter setzt sich auch nicht in den Objektiv-Gewinden fest, sondern verfrisst sich nur mit dem Filter. Auch scheinen einige der Filter, deren Material ich nicht kenne (anders als beim B+W-Messing-Gewinde) sich generell nicht zu festzusetzen.

Lässt sich dieses Fast-untrennbar-Verbinden zuverlässig verhindern? Gibt es

  • Filter-Adapter, die sich zuverlässig nicht mit den Filtern verfressen (Material?)
  • ein „Öl“, um das Gewinde dauerhaft einzuschmieren (ohne dass was verdreckt)
  • eine Flüssigkeit, um Filter + Filter-Adapter, wenn sie schon ineinander hängen, wieder zu lockern

Ein Feinmechaniker-Bekannter von mir hat ein Spezialwerkzeug, das Filter + Filter-Adapter zuverlässig trennt, ohne etwas zu zerstören. Das hat einmal prima geklappt, aber er wohnt sehr weit weg.

Was hilft? Danke!

PS.
Mir ist bewusst, dass

  • es hier wohl „das Filter“ heißen müsste,
  • es evtl. „Step-up-Ring“ heißen müsste,
  • man diverse Filtergrößen für diverse Objektive anschaffen könnte,
  • ich den Filter immer besonders locker reindrehen könnte

Hallo!

Es gibt Teflonspray, das man auf ein Wattestäbchen sprüht, und dann verteilt. Die Flüssigkeit ist nur ein Träger, und verdunstet schnell, das feste Teflon bildet eine ganz feine, schmierende Schicht. Das könnte helfen. Und weil’s fest ist, verläuft es nicht, und zieht keinen Schmutz an.

Sowas wie Wachs oder feste Seife wird auch Helfen, kann aber schmelzen bzw. Krümel bilden.

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Das eizige zu empfehlende wäre Balistol.
Ansonsten Gewinde mit Talkumpuder preparieren.
Aber letztendlich fürchte ich, bleibt es doch irgendwie ein Kampf.

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Hallo SWeber und Schorsch, Danke für die Tipps!

Ihr meint Balistol bzw. Teflonspray als Dauerlösung, richtig?

Also das Mittel nicht im Moment der Krise anwenden, wenn Filter-Adapter und Filter schon ineinander festsitzen. Sondern vor dem Zusammenschrauben anwenden, damit es womöglich länger nicht mehr klemmt?

Danke.

Bist du sicher, dass die Gewindeabmessungen (insbes. Steigung) wirklich identisch sind?
Gerade bei sehr kurzem Gewinde ist das nicht leicht festzustellen.
Unpassendes Gewinde merkt man, wenn die ersten Umdrehungen leicht und dann immer schwerer gehen. Es gibt keinen richtig definierten Anschlag.

Habe ich das richtig gelesen? Es gibt nur genau eine Paarung die klemmt?

Bernd, Danke.

Es ist eine Paarung, die mir immer wieder auffällt. Das ist die oben abgebildete, also ein sehr dünner Filter (der obere Ring), den man kaum kräftig anfassen kann/will. Die anderen Filter sind Nahlinsen mit weitaus stärkerer Fassung, die man viel besser anfassen kann. M.E. auch anderes Material, aber ich kenne mich nicht aus. Damit hatte ich noch nie Probleme, aber ich verwende sie auch seltener.

Die Umdrehungen gehen bis zum Schluss sehr leicht. Der Anschlag wirkt klar definiert – also wohl kein Problem mit der Steigung. Schraubt man diverse Filter auf den Adapter und zieht nicht völlig fest, gibt es immer etwas Spiel (man kann den Filter ein wenig hoch-runter bewegen, aber unkritisch, die Filter sitzen sicher auf dem Gewinde des Filter-Adapters).

Gerade beim Kontakt verschiedener Metall würde ich eher neutrale Stoffe benutzen, keinesfalls saure oder alkalische.

Ein Hauch Silikonöl wirkt oft Wunder, aber zieht auch Staub an.
Besser sind da wohl wirklich Trockenschmierstoffe wie das genannte Talkum, PTFE (Teflon) oder MoS2.

Welche Eigenschaften hat Balistol denn, die es zum einzig zu empfehlenden Mittel machen?

Es ist ein Öl, das mit der Zeit wandern kann und Schmutz anzieht.
Und es ist leicht alkalisch, wodurch es eine gewisse Reinigungswirkung, aber auch Korrosionswirkung hat. Wenn Filter und Adapter für ne Weile zusammengeschraubt gelagert werden, ist denkbar, daß man sie nie wieder auseinander bekommt.

Ballsitol ist eine Mischung aus Parafinöl, Alkoholen, Duftstoffen und Emulgatoren. Es ist also wasserlöslich, zudem ist es alkalisch. (Der charakteristische Geruch von Ballistol ist nicht die Folge eines notwendigen, wirksamen Bestandteils der Rezeptur, sonder wird durch die vollkommen unnötige Zugabe von Duftstoffen erzeugt.)

Teflonspray ist sehr fein vermahlener Teflonstaub in einer Trägerflüssigkeit aus Lösungsmitteln. Eine Dauerlösung wird es nicht sein, weil es nicht klebt. Aber es macht keine Sauerei und sollte eine sehr gleitfähige Schicht zwischen den Metallen bilden, ohne diese anzugreifen.

Silikonöl kauft man als „Silkonspray“, welches man auf ein Wattestäbchen aufbringt und damit das Gewinde bestreicht. Silikonspray enthält auch sehr viel Lösungsmittel und darin nur wenig vom recht zähflüssigen Silikonöl - aber für viele Anwendung reicht ein Hauch davon.

Hallo…
Das Problem hatte ich auch.
Ich bin umgestiegen auf das Filtersystem von
Cokin.
Schaue mal unter
Cokin -wickipedia
Verwendung:
Je nach Objektivdurchmesser ein Bulligen Adapterring
Die FilterScheiben sind eckig.
Der Halter nimmt 3 Filter auf.
Wie gesagt:
Es ist eine Einstellungssache
Viel Spaß und Erfolg
Werner

Ach ja:
Ich habe die verklemmt Ringe immer mit dem Nagelknipser rausgeschraubt…
Bitte nich diskutieren. …
Weiss das es falsch war…
Werner

Hallo zusammen, Danke für die neuesten Anmerkungen!

(Das Cokin-System hatte ich ganz früher auch. Es ist mir aber zu sperrig.)

Balistul ist ein Waffenöl, neutral, speziell für sollche Afgaben entwickelt, Harzfrei. Was besseres findest Du nicht.

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Absoluter Mumpitz. Da lacht sich jeder Waffenbesitzer doud.
Du glaubst nicht, daß ein Besutzer, der einen Stutzen von Antonicelli im Wert von über 30000 E sein Eigen nennt, die Waffe mit etwas pflegt, was Rost verursacht.

Die leicht aggressive Wirkung ist bei Waffen durchaus gewünscht, um damit Rückstände der Treibladung besser entfernen zu können. Zumal ich nirgends etwas von Rost geschrieben habe. Die Wirkung ist auf verschiedene Metalle sehr unterschiedlich.

Nebenbei: Du weißt, das Balistol wasserlöslich ist? Warum sollte ein Waffenbesitzer seine Waffen mit einem wasserlöslichen Öl konservieren?

Das ursprüngliche Balistol wurde als „Wundermittel“ entwickelt, damit der Soldat ein einziges Mittel hat, um sowohl seine Waffe als auch ihren Lederriemen zu pflegen, daneben sollte es zum Reinigen und Desinfizieren von Wunden dienen.

Das Problem mit derlei Wundermitteln ist, daß sie keine der angedachten Aufgaben besonders gut erledigen, dafür aber dennoch glorifiziert werden. Mich wundert, daß man Balistol nicht zum Braten nehmen kann…

Nachtrag

Ein PH-Wert von 8 ist nicht neutral…

und…

Ein „Ölbrand“, der mit Wasser zu löschen ist…

Nein.
Ballistol ist alkalisch.
Dadurch reinigt es besonders gut.
Der pH-Wert liegt zwischen 8 und 8,5.

Ballistol ist hochumstritten. Einige benutzen es „für alles“, andere schmeißen es weg, wenn man es ihnen schenkt.

Zur Waffenreinigung hat es seine Berechntigung, aber auf Grund der Emulgatoren ist es für viele der ausgelobten Zwecke kaum geeignet. Für eine gute und dauerhafte Schmierwirkung ist es zu dünnflüssig, zudem ist es wasserlöslich.

Ach, guckst du einfach Wiki:

na denn meine Tipps dazu, die dafür sorgten, dass ich nie fest sitzende Filter und Adapter hatte.

die Gewinde ab und an mit einen Bleistifft bemalen, das Graffit schmiert etwas und ist trocken, sodass die Linsen ach schön sauber bleiben.

die Gewinde nur locker aufschrauben, das Langt für die Funktion und schützt so vor festen Sitz.

ist es dennoch geschehen (hatte ich aber noch nie) hilft ein Gummi (z.B. Einmachglas oder Handschuhe) für mehr Grip beim lösen.

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Graphit ist ein richtig guter Tip - denn Bleistifte hat doch fast jeder zu Hause.

Hallo,
das uebliche bekannte Ballistol ist ein Kriechoel. Ansonsten sollte man Ballistol als Markenname fuer verschiedene Produkte realisieren und nicht nur an das Waffenoel denken.
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Das Ballistol Waffenoel kriecht in die feinen Ritzen und kann ein festsitzendes Gewinde evtl leichter loesen lassen, aehnlich WD40 und andere. Weil Ballistol aber immer weiter kriecht, wird es die Linse verschmutzen und Schmutz anziehen, so gesehen wuerde ich dies nicht verwenden, oder nur im Notfall, wenn ich weiss, wie die Teile hinterher ent-oelt werden.
Zum vorbereitenden Oelen sind geringste Mengen Ballistol Waffenoel vielleicht akzeptabel. Es gibt ein Ballistol Teflonspray.
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Gruss Helmut