Offenes Kundengespräch = Arbeitszeit?

Moin Leute!

Ich hatte gestern ein Kundengespräch, wobei es um eine Dienstleistung ging.
Dass ich den Auftrag kriege war schon vorher durch meinen Chef geklärt.
Es ging letztendlich um eine genaue Besprechung des Projekts, Festsetzung des zeitlichen Rahmens und Herausfinden, welche Grundvorstellungen und Erwartungen der Kunde hat.

Grundsätzlich war mit meinem Chef und dem Kunden abgeklärt, dass dieses Gespräch schon als Arbeitszeit gilt, da mein Chef die Erstberatung des Kunden schon vorher erledigt hatte.

Ich war etwas über 2 Stunden beim Kunden.
Während des Gesprächs hat sich ergeben, dass wir ein Hobby teilen, das eigentlich fast nichts mit dem Auftrag zu tun hat.
Darüber haben wir dann auch geredet.

Das war ja ganz gut, weil man sich dadurch näher kennengelernt hat und sein Gegenüber besser einschätzen kann, aber über das eigentliche Thema ging es nur ca. 1 1/4 Stunden.

Was mache ich jetzt?
Ich denke mal es kommt nicht so gut an, wenn dann in der Endabrechnung 2 Stunden für das Gespräch stehen, oder?

Ich bin in diesem Bereich noch nicht so erfahren.
Wie handhabt Ihr das?

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot,

also wenn Du nicht offensiv mit Eurem Hobby vom Thema abgelenkt hast, dann hätte ich keine Hemmungen, die zwei Stunden abzurechnen.

Voraussetzung: Dein Kunde wußte, daß er Deine Arbeitszeit zu bezahlen hat. Wenn er sie dann mit (teurem) small talk verschwendet, dann ist das erstmal sein Problem, denn er kannte Deinen Stundensatz…

Außerdem, rechnet ihr wirklich so pingelig die Stunden ab? Sind die Projekte so klein, dass ein Herunterbrechen auf 2 oder 1,5h möglich ist?

Jürgen

Moin Jürgen!

Voraussetzung: Dein Kunde wußte, daß er Deine Arbeitszeit zu
bezahlen hat.

Ja, wusste er.

Außerdem, rechnet ihr wirklich so pingelig die Stunden ab?
Sind die Projekte so klein, dass ein Herunterbrechen auf 2
oder 1,5h möglich ist?

Es wird sicherlich unter 100 Stunden bleiben.
Wahrscheinlich kommt zum Schluss eine Einigung auf eine halbwegs gerade Summe dabei raus.

Wir dachten allerdings, dass der Kunde schon eine Aufschlüsselung bekommen sollte, damit er sieht, wie die Gesamtstunden zustande gekommen sind.

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Antwort!

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot,

ich hab diese Thematik sehr oft - bei Coachinggesprächen am Telefon und auch persönlich kommt es immer wieder vor, dass man auch einfach „plaudert“.

Bei der Abrechnung ziehe ich reine Plauderei immer ab - ich finde es schon einen Unterschied, ob es um etwas Smalltalk geht, beispielsweise am Anfang, um sich kennenzulernen, oder ob ich mit jemandem ausgiebig über etwas wie z. B. ein Hobby spreche.

Aus Kundensicht würde es mich durchaus befremden, wenn ich eine Dreiviertelstunde Hobbygespräch abgerechnet bekomme.

Viele Grüße
Gitte

Moin Leute!

auch guten Tag

Ich hatte gestern ein Kundengespräch, wobei es um eine
Dienstleistung ging.
Dass ich den Auftrag kriege war schon vorher durch meinen Chef
geklärt.
Es ging letztendlich um eine genaue Besprechung des Projekts,
Festsetzung des zeitlichen Rahmens und Herausfinden, welche
Grundvorstellungen und Erwartungen der Kunde hat.

Grundsätzlich war mit meinem Chef und dem Kunden abgeklärt,
dass dieses Gespräch schon als Arbeitszeit gilt, da mein Chef
die Erstberatung des Kunden schon vorher erledigt hatte.

Ich war etwas über 2 Stunden beim Kunden.
Während des Gesprächs hat sich ergeben, dass wir ein Hobby
teilen, das eigentlich fast nichts mit dem Auftrag zu tun hat.
Darüber haben wir dann auch geredet.

Wenn dem Kunden das in Rechnung gestellt wird, würde ich mir das 3 mal überlegen. Du willst doch sicherlich nicht, dass ein Projekt wegen ner Stunde privat Plauderei flöten geht oder?
Ausserdem wird der kunde ganz schön blöd gucken, wenn er den Posten auf der Rechnung wiederfindet. Das stört nur unnötig die weitere gemeinsame Projektarbeit.

Das war ja ganz gut, weil man sich dadurch näher kennengelernt
hat und sein Gegenüber besser einschätzen kann, aber über das
eigentliche Thema ging es nur ca. 1 1/4 Stunden.

Was mache ich jetzt?
Ich denke mal es kommt nicht so gut an, wenn dann in der
Endabrechnung 2 Stunden für das Gespräch stehen, oder?

Ich würde auf 1,5 Stunden abrechnen.

Ich bin in diesem Bereich noch nicht so erfahren.
Wie handhabt Ihr das?

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot,

da stehe ich ja anscheinend ziemlich alleine mit meiner Meinung da…

Ich bleibe aber dabei. Mein Kunde kauft (u.a.) meine Arbeitszeit ein. Wie er sie dann nutzt, ist weiterhin sein Problem. Ich kann ja auch nicht erwarten, wenn ich einen Handwerker ins Haus bestelle und ihn dann mit einer Fussball-Fachsimpelei von der Arbeit abhalte, dass er dann auf seine Bezahlung verzichtet, weil ja die Plauderei so nett war. Letztendlich hätte er in der Zeit auch einen anderen Kunden bedienen können…

Wenn ihr natürlich so fein abrechnet, dass ihr jedes Meeting auf die Minute aufführt, dann kann es vielleicht legitim sein (des lieben Friedens willen), den Posten woanders zu verstecken (sollte ja bei 100h möglich sein), nur Dein Chef hat sicher kein Interesse, dass Du Deinen Kunden kostenlos unterhälst… Das macht er nämlich unter dem Namen Marketing schon genug…

Jürgen

Hi!

Du warst 2 Stunden beim Kunden, also gibst Du das an. Allein schon aus versicherungsrechtlichen Gründen.

Ausserdem würde ich mir bzgl. der privaten Gesprächskomponente keinen Kopf machen. Je umfangreicher die Deals werden, desto weniger geht es um Projektarbeit. Kundenpflege ist alles! Und dazu gehören eben auch ein paar private Worte. Diese sind oft sogar viel, viel wichtiger, als dasx rein fachliche Gespräch.
Der Deal war zwar schjon über der Bühne, aber Du hast evtl. den Grundstein auch für zukünftige Geschäfte gelegt.

Worüber denkst Du sprechen Schröder und Pietch (Bundeskanzler und VW-Vorstand), wenn sie ein Arbeitsessen haben?

Grüße,

Mathias

Ich hatte gestern ein Kundengespräch, wobei es um eine
Dienstleistung ging.
Dass ich den Auftrag kriege war schon vorher durch meinen Chef
geklärt.
Es ging letztendlich um eine genaue Besprechung des Projekts,
Festsetzung des zeitlichen Rahmens und Herausfinden, welche
Grundvorstellungen und Erwartungen der Kunde hat.

Grundsätzlich war mit meinem Chef und dem Kunden abgeklärt,
dass dieses Gespräch schon als Arbeitszeit gilt, da mein Chef
die Erstberatung des Kunden schon vher erledigt hatte.

Ich war etwas über 2 Stunden beim Kunden.
Während des Gesprächs hat sich ergeben, dass wir ein Hobby
teilen, das eigentlich fast nichts mit dem Auftrag zu tun hat.
Darüber haben wir dann auch geredet.

Das war ja ganz gut, weil man sich dadurch näher kennengelernt
hat und sein Gegenüber besser einschätzen kann, aber über das
eigentliche Thema ging es nur ca. 1 1/4 Stunden.

Was mache ich jetzt?
Ich denke mal es kommt nicht so gut an, wenn dann in der
Endabrechnung 2 Stunden für das Gespräch stehen, oder?

Ich bin in diesem Bereich noch nicht so erfahren.
Wie handhabt Ihr das?

Gruss
Lanzelot

Hi!

Allein
schon aus versicherungsrechtlichen Gründen.

Ich denke, er hat es schon unfallfrei hinter sich gebracht ?

Ausserdem würde ich mir bzgl. der privaten Gesprächskomponente
keinen Kopf machen. Je umfangreicher die Deals werden, desto
weniger geht es um Projektarbeit. Kundenpflege ist alles! Und
dazu gehören eben auch ein paar private Worte. Diese sind oft
sogar viel, viel wichtiger, als dasx rein fachliche Gespräch.
Der Deal war zwar schjon über der Bühne, aber Du hast evtl.
den Grundstein auch für zukünftige Geschäfte gelegt.

Oder auch den Sarg. Wenn ein Handwerker usw. mit mir nicht privat (=Freizeit) sprechen möchte, dann erwarte ich, dass er abbricht (natürlich nicht nach den ersten 2 Minuten…).

Worüber denkst Du sprechen Schröder und Pietch (Bundeskanzler
und VW-Vorstand), wenn sie ein Arbeitsessen haben?

Die Arbeitszeit wird aber nicht explizit abgerechnet ("…sämtliche Überstunden sind im üppigen Gehalt bereits enthalten…")

Grüsse

Sven

Hi!

Allein
schon aus versicherungsrechtlichen Gründen.

Ich denke, er hat es schon unfallfrei hinter sich gebracht ?

Es könnten noch Forderungen kommen, z.B. eine Verkehrsanzeige o.ä.
Daher müssen solche Zeitangaben schon ungefähr stimmen.

Ausserdem würde ich mir bzgl. der privaten Gesprächskomponente
keinen Kopf machen. Je umfangreicher die Deals werden, desto
weniger geht es um Projektarbeit. Kundenpflege ist alles! Und
dazu gehören eben auch ein paar private Worte. Diese sind oft
sogar viel, viel wichtiger, als dasx rein fachliche Gespräch.
Der Deal war zwar schjon über der Bühne, aber Du hast evtl.
den Grundstein auch für zukünftige Geschäfte gelegt.

Oder auch den Sarg. Wenn ein Handwerker usw. mit mir nicht
privat (=Freizeit) sprechen möchte, dann erwarte ich, dass er
abbricht (natürlich nicht nach den ersten 2 Minuten…).

Das kommt darauf an, wer die Konversation beendet.
Und v.a., um welche Art Geschäft es sich handelt.

Worüber denkst Du sprechen Schröder und Pietch (Bundeskanzler
und VW-Vorstand), wenn sie ein Arbeitsessen haben?

Die Arbeitszeit wird aber nicht explizit abgerechnet
("…sämtliche Überstunden sind im üppigen Gehalt
bereits enthalten…")

Richtig.
Nun ist es aber doch so, dass wir hier von ca. 100 Stunden Projektzeit sprechen, d.h. man trifft sich oft und redet viel miteinander.
Da ist ein gutes Verhältnis nicht von nachteil. Und wenn man es ganz genau nehmen möchte, kann man ja bei der nächsten In-House Aufgabe für den Kunden mal 30 Minuten abziehen.
Insgesamt fällt das jedenfalls nicht auf.

Grüße,

Mathias

Moin Mathias!

Es könnten noch Forderungen kommen, z.B. eine Verkehrsanzeige
o.ä.
Daher müssen solche Zeitangaben schon ungefähr stimmen.

Mmh, ist ein interessanter Punkt.

Aber da musst Du mich jetzt mal aufklären:
Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich auf dem Rückweg von einem Kundengespräch bin oder einfach so (privat) durch die Gegend fahre?

Also, ein Unfall war garantiert nicht. Es hat auch kein anderer Verkehrsteilnehmer gehupt, geklingelt oder gerufen (was ja vielleicht darauf deuten könnte, dass ich was verursacht habe, es aber nicht bemerkt habe).
Könnte in diesem Fall eigentlich nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung gewesen sein.
Und die ist doch eh mein Problem, oder?

Gruss
Lanzelot

Moin Marco!

Das stört nur unnötig
die weitere gemeinsame Projektarbeit.

Eben, genau das war mein Hintergedanke.

Da wir insgesamt noch ziemlich am Anfang stehen, noch nicht so etabliert sind und z.Z. auch personell nur kleinere Aufträge annehmen können, schätze ich das auch als sehr wichtig ein (wegen evtl. Folgeaufträge durch Kundenzufriedenheit).

Ich würde auf 1,5 Stunden abrechnen.

Aha, das klingt wohl ganz gut.
Auf eine Viertelstunde genau wollen wir nämlich auch nicht unbedingt abrechnen.

Gruss
Lanzelot

Moin Gitte!

ich
finde es schon einen Unterschied, ob es um etwas Smalltalk
geht, beispielsweise am Anfang, um sich kennenzulernen, oder
ob ich mit jemandem ausgiebig über etwas wie z. B. ein Hobby
spreche.

Ja, das denke ich auch.
Vor allem, wenn dieses Hobby wirklich nichts mit dem Projekt zu tun hat - und das war ja hier der Fall.

Aus Kundensicht würde es mich durchaus befremden, wenn ich
eine Dreiviertelstunde Hobbygespräch abgerechnet bekomme.

Meine ich auch.
Daher denke ich mal, dass ich mich für Marcos Vorschlag 1,5 Stunden abzurechnen entscheiden werde.

Gruss
Lanzelot

Moin Jürgen!

den Posten woanders zu
verstecken (sollte ja bei 100h möglich sein)

Mmh, mit Trick also :wink:

Das macht er nämlich unter dem Namen Marketing
schon genug…

Da ist sicherlich was dran.
Nur denke ich, dass da (wie Gitte sagt) ein Unterschied zwischen Smalltalk und Hobby ist.

Ich hatte an dem Tag eh nichts anderes zu tun und mir macht es ja auch Spass über mein Hobby zu sprechen, wenn ich einen Gleichgesinnten finde.
Es war für mich selbst also nicht das Empfinden dabei sinnlos wertvolle Zeit zu verlieren.

Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, war der Kunde auch recht angetan von meinem Auftreten und meiner Art das Gespräch (bezüglich des Projekts) zu führen.
Daher denke ich, ich werde ihm die „Plauderzeit“ tatsächlich nicht berechnen.

Gruss
Lanzelot

Lanzelot.

Ehrlich gesagt verstehe ich das Problem hier gar nicht. Was spricht denn eigentlich dagegen, dem Chef schlicht und einfach die Wahrheit zu sagen? Wenn Du dem AG erzählst, daß Du über das Gesprächsthema XY eine gute Basis für die arbeitstechnisch relevante Diskussion bekommen hast, wird er Dir kaum den Kopf abreissen. Möglicherweise ergibt sich hieraus zudem eine fruchtbare Grundsatzdiskussion über die Taktiken, die Dein Chef bei solchen Gesprächen von Dir erwartet. Im schlimmsten Falle statuiert er Dein „Privatgespräch“ als überflüssig und Du etwas das für die Zukunft gelernt.

Warum müssen sich alle immer so „schwere“ Gedanken machen, wenn man einfach bei der Wahrheit bleiben sollte?

Gruß,
LeoLo

Hääh?!
Moin LeoLo!

Was
spricht denn eigentlich dagegen, dem Chef schlicht und einfach
die Wahrheit zu sagen?

Äh, gar nichts!
Darum geht es ja auch gar nicht.

daß Du über
das Gesprächsthema XY eine gute Basis für die arbeitstechnisch
relevante Diskussion bekommen hast

Hab ich ja eben nicht!
Es war ein intensives Gespräch über ein gemeinsames Hobby, das aber nichts mit dem geplanten Projekt zu tun hat.

Warum müssen sich alle immer so „schwere“ Gedanken machen,
wenn man einfach bei der Wahrheit bleiben sollte?

Hast Du irgendetwas falsch verstanden?
Es geht hier nicht um Wahrheit, Tricks oder Lügen.

Es geht einfach nur darum, dass ich nicht die ganze Zeit, die ich beim Kunden war, über das Projekt geredet habe, sondern auch einige Zeit über etwas, was mehr als der typische Smalltalk war.

Ich frage mich nur, ob jetzt die komplette Zeit als Arbeitszeit gewertet werden soll oder nicht.

Ausserdem denke ich, dass es bei weiteren Gesprächen mit dem Kunden auch wieder vorkommen kann, dass wir nicht nur über projektrelevante Dinge sprechen werden.
Ich möchte einfach nur wissen, wie ich damit umgehen soll, okay?

Gruss
Lanzelot

Hi!

Es könnten noch Forderungen kommen, z.B. eine Verkehrsanzeige
o.ä.
Daher müssen solche Zeitangaben schon ungefähr stimmen.

Mmh, ist ein interessanter Punkt.

Aber da musst Du mich jetzt mal aufklären:
Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich auf dem Rückweg
von einem Kundengespräch bin oder einfach so (privat) durch
die Gegend fahre?

Allerdings.
Wenn Du für die Firma unterwegs bist, bist Du auch über sie versichert (Unfall, Haftpflicht…). Privat ist das Dein eigenes Problem.

Also, ein Unfall war garantiert nicht. Es hat auch kein
anderer Verkehrsteilnehmer gehupt, geklingelt oder gerufen
(was ja vielleicht darauf deuten könnte, dass ich was
verursacht habe, es aber nicht bemerkt habe).
Könnte in diesem Fall eigentlich nur eine
Geschwindigkeitsüberschreitung gewesen sein.
Und die ist doch eh mein Problem, oder?

Richtig.
Ich spreche hier auch rein fiktiv. Was ist, wenn Du beispielsweise zu Fuß unterwegs bist und jemanden anrempelst, der dann fällt und stirbt und 5 Kinder hat?
Da ist es schon ganz günstig, über die Frima versichert zu sein, denn es würde keine Autoversicherung bezahlen und falls Du keine Privathaftpflicht hast, auch diese nicht.

Ferner würde im Falle eines Autounfalles mit einem nicht vollkaskoversicherten Privatwagen bei einer Dienstfahrt die Firma zumindest einen Teil des Schadens am eigenen Fahrzeug oder die Reparatur übernehmen (müssen). Auch das kann interessant sein.

Grüße,

Mathias

Moin Mathias!

Allerdings.
Wenn Du für die Firma unterwegs bist, bist Du auch über sie
versichert (Unfall, Haftpflicht…).

Okay, ich wusste nicht, dass das immer gilt.

mit einem nicht
vollkaskoversicherten Privatwagen bei einer Dienstfahrt

Trifft genau zu.

Also, ich schliesse jetzt mal daraus, dass ich intern die komplette Zeit vermerken sollte.
Dem Kunden berechne ich aber nur die effektive Zeit.

Müsste dann doch auch im Falle irgendwelcher (Unfall-) Forderungen okay sein, oder?

Gruss
Lanzelot

Hi!

Also, ich schliesse jetzt mal daraus, dass ich intern die
komplette Zeit vermerken sollte.
Dem Kunden berechne ich aber nur die effektive Zeit.

Müsste dann doch auch im Falle irgendwelcher (Unfall-)
Forderungen okay sein, oder?

Ja, ich denke, das müsste so o.k. sein.

Grüße,

Mathias

Lanzelot.

Was spricht denn eigentlich dagegen, dem Chef schlicht und einfach die Wahrheit zu sagen?
– Äh, gar nichts! Darum geht es ja auch gar nicht.

Wenn es darum nicht geht, warum fragst Du dann? Dann wird Dein AG Dir doch gesagt haben, was Du machen sollst und die Diskussion hier ist hinfällig.

Deinen Ausführugen nach, hast Du doch mit Deinem AG noch nicht darüber gesprochen, ob Du Dir die lange „Nebenkonversation“ als Arbeitszeit aufschreiben sollst/darfst. Ich frage mich daher, warum Du nicht einfach zum Chef gehst und genau diese Frage, die Du hier stellst, mit ihm durchdiskutierst. Das ist doch das Naheliegendste. Letztendlich geht es für Dich auch in Zukunft darum, zu wissen, was der AG von Dir in solchen Gesprächen erwartet und was er sich „verbittet“. Solche Diskussionen mit dem AG sind eminent wichtig. Möglicherweise findet er das „total toll“, daß Du so schnell eine engere Beziehung zu einem Kunden knüpfen kannst. Oder er schickt Dir eine Abmahnung, dann machst Du so etwas eben nicht wieder…:smile:

Rein rechtlich gehört auch ein Gespräch, welches nicht direkt mit dem Verkaufsvorgang zu tun hat, zunächst einmal zur Arbeitszeit. Sonst wäre schon ein „Guten Tag, wie geht es Ihnen?“ eine Verletzung der arbeitsvertraglich geschuldeten Pflichten. In welchem Umfang der AG solche Gespräche von Dir sogar erwartet, kann nur er Dir verraten. Eine 2stündige Unterhaltung über das Fliegenfischen kann einen 1Millionen-Dollar-Auftrag sichern. Im Rahmen solcher Gespräche werden Sympathien aufgebaut, welche den weiteren Verlauf (auch in Hinblick auf Reklamationen und/oder weitere Abschlüsse mit dem Kunden) der Geschäftsbeziehung sichern. Nun bewertet jeder AG die Notwendigkeit solcher Unterhaltungen unterschiedlich. Um aber herauszufinden, wie das bei Deinem AG ist, solltest Du ihn einfach darauf ansprechen, anstatt hin und her zu überlegen, ob Du jetzt die Stunden aufschreibst oder nicht. Genau das meine ich mit „offenes Gespräch“. Ob das Ganze nachher dem Kunden in Rechnung gestellt wird, kann Dir egal sein. Oder willst Du in Zukunft immer eine Stoppuhr mitnehmen, um im Nachhinein die „Netto-Arbeitszeit“ zu ermitteln?

Gruß,
LeoLo

Moin LeoLo!

Wenn es darum nicht geht, warum fragst Du dann?

Weil wir, wie schonmal erwähnt, noch ziemlich am Anfang stehen und einfach noch nicht allzu grosse Erfahrungen haben.

Bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass einer von uns bei einem Kundengespräch so stark und lange vom eigentlichen Inhalt abgedriftet ist.

Jeder fängt halt mal klein an und lernt erst mit der Zeit.

Ich habe die Frage hier gestellt, um zu erfahren wie „alte Hasen“ mit solchen Situationen umgehen.
Auch dafür ist w-w-w doch schliesslich da, oder?

Gruss
Lanzelot