Moin Raoul,
stimme ich dir zu. aber welche unternehmer kann es sich
leisten ins ausland zu fliehen wenn seine firma in D sitzt?
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Viele. Auch Mittelständler.
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Man muss ja nicht zwingend mit dem Wohnort fliehen. Man kann sein Kapital ja auch im Ausland anlegen, wenn man noch in Deutschland wohnt. Ist teilweise ja auch legal. Teilweise war es aber nicht legal, wie bei den staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen deutlich wurde. Diese haben deutsche Grossbanken untersucht, die Reiche dabei geholfen haben, ihr Kapital nicht legal ins Ausland zu transferieren.
Insgesamt bin ich der Meinung, daß „linke“ Ideen die Probleme
der Welt besser lösen können als „rechte“, zumindest wenn ich
mir die dem jeweiligen Spektrum zugerechneten Parteien ansehe.
wie wir ja im laufe der geschichte gesehen haben. Die linken
Ideen haben immer zum wirtschaftlichen Ruin geführt.
Das ist ein Schlagwort. Was verbindest du genau mit „linken Ideen“? Den damaligen Ostblock? Skandinavien? Holland? Oder was genau?
BTW was verstehst du unter linken Ideen? mehr als 50% Steuern?
Auch das ist ein Schlagwort. Ähnlich wie rechte Ideen mit vollständiger Abschaffung des Sozialstaates gleichzusetzen. Wenn mehr Steuern = links ist, war Kohl dann links?
Es kommt mehr auf die Art der Steuerverteilung an. Thatcher z.B. - sicherlich nicht links - wollte ein Kopfgeldsteuer einführen. Also eine vollständig neue Steuerart. Bush will die Steuern vor allem bei den Reichen senken (das sagen selbst die Republikaner). Es ist also die Frage: wer zahlt die Steuern?
Ciao
Ralf
Ferner bin ich klipp und klar dagegen, dieses Land dem Mob zu
überlassen, soviel ist sicher. Das Wahlrecht habe ich jedoch
niemandem abgesprochen. Was man noch in meine Aussage
hineininterpretieren könnte ist, dass Deutschland zu viele
dumme Menschen hat
Da stimme ich dir ausdrücklich zu…
Tolle Aussage. Ich bin auch für mehr Solidarität. Solidarität
mit denjenigen, die in diesem Land die Leistung erbringen,
durch welche das System an sich überhaupt erst funktionieren
kann.
Also: Solidarität mit den Arbeitnehmern und den Kindern. Dann musst du aber die Forderungen, die du hier immer wieder anbringst, um 180° drehen. Oder haben Leute wie Esser oder Mehdorn Leistung erbracht?
für mich der ungerechtfertigte Bezug von
Sozialleistungen genauso wie die Weigerung einen angemessenen
Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten (Steuerbetrug und -Flucht).
Was ist angemessen?
Zumindest dass diejenigen, die mehr leisten können auch mehr leisten. Selbst dieser Grundsatz wird ja mittlerweile immer weniger akzeptiert in Zeiten, in denen Millionäre praktisch keine Einkommens- und Vermögenssteuern mehr zahlen.
Das gilt v.a. für diejenigen, die durch die Regierung und die
Gewerkschaften meinen, vertreten zu werden.
Die andere Seite macht weniger Lä#rm und handelt, was
angesichts der aktuellen Vorstöße mehr als legitim ist.
Ach so. Die Forderung am Anfang des Jahres nach einer Revolution in Deutschland (Stichwort: Brüning-Vergleiche) war weniger Lärm.
Ich glaube nicht, dass rein linke oder rein recht Ideen zum
Erfolg führen können.
LOL! Dann sag doch mal, was an deinen Ideen auch nur teilweise links ist.
Servus Mathias!
Schon beimn kleinsten Reförmchen schreien die linken
Besitzstandswahrer - das ist nichts neues und war zu erwarten.
Da fühle ich mich doch glatt angesprochen! Nicht etwa wegen des Begriffes des „linken Besitzstandwahrers“, sondern weil eine solche Aussage gerne und oft von gar so „rechten Reformern“ gebraucht wird. Der Vorwurf der Besitzstandswahrung wird gerne bei den anderen benutzt, sich selbst will man hingegen natürlich nichts nehmen lassen; wobei es für einige aufgrund des „Abhandengekommenseins“ des entsprechenden Systems beinahe schade sein dürfte, das Schreckgespenst des Sozialismus nicht mehr heraufbeschwören zu können, wenn „linke Besitzstandswahrer“ die „rechten Reformern“ ein wenig um bisherige Pfründe erleichtern möchten.
Abgesehen davon ringt es mir doch ein - wenn auch zynisch angehauchtes - Lächeln ab, wenn mit der Besitzstandswahrung sogenannter „Linker“ argumentiert wird. Der Sozialraub geht all die Jahre mit dieser Argumentation einher, insofern wird von etwas nicht Existierendem gesprochen. Bedauerlicherweise vergessen die Menschen sehr schnell - innert vier Jahre mindestens -, doch wenn man einen inhaltsleeren Vorwurf nur lange genug und immer wieder erwähnt, wird dieser schon geglaubt werden. Und wenn es genehm ist, lässt sich eine Krise auch herbeireden, die dann wirklich eintritt und somit den gewünschten Argumenten Vorschub leistet.
Aber irgendwo muss man eben
anfangen.
Sicherlich muss man anfangen - bzw. man hätte schon seit etlichen Jahren angefangen haben müssen. Aber da stellt sich natürlich die Frage, was da eigentlich die vergangenen Dekaden gewählt wurde! Wenn man selbstverständlich nur die Umverteilung von unten nach oben im Auge hat, weil sich bei den bereits Vermögenden besser die Taschen - für sich selbst in der Machtposition - aufhalten lassen, muss man sich gar nicht wundern, dass nichts geschieht. (Zumindest keine Veränderung zum Besseren hin.)
Führen wir doch am besten wieder den Feudalismus vergangener Jahrhunderte ein: die Bevölkerung wird zur Fronarbeit herangezogen, und wer nichts zum Sozialprodukt beiträgt, weil er überflüssig ist, soll zusehen, wo er bleibt; Gesundheit wird endlich wieder ein Privileg für diejenigen, die es sich leisten können; und all die kleinen, nicht selten mit Blut bezahlten Errungenschaften werden abgeschafft, sind sie doch den Profitmaximierungshungrigen ein Dorn im Auge…
…wenn es um die Wahrung ihres Besitzes geht.
Marco