Olympiade Medallienspiegel

Hallo,

mich stört immer schon am Medallienspiegel, dass Goldmedallien der primäre Maßstab sind. Ein Land das 1 Goldmedallie und sonst gar nicht hat steht höher als ein anderes, das 0 Gold-, aber 10 Silber- und 20 Bronzemedallien hat.

Würde man z. B. Gold mit 3 Punkten, Silber mit 2, Bronze mit 1 Punkt bewerten, sähe das Ergenis ganz anders aus.

Ich empfinde es als unsportlich, dass man den zweiten und dritten Gewinner, der möglicherweise nur um Nuancen schlechter war als der erste, so unterbewertet.

Wer hat sich den Medallienspiegel eigentlich ausgedacht? Ist das eine Olympia-offizielle Sache? Oder macht das jedes Land wie es will? Gibt es eine Chance, auf eine Veränderung der Darstellung einzuwirken?

Gruß
Peter

unfair? - so sind die Regeln
Und was mußte ich letztens lesen:
SECOND PLACE IS FIRST LOSER

Gruß
Gerald

HI,

so ist es halt mal.
Es ist wie im richtigen Leben. Nur Gold zählt.

nicki

Silber und Bronze wurden für so sentimentale wie Dich eingeführt. Auf Silber und Bronze können wir doch verzichten, ist eh kaum was wert. :smile:

Gruß
Skyver

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

weitere Kritik am Medallienspiegel
Hallo,

gibt es auch einen Medaillenspiegel der umgerechnet ist auf

a) Anzahl der Teilnehmer aus dem Land (wenn einer allein aus Klein-Zwergenland kommt und eine Goldmedaille holt finde ich das imponierender als wenn 200 Teilnehmer aus Groß-Riesenland 100 Stück abräumen),

b) Größe des Landes? (wenn ein Land mit 1 Milliarde Menschen 100 Spitzensportler hervorbringt ist das was anders als wenn ein Land mit 1 Million Menschen 1 Spitzensportler hervorbringt)

Ciao, Holger

Moin,

b) Größe des Landes? (wenn ein Land mit 1 Milliarde Menschen
100 Spitzensportler hervorbringt ist das was anders als wenn
ein Land mit 1 Million Menschen 1 Spitzensportler
hervorbringt)

Das kommt drauf an. Wenn aus einem dünner besiedelten Land, Leute kommen, die für eine Sportart schon bessere genetische Vorraussetzungen mitbringen sind die natürlich im Vorteil gegenüber einem dichter besiedelten mit mehr Einwohnern, die diese Vorteile nicht haben. Aber die Unterschiede sind zwar minimal, machen sich aber im Spitzenbereich doch bemerkbar.
Dazu gab es auch male einen Artikel in der Süddeutschen.

http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/414…

CU

Axel

Das stimmt! Hat denn nicht ein Schüler oder Student hier malgenug Freizeit um einen Medaillienspiegel wie genannt zu erstellen?

Das wäre spannend. Ich sehe schon die Holländer gaaaanz weit vorn. Mini-Länder unter 1 Mio Einwohner sollten aber nicht berücksichtigt werden. Die hauen nur die Statistik durcheinander.

Genetische Vorteile von einzelnen Nationen wie ein Vorredner anführt halte ich für Schwachsinn.

Dagegen spielt die Popularität olympischer Sportarten in den jeweiligen Ländern eine viel größere Rolle. Die Grönländer z.B. spielen lieber Schneeschippen, was nicht nicht olympisch ist.

Gruß
Skyver

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Genetische Vorteile von einzelnen Nationen wie ein Vorredner
anführt halte ich für Schwachsinn.

War aber trotzdem unübersehbar, daß beim 100m-Finale außschließlich Schwarze am Start waren, oder?
Und wenn Weiße weder Spezialisten im Langlauf (Ostafrika) noch Spezialisten im 100m Lauf (Westafrika) sind, sondern genau dazwischen, so naja, Pech gehabt…

Interessant wäre auch eine Korrelation mit dem Aufwand der einzelnen
Nationen (Geldmittel für Sport allgemein und Geldmittel für Olympia).

Gruß
Gerald

War aber trotzdem unübersehbar, daß beim 100m-Finale
außschließlich Schwarze am Start waren, oder?
Und wenn Weiße weder Spezialisten im Langlauf (Ostafrika) noch
Spezialisten im 100m Lauf (Westafrika) sind, sondern genau
dazwischen, so naja, Pech gehabt…

Wieviele Sportarten gibt es denn, die man ohne wesentlichen finanziellen Aufwand trainieren kann?
Genau. Und diese Sportart wird dann da trainiert, wo es keine anderen Möglichkeiten gibt.

Viele Distanzläufer etc. aus Afrika haben tatsächlich das Rennen dadurch „im Blut“ weil es das günstigste Fortbewegungsmittel zwischen zwei Orten darstellt. Wäre genug Geld da, würden die meisten auch Auto fahren und z.B. Fechten oder Surfen üben und die „Vormachtstellung“ beim Rennen würde dahinschwinden.

Allein aus dem Grund bin ich froh, dass in Kenia die Dressur noch keinen großen Anklang gefunden hat und Deutschland wenigstens noch ein paar Nischen hat, wo es Gold gewinnen kann. Bald müssen wir aber als EU Team antreten um noch unter die ersten 10 zu kommen :stuck_out_tongue:. Da freue ich mich schon drauf.

Kann jemand Deutschland mal bitte in Bundesländer aufsplitten? Ich kann mich noch nicht daran gewöhnen, dass es ein Deutschland gibt. Mir geht es hauptsächlich um die Medaillen die von Sachsen gewonnen werden. :smile:)

Gruß
Skyver

http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/414…

toller artikel. ich wollte schon danach fragen, aber so ein thread würde unbequem ausarten…

übrigens: den marathon der frauen gewann eine winzige japanerin.

gruß
datafox