Ich denke vielmehr (als Beispiel) an den 60jährigen
Frührentner, welcher jeden Pfennig zweimal umdrehen muß.Verstehe ich das richtig, dass du damit andeuten willst, Geld
stünde über der Gesundheit ? Das kann ja nicht sein…Für Dich nicht, für mich nicht, der Rentner kann es sich aber
vielleicht nicht leisten.
Mißverständnis…
Ich sprach von einer gewissen Gefahr, Medikamente online zu bestellen, wegen evtl. Abhängigkeitserscheinungen…du sagtest, darum ginge es dir gar nicht in dem Verbot gegen diese Online-Apotheken sondern eben eher um dein Beispiel Rentner…
Warum kosten eigentlich die Pille, Aspirin usw. in vielen
Ländern nur die Hälfte von dem, was es in Deutschland kostet ?Das liegt daran, daß die Kontrolle der Abgabe Geld kostet.
Moment mal…soweit ich weiß, leben die Apotheken nicht gerade schlecht…das ist reine Kohle-Macherei und nichts anderes.
Außerdem müßte doch wohl in anderen Ländern diese Kontrolle auch Geld kosten, oder ?
Man
spart dafür aber Folgekosten ein, die durch unsachgemäße
Selbstmedikation entstehen. Bedenke, daß unser
Gesundheitssystem im Vergleich zu anderen Ländern immer noch
eines der Besten, aber nicht unbedingt eines der teuersten
ist. Siehe USA.
Klar, du hast schon Recht…nur finde ich es geradezu pervers, dass wir hier an solch deftige Preise gebunden sind…warum bietet ein Apotheker denn immer noch Aspirin an, wenn es doch ASS rat*** für viel viel weniger Geld gibt ? Genau, weil er verdienen will…er verdient sich eine goldene Nase u.a. an den Rentnern, von denen du eben sprachst.
Wie oft habe ich schon erlebt, dass ich in eine Apotheke kam mit einem Rezept über ein Medikament, dass eben nicht vom „Designer“ ist, sondern den Wirkstoff enthält und gut…nur oft haben die Apotheken das dann nicht da, müssen es bestellen und ich kann es mir dann am nächsten Tag abholen…angeboten wird mir aber ersatzweise das teurere Präparat.
Erstmal ist das nicht Kundenfreundlich und zum zweiten gibt es eben auch Medis, die muß man sofort nehmen.
Also, erstmal denke ich, prozentual wirst du verdammt wenig
ältere Rentner im Net treffen…Mein Beispiel hat heute noch anekdotishcen Charakter. Aber
warte mal noch ein paar Jahre. Die Einsparung eines
Arztbesuches läßt sich ja hervorragend politisch-korrekt als
Kostendämpfungsmaßnahme verkaufen.
Ja leider…
Und dann ist meines Erachtens nach Dummheit !
Bevor ich ein Medikamt einnehme, ob verschrieben oder nicht,
informiere ich mich aber ganz genau.
Letztendlich ist jeder Mensch für sein eigenes Tun und Handeln
selber verantwortlich.Da Du ja Erfahrungen mit Suchtkranken gemacht hast, weißt Du
sehr genau, daß viele Leute nicht in der Lage sind,
Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen. Manchmal
kann man das ja selbst nicht mal. Um diese Menschen zu
schützen, mußt Du meiner Ansicht nach Einschränkungen bei der
Einkaufsfreiheit hinnehmen.
Und ebenn weil ich mit Suchtkranken gearbeitet habe, weiß ich ganz genau, dass man weder sie noch andere schützen kann…das geht nicht !
Man kann an den gesunden Menschenverstand appelieren, schützen kann man sie nicht !
Einen Alkoholiker kann man ja auch nicht vor dem Rückfall schützen, die Flaschen stehen überall.
Entweder, ein Mensch merkt, dass das, was er macht, ihm nicht gut tut, dann kann man ihn unterstützen…oder aber er merkt es nicht, dann hilft es aber auch nicht, dass du es merkst.
Wenn dieser Rentner im Netz surft, unterstelle ich ihm, dass
er lesen kann…also kann er auch die Nebenwirkungen
lesen…und dann kann er immer noch entscheiden, ob er das
einnehmen will oder nicht.Den „Waschzettel“ lesen kann jeder. Um ihn auch zu beurteilen,
braucht es aber mehr. Nicht nur fachlicherseits - man muß auch
wissen, „wie der Hase läuft“, das heißt, wer entscheidet,
welche Nebenwirkung drauf steht und welche nicht, wer hat da
welches Interesse usw.
Du, auf den Beipackzetteln steht ja nun nichts auf chinesisch…das dürfte also wirklich jeder verstehen. Jedenfalls das Wichtige, nämlich die Gefahren, die von diesem Medi ausgehen, und die Wechselwirkungen usw.
Und was die Nebenwirkungen angeht, so steht da meistens so viel abschreckendes drauf, dass ich lieber verzichte, auch wenn ich weiß, dass längst nicht alle Nebenwirkungen eintreten müssen wenn überhaupt eine.
Und wer wirklich schwer krank ist, geht zum Arzt.
Und wenn der Rentner Wasser in den Beinen hat, soll er lieber ein bißchen laufen als ewige Stunden und Tage vor dem PC zu verbringen und die unendeckten Möglichkeiten zu erforschen.
Und wenn es vom laufen eher schlimmer wird, sollte er eben doch zu Arzt…das wird er dann aber auch tun, bevor er Schmerzen leidet.
Kannst Du das? Schön. Aber es müßte ein jeder können, auch
unserer Rentner, wenn Arzneimittel freigegeben wären.
Ein jeder sollte sich so viel Wert sein, dass er nicht alles an Medis in sich reinpumpt was er kriegen kann.
Es kann auch nicht jeder mit Schokolade umgehen, weil er Fresssüchtig ist…sollen wir jetzt die Süßigkeiten nur noch hinter verschlossenen Türen verkaufen ? Oder den Alkohol, weil ja ein jeder trockener Alkoholiker Zugriff hat ?
Wir müssen ebn doch noch viel mehr lernen, auf uns selbst aufzupassen. Ich will mir jedenfalls nicht von irgendeinem Halbgott in Weiß erzählen lassen, was das beste Medikament wäre…dann wäre ich jetzt nämlich in einer Entzugsklinik…
Will heißen, selbst darauf kann ich mich nicht verlassen…ich muß es überprüfen, wenn ich mir wichtig bin, wenn nicht, ok, dann schlucke ich eben alles…
Gruß,
Vanessa
Du fragtest doch nach