Online - Medikamente bestellen

Ich denke vielmehr (als Beispiel) an den 60jährigen
Frührentner, welcher jeden Pfennig zweimal umdrehen muß.

Verstehe ich das richtig, dass du damit andeuten willst, Geld
stünde über der Gesundheit ? Das kann ja nicht sein…

Für Dich nicht, für mich nicht, der Rentner kann es sich aber
vielleicht nicht leisten.

Mißverständnis…
Ich sprach von einer gewissen Gefahr, Medikamente online zu bestellen, wegen evtl. Abhängigkeitserscheinungen…du sagtest, darum ginge es dir gar nicht in dem Verbot gegen diese Online-Apotheken sondern eben eher um dein Beispiel Rentner…

Warum kosten eigentlich die Pille, Aspirin usw. in vielen
Ländern nur die Hälfte von dem, was es in Deutschland kostet ?

Das liegt daran, daß die Kontrolle der Abgabe Geld kostet.

Moment mal…soweit ich weiß, leben die Apotheken nicht gerade schlecht…das ist reine Kohle-Macherei und nichts anderes.

Außerdem müßte doch wohl in anderen Ländern diese Kontrolle auch Geld kosten, oder ?

Man
spart dafür aber Folgekosten ein, die durch unsachgemäße
Selbstmedikation entstehen. Bedenke, daß unser
Gesundheitssystem im Vergleich zu anderen Ländern immer noch
eines der Besten, aber nicht unbedingt eines der teuersten
ist. Siehe USA.

Klar, du hast schon Recht…nur finde ich es geradezu pervers, dass wir hier an solch deftige Preise gebunden sind…warum bietet ein Apotheker denn immer noch Aspirin an, wenn es doch ASS rat*** für viel viel weniger Geld gibt ? Genau, weil er verdienen will…er verdient sich eine goldene Nase u.a. an den Rentnern, von denen du eben sprachst.

Wie oft habe ich schon erlebt, dass ich in eine Apotheke kam mit einem Rezept über ein Medikament, dass eben nicht vom „Designer“ ist, sondern den Wirkstoff enthält und gut…nur oft haben die Apotheken das dann nicht da, müssen es bestellen und ich kann es mir dann am nächsten Tag abholen…angeboten wird mir aber ersatzweise das teurere Präparat.
Erstmal ist das nicht Kundenfreundlich und zum zweiten gibt es eben auch Medis, die muß man sofort nehmen.

Also, erstmal denke ich, prozentual wirst du verdammt wenig
ältere Rentner im Net treffen…

Mein Beispiel hat heute noch anekdotishcen Charakter. Aber
warte mal noch ein paar Jahre. Die Einsparung eines
Arztbesuches läßt sich ja hervorragend politisch-korrekt als
Kostendämpfungsmaßnahme verkaufen.

Ja leider…

Und dann ist meines Erachtens nach Dummheit !
Bevor ich ein Medikamt einnehme, ob verschrieben oder nicht,
informiere ich mich aber ganz genau.
Letztendlich ist jeder Mensch für sein eigenes Tun und Handeln
selber verantwortlich.

Da Du ja Erfahrungen mit Suchtkranken gemacht hast, weißt Du
sehr genau, daß viele Leute nicht in der Lage sind,
Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen. Manchmal
kann man das ja selbst nicht mal. Um diese Menschen zu
schützen, mußt Du meiner Ansicht nach Einschränkungen bei der
Einkaufsfreiheit hinnehmen.

Und ebenn weil ich mit Suchtkranken gearbeitet habe, weiß ich ganz genau, dass man weder sie noch andere schützen kann…das geht nicht !
Man kann an den gesunden Menschenverstand appelieren, schützen kann man sie nicht !
Einen Alkoholiker kann man ja auch nicht vor dem Rückfall schützen, die Flaschen stehen überall.
Entweder, ein Mensch merkt, dass das, was er macht, ihm nicht gut tut, dann kann man ihn unterstützen…oder aber er merkt es nicht, dann hilft es aber auch nicht, dass du es merkst.

Wenn dieser Rentner im Netz surft, unterstelle ich ihm, dass
er lesen kann…also kann er auch die Nebenwirkungen
lesen…und dann kann er immer noch entscheiden, ob er das
einnehmen will oder nicht.

Den „Waschzettel“ lesen kann jeder. Um ihn auch zu beurteilen,
braucht es aber mehr. Nicht nur fachlicherseits - man muß auch
wissen, „wie der Hase läuft“, das heißt, wer entscheidet,
welche Nebenwirkung drauf steht und welche nicht, wer hat da
welches Interesse usw.

Du, auf den Beipackzetteln steht ja nun nichts auf chinesisch…das dürfte also wirklich jeder verstehen. Jedenfalls das Wichtige, nämlich die Gefahren, die von diesem Medi ausgehen, und die Wechselwirkungen usw.
Und was die Nebenwirkungen angeht, so steht da meistens so viel abschreckendes drauf, dass ich lieber verzichte, auch wenn ich weiß, dass längst nicht alle Nebenwirkungen eintreten müssen wenn überhaupt eine.
Und wer wirklich schwer krank ist, geht zum Arzt.
Und wenn der Rentner Wasser in den Beinen hat, soll er lieber ein bißchen laufen als ewige Stunden und Tage vor dem PC zu verbringen und die unendeckten Möglichkeiten zu erforschen.
Und wenn es vom laufen eher schlimmer wird, sollte er eben doch zu Arzt…das wird er dann aber auch tun, bevor er Schmerzen leidet.

Kannst Du das? Schön. Aber es müßte ein jeder können, auch
unserer Rentner, wenn Arzneimittel freigegeben wären.

Ein jeder sollte sich so viel Wert sein, dass er nicht alles an Medis in sich reinpumpt was er kriegen kann.

Es kann auch nicht jeder mit Schokolade umgehen, weil er Fresssüchtig ist…sollen wir jetzt die Süßigkeiten nur noch hinter verschlossenen Türen verkaufen ? Oder den Alkohol, weil ja ein jeder trockener Alkoholiker Zugriff hat ?
Wir müssen ebn doch noch viel mehr lernen, auf uns selbst aufzupassen. Ich will mir jedenfalls nicht von irgendeinem Halbgott in Weiß erzählen lassen, was das beste Medikament wäre…dann wäre ich jetzt nämlich in einer Entzugsklinik…
Will heißen, selbst darauf kann ich mich nicht verlassen…ich muß es überprüfen, wenn ich mir wichtig bin, wenn nicht, ok, dann schlucke ich eben alles…

Gruß,
Vanessa

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Nun gut, nur wie gesagt, meine Frage hast du keinesfalls damit
beantwortet.

Dann hab ich sie falsch verstanden :wink: Du fragtest doch nach
meinen (persönlichen) Idealen, oder? Die haben sich erst im
Rahmen praktischer Tätigkeit gebildet.
Mit dem Idealverlust meintest Du wohl das „Helferideal“… das
geht gerne verschütt in der Klinik, stimmt. Aber als „Helfer“
würde ich auch eher Alternativmediziner werden *g*

Nochmal falsch *g*

Ich fragte :
Wie lange praktizierst du bereits ?

Gruß,
Vanessa

Betäubungsmittel für Alle übers Internet!

Nun, BTM ist nicht gleich BTM…und natürlich nicht für alle !
Aber ehrlich gesagt, ob ich nun zu meinem ehemaligen Hausarzt
gehe und er schreibt mir das Rohypnol auf bei Schlafstörungen,
die ca. 2 Wochen anhielten, oder ich hole mir etwas weniger
hochwirksames aus dem Netz…was ist nur gefährlicher ??
Ich fand das derart verantwortungslos von dem Arzt

Eben. Dann muß man[1] mit dem Arzt ein Wötschen reden - und
nicht stattdessen fordern, daß alle global alles dürfen nur
weil manch ein Arzt auch verantwortungslos handelt.

Nein, Sebastin, nicht stattdessen…ganz allgemein.
Im Überigen ist „manch einer“ reichlich untertrieben…wie gesagt, willst du ein Medi, bekommst du es, spätestens beim dritten Arzt.

Gruß,
Vanessa

Summa summarum rund zwei Jahre, davon eines in (praktischer, nicht juristischer) Eigenverantwortung.

Oliver

Hallo nochmal,

es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen einem
Apotheker und einem Internetversandhändler: Ersterer bekommt
zumindest ein schlechtes Gewissen, wenn er einem jungen
Mädchen eine Menge Geld für Präparate aus der Tasche zieht,
die in Wirklichkeit nichts nutzen. Sind diese Präparate zudem
gefährlich, so wird er sie erst gar nicht verkaufen (dürfen).
Internetanbieter scheinen da keine Hemmungen zu haben.

Und letzterer bekommt noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen, wenn er allen Bürgern das Geld aus der Tasche zieht…oder warum haben die Apotheker derartige Preise ?

Wollen wir wirklich gnadenlosen Kommerz auf der ganzen Linie?
Gibt es nicht Bereiche, wo Geschäftemacherei aus ethischen
Gründen in den Hintergrund treten sollte?

Dazu müßte dann aber doch auch die Apotheke um die Ecke gehören…

Die „Mündigen“ hier in diesem Brett möchte ich dringend darauf
hinweisen, daß für ihre hochgeschätzte Einkaufsfreiheit die
weniger Mündigen mit gesundheitlichen Schäden bezahlen werden.

Das halte ich wirklich für etwas übertriben ausgedrückt…sicher sind diese Online-Apotheken für einige eine Gefahr, aber doch nur für die, die sich nicht so wichtig sind…ich meine, wenn ich sage : Komm, wir springen vom Hochhaus weil es ist so ein geniales Feeling…wer springt da schon mit ?

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte mal, das
selbst die „Mündigen“ hierzu nicht in der Lage sind. Eine jede
Krankheit betrifft den gesamten Körper, man kann mit einem
angelesenen „Inselwissen“ kaum wirklich je verstehen, was im
Körper vor sich geht. Dies wird aus untenstehenden Beiträgen
ganz gut ersichtlich („Allergie“ auf Paracetamol ist in der
Tat dosisabhängig, außerdem hat der Zahnarzt wohl keine
Lokal-, sondern eine Leitungsanästhesie gemacht usw.)

Du mußt mal genauer lesen…ich sprach von einemr örtlichen Betäubungsmittel…und das ist es jawohl auch bei einer Leitungsanästhesie, oder ?
Und davon muß man nicht Unmengen spritzen, wenn eh alles entzündet ist, so daß die Nerven sich eben nicht mehr betäuben lassen, jedenfalls nicht die, auf die es ankommt.

Und Paracetamol würde ich auf gar keinen Fall nehmen…ich weiß ja nicht, was du unter einer geringen Dosierung verstehst…der Zahnarzt war der Meinung, 100 mg über 24 Stunden verteilt wären ausreichend gegen die Schmerzen…das sehe ich anders, denn a) ist das m.E. v zu viel und b) wären die Schmerzen eh nicht wirklich besser geworden. Wenn ich von einer Allergie spreche, meine ich nicht gleich Leberversagen, sondern vielmehr die Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff.

Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

Und was die Nebenwirkungen angeht, so steht da meistens so
viel abschreckendes drauf, dass ich lieber verzichte, auch
wenn ich weiß, dass längst nicht alle Nebenwirkungen eintreten
müssen wenn überhaupt eine.

Wenn man Medikamente nimmt, kann schon so einiges passieren. Wenn man sie wegläßt, aber auch. Es ist selbst für langjährige Kliniker nicht einfach, eine gute Nutzen-Risiko-Abwägung zu treffen. Der Laie ist damit schlicht überfordert, auch wenn er fest vom Gegenteil überzeugt ist.

Es gibt auch Dinge, die stehen auf dem Beipackzettel einfach nicht drauf: Bei Paracetamol ist (als Beispiel) nichts von „primäre biliäre Zirrhose“ als Kontraindikation zu lesen, weil wohl in den Studien zufällig kein Patient eine solche hatte. Schätze mal, ganz mündig, ab: Was passiert wenn man dieses Mittel bei PBC nimmt? Hast Du vielleicht eine solche? Wie würdest Du es merken?
Dafür las ich neulich unter Kontraindikation bei Metronidazol: „Idiosynkrasie des Blutbildenden Systems“. Verstehst Du den Begriff und seine Bedeutung? Weißt Du, was ein „Disclaimer“ ist und warum ein solcher völlig überflüssigerweise auf der Kontraindikationsliste steht?

Ein jeder sollte sich so viel Wert sein, dass er nicht alles
an Medis in sich reinpumpt was er kriegen kann.

Du hast ganz richtig den Konjunktiv verwendet: „Sollte“. Tun viele aber nun mal nicht. Eigendiagnose geht nun mal in die Hose, auch bei Laien.

Es kann auch nicht jeder mit Schokolade umgehen, weil er
Fresssüchtig ist…sollen wir jetzt die Süßigkeiten nur noch
hinter verschlossenen Türen verkaufen ? Oder den Alkohol, weil
ja ein jeder trockener Alkoholiker Zugriff hat ?

Wie Du selbst richtig bemerkt hast, sind die Suchtraten gerade unter Apothekern und Ärzten erschreckend hoch. Liegt das nicht daran, daß diese Berufsgruppen besonders leicht an die Mittel herankommen? Sollte man denn diese Mittel für alle freigeben?

Oliver

Summa summarum rund zwei Jahre, davon eines in (praktischer,
nicht juristischer) Eigenverantwortung.

Danke Oliver :wink:

Und das meinte ich eben…du stehst noch ganz am Anfang…wenn du dann erstmal deine eigene Praxis hast und so sehr im Streß bist, weil die Kassen mal wieder streichen bis zum Exitus, dann kann es auch gut sein, dass selbst du mal nicht erkennst, wie der Patient dich an der Nase rumführt…oder wenn du im Krankenhaus gerade die 35.te Stunde Dienst schiebst, nach 10 Jahren Streß, auch dann aknn dir so manches passieren, wovon du heute nicht einmal träumst.
Und das meinte ich auch mit Idealismus.
Irgendwann kannst du nicht mehr nur noch das Gute sehen, irgendwann mußt du auch die Fakten sehen, und die heißen dann u.a. Überleben…

Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

Das halte ich wirklich für etwas übertriben
ausgedrückt…sicher sind diese Online-Apotheken für einige
eine Gefahr, aber doch nur für die, die sich nicht so wichtig
sind…

Auch diese Menschen verdienen unsere Fürsorge :wink:

Und davon muß man nicht Unmengen spritzen, wenn eh alles
entzündet ist, so daß die Nerven sich eben nicht mehr betäuben
lassen, jedenfalls nicht die, auf die es ankommt.

Bei einer Leitungsanästhesie spritzt man eben nicht ins entzüdete Gebiet (wo das Mittel schlecht wirkt), sodern im Bereich des (nichtentzündeten) versorgenden Nervs Dazu sind eben nun mal höhere Dosen vonnöten. Und nur dadurch konntest Du die Behandlung überstehen. An einer unbetäubten Wurzel zu operieren ist nicht möglich. Du hattest sicher schon mit der Betäubung genug Schmerzen.

Oliver

Irgendwann kannst du nicht mehr nur noch das Gute sehen,
irgendwann mußt du auch die Fakten sehen, und die heißen dann
u.a. Überleben…

Naja, Du sprichst da ja sicher aus Erfahrung *ggg*…

Laß Dir von uns keinen Bären aufbinden, es ist alles nicht so wild wie wir immer tun. Wenn man 36 h (meine Dienste gingen bis 48 h) in der Klinik bist, heißt das noch lange nicht, daß man auch die ganze Zeit was arbeitet. Ginge ja auch gar nicht.

Es gibt schon Patienten, die einen gern an der Nase herumführen. Dann läßt man den Patienten halt dieses Erfolgsgefühl und tut so, als nähme man sie ernst, und kümmert sich dafür um die ernsthaft kranken Patienten :wink:)

Oliver

Hallo Oliver,

Wenn man Medikamente nimmt, kann schon so einiges passieren.
Wenn man sie wegläßt, aber auch.

Dessen bin ich mir völlig bewußt, nur möchte ich für mich eben selber entscheiden, ob und welche Medikamente ich nehme.
Taucht ein Krankheitsbild bei mir auf, was ich bislang nicht kannte, setze ich mich damit auseinander.
Und zwar solange, bis ich es wenigstens soweit begriffen habe, dass ich einschätzen kann, welche Medikamente mir bekommen und von welchen ich lieber Abstand halte. Dieses Auseinandersetzen heißt nicht, dass ich mich nur belese…ich spreche mit mehreren Ärzten (keine Sorge, nicht auf Kosten der KV - es gibt ja genug Ärzte in meiner Familie *seufz*), spreche mit anderen Betroffenen und hole mir natürlich auch Infos in Büchern und übers Netz.
Ich bin schon einige mal falsch behandelt worden…beim ersten Mal war es „nur“ Cortison in stärkeren Dosen intravenös…dann aber bekam ich Medikamente, weil schlicht falsch diagnostiziert wurde. Letzteres macht mir noch heute teilweise Probleme und deshalb bin ich sehr sehr vorsichtig geworden.
Ich stelle mir immer wieder vor, wenn ich beim Arzt bin, was wäre, wenn ich nicht das Glück hätte, mit meiner Mutter sofort darüber zu sprechen und mich genauestens von ihr aufklären zu lassen ?
Ich würde schlucken und schlucken und schlucken (*lol*…nein, ich bin nicht Naddel).

Es ist selbst für langjährige
Kliniker nicht einfach, eine gute Nutzen-Risiko-Abwägung zu
treffen. Der Laie ist damit schlicht überfordert, auch wenn er
fest vom Gegenteil überzeugt ist.

Vollkommen richtig, Oliver…wie gesagt, ich weiß eben nur inzwischen, wie mein Körper auf gewisse Dinge reagiert, und ich weiß, wie ich mit meinen derzeitigen Krankheitsbildern umzugehen habe…kommt etwas neues, würde ich selbstverständlich von vorne anfangen.
Ich will ja auch um Gottes Willen nicht euch Ärzten eure Kompetenzen absprechen…aber es gibt zuviele, sagen wir mal schwarze Schafe, unter den Ärzten.

Es gibt auch Dinge, die stehen auf dem Beipackzettel einfach
nicht drauf: Bei Paracetamol ist (als Beispiel) nichts von
„primäre biliäre Zirrhose“ als Kontraindikation zu lesen, weil
wohl in den Studien zufällig kein Patient eine solche hatte.
Schätze mal, ganz mündig, ab: Was passiert wenn man dieses
Mittel bei PBC nimmt? Hast Du vielleicht eine solche? Wie
würdest Du es merken?

Ich habe ehrlich keine Ahnung, wovon du sprichst *g*…war bisher nicht mein Thema…

Dafür las ich neulich unter Kontraindikation bei Metronidazol:
„Idiosynkrasie des Blutbildenden Systems“. Verstehst Du den
Begriff und seine Bedeutung?

Moment…nicht so schnell *lach*
Alsooo, Metronidazol ist ein Antibiotikum ?
Idiosynkrasie bedeutet angeborene Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen ?
Hieße also auf deutsch :
Kontrainiziert wäre das Antibiotikum Metronidazol bei Menschen mit angeborener Überempfindlichkleit des Blutbildenden Systems ?
Kann ja nicht sein…hier stimmt was nicht…Hiiilfeeeee *g*

Weißt Du, was ein „Disclaimer“
ist und warum ein solcher völlig überflüssigerweise auf der
Kontraindikationsliste steht?

Nein…erklärst du es mir ?

Ein jeder sollte sich so viel Wert sein, dass er nicht alles
an Medis in sich reinpumpt was er kriegen kann.

Du hast ganz richtig den Konjunktiv verwendet: „Sollte“. Tun
viele aber nun mal nicht. Eigendiagnose geht nun mal in die
Hose, auch bei Laien.

Halt mal stop…ich habe nie etwas von Eigendiagnose gesagt !
Das kann ganz gefährlich in die Hose gehen !

Es kann auch nicht jeder mit Schokolade umgehen, weil er
Fresssüchtig ist…sollen wir jetzt die Süßigkeiten nur noch
hinter verschlossenen Türen verkaufen ? Oder den Alkohol, weil
ja ein jeder trockener Alkoholiker Zugriff hat ?

Wie Du selbst richtig bemerkt hast, sind die Suchtraten gerade
unter Apothekern und Ärzten erschreckend hoch. Liegt das nicht
daran, daß diese Berufsgruppen besonders leicht an die Mittel
herankommen? Sollte man denn diese Mittel für alle freigeben?

Klar liegt es daran…und deshalb ist es ja so irre, dass nun ausgerechnet Ärzte und Apotheker jeder Zeit die Möglichkeit haben, sich Benzos oder ähnliches reinzupfeifen und andere Menschen eben nicht !
Mein leiblicher Vater ist Chirurg, der Mann hat m.E. nach wirklich nicht unbedingt den Plan von Sucht.
Nun steckte er mit seiner zweiten Frau in der Krise…Scheidung, sie war fertig mit den Nerven und er…er brachte ihr Smarties (Diazepam) mit…Klinikpackung…herzlichen Glückwunsch !
Sie hat ihm vertrauet !
Wäre sie nun aber über das Netz darauf gestoßen hätte sie viel früher mitbekommen, wie hoch das Abhängigkeitspotential wirklich ist.
Als sie dann entziehen mußte, und zwar nicht zu knapp, war er weg…da konnte er dann ganz plötzlich nicht mehr helfen.

Damit will ich sagen, wenn wir uns selber viel mehr mit den Medis, die wir so einnehmen, auseinandersetzen würden, wäre sicher manche Hemmschwelle höher als wenn der nette Doktor uns die Pillen in die Hand drückt.
Aber wie gesagt, keinesfalls Eigendiagnostik…nach Diagnostizierung kann man sich dann schon ein wenig schlau machen und zusammen mit dem Arzt oder eben auch alleine, wenn man sich wirklich auskennt, eine andere Medikamentation beginnen.
Mehr will ich ja gar nicht.

Lieben Gruß,
Vanessa

Irgendwann kannst du nicht mehr nur noch das Gute sehen,
irgendwann mußt du auch die Fakten sehen, und die heißen dann
u.a. Überleben…

Naja, Du sprichst da ja sicher aus Erfahrung *ggg*…

Haha…wie jetzt ?
Nicht aus eigener…stell dir vor, mein Job in der Drogenarbeit war ehrenamtlich…aber Erfahrung durch meine Family, die nun mal fast nur aus Ärzten besteht *seufz*

Laß Dir von uns keinen Bären aufbinden, es ist alles nicht so
wild wie wir immer tun. Wenn man 36 h (meine Dienste gingen
bis 48 h) in der Klinik bist, heißt das noch lange nicht, daß
man auch die ganze Zeit was arbeitet. Ginge ja auch gar nicht.

Das ist jetzt wirklich ein anderes Thema…ich lasse mir keinen Bären aufbinden, ich habe Augen…mein Vater schiebt des Öfteren Dienste, die über deine 48 h hinausgehen…das ist m.E. kriminell. Und als Chirurg in einer Unfallklinik hast du u.U. nicht viel Pause zwischendurch, weil du kannst ja niemanden verrecken lassen…und genügend Personal gibt es nicht, das ist Fakt.

Es gibt schon Patienten, die einen gern an der Nase
herumführen. Dann läßt man den Patienten halt dieses
Erfolgsgefühl und tut so, als nähme man sie ernst, und kümmert
sich dafür um die ernsthaft kranken Patienten :wink:)

Im Krankenhaus mag das so sein…ich meinte Niedergelassene…die verschreiben schnell mal, nur weil das Wartezimmer voll ist und sie sich eben nicht die Zeit nehmen und auch nicht die nötige Ruhe haben, auf den Patienten einzugehen.
Oder wie erklärst du es dir, dass ein manisch depressiver Patient lediglich mit Valium behandelt wird, und das über Wochen, Monate ?

Lieben Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

Das halte ich wirklich für etwas übertriben
ausgedrückt…sicher sind diese Online-Apotheken für einige
eine Gefahr, aber doch nur für die, die sich nicht so wichtig
sind…

Auch diese Menschen verdienen unsere Fürsorge :wink:

Ok Oliver, unsere Meinungen klaffen hier auseinander.
Ich muß mal in erster Linie die Verantwortung für mich übernehmen, wenn ich das kann, dann kann ich mich anderen widmen…aber nicht im Sinne von aufpassen oder schützen…außer natürlich kleine Kinder.
Und wenn ein Mensch sich selber so wenig Wert ist, dass er über Online-Apotheken irgendein Zeugs bestellt, würde er es auch vom Arzt bekommen…wie gesagt, nicht vom ersten, aber…

Und davon muß man nicht Unmengen spritzen, wenn eh alles
entzündet ist, so daß die Nerven sich eben nicht mehr betäuben
lassen, jedenfalls nicht die, auf die es ankommt.

Bei einer Leitungsanästhesie spritzt man eben nicht ins
entzüdete Gebiet (wo das Mittel schlecht wirkt), sodern im
Bereich des (nichtentzündeten) versorgenden Nervs Dazu sind
eben nun mal höhere Dosen vonnöten. Und nur dadurch konntest
Du die Behandlung überstehen. An einer unbetäubten Wurzel zu
operieren ist nicht möglich. Du hattest sicher schon mit der
Betäubung genug Schmerzen.

Jou, in der Tat…nur war das nicht meine erste Wurzelbehandlung.
Es wurde auch nicht an der Wurzel operiert, sondern nur der Kanal geöffnet und gereinigt, um dort dann ein entzündungshemmendes Mittel einzusetzen.
Ich weiß einfach, wieviel Betäubungsmittel mir gut tut…das gestern tat mir nicht mehr gut…

Gruß,
Vanessa

Das ist jetzt wirklich ein anderes Thema…ich lasse mir
keinen Bären aufbinden, ich habe Augen…mein Vater schiebt
des Öfteren Dienste, die über deine 48 h hinausgehen…das ist
m.E. kriminell. Und als Chirurg in einer Unfallklinik hast du
u.U. nicht viel Pause zwischendurch, weil du kannst ja
niemanden verrecken lassen…und genügend Personal gibt es
nicht, das ist Fakt.

Kommt drauf an. Wenn man zwischenzeitlich genug schläft, geht das schon. Ist ja egal ob man das daheim tut oder in der Klinik. Letzteres gilt aber leider nicht als Arbeitszeit, ersteres im Zuge der Entscheidung des europäischen Gerichtshofes schon ($$$). Ich für meinen Teil kam nur deshalb auf 48 h, weil mein Team mir genug Schlafzeit zugestanden hat *g* und am nächsten Tag oft ein Attending (Oberarzt) kam, der mich ziemlich viel machen ließ…

Oliver

Ok Oliver, unsere Meinungen klaffen hier auseinander.
Ich muß mal in erster Linie die Verantwortung für mich
übernehmen, wenn ich das kann, dann kann ich mich anderen
widmen…aber nicht im Sinne von aufpassen oder
schützen…außer natürlich kleine Kinder.

Klar, man *muß* schon die Verantwortung für sich übernehmen, die Frage ist doch aber, ob man das *kann*. Und ich glaube diesen Punkt hast Du sehr wohl verstanden. Es gibt nun mal Leute, die können das nicht. Und auch Du verstehst die Beipackzettel nicht vollständig. Wie willst Du da Verantwortung übernehmen?
Für kleine Kinder gilt das anscheinend nicht. Bei welchem Alter würdest Du die Grenze ziehen?

Ich weiß einfach, wieviel Betäubungsmittel mir gut tut…das
gestern tat mir nicht mehr gut…

Ich habe jetzt scho öfters von Dir gehört, daß Du sehr genau weißt, wie Dein Körper auf was reagiert. Dafür bewundere ich Dich. Ich kann das zum Beispiel nicht. Bei meiner neulichen Wurzelbehandlung wurde es mir auch schwummerig, ich weiß nun bloß nicht, ob es das Lokalanästhetikum war, bakterielle Antigenfreischwemmung aus dem Wurzelkanal, oder ob es einfach von der Psyche her kam.
Wie hälst Du denn das alles auseinander?
So etwas ist allgemein sehr schwierig. Beispiel Reye-Syndrom: Man weiß bis heute nicht, ob es vo Aspirin kommt oder von der viralen Infektion, wegen der Aspirin eingenommen wurde. Trotz vieler Studien mit vielen Patienten.

Oliver

Es gibt auch Dinge, die stehen auf dem Beipackzettel einfach
nicht drauf: Bei Paracetamol ist (als Beispiel) nichts von
„primäre biliäre Zirrhose“ als Kontraindikation zu lesen, weil
wohl in den Studien zufällig kein Patient eine solche hatte.
Schätze mal, ganz mündig, ab: Was passiert wenn man dieses
Mittel bei PBC nimmt? Hast Du vielleicht eine solche? Wie
würdest Du es merken?

Ich habe ehrlich keine Ahnung, wovon du sprichst *g*…war
bisher nicht mein Thema…

Doch, es war sehr wohl Dein Thema: Nämlich dort, wo Du Metamizol (nicht: Paracetamol, entschuldigung) eingenommen hast. Es war ein fehlendes Stück Wissen, was Dich vom Erreichen der Mündigkeit getrennt hat. Nochmals: der Körper ist immer als ganzes betroffen. Siehe oben: Bei Zahnschmerzen kommt plötzlich die Leberkrankheit PBC ins Spiel. Inselwissen vermittelt falsche Sicherheit!

Ich bin recht verwundert darüber, daß Du so viele schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht hast. Siehst Du womöglich die Sache zu eng, bist Du überversorgt mit sich einander widersprechenden Meinungen aus Deiner Verwandtschaft? Ein fundiertes Eigenurteil zu bilden ist einem nur nach jehrelangem Studium möglich, Du stehst also hilflos in einem Wald aus Meinungen und weißt nicht, welche Du glauben sollst? So klingt es für mich irgendwie.

Valium kann laut neuster Literatur bei Manie indiziert sein, wenn es der erste Schub war und man kein Rezidiv erwartet. Dies zum Wohle des Patienten, die Alternativen sind recht toxisch.
Steroide im kurzem Schub haben keine Gelegenheit, Nebenwirkungen zu entwickeln. Was auch immer Du gespürt haben solltest, es kann nicht das Kortison gewesen sein. Vielleicht eher Ausdruck der Grundkrankeit?
Das mit Deiner offensichtlichen Dauerschädigung durch Fehlverordnung habe ich noch nicht ganz verstanden. Hierzu nur soviel: Metamizol bei PBC eingenommen führt oft zu einer Dauerschädigung. Und Du nimmst es trotzdem, in der Überzeugung, Du könntest es abschätzen. Du weißt aber nicht einmal, was PBC überhaupt ist. Wie willst Du denn nun eigentverantwortlich entscheiden, was gut für Dich ist und was nicht? Das ist der ganze Punkt!

Oliver

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Hi Bettina

Dein ethisches Verständnis in Ehren, aber Du hast von BTM gesprochen, also Betäubungsmitteln, dazu gehören Morphium, Polamidon usw, die, wie Du ja sicher weißt, von Drogensüchtigen benutzt werden.
Ich finde es nicht besonders ethisch, das hier in einem öffentlichen Forum, in dem jeder mitlesen kann, auch Kinder und Jugendliche, als selbstbestimmten Weg für mündige Bürger vorzustellen, sich so etwas im Internet zu besorgen.
Wozu brauchst Du denn Betäubungsmittel?
Du studierst doch Psychologie *wunder*
Gruß
Rainer

BTMG!

Hi Bettina

Dein ethisches Verständnis in Ehren, aber Du hast von BTM…

Lieber Rainer,

Ich vergaß -leider- das „G“ hinter meinem BTM. Ich meine das BetäubungsmittelGESETZ!!! Das war natürlich bei der Heikelkeit des Themas ein grober Fehler. Sorry for that!

Unter das BTMG fällt aber z.B. „Tramal“, welches ich schon oft (!!!) verschrieben bekommen habe. Oft verkannt, das es ein sehr effektives Schmerzmittel ist, daß seit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht das „furchtbare“ angsteinflößende Abhängigkeitspotential hat, wie angenommen.

http://www.medizinfo.com/schmerz/thopioide.htm

Und schon gar nicht, wenn man einen intelligenten Umgang damit „pflegt“. Außerdem, wer sagt Dir denn -außer mir in obigen Postings- wie ich bei welcher Art von Schmerzen und bei welcher Stärke von subjektivem Schmerzempfinden und mit welchen Infos- so etwas einnehme - oder nicht? Ich schrieb, daß ich meine EX- und Wehwehchen hier NICHT beschreiben werde.

Das hättest Du alles wirklich aus dem was ich sonst zu dem Thema geschrieben habe, entnehmen können.

…Drogensüchtigen benutzt werden.

Ich verweise Dich hiermit ausdrücklich auf Vanessas Postings zu diesem Thema. Sie beschreibt alles so, wie ich es auch sehe. Genauso. Ich werde keine Kopiepostings starten.

Ich finde es nicht besonders ethisch, das hier in einem
öffentlichen Forum, in dem jeder mitlesen kann, auch Kinder
und Jugendliche, als selbstbstimmten Weg für mündige Bürger
vorzustellen, sich so etwas im Internet zu besorgen.

Rainer, es tut mir Leid, aber Du hast mich vollkommen mißverstanden. Und Außerdem habe ich weder etwas „vorgestellt“ noch habe ich geschrieben wo und was ich evtl. „besorge“. Paß auf, im nächsten Postings stellst Du mich dann schon als „Süchtige“ oder „Dealerin“ dar. *schüttelkopf*. Aber Du mußt ja wissen, was Du tust!!!

Du studierst doch Psychologie *wunder*

Jetzt presst Du mich auch noch in eine Schublade ob des Sudiumthemas, das ich gewählt habe. Wir hatten das irgendwo schonmal: Gerade ich mache immer sehr klar, daß ich nur -ausschließlich- von mir rede, wenn ich Dinge deutlich mache. Und wenn ich für „Bürgermündigkeit“ bin, dann bin ich Mensch und nicht Studentin der Psy. Dazu stehe ich ebenfalls. Sonst hätte ich keine Vika in der Form angelegt.

Und meine Menschenkenntnis scheint Dir auch noch nicht klar zu sein. Muß sie auch nicht. Mir ist auch klar, daß ich durch meine Offenheit besonders angreifbar bin. Das ist mir jedoch egal. Denn die Rückmeldungen sind zu 95% positiv.

Ich möchte Dich auch noch darauf aufmerksam machen, daß ich VOR Dir das Posting mit dem Urteil zu Doc Morris hier gesetzt hatte und mit Absicht EXPLIZIT nicht den Namen der Internetapotheke genannt habe. Ich habe gar keine genannt und auch keinen Weg vorgestellt. Und sogar in diesem meinem ersten Posting geschrieben, daß ich keine Namen nennen werde usw.

Ich möchte mich dazu nicht mehr äußern. Sicher hast Du die „Macht“, meine Postings zu löschen. Dann tue das, wenn Du magst. Aber die Leute, die meine Postings verfolgen, kennen meine Charakterstruktur, meine Menschenliebe und mein Verständnis von Ethik.

Herzliche Grüße von Bettina

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Guten Morgen, Oliver :wink:

Klar, man *muß* schon die Verantwortung für sich übernehmen,
die Frage ist doch aber, ob man das *kann*. Und ich glaube
diesen Punkt hast Du sehr wohl verstanden.

Ja, ich habe ihn schon verstanden…du auch ?

Es gibt nun mal
Leute, die können das nicht.

Aber Oliver, sollen diese Menschen sich den ewig hinter dem „ich kann das nicht“ verstecken ?
Nein, sie müssen es lernen, sie müssen lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen…und wenn sie dafür erst einmal hinfallen mußten…sie stehen dann wieder auf und fallen evtl. nochmal…erst dann, wenn ein Mensch merkt, er möchte nicht mehr fallen, kann man ihm helfen…aber noch einmal : Man kan ihn nicht beschützen !

Und auch Du verstehst die
Beipackzettel nicht vollständig. Wie willst Du da
Verantwortung übernehmen?

Nein, ich verstehe sie nicht richtig…da ich aber nun nicht die verschiedensten Medikamente nehme sondern eben nur gewisse, habe ich mich auseinandergesetzt. Ich frage…
…aber ich wiederhole mich.
In dem Moment, wo der Arzt mir ein Medikament verschreibt, hat er erstmal die Verantwortung…in dem Moment, in dem ich sie online bestelle, habe ich sie…ganz klar.

Für kleine Kinder gilt das anscheinend nicht. Bei welchem
Alter würdest Du die Grenze ziehen?

Das ist eine sehr schwierige Frage…kann ich nicht so pauschal beantworten.
Ich denke mal, grob gesehen, würde ich die Grenze bei der Volljährigkeit ziehen…

Ich weiß einfach, wieviel Betäubungsmittel mir gut tut…das
gestern tat mir nicht mehr gut…

Ich habe jetzt scho öfters von Dir gehört, daß Du sehr genau
weißt, wie Dein Körper auf was reagiert. Dafür bewundere ich
Dich. Ich kann das zum Beispiel nicht. Bei meiner neulichen
Wurzelbehandlung wurde es mir auch schwummerig, ich weiß nun
bloß nicht, ob es das Lokalanästhetikum war, bakterielle
Antigenfreischwemmung aus dem Wurzelkanal, oder ob es einfach
von der Psyche her kam.
Wie hälst Du denn das alles auseinander?

Vielleicht, weil ich es eben nicht aus schulmedizinischer Sicht sehe sondern nur mein Gefühl wahrnehme ?!
Wenn ich mich auf den Weg zum Zahnarzt mache, habe ich, wenn etwas größeres ansteht, schon ein bißchen Panik…diese Panik legt sich, wenn ich dort bin, denn dann weiß ich einfach, dass es jetzt nur noch eine Frage der zeit ist, bis alles vorbei ist…und ich weiß, dass es verdammt notwendig ist.
Auf dem Stuhl bin ich dann ziemlich entspannt, denn nun geht es los…was mich unruhig werden läßt ist das Warten, nicht das Tun.
Ich habe wirklich schon einige nicht gerade angenehme Sitzungen hinter mir und weiß, dass dieses Betäubungsmittel für mich nicht gut ist, weil es mir immer nach einer solchen so geht, mal stärker ausgeprägt, mal weniger.
Werde ich allerdings ganz ohne Betäubung behandelt, bin ich zwar erstmal noch ein wenig ängstlicher, aber ich haben weder Herzrasen, Kreislaufprobleme noch Schweißausbrüche…
…daher weiß ich das also :wink:

Gruß und einen schönen Tag,
Vanessa

Es gibt auch Dinge, die stehen auf dem Beipackzettel einfach
nicht drauf: Bei Paracetamol ist (als Beispiel) nichts von
„primäre biliäre Zirrhose“ als Kontraindikation zu lesen, weil
wohl in den Studien zufällig kein Patient eine solche hatte.
Schätze mal, ganz mündig, ab: Was passiert wenn man dieses
Mittel bei PBC nimmt? Hast Du vielleicht eine solche? Wie
würdest Du es merken?

Ich habe ehrlich keine Ahnung, wovon du sprichst *g*…war
bisher nicht mein Thema…

Doch, es war sehr wohl Dein Thema: Nämlich dort, wo Du
Metamizol (nicht: Paracetamol, entschuldigung) eingenommen
hast.

Wann habe ich das denn eingenommen ?
Ich habe kein Novalgin genommen…oder was ist Metamizol noch ?
Das ich Paracetamol bekam, ist schon ewig her…da war noch nichts von einer gewissen Überempfindlichkeit bekannt.

Es war ein fehlendes Stück Wissen, was Dich vom
Erreichen der Mündigkeit getrennt hat.

Welch Blödsinn…nochmal : Wenn ich ein Medikament online bestelle, dann sicher nur eines, das ich genau kenne !
Niemals würde ich ein Medikament bestellen, dass vielleicht eventuell irgendwie irgendwann helfen würde…niemals !

Nochmals: der Körper
ist immer als ganzes betroffen. Siehe oben: Bei Zahnschmerzen
kommt plötzlich die Leberkrankheit PBC ins Spiel. Inselwissen
vermittelt falsche Sicherheit!

Ja und nun ?
Ich wollte gegen die Schmerzen Tramal nehmen, obgleich ich mir bewußt bin der Tatsache, wie stark dieses Mittel ist, dass es zu den Opioden gehört und das das Abhängigkeitspotential nicht zu unterschätzen ist.
Und nun sag bitte nicht, Tramal wäre unwirksam bei Zahnschmerzen…mag sein, dass du empfindest, es ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen…ich sehe das ähnlich…ich würde dieses Mittel auch niemals aus der Hand geben…aber ich gestehe mir einfach zu, es bei akuten starken Schmerzen, die mit einer gewissen Anspannung einhergehen, zu nehmen…2-3x im Jahr.

Ich bin recht verwundert darüber, daß Du so viele schlechte
Erfahrungen mit Ärzten gemacht hast. Siehst Du womöglich die
Sache zu eng, bist Du überversorgt mit sich einander
widersprechenden Meinungen aus Deiner Verwandtschaft?

Nein, ich denke nicht, denn meine Leute haben eher ein ziemlich ähnliches Bild…sicher wird kontrovers dikutiert, aber das ist auch gut so, sie bekommen permanent neue Anstöße und lernen auch voneinander.

Ein
fundiertes Eigenurteil zu bilden ist einem nur nach
jehrelangem Studium möglich, Du stehst also hilflos in einem
Wald aus Meinungen und weißt nicht, welche Du glauben sollst?
So klingt es für mich irgendwie.

Ja ? Warum ?
Es ist nicht so, wie du es darstellst, zum Glück nicht.
Aber mal ganz abgesehen davon gibt es für mich eh nur einen Menschen aus dieser Familie, mit dem ich im Zweifelsfall spreche bzw. dessen Meinung ich gut annehmen kann, und das ist meine Mutter…sie hat nämlich allen anderen eines voraus … sie sieht neben der medizinischen auch noch die psychische Seite.
Sie macht ihren Job seit 20 Jahren und hat sicher viel Routine, aber eben viel Erfahrung…nicht nur in der organischen, sondern eben auch in der psychiatrischen Medizin.
Das ist sehr sehr hilfreich. Sie weiß also eben z.B., dass Zahnschmerzen etwas sind, die verstärkt werden durch Angst, Anspannung…und so ist es bei vielen anderen Krankheiten auch. Leider lassen zuviele „normale“ Mediziner diesen Aspekt etwas außen vor, schlicht, weil ihnen oft die Zusammenhänge fehlen.

Valium kann laut neuster Literatur bei Manie indiziert sein,
wenn es der erste Schub war und man kein Rezidiv erwartet.
Dies zum Wohle des Patienten, die Alternativen sind recht
toxisch.

Meine Güte…ich sprach von einem Hausarzt, der es nicht blickt, dass sein Patient überhaupt manisch depressiv ist…und das über Wochen oder Monate.
Eine reine Valium-Behandlung wäre hier sicher nicht angebracht…aber das weißt du.

Steroide im kurzem Schub haben keine Gelegenheit,
Nebenwirkungen zu entwickeln. Was auch immer Du gespürt haben
solltest, es kann nicht das Kortison gewesen sein. Vielleicht
eher Ausdruck der Grundkrankeit?

Ich habe eigentlich nicht so große Lust, hier meine Krankheiten zu diskutieren, aber das Kortison habe ich seinerzeit gegen Psoriasis bekommen…mit Nebenwirkungen meinte ich das Aufschwemmen, das Bindegewebe…diese Kortisongabe war so unnötig wie irgendetwas ! Vor allem wurde es danach nicht besser…nun hatte ich also neben der Psoriasis auch noch andere Probleme, unnötige.

Das mit Deiner offensichtlichen Dauerschädigung durch
Fehlverordnung habe ich noch nicht ganz verstanden.

Mußt du auch nicht…wie gesagt, ich möchte hier nicht alles breittreten.

Hierzu nur
soviel: Metamizol bei PBC eingenommen führt oft zu einer
Dauerschädigung. Und Du nimmst es trotzdem, in der
Überzeugung, Du könntest es abschätzen. Du weißt aber nicht
einmal, was PBC überhaupt ist. Wie willst Du denn nun
eigentverantwortlich entscheiden, was gut für Dich ist und was
nicht? Das ist der ganze Punkt!

Ich verstehe dich ehrlich gesagt nicht mehr…ich habe weder Paracetamol noch Novalgin oder ähnliches genommen…was meinst du denn jetzt ?

Gruß,
Vanessa

Hi Bettina

Unter das BTMG fällt aber z.B. „Tramal“, welches ich schon oft
(!!!) verschrieben bekommen habe.

Nein, stimmt nicht, Tramal ist eindeutig kein Betäubungsmittel.
Du bist nicht böse, wenn ich Deine „Sachkenntnis“ etwas anzweifle?
Solche Dinge sollte man nur schreiben, wenn man weiß, wovon man spricht.

Gruß
Rainer