Online - Medikamente bestellen

Hallo Rainer,

komisch, ich habe Deine Postings genauso verstanden wie der Rainer…

Ich vergaß -leider- das „G“ hinter meinem BTM. Ich meine das
BetäubungsmittelGESETZ!!! Das war natürlich bei der Heikelkeit
des Themas ein grober Fehler. Sorry for that!

Du hast *schon* explizit gesagt, daß Du Dir Medikamente besorgst, die im Gesetz den Drogen gleichgestellt werden:
„Wie gesagt, ich bestelle mir schon seit längerem Medis aus dem Net. Dazu gehören auch solche, die unter das BTM fallen oder/und rezeptflichtige Medis.“
Ist schon mutig. Damit kann jetzt ein jeder, der das liest, zum Staatsanwalt gehen, sofern er Dich nicht leiden können sollte :wink:

Oliver

Das ist jetzt wirklich ein anderes Thema…ich lasse mir
keinen Bären aufbinden, ich habe Augen…mein Vater schiebt
des Öfteren Dienste, die über deine 48 h hinausgehen…das ist
m.E. kriminell. Und als Chirurg in einer Unfallklinik hast du
u.U. nicht viel Pause zwischendurch, weil du kannst ja
niemanden verrecken lassen…und genügend Personal gibt es
nicht, das ist Fakt.

Kommt drauf an. Wenn man zwischenzeitlich genug schläft, geht
das schon.

Ok Oliver, dann werde du erst einmal 55 und operiere seit 30 Jahren…bin gespannt, ob das dann immer noch geht.

Vor allem ist ja der Witz, das viele eben nicht genug Schlaf bekommen…oder warum schlafen sie mitten während eines Patientengesprächs ein *g* ?

Ist ja egal ob man das daheim tut oder in der
Klinik.

Das ist eben nicht egal…der Unterschied ist nämlich u.a. der, das du zuhause ruhiger schlafen kannst…und sicher ist die Erholung im eigenen Bett besser als in irgendeiner Klinik im Ärztezimmer…
Eigentlich solltest du als Arzt das auch wissen.

Letzteres gilt aber leider nicht als Arbeitszeit,
ersteres im Zuge der Entscheidung des europäischen
Gerichtshofes schon ($$$). Ich für meinen Teil kam nur deshalb
auf 48 h, weil mein Team mir genug Schlafzeit zugestanden hat
*g* und am nächsten Tag oft ein Attending (Oberarzt) kam, der
mich ziemlich viel machen ließ…

Ich hoffe und wünsche mir und allen anderen Menschen, dass es in vielen Krankenhäusern so zugeht…nur leider scheint gerade derzeit die Situation eine andere zu sein.

Gruß,
Vanessa

Morgen Vanessa,

Klar, man *muß* schon die Verantwortung für sich übernehmen,
die Frage ist doch aber, ob man das *kann*. Und ich glaube
diesen Punkt hast Du sehr wohl verstanden.

Ja, ich habe ihn schon verstanden…du auch ?

Natürlich. Dieser Punkt ist ja von mir. Dann muß ich ihn ja wohl verstanden haben.

Nein, sie müssen es lernen, sie müssen lernen, Verantwortung
für sich zu übernehmen…und wenn sie dafür erst einmal
hinfallen mußten…sie stehen dann wieder auf und fallen evtl.
nochmal…erst dann, wenn ein Mensch merkt, er möchte nicht
mehr fallen, kann man ihm helfen…aber noch einmal : Man kan
ihn nicht beschützen !

Sag das mal einer jungen Frau mit Eierstockkrebs und reaktiver Depression. Die will gar nichts nehmen. Oder einem bipolaren Psychotiker in seiner manischen Phase. Der kübelt alles in sich rein. Oder einer älteren Dame mit Alzheimer: Die weiß gar nicht mehr, daß sie Medikamente nehmen sollte.
Jetzt muß ich Dir das schreiben, was Du offensichtlich auf mich projiziiert hattest: Du bist sehr idealistisch. Du hättest es gerne, wenn alle Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte wären und selbst entscheiden könnten, was gut für sie wäre. Nur können das viele Kranke, vorübergehend oder dauerhaft, nicht! Und es ist nicht die Minderheit, wie Du jetzt vielleicht denkst. Schließlich sind es gerade die Kranken, die Medikamente einnehmen.

In dem Moment, wo der Arzt mir ein Medikament verschreibt, hat
er erstmal die Verantwortung…in dem Moment, in dem ich sie
online bestelle, habe ich sie…ganz klar.

Damit bist Du nicht auf meinen Punkt eingegangen: Der war nämlich, daß Du selbst als Kranke im Vollbesitz Deiner geistigen Kräfte mangels kompletten Verständnis der z.T. nicht mal auf dem Beipackzettel vermerkten NW keine Verantwortung übernehmen kannst.
Vergleich: Du wirst in ein Flugzeug gesetzt. Und glaubst auch noch, Du könnest die Sache beherrschen. Du kennst zwar die Steuerorgane, aber nicht die Landeklappen. Wenn deswegen was passiert, ist derjenige dran, der Dich ans Steuer gelassen hat. Mangels Flugschein konnest Du ja gar nichts von der Existenz der Landeklappen wissen.
Es ist sinnvoll so, denn es verhindert Unfälle.

Für kleine Kinder gilt das anscheinend nicht. Bei welchem
Alter würdest Du die Grenze ziehen?

Das ist eine sehr schwierige Frage…kann ich nicht so
pauschal beantworten.
Ich denke mal, grob gesehen, würde ich die Grenze bei der
Volljährigkeit ziehen…

Ich sehe nicht immer einen prinzipiellen Unterschied zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. Viele Erwachsene verhalten sich manchmal dümmer wie ein Kind. Wir beide bestimmt auch manchmal.

Werde ich allerdings ganz ohne Betäubung behandelt, bin ich
zwar erstmal noch ein wenig ängstlicher, aber ich haben weder
Herzrasen, Kreislaufprobleme noch Schweißausbrüche…
…daher weiß ich das also :wink:

Wirklich *wissen* könntest Du es nur dann, wenn man einige Betäubungsmittelinjektionen simuliert (mittels Kochsalz) und weder Arzt noch Patient bescheid wüßten. Das ist ja auch der Sinn der ganzen Doppelblindstudien. Ich zweifle ein wenig dran, und zwar deshalb, weil es ein wenig dauert, bis das Anästhetikum aus dem Zahnfleisch ins Kapillarbett und in den systemschen Kreislauf geschwemmt wird. So gesehen dürften Systemzeichen erst dann eintreten, wenn Du wieder Daheim bist und die Wirkung nachläßt.
Sag nicht „ich weiß das halt, das ich drauf reagiere“. Gefühl hat seinen Platz, aber hier gehts dann schon um Beweise. Schließlich ist das eine wichtige Frage, da Du Deinen nächsten Eingriff nicht ohne Betäubung erleben willst :wink:

Oliver

Hallo Rainer,

Unter das BTMG fällt aber z.B. „Tramal“, welches ich schon oft
(!!!) verschrieben bekommen habe.

Nein, stimmt nicht, Tramal ist eindeutig kein
Betäubungsmittel.
Du bist nicht böse, wenn ich Deine „Sachkenntnis“ etwas
anzweifle?

Da Tramal ein Opiod ist, kann es schon mal sein, dass man es falsch versteht, zumal ja die Hysterie auch schnell groß ist.
Der Unterschied zwischen Opiod und Opiat wird scheinbar auch von vielen Fachleuten nicht so präzise auseinandergehalten.

Solche Dinge sollte man nur schreiben, wenn man weiß, wovon
man spricht.

Ja, das kann ich dir auch nur wärmstens empfeheln…wenn du von Süchtigen sprichst, habe ich nicht das Gefühl, das deine Kenntnis groß darüber hinausgeht, als dass du sie am Bahnhof, vor deiner Theke gesehen und in diversen Artikeln verschiedenster Literatur dazu gelesen hast…oder irre ich mich ???

Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

Wann habe ich das denn eingenommen ?
Ich habe kein Novalgin genommen…oder was ist Metamizol noch
?

Du wirst ja wohl das Tramal nicht ohne Novalgin genoimmen haben. Das wäre ja eher sinnlos. Codein wäre für diesen Fall die bessere Alternative gewesen.

Es war ein fehlendes Stück Wissen, was Dich vom
Erreichen der Mündigkeit getrennt hat.

Welch Blödsinn…nochmal : Wenn ich ein Medikament online
bestelle, dann sicher nur eines, das ich genau kenne !
Niemals würde ich ein Medikament bestellen, dass vielleicht
eventuell irgendwie irgendwann helfen würde…niemals !

Entschuldigung:
AAAAAHHHH!
Wenn Du PBC nicht kennst, so kannst Du die mögliche Wirkung des Medikaments auf PBC ebenfalls nicht kennen. Es steht weder im Beipackzettel noch in irgendeiner Literatur. Stattdessen mußt Du wissen, daß es diese Krankheit gibt, wissen, was sie in der Leber anstellt, dann mußt Du wissen was das Medikament in der Leber anstellt, und dann mußt Du beide Punkte logisch verknüpfen, um die gemeinsame Wirkung vorherzusagen.
OHNE KENNTNIS DER PBC GEHT DAS NICHT!
Dieses „soft knowledge“ kannst Du nur haben, wenn Du Dich jahrelang mit der Materie beschäftigt hast. Glaube mir - ich habe früher genauso gadacht wie Du, kenne nun aber den vorher-nachher-unterschied.

Ich habe mit PBC und Metamizol ein völlig willkürliches Beispiel herausgegriffen. Es gibt noch zehntausend andere. Auch fürs Novalgin.

Es ist nicht so, wie du es darstellst, zum Glück nicht.
Aber mal ganz abgesehen davon gibt es für mich eh nur einen
Menschen aus dieser Familie, mit dem ich im Zweifelsfall
spreche bzw. dessen Meinung ich gut annehmen kann, und das ist
meine Mutter…sie hat nämlich allen anderen eines voraus …
sie sieht neben der medizinischen auch noch die psychische
Seite.

Deine Mutter würde mir sicher zustimmen, wenn ich sage, daß man sowohl Herz (Psychologie) und Verstand (rationale Therapie) gleichermaßen gezielt einsetzen muß. In der Diskussion über freie Medikamenteneinnahme ist meineserachtens der Verstand gefragt. Bei der Betreuung von Problempatienten mit unklaren Beschwerden eher die Psyche.

Meine Güte…ich sprach von einem Hausarzt, der es nicht
blickt, dass sein Patient überhaupt manisch depressiv
ist…und das über Wochen oder Monate.
Eine reine Valium-Behandlung wäre hier sicher nicht
angebracht…aber das weißt du.

Soll ich mich nochmal wiederholen? Laux et al. schreiben, daß der erste Schub mit Benzos behandelt werden kann/sogar soll. Der Arzt hat wohl deshalb keine Differentialdiagnose erstellt, weil alle denkbaren Diagnosen in die gleicht Therapie gemündet wären. Weitere Diagnostik hätte also keine therapeutichen Konsequenzen gehabt und war damit nicht durchzuführen, zum Schutze des Patienten. Vertehst Du diesen Punkt?
Das sind Dinge, die Du Dir offensichtlich noch nie durchüberlegt hast. Sonst würdest Du hier anders schreiben.

Oliver

Hallo Bettina :smile:)

Ich vergaß -leider- das „G“ hinter meinem BTM. Ich meine das
BetäubungsmittelGESETZ!!! Das war natürlich bei der Heikelkeit
des Themas ein grober Fehler. Sorry for that!

Das darf dir aber nicht passieren…wo kämen wir denn da hin *lol*

Unter das BTMG fällt aber z.B. „Tramal“, welches ich schon oft
(!!!) verschrieben bekommen habe. Oft verkannt, das es ein
sehr effektives Schmerzmittel ist, daß seit neueren
wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht das „furchtbare“
angsteinflößende Abhängigkeitspotential hat, wie angenommen.

http://www.medizinfo.com/schmerz/thopioide.htm

Tramal ist ein Opiod , also nur ein dem Opium ähnlicher Stoff, ist also von daher kein BTM und fällt somit auch nicht unter das BTMG.
Aber ich kann dich beruhigen…viele Mediziner scheinen sich hier immer wieder sehr unklar auszudrücken…und da die Hsyterie schnell groß ist, wenn das Wort Opium, Opiat oder Opiode fällt, meinen wirklich viele Menschen, es sei ein BTM…auch Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten…du wirst in den Medien auf die unterschiedlichsten Definitionen treffen…es ist also in der Tat verwirrend :wink:

Ich finde es nicht besonders ethisch, das hier in einem
öffentlichen Forum, in dem jeder mitlesen kann, auch Kinder
und Jugendliche, als selbstbstimmten Weg für mündige Bürger
vorzustellen, sich so etwas im Internet zu besorgen.

Rainer, es tut mir Leid, aber Du hast mich vollkommen
mißverstanden. Und Außerdem habe ich weder etwas „vorgestellt“
noch habe ich geschrieben wo und was ich evtl. „besorge“. Paß
auf, im nächsten Postings stellst Du mich dann schon als
„Süchtige“ oder „Dealerin“ dar. *schüttelkopf*. Aber Du mußt
ja wissen, was Du tust!!!

Das ist oft ein Problem, wenn man eben nur seine Sicht der Dinge hat und nicht bereit ist, zu sehen, was wirklich los ist…bei aller Liebe, mir kommt es manchmal so vor, als wäre es beinah vertane Zeit, über Süchte mit Menschen zu sprechen, die diese nur aus Büchern oder vom Bahnhof kennen…

Du studierst doch Psychologie *wunder*

Jetzt presst Du mich auch noch in eine Schublade ob des
Sudiumthemas, das ich gewählt habe. Wir hatten das irgendwo
schonmal: Gerade ich mache immer sehr klar, daß ich nur
-ausschließlich- von mir rede, wenn ich Dinge deutlich mache.
Und wenn ich für „Bürgermündigkeit“ bin, dann bin ich Mensch
und nicht Studentin der Psy. Dazu stehe ich ebenfalls. Sonst
hätte ich keine Vika in der Form angelegt.

…reg dich nicht auf, Bettina…gewissen Leute wissen sicher über pharmazeutische Produkte mehr als du…aber du, du studierst das Leben und setzt dich darüber hinaus noch mit diesen Produkten auseinander…Hut ab !

Und meine Menschenkenntnis scheint Dir auch noch nicht klar zu
sein. Muß sie auch nicht. Mir ist auch klar, daß ich durch
meine Offenheit besonders angreifbar bin. Das ist mir jedoch
egal. Denn die Rückmeldungen sind zu 95% positiv.

Und gleich nochmal Hut ab :wink:
Wegen deines Hinterfragens, in-Frage-Stellens und deiner sehr klaren, offenen Haltung wirst du immer wieder auf Unverständnis stoßen…na und ?
Wichtig ist doch, dass du dir selber treu bleibst, dazulernen möchtest und offen bist !

Ich möchte Dich auch noch darauf aufmerksam machen, daß ich
VOR Dir das Posting mit dem Urteil zu Doc Morris hier gesetzt
hatte und mit Absicht EXPLIZIT nicht den Namen der
Internetapotheke genannt habe. Ich habe gar keine genannt und
auch keinen Weg vorgestellt. Und sogar in diesem meinem ersten
Posting geschrieben, daß ich keine Namen nennen werde usw.

Das fiel mir allerdings auch auf, als ich obige Aussage las…tja, Wunder…geschehen immer wieder :wink:

Ich möchte mich dazu nicht mehr äußern. Sicher hast Du die
„Macht“, meine Postings zu löschen. Dann tue das, wenn Du
magst. Aber die Leute, die meine Postings verfolgen, kennen
meine Charakterstruktur, meine Menschenliebe und mein
Verständnis von Ethik.

Leider leider können immer noch zu viele Menschen damit so gar nicht umgehen…schade für sie.

Ganz liebe Grüße und dir einen schönen Tag,
Vanessa :o)

1 „Gefällt mir“

Hallo nochmal :wink:

Ich vergaß -leider- das „G“ hinter meinem BTM. Ich meine das
BetäubungsmittelGESETZ!!! Das war natürlich bei der Heikelkeit
des Themas ein grober Fehler. Sorry for that!

Du hast *schon* explizit gesagt, daß Du Dir Medikamente
besorgst, die im Gesetz den Drogen gleichgestellt werden:
„Wie gesagt, ich bestelle mir schon seit längerem Medis aus
dem Net. Dazu gehören auch solche, die unter das BTM fallen
oder/und rezeptflichtige Medis.“
Ist schon mutig. Damit kann jetzt ein jeder, der das liest,
zum Staatsanwalt gehen, sofern er Dich nicht leiden können
sollte :wink:

Also, erstens fällt Tramal nicht unter das BTMG…und zweitens kann jeder zum Staatsanwalt rennen, wenn er nichts besseres zu tun hat, die Frage ist nur, in wie weit sich das alles beweisen läßt ?!
Wenn ich hier jetzt schreibe, ich hätte gestern jemanden umgebracht, werde ich sicher nicht gleich verhaftet und des Mordes angeklagt.
Denn theoretisch könnte sich jeder mit meinem Namen hier anmelden und dann alles mögliche schreiben…also mach dir mal um Bettina keine Sorgen :wink:…ich bin überzeugt, sie weiß verdammt gut, was sie tut, sagt und schreibt !

Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

Es geht wohl nicht um Tramal im speziellen (?), sondern sie hat von BTM allgemein gesprochen.
eine Freundin von mir ist Staatsanwältin und hat in einem ganz ähnlichen Fall jemanden vor einigen Wochen verknackt. Er hat im Bekanntenkreis geprahlt, er habe sich das Zeug im Net besorgt. Hausdurchsuchung, Sicherstellung, Vorstrafe. So schnell gehts.

Oliver

Ok Oliver, dann werde du erst einmal 55 und operiere seit 30
Jahren…bin gespannt, ob das dann immer noch geht.

Natürlich geht das. Wenn man es so will.

Vor allem ist ja der Witz, das viele eben nicht genug Schlaf
bekommen…oder warum schlafen sie mitten während eines
Patientengesprächs ein *g* ?

Na. Du verbereitest hier aber immer so medizinische Schauermärchen :wink:)

Das ist eben nicht egal…der Unterschied ist nämlich u.a.
der, das du zuhause ruhiger schlafen kannst…und sicher ist
die Erholung im eigenen Bett besser als in irgendeiner Klinik
im Ärztezimmer…

Ich habe neulich in der Klinik geschlafen weil Daheim vor der Haustür Party war. Da muß man sich ein wenig an Riemen reißen, im Arztzimmer geht das genausogut. Man soll ja keine Naherholung beteiben, sondern eben nur ratzen *g*

Ich hoffe und wünsche mir und allen anderen Menschen, dass es
in vielen Krankenhäusern so zugeht…nur leider scheint gerade
derzeit die Situation eine andere zu sein.

Man muß halt ans richtige Haus. Dann geht das schon.

Oliver

Morgen Vanessa,

Klar, man *muß* schon die Verantwortung für sich übernehmen,
die Frage ist doch aber, ob man das *kann*. Und ich glaube
diesen Punkt hast Du sehr wohl verstanden.

Ja, ich habe ihn schon verstanden…du auch ?

Natürlich. Dieser Punkt ist ja von mir. Dann muß ich ihn ja
wohl verstanden haben.

Nun ja, wir verstehen scheinbar etwas anderes unter Verantwortung für sich selbst und beschützen.

Nein, sie müssen es lernen, sie müssen lernen, Verantwortung
für sich zu übernehmen…und wenn sie dafür erst einmal
hinfallen mußten…sie stehen dann wieder auf und fallen evtl.
nochmal…erst dann, wenn ein Mensch merkt, er möchte nicht
mehr fallen, kann man ihm helfen…aber noch einmal : Man kan
ihn nicht beschützen !

Sag das mal einer jungen Frau mit Eierstockkrebs und reaktiver
Depression. Die will gar nichts nehmen.

Dann wird sie wohl auch keine Medis aus dem Netz bestellen …und darüber reden wir ja hier.

Oder einem bipolaren
Psychotiker in seiner manischen Phase. Der kübelt alles in
sich rein.

Richtig…und trotzdem muß er lernen, die Verantwortung für sich zu tragen…oder aber kannst du ständig und immer bei diesen Menschen sein und sie beschützen ?
Der Psychotiker könnte diese Mittel im netz bestellen, er könnte es aber auch billiger haben, indem er sich das alles von verschiedenen Ärzten verschreiben läßt.

Oder einer älteren Dame mit Alzheimer: Die weiß gar
nicht mehr, daß sie Medikamente nehmen sollte.

Dann wird auch sie keine bestellen…wir reden hier immer noch von der Bestellung der Medikamente im Netz und die davon ausgehenden Gefahren.

Jetzt muß ich Dir das schreiben, was Du offensichtlich auf
mich projiziiert hattest: Du bist sehr idealistisch. Du
hättest es gerne, wenn alle Menschen im Vollbesitz ihrer
geistigen Kräfte wären und selbst entscheiden könnten, was gut
für sie wäre. Nur können das viele Kranke, vorübergehend oder
dauerhaft, nicht! Und es ist nicht die Minderheit, wie Du
jetzt vielleicht denkst. Schließlich sind es gerade die
Kranken, die Medikamente einnehmen.

Alles richtig…nur, wer krank ist, gehört in Behandlung…und er sollte sich, sofern ihm etwas an dieser Behandlung mißfällt, informieren, bevor er irgendwo irgendetwas bestellt.
Sicher wird es immer ein paar Menschen geben, die Mißbrauch betreiben mit diesen online georderten Mittel…es aber deshalb für die gesamte Menschheit zu untersagen, finde ich völlig übertrieben.

In dem Moment, wo der Arzt mir ein Medikament verschreibt, hat
er erstmal die Verantwortung…in dem Moment, in dem ich sie
online bestelle, habe ich sie…ganz klar.

Damit bist Du nicht auf meinen Punkt eingegangen: Der war
nämlich, daß Du selbst als Kranke im Vollbesitz Deiner
geistigen Kräfte mangels kompletten Verständnis der z.T. nicht
mal auf dem Beipackzettel vermerkten NW keine Verantwortung
übernehmen kannst.

Deshalb werde ich mich hüten, etwas zu bestellen, was ich nicht kenne ! Aber das sagte ich bereits mehrmals.

Wenn andere so leichtsinnig sind, ist das bitte ihre Sache…aber ich bin nicht breit, mir alles untersagen zu lassen, nur weil es eben Menschen gibt, die mit gewissen Dingen nicht umgehen können, das führt einfach zu weit.

Vergleich: Du wirst in ein Flugzeug gesetzt. Und glaubst auch
noch, Du könnest die Sache beherrschen. Du kennst zwar die
Steuerorgane, aber nicht die Landeklappen. Wenn deswegen was
passiert, ist derjenige dran, der Dich ans Steuer gelassen
hat. Mangels Flugschein konnest Du ja gar nichts von der
Existenz der Landeklappen wissen.
Es ist sinnvoll so, denn es verhindert Unfälle.

Wie war das so schön ? …Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich ?

Das ist eine sehr schwierige Frage…kann ich nicht so
pauschal beantworten.
Ich denke mal, grob gesehen, würde ich die Grenze bei der
Volljährigkeit ziehen…

Ich sehe nicht immer einen prinzipiellen Unterschied zwischen
einem Kind und einem Erwachsenen. Viele Erwachsene verhalten
sich manchmal dümmer wie ein Kind. Wir beide bestimmt auch
manchmal.

Prinzipiell richtig…ein Kind kann aber nicht die Zusammenhänge sehen und muß eben erst noch lernen, die VCerantwortung zu übernehmen.

Werde ich allerdings ganz ohne Betäubung behandelt, bin ich
zwar erstmal noch ein wenig ängstlicher, aber ich haben weder
Herzrasen, Kreislaufprobleme noch Schweißausbrüche…
…daher weiß ich das also :wink:

Wirklich *wissen* könntest Du es nur dann, wenn man einige
Betäubungsmittelinjektionen simuliert (mittels Kochsalz) und
weder Arzt noch Patient bescheid wüßten. Das ist ja auch der
Sinn der ganzen Doppelblindstudien.

Ich weiß es, weil ich es erleben durfte…Behandlungen mit und ohne Betäubung…und weil mein Zahnarzt ganz klar sagte, er würde merken, wie es mir geht und deshalb würde er das nächste Mal erst weniger spritzen, man könne dann nachspritzen…

Ich zweifle ein wenig
dran, und zwar deshalb, weil es ein wenig dauert, bis das
Anästhetikum aus dem Zahnfleisch ins Kapillarbett und in den
systemschen Kreislauf geschwemmt wird. So gesehen dürften
Systemzeichen erst dann eintreten, wenn Du wieder Daheim bist
und die Wirkung nachläßt.

Also, lass mich überlegen…gegen 11:30 h wurde die Betäubing gesetzt…etwa gegen 13:oo h saß ich im Auto und merkte, das etwas nicht stimmt…

Sag nicht „ich weiß das halt, das ich drauf reagiere“. Gefühl
hat seinen Platz, aber hier gehts dann schon um Beweise.

S.o. … Es ist kein Gefühl, es ist Fakt, worauf mein Zahnarzt mich erst vor einigen Jahren aufmerksam machte.

Schließlich ist das eine wichtige Frage, da Du Deinen nächsten
Eingriff nicht ohne Betäubung erleben willst :wink:

Nicht jeden Eingriff würde ich ohne machen lassen…einige schon…andere eben erstmal mit weniger, nachgeben kann man dann immer noch.

Gruß,
Vanessa

Große Güte!
Die Unterscheidung „Opiod“ und „Opait“ sagt nur, ob das Molekül von der Mohnpflanze produziert oder künstlich hergestellt wurde. Die Wirkung ist die gleiche. Oder bedarf auch das einer Erklärung?

Solche Dinge sollte man nur schreiben, wenn man weiß, wovon
man spricht.

(*ggg*)

Oliver

Und nochmal Hallo :wink:

Du wirst ja wohl das Tramal nicht ohne Novalgin genoimmen
haben. Das wäre ja eher sinnlos.

Warum das denn nun ???
Warum sollte ich denn alles auf einmal nehmen, wenn eines doch ausreicht ?

Codein wäre für diesen Fall
die bessere Alternative gewesen.

Aus deiner Sicht vielleicht…aus meiner Sicht nicht unbedingt.
Und da der Notarzt nicht auf die Idee kam, war es mir sehr Recht, dass er mir ein Mittel verschrieb, das ich bereits kenne.

Welch Blödsinn…nochmal : Wenn ich ein Medikament online
bestelle, dann sicher nur eines, das ich genau kenne !
Niemals würde ich ein Medikament bestellen, dass vielleicht
eventuell irgendwie irgendwann helfen würde…niemals !

Entschuldigung:
AAAAAHHHH!
Wenn Du PBC nicht kennst, so kannst Du die mögliche Wirkung
des Medikaments auf PBC ebenfalls nicht kennen.

Nein, aber ich kann wissen, ob mir das Medikament vorgestern noch bekam.

Es steht weder
im Beipackzettel noch in irgendeiner Literatur. Stattdessen
mußt Du wissen, daß es diese Krankheit gibt, wissen, was sie
in der Leber anstellt, dann mußt Du wissen was das Medikament
in der Leber anstellt, und dann mußt Du beide Punkte logisch
verknüpfen, um die gemeinsame Wirkung vorherzusagen.
OHNE KENNTNIS DER PBC GEHT DAS NICHT!

Mit Kenntnis scheinbar auch nicht…oder warum hat der Doc mir Novalgin geben wollen ?
Ich verstehe deine Aufregung nicht.
Wir reden hier von Online-Apotheken…und ich sagte die ganze Zeit, dass ich mich mit Dingen auseinandergesetzt habe, die mich betreffen.
Das es nun vieles gibt, was ich nicht weiß, ist mir klar.
Und trotzdem weiß ich, welches Medikament wie bei mir wirkt, jedenfalls dann, wenn ich es bereits genommen und mich auseinandergesetzt habe.

Dieses „soft knowledge“ kannst Du nur haben, wenn Du Dich
jahrelang mit der Materie beschäftigt hast. Glaube mir - ich
habe früher genauso gadacht wie Du, kenne nun aber den
vorher-nachher-unterschied.

Das will ich hoffen nach dem langen Studium :wink:

Ich habe mit PBC und Metamizol ein völlig willkürliches
Beispiel herausgegriffen. Es gibt noch zehntausend andere.
Auch fürs Novalgin.

Also, ist Metamizol nun Novalgin oder nicht ?

Es ist nicht so, wie du es darstellst, zum Glück nicht.
Aber mal ganz abgesehen davon gibt es für mich eh nur einen
Menschen aus dieser Familie, mit dem ich im Zweifelsfall
spreche bzw. dessen Meinung ich gut annehmen kann, und das ist
meine Mutter…sie hat nämlich allen anderen eines voraus …
sie sieht neben der medizinischen auch noch die psychische
Seite.

Deine Mutter würde mir sicher zustimmen, wenn ich sage, daß
man sowohl Herz (Psychologie) und Verstand (rationale
Therapie) gleichermaßen gezielt einsetzen muß. In der
Diskussion über freie Medikamenteneinnahme ist meineserachtens
der Verstand gefragt. Bei der Betreuung von Problempatienten
mit unklaren Beschwerden eher die Psyche.

Das meinte ich anders…eine Erkrankung geht nie ohne die Psyche einher…es ist also nicht primär wichtig, das du als Arzt es mit Herz und Verstand siehst, sondern das du den Patienten mit seinem Verstand und seinem Herzen siehst.

Meine Güte…ich sprach von einem Hausarzt, der es nicht
blickt, dass sein Patient überhaupt manisch depressiv
ist…und das über Wochen oder Monate.
Eine reine Valium-Behandlung wäre hier sicher nicht
angebracht…aber das weißt du.

Soll ich mich nochmal wiederholen? Laux et al. schreiben, daß
der erste Schub mit Benzos behandelt werden kann/sogar soll.

Dazu muß man diesen Schub aber erstmal als solchen erkennen…

Der Arzt hat wohl deshalb keine Differentialdiagnose erstellt,
weil alle denkbaren Diagnosen in die gleicht Therapie gemündet
wären.

Das ist doch Unsinn…mit Benzos stellst du den Patienten ruhig…behandelt ist er damit nicht wirklich. Eine Depression, egal ob manisch oder nicht, sollte auch mit anderen Medikamenten, z.B. trizyklischen Antidrepessiva, behandelt werden…und eine Gesprächstherapie wäre auch nicht grundlegend falsch.

Weitere Diagnostik hätte also keine therapeutichen
Konsequenzen gehabt und war damit nicht durchzuführen, zum
Schutze des Patienten. Vertehst Du diesen Punkt?

Ja, aber das ist mir zu oberflächlich…sorry Oliver, aber das ist ja genau das, was ich meine…da kommt ein Patient monatelange mit einer Depression in die Praxis, bekommt Benzos, ist inzwischen abhängig aber niemals „geheilt“.
Benzos als vorläufige Grundlage ok, aber neimals über einen längeren Zeitraum ohne zusätzliche Behandlung !

Das sind Dinge, die Du Dir offensichtlich noch nie
durchüberlegt hast. Sonst würdest Du hier anders schreiben.

Oh doch…gerade mit Depressionen und Sucht habe ich mich sehr auseinandergesetzt…und gerade depressive Menschen werden oft grundlegend falsch behandelt, weil der Hausarzt schlicht überfordert ist, nicht umsonst gibt es Fachärzte.

Wie gesagt, ich kenne mich mit den chemischen Reaktionen im Körper längst nicht so aus wie du, wie auch… aber ich weiß um die Tatsache, wie (einige) verschiedene Mittel wirken können…
Ich habe Menschen über einen sehr langen Zeitraum täglich unter gewissen Medikamenten erlebt…da hat sich meine Sicht der Dinge dann etwas verschoben.

Gruß,
Vanessa

Oder einem bipolaren
Psychotiker in seiner manischen Phase. Der kübelt alles in
sich rein.

Richtig…und trotzdem muß er lernen, die Verantwortung für
sich zu tragen…oder aber kannst du ständig und immer bei
diesen Menschen sein und sie beschützen ?
Der Psychotiker könnte diese Mittel im netz bestellen, er
könnte es aber auch billiger haben, indem er sich das alles
von verschiedenen Ärzten verschreiben läßt.

Das zeigt einmal mehr, daß Du von Tuten und Blasen keine Ahnung hast. Hast Du Erfahrungen mit der Psychiatrie? Bei einer akuten Psychose *kann* man nicht verantwortlich handeln. Ärzte im Speziellen und die Gesellschaft im Allgemeinen müssen dann die Verantwortung ein Stückweit mittragen.
Hier ein Beispiel, daß Dir nachvollziehbar sein sollte: Betrunkene Menschen sind ebenfalls vorübergehend unzurechnungsfähig. Würdest Du nun einen Freund, der stockbesoffen ins Auto steigt, eher die Schlüssel abnehmen, oder würdest Du schulterzuckend danebenstehen und sagen, daß er ja selbst verantwortlich ist? Hast Du noch nie die Erfahrung gemacht, daß Du selbst unzurechnungsfähig warst und durch andere vor schlimmerem bewahrt wurdest?

Deshalb werde ich mich hüten, etwas zu bestellen, was ich
nicht kenne ! Aber das sagte ich bereits mehrmals.

Du kannst es gar nicht kennen. Sagte ich auch mehrmals und verweise damit auf das Beispiel mit PBC und Leberwirkung von Medikamenten. An jener Stelle wirst Du dann sicher noch Stellung beziehen.

Wenn andere so leichtsinnig sind, ist das bitte ihre
Sache…aber ich bin nicht breit, mir alles untersagen zu
lassen, nur weil es eben Menschen gibt, die mit gewissen
Dingen nicht umgehen können, das führt einfach zu weit.

Frage von Ethik. Rücksicht versus Egoismus.

Ich sehe nicht immer einen prinzipiellen Unterschied zwischen
einem Kind und einem Erwachsenen. Viele Erwachsene verhalten
sich manchmal dümmer wie ein Kind. Wir beide bestimmt auch
manchmal.

Prinzipiell richtig…ein Kind kann aber nicht die
Zusammenhänge sehen und muß eben erst noch lernen, die
VCerantwortung zu übernehmen.

Richtig. Es kann die Zusammenhänge nicht sehen. Aber ein medizinischer Laie kann genau dieses eben auch nicht. Er hat nur Inselwissen.

Also, lass mich überlegen…gegen 11:30 h wurde die Betäubing
gesetzt…etwa gegen 13:oo h saß ich im Auto und merkte, das
etwas nicht stimmt…
S.o. … Es ist kein Gefühl, es ist Fakt, worauf mein
Zahnarzt mich erst vor einigen Jahren aufmerksam machte.

Woher weißt Du, daß Du auf eine Kochsalzinjektion nicht genauso reagiert hättest? Mediziner müssen, um solche Nebenwirkungs-Plazeboeffekte zu erkennen, große Doppelblindstudien durchführen. Es mag durchaus sein, daß Du überempfindlich gegen das Mittel bist. Aber was gibt Dir diese Sicherheit? Im Einzelfall *kann* man es nicht wissen. Dies ist eine Verstandes- und keine Gefühlsfrage.

Oliver

Sorry…

Die Unterscheidung „Opiod“ und „Opait“ sagt nur, ob das
Molekül von der Mohnpflanze produziert oder künstlich
hergestellt wurde. Die Wirkung ist die gleiche. Oder bedarf
auch das einer Erklärung?

…ich habe mich verschrieben…sollte heißen : Ein Opiod ist kein Morphin…und Morphium steht unter BTMG…oder nicht ?

Solche Dinge sollte man nur schreiben, wenn man weiß, wovon
man spricht.

Wie gesagt, ich habe mich verschrieben…werde mich zukünftig bemühen, dass mir derart grob fahrlässige Fehler nicht mehr unterlaufen :wink:

Gruß,
Vanessa

Ok Oliver, dann werde du erst einmal 55 und operiere seit 30
Jahren…bin gespannt, ob das dann immer noch geht.

Natürlich geht das. Wenn man es so will.

Du, irgendwann wird jeder Körper älter und ist nicht mehr so belastbar…aber wenn du da eine Ausnahme bildest und meinst, du könntest 40 Stunden und mehr am Stück operieren mit kleinen Pausen zwischendurch, dann freut mich das für dich…und für deine Patienten.

Vor allem ist ja der Witz, das viele eben nicht genug Schlaf
bekommen…oder warum schlafen sie mitten während eines
Patientengesprächs ein *g* ?

Na. Du verbereitest hier aber immer so medizinische
Schauermärchen :wink:)

Nee nee, nicht ich…das hat jemand ganz anderes verbreitet…ich gebe es nur wieder und staune Bauklötze…

Das ist eben nicht egal…der Unterschied ist nämlich u.a.
der, das du zuhause ruhiger schlafen kannst…und sicher ist
die Erholung im eigenen Bett besser als in irgendeiner Klinik
im Ärztezimmer…

Ich habe neulich in der Klinik geschlafen weil Daheim vor der
Haustür Party war. Da muß man sich ein wenig an Riemen reißen,
im Arztzimmer geht das genausogut. Man soll ja keine
Naherholung beteiben, sondern eben nur ratzen *g*

Sorry, aber wenn ein Arzt 40 Stunden und mehr arbeitet, sollte er zwischendurch nicht nur ratzen…aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema…auch Ärzte sind nur Menschen.

Ich hoffe und wünsche mir und allen anderen Menschen, dass es
in vielen Krankenhäusern so zugeht…nur leider scheint gerade
derzeit die Situation eine andere zu sein.

Man muß halt ans richtige Haus. Dann geht das schon.

Richtig…aber ist es nicht traurig, dass in vielen Krankenhäusern auch in Deutschland katastrophale Bedingungen herrschen ?

Gruß,
Vanessa

Du wirst ja wohl das Tramal nicht ohne Novalgin genoimmen
haben. Das wäre ja eher sinnlos.

Warum das denn nun ???
Warum sollte ich denn alles auf einmal nehmen, wenn eines doch
ausreicht?

Tramal hat viele NW und wirkt allein eingesetzt nicht besser als andere Schmerzmittel mit weniger NW (Codein). Die Stärke von Tramal liegt darin, daß es mit Metamizol synergistisch wirkt. Damit sind stärkste Schmerzen beherrschbar.
Daraus folgt: es ist nur die Kombination sinnvoll, und nur bei stärksten Schmerzen (Tumorpatienten)

Nein, aber ich kann wissen, ob mir das Medikament vorgestern
noch bekam.

Du kannst aber nicht sagen, ob Dir übermorgen die Leber zerfällt. Wenn Du das Fach studiert hättest aber schon viel eher.

Mit Kenntnis scheinbar auch nicht…oder warum hat der Doc mir
Novalgin geben wollen ?

Mein Gott! Warum wohl? Weil Du keine PBC-Symptomatik hattest. Ist denn das so schwer?

Das ist doch Unsinn…mit Benzos stellst du den Patienten
ruhig…behandelt ist er damit nicht wirklich. Eine
Depression, egal ob manisch oder nicht, sollte auch mit
anderen Medikamenten, z.B. trizyklischen Antidrepessiva,
behandelt werden…

'@#*+##@ !!!
Es geht hier um die manische Phase einer bipolaren affektiven Psychose, und die wird nicht mit Antidepressiva behandelt!

…zur Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit einer genauen Diagnose (vielleicht verstehst Dus ja):
Patient hat Symptom A und B. Verantwortlich hierfür können Krankheit 1, 2 und 3 sein. Alle diese Krankheiten bedürfen gegensätzlicher Therapie. Eine weiterführende Diagnostik ist also unumgänglich, auch wenn sie langwierig, teuer und invasiv ist.
Ein anderer Patient hat Symptom C und D (Beispiel: manische Symptome). In Frage kommend: Krankheiten 4, 5 und 6. Alle drei haben die exakt gleiche Therapie (Benzos auf Probe). Selbst wenn die weiterführende Diagnostik schnell, nichtinvasiv und billig ist, so *darf* eine sinnvoll angewandte Medizin hier nicht weitergehen. Es hat keinen praktischen nutzen und belastet nur den Patienten.

Ist das nun klar? Hast Du es Dir tatsächlich schon mal so herum durchüberlegt?

Oliver

Oder einem bipolaren
Psychotiker in seiner manischen Phase. Der kübelt alles in
sich rein.

Richtig…und trotzdem muß er lernen, die Verantwortung für
sich zu tragen…oder aber kannst du ständig und immer bei
diesen Menschen sein und sie beschützen ?
Der Psychotiker könnte diese Mittel im netz bestellen, er
könnte es aber auch billiger haben, indem er sich das alles
von verschiedenen Ärzten verschreiben läßt.

Das zeigt einmal mehr, daß Du von Tuten und Blasen keine
Ahnung hast. Hast Du Erfahrungen mit der Psychiatrie?

Ja, habe ich ein wenig…und ich habe ein völlig andere Meinung als du.

Bei
einer akuten Psychose *kann* man nicht verantwortlich handeln.

Das ist mir auch klar !
Es kommt eben sehr auf den Schweregrad der Erkrankung an.
Ein Mensch mit einer akuten Psychose gehört m.E. in die Klinik, dort ist er dann unter Aufsicht.

Ärzte im Speziellen und die Gesellschaft im Allgemeinen müssen
dann die Verantwortung ein Stückweit mittragen.
Hier ein Beispiel, daß Dir nachvollziehbar sein sollte:
Betrunkene Menschen sind ebenfalls vorübergehend
unzurechnungsfähig. Würdest Du nun einen Freund, der
stockbesoffen ins Auto steigt, eher die Schlüssel abnehmen,
oder würdest Du schulterzuckend danebenstehen und sagen, daß
er ja selbst verantwortlich ist?

Das ist doch Äpfel mit Birnen vergleichen.
Natürlich würde ich ihm den Schlüssel abnehmen, wenn ich neben ihm stünde…würde er aber fahren und ich wäre nicht dabei, könnte ich nichts machen…ich kann ihm ja nun schlecht für immer die Schlüssel wegnehmen, weil er grundsätzlich gefährdet ist.

Hast Du noch nie die
Erfahrung gemacht, daß Du selbst unzurechnungsfähig warst und
durch andere vor schlimmerem bewahrt wurdest?

Doch, selbstverständlich…aber trotzdem kann ich mich nicht hinstellen und sagen : Ihr seid Schuld an meinem Übel.
Damit begebe ich mich in eine äußerst ungesunde Opferrolle.

Deshalb werde ich mich hüten, etwas zu bestellen, was ich
nicht kenne ! Aber das sagte ich bereits mehrmals.

Du kannst es gar nicht kennen.

Sag mal, willst du es nicht begreifen ?
Es gibt Medikamente, die ich schön häufiger genommen habe und sie daher kenne. Also würde ich mir diese auch über das Internet bestellen oder in Timbuktu kaufen.

Sagte ich auch mehrmals und
verweise damit auf das Beispiel mit PBC und Leberwirkung von
Medikamenten. An jener Stelle wirst Du dann sicher noch
Stellung beziehen.

???

Wenn andere so leichtsinnig sind, ist das bitte ihre
Sache…aber ich bin nicht breit, mir alles untersagen zu
lassen, nur weil es eben Menschen gibt, die mit gewissen
Dingen nicht umgehen können, das führt einfach zu weit.

Frage von Ethik. Rücksicht versus Egoismus.

Stimmt !
Für wie vertretbar hälst du es eigentlich, dass alle Menschen, auch sehr junge Menschen, immer und überall Alkohol kaufen können ?

Prinzipiell richtig…ein Kind kann aber nicht die
Zusammenhänge sehen und muß eben erst noch lernen, die
VCerantwortung zu übernehmen.

Richtig. Es kann die Zusammenhänge nicht sehen. Aber ein
medizinischer Laie kann genau dieses eben auch nicht. Er hat
nur Inselwissen.

Stimmt…deshalb eben würde ich auch keine mir unbekannten Mittel über das Netz besetllen.

Also, lass mich überlegen…gegen 11:30 h wurde die Betäubing
gesetzt…etwa gegen 13:oo h saß ich im Auto und merkte, das
etwas nicht stimmt…
S.o. … Es ist kein Gefühl, es ist Fakt, worauf mein
Zahnarzt mich erst vor einigen Jahren aufmerksam machte.

Woher weißt Du, daß Du auf eine Kochsalzinjektion nicht
genauso reagiert hättest? Mediziner müssen, um solche
Nebenwirkungs-Plazeboeffekte zu erkennen, große
Doppelblindstudien durchführen.

Ich lasse lieber auch mal die Kirche im Dorf…wenn ich merke, dass es mir mit einer solchen Betäubung schlecht geht, wird das einen Grund haben…und wenn es mir ohne eben diese Betäubung besser geht, lasse ich sie so oft es geht eben weg.

Ich hinterfrage und untersuche nicht immer alles bis ins kleinste Detail…wenn mir etwas nicht bekommt, lasse ich es so gut es geht aus meinem Körper…ganz egal, warum und wieso es mir nicht bekommt.

Gruß,
Vanessa

Hallo Vanessa,

richtig, nicht jedes Opiat=Morphine/Opiod steht im BTMG. Ist aber wie gesagt relativ willkürlich. Die Substanzen sind sich nun mal sehr ähnlich.

Oliver

Du, irgendwann wird jeder Körper älter und ist nicht mehr so
belastbar…aber wenn du da eine Ausnahme bildest und meinst,
du könntest 40 Stunden und mehr am Stück operieren mit kleinen
Pausen zwischendurch, dann freut mich das für dich…und für
deine Patienten.

Nee, andersrum: Ich werde gar nicht erst Chirurg :wink:)

Richtig…aber ist es nicht traurig, dass in vielen
Krankenhäusern auch in Deutschland katastrophale Bedingungen
herrschen ?

Find ich auch. Aber man hat ja selbst unter Kontrolle, wo man arbeitet :wink:

Du wirst ja wohl das Tramal nicht ohne Novalgin genoimmen
haben. Das wäre ja eher sinnlos.

Warum das denn nun ???
Warum sollte ich denn alles auf einmal nehmen, wenn eines doch
ausreicht?

Tramal hat viele NW und wirkt allein eingesetzt nicht besser
als andere Schmerzmittel mit weniger NW (Codein). Die Stärke
von Tramal liegt darin, daß es mit Metamizol synergistisch
wirkt. Damit sind stärkste Schmerzen beherrschbar.
Daraus folgt: es ist nur die Kombination sinnvoll, und nur bei
stärksten Schmerzen (Tumorpatienten)

Ich habe aber keinen Tumor, sondern hatte lediglich Zahnschmerzen…bisher bin ich mit Tramal sehr gut zurechtgekommen, ohne Novalgin zu nehmen…Codein wäre eine interressante Alternative…

Nein, aber ich kann wissen, ob mir das Medikament vorgestern
noch bekam.

Du kannst aber nicht sagen, ob Dir übermorgen die Leber
zerfällt. Wenn Du das Fach studiert hättest aber schon viel
eher.

Nein, das kann ich natürlich nicht…und das kann ein notärztlicher Zahnarzt, der mich das erste mal in meinem Leben sieht, wohl auch nicht.
Im Überigen weiß ich auch nicht, ob ich gleich überfahren werde, wenn ich das Haus verlasse…sollte ich lieber zuhause bleiben ?

Mit Kenntnis scheinbar auch nicht…oder warum hat der Doc mir
Novalgin geben wollen ?

Mein Gott! Warum wohl? Weil Du keine PBC-Symptomatik hattest.
Ist denn das so schwer?

*lach*
Ich wollte aber kein Novalgin, weil es nicht stark genug wirkt (gegen meine Zahnschmerzen).

Das ist doch Unsinn…mit Benzos stellst du den Patienten
ruhig…behandelt ist er damit nicht wirklich. Eine
Depression, egal ob manisch oder nicht, sollte auch mit
anderen Medikamenten, z.B. trizyklischen Antidrepessiva,
behandelt werden…

'@#*+##@ !!!
Es geht hier um die manische Phase einer bipolaren affektiven
Psychose, und die wird nicht mit Antidepressiva behandelt!

Aha…ich sprach aber die ganze Zeit von einer „normalen“ Depression…klar zu erkennen in meinem Post, als dieses Thema losging, dass Depressionen oft falsch oder gar nicht behandelt werden.

…zur Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit einer genauen
Diagnose (vielleicht verstehst Dus ja):
Patient hat Symptom A und B. Verantwortlich hierfür können
Krankheit 1, 2 und 3 sein. Alle diese Krankheiten bedürfen
gegensätzlicher Therapie. Eine weiterführende Diagnostik ist
also unumgänglich, auch wenn sie langwierig, teuer und invasiv
ist.
Ein anderer Patient hat Symptom C und D (Beispiel: manische
Symptome). In Frage kommend: Krankheiten 4, 5 und 6. Alle drei
haben die exakt gleiche Therapie (Benzos auf Probe). Selbst
wenn die weiterführende Diagnostik schnell, nichtinvasiv und
billig ist, so *darf* eine sinnvoll angewandte Medizin hier
nicht weitergehen. Es hat keinen praktischen nutzen und
belastet nur den Patienten.

Ist das nun klar? Hast Du es Dir tatsächlich schon mal so
herum durchüberlegt?

Nein, ist mir nicht klar…wie gesagt, es war nicht mein Thema…ich hätte es nie angeschnitten, da ich eben nicht im Bilde bin.

Ich habe lediglich gesagt, dass es schwachsinnig ist, eine Depression ausschließlich über Monate hinweg nur mit Benzos zu behamdeln.

Gruß,
Vanessa