Hallo Wissende,
wenn man den Medienberichten glauben darf, wurde ja der Amokläufer in Oslo lebend gefasst. Ich habe hierzu zwei Fragen:
-
Wie kann das sein? Bis jetzt hat sich doch noch jeder Amokläufer selber erschossen, oder täusche ich mich da?
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Glaubt ihr, dass man aus dem Mann etwas Sinnvolles rausbringt, d.h. wird seine Festnahme dazu führen, so eine Tat besser zu verstehen und in Zukunft zu verhindern?
Schöne Grüße
Petra
Hallo,
- Wie kann das sein? Bis jetzt hat sich doch noch jeder
Amokläufer selber erschossen, oder täusche ich mich da?
Na Amoklauf ist es wohl nicht ganz, sondern eher ein geplanter Anschlag.
Zu Deiner Frage:
Hier ist die Frage wie der Täter tickt. Höchstwahrscheinlich ist es Geltungsbedürfnis.
Jedoch kann es auch Feigheit sein, seinem Leben ein Ende zu machen. Ist wohl nicht eindeutig hier beurteilbar.
- Glaubt ihr, dass man aus dem Mann etwas Sinnvolles
rausbringt, d.h. wird seine Festnahme dazu führen, so eine Tat
besser zu verstehen und in Zukunft zu verhindern?
Solche Taten sind Einzeltaten und die werden sehr sehr schwer zu kontrollieren sein. Daher wäre nur ein „Überwachungsstaat“ geeignet, diesen entgegenzuwirken. Aber selbst solche Staaten scheitern an der vollständigen Kontrolle der Bürger!
VG René
Hallo.
Stimmt, den Zeitungen nach, dass er lebend gefasst wurde. Nur war es nicht gerade ein Amoklauf, scheint es, sondern durchgedacht und geplant. Niemand weiss, wie er sich nicht auch selber erschossen hat - die Fahndung ist nich abgeschlossen. Darauf müssen wir warten.
Er hat aber sehr sonderbare politische Ansichten geäussert, nennt sich Konservativ, Christ, Anti-Islamist und Freimaurer, Anti-multikulturell und Anti-Sozialdemokrat.
Mit trauernden Grüssen,
TR
Hallo René,
Solche Taten sind Einzeltaten und die werden sehr sehr schwer
zu kontrollieren sein. Daher wäre nur ein „Überwachungsstaat“
geeignet, diesen entgegenzuwirken. Aber selbst solche Staaten
scheitern an der vollständigen Kontrolle der Bürger! 
Ich dachte auch weniger daran, dass man so eine Tag „gerade noch rechtzeitig“ verhindert, sondern mehr an die Ursachenforschung. So nach dem Motto, „also Jungens, die in der Grundschule dies, das und jenes machen, sollte man sich mal genauer ansehen“.
Ich glaube nämlich nicht, dass so ein Amoklauf aus heiterem Himmel geschieht, sondern dass es durchaus Anzeichen gibt, die man aber noch nicht kennt und/oder nicht sehen will.
Schöne Grüße
Petra
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Hi,
ein Weltkrieg mit allen seinen Folgen hat nicht dafür gesorgt, dass Fremdenfeindlichkeit verschwindet. Wie soll es ein Gesetz in irgendeiner Form schaffen?
die Franzi
Hi Franzi,
Gesetz? Fremdenfeindlichkeit? Du sprichst in Rätseln …
Es geht mir hier ja weniger darum gegen wen oder was dieser eine Amokläufer war. Der nächste hat was gegen Frauen, der nächste gegen Kinder, der nächste einfach gegen jeden. … Es geht mir darum, warum er nicht nur so fühlt, sondern warum er sich dann tatsächlich eine Waffe besorgt und seinen Gefühlen Taten folgen lässt.
Das tut längst nicht jeder. Und das würde mich halt mal interessieren, was einen Amokläufer von jemandem unterscheidet, der einfach still für sich seine Vorurteile pflegt und sich vielleicht mal eine Schlägerei liefert.
Vielleicht gibt es Warnzeichen.
Schöne Grüße
Petra
Ich glaube nämlich nicht, dass so ein Amoklauf aus heiterem
Himmel geschieht, sondern dass es durchaus Anzeichen gibt, die
man aber noch nicht kennt und/oder nicht sehen will.
Es gibt zumindest Anhaltspunkte für Psychopathie: http://en.wikipedia.org/wiki/Hare_Psychopathy_Checklist
Wenn aber die Statistik stimmt, dass 1% der Menschen Psychopathen sind, dann ist es natürlich undenkbar, sie alle im Auge zu behalten. Unter diesen vielen Psychopathen nun die potentiellen Amokläufer zu identifizieren, kann ein psychologisches Modell nicht leisten. Und wenn es doch möglich wäre: Was soll man dann mit ihnen anstellen?
Ich glaube, was solche Attentate unwahrscheinlicher machen würde, wäre sie weniger attraktiv für Psychopathen (und ihre narzisstische Neigung) zu gestalten. Das heißt: Der Name des Attentäters wird nicht veröffentlicht, kein Foto, keine von ihm verfassten politischen Manifeste oder Theaterstücke, keine rührseligen Geschichten über seine Kindheit. Das setzt eine Selbstverpflichtung der Medien voraus.
Wie erfolgreich ein solches Vorgehen sein kann, zeigt dieses Beispiel: „Als die Wiener Medien 1987 per Selbstverpflichtung beschlossen, nicht mehr über Selbsttötungen in der dortigen U-Bahn zu berichten, sank die Zahl der U-Bahn-Suizide in der österreichischen Hauptstadt um mehr als 70 Prozent und blieb seitdem auf niedrigem Niveau.“
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=…
Gruß
Peter
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Hallo Peter,
Es gibt zumindest Anhaltspunkte für Psychopathie:
http://en.wikipedia.org/wiki/Hare_Psychopathy_Checklist
Schau ich mir gleich mal an.
Wenn aber die Statistik stimmt, dass 1% der Menschen
Psychopathen sind, dann ist es natürlich undenkbar, sie alle
im Auge zu behalten. Unter diesen vielen Psychopathen nun die
potentiellen Amokläufer zu identifizieren, kann ein
psychologisches Modell nicht leisten. Und wenn es doch möglich
wäre: Was soll man dann mit ihnen anstellen?
Nun, man könnte sie therapieren, bevor sie irgendwas Schlimmes anstellen. In meiner laienhaften Auffassung stelle ich mir vor, dass so einem Psychopathen etwas Therapie nicht schaden kann, oder?
Ich glaube, was solche Attentate unwahrscheinlicher machen
würde, wäre sie weniger attraktiv für Psychopathen (und ihre
narzisstische Neigung) zu gestalten. Das heißt: Der Name des
Attentäters wird nicht veröffentlicht, kein Foto, keine von
ihm verfassten politischen Manifeste oder Theaterstücke, keine
rührseligen Geschichten über seine Kindheit. Das setzt eine
Selbstverpflichtung der Medien voraus.
Das halte ich für unrealistisch. Und wenn er nicht in der Bildzeitung auftaucht, dann zumindest immer noch auf Youtube. So ein Amoklauf, vor allem so einer wie in Oslo, das ist schon ein bisschen was anderes, als ob einer sich vor die U-Bahn wirft. Das kann man nicht ernsthaft erwarten, dass die Presse darüber nicht berichtet.
Das Beispiel aus Wien ist allerdings faszinierend.
Na, jetzt werd ich mal lesen, was Tante Wiki zu sagen hat.
Schöne Grüße
Petra
Hallo,
zu Deiner ersten Frage: es folgt nicht IMMER zwangsläufig nach einem Attentat eines Amokläufers ein Suizid. Es kommt zwar sehr häufig vor, aber eben nicht immer.
Zu deiner zweiten Frage: was man aus dem Typen herausbekommt wird sich zeigen. Verhindern im Sinne von Vorbeugen kann man eben nicht alles. Jeder Mensch tickt anders und manchmal tickt einer aus. Die Meinungen der Psychiater dazu sind recht eindeutig: es kann jeden „treffen“. Es gibt keine Garantie dafür, dass man ein Leben in Unschuld führt.
Konkret auf die Vorkommnisse in Norwegen, so soll es ja einen rechtsextremistischen Hintergrund gewesen sein und seine persönlichen Lebensumstände kennen wir nicht. Amoklauf ist ja häufig am Ende von einer Gewaltspirale: Mobbing und Unterdrückung. Da sehe ich jetzt hier auch nicht unbedingt einen Zusammenhang. Die Tat schien sehr kontrolliert und geplant abgelaufen zu sein. Es ist auch kaum vorstellbar, dass eine einzelne Person dahinter steckt.
Viel Grüße
hi
Nun, man könnte sie therapieren, bevor sie irgendwas Schlimmes
anstellen. In meiner laienhaften Auffassung stelle ich mir
vor, dass so einem Psychopathen etwas Therapie nicht schaden
kann, oder?
Fragt sich nur, wie man feststellen soll, wer ein potentieller Psychopath ist, denn man therapieren sollte, bevor die tickende Bombe hochgeht.
Nachher ist man immer schlauer und nachher kam vielen etwas an einer hochgegangen „menschlichen Zeitbombe“ komisch vor, aber vorher war die vollkommen unauffällig und keiner hätte gedacht, daß diese Person was schlimmes anstellen könnte
Gruß
Edith
Guten Tag,
Das letzte von der Polizei: Seine Munition war alle.
TR
Hallo Edith,
Nun, man könnte sie therapieren, bevor sie irgendwas Schlimmes
anstellen. In meiner laienhaften Auffassung stelle ich mir
vor, dass so einem Psychopathen etwas Therapie nicht schaden
kann, oder?
Fragt sich nur, wie man feststellen soll, wer ein potentieller
Psychopath ist, denn man therapieren sollte, bevor die
tickende Bombe hochgeht.
Nachher ist man immer schlauer und nachher kam vielen etwas an
einer hochgegangen „menschlichen Zeitbombe“ komisch vor, aber
vorher war die vollkommen unauffällig und keiner hätte
gedacht, daß diese Person was schlimmes anstellen könnte
Man könnte in der Schule psychologische Tests durchführen. Ich fände das gar nicht so schlecht, nicht nur um Psychopathen und potentielle zukünftige Amokläufer herauszufiltern, sondern auch, um zu erkennen, ob jemand vielleicht Hilfe braucht, oder ob man Hochbegabte vor sich hat, die nur bisher noch niemandem aufgefallen sind.
Ich finde, man lebt in unserer Gesellschaft zu sehr nebeneinander her, und deswegen gibt es solche Entwicklungen, dass zwar jemand „schon immer ein bisschen komisch war“, das aber weiter auch niemanden interessiert.
Schöne Grüße
Petra
Hallo Petra,
im Schulbrett ist gerade ein Elternteil am Gange, dessen Sprössling für drei Tage vom Unterricht suspendiert worden ist. Der/die will jetzt aufgrund dieser unglaublichen Impertinenz das volle Geschütz der Gerichtsbarkeit gegen die Schule auffahren, Hölle, Pest und Teufel der Schulleitung bis ins siebente Glied.
Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn ein psychologischer Test an dieser Schule zu dem Ergebnis gekommen wäre, ihr/sein Sohn wäre ein Psychopath und ein potentieller Massenmörder?
Das wird nie im Leben was. Und diese Tests sind ja auch nicht unfehlbar. Man stelle sich ein entsprechend positives Ergebnis mit entsprechender Benachrichtigung an die Eltern vor, die vielleicht gerade im Augenblick dabei sind, ihr Kind an eine weiterführende Schule schicken zu wollen oder aus anderen Gründen ein Schulwechsel erforderlich wird. Welche Schule nimmt einen potentiellen Amokläufer? So stigmatisierend kann man auch auf ewig und alle Zeiten eine Biographie dauerhaft zerstören.
Gruß
Annie
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Die Frage ist doch, ob man psychisch Kranke überhaupt heilen kann.
Um da wirklich etwas zu erreichen müsste man wahrscheinlich schon viel früher anfangen, etwa beim Elternhaus.
Und wer würde sich das denn gefallen lassen?
Außerdem, ein jeder spinnt anders, was später, nach der Pubertät, durch Umfeldeinflüsse daraus wird, weiß man vorher nicht.
Viel interessanter wäre für mich die Frage, was jemand in unserer heutigen Zivilisation mit einem Schnellfeuergewehr will und wo er es her bekommt. Wenn sich jemand so etwas anschafft sollte er eigentlich auffallen.
Da müsste man ansetzen, das würde solche Taten zwar nicht verhindern, aber doch weniger durchschlagend schrecklich machen.
Was mich noch interessiert: Die ersten Hilferufe sollen über Twitter erfolgt sein, zumindestens habe ich es so gehört. Und ich frage mich, gibt es für die Jugend eigentlich noch einen Weg zur Realität, der nicht übers Internet führt?
Gruß, Nemo.
Hallo Petra
Man könnte in der Schule psychologische Tests durchführen.
Hm, also auf den Aufschrei bei den Eltern wäre ich gespannt, wenn so ein Vorschlag ernsthaft diskutiert würde
Ich finde, man lebt in unserer Gesellschaft zu sehr
nebeneinander her,
Erstens das und zweitens leben wohl viel zu viele in virtuellen Welten.
Es gibt nämlich da einen Punkt, den ich bei der ganzen Sache irgendwie nicht verstehe.
Der Attentäter - hat laut Medienberichten - fast eine Stunde in aller Ruhe auf dieser Insel rumballern können. Ok, die Polizei braucht natürlich eine Weile bis sie zur Insel kommt, aber auf der Insel waren mehrere 100 Menschen und nicht nur Kinder.
War da denn niemand dabei, der was anderes tun hätte können, als per twitter Hilferufe in die Welt zu senden?
Gab es denn keinen Sicherheitsdienst oder sowas auf der Insel?
dass zwar jemand „schon immer ein bisschen komisch war“, das
aber weiter auch niemanden interessiert.
Es wird aber nicht jeder verschrobenen Mensch zu einem Attentäter und bei verpflichtenden psychologischen Tests, sehe ich zusätzlich die Gefahr des Mißbrauches der Daten.
Ich fürchte, daß es auch in Zukunft unmöglich sein wird, derartige Zeitbomben zu finden, bevor Katastrophen passieren
Gruß
Edith
Die Frage ist doch, ob man psychisch Kranke überhaupt heilen
kann.
Genau darauf habe ich noch in der Diskussion gewartet. Abgesehen davon, dass hier die Ferndiagnose Psychopath gestellt wird, völlig unabhängig davon, was ein Psychopath überhaupt ist, was dann gleich dazu führt, dass wild mit irgendwelchen Prozentzahlen um sich geworfen wird, wie viele Psychopathen in unserer Gesellschaft so hausen… jetzt der Gipfel an Aussage: Sind psychisch Kranke überhaupt heilbar?
Stigma lässt grüßen! Alle psychisch Kranke in einen Topf und kräftig in der Suppe gerührt - völlig egal, was sich hinter dem Begriff verbirgt, muss man auch nicht so genau nehmen, Hauptsache, wir haben drüber geschwätzt?
Ich glaube, auch als Laie kann man über das Thema weit vernünftiger diskutieren!
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Man könnte in der Schule psychologische Tests durchführen. Ich
fände das gar nicht so schlecht, nicht nur um Psychopathen und
potentielle zukünftige Amokläufer herauszufiltern, sondern
auch, um zu erkennen, ob jemand vielleicht Hilfe braucht, oder
ob man Hochbegabte vor sich hat, die nur bisher noch niemandem
aufgefallen sind.
Um Himmels Willen NEIN! Das lässt dann wieder Spielraum für irgendwelche schnellkursgeschulten Pseudopsychologen, denen man ein Alibirüstzeug in die Hand gibt, mit denen unter dem Deckmantel „wir meinen es ja nur gut“ Kinder und Jugendliche stigmatisiert und ausgegrenzt werden.
Was meinst du, hinter wie vielen Büschen dann plötzlich die kleinen Psychopathen und Amokläufer auftauchen? Dafür haben bisher schon die einfachen Schulungen gereicht, die nach Missbrauchsfällen und Amokläufen bisher „entdeckt“ wurden. Über die vielen falsch positiven Fälle redet nur keiner, weil die Betroffenen froh sind, wenn der Albtraum, falsch ins Visier geraten zu sein, nur einigermaßen vergessen wird. Tatsächliche Fälle findet man so kaum, dafür richtet man lieber richtigen Schaden an.
Viel heilsamer für die Gesellschaft wäre, zu akzeptieren, dass man mit einem gewissen Maß Krankheit und Unsicherheit einfach leben muss. Denn DAS ist normal. Alles andere ist Trueman Show.
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Es stecken übrigens viele Thesen hier drin, die so schlicht nicht haltbar sind.
Nun, man könnte sie therapieren, bevor sie irgendwas Schlimmes
anstellen. In meiner laienhaften Auffassung stelle ich mir
vor, dass so einem Psychopathen etwas Therapie nicht schaden
kann, oder?
Kann sein, kann nicht sein. Bei echten Psychopathen ist alles drin: Therapie kann helfen, schaden oder gar nichts bringen.
Fragt sich nur, wie man feststellen soll, wer ein potentieller
Psychopath ist, denn man therapieren sollte, bevor die
tickende Bombe hochgeht.
Genau das lässt sich eben so einfach nicht feststellen. Technisch nicht - und mit Mitteln, die mit unserer demokratischen Grundordnung in Einklang zu bringen sind schon gar nicht.
Man könnte in der Schule psychologische Tests durchführen. Ich
fände das gar nicht so schlecht, nicht nur um Psychopathen und
potentielle zukünftige Amokläufer herauszufiltern, sondern
auch, um zu erkennen, ob jemand vielleicht Hilfe braucht, oder
ob man Hochbegabte vor sich hat, die nur bisher noch niemandem
aufgefallen sind.
Das funktioniert halt nicht.
Spannender finde ich allerdings die Frage, wie weit eine freiheitlich demokratische Gesellschaft - oder Einzelne - gehen würde, um das Bedürfnis nach „Filterung“ unerwünschter Subjekte zu befriedigen! Und ab wann jemand dann zur unerwünschten Person wird.
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Hallo,
oh Himmel!! Was denn für Tests?? Soll bei jedem Kind der ganze ICD-10-Katalog abgefragt werden? Und dann? Meinst Du dass in der staatlichen Schule durchgängig darauf Rücksicht genommen wird, ob ein Kind ADHS hat, hochbegabt ist oder sonstwas hat? Meinst Du, dass alle Eltern, Lehrer und Ärzte intervenieren? Wer soll das denn zahlen und was soll das nützen?
Weisst Du, dass es gar nicht unüblich ist, dass Menschen, die wegen psychischer Leiden einen Therapeuten oder Arzt aufsuchen, diese Rechnung selbst bezahlen, da sie nicht später unter der Vorbelastung leiden müssen (Sorgerechtsstreitigkeiten, besondere berufliche Positionen etc.). Auch (und gerade) bei Kindern steckst Du so jedes Kind in eine Schublade - und jeder soll’s auch noch wissen!?
Psychologische Tests kannst Du nicht mit einer Waage oder einer Blutauswertung vergleichen - es sind Indizien gepaart mit Erfahrung, Umgebung und sozialem Umfeld. Wenn Du so willst ist eine Diagnose ganzheitlich und qualitativ. Und es soll jeder selbst entscheide, ob er eine Diagnose haben möchte oder nicht. Es ist als würdest Du alle Menschen zum HIV-Test zwingen - und wenn er positiv ausfällt, was Dann?
Es gibt Menschen, die gehen mit der Erkrankung vernünftig um und andere tun es nicht. Woher willst Du wissen, wie sich jemand in der Zukunft verhalten wird?
Nee, danke. In so einer Gesellschaft will ich nicht leben.
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Abgesehen davon, dass hier die Ferndiagnose Psychopath
gestellt wird, völlig unabhängig davon, was ein Psychopath überhaupt ist
Mir ist schon bewusst, was Psychopathie bezeichnet. Und ich halte für sehr wahrscheinlich, dass es sich bei diesem Arschgesicht um ein Psychopath handelt. Abgesehen davon, habe ich Psychopathie angesprochen, weil es für sie ein diagnostisches Mittel gibt.
wild mit irgendwelchen Prozentzahlen um sich geworfen wird,
wie viele Psychopathen in unserer Gesellschaft so hausen
Wenn es hier ohne APA Standards nicht geht:
Neumann, Craig S.; Hare, Robert D. (2008). Psychopathic traits in a large community sample: Links to violence, alcohol use, and intelligence. Journal of Consulting and Clinical Psychology 76 (5): 893–9.
Coid J, Yang M, Ullrich S, Roberts A, Hare RD (2009). Prevalence and correlates of psychopathic traits in the household population of Great Britain. International Journal of Law and Psychiatry 32 (2): 65–73.
Ronson J (2011). The Psychopath Test. NY: Riverhead Hardcover.