Panzerungen: Stalin-Panzer vs. moderne Panzer

Hallo Leute,

Die Sowjets hatten ja bekanntlich nach/ab 1943
sog. Durchbruchspanzer-Abteilungen, die mit
den (damals neuen) Stalin-Panzern (IS-1, IS-2
und IS-3) ausgestattet waren (in Reaktion
auf den Tiger-1).

Nun bin ich auf einen „Erlebnisbericht“ aus
so einer „Durchbruchsabteilung“ gestossen.
In Gefechtordnung fuhren demnach die IS vor
den T-34 mit der Infantrie.

So ein IS hat nach Berichten einen Frontal-Treffer
einer 155mm-Artilleriegranate auf den Turm
„weggesteckt“. Die Wucht des Aufschlags führte
aber damals trotzdem dazu, dass der innen in der
Nähe des Auftreffpunktes sitzende Schütze oder Fahrer
den „Abpraller“ nicht überlebte, da die Schockwelle,
die durch die Panzerung läuft, auf der Innenseite
ein „brennende Metallschicht“ ablöst und in den
Innenraum schleudert.

Meine Frage an die Experten. Wie ist sowas bei
aktuellen Kutschen wie dem Leo-II gelöst. Gibt
es da innen mehrere Schichten, die glühende
Metallteile der Panzerung auffangen? Oder ist
der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Grüße

Euer CMБ

Hallo

Meine Frage an die Experten. Wie ist sowas bei
aktuellen Kutschen wie dem Leo-II gelöst. Gibt
es da innen mehrere Schichten, die glühende
Metallteile der Panzerung auffangen? Oder ist
der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Ja, die Entwicklung und der Aufbau der verschiedenen Schichten ist aber geheim. Teilweise weiß die Panzerbesatzung selbst nie genau, wie ihre Panzerung aufgebaut ist.
Die Panzerung der moderneren Panzer ist im Gegensatz zu 43 natürlich erheblich verbessert (aktive Panzerung), aber ein Artilleriemörser mit 155mm auch.
Kein Problem wäre etwas übertrieben ausgedrückt, da die Schockwirkung sehr unterschiedlich ist und es auf den Aufschlagpunkt ankommt.

Meinst Du einen direkten Treffer auf den Turm?

Wenn er ganz vorn Aufschlägt, kann es sein das nix passiert. Auf den Turm (von oben) passiert schon mehr, wenn man bedenkt das aktuelle Hohlladung (Bomblett´s) auf eine Panzerung von 7 cm ausgelegt ist. Da wird ein 155mm Treffer genügend Schaden anrichten. Hinten ist der Panzer auch nicht wesentlich besser gepanzert.

Die meisten Panzerbrechenden Munitionssorten erzielen ihre größte Effizienz durch die Schockwirkung. 155mm ein paar cm über deinem Kopf sind mit Sicherheit kein Geschenk.

Wie gesagt, frontal oder im Frontbereich könnte es sein das nichts passiert, aber von oben mittig, auf den Turm oder hinten ist die Panzerung nicht sonderlich stark.

Gruß Grüne

bereits seit Mitte der 80-er Jahre
verfügt die NATO über Munition welche jegliche (bis dahin bekannte Panzerung) durchschlägt. Es handelt sich nicht um Projektile mit Sprengladung. Sie funktionieren allein durch ihre kynetische Energie. Es handelt sich um sogeannte „Uranium-Munition“. Ich habe damals entsprechende Filme gesehen (im Rahmen einer Ausbildung zum sicheren Umgang mit dieser Munition).
Seither halte ich Panzer für gänzlichen Quatsch und bin mit dieser Einsicht, wohl auch in Militärkreisen, nicht allein. Die Thematik gepanzerter Fahrzeuge (oder was auch immer) ist absolut obsolete und nur noch was für Romantiker.

verfügt die NATO über Munition welche jegliche (bis dahin
bekannte Panzerung ) durchschlägt. Es handelt sich nicht um
Projektile mit Sprengladung. Sie funktionieren allein durch
ihre kynetische Energie. Es handelt sich um sogeannte
" Uranium -Munition". Ich habe damals entsprechende Filme
gesehen (im Rahmen einer Ausbildung zum sicheren Umgang mit
dieser Munition).
Seither halte ich Panzer für gänzlichen Quatsch und bin mit
dieser Einsicht, wohl auch in Militärkreisen , nicht allein.
Die Thematik gepanzerter Fahrzeuge (oder was auch immer) ist
absolut obsolete und nur noch was für Romantiker.

LOOL

Herrliche Satire. Selten so gelacht!

Danke Raymond!

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verfügt die NATO über Munition welche jegliche (bis dahin
bekannte Panzerung) durchschlägt. Es handelt sich nicht um
Projektile mit Sprengladung. Sie funktionieren allein durch
ihre kynetische Energie. Es handelt sich um sogeannte
„Uranium-Munition“.

Jein. Es handelt sich um einen „Stachel“ der Urangehärtet ist. er wird von Kampfpanzern gegen Kampfpanzer eingesetzt und sicht aus wie ein…ach diese Form ist schwer zu beschreiben.

Übrigens wird jede Panzerung durch kynetische Energie geknackt. Mit einem Projektil „Bezeichnung bis 22mm“ mit Sprengladung knackst Du keine Panzerung.
Der Urangehärtete Stachel durchschlägt durch Verdrängung, genauso wie das Hohlladungsprinzip. (Kupferstachel)
Probleme gibt´s aber bei aktiver Panzerung! Deshalb gibt ja auch Doppelte Hohlladung. … Und die nächste Stufe der aktiven Panzerung.

Ich habe damals entsprechende Filme
gesehen (im Rahmen einer Ausbildung zum sicheren Umgang mit
dieser Munition).
Seither halte ich Panzer für gänzlichen Quatsch und bin mit
dieser Einsicht, wohl auch in Militärkreisen, nicht allein.
Die Thematik gepanzerter Fahrzeuge (oder was auch immer) ist
absolut obsolete und nur noch was für Romantiker.

Wie möchtest Du denn einen Kampfpanzer bekämpfen? Und wie einen Verband? Aus welchen Fahrzeugen wird wohl die von Dir beschriebene Mun abgeschossen?
Ich hock hier mit einigen aktiven Militärtaktikern und die Widersprechen deiner These vehement.

Gruß Grüne

Sachkunde Munition Teil I und II

gab sogar ne ATN dafür

1 „Gefällt mir“

Jein. Es handelt sich um einen „Stachel“ der Urangehärtet ist.
er wird von Kampfpanzern gegen Kampfpanzer eingesetzt und
sicht aus wie ein…ach diese Form ist schwer zu beschreiben.

Vielleicht so?

http://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/apfsds.jpg

Ich hock hier mit einigen aktiven Militärtaktikern und die
Widersprechen deiner These vehement.

Hehe, was raucht ihr da so :wink:)

Euer CMБ

Das 120 mm KE-Geschoss DM-13
Diese Munition meint er bestimmt.

Amerikanische Sorten sind Urangehärtet, die Deutschen können es schon mit Wolfram.

http://www.kotsch88.de/m_120_mm.htm

Den link habe ich aus einer Frage etwas weiter unten.

Gruß Grüne

Jein. Es handelt sich um einen „Stachel“ der Urangehärtet ist.
er wird von Kampfpanzern gegen Kampfpanzer eingesetzt und
sicht aus wie ein…ach diese Form ist schwer zu beschreiben.

Vielleicht so?

http://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/apfsds.jpg

ja genau.

Ich hock hier mit einigen aktiven Militärtaktikern und die
Widersprechen deiner These vehement.

Hehe, was raucht ihr da so :wink:)

Wie rauchen?

Die EG-Gesundheitsminister „Rauchen kann tödlich sein“

Gruß Güne

Hallo Grüne®,

Diese Munition meint er bestimmt.
Amerikanische Sorten sind Urangehärtet, die
Deutschen können es schon mit Wolfram.

So kategorisch würd ich das derzeit nicht sehen.
Folgendes ist imho zu beachten:

- die Deutschen haben die Verwendung von Uran
 anstelle Wolfram "erfunden", A.Speer beschreibt
 das in seinen Erinnerungen, vgl.http://www.pds-schwerin.de/kriegsfolgen.htm 
 (finde auf die Schnelle keinen anderen Link)
 Bereits im Sommer 1943 waren durch Deutschland 
 die Wolfram-Importe aus Portugal eingestellt worden. 
 Es wurde von Rüstungsminister Albert Speer angeordnet, 
 dafür Uran zu verwenden. Durch Urangeschosse sollten 
 die immer weiter vordringenden sowjetischen Panzer 
 aufgehalten werden.
 Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete auch die sowjetische 
 Industrie an der Herstellung von Urangeschossen. Anfang der 
 sechziger Jahre versuchte die deutsche Militärspionage, mit 
 allen Mitteln, eine neuartige Panzergranate zu erhalten, die 
 von den Sowjets an die syrische Armee geliefert worden war.

- Die Deutschen verzichteten nach 45 auf
 panzerbrechende Uranstabgeschosse 
 und verwenden alternative Materialien

- Die Forschung auf diesem Gebiet ist aktuell,
 mit Sicherheit existieren effizientere Materialien
 als DU (z.B. gesinterte Schwermetall-Nitride und Karbide)

Grüße

Euer CMБ

gern geschehen
und jetzt nochmal lesen

aber diesmal genau

6
setzen

:wink:

das waren die Dinger
tja,

die Zeit bleibt halt nicht stehen :wink:

*erschüttert, dass die da tatsächlich weiter gemacht haben*

Hallo Grüne®,

ah, ein Wortspielchen

So kategorisch würd ich das derzeit nicht sehen.
Folgendes ist imho zu beachten:

  • die Deutschen haben die Verwendung von Uran
    anstelle Wolfram „erfunden“, A.Speer beschreibt
    das in seinen Erinnerungen,

mag ja sein

  • Die Deutschen verzichteten nach 45 auf
    panzerbrechende Uranstabgeschosse
    und verwenden alternative Materialien

das meinte ich doch

Gruß Grüne

Hallo,
als die BW die NVA übernommen hatte, wurden auch T 72 Beschusstests durch bundesrepublikanischen Panzerkanonen unterzogen. Dabei gab es keinen Durchschuss durch die vordere Turmpanzerung. Die Wanne wurde dagegen überall durchschlagen, von der Seite und von hinten gab es auch Durchschüsse.
Gruss
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Blöde Frage
Hallo,
wer schießt denn überhaupt mit 155mm oder ähnlichem Kaliber
auf Panzer???
155mm oder auch 150mm sind doch Kaliber von Haubitzen.
Damit einem Panzer in voller Fahrt zu trffen ist doch
reiner Zufall, oder???
Die meisten Haubitzen taugen doch wahrscheinlich nicht mal
für’s direkte Richten.
Gruß Uwi

So ein IS hat nach Berichten einen Frontal-Treffer
einer 155mm-Artilleriegranate auf den Turm
„weggesteckt“. Die Wucht des Aufschlags führte

Oder ist der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Meine Frage an die Experten. Wie ist sowas bei
aktuellen Kutschen wie dem Leo-II gelöst. Gibt
es da innen mehrere Schichten, die glühende
Metallteile der Panzerung auffangen? Oder ist
der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Siehe dazu (hab die Seite nur noch bei Archive.Org gefunden):
http://web.archive.org/web/20030623235416/http://www…

besonders das Thema Innenliner:
http://web.archive.org/web/20030627224235/www.wehrte…

Gruss
Armin

Hallo Armin,

Meine Frage an die Experten. Wie ist sowas bei
aktuellen Kutschen wie dem Leo-II gelöst.

Siehe dazu (hab die Seite nur noch bei Archive.Org gefunden):
http://web.archive.org/web/20030623235416/http://www…
http://web.archive.org/web/20030627224235/www.wehrte…

Danke! Solche Infos suchte ich. Anscheinend ist das
doch ein grosses Problem, da man laut Link lange
herumprobierenmusste, um eine zufriedenstellende
Lösung zu finden. Ein paar Auszüge fürs Archiv:

...
Der auf die Turminnenwände geklebte Innenliner **verhindert   
das Abplatzen von Stahlsplittern**    
...
Entsprechend der Konstruktion und der Art der verwendeten, 
und nicht zusätzlich geschützten Stahlpanzerung, ist die 
Munitionswirkung auf sowie hinter dem durchbrochenen Ziel 
**folgenden Wirkungen ausgesetzt** :
 - eindringende Splitter und Absplitterungen 
 in Kampfräumen **bei Artilleriebeschuß**
 - Geschosse oder gar Teile von Granaten, die 
 die Panzerung durchschlagen haben
 - materialzerstörende und für Besatzungen 
 tödliche Detonationsdrücke in geschlossenen Räumen
 - Feuer- und Hitzewirkugen bei und nach Einschlagen von
 panzerbrechender Munition.

Grüße & Danke

Euer CMБ

Hallo,
wer schießt denn überhaupt mit 155mm oder ähnlichem Kaliber
auf Panzer???
155mm oder auch 150mm sind doch Kaliber von Haubitzen.
Damit einem Panzer in voller Fahrt zu trffen ist doch
reiner Zufall, oder???

Ich glaube darum ging es ihm ja.

Die meisten Haubitzen taugen doch wahrscheinlich nicht mal
für’s direkte Richten.
Gruß Uwi

Doch das können die. Die PH2000 auf jeden Fall.

So ein IS hat nach Berichten einen Frontal-Treffer
einer 155mm-Artilleriegranate auf den Turm
„weggesteckt“. Die Wucht des Aufschlags führte
Oder ist der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Es kommt ja darauf an was in der Granate drin ist.

Gruß Grüne

Hallo,

Hallo,
wer schießt denn überhaupt mit 155mm oder ähnlichem Kaliber
auf Panzer???

Eine M109 oder PH2000 die sich bedroht fühlt?

155mm oder auch 150mm sind doch Kaliber von Haubitzen.
Damit einem Panzer in voller Fahrt zu trffen ist doch
reiner Zufall, oder???

Manchmal steht ein Panzer auch oder fährt langsam, dann hat er verloren.

Ich glaube darum ging es ihm ja.

Die meisten Haubitzen taugen doch wahrscheinlich nicht mal
für’s direkte Richten.
Gruß Uwi

Doch das können die. Die PH2000 auf jeden Fall.

Und die M109 kann das auch. Die PH2000 hat eine ähnliche Zielinrichtung wie der Leopard 2, sie kann nur selbst dabei (momentan) nicht fahren,

So ein IS hat nach Berichten einen Frontal-Treffer
einer 155mm-Artilleriegranate auf den Turm
„weggesteckt“. Die Wucht des Aufschlags führte
Oder ist der Treffer einer (nicht Hohlladung oder
Unterkaliber) 155mm kein Problem?

Es kommt ja darauf an was in der Granate drin ist.

Und wie heftig sie abgeschossen wird und wie weit der Panzer entfernt ist (7. Ladung oder im Ernstfall 8. Ladung sorgt für einigen Schub).

Gruß Grüne

Gruß,
Bernd

Hallo Uwi,

In Ergänzung zu dem im Thread bereits Gesagten noch einige
Anmerkungen.

wer schießt denn überhaupt mit 155mm oder ähnlichem Kaliber
auf Panzer??? 155mm oder auch 150mm sind doch Kaliber von
Haubitzen. Damit einem Panzer in voller Fahrt zu trffen
ist doch reiner Zufall, oder???

Darum geht es nicht unbedingt. Ein Panzer har ja auch eine
„dicke Kanone“ und ist daher ein sehr starkes, gefährliches
Feuermittel.

Zum Beispiel hatten die KwK (Kampfwagenkanonen) der deutschen
Panzer V und VI (Panther, Tiger) eine „spektakuläre“ Genauigkeit.
Ein gut getarnter Panzer (gegen Luftangriffe) auf einem
beherrschenden Feuerpunkt kann schon eine entscheidende
Waffe sein. Ein Panther konnte mit seinem 75mm-APFS einen
T-34 auf über 3km ausschalten.

Konew schreibt darüber in "Aufzeichnungen eines Frontober-
befehlshabers 1943/44
" über den sowjetischen Durchbruch
in der Südukraine auf das Karpatenvorland (März/April 44):

...
 Um Munition zu sparen, sollte die Artillerie hauptsächlich
gegen Objekte und Stützpunkte des Gegners eingesetzt werden.
Wo seine Verteidigung jedoch nicht dicht und mit tiefen 
Grabenlinien versehen war, konzentrierten wir uns darauf,
die einzelnen Verteidigungsstützpunkte und Widerstandsnester,
vor allem an den Wegen, niederzuhalten. 
 Im Kampf gegen die Artillerie wurden bei Feuerüberfällen 
möglichst alle Geschütze eingesetzt
**Die starken Verteidigungsstützpunkte des Gegners, die "Tiger"  
und die "Panther" wurden mit überschwerer Artillerie vernichtet**.
Da wir die Panzerameen in der Operation von Uman-Botosani
flexibel einsetzten, hatte diese trotz der Wegelosigkeit 
gewissermassen Züge einer beweglichen Operation.
...

Grüße

Euer CMБ

Und wie heftig sie abgeschossen wird und wie weit der Panzer
entfernt ist (7. Ladung oder im Ernstfall 8. Ladung sorgt für
einigen Schub).

Hat das bei einer Spreng-/Splittergranate echt noch naja, messbar unterschiedliche Auswirkungen, ob die mit der 7. oder 8 Ladung auf ein gleichweit entferntes Ziel trifft?
Bei einer Hartkern wäre es mir klar, aber eigentlich sollte der Aufschlagzünder der Sprenggranate zünden, sobald er Kontakt hat, dann ist es doch eigentlich wurscht, wie schnell die Granate ankommt, oder täusche ich mich da jetzt?

Gruß
Daniel