Partikelfilter

Hallo!

Ich werde meinen Vivaro mit einem Partikelfilter nachrüsten lassen.

Nun würde mich interessieren ob der Wagen dadurch an Leistung verliert und wie sich der Filter auf den Spritverbrauch auswirkt.

Wer weiss was?
Grüße
Dusan

Hi Dusan,

merkliche Leistungseinbussen wirst Du sicher nicht verzeichnen müssen.
Aber der Verbrauch wird etwas steigen. Da haben aber einige hier stark unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Aber bis zu einem halben Liter/100km kann es schon ausmachen.

Gruss Sebastian

Ist das wirklich sinnvoll? Oder Geldschneiderei?
Hallo,

Rußpartikel machen etwa 8% des Feinstaubs aus. Davon 1 Drittel PKW, der rest LKW, macht großzügig gerundet 3% (50% sind Blütenpollen). Ich frage das jetzt ernsthaft: Lohnt es sich wirklich, wegen der Reduzierung dieser drei Prozent auf sagen wir 1%, die Atmosphäre mit Millionen Tonnen zusätzlichen Kohlendioxid zu belasten? So viel CO2 kommt raus, wenn alle Diesel-PKW umgerüstet etwa einen halben Liter mehr verbrauchen. Wird nicht auch der Ölwechselintervall halbiert (bei Renault zumindest ist das wohl so). Sitzen wir hier nicht einer typisch deutschen Medienkampagne auf? In Frankreich werden nur etwa 3-4% der neuzugelassenen Diesel-PKW mit Rußpartikelfilter verkauft. Und das, obwohl wir den Franzosen das Ding zu verdanken haben, genauso wie vielen anderen überflüssigen Firlefanz im Auto.

Gruß
Tilo

Eindeutig nur Geldschneiderei

Hallo,

Hallo!

Rußpartikel machen etwa 8% des Feinstaubs aus. Davon 1 Drittel
PKW, der rest LKW, macht großzügig gerundet 3% (50% sind
Blütenpollen). Ich frage das jetzt ernsthaft: Lohnt es sich
wirklich, wegen der Reduzierung dieser drei Prozent auf sagen
wir 1%, die Atmosphäre mit Millionen Tonnen zusätzlichen
Kohlendioxid zu belasten? So viel CO2 kommt raus, wenn alle
Diesel-PKW umgerüstet etwa einen halben Liter mehr
verbrauchen. Wird nicht auch der Ölwechselintervall halbiert
(bei Renault zumindest ist das wohl so). Sitzen wir hier nicht
einer typisch deutschen Medienkampagne auf? In Frankreich
werden nur etwa 3-4% der neuzugelassenen Diesel-PKW mit
Rußpartikelfilter verkauft. Und das, obwohl wir den Franzosen
das Ding zu verdanken haben, genauso wie vielen anderen
überflüssigen Firlefanz im Auto.

…erstmal ein * dafür! Wo hastn du die Daten her? Ich bin absolut kein Fan von irgendwelchen Katalysatoren (geht bei meinen 2taktern eh nich so einfach…) oder Filtern.

(Ich bin alles andere als ein Christ (bekennender Atheist), aber ab u zu komm ich um den Herrn nich drumrum:smile:
Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir unsere Umwelt schonen, hätte er uns nich das Auto erfinden lassen.

Mein (bisheriges) Argument gegen Rußfilter: Die groben Rußpartikel kann der Mensch (oder wer/was auch immer) abhusten, die feinen Partikel, die trotz allem ausm Rußfilter rauskommen, gehn in direkt bis in die Lungenbläschen…

Gruß
Tilo

Gruss

Mutschy

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Abend!

Genau die anderen stinken und rußen noch viel mehr warum sollte
man sich um seinen eigenen Dreck kümmern!

Wenn alle so eine Einstellung haben dann lassen wir doch einfach
den Umweltschutz sein. Die bösen Kraftwerke erzeugen doch viel mehr.

Nichts sehen, nichts hören, nichts riechen…
Stefan

Abend!

Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir unsere Umwelt
schonen, hätte er uns nich das Auto erfinden lassen.

Und die Atomkraft und die Atombombe und …

Selten so was blödes gelesen.
Stefan

Ich bin

absolut kein Fan von irgendwelchen Katalysatoren (geht bei
meinen 2taktern eh nich so einfach…) oder Filtern.

(Ich bin alles andere als ein Christ (bekennender Atheist),
aber ab u zu komm ich um den Herrn nich drumrum:smile:
Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir unsere Umwelt
schonen, hätte er uns nich das Auto erfinden lassen.

2x Unsinn an der Schmerzgrenze…

Moin!

Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass wir unsere Umwelt
schonen, hätte er uns nich das Auto erfinden lassen.

Und die Atomkraft und die Atombombe und …

Selten so was blödes gelesen.
Stefan

Na und? Nich jeder is ein Umweltschützer. Ich pfeife auf den Umweltschutz, weils mir einfach auf den Sack geht. Im Endeffekt werden alle nur bezahlen, aber der Umwelt wird mit Geld alleine nich geholfen. Also lass ichs gleich ganz bleiben.

Gruss

Mutschy

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Hallo Stefan,

Genau die anderen stinken und rußen noch viel mehr warum
sollte
man sich um seinen eigenen Dreck kümmern!

Darum ging es mir bei meiner Frage gar nicht, sondern darum, dass wir uns das bischen weniger Ruß durch ein erhebliches Mehr an Kohlendioxid in der Atmosphäre erkaufen. Möglicherweise hat aber genau dieses Kohlendioxid erheblich schwerwiegendere Auswirkungen auf die Menschen.
Wie viele Tote könnte man den 2% einzsparendem Feinstaub zurechnen? Sterben nicht viel mehr Menschen durch die Auswirkungen der Klimakatastrophe? Müssen wir nicht in erster Linie den CO2-Ausstoss senken. Hier erhöhen wir ihn aber erheblich, nur um gerade mal 2% Feinstaub zu reduzieren. Ich habe keinerlei Untersuchung dazu finden können. Deshalb denke ich, dass der Rußpartikelfilter eher eine Umweltschädliche Einrichtung ist. Hier wird versucht den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben und das mit enormem finanziellen Aufwand.

Im übrigen bin ich fast extrem pro-Umwelt eingestellt. Ich kaufe nur Ökostrom, lebe insgesamt fast ausschließlich von Ökoprodukten und fahre mit Sonnenblumenöl (in der Hoffnung, dass bald der Loremo kommt), kürzere Strecken mit dem Fahrad. Mein Haus wird mit Wärmepumpe beheizt. Für den Betrieb dieser Wärmepumpe ist ein Windrad angedacht.
Trotzdem halte ich den Rußpartikelfilter in seiner Gesamtbilanz für Umweltschädlich. Er wurde in den Medien hochgeschaukelt und niemand hat ihn hinterfragt.

Gruß
Tilo

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Na und? Nich jeder is ein Umweltschützer. Ich pfeife auf den
Umweltschutz, weils mir einfach auf den Sack geht. Im
Endeffekt werden alle nur bezahlen, aber der Umwelt wird mit
Geld alleine nich geholfen.

Die Frage ist, ob es billiger ist, mit den Folgen zu leben oder diese durch geeignete Maßnahmen vor deren Eintreten zu verhindern.

Also lass ichs gleich ganz
bleiben.

…sprach er und kippte das Altöl in den Stausee.

C.

Morgen Tilo!

Darum ging es mir bei meiner Frage gar nicht, sondern darum,
dass wir uns das bischen weniger Ruß durch ein erhebliches
Mehr an Kohlendioxid in der Atmosphäre erkaufen.

Ja, so verkaufen das die Automobil Hersteller.

Wenn du mal ein wenig lesen möchtest dann schau dir mal
folgenden Artikel der Zeit an http://hermes.zeit.de/pdf/archiv/2002/21/200221_dies…

Das die Arbeiten von Mark Z. Jacobson nicht wirklich viel anklang
finden kann man sich leicht vorstellen ( http://www.stanford.edu/group/efmh/jacobson/ )
Ich weiß das Jacobson auch in der Fachwelt nicht unumstritten ist
allerdings Einigkeit besteht schon, dass Partikel das Klima ändern
ob nun kälter oder wärmer ist diskussionsfähig (ich tendiere zu
wärmer).

Gruß
Stefan

Hallo Stefan,

diesen extremen Aufwand aufgrund der Aussage eines umstittenen Wissenschaftlers? Das glaube ich nicht. Der Partikelfilter war bei den Franzosen doch schon fertig, als der Wissenschaftler seine Thesen aufgestellt hat.
Es bleibt also trotzdem mein Problem. Immenser Aufwand ohne jede Absicherung und möglicherweise kommt genau das Gegenteil heraus. Ich denke, zumindest bei der Entwicklung, war das Ziel einzig die Brieftasche des durchschnittlich dummen, leichgläubigen und medienmanipulierbaren deutschen Autofahrers.

Gruß
Tilo

Zu Deiner Frage!
Wenn ich mir so einen Partikelfilter als Staubsaugerfilter vorstelle, dann ist der doch nach einger Zeit / Km voll und damit zu. Wie kann / soll der - nachgerüstet - Filter dann wieder gereinigt werden?
Der Ruß im Partikelfilter ab Werk, wird so denke ich durch elektronisch eingespritzte/gesteuerte Flüssigkeiten regelmäßig verbrannt.
Der nachgerüstet Filter ist mit noch vielen ??? versehen.

Hi!

M.W. wird der Russ im wartungsfreien Filter durch die hohe Temperatur der Abgasanlage mit verbrannt.
Es gibt aber auch Filtersysteme mit Einspritzung von Harnstoff oder anderen Additiven, welche dann natürlich gewartet werden müssen.

Grüße,

Mathias

einige Hintergründe
Hallo,

ich gebe Dir vorab darin Recht, daß die Debatte um den Rußfilter
nur ein Hype war uns ist. Die Zusamenhänge und Hintergünde
wurden nicht publiziert (inhaltlich auch viel zu kompliziert).

Infolge hat sich die Volksseele in schwachsinnigen Äußerungen über
die deutschen Automobilfirmen, die ja „den Anschluß verschlafen
haben“, ausgelassen. Daß die ganze Sache erst zusätzlich Geld
kostet, dann auch noch Kraftstoffmehrverbrauch zur Folge hat
und auch erhöhte Wartungsaufwendungen entstehen, wollten die
Stammtischschwätzer ja gar nicht wissen.
Infolge dessen hat die Politik reagiert und mit der neuen
Euro-Norm Grenzwerte festgelegt (von 25mg/km auf 5mg/km),
die derzeit nur mit Einsatz des Rußfiltern erreichbar sind.
Daß da eine gewisse Lobby mit am Werk war, kann man vermuten.

Die Politik der deutsche Autom.-Industrie gingen auf Entw. neuer
Motoren mit weniger Emission durch optimierte Verbrennung und
verbesserte (saubere) Kraftstoffe hin (Biodiesel hat die Probleme
mit dem Ruß gar nicht).
Das sind auch extrem anspruchsvolle Entwicklungen, die statt
25mg/km im nächsten Schritt 15…10mg/km realisiert hätten)
ohne die erheblichen Nachteile des Rußfilters).

Statt dessen müßte es aber eben die eher wenig elegante Lösung
mit Filter sein (die aber einen Batzen Probleme mitbringt),
weil da eben plötzlich der Einsatz des Rußfilters als einzig
wahre Lösung zur Rettung der Umwelt publiziert wurde.
Ergo, die Politiker haben reagiert und 5mg/km für die nächste
EU-Norm festgelegt.

Nun aber noch was zur Partikelphysik:

Rußpartikel machen etwa 8% des Feinstaubs aus.

Ich nehme an, du meist Masseprozente.
Bei der Anzahlkonzentration sieht es nämlich anders aus.

Davon 1 Drittel PKW, der rest LKW, macht großzügig
gerundet 3% (50% sind Blütenpollen).
Ich frage das jetzt ernsthaft: Lohnt es sich
wirklich, wegen der Reduzierung dieser drei Prozent auf sagen
wir 1%, die Atmosphäre mit Millionen Tonnen zusätzlichen
Kohlendioxid zu belasten?

Da die Schadstoffkonz. nach wie vor aus bestimmten Gründen als
Massekonz. angegeben wird (dafür gelten die Grenzwerte), ist
es tatsächlich so, daß die Rußemmission scheinbar marginal ist.

Allerdings sind Rußpartikel sehr klein (mittlere Partikelgröße
ca. 80nm). Somit ist selbst bei kleinsten Massekonz. die
Anzahlkonz. keinesfalls vernachlässigbar.
saubere Landluft hat ca. 3000-10.000 Partikel pro cm³ aber
in Stadtgebieten mit Verkehrsbelastung kann die Anzahlkonz.
locker bei 50.000 und viel mehr Partikel pro cm³ sein.

Um ein Pollenpartikel, das z.B. 5um groß ist (alles unter 10um
zählt als Feinstaub) aufzuwiegen, benötigt man ca. 100.000
Ruß-Partikel.
Das Problem ist dabei, daß die Nanopartikel ähnlich gefährlich
sind bzw. sogar gefährlicher als die großen Pollenpartikel.
Nanopartikel dringen bis in die tieften Bereiche der Lunge vor
und können sogar dort weiter durch Zellwände bis in Blut eindringen.

Da aber prinzipiel alle lungengängigen Partikel karzinogen wirken,
und die Rußpartikel wegen der enthaltnene Kohlenwasserstoffe
diesbezüglich besonders verdächtigt werden, muß man die
Hintergründe dann doch etwas differenzierter betrachten.

So wird derzeit auch weltweit daran gearbeitet, wie man die
Anzahlkonz. zuverlässig messen kann, um den Wirkungsgrad der
Rußfilter auch diesbezüglich zu kontrollieren und zu optimieren.

Ansonsten ist es mögliche, durch den Rußfilter die Massenkonz.
durchaus um deutlich mehr als Faktor 3 zu reduzieren (ca. Faktor 10).
Auch bei der Anzahlkonz. soll es deutliche Verbesserungen geben.

So viel CO2 kommt raus, wenn alle
Diesel-PKW umgerüstet etwa einen halben Liter mehr
verbrauchen.

Das ist ein echtes Problem, das noch zu weiteren Forschungen
Anlass gibt.

Wird nicht auch der Ölwechselintervall halbiert
(bei Renault zumindest ist das wohl so).

Den Zusammenhang kann ich allerdings nicht so richtig sehen.

Sitzen wir hier nicht
einer typisch deutschen Medienkampagne auf? In Frankreich
werden nur etwa 3-4% der neuzugelassenen Diesel-PKW mit
Rußpartikelfilter verkauft.

Ja, viele europäische Länder haben kein so ausgeprägtes
Umweltbewustsein. Ist sicher auch der speziellen Parteienlandschaft
(mit den Grünen) bei uns zuzuschreiben. Zumindest die
Franzosen sind in Sachen Umweltschutz noch nicht übermäßig sensibel.

Und das, obwohl wir den Franzosen
das Ding zu verdanken haben, genauso wie vielen anderen
überflüssigen Firlefanz im Auto.

Das mit dem zusätzlichen Firlefanz kann ich zumindest teilweise
auch bestätigen. Über Kurz oder lang wird aber das Auto auch
nur ein hochwertige Elektronikgerät sein.
Gruß Uwi

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das vom mercedes entwicklete system, das hernstoff eingespritzt wird hat nichts mit dem partikelfilter zu tun! hier ghet es um die reduktion von stickoxiden.
robert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

zunächst Danke für die ausführliche Beschreibung :smile:
Hast du einige Quellen parat, wo man diese Fakten nachlesen kann? Ich habe mich schon öfter mit dem Thema „Feinstaub / Diesel / Partikelfilter“ beschäftigt, konnte bisher allerdings keine (dem anschein nach) verlässtlichen Quellen finden.

Danke im Voraus
Steffen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

das vom mercedes entwicklete system, das hernstoff
eingespritzt wird hat nichts mit dem partikelfilter zu tun!
hier ghet es um die reduktion von stickoxiden.
robert

das ich nätürlich korrekt :smile:

Zur Abreinigung von Rußfiltern gibt es aber auch Methoden, die
mittels Additiven arbeiten.

Durch das Zusetzen eines solchen Additivs wird die
Verbrennungstemp. des Ruß im Filter von über 650°C auf ca. 450°C
herabgesetzt. Dann reicht die normale Abgastemp. um den
Abreinigungsprozess in Gang zu setzen.

Im PKW findet diese Methode aber kaum Anwendung, weil das nicht
komfortabel ist. Da wird eben durch zusätzliche Kraftstoff-
einsprizung die Abgastemp. auf das notwendige Maß erhöht.

Gruß Uwi

Hallo,

ja, da habe ich einiges. Allerdings in der Fa.
Ist auch einiges vertrauliches darunter, so daß ich das
nicht einfach weitergeben kann.

Wofür brauchst Du das und was interessiert dich speziell.
Gruß Uwi

zunächst Danke für die ausführliche Beschreibung :smile:
Hast du einige Quellen parat, wo man diese Fakten nachlesen
kann? Ich habe mich schon öfter mit dem Thema „Feinstaub /
Diesel / Partikelfilter“ beschäftigt, konnte bisher allerdings
keine (dem anschein nach) verlässtlichen Quellen finden.
Danke im Voraus
Steffen

Danke an alle
Hab ja ein paar interessante Sachen erfahren.

Das Teil ist schon bestellt, wird bei uns vom Bund und der Stadt Graz gefördert und kostet mich somit genau 249 Euro. Das ist mir die Umwelt wert und ich brauch auch keine Angst mehr vor irgendwelchen Fahrverboten haben.

Grüße
Dusan