Pennen die Hersteller heutzutage?

Hi@all!

Gucke grade Abenteuer Auto u dort wird unter anderem gesagt, dass der aktuelle Peugeot 207 nur mit ESP in der Spur zu halten wäre. Pennen denn die Hersteller heutzutage bei der Entwicklung der Fahrwerke??? Ich kann mich nicht erinnern, im Trabi jemals ESP benötigt zu haben. Und auch Daddys E30 Cabrio ist nur mit viel Mühe u ohne Gefühl im Popometer in nen Drift zu bekommen. Beim Toyota Starlet sieht fast genauso wie beim Trabi aus. Mag auch ein gutes Stück mit den Reifen zusammenhängen, aber ich versteh einfach nicht, warum heutzutage alle möglichen Helferlein an Bord sein müssen, damit man ein Auto verkaufen kann. Ich persönlich halte jedenfalls nichts davon. Ein Auto soll mich sauber u trocken von A nach B bringen. Warum gibts denn sowas einfaches nicht mehr? Überall nur noch ABS, ESP, Airbags u so´n Kram. Ich will Auto fahren, wenn ich Computer spielen will, setz ich mich an den Rechner. Findet ihr das auch oder bin ich der einzige Purist?

fragt

Mutschy

Hi@all!

Hi Mutschy!

Der einzige Purist bist du ganz sicher nicht.
Mir kommt es auch seltsam vor, wenn moderne Autos vor Kraft kaum mehr vorwärtskommen, vor lauter erhöhter Sitzposition und crash-sicherheit so kippelig werden, dass Armadas kleiner elektronischer Gizmos helfen müssen, damit Otto-Normalfahrer überhaupt ankommt, wenn auf seiner Strecke 1 Schneeflocke und 2 Kurven liegen.

Andererseits gibt es Leute, für die ist Autofahren nicht alles.
Die haben auch keine Lust, solche Spirenzchen wie du und ich auszuprobieren, um ihre Fahrdynamik im Laufe ihrer automobilistischen Karriere zu perfektionieren.
Und das ist m.E. nach die Mehrheit der Autofahrer/innen, unter denen es genügend Leute gibt, deren Einstellung zum Straßenverkehr ich voll und ganz respektieren, wenn auch nicht teilen kann.

Wen wundert’s dann, wenn die Industrie ihre Innovationskraft auf solcherlei Bedarfe konzentriert.

Dass fahrende Hochsitze ohne ESP zu schiffsschaukeligen Schleudersitzen werden, ist leider eine physikalische Unabdingbarkeit, bis vielleicht jemandem dereinst eine bessere Verbindung zwischen Boden und Fahrzeug einfällt, als diejenige, welche bislang von Reifen aus schnödem Gummi haft-, roll- oder gleitreibenderweise hergestellt wird.

Bis in absehbarer Zukunft wird sich wohl daran nix ändern: Wer ‚nur‘ Automobil haben will, und nicht Automozwangsstabilisert, muss etwas Älteres, oder etwas mit (teurem) Abschaltknopf fahren.

Gruß,
Peter

Hi@all!

Hi Mutschy!

Hi, Peter!

Der einzige Purist bist du ganz sicher nicht.

Puhhh *schweissvonderstirnwisch*

Mir kommt es auch seltsam vor, wenn moderne Autos vor Kraft
kaum mehr vorwärtskommen, vor lauter erhöhter Sitzposition und
crash-sicherheit so kippelig werden, dass Armadas kleiner
elektronischer Gizmos helfen müssen, damit Otto-Normalfahrer
überhaupt ankommt, wenn auf seiner Strecke 1 Schneeflocke und
2 Kurven liegen.

Genau DAS isses, was mich so ankotzt. Und was am Schlimmsten ist: Es gibt keine Fahrzeuge mehr ohne diesen Krempel.

Andererseits gibt es Leute, für die ist Autofahren nicht
alles. Die haben auch keine Lust, solche Spirenzchen wie du und ich
auszuprobieren, um ihre Fahrdynamik im Laufe ihrer
automobilistischen Karriere zu perfektionieren.

Ich versteh das jetz mal als Kompliment :o) Ich muss ja nicht immer rasen wie ein bekloppter. Aber ich fühle mich als Fahrer in Autos, die wenige bis keine Elektronik an Bord haben, wohler, da ich mehr kontrolle habe.

Und das ist m.E. nach die Mehrheit der Autofahrer/innen, unter
denen es genügend Leute gibt, deren Einstellung zum
Straßenverkehr ich voll und ganz respektieren, wenn auch nicht
teilen kann.

…und schon dort fängt es an. Wenn sich alle ein wenig mehr zurücknehmen würden u nicht immer im Glauben an die Elektonik die waghalsigsten Manöver fahren würden, bräuchte man so was gar nicht. Auch würde eine Nachhilfestunde in Physik so manchem Autofahrer die Augen öffnen. Und immer dran denken: „Der Grenzbereich lässt sich verschieben, aber die Physik sich nicht austricksen.“ Hat mir seinerzeit mein Fahrlehrer gesagt.

Wen wundert’s dann, wenn die Industrie ihre Innovationskraft
auf solcherlei Bedarfe konzentriert.

Das is wohl wahr…

Dass fahrende Hochsitze ohne ESP zu schiffsschaukeligen
Schleudersitzen werden, ist leider eine physikalische
Unabdingbarkeit, bis vielleicht jemandem dereinst eine bessere
Verbindung zwischen Boden und Fahrzeug einfällt, als
diejenige, welche bislang von Reifen aus schnödem Gummi haft-,
roll- oder gleitreibenderweise hergestellt wird.

Soll das jetzt ne Herausforderung werden?

Bis in absehbarer Zukunft wird sich wohl daran nix ändern: Wer
‚nur‘ Automobil haben will, und nicht Automozwangsstabilisert,
muss etwas Älteres, oder etwas mit (teurem) Abschaltknopf
fahren.

…dann bleibe ich bei meinen alten Autos. Die krieg ich auch notfalls wieder mit Hammer u Zange zum Laufen („Hammer, Zange, Rödeldraht, Sachsenring wünscht gute Fahrt.“). Und am Toyota (Starlet, P8) geht eh nichts kaputt.

Gruß,
Peter

Gruss

Mutschy

Hi!

Hi Mutschy!

Hi, Peter!

Der einzige Purist bist du ganz sicher nicht.

Puhhh *schweissvonderstirnwisch*

Klar, auch ich mag direkte Autos. Den Preis eines Neuwagens würde ich dafür allerdings nicht ausgeben.
Ein direkt zu fahrender Hecktriebler ohne Schnickschnack ist etwas feines, ich mag meinen ´79er Alfa Spider dafür. Aber auf einer schneebedeckten Autobahn im weihnachtlichen Ferienverkehr geben mir das ABS und die 8 Airbags in meinem Alltagsauto schon ein besseres Gefühl.
ESP ist nett, ich brauche es auch nicht unbedingt. Wenn aber das Fahrwerk sauber durchentwickelt ist und ESP somit eine Bereicherung und keine notwendige Krücke ist, um den Wagen überhaupt auf der Straße zu halten, finde ich das System sinnvoll.

Mir kommt es auch seltsam vor, wenn moderne Autos vor Kraft
kaum mehr vorwärtskommen, vor lauter erhöhter Sitzposition und
crash-sicherheit so kippelig werden, dass Armadas kleiner
elektronischer Gizmos helfen müssen, damit Otto-Normalfahrer
überhaupt ankommt, wenn auf seiner Strecke 1 Schneeflocke und
2 Kurven liegen.

Genau DAS isses, was mich so ankotzt. Und was am Schlimmsten
ist: Es gibt keine Fahrzeuge mehr ohne diesen Krempel.

Zum Glück!
Es gibt ja auch kaum noch Fahrzeuge mit starrer Lenksäule, die bei einem verhältnismässig leichten Crash schon in Deinem Gesicht steckt…

Andererseits gibt es Leute, für die ist Autofahren nicht
alles. Die haben auch keine Lust, solche Spirenzchen wie du und ich
auszuprobieren, um ihre Fahrdynamik im Laufe ihrer
automobilistischen Karriere zu perfektionieren.

Ich versteh das jetz mal als Kompliment :o) Ich muss ja nicht
immer rasen wie ein bekloppter. Aber ich fühle mich als Fahrer
in Autos, die wenige bis keine Elektronik an Bord haben,
wohler, da ich mehr kontrolle habe.

Du hast mit Elektronik üblicherweise noch mehr Kontrolle.
Airbags, ABS, Servolenkung sind ein klarer Sicherheitsgewinn.
ESP greift üblöicherweise dann ein, wenn der Normalfahrer von der Straße fliegen würde. Somit macht auch das Sinn. Allerdings nur unter den von mir o.g. Voraussetzungen.

Und das ist m.E. nach die Mehrheit der Autofahrer/innen, unter
denen es genügend Leute gibt, deren Einstellung zum
Straßenverkehr ich voll und ganz respektieren, wenn auch nicht
teilen kann.

…und schon dort fängt es an. Wenn sich alle ein wenig mehr
zurücknehmen würden u nicht immer im Glauben an die Elektonik
die waghalsigsten Manöver fahren würden, bräuchte man so was
gar nicht.

Wer macht das denn im Alltag?
Die meisten deutschen Autofahrer schlafen doch beim Fahren schier ein.

Auch würde eine Nachhilfestunde in Physik so
manchem Autofahrer die Augen öffnen. Und immer dran denken:
„Der Grenzbereich lässt sich verschieben, aber die Physik sich
nicht austricksen.“ Hat mir seinerzeit mein Fahrlehrer gesagt.

Fahrphysik und deren Verständnis ist oftmals die Ausrede vonm Heizern, die noch nie mit einem richtigen Auto im Grenzbereich waren.
Ich denke jedoch, dass es durchaus Sinn macht, auf abgesperrtem gelände gewisse Grenzen seines Autos kennenzulernen.
Das würde vielen Leuten (hoffentlich) auch die Angst vor Geschwindigkeiten über 110 nehmen…

Wen wundert’s dann, wenn die Industrie ihre Innovationskraft
auf solcherlei Bedarfe konzentriert.

Das is wohl wahr…

Dass fahrende Hochsitze ohne ESP zu schiffsschaukeligen
Schleudersitzen werden, ist leider eine physikalische
Unabdingbarkeit, bis vielleicht jemandem dereinst eine bessere
Verbindung zwischen Boden und Fahrzeug einfällt, als
diejenige, welche bislang von Reifen aus schnödem Gummi haft-,
roll- oder gleitreibenderweise hergestellt wird.

Das könnte man alles über einen Maximalbremsweg für Privat PKW und die Kfz-Steuer regeln…

Soll das jetzt ne Herausforderung werden?

Bis in absehbarer Zukunft wird sich wohl daran nix ändern: Wer
‚nur‘ Automobil haben will, und nicht Automozwangsstabilisert,
muss etwas Älteres, oder etwas mit (teurem) Abschaltknopf
fahren.

Was bringt der Abschaltknopf im Alltag außer mehr Risiko?

…dann bleibe ich bei meinen alten Autos. Die krieg ich auch
notfalls wieder mit Hammer u Zange zum Laufen („Hammer, Zange,
Rödeldraht, Sachsenring wünscht gute Fahrt.“). Und am Toyota
(Starlet, P8) geht eh nichts kaputt.

Bis auf den Fahrer, wenn´s knallt…

Grüße,

Mathias

hallo.

also wenn ein auto auf ESP angewiesen ist, ist das aus meiner sicht eine fehlkonstruktion. bestes beispiel: erste generation der mercedes A-klasse, womit das ganze ja irgendwie angefangen hat…

zusammenhängen, aber ich versteh einfach nicht, warum
heutzutage alle möglichen Helferlein an Bord sein müssen,
damit man ein Auto verkaufen kann.

solange die helferlein funktionieren, sind sie schon ein sicherheitsgewinn.
problematisch wird’s, wenn sowas mal ausfällt oder - noch schlimmer - auf eine situation völlig falsch reagiert.
und richtig problematisch wird’s, wenn’s deswegen tote und verletzte gibt.

dumm ist auch, daß elektronikfehler entweder sehr früh oder sehr spät auftreten. deshalb wird in 20 jahren wohl kaum noch ein BMW E65 rumfahren. die wartung wäre einfach zu teuer, wenn nicht sogar - aufgrund von ersatzmodulmangel - unmöglich.

Ein Auto soll mich sauber u trocken
von A nach B bringen. Warum gibts denn sowas einfaches nicht
mehr?

für sowas wird gern der dacia logan empfohlen. 5000 euro für einfach nur einen fahrbaren untersatz mit dach :smile:

gruß

michael

Hallo,

ja, wenn ich mir überlege, was mein erstes Auto damals gekostet hat, und was man für den aktuellen auf den Tisch des Hauses legen durfte, wird mir auch schlecht. Klar, man ist inzwischen einige Klassen aufgestiegen, aber während wir vom PC gewohnt sind, eigentlich immer gleich viel Geld auszugeben und dafür höhere Leistung zu bekommen, schaffen es die Automobilbauer schon den Klassenerhalt zum finanziellen Wagnis werden zu lassen.

Allerdings sollte man zwischen Firlefanz, sinnvollen oder zumindest nützlichen Extras und der Sicherheit dienenden Ausstattungsmerkmalen unterscheiden.

Den Cupholder brauche ich überhaupt nicht, den Kosmetikspiegel mit je nach Zündungszustand automatisch schaltender Beleuchtung auch nicht. Das bisschen Wurzelholz macht aus dem Bora noch keine Staatskarosse und das Alu aus dem letzten BWM keinen Rennwagen. Das schwarze Leder sah zwar toll aus und hätte normalerweise viel Geld gekostet, war aber einfach nur unpraktisch (im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt).

Auf die Klimaanlage würde ich nie mehr verzichten wollen, und was den Verbrauch dank modernster Motortechnologie angeht, lohnt sich angesichts steigender Spritpreise auch jede Investition.

Was aber ABS, ESP, Airbags, Gurtstraffer, Sicherheitslenksäule, … angeht, kann ich deine Kritik nicht nachvollziehen. Sicherlich kosten diese Dinge viel Geld, aber man bewegt sich eben nicht all zu häufig alleine auf abgesperrten Feldwegen, wo man mal so richtig die Sau rauslassen kann, sondern normalerweise im recht engen öffentlichen Straßenverkehr mit vielen anderen. Und da sprechen die Unfallstatistiken doch eine ganz deutliche Sprache. Trotz massiv zugenommenem Verkehr ist die Zahl der Todesopfer auf einem Tiefststand und hat die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen deutlich abgenommen. Dies sind alles direkte Folgen sicherer Fahrzeuge und einer immer besser beherrschten Fahrzeugtechnik, die es gestattet immer bequemere und aus Gründen der Material- und Energieeinsparung leichtere Fahrzeuge trotzdem besser handlebar zu machen, als die Vorgängergeneration.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mutschy,

damit man ein Auto verkaufen kann. Ich persönlich halte
jedenfalls nichts davon. Ein Auto soll mich sauber u trocken
von A nach B bringen. Warum gibts denn sowas einfaches nicht
mehr? Überall nur noch ABS, ESP, Airbags u so´n Kram. Ich will
Auto fahren, wenn ich Computer spielen will, setz ich mich an
den Rechner. Findet ihr das auch oder bin ich der einzige
Purist?

Endlich habe ich einen Gleichgesinnten gefunden. Ich wurde schon beschimpft, als Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer betitelt, nur weil ich ohne ESP und sonstigen Ballast herumfahren will.
Meine Maßnahmen sind: VW kaufen, dort kann man das ESP abbestellen. Zumindes beim 4erGolf und beim gerade abgelösten Polo ging das, obwohl ESP serienmäßig war. Jetzt hab ich mir noch eine Royal Enfield zugelegt. Wird seit 1947 nahezu unverändert gebaut, mit Trommelbremsen und fast ohne Elektrik. Da es eine Diesel ohne Magnetventil ist, brauche ich zum starten und fahren nicht mal einen Zündschlüssel. Den brauche ich nur um das Licht einzuschalten.
Autos haben wegen dem vielen lästigen Schnickschnack ihr Leergewicht in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. So kann man trotz moderner Motoren keinen Sprit sparen.
Was ich auch ganz schlimm finde, ist das Pipsen, wenn man nicht angeschnallt ist. Das geht doch ein Auto gar nichts an. Es ist doch ein Auto und nicht die Polizei!
Demnächst werden Radarsysteme kommen, da brauchst Du auf der Autobahn gar nichts mehr tun, die Karre fährt dann automatisch hinter dem Vordermann her. Augenüberwachungssysteme wären dann schon wieder überholt, weil es dann kein Problem ist während der Fahrt zu schlafen.
Ich hoffe, daß Oldtimer nicht noch verboten werden. Das werden bald die einzigen Autos sein, mit denen man noch wirklich fahren kann. Die Franzosen sind da echte Elektronikfreaks. In diesen Autos ist gar nichts mehr mechanisch, macht alles das eingebaute PC-Netzwerk. Hoffentlich verwenden die kein Windows.
Übrigens brauche ich mein Motorrad nicht mal anschließen. Bis jetzt hat es noch niemand starten können, der mal fahren wollte. Anlasser gibt es nicht und einen 442ccm Einzylinder-Diesel anzukicken, lernt man bei der Fahrschule nicht.
Selbst wenn ein Autohersteller wieder richtige Autos bauen will, die Auto-Bild und Co würden ihn niedermachen und 99% der Leute würden es glauben, weil sie fremdgesteuert sind.
Bald könnte es wie bei der AirForce werden. Die entwickeln unbemannte Flugzeuge mit Fernsteuerung aus dem Bunker. Dann könnten wir zu hause bleiben und lassen nur das Auto ferngesteuert zur Arbeit fahren.

Mit freundlichen Grüßen
Tilo
(der sich endlich mal den Autofrust von der Seele geschrieben hat und hofft, daß es ein Hersteller wenigstens liest)

Hallo Mathias,

Klar, auch ich mag direkte Autos. Den Preis eines Neuwagens
würde ich dafür allerdings nicht ausgeben.

Logisch ist so ein Auto billiger herzustellen. Das Problem ist bloß, daß es ausser Lada keines zu kaufen gibt.

einer schneebedeckten Autobahn im weihnachtlichen
Ferienverkehr geben mir das ABS und die 8 Airbags in meinem
Alltagsauto schon ein besseres Gefühl.

Mir nicht.

Mir kommt es auch seltsam vor, wenn moderne Autos vor Kraft
kaum mehr vorwärtskommen, vor lauter erhöhter Sitzposition und
crash-sicherheit so kippelig werden, dass Armadas kleiner
elektronischer Gizmos helfen müssen, damit Otto-Normalfahrer
überhaupt ankommt, wenn auf seiner Strecke 1 Schneeflocke und
2 Kurven liegen.

Genau DAS isses, was mich so ankotzt. Und was am Schlimmsten
ist: Es gibt keine Fahrzeuge mehr ohne diesen Krempel.

Zum Glück!
Es gibt ja auch kaum noch Fahrzeuge mit starrer Lenksäule, die
bei einem verhältnismässig leichten Crash schon in Deinem
Gesicht steckt…

Das sehe ich anders. Was hat den eine starre Lenksäule damit zu tun, daß ich kein Auto ohne Computergedöns kaufen kann?

Andererseits gibt es Leute, für die ist Autofahren nicht
alles. Die haben auch keine Lust, solche Spirenzchen wie du und ich
auszuprobieren, um ihre Fahrdynamik im Laufe ihrer
automobilistischen Karriere zu perfektionieren.

Ich versteh das jetz mal als Kompliment :o) Ich muss ja nicht
immer rasen wie ein bekloppter. Aber ich fühle mich als Fahrer
in Autos, die wenige bis keine Elektronik an Bord haben,
wohler, da ich mehr kontrolle habe.

Du hast mit Elektronik üblicherweise noch mehr Kontrolle.
Airbags, ABS, Servolenkung sind ein klarer Sicherheitsgewinn.
ESP greift üblöicherweise dann ein, wenn der Normalfahrer von
der Straße fliegen würde. Somit macht auch das Sinn.
Allerdings nur unter den von mir o.g. Voraussetzungen.

Und ein Hutfahrer braucht erst recht keine Elektronik. Der ist so was von weit vom Grenzbereich entfernt, daß das eingebaute ESP sowieso nur Ballast ist.

Bis in absehbarer Zukunft wird sich wohl daran nix ändern: Wer
‚nur‘ Automobil haben will, und nicht Automozwangsstabilisert,
muss etwas Älteres, oder etwas mit (teurem) Abschaltknopf
fahren.

Was bringt der Abschaltknopf im Alltag außer mehr Risiko?

Ich ziehe lieber die passende Sicherung. Dann ist der ganze Krempel wenigstens abgeschaltet, wenn ich Ihn auch mitschleppen und beim Tanken mit bezahlen muß. Rechne doch mal den Mehrverbrauch über ein Autoleben aus. So viel würdest Du niemals freiwillig für eine Versicherung bezahlen.

…dann bleibe ich bei meinen alten Autos. Die krieg ich auch
notfalls wieder mit Hammer u Zange zum Laufen („Hammer, Zange,
Rödeldraht, Sachsenring wünscht gute Fahrt.“). Und am Toyota
(Starlet, P8) geht eh nichts kaputt.

Bis auf den Fahrer, wenn´s knallt…

Das Problem ist doch nicht, daß derjenige, der endlose und allumfassende Sicherheit haben und bezahlen will, sie nicht bekommt. Das Problem ist, daß derjenige, der darauf verzichten möchte, es aufgezwungen bekommt.
Bis jetzt gibt es zum Glück noch keine Helmpflicht für Fußgänger, könnte ja ein Dachziegel runterfallen.

Gruß
Tilo

Sehe ich genau so.
Hi,

du sprichst mir aus der Seele.

Pölergrüsse,

Puristen unter sich :smile:
Hi!
Schön, daß es noch ein paar Gleichgesinnte gibt!
Gruß elmore
Der keinen Regensensor braucht. Bisher habe ich immer gemerkt wenns regnet. Auch meinen Kofferraumdeckel bekomme ich ohne elektrischen Schliesser auf und zu. Habe noch genug Bizeps um meinen Aussenspiegel per Hand zu verstellen, Die Türe bekomme ich ohne Fernbedienung mit dem Schlüssel auf…usw.
Ich weiss wirklich nicht warum so viele diesen ganzem albernen Schnickschnack gut finden…

Ich bin froh über die Auto-Entwicklung weil:

  1. Die technischen Hilfsysteme mich noch nie gestört haben, jedoch z.B. beim Berganfahren im Schnee immer geholfen haben.
    Das ESP im normalen Alltag abzuschalten ist doch unsinnig. Auf der Rennstrecke ja, aber im Alltag greift es so spät ein (bei mir zumindest), dass Alles darüber einfach nur gefährlich ist.

  2. Aktive und passive Sicherheitssysteme geben mir mehr Schutz bei einem Unfall.

  3. Als technikbegeisterter Mensch, gefällt es mir, wenn das Licht von alleine angeht, die Scheibenwischer sich von alleine bewegen, das Radio bei schneller Fahrt lauter wird… usw…

  4. Ein Fahrzeug, das über 1600kg wiegt und mehr als 233PS hat, kann ich mit durschnittl. 7l bewegen.
    Da haben frühere Fahrzeuge doch mehr verbraucht.

Hallo, JCK!

Ich bin froh über die Auto-Entwicklung weil:

  1. Die technischen Hilfsysteme mich noch nie gestört haben,
    jedoch z.B. beim Berganfahren im Schnee immer geholfen haben.

Wer am Berg nich anfahren kann, ist meiner Meinung nach selber schuld. Und wenn alle Stricke reissen, gibbet noch Anfahrhilfen (Sand…). Das kommt davon, wenn man Fahrzeuge mit zig PS fährt u kein Gefühl im Gasfuss hat. Sorry, aber das is meine Meinung.

Das ESP im normalen Alltag abzuschalten ist doch unsinnig. Auf
der Rennstrecke ja, aber im Alltag greift es so spät ein (bei
mir zumindest), dass Alles darüber einfach nur gefährlich ist.

…dann fahr ich einfach vorsichtiger. Dann komme ich gar nicht in Bereiche, wo ESP notwendig ist.

  1. Aktive und passive Sicherheitssysteme geben mir mehr Schutz
    bei einem Unfall.

Das ist ein Argument, welches ich nur teilweise unterstütze. Passivbe Sicherheit reicht mir vollkommen.

  1. Als technikbegeisterter Mensch, gefällt es mir, wenn das
    Licht von alleine angeht, die Scheibenwischer sich von alleine
    bewegen, das Radio bei schneller Fahrt lauter wird… usw…

Das sind aber alles Fehlerquellen, die bei der heutigen Entwicklungsgeschindigkeit de Fahrzeuge einfach nicht genug getestet werden können.

  1. Ein Fahrzeug, das über 1600kg wiegt und mehr als 233PS hat,
    kann ich mit durschnittl. 7l bewegen.

Schön für dich. Mein Starlet (75 PS) braucht 5,5 l in der Stadt u 4,8 auffe Piste. Mir würde ein 26-PS-Auto für die Stadt u ein 50-PS-Auto für längere Strecken vollkommen reichen.

Ich brauch keine Potenzprothese, definiere mich nicht über mein Auto. Wer mich mag, mag mich u nicht mein Auto.

Da haben frühere Fahrzeuge doch mehr verbraucht.

Wohl wahr.

Gruss

Mutschy

hallo.

Das ESP im normalen Alltag abzuschalten ist doch unsinnig. Auf
der Rennstrecke ja, aber im Alltag greift es so spät ein (bei
mir zumindest), dass Alles darüber einfach nur gefährlich ist.

also könnte man genausogut ohne ESP auskommen, gell? :wink:

  1. Als technikbegeisterter Mensch, gefällt es mir, wenn das
    Licht von alleine angeht, die Scheibenwischer sich von alleine
    bewegen, das Radio bei schneller Fahrt lauter wird… usw…

zu ergänzen wäre noch: „und ich das so will“ :wink:
wünschenswert wäre auch, daß alles was alleine angeht auch wieder alleine ausgeht - oder sich zumindest händisch abschalten läßt. ebenfalls nur „wenn ich das so will“.

  1. Ein Fahrzeug, das über 1600kg wiegt und mehr als 233PS hat,
    kann ich mit durschnittl. 7l bewegen.

das gleiche fahrzeug ohne schnickschnack könntest du wahrscheinlich sogar mit 6l bewegen.

auch zu bedenken:
wenn ich heute in einem 5er BMW sitze und nach einer halben stunde radiohören im stand (motor aus) vor zu schwacher batterie gewarnt wird, dann läuft da einfach was falsch.
70000 euro für ein auto, in dem im zum radiohören den motor anlassen muß?!
wenn ein auto schon mit elektronik vollgestopft wird, dann sollten sich die hersteller stärker drum kümmern, wie man damit umgeht.

gruß

michael

Hallo Tilo

Was ich auch ganz schlimm finde, ist das Pipsen, wenn man
nicht angeschnallt ist. Das geht doch ein Auto gar nichts an.
Es ist doch ein Auto und nicht die Polizei!

Piepsen geht ja noch. Es soll Autos geben, die zunächst Piepsen und dann, wenn man sich nicht anschnallt oder den Motor ausmacht, einfach selber abstellen. Wie soll man da noch vernünftig rangieren (z.B. rückwärts einparken…) können? Denn da ist der Gurt nur hinderlich.

Demnächst werden Radarsysteme kommen, da brauchst Du auf der
Autobahn gar nichts mehr tun, die Karre fährt dann automatisch
hinter dem Vordermann her. Augenüberwachungssysteme wären dann
schon wieder überholt, weil es dann kein Problem ist während
der Fahrt zu schlafen.

Naja, ich würde sagen: Entweder komplett automatisch gesteuert oder gar nicht.

Es gibt Zubehör, das ich persönlich durchaus schätze. Das sind Servolenkung und elektrische Fensterheber. Und dass das Dach bei meinem Cabrio elektrisch ist, finde ich auch nicht komplett falsch. Das einzige, was mich daran stört, ist dass es nur bei ausgeschaltetem Motor geht…

Selbst wenn ein Autohersteller wieder richtige Autos bauen
will, die Auto-Bild und Co würden ihn niedermachen und 99% der
Leute würden es glauben, weil sie fremdgesteuert sind.

Das ist ähnlich wie beim Computer. Dank PC-Zeitschriften glauben mittlerweile sehr viele Leute, sie bräuchten nur Antivirentools, Personal Firewall und was weiss ich sonst noch für bunte Programme installieren, schon seien sie sicher, schon könnten ihnen all die Viren etc. nichts mehr anhaben. Umso grösser das Geschrei, wenn dann trotz all dieser Kuschelsicherfühltools doch etwas Böses den Rechner befällt…

CU
Peter

Hallo Elmore

Der keinen Regensensor braucht. Bisher habe ich immer gemerkt
wenns regnet.

Me too. Ausserdem hatte ich schon mal einen Ersatzwagen, als mein Auto zur Reparatur war, der so einen Sensor hat. IMHO völlig unbrauchbar. Es hat geputzt, wenn es gar nicht nötig war. Und wenn es denn mal eher nötig gewesen wäre, hat es nicht geputzt…

Liebe Autohersteller: Bitte lasst solchen Mumpitz weg. Baut lieber eine verstellbare Intervallschaltung ein, so wie es einige Japaner (hatte ich z.B. bei einem Datsun/Nissan Bluebird, ok ist auch ein älteres Fahrzeug…) haben oder hatten. So dass man den Intervall mal etwas schneller, mal etwas langsamer haben kann.

Lichtsensoren brauchts auch nicht, da man sinnvollerweise eh immer mit Licht fährt.

Die Türe bekomme ich ohne Fernbedienung mit dem Schlüssel
auf…

Mit einer Fernbedienung verkratzt aber die Türe rund um das Schloss weniger… :wink:

Wie war das beim Auto von Beckham? Mit einem Notebook geknackt? Ausserdem, wenns denn mal nur noch Türschlösser gibt, die via Fernbedienung funktionieren und aus irgendeinem Grund (dank all der Radio-, Handy- und sonstigen wireless-Geräten, die man inzwischen überall findet, kann da durchaus mal die Verbindung gestört werden…) nicht. Wie öffnest Du dann Dein Auto?

CU
Peter

Hi Tilo!

Du sagst mit diesem Satz eigentlich das wichtigste:

Selbst wenn ein Autohersteller wieder richtige Autos bauen
will, die Auto-Bild und Co würden ihn niedermachen und 99% der
Leute würden es glauben, weil sie fremdgesteuert sind.

Wobei anzumerken ist, dass Auto-Blöd und Co immer in die erstbeste Kerbe hauen, und das kritisieren, worüber auch der kleinste Geist als erstes unken würde.
Aber die realitätsfernen Maßstäbe, welche heutzutage in den Medien angesetzt werden, von Redakteuren, welche die Autos, welche sie testfahren, nicht erst vom sauer verdienten eigenen Geld bezahlen müssen, sind wieder ein anderes Thema …

Bald könnte es wie bei der AirForce werden. Die entwickeln
unbemannte Flugzeuge mit Fernsteuerung aus dem Bunker. Dann
könnten wir zu hause bleiben und lassen nur das Auto
ferngesteuert zur Arbeit fahren.

Genial!!! Die Entwicklung würde ich auf’s allerherzlichste begrüßen!
Mein neues Auto geht für mich anschaffen, damit ich endlich Zeit hab’, meine ollen Schüsseln fahrbar zu machen :wink:

Gruß,
Peter

hallo.

Das ESP im normalen Alltag abzuschalten ist doch unsinnig. Auf
der Rennstrecke ja, aber im Alltag greift es so spät ein (bei
mir zumindest), dass Alles darüber einfach nur gefährlich ist.

also könnte man genausogut ohne ESP auskommen, gell? :wink:

Viele überschätzen sich. Deswegen finde ich das gut.

zu ergänzen wäre noch: „und ich das so will“ :wink:
wünschenswert wäre auch, daß alles was alleine angeht auch
wieder alleine ausgeht - oder sich zumindest händisch
abschalten läßt. ebenfalls nur „wenn ich das so will“.

Bei mir lässt sich so gut wie Alles abschalten.

Gibts hier eigentlich mal einen der meiner Meinung zustimmt!! :wink:

Anfahrhilfen (Sand…). Das kommt davon, wenn man Fahrzeuge
mit zig PS fährt u kein Gefühl im Gasfuss hat. Sorry, aber das
is meine Meinung.

Bitte genau lesen und nicht interpretieren.
Ich sagte nie, dass ich dies ohne Hilfen nicht könnte.

…dann fahr ich einfach vorsichtiger. Dann komme ich gar
nicht in Bereiche, wo ESP notwendig ist.

Und irgendwer verschätzt sich in einer Kurve bzgl. Witterung und Radius und schon kann ESP jemandem helfen.

  1. Ein Fahrzeug, das über 1600kg wiegt und mehr als 233PS hat,
    kann ich mit durschnittl. 7l bewegen.

Schön für dich. Mein Starlet (75 PS) braucht 5,5 l in der
Stadt u 4,8 auffe Piste. Mir würde ein 26-PS-Auto für die
Stadt u ein 50-PS-Auto für längere Strecken vollkommen
reichen.

Leider überhaupt nicht das Thema.

Ich brauch keine Potenzprothese, definiere mich nicht über
mein Auto. Wer mich mag, mag mich u nicht mein Auto.

Reine Interpretation und dümmliche Bemerkung.

Gibts hier eigentlich mal einen der meiner Meinung zustimmt!!
:wink:

ICH!

Gruß
Bonsai

Hi Mutschy,

Wer am Berg nich anfahren kann, ist meiner Meinung nach selber
schuld. Und wenn alle Stricke reissen, gibbet noch
Anfahrhilfen (Sand…). Das kommt davon, wenn man Fahrzeuge
mit zig PS fährt u kein Gefühl im Gasfuss hat. Sorry, aber das
is meine Meinung.

Sorry, an den PS liegt es nun wirklich nicht, ob die Karre durchdreht oder nicht. Und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche, bei 5 Monaten "Hoch"winter im Jahr und ganz unterschiedlichen Fahrzeugen (mit und ohne Anfahrhilfen, mit viel und wenig Leistung…).

Ich brauch keine Potenzprothese, definiere mich nicht über mein Auto. Wer mich mag, mag mich u nicht mein Auto.

Nochmal sorry, die „Potenzprothese“ und das „…definiere mich nicht über mein Auto…“ kommen öfter im Zusammenhang mit PS-starken Autos, und zwar immer aus bestimmten Ecken.
Ich definiere mich auch nicht über mein Auto, stelle aber fest, dass es andere Leute gerne tun. Wie gesagt, ich habe Vergleichsmöglichkeiten und werde mit dem einen Auto schlichtweg für einen Der-hats-nötig-sich-über-sein-Auto-zu-definieren gehalten. Mit anderen Autos nicht. Im Winter, wenn ich im Bürodress mit einer 16 Jahre alten Rostlaube unterwegs bin, zeigen sogar Astra- und Polo-Fahrer mit dem Finger auf mich und lachen lauthals drauf los. Da frage ich Dich: WER definiert sich in so einem Fall übers sein Auto? Der, der kann, es aber nicht zeigt, oder der, der gerne möchte, aber es am Ende doch nicht hinkriegt?

Gruß
Bonsai