Antwort darauf, ebenfalls lang
Hallo, BeLa!
Da wird z.B. das größte Umweltferkel seit Erfindung des Holzvergasers
(„Trabbi“) mit einem Auto verglichen.
Sachte, sachte, ja? Ich schimpfe auch nicht über Rüsselsheimer Blechbüchsen. Ich bin nicht hängengeblieben, Trabant fahren u basteln ist für mich ein Hobby. Käfer, Ente & Co sind sicherlich nicht weniger „umweltschädlich“ als der Trabi. Apropos „umweltschädlich“. Wenn diese Diskussionen kommen, könnt ich jedesmal kotzen. Wer wirklich „umweltschonend“ unterwegs sein will, soll sein Auto verkaufen u Bahn oder Rad fahren.
Ich will ja gar nicht bestreiten, daß in einigen Fällen
weniger mehr gewesen wäre, man mag sich wohl fragen, ob
Automatikgetriebe, automatische Radarabstandshalter,
selbsteinschaltende Scheibenwischer, Lichtautomatiken etc.
wirklich notwendig sind.
Fürs Automatikgetriebe hab sogar ich Verständnis. Man denke nur an diejenigen, die ohne gar nicht fahren könnten (Invaliden bzw Unfallopfer)… Das is was sinnvolles. So was ähnliches gabs übrigens schon ab 1965 beim Trabant, nannte sich Hycomat u war ne halbautomatische Kupplung.
Oftmals führen sie nur zu
fortschreitender Denkunfähigkeit oder -willigkeit dessen, der
das Fahrzeug eigentlich führen soll - statt selbst geführt zu
werden.
Genau das ist das Problem. Die Fahrer denken oftmals: Ich hab Elektronik ohne Ende an Bord, mir passiert nichts. Und das is n Trugschluss.
Aber schauen wir doch mal zurück. Ich bin Jahrgang ´63, als es
bei mir und meinen Freunden mit Autos losging war´s so Ende
der 70er, Anfang der 80er. Viel Kohle war nicht, oft mußte der
alte Wagen von Papa herhalten oder eben andere Gebrauchte
entsprechenden Alters. Was wurde da gebastelt, gespachtelt und
geschraubt - an Autos die grade mal 8 Jahre alt waren und
100Tkm auf der Uhr hatten. Rost an allen Enden - soweit zum
Stammtischspruch „Das war noch richtiges Blech“ *geier,lach*.
Kaum eine Woche ohne neue Probleme, da wurden Ventile
eingestellt, Vergaser gereinigt, Zündungen getrocknet,
Zündkerzen gereinigt und eingestellt, Keilriemen geprüft etc.
pp.
Naja, bis aufs Ventile einstellen kenn ich das vom Trabant :o)
Wie sagte Meister Röhricht: „Jümmers is wat mit dat dorige
Moped…“
Kadett, Escort, Käfer und Co. aus diesen Zeiten fraßen mit
schlappen 50-60 PS leicht ihre 8 Liter Sprit und einen satten
Schluck Öl auf 100km - und bliesen etliches davon stinkend
hinten wieder raus.
Na und? Heutige Autos fahren auch nur mit Sprit. Aber vergiss auch nicht, dass im Westen unserer Republik mehr Unmwelt durch Autos verpestet wurde als im Osten. Ihr hattet einfach mehr Autos.
Wer gerne frickelt und Überraschungen liebt - schön für ihn.
Aber er soll doch bitte seine Leidenschaft für dreckige Finger
nicht mit dem heutigen Begriff von Alltagstauglichkeit
vermischen.
Tu ich gar nicht.
Wer in der Kurve zu schnell war oder plötzlich bremsen mußte
kam meist ins schleudern. Wieviele könnten heute noch leben
oder wären weit weniger schwer verletzt gewesen, wenn es
Airbags, Kopfstützen, Gurte, ABS und ESP sowie passiven
Fußgängerschutz schon gegeben hätte? Das kann doch niemand
ernstlich zuruck haben wollen, oder?
Verlange ich ja nicht, ich hab mich lediglich darüber aufgeregt, dass es die hutigen Konstukteure nicht auf die Reihe kriegen, ein vernünftiges Fahrwerk zu entwickeln u die Fahrwerksschwächen mit ESP & Co vetuschen. Mit vorausschauender Fahrweise, wie es in derFahrschule gelehrt wird, kann nichts passieren, aber das beherzigt ja keiner.
Ein heutiges Auto bietet zeitgemäßen Komfort und Sicherheit
bei niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen. Die
Fahrleistungen durchschnittlicher Autos heute hätten noch vor
25 Jahren einem Sportwagen in jedem Punkt Ehre gemacht - und
das bei halbem Verbrauch und über 90% weniger Emissionen. Mit
meinem ersten Diesel (Kadett E, 1,6l 60PS) mußte ich noch alle
7.500 km zur kleinen und alle 15.000 km zur großen Inspektion
- mein Meriva 1,7 CDTi war bei 42.000 km das erste Mal in der
Werkstatt und leistet doch viel mehr.
Soso, du verrusst also die Umwelt u stellst den Trabi an den Pranger??? Das, was der Trabatn ausstösst, ist jedenfalls lange nicht so gesundheitsschädlich wie das, was dein Opel von sich gibt.
Früher war ein Motor mit 100Tkm ausgelutscht - heute sind
>200Tkm der Normalfall.
Ja, aber nur, wenn dir nicht vorher irgendein Trottel di eKArre zerschiesst :o)
Gruß
BeLa
Gruss
Mutschy