Pennen die Hersteller heutzutage?

hallo.

Bei mir lässt sich so gut wie Alles abschalten.

*puh* glück gehabt! bis jetzt zumindest :smile: man hat schon von autos gehört, die ihre insassen bei glühender hitze eingesperrt haben, diebstahlwarnanlagen, die unvermittelt losschlagen, abgestellte autos, die einfach so in brand geraten, fensterheber, die sich spontan öffnen oder schließen, … die liste läßt sich endlos fortsetzen.

elektronikfehler sind nun mal da und ein problem, und im wahn der letzten 10…15 jahre wurde es teilweise total versäumt, sich über die konsequenzen der zunehmenden auto-automatisierung wirklich gedanken zu machen.

Gibts hier eigentlich mal einen der meiner Meinung zustimmt!!
:wink:

grundsätzlich stimme ich dir ja zu: solange elektronik funktioniert, ist sie äußerst angenehm.
aber fehler werden halt sehr schnell sehr teuer und selber reparieren is nich.
also wie gesagt: „oldtimer“ baujahr 2000-201x wird’s in 30 jahren m.e. kaum geben. auch, weil der ganze elektronikkram nur auf eine durchschnittliche fahrzeuglebensdauer von ca. 14 jahren ausgelegt wird. das macht das auto (für den hersteller) billiger und den gewinn (ebenfalls für den hersteller) größer.

gruß

michael

Hallo,

Gibts hier eigentlich mal einen der meiner Meinung zustimmt!!

Ja, mich. ich könnte mich köstlich darüber amüsieren, wenn hier einige vorvorgestrige Möchtegernmaschinenstürmer versuchen die Tatsache, daß ihre Karren technisch überholt und unzuverlässig sind als „Charakter“ zu euphemisieren. Da wird z.B. das größte Umweltferkel seit Erfindung des Holzvergasers („Trabbi“) mit einem Auto verglichen.
Ich verfolge das schon eine geraume Weile, da werden Lobhudeleien auf uralt Daimler á la /8 angestimmt, die an der ersten Steigung oder BAB-Auffahrt vom geqüälten Heulen des Motors überstimmt werden, der versucht mit seinen paar PS einen Haufen Schwermetall in Wallung zu bringen. Spätestens im Angesicht der Zapfsäule die der Schluckspecht leersäuft ist Ruh´.
Ich will ja gar nicht bestreiten, daß in einigen Fällen weniger mehr gewesen wäre, man mag sich wohl fragen, ob Automatikgetriebe, automatische Radarabstandshalter, selbsteinschaltende Scheibenwischer, Lichtautomatiken etc. wirklich notwendig sind. Oftmals führen sie nur zu fortschreitender Denkunfähigkeit oder -willigkeit dessen, der das Fahrzeug eigentlich führen soll - statt selbst geführt zu werden.
Aber schauen wir doch mal zurück. Ich bin Jahrgang ´63, als es bei mir und meinen Freunden mit Autos losging war´s so Ende der 70er, Anfang der 80er. Viel Kohle war nicht, oft mußte der alte Wagen von Papa herhalten oder eben andere Gebrauchte entsprechenden Alters. Was wurde da gebastelt, gespachtelt und geschraubt - an Autos die grade mal 8 Jahre alt waren und 100Tkm auf der Uhr hatten. Rost an allen Enden - soweit zum Stammtischspruch „Das war noch richtiges Blech“ *geier,lach*. Kaum eine Woche ohne neue Probleme, da wurden Ventile eingestellt, Vergaser gereinigt, Zündungen getrocknet, Zündkerzen gereinigt und eingestellt, Keilriemen geprüft etc. pp.
Wie sagte Meister Röhricht: „Jümmers is wat mit dat dorige Moped…“
Kadett, Escort, Käfer und Co. aus diesen Zeiten fraßen mit schlappen 50-60 PS leicht ihre 8 Liter Sprit und einen satten Schluck Öl auf 100km - und bliesen etliches davon stinkend hinten wieder raus.
Wer gerne frickelt und Überraschungen liebt - schön für ihn. Aber er soll doch bitte seine Leidenschaft für dreckige Finger nicht mit dem heutigen Begriff von Alltagstauglichkeit vermischen.
Wer in der Kurve zu schnell war oder plötzlich bremsen mußte kam meist ins schleudern. Wieviele könnten heute noch leben oder wären weit weniger schwer verletzt gewesen, wenn es Airbags, Kopfstützen, Gurte, ABS und ESP sowie passiven Fußgängerschutz schon gegeben hätte? Das kann doch niemand ernstlich zuruck haben wollen, oder?
Ein heutiges Auto bietet zeitgemäßen Komfort und Sicherheit bei niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen. Die Fahrleistungen durchschnittlicher Autos heute hätten noch vor 25 Jahren einem Sportwagen in jedem Punkt Ehre gemacht - und das bei halbem Verbrauch und über 90% weniger Emissionen. Mit meinem ersten Diesel (Kadett E, 1,6l 60PS) mußte ich noch alle 7.500 km zur kleinen und alle 15.000 km zur großen Inspektion - mein Meriva 1,7 CDTi war bei 42.000 km das erste Mal in der Werkstatt und leistet doch viel mehr.
Früher war ein Motor mit 100Tkm ausgelutscht - heute sind >200Tkm der Normalfall.

Gruß
BeLa

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ja ich
hallo JCK,

ich habe letztens gedöst und den Laster vor mir , der zum Linksabbiegen auf der Straße anhielt, zu spät gesehen. Zu spät, wenn ich kein ABS gehabt hätte sowie ohne meinen Bremsassistenten. Ich habe das Pedal durchgetreten und nur gehofft. Es quietschte furchtbar, ABS ruckelte wie wild, der Gurtstraffer spannte sich

und mein 2Tonner hielt so schnell an, wie mein alter Colt es nie gekonnt hätte. Das nenne ich Fortschritt.

Die Geschichte mit dem BMW und dem Radio ist, wenn sie stimmt, nur ein Armutszeugnis für BMW. Ich kann stundenlang die Sitzheizung anhaben, Radio hören und mit meinem Navi rumspielen, ohne dass die Batterie irgendwie aufmuckt. Wenn ich dazu den Motor anlassen müßte, dann wäre ich dem Hersteller schon längst auf Dach gestiegen, wie man so sagt.

Ich finde es beruhigend, dass mein Wagen ESP hat, auch wenn es vielleicht nie zum Einsatz kommt (außer im WInter, wo es dafür sorgt, dass der Wagen nicht so ausbricht, wie die Fahrzeuge früher).

Du hast vollkommen Recht, früher hätten die Wagen mit unserem Gewischt und Motorleistung viel mehr verbraucht. Das ist schon ein Fortschritt.

Bei meinem kann ich auch alles abstellen, aber auch hier hast Du Recht, es ist schon nett, wenn die kleinen Helferlein rührend versuchen, perfekt zu sein, was ihnen nicht immer gelingt.
Aber alleine schon das automatische Licht ist ein Fortschritt, den ich nicht missen möchte - nie wieder im Tunnel ohne Beleuchtung.

Klar muß ein Wagen nicht alles haben, aber Airbag, ABS und ESP halte ich heutzutage für das Minimum dessen, was sein sollte.

MFG
Henning

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Antwort darauf, ebenfalls lang
Hallo, BeLa!

Da wird z.B. das größte Umweltferkel seit Erfindung des Holzvergasers
(„Trabbi“) mit einem Auto verglichen.

Sachte, sachte, ja? Ich schimpfe auch nicht über Rüsselsheimer Blechbüchsen. Ich bin nicht hängengeblieben, Trabant fahren u basteln ist für mich ein Hobby. Käfer, Ente & Co sind sicherlich nicht weniger „umweltschädlich“ als der Trabi. Apropos „umweltschädlich“. Wenn diese Diskussionen kommen, könnt ich jedesmal kotzen. Wer wirklich „umweltschonend“ unterwegs sein will, soll sein Auto verkaufen u Bahn oder Rad fahren.

Ich will ja gar nicht bestreiten, daß in einigen Fällen
weniger mehr gewesen wäre, man mag sich wohl fragen, ob
Automatikgetriebe, automatische Radarabstandshalter,
selbsteinschaltende Scheibenwischer, Lichtautomatiken etc.
wirklich notwendig sind.

Fürs Automatikgetriebe hab sogar ich Verständnis. Man denke nur an diejenigen, die ohne gar nicht fahren könnten (Invaliden bzw Unfallopfer)… Das is was sinnvolles. So was ähnliches gabs übrigens schon ab 1965 beim Trabant, nannte sich Hycomat u war ne halbautomatische Kupplung.

Oftmals führen sie nur zu
fortschreitender Denkunfähigkeit oder -willigkeit dessen, der
das Fahrzeug eigentlich führen soll - statt selbst geführt zu
werden.

Genau das ist das Problem. Die Fahrer denken oftmals: Ich hab Elektronik ohne Ende an Bord, mir passiert nichts. Und das is n Trugschluss.

Aber schauen wir doch mal zurück. Ich bin Jahrgang ´63, als es
bei mir und meinen Freunden mit Autos losging war´s so Ende
der 70er, Anfang der 80er. Viel Kohle war nicht, oft mußte der
alte Wagen von Papa herhalten oder eben andere Gebrauchte
entsprechenden Alters. Was wurde da gebastelt, gespachtelt und
geschraubt - an Autos die grade mal 8 Jahre alt waren und
100Tkm auf der Uhr hatten. Rost an allen Enden - soweit zum
Stammtischspruch „Das war noch richtiges Blech“ *geier,lach*.
Kaum eine Woche ohne neue Probleme, da wurden Ventile
eingestellt, Vergaser gereinigt, Zündungen getrocknet,
Zündkerzen gereinigt und eingestellt, Keilriemen geprüft etc.
pp.

Naja, bis aufs Ventile einstellen kenn ich das vom Trabant :o)

Wie sagte Meister Röhricht: „Jümmers is wat mit dat dorige
Moped…“
Kadett, Escort, Käfer und Co. aus diesen Zeiten fraßen mit
schlappen 50-60 PS leicht ihre 8 Liter Sprit und einen satten
Schluck Öl auf 100km - und bliesen etliches davon stinkend
hinten wieder raus.

Na und? Heutige Autos fahren auch nur mit Sprit. Aber vergiss auch nicht, dass im Westen unserer Republik mehr Unmwelt durch Autos verpestet wurde als im Osten. Ihr hattet einfach mehr Autos.

Wer gerne frickelt und Überraschungen liebt - schön für ihn.
Aber er soll doch bitte seine Leidenschaft für dreckige Finger
nicht mit dem heutigen Begriff von Alltagstauglichkeit
vermischen.

Tu ich gar nicht.

Wer in der Kurve zu schnell war oder plötzlich bremsen mußte
kam meist ins schleudern. Wieviele könnten heute noch leben
oder wären weit weniger schwer verletzt gewesen, wenn es
Airbags, Kopfstützen, Gurte, ABS und ESP sowie passiven
Fußgängerschutz schon gegeben hätte? Das kann doch niemand
ernstlich zuruck haben wollen, oder?

Verlange ich ja nicht, ich hab mich lediglich darüber aufgeregt, dass es die hutigen Konstukteure nicht auf die Reihe kriegen, ein vernünftiges Fahrwerk zu entwickeln u die Fahrwerksschwächen mit ESP & Co vetuschen. Mit vorausschauender Fahrweise, wie es in derFahrschule gelehrt wird, kann nichts passieren, aber das beherzigt ja keiner.

Ein heutiges Auto bietet zeitgemäßen Komfort und Sicherheit
bei niedrigem Verbrauch und geringen Emissionen. Die
Fahrleistungen durchschnittlicher Autos heute hätten noch vor
25 Jahren einem Sportwagen in jedem Punkt Ehre gemacht - und
das bei halbem Verbrauch und über 90% weniger Emissionen. Mit
meinem ersten Diesel (Kadett E, 1,6l 60PS) mußte ich noch alle
7.500 km zur kleinen und alle 15.000 km zur großen Inspektion

  • mein Meriva 1,7 CDTi war bei 42.000 km das erste Mal in der
    Werkstatt und leistet doch viel mehr.

Soso, du verrusst also die Umwelt u stellst den Trabi an den Pranger??? Das, was der Trabatn ausstösst, ist jedenfalls lange nicht so gesundheitsschädlich wie das, was dein Opel von sich gibt.

Früher war ein Motor mit 100Tkm ausgelutscht - heute sind
>200Tkm der Normalfall.

Ja, aber nur, wenn dir nicht vorher irgendein Trottel di eKArre zerschiesst :o)

Gruß
BeLa

Gruss

Mutschy

Hallo,

Auch Hallo…

ich könnte mich köstlich darüber amüsieren, wenn
hier einige vorvorgestrige Möchtegernmaschinenstürmer
versuchen die Tatsache, daß ihre Karren technisch überholt und
unzuverlässig sind als „Charakter“ zu euphemisieren.

Also da muß ich jetzt Mutschy mal etwas zustimmen. Technischer Fortschritt schön und gut, aber wie kann es sein das es in heutiger Zeit Autos gibt (z.B. der kleine Smart, Benz A-Klasse usw.) die ohne elektronik schon bei einfachen Ausweichmanövern (z.B. „Elchtest“)auf dem Dach liegen??? Beim Smart läßt sich das ESP z.B. gar nicht erst ausschalten und das aus gutem Grund, ohne ist dieses Ding nämlich unfahrbar, deshalb darf er vom Gesetz her gar keine Möglichkeit zum abschalten des ESP haben. Und das in heutiger Zeit! Ein Käfer oder Kadett B aus den 70gern schafft diesen Elchtest problemlos ohne „Helferlein“. Und das nennt sich „technischer Fortschritt“???

Wie gesagt, ich finde es nicht verkehrt das es heute viele hilfreiche Dinge in Fahrzeugen gibt, der Sicherheitsaspekt ist ja nicht von der Hand zu weisen, aber die Hersteller sollten mal wieder lernen Fahrzeuge zu konstruieren die auch ohne diese Hilfsmittel überhaupt fahrbar sind und nicht einfach nur gefährlich. Und ich denke das ist der Punkt den Mutschy ansprach…

Gruß Timon

Hi Timon, aber auch Mutschy,

ja, im Grunde gebe ich euch da auch recht, aber ein „aber“ habe ich trotzdem:

Man kann doch nicht mit Verallgemeinerung von Einzelfällen (*) den allgemeinen Fortschritt in Abrede stellen. Würde das immer und überall (Verallgemeinerung!) so gemacht werden, würden wir unsere 1,5-Tonner heute noch ohne Bremskraftverstärker bremsen.
Du pickst Dir beim Verallgemeinern die Rosinen aus dem Kuchen: Was hatte denn Dein berühmter 70er Kadett oder Käfer für einen Bremsweg?

(*) Mit Einzelfällen will ich nicht das als skandalös zu bezeichnende Fahrverhalten der ersten A-Klasse-Fahrzeuge herunterspielen. Ich meine damit, dass offensichtlich die Ingenieure heute das ESP einfach in ihrem Repertoire haben, wie z.B. ein Arzt eine Batterie von Antibiotika in seinem Koffer hat. Und wenn ein neu entwickeltes Fahrzeug eben bei den ersten Fahrtests durchfällt, müssen die Helferlein aus dem Elektronikbaukasten ran.

Aber zurück zum Fortschritt. Schonmal darüber nachgedacht, wieviele Leben durch die neueste Fahrzeugtechnik schon gerettet wurde? Wieviele kamen denn wirklich schon ums Leben, weil sie sich auf die Gimmicks verlassen haben, die dann aber gerade im wichtigen Moment ausfielen?

Und, mal ehrlich, ist ein Regensensor wirklich so ein Graus? Ich finde es gerade auf langen Reisen sehr angenehm, mich um den Scheibenwischer garnicht kümmern zu müssen. Bin ich deswegen ein schlechterer Autofahrer?

Navi? Ich finde den Weg auch ohne, aber stressfreier ist’s mit.

Sitzheizung? Geht locker ohne, aber gerade die Mitfahrerin freut sich über den warmen Popo.

Parksensor? So ein Scheiß, ich weiß doch, wie lang meiner ist! Also, der bis unters Dach beladene Kombi, so mir nix, dir nix in die gerade mal so passende Lücke bugsiert, das hat schon was.

Die Liste ließe sich noch endlos fortsetzen, aber ich schließe mit den Worten: Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Mutschy hat seinen Trabi als Hobby bezeichnet. Ich finde das ok, der Trabant gehört auch dahin. Die Rennpappe (in Personalunion mit Käfer, Ro80 und NSU Prinz) aber ernsthaft als wahres Auto und als zeitgemäßes Vehikel des Jahres 2006 zu sehen geht doch an der Wirklichkeit vorbei.

Moderne Grüße
Bonsai

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Hallo,

Man kann doch nicht mit Verallgemeinerung von Einzelfällen (*)
den allgemeinen Fortschritt in Abrede stellen. Würde das immer
und überall (Verallgemeinerung!) so gemacht werden, würden
wir unsere 1,5-Tonner heute noch ohne Bremskraftverstärker
bremsen.
Du pickst Dir beim Verallgemeinern die Rosinen aus dem Kuchen:
Was hatte denn Dein berühmter 70er Kadett oder Käfer für einen
Bremsweg?

da hast mich etwas falsch verstanden. Ich bin schon für den Fortschritt und weiß auch die Vorteile zu schätzen. Kleiner Wermutstropfen: ich muß diesen ganzen „schnickschnack“ reparieren und den Kunden schonend beibringen das die Reparatur wieder hunderte kostet ;o).

Ansonsten geb ich dir völlig recht und auch ich liebe den Luxus. Ich bin nur der Meinung man sollte erstmal ein Fahrzeug entwickeln das sich ohne Hilfsmittel auf der Strasse hält bevor man den „Luxus“ einbaut. Wenn es dann mit ABS, ESP und und und noch besser und sicherer ist um so besser…aber vernünftig fahren sollte es erstmal auch ohne. Und das vergessen die Herren Konstrukteure heute scheinbar schonmal, das ist für mich ein Rätsel…

Gruß Timon

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GENAU DAS ISSES,
was ich mit meinem ursprünglichen Posting ansprechen wollte. Ich verweigere mich auch nicht jeglichem Luxus. Mag sein, dass ich vllt zu wenig Erfahrung habe, was diese elektronischen Helferlein angeht. Es ging mir auch nicht darum, alles neue zu verpönen. Mich wundert einfach nur, dass es heutzutage kein kaum ein Auto gibt, was ohne diese Helferlein fahren kann. Ich hab ja auch nie geschrieben, dass der Trabant die Krönung des Automobilbaues ist. „Jacobs hat die Krönung, aber der Trabant ist der Gipfel!“ :o)

Natürlich bin ich als Vater besorgt, dass mein Sprössling heil und unbeschadet von A nach B kommt.

Was ist aber, wenn sich Fahrer auf diese Helferlein verlassen udann infolge eines Ausfalles selber verlassen sind? Wer gibt mir die Garantie, dass so etwas wie das „SBC-Problem“ der E-Klasse nicht wieder auftritt? ABS u ESP sind heutzutage leider zu weit verbreitet u ein Fahrer sollte zumindest in der Fahrschule lernen, wie es ist, wenn diese Systeme ausfallen. Es müsste die Entwicklungszeit für ein Fahrzeug bzw die Assistenz-Systeme verlängert werden, aber dann könnte sich niemand mehr aufgrund der dann entstehenden Kosten ein Auto kaufen…

Fazit: Es ist beschämend, wenn ein Fahrzeug nur mit Assistenz-Systemen sicher zu fahren ist. Und da denke ich, dass wir uns einig sind, oder?

Gruss

Mutschy

Fazit: Es ist beschämend, wenn ein Fahrzeug nur mit
Assistenz-Systemen sicher zu fahren ist. Und da denke ich,
dass wir uns einig sind, oder?

Ja!

Wenn auch die Aussage in dieser absoluten Form eher theoretischen Charakter hat.

Gruß
Bonsai

Hallo *Timon*,

Also da muß ich jetzt Mutschy mal etwas zustimmen. Technischer
Fortschritt schön und gut, aber wie kann es sein das es in
heutiger Zeit Autos gibt (z.B. der kleine Smart, Benz A-Klasse
usw.) die ohne elektronik schon bei einfachen Ausweichmanövern
(z.B. „Elchtest“)auf dem Dach liegen???

Ich schmeiss mich weg. Du willst mir also erzählen, dass z.B. ein Käfer eine bessere Straßenlage hatte? Dass die alten MB bis in die 70er mit Vmax >230 sicher bewegt werden konnten?

Nostalgie in Ehren, aber die gute alte Zeit war nicht besser, die Autos waren technisch lange nicht auf dem Stand wie heute, sie hatte schlicht nicht genug Leistung, als dass das aufgefallen wäre. Wann sind denn die Autos mal >170 gefahren? Heute fährt jeder Kleinwagen locker diese Geschwindigkeit.

Ansonsten kann ich gerade was das Thema passive und aktive Sicherheit angeht die Diskussion absolut nicht verstehen. Euch sind die Todesfallstatistiken der 70er mit massiv weniger Verkehr bekannt? Die kommen sicher nicht daher, weil die Autos so sicher zu bewegen waren.

Grüße
Jürgen

PS: Ich bestreite nicht, dass Oldtimer ihren Charme haben. Aber sicher und alltagstauglich aus heutiger Sicht sind die Karren sicher nicht. Und das geht bei dem Polo meiner Eltern von 1990 schon los …

Hi,

Zu
spät, wenn ich kein ABS gehabt hätte

ein weit verbreiteter Irrtum. ABS verkürzt den Bremsweg gar nicht sondern erhält die Lenkfähigkeit. Es ist eben grade nicht so, dass es die Technik schon richten wird. Wenn der Mensch die tolle Sicherheitsfunktion gar nicht richtig nutzt bringt sie genau nix.

Viele Grüße,
J~

Hallo…

Ich schmeiss mich weg. Du willst mir also erzählen, dass z.B.
ein Käfer eine bessere Straßenlage hatte? Dass die alten MB
bis in die 70er mit Vmax >230 sicher bewegt werden konnten?

Nee nee, das hab ich nie gesagt! Ich habe nur gesagt das Käfer und Co beim Elchtest nicht umgefallen sind, und das ist einfach so. Ich behaupte nicht das sowas z.B. am Käfer spurlos vorbeigeht oder das Fahrwerk sogar besser war als heutige. Aber auf’s Dach fallen oder umkippen gabs bei simplen Ausweichmanövern einfach nicht, und das ganz ohne ESP ;o). Hab selber 3 Käfer gefahren, mich öfters wegen „übermütiger Fahrweise“ in jungen Jahren mit den Käfern gedreht wie ein Kreisel, aber umfallen ging einfach nicht…im Gegensatz zu A-Klasse, Smart und Co…

Und dann solltest du mal versuchen einen Smart im Winter durch den Schnee zu bewegen, es geht nicht. Sobald du dich auch nur annähernd festfährst und ein Rad durchdreht regelt das (nicht abschaltbare) ESP so dermaßen ab das ein weiterkommen fast unmöglich ist. Das passiert sogar bei mir auf dem Werkstatthof obwohl der fast gerade ist. Toller technischer Fortschritt…

Gruß Timon

Hallo…

Nee nee, das hab ich nie gesagt! Ich habe nur gesagt das Käfer
und Co beim Elchtest nicht umgefallen sind,

…meiner schon 2 mal, aber bei ersten mal war zugegebenerweise ein Randstein im Weg.

Allerdings muß ich Dir ansonsten zustimmen. Die Leute ersetzen beim Fahren Hirn duch elektronische Helferlein, oder besser gesagt, sie meinen, daß sich Hirn duch Elektronik ersetzen ließe.
Es ist schon auffallend wie eng auf Autobahnen aufgefahren wird und wie schnell einer heutzutage mit einem „normalen“ Auto ohne ESP um die Kurve fahren muß, damit er rausfliegt möchte ich garnicht wissen…trotzdem passiert es (wahrscheinlich auch mit, weil die Deppen meinen, damit müßte es noch schneller gehen…)

Grüße
HylTox
ABS, sonst nix!

Hi…

…meiner schon 2 mal, aber bei ersten mal war
zugegebenerweise ein Randstein im Weg.

…ja manche Menschen schaffen alles *gg*…

Aber ich rede ja von alltäglichen Situationen, nicht von extremen.
Z.B.: Ball rollt auf die Strasse, Kind hinterher - man muß einen schnellen links-rechts-links Haken machen um auszuweichen (was anderes ist der „Elchtest“ ja nicht), da kann es nicht sein das ein modernes Fahrzeug bei 60-70Km/H ohne Hilfsmittel einfach umfällt. Das ist halt der Punkt den ich nicht verstehe und auch nicht einsehen will. Sowas ging doch schon vor 50Jahren ohne auf’s Dach zu fallen, warum heut nicht mehr?

Aber solche Fahrzeuge sind ja zum Glück die Ausnahme…

Gruß Timon

hallo,
dann waren die ganzen Berichte, die ich im TV gesehen habe, wo der Wagen mit ABS eher zum Stehen kam also falsch? Wenn Du es sagst.

Was hälst Du eigentlich von PreSafe bzw. ProSafe, Distronic und vor allem dem Nachtsichtassistenten? Du kannst nicht bestreiten, dass hierdurch das Fahren sicherer wird.

Eine Stellungnahme Deinerseits würde mich schon interesieren.

MFG
Henning

hallo,
dann waren die ganzen Berichte, die ich im TV gesehen habe, wo
der Wagen mit ABS eher zum Stehen kam also falsch? Wenn Du es
sagst.

Hallo,
idR ist der Bremsweg bei einer Vollbremsung mit blockierenden Rädern länger als der mit ABS, bei dem das System (meistens) auf das Maximum der Reibwert/Schlupf-Kurve ausregelt.
Die einzige Ausnahme ist auf losem Tiefschnee und tieferem Sand. Bei diesen deutlich weniger häufigen Fahrbahnbedingungen kann in der Tat die blockiernde Bremse zu einem kürzeren Bremsweg führen (Schneepflug-Effekt). Allerdings ist die Lenkfähigkeit bei blockiernden Rädern sehr eingeschränkt.
Also in Summe : ABS bleibt im Vorteil.
Gruß
Karl

Hi,

Allerdings ist die
Lenkfähigkeit bei blockiernden Rädern sehr eingeschränkt.

ja, und DAS verbessert ABS. Man muss (als Mensch) also sein Verhalten ändern und bei einer Vollbremsung AKTIV etwas tun; lenken nämlich.

Also in Summe : ABS bleibt im Vorteil.

Ja, natürlich. Was ich deutlich machen wollte war, das ein Sicherheitssystem nicht „irgendwas ist, dass alles besser macht“. Denn diese Sicherheit wäre trügerisch.

Grüße,
J~

Hi,

dann waren die ganzen Berichte, die ich im TV gesehen habe, wo
der Wagen mit ABS eher zum Stehen kam also falsch?

vielleicht hast du nicht richtig zugehört, es wurde (suggestiv) falsch dargestellt oder …

Was hälst Du eigentlich von PreSafe bzw. ProSafe, Distronic
und vor allem dem Nachtsichtassistenten? Du kannst nicht
bestreiten, dass hierdurch das Fahren sicherer wird.

Was Fahren WIRKLICH sicherer macht, ist eine sichere Fahrweise des Fahrers. Wenn DU nicht geschlafen hättest, wenn DU langsamer gefahren wärst, wenn DU mehr Abstand gehalten hättest, wenn DU vorausschauender gefahen wärst, DANN wäre das Fahren sicherer geworden. All die Technik kann nur retten was zu retten ist :smile:

Viele Grüße,
J~

Hi,

Ein Käfer oder Kadett B aus
den 70gern schafft diesen Elchtest problemlos ohne
„Helferlein“. Und das nennt sich „technischer Fortschritt“???

Da muss man beim Käfer unterscheiden, ob es einer mit Schräglenkerachse (1302/03 und Automatik) oder einer mit Pendelachse (12/1300) ist. Die mit den Pendelachsen kippten sehr leicht um, vor allem, wenn man sie ohne Antrieb rollen ließ und dann - und das gar nicht mal scharf - lenkte. Dann hoben sie das Bein und wenn man ein wenig zu schnell war, kippten sie um.
Der B-Kadett hoppelte dann hinten immer weg.

Viele Grüße
WoDi

Hallo,

Würden die Leute Ihr Licht am Auto am Tage abschalten und dafür das Gehirn einschalten, würden noch weniger Unfälle passieren.

Würden die Autos von damals die die Hälfte wogen heute mit den Motoren und ohne den Schnickschnack fahren, bräuchten sie nur 3l.

gruß
dennis

dessen alter Toyota Starlet auch nur 7l braucht.

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