Pennen die Hersteller heutzutage?

Hi!

Bist du sicher, dass du ESP meinst und nicht vielleicht ASR?

Ja.

Hm, eigentlich kann es nicht sein, dass das ESP einsetzt, es
sei denn, du bewegst das Auto in Kurven im Grenzbereich, der
aber sehr hoch angesiedelt ist.
Was ist das denn für ein Modell? Motorleistung?

Das ist ein Mercedes E 320 CDI mit ca. 200 PS.
Man fährt bei Regen etwas zackiger um die Kurve und schon arbeitet das ESP. Ist bei jedem anderen Auto mit ESP ebenso leicht zu provozieren. Daher halte ich ESP durchaus für sinnvoll. Nach 10 Stunden Fahrt bei Nacht und Regen kann es schon mal sein, dass man etwas zu fix in die Autobahnausfahrt fährt. Da schätze ich ESP dann schon sehr.

Wer das nicht will - bitte.
Ich hoffe nur, dass nicht irgendwann ein verschrobener, ewig Gestriger einen meiner Lieben oder mich über den Haufen fährt.

Grüße,

Mathias

hallo Helge,

wenn es eben geht habe ich Schiebedach auf und Fenster runter - bekomme so also schon viel mit,
nur, ich bin mal ehrlich:
ich habe auf den Momentanverbrauch meines Wagens geguckt und war dadurch abgelenkt. So kam es zu der kritischen Situation.

Wäre im Colt nie passiert, der hat fast nix zum Gucken.

MFG
HG

Hallo Mathias!

Außerdem KANN die geschilderte Situation bei angemessener
Geschwindigkeit NCHT passieren, außer jemand pennt am Steuer.
Und da können ESP und ABS nix dran machen.

Das ist wirklichkeitsfremd.

Das musst du mir mal erklären, wie mir bei angemessener Geschwindigkeit an einem Zebrastreifen, mit Kindern drauf der Bremsweg nicht langen sollte ???

Außerdem ist es vollkommen falsch, zu erwarten ESP würde beim
Abbremsen einen Vorteil bringen, den ABS nicht schon erreichen
kann.

Keineswegs.
Wenn in der Kurve gebremst wird, kann ESP das Ausbrechen und
somit einen Unfall verhindern.
Gerade hier ist ESP ausgesprochen sinnvoll.

ABS kann das schon. Außer du gibst zuviel Gas. Dafür braucht es ESP.

ESP regelt nur solange du Gas gibst und deinem Elektronischem
Fahrgerät deinen Wunsch nach Vortrieb signalisierst, und auch
nur dann, wenn dieser nicht den Traktionsverhältnissen
angemessen ist, sprich: du schneller fahren willst, als du
kannst.

Falsch.
ESP regelt dann, wenn das Fahrzeug droht, aus der Spur zu
geraten. Der Lastbereich ist dabei uninteressant.

Du hast bestimmt schon viele schöne bunte Broschüren der Hersteller gelesen :wink:
Volle Segel inne Kurve, ESP wird’s schon richten, weil wenn’s hi und da richtig bremst und am Motor rumregelt, bleibt das Auto auf der Straße, und dann kommt der Weihnachtsmann …

Ich hingegen freue mich über technischen Fortschritt, …

über FORTSCHRITT freue ich mich auch, aber mentale Rückschritte grämen mich.

Wer sich und seine Familie nur in einem vollelektronisch
gesteuertem Panzer auf der Straße sehen mag, soll dies
meinetwegen tun.
Aber damit anzugeben, und es als Verantwortungsbewusstsein zu
verkaufen, ist einerseits elitär und andererseits nicht
richtig
Verantwortung beginnt beim Verhalten, nicht beim Wohlstand.

Das stimmt.
Nur nützt Dir das beste Verhalten nichts, wenn ein
unaufmerksamer Fahrer Dich im Trabbi abmäht.

Was der 50 TEURO Limousinen Fahrer dank ESP, Nachtsichtassistent, Radarsystem und Massagesitzen usw. natürlich nie tun könnte?

Somit ist es nicht nur verantwortungsvoll, sondern überhaupt
nicht erst zur Disposition stehend, seine Familie in einem
sicheren Fahrzeug zu transportieren.

Genau, wieviel Geld du oder ich dafür ausgeben können, steht wirklich nicht zur Disposition.

Gruß,
Peter

Hi!

Außerdem KANN die geschilderte Situation bei angemessener
Geschwindigkeit NCHT passieren, außer jemand pennt am Steuer.
Und da können ESP und ABS nix dran machen.

Das ist wirklichkeitsfremd.

Das musst du mir mal erklären, wie mir bei
angemessener Geschwindigkeit an einem
Zebrastreifen, mit Kindern drauf der Bremsweg nicht langen
sollte ???

Ganz einfach: es kommt nicht nur auf die Geschw. an, sondern auch auf den Zeitpunkt der Bremsung. Wenn der Fahrer abgelenkt ist und somit später als möglich bremst, kann es schon eng werden. Dazu noch eine nur am rechten Rand glatte Fahrbahn und schon wird ESP zum Lebensretter.
Gerade solche „My-Split“ Bremsungen sind mit älteren Fahrzeugen oftmals richtig spannend.
Klar, dass die Altauto-Profis hier solche Situationen nicht kennen, sonst würden sie ja im Alltag vernünftige Autos fahren…

Außerdem ist es vollkommen falsch, zu erwarten ESP würde beim
Abbremsen einen Vorteil bringen, den ABS nicht schon erreichen
kann.

Keineswegs.
Wenn in der Kurve gebremst wird, kann ESP das Ausbrechen und
somit einen Unfall verhindern.
Gerade hier ist ESP ausgesprochen sinnvoll.

ABS kann das schon. Außer du gibst zuviel Gas. Dafür braucht
es ESP.

ABS kann nicht ein einzelnes Rad abbremsen zum Zwecke der Stabilisierung des Fahrzeuges. Hierfür sind zusätzliche Radsensoren und Gierratensensoren nötig.

ESP regelt nur solange du Gas gibst und deinem Elektronischem
Fahrgerät deinen Wunsch nach Vortrieb signalisierst, und auch
nur dann, wenn dieser nicht den Traktionsverhältnissen
angemessen ist, sprich: du schneller fahren willst, als du
kannst.

Falsch.
ESP regelt dann, wenn das Fahrzeug droht, aus der Spur zu
geraten. Der Lastbereich ist dabei uninteressant.

Du hast bestimmt schon viele schöne bunte Broschüren der
Hersteller gelesen :wink:

Ich fahre seit Jahren schere, starke Autos. Mit ESP und ohne.
Im Vergleich ist ESP die erste wirklich sinnvolle Neuerung in der Automobilentwicklung seit der Erfindung des Airbag.
Ich kann Leuten, die mehr als sagen wir 2 Jahre Fahrerfahrung besitzen und dies nicht verstehen, nicht folgen.
Es liegt klar auf der Hand, eine einzige brenzlige Situation, z.B. mit 130 im Frühjahr auf der AB in der Kurve ein noch glattes Stück erwischen. Ohne ESP schleudert man, mit nicht.
Da zudem die Leute immer doofer, die AUtos aber immer schneller werden, macht es schon Sinn, den A4 TDI bei 190 elektronisch in der Spur zu halten, wenn schon der Fahrer es nicht schafft…

Volle Segel inne Kurve, ESP wird’s schon richten, weil wenn’s
hi und da richtig bremst und am Motor rumregelt, bleibt das
Auto auf der Straße, und dann kommt der Weihnachtsmann …

Ich kan nicht feststellen, dass seit der Erfindung des ESP schneller gefahren würde. Eher im gegenteil.

Ich hingegen freue mich über technischen Fortschritt, …

über FORTSCHRITT freue ich mich auch, aber mentale
Rückschritte grämen mich.

Ich sehe bei ESP keinen mentalen Rückschritt. Bei der Negierung seines Nutzens jedoch sehe ich vielerorts eine gewisse mentale Stagnation… :wink:

Wer sich und seine Familie nur in einem vollelektronisch
gesteuertem Panzer auf der Straße sehen mag, soll dies
meinetwegen tun.
Aber damit anzugeben, und es als Verantwortungsbewusstsein zu
verkaufen, ist einerseits elitär und andererseits nicht
richtig
Verantwortung beginnt beim Verhalten, nicht beim Wohlstand.

Das stimmt.
Nur nützt Dir das beste Verhalten nichts, wenn ein
unaufmerksamer Fahrer Dich im Trabbi abmäht.

Was der 50 TEURO Limousinen Fahrer dank ESP,
Nachtsichtassistent, Radarsystem und Massagesitzen usw.
natürlich nie tun könnte?

Klar. Nur ist es besser, Du sitzt dann eben auch in einem solchen Wagen. Lies nochmal meinen Satz. Das meinte ich.
Mir geht es weniger um meine Fahrfehler, als die der anderen, wenn ich von passiver Sicherheit wie Knautschzobe und Crashstruktur/Partnerschutz spreche.

Somit ist es nicht nur verantwortungsvoll, sondern überhaupt
nicht erst zur Disposition stehend, seine Familie in einem
sicheren Fahrzeug zu transportieren.

Genau, wieviel Geld du oder ich dafür ausgeben können, steht
wirklich nicht zur Disposition.

Wenn Du kein vernünftiges Auto kaufen kannst, fahre besser Bahn.
Ein gutes, sicheres Auto wie z.B. einen BMW 520i oder einen Mercedes E200, ca. Baujahr 1997, gibt es für 7-10 TEUR. Das wäre mir meine Familie wert und die allermeisten Deutschen geben deutlich mehr für deutlich unsicherere Gefährte aus.

Grüße,

Mathias

Hi Mathias!

Wenn Du kein vernünftiges Auto kaufen kannst, fahre besser
Bahn.

So wie alle anderen armen Schlucker, oder?
Damit die Treiber teurer ESP-Vehikel im Winter nicht mehr die Heckansicht meines ollen Sierra ertragen müssen?

Ein gutes, sicheres Auto wie z.B. einen BMW 520i oder einen
Mercedes E200, ca. Baujahr 1997, gibt es für 7-10 TEUR. Das
wäre mir meine Familie wert und die allermeisten Deutschen
geben deutlich mehr für deutlich unsicherere Gefährte aus.

Du willst nicht verstehen, dass ein einfaches Auto mit brauchbarem Fahrwerk und Bremsen und vernünftiger Bereifung sich absolut sicher bewegen lässt, wenn es
a) mit einer der Situation ANGEMESSENEN Geschwindigkeit bewegt wird
b) am Steuer NICHT GESCHLAFEN wird
c) der/die Fahrer/in mit ihrem Gefährt auch in einer Schrecksituation hinreichend umgehen können.

Wenn du meinst, nur ESP könne dir ausreichende Sicherheit geben, dann brauchst du es wohl - auch wenn du damit die Physik nicht austricksen kannst.
Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst!

Ich stecke mein bescheidenes Vermögen lieber ganz unvernünftig in den nächsten Urlaub und in mein Motorrad, und schmunzle über die vielen mobilen Elektronik-Labore, welche jeden Winter im Graben liegen.

Gruß,
Peter

Hallo Peter!

Wenn Du kein vernünftiges Auto kaufen kannst, fahre besser
Bahn.

So wie alle anderen armen Schlucker, oder?
Damit die Treiber teurer ESP-Vehikel im Winter nicht mehr die
Heckansicht meines ollen Sierra ertragen müssen?

Naja, solange er einen Kat hat… :wink:

Ein gutes, sicheres Auto wie z.B. einen BMW 520i oder einen
Mercedes E200, ca. Baujahr 1997, gibt es für 7-10 TEUR. Das
wäre mir meine Familie wert und die allermeisten Deutschen
geben deutlich mehr für deutlich unsicherere Gefährte aus.

Du willst nicht verstehen, dass ein einfaches Auto mit
brauchbarem Fahrwerk und Bremsen und vernünftiger Bereifung
sich absolut sicher bewegen lässt, wenn es
a) mit einer der Situation ANGEMESSENEN
Geschwindigkeit bewegt wird

s.o., die V ist bei weitem nicht alles.

b) am Steuer NICHT GESCHLAFEN wird

s.o., kann kein Mensch zu 100% sicherstellen.

c) der/die Fahrer/in mit ihrem Gefährt auch in einer
Schrecksituation hinreichend umgehen können.

Das denken bzw. behaupten die meisten von sich…

Wenn du meinst, nur ESP könne dir ausreichende Sicherheit
geben, dann brauchst du es wohl - auch wenn du damit die
Physik nicht austricksen kannst.

Habe ich das geschrieben?

Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst!

Ich kann und muss, da ich ein verantwortungsvoll handelnder Mensch bin.

Ich stecke mein bescheidenes Vermögen lieber ganz unvernünftig
in den nächsten Urlaub und in mein Motorrad, und schmunzle
über die vielen mobilen Elektronik-Labore, welche jeden Winter
im Graben liegen.

Ich lag nur einmal im Graben. 1992 mit einem Golf 2. Da war ich blau und die Straße weiß…
Ansonsten wünsche ich natürlich weiterhin gute Fahrt mit dem Sierra. Wenn es mal kanllt, wirst Du an mich denken.
Ich habe vor ca. 14 Jahren nebenbei für Hertz als Fahrer gearbeitet. Ein Kollege fuhr damals mit einem Ford Sierra 2.0, nagelneu, einem Passat hintenauf. Stadtverkewhr, vielleicht 40-60 Km/h. Der Ford war vorne quasi zerfetzt, der Kollege an den Beinen mittelschwer verletzt.
Wir wird das wohl mit Deinem Wagen sein, der sicherlich schon Rost an wichtigen Rahmenpunkten aufweist und unter genereller Materialermüdung leidet?

Solche Kisten gehören in den Schrott oder in technisch einwandfreiem Zustand in Youngtimer-Szene. Aber nicht mehr im alltag auf die Straße.

Grüße,

Mathias

Hallo Peter!

Hallo nochmal Mathias!

b) am Steuer NICHT GESCHLAFEN wird

s.o., kann kein Mensch zu 100% sicherstellen.

… so wie ESP auch nicht.
Systeme, die das können, sind schon in Arbeit, aber wie woanders schon geschrieben, würde ich einem solchen Vehikel morgens ein Vesper machen, und es für mich zum Arbeiten schicken.

c) der/die Fahrer/in mit ihrem Gefährt auch in einer
Schrecksituation hinreichend umgehen können.

Das denken bzw. behaupten die meisten von sich…

Die meisten denken falsch, aber das ist eine Binsenweisheit.
Aber es kann geübt werden.
Nur elektronische Helferlein zu kaufen, langt eben nicht.

Wenn du meinst, nur ESP könne dir ausreichende Sicherheit
geben, dann brauchst du es wohl - auch wenn du damit die
Physik nicht austricksen kannst.

Habe ich das geschrieben?

Lies mal nach, wie deine Aussage rüberkommt.

Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst!

Ich kann und muss, da ich ein verantwortungsvoll handelnder
Mensch bin.

Schön für dich, aber du solltest es vielleicht nicht anderen pauschal wegen ihrer Fahrzeugwahl absprechen.

Ansonsten wünsche ich natürlich weiterhin gute Fahrt mit dem
Sierra.

Danke! Ich geb’ auch zu, dass es richtig Spass macht, alle möglichen elektronischen Superautos an verschneiten Steigungen mit leicht schwänzelndem Heck einfach stehenzulassen :wink:

Wenn es mal kanllt, wirst Du an mich denken.

Da werde ich eher denken: „Der/Die Idiot/in!!!“ oder vielleicht auch:„Ich Idiot!!!“
Aber ein AIIP* wird nicht so bald marktreif werden.

…Ein Kollege fuhr damals mit einem Ford Sierra 2.0,
nagelneu, einem Passat hintenauf. Stadtverkewhr, vielleicht
40-60 Km/h. Der Ford war vorne quasi zerfetzt, der Kollege an
den Beinen mittelschwer verletzt.

Klar, für dich ist halt der Sierra schuld!
Ich würde seinen Fehler weniger an der Wahl des Vehikels, als eher in mangelndem Abstand/mangelnder Aufmerksamkeit suchen, da ich ja verantwortungslos denke.
Ähnliche Schicksale erleiden übrigens tagtäglich auch Fahrer moderner Fahrzeuge, die nicht kapieren wollen, dass Abstand zum Vordermann nicht aus Angst, sondern aus Verstand gehalten werden sollte.

Wir wird das wohl mit Deinem Wagen sein, der sicherlich schon
Rost an wichtigen Rahmenpunkten aufweist und unter genereller
Materialermüdung leidet?

Nein, kaum Rost, weniger als mancher Benz selben Alters.
Und die Materialermüdung musst du mir erstmal zeigen, die aus einer stabilen Karosse einen labilen Becher macht.
Wenn ich neue Autos verkaufen wollte, würde ich natürlich auch so argumentieren.
Ich habe genug Rost geschluckt und Blech gedengelt, um zu wissen, wo die Stabilität aufhört.
Wenn Sicherheit ständig mit mehr Sicherheit übertrumpft wird, gilt irgendwann mal selbst ein Leopard II als labile Selbstmordkarosse.

Solche Kisten gehören in den Schrott oder in technisch
einwandfreiem Zustand in Youngtimer-Szene. Aber nicht mehr im
alltag auf die Straße.

Zum Glück gehört die Straße nicht dir.
Deine Spielregeln gefallen mir nicht.
Vielen anderen bestimmt auch nicht.

Gruß,
Peter

* Der jetzt versuchen wird, das Anti Ich Idiot Programm zu implementieren

Hallo Peter!

b) am Steuer NICHT GESCHLAFEN wird

s.o., kann kein Mensch zu 100% sicherstellen.

… so wie ESP auch nicht.

Sagte ich auch nicht.
ESP kann aber die Folgen einer verspäteten Reaktion stark abmindern. Darum geht es.

Systeme, die das können, sind schon in Arbeit, aber wie
woanders schon geschrieben, würde ich einem solchen Vehikel
morgens ein Vesper machen, und es für mich zum Arbeiten
schicken.

Viele Neuentwicklungen benötigen eine gewisse Akzeptanzzeit. War auch so beim Sicherheitsgurt.
Ich würde mir allerdings auch kein neues Auto kaufen, nur um in Zukunft ein Radarabstandsregelsystem nutzen zu können. Das würde ja bei mir gar nicht mehr aufhören zu piepsen… :wink:

c) der/die Fahrer/in mit ihrem Gefährt auch in einer
Schrecksituation hinreichend umgehen können.

Das denken bzw. behaupten die meisten von sich…

Die meisten denken falsch, aber das ist eine Binsenweisheit.
Aber es kann geübt werden.
Nur elektronische Helferlein zu kaufen, langt eben nicht.

Das habe ich auch nicht behauptet.
Immer wach und 100% aufmerksam zu sein, ist jedoch unrealistisch. Daher nehme ich gerne Hilfe an, wenn sie denn in Form von Stabilisierungsmaßnahmen in kritischen Situationen erfolgt.

Wenn du meinst, nur ESP könne dir ausreichende Sicherheit
geben, dann brauchst du es wohl - auch wenn du damit die
Physik nicht austricksen kannst.

Habe ich das geschrieben?

Lies mal nach, wie deine Aussage rüberkommt.

Ich frage nochmals: habe ich das geschrieben?
Lies mal nach. Ich schrieb lediglich von unterstützenden Sicherheitsmaßnahmen.

Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst!

Ich kann und muss, da ich ein verantwortungsvoll handelnder
Mensch bin.

Schön für dich, aber du solltest es vielleicht nicht anderen
pauschal wegen ihrer Fahrzeugwahl absprechen.

Habe ich das geschrieben?
Gemeint habe ich es allerdings in der Tat.
Wer heute noch mit einer alten, unsicheren Kiste im Alltag seine Familie transportiert, spart am falschen Eck. So sehe ich das.

Ansonsten wünsche ich natürlich weiterhin gute Fahrt mit dem
Sierra.

Danke! Ich geb’ auch zu, dass es richtig Spass macht, alle
möglichen elektronischen Superautos an verschneiten Steigungen
mit leicht schwänzelndem Heck einfach stehenzulassen :wink:

Naja, in solchen Situationen schalte ich ESP kontrolliert und bewusst ab, ziehe an Deiner alten Stinkkiste vorbei und freue ich in der nächsten Kurve über ein Sicherheitsplus… :wink:

Wenn es mal kanllt, wirst Du an mich denken.

Da werde ich eher denken: „Der/Die Idiot/in!!!“ oder
vielleicht auch:„Ich Idiot!!!“

Und hoffentlich nicht: „hätte ich doch bloss auf Mathias gehört, dann würde meine Familie noch leben“…

Aber ein AIIP* wird nicht so bald marktreif werden.

Was ist ein AIIP?

…Ein Kollege fuhr damals mit einem Ford Sierra 2.0,
nagelneu, einem Passat hintenauf. Stadtverkewhr, vielleicht
40-60 Km/h. Der Ford war vorne quasi zerfetzt, der Kollege an
den Beinen mittelschwer verletzt.

Klar, für dich ist halt der Sierra schuld!
Ich würde seinen Fehler weniger an der Wahl des Vehikels, als
eher in mangelndem Abstand/mangelnder Aufmerksamkeit suchen,
da ich ja verantwortungslos denke.

Damit kann man natürlich auch noch einen Trabbi rechtfertigen.
Mir ging es darum, die schlechte Crashstruktur des Ford Sierra zu thematisieren. Wer dabei auffährt ist weniger relevant.

Ähnliche Schicksale erleiden übrigens tagtäglich auch Fahrer
moderner Fahrzeuge, die nicht kapieren wollen, dass Abstand
zum Vordermann nicht aus Angst, sondern aus Verstand gehalten
werden sollte.

Manchmal pennen auch die anderen. Das kannst Du nicht beeinflussen. Hier kommen dann die passiven Sicherheitseinrichtungen ins Spiel. Schön wenn sie vorhanden sind.

Wir wird das wohl mit Deinem Wagen sein, der sicherlich schon
Rost an wichtigen Rahmenpunkten aufweist und unter genereller
Materialermüdung leidet?

Nein, kaum Rost, weniger als mancher Benz selben Alters.

Mal die Schweller / Schwellerenden / Achsträger / A- Säulen unter den Kotflügeln angesehen?

Und die Materialermüdung musst du mir erstmal zeigen, die aus
einer stabilen Karosse einen labilen Becher macht.

s.o.

Wenn ich neue Autos verkaufen wollte, würde ich natürlich auch
so argumentieren.

Ich verkaufe keine Autos. Ich habe noch nicht einmal Kinder.

Ich habe genug Rost geschluckt und Blech gedengelt, um zu
wissen, wo die Stabilität aufhört.

Hast Du schon mal einen schweren Unfall erlebt?

Wenn Sicherheit ständig mit mehr Sicherheit übertrumpft wird,
gilt irgendwann mal selbst ein Leopard II als labile
Selbstmordkarosse.

Das ist wenig hilfreich.
Ich bin der Meinung, man sollte sich in sinnvollem Rahmen im Verkehr absichern. Aktiv wie passiv.

Solche Kisten gehören in den Schrott oder in technisch
einwandfreiem Zustand in Youngtimer-Szene. Aber nicht mehr im
alltag auf die Straße.

Zum Glück gehört die Straße nicht dir.

Doch, das tut sie. Wenn ich nachts um 3 richtung Garmisch fahre…

Deine Spielregeln gefallen mir nicht.

Mir die Deinen auch nicht. Ich muss nämlich damit leben, wenn ich in einen Unfall mit Deinem Schrotthaufen verwickelt werde jemand dabei zu Schaden kommt. Zudem werde ich in einem solchen Fall auch schwerer getroffen als nötig, denn von verformbarer Crashzelle und Partnerschutz ist bei Deinem Auto nicht viel zu finden.
Wie gesagt: sieh´ Dir ruhig mal ein paar gecrashte Altautos in den Archiven z.B. einer Polizeischule an.

Vielen anderen bestimmt auch nicht.

Damit muss ich leben. Mir geht das in vielen anderen Lebenslagen auch so.
Ich bin ein Nonkonformist… :wink:

Grüße,

Mathias