Hallo Peter!
…
b) am Steuer NICHT GESCHLAFEN wird
s.o., kann kein Mensch zu 100% sicherstellen.
… so wie ESP auch nicht.
Sagte ich auch nicht.
ESP kann aber die Folgen einer verspäteten Reaktion stark abmindern. Darum geht es.
Systeme, die das können, sind schon in Arbeit, aber wie
woanders schon geschrieben, würde ich einem solchen Vehikel
morgens ein Vesper machen, und es für mich zum Arbeiten
schicken.
Viele Neuentwicklungen benötigen eine gewisse Akzeptanzzeit. War auch so beim Sicherheitsgurt.
Ich würde mir allerdings auch kein neues Auto kaufen, nur um in Zukunft ein Radarabstandsregelsystem nutzen zu können. Das würde ja bei mir gar nicht mehr aufhören zu piepsen… 
c) der/die Fahrer/in mit ihrem Gefährt auch in einer
Schrecksituation hinreichend umgehen können.
Das denken bzw. behaupten die meisten von sich…
Die meisten denken falsch, aber das ist eine Binsenweisheit.
Aber es kann geübt werden.
Nur elektronische Helferlein zu kaufen, langt eben nicht.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Immer wach und 100% aufmerksam zu sein, ist jedoch unrealistisch. Daher nehme ich gerne Hilfe an, wenn sie denn in Form von Stabilisierungsmaßnahmen in kritischen Situationen erfolgt.
Wenn du meinst, nur ESP könne dir ausreichende Sicherheit
geben, dann brauchst du es wohl - auch wenn du damit die
Physik nicht austricksen kannst.
Habe ich das geschrieben?
Lies mal nach, wie deine Aussage rüberkommt.
Ich frage nochmals: habe ich das geschrieben?
Lies mal nach. Ich schrieb lediglich von unterstützenden Sicherheitsmaßnahmen.
Schön für dich, wenn du es dir leisten kannst!
Ich kann und muss, da ich ein verantwortungsvoll handelnder
Mensch bin.
Schön für dich, aber du solltest es vielleicht nicht anderen
pauschal wegen ihrer Fahrzeugwahl absprechen.
Habe ich das geschrieben?
Gemeint habe ich es allerdings in der Tat.
Wer heute noch mit einer alten, unsicheren Kiste im Alltag seine Familie transportiert, spart am falschen Eck. So sehe ich das.
Ansonsten wünsche ich natürlich weiterhin gute Fahrt mit dem
Sierra.
Danke! Ich geb’ auch zu, dass es richtig Spass macht, alle
möglichen elektronischen Superautos an verschneiten Steigungen
mit leicht schwänzelndem Heck einfach stehenzulassen 
Naja, in solchen Situationen schalte ich ESP kontrolliert und bewusst ab, ziehe an Deiner alten Stinkkiste vorbei und freue ich in der nächsten Kurve über ein Sicherheitsplus… 
Wenn es mal kanllt, wirst Du an mich denken.
Da werde ich eher denken: „Der/Die Idiot/in!!!“ oder
vielleicht auch:„Ich Idiot!!!“
Und hoffentlich nicht: „hätte ich doch bloss auf Mathias gehört, dann würde meine Familie noch leben“…
Aber ein AIIP* wird nicht so bald marktreif werden.
Was ist ein AIIP?
…Ein Kollege fuhr damals mit einem Ford Sierra 2.0,
nagelneu, einem Passat hintenauf. Stadtverkewhr, vielleicht
40-60 Km/h. Der Ford war vorne quasi zerfetzt, der Kollege an
den Beinen mittelschwer verletzt.
Klar, für dich ist halt der Sierra schuld!
Ich würde seinen Fehler weniger an der Wahl des Vehikels, als
eher in mangelndem Abstand/mangelnder Aufmerksamkeit suchen,
da ich ja verantwortungslos denke.
Damit kann man natürlich auch noch einen Trabbi rechtfertigen.
Mir ging es darum, die schlechte Crashstruktur des Ford Sierra zu thematisieren. Wer dabei auffährt ist weniger relevant.
Ähnliche Schicksale erleiden übrigens tagtäglich auch Fahrer
moderner Fahrzeuge, die nicht kapieren wollen, dass Abstand
zum Vordermann nicht aus Angst, sondern aus Verstand gehalten
werden sollte.
Manchmal pennen auch die anderen. Das kannst Du nicht beeinflussen. Hier kommen dann die passiven Sicherheitseinrichtungen ins Spiel. Schön wenn sie vorhanden sind.
Wir wird das wohl mit Deinem Wagen sein, der sicherlich schon
Rost an wichtigen Rahmenpunkten aufweist und unter genereller
Materialermüdung leidet?
Nein, kaum Rost, weniger als mancher Benz selben Alters.
Mal die Schweller / Schwellerenden / Achsträger / A- Säulen unter den Kotflügeln angesehen?
Und die Materialermüdung musst du mir erstmal zeigen, die aus
einer stabilen Karosse einen labilen Becher macht.
s.o.
Wenn ich neue Autos verkaufen wollte, würde ich natürlich auch
so argumentieren.
Ich verkaufe keine Autos. Ich habe noch nicht einmal Kinder.
Ich habe genug Rost geschluckt und Blech gedengelt, um zu
wissen, wo die Stabilität aufhört.
Hast Du schon mal einen schweren Unfall erlebt?
Wenn Sicherheit ständig mit mehr Sicherheit übertrumpft wird,
gilt irgendwann mal selbst ein Leopard II als labile
Selbstmordkarosse.
Das ist wenig hilfreich.
Ich bin der Meinung, man sollte sich in sinnvollem Rahmen im Verkehr absichern. Aktiv wie passiv.
Solche Kisten gehören in den Schrott oder in technisch
einwandfreiem Zustand in Youngtimer-Szene. Aber nicht mehr im
alltag auf die Straße.
Zum Glück gehört die Straße nicht dir.
Doch, das tut sie. Wenn ich nachts um 3 richtung Garmisch fahre…
Deine Spielregeln gefallen mir nicht.
Mir die Deinen auch nicht. Ich muss nämlich damit leben, wenn ich in einen Unfall mit Deinem Schrotthaufen verwickelt werde jemand dabei zu Schaden kommt. Zudem werde ich in einem solchen Fall auch schwerer getroffen als nötig, denn von verformbarer Crashzelle und Partnerschutz ist bei Deinem Auto nicht viel zu finden.
Wie gesagt: sieh´ Dir ruhig mal ein paar gecrashte Altautos in den Archiven z.B. einer Polizeischule an.
Vielen anderen bestimmt auch nicht.
Damit muss ich leben. Mir geht das in vielen anderen Lebenslagen auch so.
Ich bin ein Nonkonformist… 
Grüße,
Mathias