Pferd mit endloser Sehnenentzündung

Hallo ihr Lieben,

meine 16 jährige Oldenburger Stute hat eine Sehnenentzündung die kein wirkliches Ende nehmen will.
Sie wurde als 6 jährige an dieser Sehne operiert, von da an gab es keinerlei Probleme mehr. Ich habe sie dann im Alter von 12 Jahren gekauft, ritt viele Turniere mit ihr und gewann auch einige Male.
Doch seitdem sie 14 war, fingen die Probleme mit der Sehne wieder an. Wir bekamen Medikamente vom Tierarzt und nach ca. 2 Wochen konnte ich sie wieder reiten. Nun ist sie schon fast 17 und sie geht seit ungefähr einem Mönat dauerlahm. Sonst stand sie mit den anderen Pferden täglich auf der Koppel, aber jetzt steht sie im Stall.
Letztes Jahr war ich mit ihr in der Klinik und der Arzt meinte, die zwei übereinander liegenden Sehnen kleben zusammen und bei großer Belastung reiben sie sich und entzünden sich.

Wie kann ich diese Beschwerden lindern, sodass ich wieder reiten kann und es meinem Pferd besser geht?
Bitte helft mir eine Lösung zu finden, ohne sie nochmals operieren zu müssen.

LG corali

hi Corali

meine 16 jährige Oldenburger Stute hat eine Sehnenentzündung
die kein wirkliches Ende nehmen will.

kenne ich gut- ich habe eine sehnenentzündung (achillessehne) die mittlerweile chronisch ist, weil ich mich nicht lang genug geschont habe

Sie wurde als 6 jährige an dieser Sehne operiert, von da an
gab es keinerlei Probleme mehr.

ähem ja … also WAS wurde genau gemacht bei der OP ? eine Aufschlitzung der Sehne um belastbares Sehnenmaterial zu züchten … oder eine künstliche Sehne aus Kohlefasern hinein oder was ???

Ich habe sie dann im Alter von
12 Jahren gekauft, ritt viele Turniere mit ihr und gewann auch
einige Male.

was NICHTS bedeutet… ausser dass die Sehne damals noch belastbar genug war - anscheinend ist sie es jetzt nicht mehr … imalter wird einiges steifer, kürzer, unelastischer

Doch seitdem sie 14 war, fingen die Probleme mit der Sehne
wieder an. Wir bekamen Medikamente vom Tierarzt und nach ca. 2
Wochen konnte ich sie wieder reiten.

naja er hat gesagt du könntest sie wieder reiten, abermeinte er auch wieder"voll belasten" ??? Mal ehrlich einen echten Sehenschaden (noch dazu einen bereits operierten !!!) unter 1/2 Jahr auszukurieren ist utopisch …

Nun ist sie schon fast 17
und sie geht seit ungefähr einem Mönat dauerlahm.

verstehe ich gut

Sonst stand sie mit den anderen Pferden täglich auf der Koppel, aber jetzt:steht sie im Stall.

NOCH so ein TA dermeint sehenschäden durch stallruhekurieren zu können ??? mittlerweile geht man dazu über „Sehnenpferde“ nach der akuten Phase dauerhaft auf Koppel zuz stellen für mindestens 1/2 - 1 Jahr …dann hat sich entweder wieder genügend belastbares Narbengewebe gebildet um sie auch wieder reiten zu können ODER sie sind unreitbar - Hopp oder Topp

Letztes Jahr war ich mit ihr in der Klinik und der Arzt
meinte, die zwei übereinander liegenden Sehnen kleben zusammen
und bei großer Belastung reiben sie sich und entzünden sich.

und was hat er gesagt wie ER da behandeln würde ? OP ? und du hast dich aus Kostengründen dagegen entschieden ? und willst sie trotzdem reiten?

Hmmm Hopp oder Topp

Wie kann ich diese Beschwerden lindern, sodass ich wieder
reiten kann und es meinem Pferd besser geht?

Hopp oder Topp entweder jetzt reiten ohneMedikamente, ohneOPohne irgendwas aber mit schmerzen … oderKoppelohneSchmerzen dun 1 Jahrwarten… obs wieder wird und dann wiederHoip oiderTopp

Bitte helft mir eine Lösung zu finden, ohne sie nochmals
operieren zu müssen.

Dir gehts ums Geld ? Dann solltest du dir kein Pferd halten - schon garkeines das vorher schon eine bekannte Krankheit hat - und erst recht nicht, wenn es dir ums „Turnier reiten“ geht

Gruß H.

Hallo corali,

… nach ca. 2 Wochen konnte ich sie wieder reiten.

Da wurden (wie leider meistens) mit Medikamenten fix die Symptome weggezaubert, aber der Sehne keine Zeit zur richtigen Heilung gelassen.

Die Sehne selbst ist nicht durchblutet und braucht deshalb länger zur Regeneration als z.B. Muskelgewebe. Da sind 2 Wochen nichts, auch wenn die akute Lahmheit dann beseitigt ist.

Nun nimmt’s die Sehne übel und reagiert mit chronischer Entzündung.

…aber jetzt steht sie im Stall.

Stehen ist Gift für die Sehne. Sie kommt dadurch sozusagen aus der Übung und wird unelastisch. Außerdem verringert Stehen die Durchblutung im Bein, womit die Nährstoffversorgung und die Entsorgung von Entzündungs-‚abfall‘ über das die Sehne umgebende Gewebe deutlich schlechter wird.

Meine Empfehlung

  • viel (möglichst fließend) kaltes Wasser (Schlauch oder Bach) zur Anregung der Durchblutung und Entzündungshemmung
  • ganztägige Bewegungsmöglichkeit, damit die Sehne nicht ‚rostet‘
  • täglich 1 Stunde auf gradem, harten Untergrund (Straße) Schritt (möglichst am langen Zügel) reiten und immer gradeaus, enge Wendungen meiden
  • den Huf nicht auf erhöhte Trachten stellen, möglichst gar nicht beschlagen, weil nur ein natürlicher Hufmechanismus die Heilung der Sehne optimal unterstützen kann
  • viel Geduld, halte 3-6 Monate durch und beginne dann ganz ganz langsam die Leistung für die Sehne, weicheren Boden und Wendungen, wieder zu Erhöhen.

Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit hast du nach 6-9 Monaten wieder ein Pferd, daß im Gelände und auf dem Viereck voll reitbar ist und auch mal einen einzelnen kleinen Sprung machen kann.
Und das auch noch kostenlos.
Parcours sollten aber tabu sein.

Ich kenne einige Pferde, die danach bis deutlich über 20 Jahren mit beschwerdefreien Sehnen liefen.

Gruß Steffi

Hallo Corali,

GANZ WICHTIG! Möglichst große Wendungen reiten/führen, immer darauf achten, daß das Pferd nicht auf dem verletzten Bein drehen muß! Und sollte Dein Pferd auf der Koppel gerne „herumhüpfen“ wärme vorher durch langes Schrittführen die Muskulatur etwas auf.

Ich habe auch gute Erfahrungen mit Angussverbänden gemacht. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es oft schwierig mit dem abspritzen. Manchmal vereisen die Abspritzplätze und manche Pferde reagieren mit Unterkühlung. Wenn Dein Pferd Angussverbände zuläßt, erkundige Dich bei Deinem TA ob er nicht durchblutungsfördernde Mittel hat, die Du dem Wasser zusetzen kannst.

Nur als kleine Ergänzung zu Steffi´s Beitrag. Sie hat ja schon alles super erklärt! Dafür ein*

Gruß
Tina

Ergänzung …
… weil ich weiß, dass das oft ein Problem ist.

Hallo Corali,

meine Empfehlung ist konträr zu der üblichen Praxis der heutigen TAs und Hufschmiede. Und du mußt damit rechnen deshalb angefeindet zu werden, ganz besonders, weil die Methode keine schnelle Heilung bringt. Aber halte durch, denn als Belohnung bekommst du einen auf lange Frist dauerhaften, nicht nur vorübergehenden, Erfolg.

Gruß Steffi

Bitte helft mir eine Lösung zu finden, ohne sie nochmals
operieren zu müssen.

Dir gehts ums Geld ? Dann solltest du dir kein Pferd halten -
schon garkeines das vorher schon eine bekannte Krankheit hat

  • und erst recht nicht, wenn es dir ums „Turnier reiten“ geht

Hi,

Ich glaube ihr wird es nicht um das Geld gehen wenn das Alter stimmt. Da geht es wohl eher den Eltern ums Geld wenns überhaupt ums Geld geht. Vielleicht ist auch nur eine Abneigung gegen das Operieren da und wir nur als letzte Lösung in betracht gezogen :wink:

lg Sev

1 „Gefällt mir“

… weil ich weiß, dass das oft ein Problem ist.

hi

meine Empfehlung ist konträr zu der üblichen Praxis der
heutigen TAs und Hufschmiede.

nö - die ist konträr zu der Behandlung wie sie vor 30 (!) Jahren noch gemacht wurde, die werden schon sehr, sehr lang nicht mehr mit „Boxenruhe“ und „scharfen Einreibungen“ behandelt ;o)

Dass Sehenschäden nur durch gezielte Bewegung auf gutem geraden, hartem Untergrund und viel Zeit so heilen können, dass sie wieder belastbar werden, ist schon einige Jahre auch bei Tierärzten und Hufmenschen bekannt ;o) also nichts neues und schon garnichts für das man angefeindet würde

Gruß h.

2 „Gefällt mir“

Hallo hexerl,

…ist schon einige Jahre auch bei Tierärzten und Hufmenschen bekannt

Und wie sieht die Praxis auf den Pferdehöfen aus? Wieviele Pferde stehen mit dicken Beinen und Sehnen in der Box?

also nichts neues

nein, nichts neues, sondern eine ganz ganz alte Erfahrungssache

und schon garnichts für das man angefeindet würde

Da höre ich aber ganz anderes.
Nicht unbedingt von TAs und Hufschmieden.
Obwohl, die Frage sei erlaubt, warum wird denn so viel therapiert und mit Spezialeisen beschlagen, wenn die Fachleute wissen, was eine Sehne wirklich zur Heilung braucht?

Bei meinem Hinweis hatte ich aber mehr die vielen nichtwissenden Pferde- und sonstigen Leute im Sinn, die immer mit klugen Sprüchen, Vorwürfen und Ratschlägen parat stehen und den Besitzern der Pferde das Leben schwer machen.

Gruß Steffi

1 „Gefällt mir“

Ich glaube ihr wird es nicht um das Geld gehen wenn das Alter
stimmt. Da geht es wohl eher den Eltern ums Geld wenns
überhaupt ums Geld geht. Vielleicht ist auch nur eine
Abneigung gegen das Operieren da und wir nur als letzte Lösung
in betracht gezogen :wink:

Hallöchen, ich bins nochmal, corali (Autorin).
Mir gehts wirklich nicht ums Geld, nur es ist schon ein Risiko ein fast 17 jähriges Pferd in Narkose zu legen. Ich will mein ,Mäuschen´´ ja nicht verlieren. Und dadurch, dass sie schon ne OP an dieser Sehne hatte, zahlt meine Pferdeversicherung nicht, wenn es ein zweites Mahl zur OP kommt.

Danke für die vielen lieben Antworten!!!

Hallo Corali,

Wieviel Zeit wändest Du für die Hufpflege auf??
Ist das Pferd mit Hufschutz versehen- genagelt, geklebt??
Wie oft werden die Hufe bearbeitet??
Wer führt die Bearbeitung durch- Hufschmied,Hufbearbeiter, Huforthopäde??

Gruß Bernd O.

Hallo Steffi,

Ganz meiner Meinung!! Dafür ein * von mir.

Gruß Bernd O.

hi

…ist schon einige Jahre auch bei Tierärzten und Hufmenschen bekannt

Und wie sieht die Praxis auf den Pferdehöfen aus? Wieviele
Pferde stehen mit dicken Beinen und Sehnen in der Box?

Hier in Baden-Württemberg in der Umgebung von Stuttgart und Karlsruhe die die Tierärzte der Kliniken Domäne Ammerbuch, Kirchheim/Teck, Ostelsheim, Iffezheim, Bretten, Königsbach-Stein, Bietigheim etc. haben - KEINES

also nichts neues

nein, nichts neues, sondern eine ganz ganz alte
Erfahrungssache

nunja ich habe jetzt knappe 35 Jahre Erfahrung damit und §stehen lassen" habe ich das letzte Mal vor ziemlich genau 30 Jahren von einem Großviehdoktor gehört (als es auch noch Ständerhaltung etc. gab=

und schon garnichts für das man angefeindet würde

Da höre ich aber ganz anderes.

ich könnte mir eher vorstellen, dass du deswegen anfeindet wirst weil du homöopathisch arbeitest und Menschen , die mit Zuckerkügelchen arbeiten in MANCHEM Tierarzt- und Hufschmiedkreisen per se erstmal „verdächtig“ sind *grins*

nein ernsthaft : ich kenne nicht einen einzigen Tierarzt hier (ausser den Großviehleuten und den KLeintier-Tierärzten, die halt von Pferden keine Ahnung haben, aber trotzdem immer wieder gern genommen werden) der einem Pferd Boxenruhe verordnet

alles was du als „neumodische“ Behandlung siehst, kenne ich seit Jahren als Standard - mein Lieblings-Beine-Spezi-TA sagt sogar stell dein Pferd 1/2 - 1 Jahr auf leicht hügelige Koppel in eine Gruppe in der Bewegung ist

Obwohl, die Frage sei erlaubt, warum wird denn so viel
therapiert und mit Spezialeisen beschlagen, wenn die Fachleute
wissen, was eine Sehne wirklich zur Heilung braucht?

Spezialbeschlag gibts hier eigentlich nur, wenn die Sehne nicht die Ursache sondern ein Symptom ist für ein Problem, das man mit Spezialbeschlag lösen kann - ODER wenn die Besitzer ihre Pferde so schnell wie möglich wieder „benutzen“ wollen *schnaub* wenn dann der TA anfangen muss zu zaubern, muss er halt doch in die (unzuverlässige) Trickkiste greifen mit Beschlägen, Sehenenentlastung, Spritzenkuren etc.

wobei übrigens auch da mein Spezi-TA bei ganz vielen Beinproblemen erstmal die Eisen abmachen lässt … eben weil er sagt, dass diese doch abrupten Umstellungen beim Beschlag alle 5 - 8 Wochen für eh schon geschädigtes Gewebe kontraproduktiv sind etc.

Gruß h.

Hallo,

da bin ich jetzt mal neugierig: Was haben Deine Fragen jetzt mit der Sehnenentzündung an sich zu tun. Klar ist, dass ein gut gestellter Huf mit bestmöglichster Funktion zum Heilungs- oder Misserfolg beiträgt. Aber ist es nicht schnurz, ob das ein Schmied oder Orthopäde erreicht hat?

VG
Monroe

Hallo,

Und wie sieht die Praxis auf den Pferdehöfen aus? Wieviele
Pferde stehen mit dicken Beinen und Sehnen in der Box?

Hier in Baden-Württemberg in der Umgebung von Stuttgart und
Karlsruhe die die Tierärzte der Kliniken Domäne Ammerbuch,
Kirchheim/Teck, Ostelsheim, Iffezheim, Bretten,
Königsbach-Stein, Bietigheim etc. haben - KEINES

also nichts neues

nein, nichts neues, sondern eine ganz ganz alte
Erfahrungssache

nunja ich habe jetzt knappe 35 Jahre Erfahrung damit und
§stehen lassen" habe ich das letzte Mal vor ziemlich genau 30
Jahren von einem Großviehdoktor gehört (als es auch noch
Ständerhaltung etc. gab=

Ganz so ist es aber auch nicht. Nach gängiger Praxis ist es nach wie vor so, daß eine AKUTE Sehnenentzündung zunächst mit Boxenruhe behandelt wird, bis der entzündliche Prozess abgeklungen ist. Das machen auch die FTA bei uns in der Umgebung. Auch der damalige Ehemann einer bekannten Vielseitigkeitsreiterin die jetzt die Pferdeklinik bei Duggendorf alleine weiterführt, hat mein Pferd so behandelt.

Nach dieser akuten Phase war langsames Aufbautraining angesagt und später Koppelgang. Und wie üblich ist es auch hier, daß die Behandlung von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein kann, denn nicht alle Pferde sind gleich. Manche können früher auf die Koppel, weil sie sich dort so bewegen wie es ihnen gut tut, andere springen so wild rum, daß es besser ist sie zunächst nur zu führen oder im Schritt zu reiten. Wie jeder Mensch ist auch jedes Pferd anders. Pauschalierungen sind, wie in allen Bereichen, nicht angebracht. Am besten man verläßt sich auf den Tierarzt seines Vertrauens. Ein Interessanter Link:

http://www.dr-gert-mueller.de/fileadmin/user_upload/…

Gruß
Tina

Hallo Bernd O.

Danke für die Mail.
Also mein Stütchen ist mit Eisen beschlagen die einen Steg bei der Öffnung haben (nur Vorne), Hinten normale Eisen. Der TA meinte damals, dass dadurch die Sehne nicht so belastet werden würde, da mein Pferd dann nicht so extrem durchtreten würde. Sie wird alle 8 - 10 Wochen neu beschlagen.
Der Schmied war erst letzten Montag wieder bei uns. Danach wurde das Bein noch schlimmer:frowning:

LG corali

Hallo,

Hier in Baden-Württemberg in der Umgebung von Stuttgart und
Karlsruhe die die Tierärzte der Kliniken Domäne Ammerbuch,
Kirchheim/Teck, Ostelsheim, Iffezheim, Bretten,
Königsbach-Stein, Bietigheim etc. haben - KEINES

Schön wenn das so ist.

nunja ich habe jetzt knappe 35 Jahre Erfahrung damit

Ich meinte Therapie-Erfahrungen von Pferdeleuten aus der Zeit, als man noch nicht in der Lage war Pferde mit Medikamenten wieder fix reitfähig zu machen.

und schon garnichts für das man angefeindet würde

Da höre ich aber ganz anderes.

ich könnte mir eher vorstellen, dass du deswegen anfeindet
wirst weil du homöopathisch arbeitest und Menschen , die mit
Zuckerkügelchen arbeiten in MANCHEM Tierarzt- und
Hufschmiedkreisen per se erstmal „verdächtig“ sind *grins*

Du irrst. Ich höre das auch von Pferdebesitzern, die gar nichts von meinen ‚Zuckerkügelchen‘ wissen, Menschen, die mit mir ins pferdische Gespräch kommen.

ich kenne nicht einen einzigen Tierarzt
(ausser den Großviehleuten und den KLeintier-Tierärzten, die
halt von Pferden keine Ahnung haben …
der einem Pferd Boxenruhe verordnet

also doch!

alles was du als „neumodische“ Behandlung siehst

Ich habe weder ‚neumodisch‘ gesagt, noch gemeint.

Spezialbeschlag gibts hier eigentlich nur,…

Genau so wie es keinen TA gibt der Boxenruhe verordnet, außer denen die es doch tun?

wenn die Sehne nicht die Ursache sondern ein Symptom ist
für ein Problem, das man mit Spezialbeschlag lösen kann

Es gibt keine Probleme, die mit einem Spezialbeschlag ‚gelöst‘ werden. Jeglicher Beschlag schaltet lediglich die Symptome aus, heilt aber gar nichts, sondern wirkt ähnlich einer Medikation - man merkt das Problem nicht mehr.

ODER wenn die Besitzer
ihre Pferde so schnell wie möglich wieder „benutzen“ wollen
*schnaub* wenn dann der TA anfangen muss zu zaubern, muss er
halt doch in die (unzuverlässige) Trickkiste greifen mit
Beschlägen, Sehenenentlastung, Spritzenkuren etc.

Und sie tun es nicht ungern, denn sonst würden sie ihr Fachwissen nicht so sehr dem Kundenwillen unterwerfen, sondern mehr pro Pferd behandeln.

Gruß Steffi

Hallo Monroe,

Klar ist, dass ein
gut gestellter Huf mit bestmöglichster Funktion zum Heilungs-
oder Misserfolg beiträgt.

ja, klar

Aber ist es nicht schnurz, ob das
ein Schmied oder Orthopäde erreicht hat?

Natürlich ist das schnurz, wer das optimale Ergebnis erreicht.
Aber das ist nicht die relevante Frage.

Frage ist, ob er die bestmögliche Funktion des Hufes erreicht.
Natürlich arbeitet jeder Fachmann nach besten Kenntnissen entsprechend seiner Ausbildung. Und da liegt der Knackpunkt.
Die Ansichten der Fachrichtungen gehen auseinander.
Hufpfleger, Huforthopäden u.a. legen sehr großen Wert auf die natürliche Form und Funktion des Hufes als Grundvoraussetzung der langfristig wieder zu erlangenden Gesundheit, während Hufschmiede bei Krankeit von der natürlichen Form und Funktion abweichen, um die Symptome zu beseitigen, was aber nicht zur wirklichen Heilung führt.

Gruß Steffi

Hallo Monroe,

Klar ist, dass ein
gut gestellter Huf mit bestmöglichster Funktion zum Heilungs-
oder Misserfolg beiträgt.

ja, klar

Aber ist es nicht schnurz, ob das
ein Schmied oder Orthopäde erreicht hat?

Natürlich ist das schnurz, wer das optimale Ergebnis erreicht.
Aber das ist nicht die relevante Frage.

Frage ist, ob er die bestmögliche Funktion des Hufes erreicht.

Hallo,

wie Du siehst - ein toller Dialog :smile:

Wir sind uns also einig, dass ein bestmöglichst eingestellter Huf zum Erfolg beiträgt.

Den Rest halte ich für reine Spekulation. Der Schmied schimpft über den Hufpfleger, der Hufpfleger schimpft über den Schmied. Die Halbprofis in Form von Pferdehaltern stimmen noch dazu ein wie es gerade passt und was gerade modern ist.

Irgendwie habe ich so ein „Argument“ erwartet, deshalb die Frage.

VG
Monroe

Hallo Monroe,

Den Rest halte ich für reine Spekulation.

Ich nicht, denn wenn man sich mit Anatomie und Funktion des Hufes beschäftigt und versteht, welche Hufstellung/Hufbearbeitung welche Veränderungen im Huf erzeugen, dann sind das Fakten.

Wenn z.B. die Trachten hochgestellt werden, erhält das Hufbein, daß natürlicherweise parallel zum Boden ist, dadurch vermehrt Druck auf die Spitze. Daraus folgt eine falsche Belastung in Huf und Bein.
Das ist Fakt und keine Spekulation.
Und wenn ich dann noch ganzseitige Hufeisen-Werbeanzeigen sehe, die ein Röntgenbild mit solch spitzenbelastender Stellung als Ideal zeigen, dann habe ich so meine Zweifel an der fachlichen Qualität so manchen Fachmanns.

Der Schmied schimpft
über den Hufpfleger, der Hufpfleger schimpft über den Schmied.

Weil natürlich jeder glaubt, daß das was er gelernt hat und was er praktiziert das einzig richtige ist. Von da her ist die Reaktion völlig verständlich.

Die Halbprofis in Form von Pferdehaltern stimmen noch dazu ein
wie es gerade passt und was gerade modern ist.

Das stimmt leider nur allzuoft.
Der Laie ist damit überfordert zwischen den Fachrichtungen zu entscheiden und entscheidet deshalb oft völlig ohne fundierte Begründung. Leider.

Gruß Steffi

Hallo,

ich betrachte jetzt nur mal den Umkehrschluss

„Lieber Fragesteller“

Wenn Du einen Huforthopäden oder vielleicht auch einen Hufpfleger als Behandler hast, dann kannst Du davon ausgehen, dass der Huf Deines Pferdes korrekt behandelt wurde.

Wenn Du einen Hufschmied hast, dann musst Du fast davon ausgehen, dass der das nicht gemacht hat"

Das ist nicht nur Spekulation, das ist in meinen Augen Unterstellung. Bedeutet auch, dass jemand, der sein Pferd in Behandlung eines Huforthopäden bzw. Pflegers weiss, sich in evtl. falscher Sicherheit wiegen darf?

In meinen Augen ist nach wie vor das Ergebnis entscheident. Und es spricht sicher nix dagegen, die Arbeitsweise und Ergebnisse eines Jeden regelmässig zu prüfen und auch in Frage zu stellen.

VG
Monroe

1 „Gefällt mir“