… das Universum?
… es brennt mir schon lange auf der Zunge:
Aus Einfachheit / einfachen Regeln ensteht Komplexität.
Im Conway’s GameOfLife sind es triviale Nachbarschafts-Regeln.
In der Strömungslehre das Verhalten der Moleküle zueinander. (Auch trivial: Oberflächenspannung, Wasserstoffbrücken entstehen … logisch).
In der Geometrie die - wenn auch nicht unumstritten - die einfachen Axiome Euklid’s. (gerade ist gerade und rund ist rund. Zirkel und Lineal.)
In der Algebra einfache Rechenregeln. (Addition, Subtraktion, darauf aufbauend Multiplikation und Division … viele übereingekommene vereinfachende Schreibweisen für Quadrierung, Wurzeln usw. vereinfachen die entstehenden Zusammenhänge).
In der Informatik Einsen und Nullen bzw An-Aus-Lade-Zustände durch Transistoren vermittelt und - vereinfacht gesagt - von aufeinander aufbauenden sog. Betriebssystemen zur Anwendung und großer Komplexität gebracht.
Im japanischen Go führt schlichte diagonale Umzingelung als Hauptregel zu großer Komplexität mit Taktiken und Strategien, die das Spielziel zu erreichen suchen.
In der Malerei oder Lichtspektroskopie haben wir es mit drei Grundfarben Blau Rot Gelb (im Farbkreis und der Spektroskopie oder schon der Farb-Optik sich als solche ‚Grundfarben‘ manifestierend) zu tun, aus denen unsere Millionen Bildschirmfarben zusammengesetzt sind.
Alle diese einfachen grundlegenden Regelsysteme führen zu größter Komplexität, die wir nur noch mithilfe von Computern simulieren können.
Aus allereinfachsten Grundprinzipien oder ~Regeln gebiert größte Komplexität ihre Früchte.
Überschaubar in den Prinzipien (und dem daraus entstehenden Potential zu Vielfalt und Komplexität, wenn man sich nur wenig damit beschäftigt).
Der Bau der Atome (Neutron, Proton, Elektron. Fertig.).
Der genetische code C, T, A, G. Fertig.
Diametral konträr zu solch schlichten Verhältnissen haben wir es bei den ‚Grundgrößen der Physik‘ dagegen mit lumen, candela, Größe, Höhe, Breite, Zeit, elektromagnetischer Induktion, Energie, Gravitation, Weg, Masse’ oder so ähnlich … nee … halt! …
* Länge
* Masse
* Zeit
* Stromstärke
* thermodynamische Temperatur
* Stoffmenge
* Lichtstärke
zu tun.
Ordnet man einmal die sogenannten ‚Grundgrößen‘ links oder oben an und entwickelt aus ihnen die zusammengesetzten physikalischen Größen (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kapazität, Potentialund was nich’ alles), ergibt sich schon in der ‚Grundstellung‘, spätestens aber nach einem Schritt eine unübersichtliche (unerbittliche?) Komplexität.
Lumen und candela bleiben ganz allein im Ansatz stecken, während Zeit in Verbindung mit dem Weg sich mehrfach quadriert zu ungeahnten Höhen und in Verbindung mit der Masse gar zur Relativitätstheorie hochschrauben …
Für Länge, Masse, Zeit bekommen wir einen schier chaotischen Variantenbaum, dr sich mit der Stromstärke verbindet, während zB die Lichstärke und die Stoffmenge keinen ‚Nutzen‘ zu haben scheinen, als sich selbst genug zu sein …
Da stimmt soch ganz offensichtlich 'was nicht!?
Das riecht doch sehr nach ‚menschgemachter Einteilung‘, statt nach objektiver Realität, oder?
Das kann doch nicht der Wahrheit letzter Schluß sein?
(Von wegen Einfachheit der Grundgrößen)