Keiner!
Dazu fallen mir zwei Alternativen ein:
a) Gott hat den Urknall gemacht(das ist auch meine Meinung).
Und wo war er selbst zu diesem Zeitpunkt ?
Gott war und ist immer noch ausserhalb des Universums.
b) Der Urknall ist sozusagen spontan, aus dem Nichts
entstanden.
Alternative b) verlangt meiner Meinung nach mehr „Glauben“
denn man ordnet ja dem „Nichts“ schoepferische Kraefte zu.
Ob vorher wirklich nichts war, ist sowieso die Frage. Für
einen großen Knall braucht man aber keine schöpferischen
Kräfte.
Natuerlich. Man bedenke, dass saemtliche Materie-Energie in diesem Knall geschaffen wurde, ebenso die physikalischen Gesetze. Man braucht dafuer eine enorme Macht und auch ein Genie um all die Gesetze richtig festzulegen…
Wenn man davon ausgeht dass auch die physikalischen Gesetze
bei der Erschaffung festgelegt wurden ist es nicht interessant
zu bemerken, dass diese komplexes Leben wie wir es kennen
ermoeglichen? Wenn allein Wasser nicht mehr bei 4 C am
dichtesten waere koennten wir als Menschen nicht existieren.
wieso nicht ? wenn Wasser bei 3°C am dichtesten wäre, hätte
sich das Leben vieleicht so entwickelt, daß es nicht
existieren könnte, wenn das Wasser bei 4°C am dichtesten wäre.
Bei anderen Naturgesetzen würden wir heute vieleicht auf dem
Uranus leben, statt auf der Erde oder erst in millionen von
Jahren. Das Leben ist immer optimal an die Naturgesetze und
die Umgebungsbedingungen angepasst. Vorausgesetzt, bestimmte
Mindestvoraussetzungen sind gegeben. An den seltenen Oasen im
Universum, wo das der Fall ist, wird es sich dann vieleicht
entwickeln.
Nun, ich weiss nicht ob das so ganz stimmt. Da muesste man wirklich mehr Detailwissen haben. Ich hab da mal einen kleinen Artikel gelesen da ging es um irgendeinen physikalischen Kernwert. Der Autor behauptete wenn dieser Kernwert nur geringfuegig veraendert wuerde(um Werte wie +/- 10E(-20)) wuerde das folgende Konsequenzen haben: entweder das Universum wuerde „Auseinanderfliegen“ in lauter Teilchen, dann waeren Planeten, Sonnen oder groessere Massenansammlungen nicht moeglich, oder alles wuerde sich zu einem schwarzen Loch zusammenklumpen. Ich denke es ist schon eine Feinabstimmung noetig um komplexes Leben zu ermoeglichen. Das sieht man auch daran dass sich eben nur auf der Erde Leben entwickelt hat(eventuell auch auf anderen Planeten mit guenstigen Bedingungen). Die Frage ist ob man den Gedanken auch auf die physikalischen Gesetze uebertragen kann. Also nur unter bestimmten physikalischen Gesetzen ist der Aufbau von komplexeren Strukturen wie Protonen, Atomen, Molekuelen, Makromolekuelen, Zellen, Organismen, etc…moeglich.
Dem Physikexperten sind sicherlich noch mehr interessante
Details bekannt wie genau die physikalischen Gesetze
abgestimmt sind…
Das ist eigentlich eher ein Beweis dafür, daß die Gesetze
nicht willkürlich erschaffen worden sind sondern genau so
sind, wie sie sind, weil es keine widerspruchsfreie
Alternative dazu gibt.
Das waere eine Erklaerungsmoeglichkeit aber sie ist nicht bewiesen.
Draengt sich da einem nicht der Gedanke auf:„da muss doch ein
schoepferischer Geist dahinterstehen.“ Wenn unsere
physikalischen Gesetze „zufaellig“ waeren, wie bei einer
Erschaffung aus dem Nichts denkbar, dann waere es wohl absolut
unwahrscheinlich dass solch komplexes Leben wie wir es haben
moeglich waere. Unser Universum waere dann vielleicht nur eine
grosse Sosse von Materie-Energie.
Ist es ja meistens auch. Nur wo rein zufällig viele
Bedingungen günstig sind, kann Leben entstehen.
Nein, ist es nicht. Ich bezog mich nicht nur auf biologisches Leben sondern auch auf physikalische Strukturen. Man findet im ganzen Universum komplexe Strukturen: Elementarteilchen, Atome, Molekuele. Diese interagieren auch auf komplexe Weise, ueben Kraefte aufeinander aus, bilden Sterne, Planeten, Sonnensysteme, Galaxien, erzeugen elektromagnetische Strahlen, etc… ein doch recht komplexes Verhalten. Wenn wir nur eine Materie-Energie Suppe haetten, gaebe es eventuell nicht einmal Elementarteilchen, keine Atome, keine Molekuele, keine komplexe Interaktion, sondern eben nur ein zielloses, ungeordnetes „herumschwimmen“ im Raum-Zeit Gefuege…
Es ist auch sehr unwahrscheinlich, eine Millionen im Lotto zu
gewinnen. Trotzdem trifft es fast wöchentlich jemanden, weil
so viele Menschen so viele Zahlenkombinationen ausprobieren.
Das Universum ist groß und hat sehr viel Zeit auch die
unwahrscheinlichsten Ereignisse hervorzubringen.
Die Erklaerung finde ich nicht ueberzeugend. Erstens koennen nur Ereignisse eintreten die auch moeglich sind. Zweitens werden selbst alle moeglichen Ereignisse NICHT in der ganzen Existenzzeit des Universums eintreten. Z.B. Es ist moeglich durch zufaelliges erzeugen von Buchstaben das ganze Brockhaus Lexikon zu erhalten. Doch wird das nie eintreten, denn dieses Vorgehen wuerde laenger dauern als Energie im Universum zur Verfuegung steht.
Insofern folgere ich dass die Existenz eines Gottes nicht nur
plausibel sondern vielleicht die einzige Erklaerung fuer unser
Unviersum darstellt. Und dann gibt es immer noch Leute die
behaupten dass die moderne Wissenschaft Gott nicht mehr noetig
hat…
Wenn Du vorraussetzt, daß komplexe Systeme nur durch eine noch
komplexere Schöpferische Kraft entstehen können, kommst Du
schnell in die Zwickmühle.
Diese Aussage habe ich im Allgemeinen nicht gemacht. Bei dem speziellen Beispiel der Erschaffung des Universums denke ich aber so.
Denn dann mußt Du auch fragen, wer
den Schöpfer des Schöpfers erschuf usw. Durch induktive
Folgerung kommst Du dann zu dem Ergebnis, daß ein unendlich
komplexer und inteligenter Schöpfer aus dem Nichts entstanden
sein muß. Wer soll das glauben ?
Denkfehler. Gott muss nicht erschaffen worden sein! Wir wissen dass das Universum nicht ewig existiert hat. Es gab einen Zeitpunkt Null(=Urknall), also wurde es erschaffen und es stellt sich die Frage wie oder durch wen oder was.
Bei Gott setze ich einfach voraus dass er ewig IST. Gott kann nicht erschaffen worden sein, sonst waere er nicht Gott, sondern ein Geschoepf. Nach meinem Weltbild kann man alles in zwei Kategorien einordnen: Schoepfer oder Schoepfung.
Wenn Du jedoch zuläßt, daß ein komplexes System aus einem
weniger komplexen entstehen kann, bist Du bei dem Prinzip der
Evolution. Die braucht keinen Gott.
Richtig. Allerdings kann die Evolution nur auf etwas schon vorhandenem aufbauen, sie braucht gewisse Grundvoraussetzungen um ueberhaupt wirken zu koennen. Bei der Entstehung des Universums haben wir eben das Problem dass es nichts gibt, worauf wir die Entstehung zurueckfuehren koennen(ausser eben Gott).
Gruss Abraham…