Naja, der Zyklus der Frau ist ein sehr komplexes Thema, er kommt durch ein Wechselspiel v.a. zweier Hormonsysteme zustande, den Östrogenen und Gestagenen. Bis zum Eisprung überwiegt der Östrogen- Einfuß und danach, zur Gelbkörperphase spielen die Gestagene eine wesentliche Rolle.
Die Nebenwirkungen der Pille wie Schwindel, Kopfschmerzen, Ödeme (Wassereinlagerungen), Brustspannungen, Depressionen, Gewichtszunahme und Libidoveränderungen sind allgemeine Nebenwirkungen v.a. der Östrogene, die in der Pille enthalten sind.
Die Einphasenpräparate kombinieren die beiden Hormone (Östrogene und Gestagene) in einer konstanten Menge. Das bedeutet, daß der physiologische Wechsel der „Haupthormone“ nicht nachvollzogen wird, weil die Zusammensetzung ja gleich bleibt. Ist der Hormongehalt insgesamt gering, so spricht man von einer Mikropille. Aber auch zum Ende des Zyklus habt frau einen hohen Östrogenspiegel, der zu den oben genannten Nebenwirkungen führen kann.
Die Zweiphasenpräparate enthalten Tabletten mit unterschiedlichen Hormonmengen. Das heißt, es wird ein Stück mehr auf den normalen weiblichen Zyklus eingegangen. Dadurch kann die Gesamthormonmenge reduziert werden.
Inzwischen gibt es sogar schon Dreiphasenpräparate, die dann noch mehr auf den physiologischen Hormonstatus eingehen können und somit zu einer weiteren Reduktion der Gesamthormonmenge führten. Soviel zu der Hormonenzusammensetzung in der Pille…
Jetzt wird vielleicht klar, warum ein Wechsel zu einer Mikropille oder zu einem Zweiphasenpräparat die Nebenwirkungen reduzieren kann. Natürlich ist damit nicht gesagt, daß keine Nebenwirkungen mehr auftreten, denn wie Du schon sagtest, nimmt die Frau weiterhin Hormone zu sich…
Aber eine Spirale ist nicht in jedem Fall eine Alternative. Frauen, die noch keine Kinder haben, aber noch nicht in die Altersklasse gehören, in der sie das auch generell für sich ausschließen können (und wollen), sollten keine Spiralen zur Verhütung benutzen. Durch die mechanische Einwirkung kann es zu Entzündungen im Bereich der Gebärmutter und der Eileiter kommen, so daß die Eileiter verkleben und eine normale Wanderung des Eis nicht mehr möglich ist. Dadurch können Eileiterschwangerschaften und Bauchhöhlenschwangerschaften resultieren, da das befruchtete Ei nicht mehr in der Gebärmutter ankommt. Also ist das eher eine Alternative, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.
Ich hoffe, damit ist ein wenig Licht in das Dunkel des weiblichen Zyklus gekommen
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