Hallo zusammen,
google Recherchen liefern hauptsächlich befürwortende und werbende Seiten.
Weiß jemand von euch, was dran ist an den (angeblichen?) Pilzbelastungen? Ich kenne viele, die sich „testen“ ließen und keiner von denen kam mit dem Befund „keine Pilzbelastung“ zurück.
Ich kann es nicht glauben, dass diese Diagnose und damit die entsprechende Diät für alle gilt, die sich zu einem Ganzheitsmediziner, Bio-Energetiker, Regulationstherapeuten etc. verirren. Pilzbelastung kann doch nicht allumfassend für alles verantwortlich gemacht werden.
Könnt Ihr mir Stellen nennen, wo man kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema nachlesen kann oder habt Ihr selbst etwas parat?
Danke schon einmal und Gruß
Irene
Hallo Irene.
Weiß jemand von euch, was dran ist an den (angeblichen?)
Pilzbelastungen? Ich kenne viele, die sich „testen“ ließen und
keiner von denen kam mit dem Befund „keine Pilzbelastung“
zurück.
Das liegt in erster Linie am Milieu des Darms, denn wo keine intakte Darmflora für Ordnung sorgt, breiten sich andere Organismen aus (ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf den Tischen
)
Und in der Tat: Die meisten Menschen essen und trinken so unglaublich viel ungesundes Zeug, dass die physiologische Darmflora gestört ist. Nur deswegen haben z.B. auch Pilze dort Platz…
Ich kann es nicht glauben, dass diese Diagnose und damit die
entsprechende Diät für alle gilt, die sich zu einem
Ganzheitsmediziner, Bio-Energetiker, Regulationstherapeuten
etc. verirren. Pilzbelastung kann doch nicht allumfassend für
alles verantwortlich gemacht werden.
Es ist wie gesagt nicht die Pilzbelastung sondern das FEHLEN der GUTEN BAKTERIEN im Darm. Und daraus können unendlich viele Symptome erwachsen.
gruss engelsauge
Es ist wie gesagt nicht die Pilzbelastung sondern das FEHLEN
der GUTEN BAKTERIEN im Darm. Und daraus können unendlich viele
Symptome erwachsen.
Hallo Engelsauge,
na dann müsste es doch genügen, ein Präparat, das
die natürliche Darmflora wieder herstellt (wie man es z.B. nach Antibiotikaeinnahme oder nach schweren Durchfällen nimmt)einzunehmen. Was sagst du dazu?
Gruß
Irene
Hallo Ralf,
danke, das hilft mir schon einmal viel weiter. Es gibt zumindest zwei Ärzte, die eindeutig gesagt haben, dass nichts dran ist.
Ich weiß, ich weiß: tot caput tot sententiae oder so ähnlich, aber ich will es einfach nicht als gegeben hinnehmen, dass so viele in meiner Umgebung „Pilzdiäten“ machen und dies so darstellen, als sei es unsere verdammte Pflicht, den Pilz auszuhungern.
Und auf die Nichtgläubigen milde herablächeln.
Danke dir und Gruß
Irene
Quot…
Hallo Irene,
Will doch als alter Lateiner etwas mit meinen Google-Künsten angeben:
Quot homines, tot sententiae - nach Terenz
oder
Quot capita, tot sensus - nach Horaz
Vampy
Hai, Irene,
wir hatten das Thema im Medizin-Brett:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(wenn der Link nicht funktioniert, mit „Candida alb.“ im Archiv von „Medizin, allgemein“ suchen)
Gruß
Sibylle
Hallo Irene.
na dann müsste es doch genügen, ein Präparat, das
die natürliche Darmflora wieder herstellt (wie man es z.B.
nach Antibiotikaeinnahme oder nach schweren Durchfällen
nimmt)einzunehmen. Was sagst du dazu?
Würdest du nur aus Darm bestehen, könnte das VIELLEICHT sein 
gruss engelsauge
Bingo, Vampy,
danke für den „Nachhilfeunterricht“ - is schon lange her…
Gruß
Irene
Hi Engelsauge,
das verstehe ich zwar nicht, aber danke trotzdem.
Gruß
Irene
Hallo Sibylle,
danke für den Hinweis. Hatte nach „Pilzbelastung“ gesucht und nicht nach Candida
.
Sehr interessant, was es da zu lesen gibt, vor allem deine genaue Erklärung hat es mir sehr angetan.
Was ich aber jetzt noch immer nicht weiß - vielleicht weißt du ja darauf auch eine Antwort (oder andere Mitleser):
Wie kommt es, dass keiner - wirklich keiner - meiner Bekannten und Freunde ohne die Diagnose „viele, viele Pilze“ von den Ärzten weggegangen ist.Durch Mundpropaganda stürmen sie natürlich die einschlägigen Ärzte oder sonstigen medizinischen Helfer - und alle kommen mit der Pilz-Diät in der Hand raus.
Mich macht es immer stutzig, wenn plötzlich alle Menschen in meiner Umgebung ein und dieselben Wehwehchen haben…da läuten bei mir immer die Alarmglocken.
Grüße
Irene
Hai, Irene,
Sehr interessant, was es da zu lesen gibt, vor allem deine
genaue Erklärung hat es mir sehr angetan.
Danke
Was ich aber jetzt noch immer nicht weiß - vielleicht weißt du
ja darauf auch eine Antwort (oder andere Mitleser):
Wie kommt es, dass keiner - wirklich keiner - meiner Bekannten
und Freunde ohne die Diagnose „viele, viele Pilze“ von den
Ärzten weggegangen ist.Durch Mundpropaganda stürmen sie
natürlich die einschlägigen Ärzte oder sonstigen medizinischen
Helfer - und alle kommen mit der Pilz-Diät in der Hand raus.
Ich denke, da spielen viele Aspekte eine Rolle.
Z.B. sind die Symptome so schön diffus: Abgespanntheit, Müdigkeit, „sich husch fühlen“, Blähungen, Gelenkschmerzen, Dauererkältungen, usw. - nun kommt ein Freund daher und erzählt, daß er genau diese Symptome auch hatte und daß es Pilze waren und schon rennt wieder jemand zum Arzt und will auf Pilze untersucht und gegen sie behandelt werden… daß viele der Symptome auch durch den bei uns üblichen Raubbau an unserer Gesundheit auftreten, wird verdrängt. Es kann ja schließlich gar nicht sein, daß man „als Einziger“ nicht mit sechs Stunden Schlaf pro Nacht auskommt und die Wochenenden nicht durchfeiern kann, obwohl man doch erst 30 ist - dabei hat man mit 30 den Zenit der körperlichen Leistungsfähigkeit überschritten, was aber in Zeiten des Jugendwahns nichts ist, was man (vor sich selbst) zuzugeben bereit ist…
Dazu kommt noch, daß auch Ärzte von irgendwas leben wollen und der Rat „Schlafen Sie halt mehr, faulenzen Sie mehr“ nicht nur nicht gerne gehört wird, sondern auch wenig einbringt. Und das Schöne ist ja, daß bei jedem Menschen eine „Candida-Infektion“ festzustellen ist.
Und, um das Bild rund zu machen, sagen meine Beobachtungen, daß diese „Diät“ tatsächlich eine Art Erfolg hat: bei sämtlichen meiner Bekannten, die meinten, Hefepilze aushungern zu müssen, war es so, daß sie a) sorgfältiger darauf achteten, was und wann sie aßen (plötzlich hatten sie doch Zeit, dreimal täglich zu essen) und b) ihre Leistungsfähigkeit so in den Keller gerauscht ist, daß sie um 21:00 völlig fertig ins Bett fielen und auch am Wochenende zur Abwechslung mal ausreichend schliefen - und mal acht Wochen regelmäßig essen und ausreichend schlafen ergibt logischerweise eine Verbesserung im Wohlbefinden, auch ganz ohne spezielle Pilz-Aushunger-Diät.
Bei all dem darf man aber nicht vergessen, daß es tatsächlich Erkrankungen durch Pilzinfektionen gibt, die auch der Behandlung bedürfen - nur wird in einem solchen Fall nicht mit „Diät“ rumgemacht…
Mich macht es immer stutzig, wenn plötzlich alle Menschen in
meiner Umgebung ein und dieselben Wehwehchen haben…da
läuten bei mir immer die Alarmglocken.
Ist eben gerade Mode… mich wollten auch schon gute Bekannte davon überzeugen, daß ich „Candida hätte“ - schließlich schlafe ich jede Nacht neun Stunden und das ist doch bestimmt nicht normal…
Gruß
Sibylle
Hi Sybille,
Dir muß ich vollkommen recht geben!
Ich kann mich noch genau daran erinnern…vor ein paar Jahren wars, da gab’s schonmal eine Candida Hysterie…nahezu alle Mädels aus dem Bekanntenkreis sind daraufhin zum Doc marschiert, der dann natürlich auch brav die Stuhlproben derer einsammelte und ins Labor zur Analyse schickte…nur kamen die ganz oft nicht mit optimaler Kühlung und in angemessener Zeit zum Labor…das Geschwertels was man in so einer Stuhlprobe dann findet liegt natürlich weit über Normalwert…
Kürzlich mußte ich auch eine Stuhlprobe abgeben (Die ganz frisch sein musste), da meinte meine Ärztin zu mir, dass ich ja nicht darauf hereinfallen soll, falls da ein paar Pilze festgestellt würden, solle ich ja nicht in diese Hysterie mit einsteigen, eine gewisse Menge hätte schliesslich jeder…bin ich froh, dass ich so ne tolle Ärztin habe! Die Mädels von damals essen heute noch keinen Zucker keinen Käse und weiss der Geier was noch alles nicht…die Armen, dabei ist gut essen doch so was Feines 
LG
Maja
PS für die Origonalposterin:
Wenn das Immunsystem derart geschwächt ist, dass sich tatsächlich übermäßig viele Pilze im Darm haben ansiedeln können, reicht eine Behandlung mit „Guten“ Darmbakterien nicht mehr. Da müssen zus. schon härtere Geschütze aufgefahren werden.
Hi Sibylle,
ob deiner Antwort lacht mir das Herz in der Brust!
Danke!
Gruß
Irene
schau doch auch mal hier:
Super, danke!
Irene
Hallo Drambeldier,
Dein Haut- und Hausarzt ist schlicht und einfach diesbezüglich inkompetent. Es gibt zB die Deutsche Candidahilfe (www.candida.de) dort siehst Du einige Beispiele und hintergründe wie es wirklich ist. Nebenbei habe ich bei Tochter und in Bekanntenkreis dutzende Erfahrungen diesbezüglich gemacht.
Wenn Dir die Erfahrungen nicht reichen dann besorg Dir die folgenden medizinischen Studein und Abhandlungen:
Crook William. The Yeast Connection Handbook. Jackson,TN,1997:34-35.
„Tartaric acid.“ Microsoft Encarta 96 Encyclopedia on CD ROM.
Webster R. Legal Medicine and Toxicology. WB Saunders, Philadelphia, 1930: 413-414.
Shaw W, Kassen E, and Chaves E. „Increased excretion of analogs of Krebs cycle metabolites and arabinose in two brothers with autistic features.“ Clinical Chemistry 41:1094-1104, 1995.
Mahler H and Cordes. Biological Chemistry. New York, Harper and Row. 1966: 417-418.
Holzschlag Molly. „CoQ10, malic acid, and magnesium may improve CFIDS/FM symptoms.“ The CFIDS Chronicle, Summer 1993.
St Amand RP. „Exploring the fibromyalgia connection.“ The Vulvar Pain Newsletter. Fall 1996, 4-6.
Kennedy M and Volz P „Dissemination of yeasts after gastrointestinal inoculation in antibiotic-treated mice.“ Sabouradia 21:27-33, 1983.
Danna P, Urban C, Bellin E, and Rahal J. „Role of Candida in pathogenesis of antibiotic associated diarrhea in elderly patients.“ Lancet 337: 511-14, 1991.
Ostfeld E , Rubinstein E, Gazit E, Smetana Z. „Effect of systemic antibiotics on the microbial flora of the external ear canal in hospitalized children.“ Pediat 60: 364-66, 1977.
Kinsman OS, Pitblado K. „Candida albicans gastrointestinal colonization and invasion in the mouse: effect of antibacterial dosing, antifungal therapy, and immunosuppression.“ Mycoses 32:664-74,1989.
Van der Waaij D. „Colonization resistance of the digestive tract—mechanism and clinical consequences.“ Nahrung 31:507-17, 1987.
Samonis G and Dassiou M. „Antibiotics affecting gastrointestinal colonization of mice by yeasts.“ Chemotherapy 6: 50-2, 1994.
Samonis G, Gikas A, and Toloudis P. „Prospective evaluation of the impact of broad-spectrum antibiotics on the yeast flora of the human gut.“ European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases 13:665-7, 1994.
Samonis G, Gikas A, and Anaissie E. „Prospective evaluation of the impact of broad-spectrum antibiotics on gastrointestinal yeast colonization of humans.“ Antimicrobial Agents and Chemotherapy 37: 51-53, 1993.
Vargas S, Patrick C, Ayers G, and Hughes W. „Modulating effect of dietary carbohydrate supplementation on Candida albicans colonization and invasion in a neutropenic mouse model.“ Infection and Immunity 61:619-626,1993.
Ausserdem ist ein Stoffwechselprodukt des Hefepilzes Candida Weinsäure ein hochtoxischer Stoff, was Dir ein Fachmann bestätigen kann.
Zum Schluss noch ein praktisches Beispiel, wenn Du Dich bei Frauen umhörst, wirst Du sicher eine finden, die nach Antipiotikaeinnahme einen Scheidenpilz bekam, obwohl Antipiotika ja in den Darm gelangt und nicht in die Scheide. Wie es dann wohl im Darm aussehen wird, kanns Du Dir selber denken.
Gruss
Beat
Hallo Maja und andere
Gebe Dir Maja recht, jeder hat Candida, so wie es überall Co2 in der Luft hat, erst ein übermass an Candida ist gesundheitsschädlich.
Der Stuhltest ist dazu erst noch unsicher, aber auch in die andere seite. Bei etwas 1/3 der übermmässig Betroffenen findet man keinen Pilz, da der Pilz an der Darmwand festklebt.
Es gibt nebenbei einen sicheren Pilztest über die toxischen Stoffwechselprodukte des Pilzes (wo leben ist, gibt es Stoffwecghselprodukte), die man im Urin findet. Leider zahlt die Kasse diesen test aber nicht und er kostet so rund 130€.
Es gibt übrigens nebst der von maja erwähnten gründe noch einen anderen, wieso soviele betroffen sind. Bei sehr vielen Krankheiten ist das immunsystem betroffen und dann wachsen auch die Pilze (die nebenbei auch wieder das immunsystem schwächen usw), dh viele der Kranken haben tatsächlich einen Pilz, als Bsp haben 80bis 90% der hyperaktiven (ADSH) Kinder einen Pilz, dessen Behjandlung die hyperaktiven Syntome in den meisten Fällen zumindest sehr bessert
Kenne einige Bispiele von bekannten und hier ein Buchauszug dazu.
Exzerpiert aus The Yeast Connection von Dr. William Crook.
In August 1982, wurde mir Wesley, ein zweieinhalb jähriger Junge, für eine Untersuchung wegen schwer nervösen Symptomen u.a. Wutanfälle und Hyperaktivität verwiesen. Als ich seine medizinische Geschichte übersah, merkte ich, dass er unter wiederholenden Ohrenentzündungen, die mit Antibiotika behandelt waren litt. Innerhalb zwei Monaten bekam er Antibiotika jeden Tag, in einer Versuch die Ohrenentzündungen zu überwinden. Als er zwei Jahren alt war, hat seinen Kinderarzt ihm, wegen den Wütanfällen und anderen schweren Nervensystem-Symptomen, an einem klinischen Psychologe, für Verhaltensmodifizierung verwiesen. Leider wurden die Therapien nicht erfolgreich und er hatte immer noch Verhaltensprobleme, sowie Ohrenentzündungen.
Wegen diesen Symptomen und der Geschichte von mehrfachen Runden des Antibiotikums, verschrieb ich mündlich verabreichtes Nystatinpuder und eine zuckerfreie Diät. Gleich dannach wurde Wesley wie „ein anderes Kind“; jedoch, wenn er mit Zucker oder Junkfood herausgefordert war, kammen die Hyperaktivität und Reizbarkeit zurück. Wesley hat die Diät weitergemacht und bekam Nystatin regelmäßig für zwei weitere Jahre. Danach konnte er die Diät manchmal nachlassen, aber große Beeinträchtigungen in der Diät wurden immer Probleme hervorbringen.
ÜBRIGENS HILFT WIE ERWÄHNT, DIE dIÄT ALLEINE MEIST NICHT, ein Antipilzmittel ist meist (zusätzlich) nötig.
Gruss
beat
Hallo zusammen,
Weiß jemand von euch, was dran ist an den (angeblichen?)
Pilzbelastungen? Ich kenne viele, die sich „testen“ ließen und
keiner von denen kam mit dem Befund „keine Pilzbelastung“
zurück.
Hallo auch.
Ich kenne die Belastung von Lebensmitteln durch Pilze.
Hier können Pilze ein Lebensmittel durch Giftstoffe verderben.
Giftstoffe aus Pilzen sind schon in geringsten Konzentrationen stark wirksam und werden deswegen schlecht erkannt.
Hier muß man auf einwandfreie „Rohstoffe“ bzw. Zutaten achten.
Dann weiß ich noch, das es zu Pilzinfektionen kommen kann, wenn die Darmflora aus irgendeinem Grund nicht in Ordnung ist. Das kann zum Beispiel durch starke Antibiotika Einnahme geschehen. Hierfür gibts auch wiederum extra Medikamente, welche aus Bakterien zur Wiederherstellung der Darmflora bestehen.
Ein bestimmter „Level“ an Pilzen ist hier aber eigentlich unvermeidlich, sie sind weit verbreitet in Natur und Umwelt.
Es gibt aber auch Pilze, welche sich breitmachen können, auch wenn alles relativ in Ordnung ist. Ich kenne Nagelpilze in Verbindung mit feuchten Handschuhen, und wahrscheinlich gibt auch noch andere.
MfG
Hallo zusammen,
Die Darmflora kann durch die Einnahme von Antibiotika gestört werden.
Um diese Störung zu verhindern sollte man nach der Einnahme von Antibiotika etwas Jogurt essen, der bringt die Darmkultur wieder in einklang.
Gruß
Hubert