Nehmen wir an eine Pizzeria hat in ihrer Speisekarte in verschiedenen Gerichten Schinken als Zutat. Verwendet wird “Deko Pizzabelag nach Italienischer Spalla Cotta Art - Vorderschinkenerzeugnis aus teilweise fein zerkleinerten Vorderschinkenteilen zusammengefügt und geformt, grob entfettet, ohne Schwarte, mit Trinkwasser und Stärke, gepökelt und gegart" dies steht so auf der Verpackung.
Jetzt kommt jemand vom Ordnungsamt und sagt, sämtliche Speisekarten, auch die große Speisekarte aus Metall an der Wand muss geändert werden sodass dort nicht mehr Schinken steht, sondern Pizzabelag.
Die Lösung der Pizzeria lautetet (jedoch vom Ordnungsamt zurückgewiesen):
überall wo Schinken steht unten mit einem Sternchen darauf verweisen das es sich um Pizzabelag handelt.
Zettel aufhängen, Schinken=Pizzabelag
Aber kann es tatsächlich sein das z.B. bei einer Pizza Hawai (Zutaten: Tomatensause, Käse,Schinken, Annanas) die neue Bezeichnung lt. Gesetzt: Tomantensause, Käse, Pizzabelag, Ananas lauten muss?
So weiß doch kein Mensch das es sich beim Pizzabelag um Schinken handelt.
Kann da jemand etwas zu sagen? Gibt es irgenwelche Möglichkeiten den ursprünglichen Schinken (Pizzabelag) zu verwenden? Kann es sein das man die Punkte unter 1 und 2 doch irgendwie anwenden darf?
warum nicht einfach statt Formvorderfleisch (bäääh) richtigen Schinken drauftun? Das gäbe dann auch 'ne richtige Pizza. Dieses Wortgefitzel nur um dem Verbraucher irgendwelches zusammengemixte Zeugs unterzujubeln find ich - mit Verlaub gesagt - zum k…
wenn jemand teueren Schinken für teures Geld liefert, dann darf er auch Schinken auf seine Karte schreiben. Wenn jemand statt teurem Schinken billigen Pressabfall auf die Pizza packt, dann würde er sich einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn er trotzdem Schinken auf die Karte schreibt. Ganz abgesehen davon täuscht er den Kunden.
BTW: Ich bestehe auf entsprechenden Hinweisen, weil ich damit in der Lage bin postwendend ein Lokal zu verlassen, was mir Dinge auf den Tisch bringt, die die selbst als Rohprodukt niemals nicht anrühren und in der eigenen Küche verarbeiten würde. Und wenn mir so ein Mist, am besten auch noch mit Analogkäse versetzt als Schinken und Käse aufgetischt wird, dann gibt es Ärger. Erst im Lokal, und dann bei der Gewerbeaufsicht!
Gruß vom Wiz, der einfach nicht verstehen kann, wie Gastronomen soweit sinken können, dass sie solchen Mist verkaufen
Aber kann es tatsächlich sein das z.B. bei einer Pizza Hawai
(Zutaten: Tomatensause, Käse,Schinken, Annanas) die neue
Bezeichnung lt. Gesetzt: Tomantensause, Käse, Pizzabelag,
Ananas lauten muss?
So weiß doch kein Mensch das es sich beim Pizzabelag um
Schinken handelt.
Es ist doch aber kein Schinken sandern gepresster Müll in Scheiben geschnitten. Warum sollte man das Schinken nennen?
Kann da jemand etwas zu sagen? Gibt es irgenwelche
Möglichkeiten den ursprünglichen Schinken (Pizzabelag) zu
verwenden? Kann es sein das man die Punkte unter 1 und 2 doch
irgendwie anwenden darf?
verwende Schinken, dann kann man es auch Schinken nennen. Ich würde eine Pizzeria von der ich weiss das solcher Dreck verwendet wird nicht mehr betreten.
Dass man auf ner Billig-TK-Pizza nichts anderes erwarten kann ist schon klar. In einem „Restaurant“ erwarte ich aber doch etwas Anderes.
Aber kann es tatsächlich sein das z.B. bei einer Pizza Hawai
(Zutaten: Tomatensause, Käse,Schinken, Annanas) die neue
Bezeichnung lt. Gesetzt: Tomantensause, Käse, Pizzabelag,
Ananas lauten muss?
So weiß doch kein Mensch das es sich beim Pizzabelag um
Schinken handelt.
eben. Es handelt sich ja auch nicht um Schinken. Entweder es ist Schinken drauf, dann darf man es auch so nennen, oder es ist billiger Belag drauf, dann darf man es eben nicht Schinken nennen.
Ich weiß nicht, was daran so unverständlich ist. Ich kann doch nicht Sahne anbieten und Scheiße liefern.
Es ist doch aber kein Schinken sandern gepresster Müll in
Scheiben geschnitten. Warum sollte man das Schinken nennen?
vielleicht weil andere, die eine Art ausgiebig in einer wässrigen Natriumnitrat-Lösung eingelegten Montageschaum als Schinken bezeichnen, dies ebenfalls tun - und dabei das Recht auf ihrer Seite haben.
Bei allem Respekt vor dem deutschen Lebensmittelrecht - wenn ich mir vor Augen führe, was nach dem nämlichen Recht z.B. als „Frischmilch“ oder (in zusammengesetzten Begriffen) „Käse-“ bezeichnet werden darf, scheint mir, es hängt eher vom Zufall ab, dass gerade da der Gesetzgeber meinte, dass Pappmaché und Schinken zweierlei Dinge sind, während dem gleichen Gesetzgeber Verarschungen der Verbraucher in gleichem Ausmaß und bloß anderem Zusammenhang grad links an den Schlundganglien vorbeigehen.
Ich habe bis heute nicht ganz verstanden, was an Analogkäse eigentlich „Mist“ ist. Klar: Als Käse verkaufen darf man es nicht. Aber wenn Analogkäse z.B. auf Pizza verarbeitet wird und nicht ungesünder st und nicht schlechter schmeckt, was genau ist denn das Problem?
nachdem der Analogkäse wieder und wieder in der Presse Erwähnung fand, war ich auch neugierig, wollte wissen, wie der schmeckt. Dass keine Milch drin war, schien mir a priori nicht nachteilig.
Ich habe dann beizeiten in der Metro mal eine Tüte gekauft und unsere Pizzen damit belegt. Sah zunächst unauffällig aus, doch nach dem Backvorgang unterschied sich der Käse bereits optisch vom gewohnten Bild.
Leider war das Ganze dann aber kein Genuss, genauer gesagt, die Pizza war für keinen von uns ansatzweise genießbar. Ekelhaft glibberige Fettmasse und sowas von PFUI. Das würde man nichtmal essen, wenn man in der Wüste notgelandet wäre
Vielleicht gibt es auch beim Analogkäse Qualitätsunterschiede (dann habe ich den übelstmöglichen erwischt).
Vielleicht weil ich Käsegeschmack mag? Ich kann auch direkt Geschmacksverstärker und billige Füllmasse bestellen und nur weil es ähnlich schmeckt isses doch was anderes.
Es geht einfach darum, das ein sehr billiges Produkt teuer verkauft wird, weil es Ähnlichkeiten zum Orginal hat.
Gegenfrage, würdest du einen Lada also BMW analog Auto für den Preis des BMW kaufen? Fahren beide, und den Berg runter auch ähnlich schnell
gruss
Dinge die ich persönlich esse müssen einen ziemlich hohen Standard erfüllen, weil das Zeug nicht nur oben rein und unten wieder raus geht, sondern ich aus dem bestehe und davon lebe, was da nicht gleich unten wieder raus kommt. D.h. mir kommt auch kein billiger Fabrikkäse auf den Tisch, sondern nur mehr oder weniger handwerklich gemachter und ordentlich gereifter Käse, der aus hochwertigen Grundzutaten besteht.
Und da geht es nicht nur um klassische Nährwertangaben, sondern eben auch um all die Kleinigkeiten die da noch so im Essen sind, und die für die Gesundheit von großer Bedeutung sind. Und wenn mein Körper Käse haben will, dann soll er auch Käse bekommen, und nicht irgendetwas, was so ähnlich wie Käse aussieht und schmeckt, aber tatsächlich nun mal kein Käse ist, sondern statt aus Milchfett und Micheiweis aus irgendwelchem nicht näher bekannten Fett und Eiweis besteht, und voll mit Emulgatoren, Farbstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern ist, von denen nicht unbedingt abschließend geklärt ist, wie diese sich langfristig auf unsere Gesundheit auswirken.
Ganz abgesehen davon versuche ich - wo nur möglich - das Einkommen sauber arbeitender Produzenten von ordentlichen Produkten zu sichern, statt mein Geld Konzernen in den Rachen zu werfen, die mir gegenüber vorgeben ein hochwertiges Produkt zu liefern, bei dem sie aber die wesentlichen Bestandteile zwecks Gewinnmaximierung durch billigere Alternativen ersetzt haben.
ich stimme 100 % mit dir überein. Leider ist es gerade in Deutschland sehr ausgeprägt, dem Verbaucher irgendwas unterzujubeln. Man meint, es ist Käse und isst irgendein Kunstprodukt, man meint, man isst Kochschinken, doch in Wirklichkeit ist es zusammengeklebter Fleischereiabfall usw usw usw…
Deutschland scheint Weltmeister in der Herstellung billigster Ersatzprodukte zu sein. Doch woran liegt es? Meines Erachtens ist es der Verbraucher mit seiner „Geiz ist Geil“- Mentalität selber schuld. Wer eine Leistung/eine Ware haben will, muss anständig dafür zahlen. Will er das nicht, kriegt er halt Abfall, gut angerichtet.
Würde der deutsche Verbraucher seinen Körper doch nur annähernd so gut pflegen, wie sein Auto, dann gäbe es solche Ekelprodukte nicht.
Wir könnten von anderen Ländern viel lernen. Dort würden diese Kunstprodukte keinen Käufer finden.
Ist ja nicht uninteressant die Diskussion, gehört aber so langsam wirklich nach „Essen & Trinken“ oder so. Dort könnt Ihr das gerne weiter vertiefen – aber hier ist es jetzt doch genug.