Hallo,
wenn ich etwas an einen Platz stelle, plaziere ich es.
Nur warum ohne t?
Gruß Steffi
Hallo,
wenn ich etwas an einen Platz stelle, plaziere ich es.
Nur warum ohne t?
Gruß Steffi
Hallo Steffi,
nein, Du platzierst es nach der neuneuen RS - siehe hier:
http://www.duden-suche.de/suche/trefferliste.php?suc…
LG,
MrsSippi
Hallo, Steffi
das war eine der Unsinnigkeiten der alten Rechtschreibung.
Nach der neuen heißt es:
_ plat|zie|ren [frz. placer, zu: place, Platz]: 1. an einen bestimmten Platz bringen, stellen, setzen; jmdm., einer Sache einen bestimmten Platz zuweisen: er platzierte mich in einen Sessel; an allen Ausgängen wurden Polizisten platziert (aufgestellt); in diesem Restaurant wird »platziert« (den Gästen ein bestimmter Platz zugewiesen); das Inserat war schlecht platziert.
2. (schweiz.) unterbringen: jmdn. in einem Heim p.
3. a) (Ballspiele) gezielt schießen, schlagen: sie platzierte den Ball in die linke Torecke; ein platzierter Schuss; b) (Fechten, Boxen) (einen Treffer) anbringen; c) (Tennis) so schlagen, dass der Gegner den Ball nicht od. kaum erreichen kann.
4. (Sport) einen bestimmten Platz erreichen, belegen: der Läufer platzierte sich unter den ersten zehn; sie konnte sich nicht p. (erreichte keinen der vorderen Plätze). 5. (Kaufmannsspr.) (Kapital) anlegen: sein Geld auf dem Grundstücksmarkt p.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Zur Schreibung „plazieren“ kam es, weil man das Verb im 18. Jhdt. aus dem Französischen übernahm und das „c“ im Deutschen zu „z“ wurde.
Das Nomen Platz wurde schon im 13. Jhdt. als „blaz“ übernommen, und im Verlauf der Sprachentwicklung wurde das „z“ zu „tz“.
Gruß Fritz
Danke der Aufklärung.
Eine echt positive Seite der Rechtschreibreform.
Gruß Steffi
Danke der Aufklärung.
Eine echt positive Seite der Rechtschreibreform.
Gruß Steffi
Servus Steffi,
weil Du Dich gerade so freundlich bedankt hast, wirst Du von dort nicht gleich korrigiert werden - also mache ich den ‚bad cop‘:
> Besserwissermodus an
es heißt: „Danke für die Aufklärung“
1 Besserwisser-*chen
owt
oh wie töricht
wenn ich etwas an einen Platz stelle, plaziere ich es.
Nur warum ohne t?
Plazieren ist kein deutsches Wort sondern kommt von place bzw. placer.
Ich hoffe man schreibt nicht bald spatzierengehen von den Spatzen…
Gruß
d.
Hallo,
sieht man auf andere Sprachen wäre Platz ohne t naheliegend. Der scharfe tz-Laut ist wohl was typisch deutsches.
Mir ging es allerdings um die nicht logisch andere Schreibweise von Substantiv und daraus gebildetem Verb. Und das wurde, wie wir erfahren haben, zu Recht reformiert.
Gruß Steffi
Mir ging es allerdings um die nicht logisch andere
Schreibweise von Substantiv und daraus gebildetem Verb. Und
das wurde, wie wir erfahren haben, zu Recht reformiert.
Ich habe dazu eine andere Meinung
Sprachen richten sich nicht nach der Logik sondern sie wachsen, entwickeln sich, nehmen Einflüsse auf und geben Einflüsse an andere ab. Sprachen leben. Regeln aufzuzwingen von außen halte ich für falsch. Deswegen bin ich gegen die Reform. Plazieren schreibt man plazieren, so kenne ich das, so habe ich es gelernt. Warum sollte man das zwangsweise ändern wollen? Es stiftet Verwirrung.
Gruß
d.
Mir ging es allerdings um die nicht logisch andere
Schreibweise von Substantiv und daraus gebildetem Verb. Und
das wurde, wie wir erfahren haben, zu Recht reformiert.Ich habe dazu eine andere Meinung
Sprachen richten sich
nicht nach der Logik sondern sie wachsen, entwickeln sich,
nehmen Einflüsse auf und geben Einflüsse an andere ab.
Sprachen leben. Regeln aufzuzwingen von außen halte ich für
falsch. Deswegen bin ich gegen die Reform. Plazieren schreibt
man plazieren, so kenne ich das, so habe ich es gelernt. Warum
sollte man das zwangsweise ändern wollen? Es stiftet
Verwirrung.
Die Verwirrung um die Schreibung dieses Wortes war früher weitaus größer. Ich hätte früher immer „platzieren“ geschrieben, und wunderte mich plötzlich über die Umstellung. Plazieren mag zwar von „place“ kommen, aber also Nicht-Etymologen ist das nicht ersichtlich, man kann es synchron genauso schnell von Platz ableiten. Verwirrung stiftet das nur bei denen, die das Wort anders gelernt haben und sich nun umgewöhnen müssen. Spätere Generationen werden kein Problem mehr damit haben, da die Schreibweise nicht mehr so sonderbar anders ist. Übergangsphasen sind immer etwas problematisch…
Gruß,
— André
Die Verwirrung um die Schreibung dieses Wortes war früher
weitaus größer.
Finde ich nicht. Kann mich nicht erinnern, es je anders geschrieben zu haben.
Plazieren mag zwar von „place“ kommen, aber also
Nicht-Etymologen ist das nicht ersichtlich, man kann es
synchron genauso schnell von Platz ableiten.
Was sich von wo ableitet ist nur eine Erklärung aber keine Rechtfertigung dafür, WARUM man etwas so schreibt wie man es schreibt. Man schreibt so, wie man es gewohnt ist zu lesen. (so wie man so spricht wie man es gewohnt ist, es zu hören.)
Verwirrung
stiftet das nur bei denen, die das Wort anders gelernt haben
und sich nun umgewöhnen müssen.
Alle außer Kinder also. Ziemlich unfair, irgendwelche sinnfreien Regeln Menschen aufzudrücken, die beruflich Deutsch schreiben müssen und das so kennen. Wie wärs wenn man stattdessen den Kindern ordentlich Deutsch beibringt anstatt die Regeln zu ändern?
Gruß
d.
Da spricht wieder ein gewaltiges, rückwärts gewandtes Beharrungsvermögen, das einen in Erstaunen setzte, wüsste man nicht, wer da schreibt.
Ich habe dazu eine andere Meinung
Sprachen richten sich
nicht nach der Logik,
Bisweilen doch, wie du siehst!
sondern sie wachsen, entwickeln sich, nehmen Einflüsse auf und geben Einflüsse an andere ab. Sprachen leben.
Und warum kannst du die Neuerung nicht als sinnvolle Weiterentwicklung betrachten?
Regeln aufzuzwingen von außen halte ich für falsch.
Die Neuregelung kommt nicht von außen; sie ist nicht willkürlich, sondern sinnvoll UND logisch.
Deswegen bin ich gegen die Reform. Plazieren schreibt man plazieren, so kenne ich das, so habe ich es gelernt. Warum sollte man das zwangsweise ändern wollen?
DAS ist eine willkürliche, zwanghafte Haltung!
Sie erinnert an die Haltung, die sich in dem Satz ausdrückt:
Wo mein Vater gebremst hat, bremse ich auch; und wenn es den Berg hinauf geht.
Es stiftet Verwirrung.
Nicht doch. Anscheinend nur bei dir. Verwirrend war die alte Regelung.
Und im Unterschied zur alten Regelung, lässt die neue dir die Freiheit, zu schreiben, wie du willst.
Nur im staatlichen Bereich ist die Neuregelung verbindlich.
Du aber willst deine Regel als die allein seligmachende betrachtet sehen.
Gruß
Fritz
Da spricht wieder ein gewaltiges, rückwärts gewandtes
Beharrungsvermögen, das einen in Erstaunen setzte, wüsste man
nicht, wer da schreibt.
Dein ad hominem ignorierend weise ich darauf hin, daß Sprache in großen Teilen gewachsene Tradition ist und nicht das Produkt von regelwütigen Einzeltätern, die in permanenter Weise versuchen, eine schon bestehende Sprache immer neu zu schaffen anstatt sie als existierend und lebend zur Kenntnis zu nehmen.
Und warum kannst du die Neuerung nicht als sinnvolle
Weiterentwicklung betrachten?
Weil sie von oben kommt. Sprache entwickelt sich von unten nach oben, und nicht umgekehrt.
Wo mein Vater gebremst hat, bremse ich auch; und wenn es den
Berg hinauf geht.
Genau so verhält sich Sprache. „Sinnlose“ Unregelmäßigkeiten muß man eben lernen.
Nicht doch. Anscheinend nur bei dir. Verwirrend war die alte
Regelung.
Wer rechtschreiben KANN, für den ist eine Reform ein Schmerz in den Augen, so wie ein musikalischer Mensch es nicht ertragen kann, jemanden falsch singen zu hören.
Und im Unterschied zur alten Regelung, lässt die neue dir die
Freiheit, zu schreiben, wie du willst.
Das stimmt nicht. Wer in einem Beruf arbeitet, in dem er deutsche Texte produzieren muß, ist gezwungen sich falsche Rechtschreibung anzueeignen (wenn es vom Kunden gewünscht wird - nicht überall ist es so.)
Du aber willst deine Regel als die allein seligmachende
betrachtet sehen.
ICh will, daß mit dem Blödsinn aufgehört wird.
Gruß
d.
Traditionen und Schreibungen
Dein ad hominem ignorierend weise ich darauf hin, daß Sprache in großen Teilen gewachsene Tradition ist und nicht das Produkt von regelwütigen Einzeltätern, die in permanenter Weise versuchen, eine schon bestehende Sprache immer neu zu schaffen anstatt sie als existierend und lebend zur Kenntnis zu nehmen.
Du hast keine Ahnung, liebe Datafox, wie Sprache entstand und sich entwickelt.
Auch Traditionen haben einen Anfang, wenn du sie auch nicht kennst, sie fallen nicht vom Himmel. Sie werden eingeführt von einer Person oder einer Gruppe und weiter gegeben an Personen und Gruppen und übernommen von Personen oder Gruppen.
Jede Schreibung wurde einmal von einem Schreiber oder von einer Gruppe von Schreibern festgelegt.
Auch wenn du das nicht wahrhaben willst.
Die Klosterschulen, die Sprachgesellschaften, die kaiserlichen und fürstlichen Kanzleien legten Regeln und Schreibungen fest, die Herren Luther, Campe, Gottsched, Adelung, die Brüder Grimm, Herr Duden waren Einzeltäter nach ihrem Gutdünken!
Genauso wie Volkslieder nicht von „einem Volk“, sondern von einem Texter und einem Komponisten geschaffen wurden.
Aber ich vergeude Öl und Mühe.
Gruß Fritz
Du hast keine Ahnung, liebe Datafox, wie Sprache entstand und
sich entwickelt.
Obwohl dein Ton so herablassend ist (woher weißt du, was ich alles weiß und was nicht?), antworte ich.
Die Klosterschulen, die Sprachgesellschaften, die kaiserlichen
und fürstlichen Kanzleien legten Regeln und Schreibungen fest,
die Herren Luther, Campe, Gottsched, Adelung, die Brüder
Grimm, Herr Duden waren Einzeltäter nach ihrem Gutdünken!
Und was ist das heutige Pendant zu diesen Gruppen? Sind es nicht die Internetbenutzer, die Blogger, Webjournalisten, Content designer - also die Schreiber der neuesten Generation? Wenn es nach dem WUnsch der heutigen Sprachbenutzer ginge, wäre die einzig sinnvolle Reform die ABschaffung der Großschreibung und der Umlaute und die EInführung von Emotikons gewesen. Das wäre das Pendant zu Grimm etc. gewesen (damals schrieb man übrigens klein). Aber keine lächerlichen Vereinfachungen, weil die heutigen Schüler es nicht mehr schaffen, richtig Deutsch zu lernen vor lauter eh isch döner kaufe isch eh.
Genauso wie Volkslieder nicht von „einem Volk“, sondern von
einem Texter und einem Komponisten geschaffen wurden.
Das kommt darauf an welches Lied du konkret meinst.
Aber ich vergeude Öl und Mühe.
Dann antworte eben nicht.
Gruß trotzdem
d.
Hallo, Fritz und datafox!
Es gibt, historisch wie regional gesehen, Gründe, die für die eine wie die andere Meinung sprechen.
Was die Rechtschreibreform und die spezifisch didaktische Verwirrung anbelangt, die sie aufgrund ihrer Unsystematik und Willkür an Schulen angerichtet hat, kann ich mich nur datafox anschließen. Und ich weiß, wovon ich rede. Alte Verwirrung wurde durch neue ersetzt. Vorzüge werden durch neue Nachteile ausgeglichen. Banalitäten, wie „dass“ nicht mehr mit scharfem ß zu schreiben, helfen dem Schüler bei der Unterscheidung von Konjunktion, Pronomen und Artikel auch nicht weiter.
Bedauerlich finde auch ich einmal wieder den herablassenden, selbstgefälligen Ton von Fritz Ruppricht, wenn man es wagt zu widersprechen. Wobei ich im Gegensatz zu vielen anderen objektiv falschen Beiträgen seinerseits hier den echten Diskussionsbedarf gar nicht in Abrede stellen möchte … Aber der Ton muss halt stimmen, sonst macht das Ganze keinen Spaß.
Gruß, Wolfgang Zimmermann
Was sich von wo ableitet ist nur eine Erklärung aber keine
Rechtfertigung dafür, WARUM man etwas so schreibt wie man es
schreibt. Man schreibt so, wie man es gewohnt ist zu lesen.
(so wie man so spricht wie man es gewohnt ist, es zu hören.)
Eben! Mit „platzieren“ haben die Kinder eine unsinnige Ausnahme weniger zu lernen.
Alle außer Kinder also. Ziemlich unfair, irgendwelche
sinnfreien Regeln Menschen aufzudrücken, die beruflich Deutsch
schreiben müssen und das so kennen. Wie wärs wenn man
stattdessen den Kindern ordentlich Deutsch beibringt anstatt
die Regeln zu ändern?
Das ändern der Regeln ist ein Versuch, das zu tun. Nicht immer sehr gelungen, aber bei „platzieren“ ist es auf jeden Fall besser als vorher. Nur weil einige Erwachsene zu faul sind, sich ein paar neue Regeln anzugewöhnen, sollen die Kinder in Zukunft weiter unsinnige Ausnahmen wie „plazieren“ und „Platz“ lernen? „Platzieren“ ist unbestreitbar die logischere Wahl – du darfst nicht vergessen, dass nur die wenigsten 6-jährige Kinder in Deutschland Französisch können oder sich eingehend mit Etymologie beschäftigen.
„Nummerieren“ ist auch so ein Wort, dass früher eine Ausnahme darstellte, glaube ich.
Gruß,
Datafox begeht den Fehler, Orthographie mit Sprache gleichzusetzen oder zu verwechseln. Sprache ist wirklich mehr oder weniger „von unten gewachsen“… Orthographie ist allerdings immer eine „aufgezwungene“ Regelung. Irgendwann hat Martin Luther oder Konrad Duden oder die Gebrüder Grimm oder alle 4 den Wust aus willkürlichen Schreibungen abgeschafft und eine Einheitsschreibung geschaffen… ganz grob gesagt. Heute profitieren wir davon, da es eine feste Schreibung gibt.
Mit der Rechtschreibreform ändern sich an der Sprache nichts, man kann immernoch sprechen, wie man will. Es ändert lediglich die Schreibung, um die deutsche Orthographie etwas weniger kompliziert zu machen. Wörter wie „numerieren“ und „plazieren“ musste man sich früher extra merken, heute kann man sie bequem von Nummer und Platz ableiten, wie es sich gehört. Das sind nur Kleinigkeiten, aber Kleinvieh macht auch Mist.
Mir scheint, Datafox ist einfach zu konservativ. Oder zu faul, sich umzustellen. Und wenn’s nach ihr ginge, sollen zukünftige Generationen auch an sinnlosen Schreibungen und Regeln der alten Orthographie leiden? Na ich weiß nicht…
Gruß,
Hallo, André!
Du weißt aber doch auch, dass „belämmert“ nichts mit Lämmern zu tun hat, oder?
Jede von oben verordnete Neuerung in der Art dieser doch schon alleine wegen ihrer Beliebigkeit, ihrer Mehrfachanläufe so unglücklichen Reform gleicht Verbesserungen durch Verschlechterungen wieder aus.
Sicher wird in ein paar Jahren kein Hahn mehr danach krähen und sich jeder daran gewöhnt haben; Schulkinder haben ohnehin keine Probleme damit; nur ist es eben erkennbar nicht möglich, zu einer wirklichen Regelhaftigkeit durchzudringen.
Man müsste schon „das“ immer mit einem „s“ schreiben und sich nicht um den Verlust der Unterscheidung kümmern. Wahrscheinlich wird es über kurz oder lang auch so kommen.
Beinahe hätte ich gesagt, das ist bei allen Reformen auf der Welt so …
Lasst also datafox dort, wo sie Recht hat, einfach Recht haben!
Gruß, Wolfgang
Du weißt aber doch auch, dass „belämmert“ nichts mit Lämmern zu tun hat, oder?
Aber mit „lähmen“ und auch das schreibt sich mit „ä“.
Dazu Kluge:
_ belemmern
schwaches Verb „belästigen“, besonders belemmert AdjPP „betreten“, „scheußlich“ (von Sachen) peripherer Wortschatz ndd. (17. Jh.)Stammwort.
Aus dem Niederdeutschen verbreitetes Frequentativum (mndd. belemmeren) zu belemen „lähmen“ (lahm). Vor allem das Partizip wird häufig an Lamm angeschlossen, deshalb auch die Schreibung belämmert und die erkennbare Bedeutungsverschiebung dieser Form.
Ebenso nndl. belemmeren „behindern“. deutsch io_
Jede von oben verordnete Neuerung in der Art dieser doch schon alleine wegen ihrer Beliebigkeit, ihrer Mehrfachanläufe so unglücklichen Reform gleicht Verbesserungen durch Verschlechterungen wieder aus.
Wenn man die Assoziazionen, auch wenn sie Volksetymologien, das Lernen erleichtern, sind sie eben nicht „beliebig“, sondern hilfreich.
So auch bei Gämse und einbläuen.
Man müsste schon „das“ immer mit einem „s“ schreiben und sich
nicht um den Verlust der Unterscheidung kümmern. Wahrscheinlich wird es über kurz oder lang auch so kommen.
Und damit wäre es wieder so wie es vor der Regelung, die erst Mitte des 16. Jhdts eingeführt wurde; nicht vom Volk, nicht von der Tradition, sondern von Personen, die das für sinnvoll hielten. Und es wurde von Leuten übernommen, die derselben Meinung waren.
Dazu Grimm:
_ DASZ [Lfg. 2,4], conj. gebildet aus dem neutr. des pronom. der in seiner relativen bedeutung, wie im griech. Þti, lat. quod, franz. que, engl. that. im goth. wird das relative bedeutung wirkende suffix ei angehängt, þatei, in Muspilli daჳî 12. im ahd. und mhd. gilt daz für die conj. wie für das pronomen: im nhd. hat man eine unorganische, für die aussprache gleichgültige unterscheidung eingeführt, indem man die conj. dasz, das pron. das schreibt. die Theologia deutsch, ALBRECHT V. EYBE, STEINHÖWEL, SCHWARZENBERG, KEISERSBERG, BRANT, LUTHER, MURNER, DASYPODIUS, H. SACHS, FISCHART, S. FRANK, WALDIS und andere wenden diese unterscheidung noch nicht an und schreiben in beiden fällen das oder auch daz.
Maaler jedoch in der mitte des 16ten jahrhunderts kennt sie, und HENISCH im anfang des 17 ten bemerkt ausdrücklich das mit einem s und dasz mit zweien s 661. von der zeit an ist sie anerkannt und wird nur zuweilen vergessen, wie LESSING 11, 134 das schreibt, und GÖTHE öfter in seinen früheren briefen, oder sie wird von einzelnen, z. b. von BUTSCHKY, absichtlich hintangesetzt. in neuerer zeit haben einige versucht auch das pronom. dasz zu schreiben._
Lasst also datafox dort, wo sie Recht hat, einfach Recht haben!
Sie hat aber nicht Recht!
Fritz