Mit der Besetzung der Resttschechei endete die
Appeasement-Politik. Eine unmittelbare Folge davon war die
Garantieerklärung für Polen.
Ist unbestritten.
Ich gewinne langsam den Eindruck, dass hier überlappen
geantwortet wird, einer schreibt was, ich antworte, und jemand
anderer erklärt mir, wie es gemeint ist.
Naja, hier bin ich ja schon wieder.
Ich habe auch wenig Lust, regalmeterweise Standardliteratur zu
zitieren, wenn es offenkundig sinnlos ist.
Ist mir ehrlich gesagt nicht bewusst, dass hier bis 1989
Hitler an der Macht war. Wir reden doch über Barbarossa,
Präventivschlagthese und ähnliches, oder? Also bitte nicht
ausweichen!
Wir schreiben über die möglichen Angriffspläne des Kommunismus, Stalins, seiner Militärs. Dass diese Diskussion die Kehrseite hat, ob die Deutschen ihm mit einem „Präventivschlag“ (im weitesten Sinn - militärisch nicht korrekte Terminologie) zuvorkamen, ist nicht schon die ganze Debatte. Nehmen wir Hitler und den 2. WK mal raus und gucken, wie sich Sowjetrussland ansonsten verhalten hat, und dann wissen wir auch, ob eine Aggression mittelfristig wahrscheinlich war bzw. ob die Einschätzung der Deutschen deren einzige Möglichkeit wiedergab. Hier sind nur Deutungen möglich, kein Historiker kann das bis dato auf glasklare Fakten schieben, auch wenn viele die Deutung wagen, Hitler hätte andere Möglichkeiten gehabt. Ganz eindeutig sicher ist es nicht.
Wie gesagt…
Was soll das?
Es soll nur darüber Auskunft geben, dass die Sowjets ein eigenes, unabhängig von Nazideutschland bestehendes Interesse an Expansion, Krieg und Annexionen gehabt haben.
Die Frage, ob die SU einen Krieg gegen Deutschland plante
ist die Grundfrage des Threads, die scheinbar Hitler entlasten könnte. Aber lassen wir AH mal aussen vor. Selbst wenn wir damit rechnen, dass er sowohl gegen Polen, F und GB als auch gegen die SU eine Aggressionsabsicht gehabt hat, die nur aus Gewinnsucht und augenblicklicher Stärke entsprang, ist doch damit nicht gesagt, dass an den Eroberungs-, Annexions- und in Teilen eben auch Aggressionsplänen aller anderen einfach nichts war, auch wenn sie das im Nachhinein so schön behaupten konnten.
ist keine Frage der Kommunistischen Ideologie,
sondern eine Frage über die (ziemlich enigmatische)
Persönlichkeit Stalins.
Ich würde sagen von beidem, was die Sache im übrigen noch deutlicher werden lässt. Kommunismus als kleine begrenzte Bewegung und Stalin als braver bescheidener Bursche.
Und mir gehen die Weisswaschaktionen
mir auch. Vergessen wir mal die Nazis und schauen auf den Kommunismus selbst. Ist er wirklich so harmlos?
Der „Kampf gegen den Kommunismus“ war für Hitler nur ein
Teilaspekt seines pathologischen Judenhasses.
die Triebfedern Hitlers waren eben der Judenhass, die
"Überlegenheit der „arischen Rasse“, sowie die Eroberung von
„Lebensraum“.
Mir geht es beim Ausspielen der Gefährlichkeit des Kommunismus gegen die Nazi-Ideologie besonders um die Mitläufer. Wenn man die ganze Welt um 1939 als kriegslustig betrachtet (was man noch anzweifeln mag), dann ist Hitler selber ein Mitläufer mit den anderen; ich persönlich folge dieser Hypothese eindeutig nicht, sie ist aber immerhin nicht ganz widerlegt.
Wenn aber die deutsche Generalität, Diplomatie und nachrichtendienstliche Tätigkeit einfach nur auf die eigene Propaganda hereingefallen sein sollen, ganz ohne geschichtlichen, über etliche Jahre die Entwicklungen beurteilenden Grund, dann ist das einfach auch wieder eine unzulässige Vereinfachung der Dinge, auch wenn man bedenken mag, dass die Mitläufer AH seit 1940 aus der Hand zu fressen gewohnt waren.
Mike
Mike