Meinst du Platinen mit Lackstuft bemalen als Leiterbahnen?
Das hab ich noch nie gehört.
Flusssäure bekommst du nicht. Die ist viiiieel zu gefährlich und m. W. dazu nicht geeignet.. Wahrscheinlich ist dann dein Arm und die Platine weg.
Wir haben angefangen mit normalen Platinen (braun) und haben mit Edding die Teile übermal, die nicht weggeätzt werden sollten. Wir nahmen Eisen -III-Chlorid. Die Konzentration weiß ich nicht mehr; das kann man als Feststoff bei Conrad kaufen. Man muss es etwas erwärmen. Nach dem Ätzen löst man den Edding wieder von der Platine mit Alk. Man braucht ein paar Plastikschaken, da nach dem Ätzen natürlich gespült wird.
Bohrer: die Bihrungen macht man vir dem Ätzen. Durch die Löcher müssen die Anschlussdrähte passen. Je bach Dicke dann halt, so ab 1mm. Dremel oder vgl ider auch als Handbohrer (mechanisch mit Kurbel).
Man kann auch UV-beschichtete Platinen nehmen. Dann braucht man ein UV-Belichtungsgerät. Und m. W. Folien, auf die die Schaltung zuerst gedruckt wird. Aber das müssen andere erklären.
Was beim Ätzen immer gut ist: Pinzette zum Platinengreifen, geeignete Handschuhe, Schutzbrille…
Wenn man nicht selbst ätzen will: Z. B. Conrad bietet Platinen auch in Kleinserie an, ist aber teuer.
Willst du Schaltungen für Kleinspannung entwerfen oder für 230V? Bei letzten muss man Abstände zw. den Leiterbahnen beachten, sonst springt der Funke über. Diese Abstände müssen geömer sein, wenn die Platine keinen Schutzlack bekommt.
Moin,
Willst du dir in der heutigen Zeit diese Sauerei wirklich antun?
Mein letzter Stand als Ätzmittel ist Ammoniumpersulfat.
Eisen-3-Chlorid geht zwar schneller, macht aber böse Flecken.
In jedem Fall solltest du dir Gedanken um die Entsorgung machen.
ich glaube, das könnte ich dir beantworten: Paint oder Gimp, wenn du deine Vorlage bereits hast.
In KiCAD kannst du aber die Layer auch direkt gespiegelt ausdrucken.
Ich hab mir das vor längerer Zeit mal angesehen. Was ich noch in Erinnerung hab:
Reichelt hat nen kleines Ätzgerät. Wenn’s nicht nur eine Platine wird, ist das gar nicht so blöde. (So als Hobby, wenn man sich über das Ergebnis mehr freut als über die Kosten dafür ärgert)
Eher Natriumpersulfat, weil durchsichtig. Muss aber erwärmt werden.
Gegenfrage:
Wie erstellst du deine Schaltungen? Bei mir klemmt es aktuell daran die überhaupt mal sauber irgendwo zu notieren, geschweige denn davon dann ne Platine zu erstellen.
Ich schaffe es einfach nicht mich mal in KiCAD einzuarbeiten. Eventuell hast du da ne einfacherer Lösung parat.
Von dir wieder angestubst, wäre das aber echt mal ne Verbesserung.
Selbst mit nem Edding wäre man ein Paar Probleme los.
Wenn man den Werbeeinblendungen so glauben darf, sind Klein(st)serien aber supergünstig zu bestellen.
Muss dir aber zustimmen: wenns nur um die Optik von Einzelnen Platinen geht, ist man beim Ätzen vermutlich besser bedient.
(Und als Hobby das fertige Produkt zu bestellen wäre mir am Ziel vorbei.)
Sauerei? Im Leben nicht. 1968 haben wir auf einer 2-Mann-Bude Platinen geätzt, das ging wunderbar. Bis mein Kumpel auf die Idee kam, mit heißer Brühe zu arbeiten: Ätzmittel in die Ätzschale, das war eine Kaffeedose von Tchibo, frisch erworben,
kochendes Wasser drauf, und hast Du nicht gesehen, verwandelte sich das Behältnis innerhalb von 3 Sekunden in eine platte Platte und die Soße ergoss sich über den Tisch auf den Fußboden.
Im gewerblichen Bereich wird mit Durchmessern von 0,2 mm bis um die 3 mm gearbeitet, ab dann wird gefräst. Als früherer Hobbyist waren Bohrungen bis runter auf 0,8 mm die Grenze. Bei SMD wird typisch nicht gebohrt, von Vias mal abgesehen. Bei DIL mit einem Raster von 2,54 mm natürlich schon.
Also Bohrungen mit 1 mm und für die Pads einen umlaufenden Restring von 0,3 oder 0,4 mm, das wäre im Hobby Bereich vertretbar. Wobei du 1 mm kaum aus der Hand bohren wirst. Wir haben für Notfälle eine kleine Bohrmaschine von Proxxon Proxxon Micromot TBM 220 Tischbohrmaschine 85W 230V | » Freue dich auf voelkner Kleiner als 0,8 fassen wir auch damit nicht an. Aus der Hand sind diese Durchmesser kaum nutzbar, eine halbwegs saubere Führung sollte es schon sein. Hartmetallbohrer aus der Platinenfertigung solltest du meiden, ein Kleinigkeit verkanten beim Bohrung und sie brechen. Auch sind die kleinen für Drehzahlen größer 50000 U/min und viel mehr gedacht.
Wenn du schon Pads mit einer Vorlage auf die Platine bringen willst, achte darauf, dass das Loch für die Bohrung in der Mitte als Zentrierhilfe frei bleibt. Im gewerblichen Bereich sind Pads vollflächig, es wird zuerst gebohrt und danach geätzt. Das siehst du auch in den Gerber Daten selber.
Hilft dir das allgemein weiter Herstellen von Platinen https://service.projektlabor.tu-berlin.de/projekte/discopixel/referate/ref-ausarbeitung-platinen-brast.pdf
Vor 60 Jahren war Eisen(III)Chlorid das billigste, das führte aber gern zu Unterätzungen, die dann mit Brücken repariert werden mussten. Mit Amonniumpersulfat passierte das nicht, weil die Suppe klarer ist. Natriumpersulfat war uns damals zu gefährlich, wurde nur zum Raussprengen von Wurzelstöcken eingesetzt.
Bei mir vor 45 Jahren schon.
Kleiner Elektromotor mit genügend Drehzahl, aus Bananenstecker selbstgebautes Bohrfutter. Damit habe ich mehrere 100 Löcher ohne Ausfallerscheinung aus der Hand am Stück gebohrt, meist 1,3mm, aber auch bis 0,8. Damals nur Hartpapier.
Layout von Hand auf Millimeterpapier gezeichnet, dann mit Körner aufs Kupfer übertragen. Nach dem bohren mit Röhrchenfeder gezeichnet und anschließend mit Eisen-III-Chlorid geätzt.
Als ich ab den 90ern auch Zugriff auf Edding hatte, habe ich damit auch einige erfolgreiche Versuche gemacht.
Habe leider kein Bild gefunden und meine sind tief im Keller vergraben.
Sind aufgebaut wie eine kurze Kanüle, mit etwas größerem Tank. Seitlich schrag eine Halfpipe für einen Federhalter angebracht. Bei größeren Durchmessern im inneren noch ein Draht zur Durchflussregulierung der oben mit einem Deckel verbunden war.
Mit herkömmlichen Federn hatte das freilich (bis auf den Halter) nichts zu tun.
Bei mir auch, aber nicht mehr heute. Wie auch immer, das willst du nicht, wenn du in der damaligen Digitaltechnik mit einer CPU, Buffern etc. hast arbeiten müssen. Das wird dann schnell eine dreistellige Menge an Bohrungen.Haben wir im Notfall auch gemacht, aber auch nur dann.
Analoge Schaltungen sind da etwas genügsamer.
Kleiner fun fact aus diesen Zeiten:
Bevor flächendeckend die CNC Bohrautomaten in Gebrauch kamen, wurden die Platinen auch gewerblich von Hand gebohrt. In den Gerber Daten kann selbst heute noch ein Bohrplan mit erzeugt werden, da sind die Positionen und die Durchmesser rein optisch sichtbar. Mit einer entsprechenden Standbohrmaschine wurde per Hand und optisch die Position angefahren und gebohrt. Das war mit ein Job für die Praktikanten oder Azubis.
Bitte von der Kupferseite bohren, denn du riskierst, dass das aufgeklebte Kupfer der Oberseite im Bereich des Pads unnötig ausgerissen wird oder sich das Pad mit Teilen der Leiterbahn verabschiedet.
Von unten zu bohren ist wirklich schwierig, wenn du die genauen Positionen einhalten willst.