Plünderplan fertig

Chefin Merkel betonte, das Konzept der Union gehe weit über die Vorstellungen der Bundesregierung hinaus.

http://n-tv.de/3158246.html

Hi,

wollten hier nicht ein Großteil CDU und FDP wählen? Diese würde es nämlich viel schneller schaffen, diesen Staat in den tiefen Konkurs zu fahren, als die SPD. Mich verwundert schon, dass für AL und SoHiempf. keine Ideen für Arbeitslager aufkommen. Dürfte aber nicht mehr lange dauern, bis man darauf kommt.
Egal, Zustände wie in den USA haben wir ja im Moment NOCH nicht:

Die Bush-Regierung schafft die Steuern für millionenschwere Einkommen praktisch ganz ab und lässt es gleichzeitig zu, dass die soziale Infrastruktur Amerikas völlig zusammenbricht. Die meisten der fünfzig Staaten der Union befinden sich am Rande des Bankrotts. Die wichtigsten sozialen Einrichtungen brechen zusammen. Das Schulsystem liegt in Trümmern. Dem Gesundheitssystem werden sämtliche Mittel gestrichen und seine Leistungen drastisch eingeschränkt. Ganze Industriezweige gehen bankrott. In weniger als einem Jahr wird ein großer Teil der amerikanischen Luftverkehrsbranche nicht mehr existieren. Die gewaltige Umlenkung des gesellschaftlichen Reichtums zugunsten der reichsten Bevölkerungsschicht mittels Steuersenkungen droht zur nationalen Insolvenz zu führen.

http://www.wsws.org/de/2003/apr2003/wsws-a09.shtml

Menschen sind also noch wesentlich leidensfähiger, als man glauben mag.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

die Vorstellungen der im Bundestag vertretenen Fraktionen schmecken mir auch nicht. Das geht mir nämlich alles noch lange nicht weit genug.

Aus welchem Blickwinkel auch immer man etwa die Rentenproblematik betrachtet, an der Tatsache, daß immer mehr Alte zu versorgen sind, führt kein Weg vorbei. Nicht wegdiskutieren lassen sich Millionen Menschen ohne Job. Die meisten davon werden sich absehbar in keine wirtschaftlich sinnvolle Arbeit bringen lassen. Langzeitarbeitslose werden sich in vielen Fällen überhaupt nicht mehr ins Berufsleben eingliedern lassen. Wirtschaftswachstum haben wir nicht und überhaupt brauchen wir Wege, ohne Wachstum auszukommen. Keiner kann allen Ernstes davon ausgehen, alljährlich immer mehr Waren verkaufen zu können. Wir werden froh sein müssen, die heutige Wirtschaftsleistung zu halten. Hinzu kommen weitere Automatisierung und Rationalisierung, die pro Kopf-Produktivität steigt, der Bedarf an Arbeitskräften sinkt dabei zwangsläufig, wenn sich mit den vorhandenen Produkten kein Wachstum mehr erzielen läßt. Wenigstens die Produktivitätssteigerung muß durch Erschließen neuer Märkte für neue Produkte kompensiert werden. Andernfalls geht die Entwicklung am Arbeitsmarkt noch lange weiter, wie wir es seit Jahrzehnten erleben. Umverteilung der Arbeit auf mehr Menschen ist eine Methode, wenn die Menschen mit Einkommenseinbußen einverstanden sind. Andernfalls ist augenblicklich die internationale Wettbewerbsfähigkeit dahin.

Gleichzeitig tun sich in kurzen Abständen immer neue Löcher in öffentlichen Haushalten auf. Von den Finanzen der Kommunen will ich noch nicht einmal reden. Herr Eichel muß die Neuverschuldung auf über 30 Mrd anheben. Von Einhaltung der Maastrichter Stabilitätskriterien darf nicht einmal mehr geträumt werden. Den Krankenkassen fehlen nach letzten Meldungen über 20 Mrd. Das allerdings schon länger, nur hatte man den Fehlbetrag mit angeblich der Ministerin bisher unbekannten Krediten gedeckt. So schlimm kann es allerdings auch wieder nicht sein, wenn wir meinen, daß über 7 Milliarden für 60 neue BW-Transportflugzeuge unbedingt nötig sind. Na ja, daß macht den Kohl vielleicht auch nicht mehr fett, an den Tendenzen ändert die Ausgabe jedenfalls nichts. Auch wenn Rezzo Schlauch seinen USA-Trip selbst bezahlt, wenn diverse Luxussanierungen, an denen sich „Blöd“-Reporter aufgeilen, unterblieben, ja sogar die Einführung einer Vermögenssteuer könnte rein nichts verändern.

Ob es einem paßt oder nicht: Masse holt man bei der Masse.
Weil der Schluck aus der Schuldenpulle schon gleich im nächsten Haushalt als erhöhte Zinslast widerwärtig aufstößt und Probleme nur verschiebt, aber nicht löst, muß der Gürtel ein Loch enger geschnallt werden - bei allen! Dabei kann jeder Politiker unheimlich punkten, wenn er sich zum Anwalt der Entrechteten macht und „Finger weg von Soz- und Arbeitslosenhilfe“ ins Volk schreit. Zielführend ist das aber nicht.

Was ist denn überhaupt unser Ziel? Klar, Frank, Du wirst als Antwort einmal mehr eine PDS-Postille posten oder einen Erguß des alten Marx. Sicher wirst Du erzählen, daß man die Liquidität eines Unternehmens stützt, indem man es mit möglichst viel VS belastet und deshalb könnten wir mit der VS alle Probleme beheben. Außerdem sei die VS sozial und sowas von gerecht. Ich bekomme von solchen Aussagen immer Pickel und gehe unzufrieden ins Bett.

Wir haben also ein Problem mit der Sicherstellung der Altersversorgung einiger zig Millionen Menschen und wir haben ein Problem mit der Finanzierung der Krankenversicherung für ebenfalls viele Millionen Menschen. Auf diesen Problemen lassen sich zwar wunderbar Neiddiskussionen köcheln, helfen wird das alles nicht. Wie man Einzelheiten löst, finde ich im Moment nebensächlich. Die grobe Richtung kann nur darauf hinaus laufen, für Rente und Krankenbehandlung mehr bezahlen oder nur das Nötigste erhalten und für den Rest selbst sorgen.

Mit dem Zeithorizont von 10 oder mehr Jahren wird sich zumindest das Problem der Massenarbeitslosigkeit entschärfen, weil wir langsam überaltern und immer weniger junge Menschen nachwachsen. Eitel Freude in ein paar Jahren? Wohl eher nicht, denn wie dabei die Rente zu finanzieren ist, weiß immer noch keiner. Hunderttausende Jugendliche, die heute keine Ausbildung erhalten, bilden dann eine neue Problemgruppe. Wir sorgen schon dafür, daß wir mit dem Hintern nicht hochkommen. Wenn der Kanzler mit Gewerkschaftern und Verbandsfunktionären über die Ausbildungsplatzsituation diskutiert, ob das wohl den einzelnen Meister oder Industriebetrieb interessiert, der sich Azubis im Moment nicht leisten kann oder mit dem Niveau der Schulbildung etwa von Hauptschülern nicht mehr umgehen mag?

Ich formuliere bewußt hart: Ob ein Durchschnittsrentner 100 Euro mehr oder weniger hat, ist mit ziemlich egal. Mir ist es auch keine Diskussion wert, ob Versicherte einen Zuschuß zur Brille bekommen oder nicht oder ob sie die Hämorrhoidensalbe selbst bezahlen müssen. Aber wenn viele zig tausend Jugendliche vergammeln, keine Berufsausbildung erhalten, in überbetrieblichen Stätten geparkt werden oder in den zweifelhaften Genuß von Kurzausbildungen kommen, ist das ein fürchterlicher Skandal. Da vergammelt nämlich ein Teil unserer Zukunft! Das ist plötzlich ein Grund, diversen Leuten doch in den Allerwertesten zu treten, die nämlich die 60 Militärflieger für sinnvoll halten. Gebt das Geld den ausbildenden Betrieben! Hochschulen werden schließlich auch von der Allgemeinheit bezahlt. Klopft den Ideologieköchen auf die Finger mit ihrem Geschrei nach der VS. Das ist nämlich Geld, das irgendwo beim Fiskus verschwindet (z. B. für Militär-Spielzeug). Bittet jeden Betrieb zur Kasse, der nicht oder nicht nach überprüfbaren Qualitätskriterien ausbildet! Zieht Schulleiter zur Rechenschaft, bei denen Analphabeten die Schule verlassen! Zieht Eltern zur … nein, da bin ich ratlos. Viele Probleme Jugendlicher liegen ganz sicher im Elternhaus begründet. Die Ausbildung junger Menschen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Bestens ausgebildet, ist das Risiko der Arbeitslosigkeit nur gering. Mit solcher Basis können sich Menschen anpassen und für sich selbst sorgen. Da müssen wir ansetzen, statt Besitzstandsdiskussionen zu führen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

http://n-tv.de/3158246.html

also ich finds gut, bis auf die Sache mit den älteren Arbeitnehmern. 40 Jahre Beitragszahlung für 2 Jahre Bezugsdauer des ALG vorauszusetzen, finde ich ein bißchen arg.

Insgesamt vermisse ich allerdings Vorschläge zur Krankenversicherung.

Gruß
Christian

Hallo,

http://n-tv.de/3158246.html

also ich finds gut, bis auf die Sache mit den älteren
Arbeitnehmern. 40 Jahre Beitragszahlung für 2 Jahre
Bezugsdauer des ALG vorauszusetzen, finde ich ein bißchen arg.

Dassdu dir damit aber wieder ins eigene Fleisch schneidest, hast du schon verstanden, oder?
Ist das Problem mit dem Arbeitswert wirklich so schwer zu verstehen?
Es ist ein raumzeitliches Problem, basierend auf den ganzen verfitzten finanziellen Abhängigkeiten (Zusammenhängen). Fakt ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt. Für den Osten ist es vollkommen unangebracht. Frage mich schon, wieso die Leute hier so lange still halten - kann ausschließlich an der guten Erziehung liegen.

Gruß
Frank

Hallo,

also ich finds gut, bis auf die Sache mit den älteren
Arbeitnehmern. 40 Jahre Beitragszahlung für 2 Jahre
Bezugsdauer des ALG vorauszusetzen, finde ich ein bißchen arg.

Dassdu dir damit aber wieder ins eigene Fleisch schneidest,
hast du schon verstanden, oder?

möglicherweise ist mir aber auch klar, daß es besser ist, ein paar Risiken auf die Arbeitnehmer zu verlagern als den Zusammenbruch der Sozialsysteme zu riskieren.

Fakt
ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt.

Es=was?

Gruß
Christian

Hallo,

möglicherweise ist mir aber auch klar, daß es besser ist, ein
paar Risiken auf die Arbeitnehmer zu verlagern als den
Zusammenbruch der Sozialsysteme zu riskieren.

Durch dadurch verminderte Kaufkraft wird die Wirtschaft belastet, was ebenso zum Zusammenbruch der Sozialsysteme führt. Das Problem liegt nicht bei den AN und AL, sondern im Mehrwert (durch nicht selbstgenutztes Eigentum) und der durchwürfelten Ökonomie.
Warum hat eigentlich einer vor hundertfünfzig Jahren das in mehreren Bänden ausgearbeitet, wenn dann doch nur Blödsinn erzählt wird. Hier aber nochmal etwas ausführlicher von einem Dr. oec. phil:
http://www.sahrawagenknecht.de/wert.htm

Fakt
ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt.

Es=was?

Na das Konzept (Plünderplan).

Gruß
Frank

Durch dadurch verminderte Kaufkraft wird die Wirtschaft
belastet, was ebenso zum Zusammenbruch der Sozialsysteme
führt.

Also hier haben wie eine verminderte Kaufkraft, …

Fakt
ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt.

Na das Konzept (Plünderplan).

…und hier haben wir stärkere Inflation. Das paßt nicht wirklich gut zusammen.

C.

Durch dadurch verminderte Kaufkraft wird die Wirtschaft
belastet, was ebenso zum Zusammenbruch der Sozialsysteme
führt.

Also hier haben wie eine verminderte Kaufkraft, …

Fakt
ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt.

Na das Konzept (Plünderplan).

…und hier haben wir stärkere Inflation. Das paßt nicht
wirklich gut zusammen.

Doch das passt hervorragend zusammen. Denn genau hier macht sich der Widerspruch dieser Wirtschaft auch wieder bemerkbar.
Du darfst aber nicht den Fehler machen und Kaufkraft = Euroequivalent setzen. Kaufkraft ist erstmal auf Personen umlegbar und wie der tatsächliche Arbeitswert der Waren nicht equivalent mit dem Geldwert. Vor dreißig Jahren gab es weniger AL und das Geld war besser verteilt, hatte dadurch mehr Kaufkraft. du brauchst diese entwicklung nur zu extrapolieren in die Zukunft, um abzuschätzen, wann das Land pleite ist, Krieg kommt o.ä…

Gruß
Frank

Also nochmal: Du postulierst, daß durch den PP die privaten Haushalte weniger Kaufkraft haben. Gleichzeitig unterstellst Du Inflation. Das paßt nicht zusammen, weil Inflation - mal ganz unwissenschaftlich formuliert - eben dann entsteht, wenn mehr Geld auf weniger Ware trifft. Das ist bei sinkender Kaufkraft gerade nicht der Fall.

Gruß
Christian

Moin,

also ich finds gut, bis auf die Sache mit den älteren
Arbeitnehmern. 40 Jahre Beitragszahlung für 2 Jahre
Bezugsdauer des ALG vorauszusetzen, finde ich ein bißchen arg.

Es ist völlig unausgegoren. Merkel wurde auf der PK gefragt, wo die vielen öffentlichen Arbeitsplätze denn herkommen sollen (denn jedem Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger soll ja ein Job angeboten werden. Nimmt er ihn nicht an, verliert er alle Ansprüche. Wenn keine Jobs da sind, müssen die Kommunen „Ersatzjobs“ anbieten). Merkel hilflos: Das sei langfristig gedacht. Zuerst in Gegenden mit geringen Arbeitslosenzahlen. In Gegenden (rechnet man die ABM raus) mit 30% Arbeitslosigkeit wird es diese Angebote nicht gleich geben.

Und die ganzen Initiativen, die von solchen Jobs leben (Strassen fegen, Fahrräder reparieren, Baby sitten oder was damit sonst gemeint sein soll), werden dadurch wieder kaputtgemacht.

Ciao

Ralf

Moin,

Es ist völlig unausgegoren. Merkel wurde auf der PK gefragt,
wo die vielen öffentlichen Arbeitsplätze denn herkommen sollen
(denn jedem Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger soll ja ein
Job angeboten werden. Nimmt er ihn nicht an, verliert er alle
Ansprüche. Wenn keine Jobs da sind, müssen die Kommunen
„Ersatzjobs“ anbieten). Merkel hilflos: Das sei langfristig
gedacht.

Merkel ist auch einigermaßen unfähig.

Zuerst in Gegenden mit geringen Arbeitslosenzahlen.
In Gegenden (rechnet man die ABM raus) mit 30%
Arbeitslosigkeit wird es diese Angebote nicht gleich geben.

Ja und, dann wird auch nichts gekürzt.
Wieso sollten Ersatzjobs angeboten werden. Es geht doch darum, daß Leute, die einen angebotenen Job, sofern es den denn gibt, ablehnen, weil sie offensichtlich nicht wollen (was zwar manchmal nachvollziehbar, deswegen aber nicht gerechtfertigt ist), dafür mehr Abzüge bekommen. Das heißt aber doch nicht, daß deshalb jedem Arbeitslosen ein Job angeboten werden MUSS.

Und die ganzen Initiativen, die von solchen Jobs leben
(Strassen fegen, Fahrräder reparieren, Baby sitten oder was
damit sonst gemeint sein soll), werden dadurch wieder
kaputtgemacht.

Welche Initiative lebt denn vom Straßenfegen? Also bei uns wird das von der öffentlichen Hand bzw. zunehmend überhaupt nicht mehr finanziert.

Gruß
L.

Hallo Wolfgang,

Da müssen wir
ansetzen, statt Besitzstandsdiskussionen zu führen.

Davon hast auch du gesprochen. Erinnere dich an letztere Posts - bin zu faul zum suchen.
Es liegt nunmal ausschließlich an euren WertVORSTELLUNGEN. Ich habe immernoch nicht begriffen, welchen Wert für dich nicht selbstgenutztes Eigentum darstellt. Wer soll dessen Wertverfall erhalten, wenn nicht du selbst?
Wo denn das Grundproblem nun liegt, hast du immer noch nicht gepostet.

Ne Weile kann man das Geld sicherlich bei den Massen holen, aber irgendwann kommen die mit Sicherheit wutgeladen zurück.

Überdies ist Marx nunmal der einzige, welcher den ökonomischen Rahmen und das Grundproblem herausgearbeitet hat. Alle anderen metaphysischen Theoretiker sind doch eh durch die Praxis widerlegt. An wen soll ich mich sonst halten???

Gruß
Frank

Hi,

ich moechte zur Praezisieung Deiner Problemschilderung beitragen:

Aus welchem Blickwinkel auch immer man etwa die
Rentenproblematik betrachtet, an der Tatsache, daß immer mehr
Alte zu versorgen sind, führt kein Weg vorbei.

Wobei nicht die materielle Versorgung ein Problem ist, denn wie Du weiter unten schreibst ist die Produktivitaet hoch und steigt weiter. Es krankt an der monetaeren Versorgung. Nur, Geld ist, im eigentlichen Sinne, kein Grundnahrungsmittel.

Nicht
wegdiskutieren lassen sich Millionen Menschen ohne Job. Die
meisten davon werden sich absehbar in keine wirtschaftlich
sinnvolle Arbeit bringen lassen.

Wobei hier nicht das Problem ist, dass die Leute nichts tun, sondern dass sie kein Einkommen haben. Ihre materielle Versorgung ist derzeit kein Problem, und duerfte es auch in Zukunft nicht sein. Man koennte sich zur Abwechslung auch mal fragen, was menschlich sinnvolle Arbeit ist, denn die Wirtschaft soll ja, u.a., die materielle und personelle Reproduktion der (kapitalistischen) Gesellschaft sicherstellen.

Langzeitarbeitslose werden
sich in vielen Fällen überhaupt nicht mehr ins Berufsleben
eingliedern lassen. Wirtschaftswachstum haben wir nicht und
überhaupt brauchen wir Wege, ohne Wachstum auszukommen.

Dann musst Du aber auch dafuer sorgen, dass kein Unternehmen mehr pleite gehen kann und keines Gewinne (auf Kosten anderer) macht und dass stets genau das produziert wird, was auch gebraucht wird, d.h. weder Ueberproduktion noch Unterproduktion, nur, ein solcher Gesellschaftszustand ist ja utopisch.

Keiner
kann allen Ernstes davon ausgehen, alljährlich immer mehr
Waren verkaufen zu können.

Genau das ist aber die Grundlage der betriebswirtschaftlichen Rechnungsweise, wobei die Warenmenge nicht so wichtig ist, sondern der Warenwert. Letztlich muss Gewinn gemacht werden. Da dieser nicht aus der Gesamtlohnsumme kommen kann (die wird ja wieder ausgezahlt), ergibt sich Gesamtwirtschaftlich ein kleines Problem, das entweder durch Export oder Verschuldung geloest wird. Ohne Gewinn keine Konkurrenz, ohne Konkurrenz Fehlproduktion groessten Ausmasses oder etwas nichkapitalistisches (und ja, sowas hat Herr Marx um 1847 geschrieben und hat dabei Smith, Say, Ricardo und Co. zitiert und vor deutschen Sozialdemokraten verteidigt).

Wir werden froh sein müssen, die
heutige Wirtschaftsleistung zu halten. Hinzu kommen weitere
Automatisierung und Rationalisierung, die pro
Kopf-Produktivität steigt, der Bedarf an Arbeitskräften sinkt
dabei zwangsläufig, wenn sich mit den vorhandenen Produkten
kein Wachstum mehr erzielen läßt. Wenigstens die
Produktivitätssteigerung muß durch Erschließen neuer Märkte
für neue Produkte kompensiert werden.

Im Endeffekt also durch Export, da ja im Innern nur Kaufkraft umgeschichtet wuerde. Nur, wenn das Ausland nichts exportieren kann (das wollen wir ja), wo soll dann dessen Kaufkraft herkommen?

Andernfalls geht die
Entwicklung am Arbeitsmarkt noch lange weiter, wie wir es seit
Jahrzehnten erleben. Umverteilung der Arbeit auf mehr Menschen
ist eine Methode, wenn die Menschen mit Einkommenseinbußen
einverstanden sind. Andernfalls ist augenblicklich die
internationale Wettbewerbsfähigkeit dahin.

Damit sinkt aber die Binnenkaufkraft und -nachfrage, denn die willst Du (offensichtlich?) nicht durch Staatskredit ankurbeln. Was im Endeffekt ebenfalls die Konkurrenzfaehigkeit mindert: groessere innere Armut, d.h. Sozial- und Repressivmassnahmen, die zum einen kosten, zum andern nicht unbedingt Motivationssteigernd wirken (Moment, das ist doch Hartz+Ruerup).

Ob es einem paßt oder nicht: Masse holt man bei der Masse.
Weil der Schluck aus der Schuldenpulle schon gleich im
nächsten Haushalt als erhöhte Zinslast widerwärtig aufstößt
und Probleme nur verschiebt, aber nicht löst, muß der Gürtel
ein Loch enger geschnallt werden - bei allen!

Wie gesagt, dabei „beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz“. Denn dies bedeutet zuerst einmal „Konsumentenstreik“, allerdings im passiv, die Konsumenten werden gestreikt, oder „Geiz ist geil“.

Was ist denn überhaupt unser Ziel? Klar, Frank, Du wirst als
Antwort einmal mehr eine PDS-Postille posten oder einen Erguß
des alten Marx.

Akzeptierst Du wenigstens Ricardo und die Arbeitswerttheorie? Wobei Frank’s Quellen zum „boesen Zins“ von Herrn Marx beissend verspottet worden waeren. Das Arbeits(zeit)geld ist Grundlage vieler sozialistischer und fruehkommunistischer Utopien, hat also einen fast 200 Jahre alten Bart.

Wir haben also ein Problem mit der Sicherstellung der
Altersversorgung einiger zig Millionen Menschen und wir haben
ein Problem mit der Finanzierung der Krankenversicherung für
ebenfalls viele Millionen Menschen.

Praeziser: Auch bei ersterem ist die Finanzierung das Problem, nicht dass diese Leute was zu beissen und ein Dach ueber dem Kopf haben. In den Bereichen gibt es bekanntlich Ueberkapazitaeten – rein materiell, rein marktwirtschaftlich sind das Fehlinvestitionen.

Und wenn die Krankenversicherung ueber nacht pleite gehen sollte, heisst das ja auch nicht automatisch, dass es ab sofort keine Aerzte mehr gibt – so rein von den Faehigkeiten. Da diese Leute in der buergerlichen Gesellschaft ueberleben muessen, wuerden sie aber wahrscheinlich eine erfolgversprechendere Einkommensquelle suchen.

Wie man Einzelheiten löst, finde ich im
Moment nebensächlich. Die grobe Richtung kann nur darauf
hinaus laufen, für Rente und Krankenbehandlung mehr bezahlen
oder nur das Nötigste erhalten und für den Rest selbst sorgen.

Auf den einzelnen abhaengig Beschaeftigten bezogen heisst das aber in jedem Fall sich einzuschraenken. Schlimmer noch, wenn eine mehr als rudimentaere Absicherung zum privat zu finanzierenden Luxus wird, dann drueckt dies auf die (zumutbare) Lohnhoehe, da es kurzfristig auch ohne geht. Nun erinnern wir uns: die Gesamtlohnhoehe ist der wesentliche Teil der Binnenkaufkraft, auch auf die Weltwirtschaft bezogen.

Hoffen wir auf die Intergalaktische Handelsfoederation.

Mit dem Zeithorizont von 10 oder mehr Jahren wird sich
zumindest das Problem der Massenarbeitslosigkeit entschärfen,
weil wir langsam überaltern und immer weniger junge Menschen
nachwachsen.

Also prognostizierst auch Du, dass die rein materielle Versorgung kein Problem ist…

Eitel Freude in ein paar Jahren? Wohl eher nicht,
denn wie dabei die Rente zu finanzieren ist, weiß immer noch
keiner.

…, sondern ein finanzielles. Wenn also Geld das Haupthindernis fuer eine ertraegliche Zukunft ist, warum nicht mal radikal ueber dieses Problem nachdenken?

Hunderttausende Jugendliche, die heute keine
Ausbildung erhalten, bilden dann eine neue Problemgruppe. Wir
sorgen schon dafür, daß wir mit dem Hintern nicht hochkommen.

Der Pluralis nationalis (?). Wenn die Konkurrenz der Nationen ebenfalls ein Hindernis ist,…

Wenn der Kanzler mit Gewerkschaftern und Verbandsfunktionären
über die Ausbildungsplatzsituation diskutiert, ob das wohl den
einzelnen Meister oder Industriebetrieb interessiert, der sich
Azubis im Moment nicht leisten kann oder mit dem Niveau der
Schulbildung etwa von Hauptschülern nicht mehr umgehen mag?

Auch das ist ein Spezialfall des oben angesprochenen Konflikts zwischen BWL und VWL, zwischen privater Produktion und gesellschaftlichem Austausch, Kapital Band 1, erstes Drittel. Die dortigen Ausfuehrungen uebersteigen aber das Vorstellungsvermoegen vieler (linker, die andern lesens kaum) Buerger.

Aber wenn viele zig tausend
Jugendliche vergammeln, keine Berufsausbildung erhalten, in
überbetrieblichen Stätten geparkt werden oder in den
zweifelhaften Genuß von Kurzausbildungen kommen, ist das ein
fürchterlicher Skandal. Da vergammelt nämlich ein Teil unserer
Zukunft!

Wieder der Pluralis nationalis. Es ist zunaechst erstmal das Problem dieser Jugendlichen, dass ihre Zukunft nicht mehr in normalbuergerlichen Bahnen verlaeuft. Erst wenn Du Dich mit dem Staat identifizierst, wird es direkt Dein Problem (in etwa so, wie Irak zur direkten Bedrohung des mittleren Westens der USA wurde).

Es duerfte erstmal etwas radikalisieren, wenn man von der Gesellschaft als Staat und Wirtschaft nur noch Verbot und Zwang erlebt, und nicht mal mehr die Illusion von Freiheit und Moeglichkeit. Das wird dann auch viel eher Dein Problem, wenn im Gegenzug einem zunehmenden Teil der Bevoelkerung buergerliche Normen und Werte am Allerwertesten vorbeigehen.

Das ist plötzlich ein Grund, diversen Leuten doch in
den Allerwertesten zu treten, die nämlich die 60
Militärflieger für sinnvoll halten. Gebt das Geld den
ausbildenden Betrieben!

Du widersprichst Deinen Anti-VS-Ausfuehrungen. Auch wenn die Betraege gross erscheinen, verteilt sind es Peanuts, die ueberwiegend in der notwendigen Verteilungsbuerokratie landen. Und Betriebe, die jetzt schon auf Ueberkapazitaeten (=Fehlinvestitionen) sitzen, warum sollten die investieren, und sei es in Ausbildung?

Hochschulen werden schließlich auch
von der Allgemeinheit bezahlt. Klopft den Ideologieköchen auf
die Finger mit ihrem Geschrei nach der VS. Das ist nämlich
Geld, das irgendwo beim Fiskus verschwindet (z. B. für
Militär-Spielzeug). Bittet jeden Betrieb zur Kasse, der nicht
oder nicht nach überprüfbaren Qualitätskriterien ausbildet!

Dann verschwindet ein Grossteil dieses Geldes in der Kontrollbuerokratie, ob die nun Fiskus heisst oder nicht.

Zieht Schulleiter zur Rechenschaft, bei denen Analphabeten die
Schule verlassen!

Die werden auf Paragraphen, Lernziele und Unterfinanzierung verweisen. Obwohl, es koennte etwas helfen, wenn in den Lehrplaenen Eingang findet, dass nicht Mathe das Komplizierteste, Haerteste und Abstrakteste ist, was ein Kind lernt.

Zieht Eltern zur … nein, da bin ich
ratlos. Viele Probleme Jugendlicher liegen ganz sicher im
Elternhaus begründet. Die Ausbildung junger Menschen ist eine
Gemeinschaftsaufgabe.

Jetzt Gemeinschaft im Sinne von persoenlichen Beziehungen oder im Sinne von Staat?

Es ist natuerlich politisch vollkommen korrekt, persoenliche Interessen und Wuensche 1:1 als gesellschaftliche Interessen zu formulieren und an den Staat zu adressieren. Nur wenn es dem Staat als menschenverwaltender (und Menschen verwaltungsfaehig haltender) Buerokratie vollkommen egal ist, wie Deine Rente aussieht?

Bestens ausgebildet, ist das Risiko der
Arbeitslosigkeit nur gering.

Das gilt aber nur relativ, gegenueber Leuten, die weniger Zeit zum und Aufmerksamkeit beim Lernen hatten. Das ist eine individuelle Loesung, insgesamt also nur eine Verlagerung innerhalb der Bevoelkerung (und ja, auch innerhalb der Weltbevoelkerung).

Mit solcher Basis können sich
Menschen anpassen und für sich selbst sorgen. Da müssen wir
ansetzen, statt Besitzstandsdiskussionen zu führen.

Abhaengig Beschaeftigte koennen per Definition nicht fuer sich selbst sorgen, da ihre Versorgung, ihr Auskommen, von ihrem Einkommen abhaengt. Und selbst auf materieller Ebene haengt die taegliche Versorgung jedes Einzelnen von der Taetigkeit von Zehntausenden oder mehr Anderen ab, unmittelbare Produktion, deren Einzelteile, …lange Kette von Einzelteilen, dann Rohstoffe, immer dabei Energie, Maschinen, Wartung, und als Kroenung und mit ebensoviel oder gar mehr Aufwand die finanzielle Verdopplung dieses Netzwerkes der Arbeitsteilung.

Ciao Lutz

Also nochmal: Du postulierst, daß durch den PP die privaten
Haushalte weniger Kaufkraft haben. Gleichzeitig unterstellst
Du Inflation. Das paßt nicht zusammen, weil Inflation - mal
ganz unwissenschaftlich formuliert - eben dann entsteht, wenn
mehr Geld auf weniger Ware trifft. Das ist bei sinkender
Kaufkraft gerade nicht der Fall.

Doch, ist es. Dort liegt der Widerspruch. Dadurch begründet, dass die Akkumulation des Geldkreislaufes gegenläufig zur Warenakkumulation läuft. Schau dir doch die Entwicklung an, stimmt doch. Jedes mal ist es das Problem der Inflation, dass ihr Wert nicht identisch mit der zur Herstellung der Ware aufgewendeten Arbeitskraft ist, sondern immer ein kleinwenig höher. Die Subsummierung dieser kleinen Mehrwertchen äußert sich in der Inflation. Logo.

Gruß
Frank

Moin lohengrin,

Das heißt aber doch nicht,
daß deshalb jedem Arbeitslosen ein Job angeboten werden MUSS.

Doch. Das ist das Union-Programm. Damit soll „getestet“ werden, ob jemand arbeitswillig ist oder nicht.

Welche Initiative lebt denn vom Straßenfegen?

Ok, war nur ein Beispiel. Mir ist nicht ganz klar geworden, welche Jobs die Arbeitslosen angeboten werden sollen.

Ciao

Ralf

Hallo Ralf,

wo die vielen öffentlichen Arbeitsplätze denn herkommen sollen
(denn jedem Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger soll ja ein
Job angeboten werden.

von diesem „Projekt“ habe ich eben erst gehört. Das ist natürlich totaler Schwachsinn. Wenn es diese Stellen gäbe, hätten wir schon jetzt keine Arbeitslosen und wenn sie dafür geschaffen werden, sind wir der DDR mit ihrer Art der Vollbeschäftigung wieder einen Schritt näher.

Ich bin allerdings schon der Ansicht, daß die Ablehnung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen stärker sanktioniert werden sollte. Allerdings das aber nicht soweit gehen, daß jemandem, der Automechaniker werden will, ein Ausbildungsplatz als Florist angeboten wird, den er dann annehmen soll.

In Deutschland haben wir immer noch freie Berufswahl und die muß erhalten bleiben. Aber jemand, der Florist lernen will und eine Stelle als Landschaftsgärtner angeboten bekommt und diese nicht annimmt, sollte meines Erachtens dafür nicht für lebenslanges Leben auf Staatkosten belohnt werden.

Gruß
Christian

PS:

Also nochmal: Du postulierst, daß durch den PP die privaten
Haushalte weniger Kaufkraft haben. Gleichzeitig unterstellst
Du Inflation. Das paßt nicht zusammen, weil Inflation - mal
ganz unwissenschaftlich formuliert - eben dann entsteht, wenn
mehr Geld auf weniger Ware trifft. Das ist bei sinkender
Kaufkraft gerade nicht der Fall.

Du kannst die durch den Mehrwert bedingte Inflation ausschließlich dadurch verhindern, dass du schlicht Gewinne verbietest (Zahlungsausgleich, solicitation). Das wäre dann aber wieder sozialistische Ökonomie. Dann hätten wir aber das Problem, dass das Geld „nichts mehr-wert wäre“ und sich diese VW nicht international behaupten könnte. Bleibt also nur übrig zu warten, bis das ökonomische Kartenhaus des weltweiten kapitalistischen Systems in sich zusammenbricht. Das war kein schlechter Scherz sondern leider ein Fakt.
Bleibt nur die Frage, wie dieser Zusammenbruch aussieht. Ob die Menschen schon intelligent genug sind, den im Moment laufenden dritten Weltwirtschaftskrieg friedlich zu beenden? Glaube ich nicht. Wie du siehst, verstehen sie nicht mal die Grundlagen der politischen Ökonomie.

Gruß
Frank

Hallo Wolfgang,

Da müssen wir
ansetzen, statt Besitzstandsdiskussionen zu führen.

Davon hast auch du gesprochen. Erinnere dich an letztere Posts

  • bin zu faul zum suchen.
    Es liegt nunmal ausschließlich an euren WertVORSTELLUNGEN. Ich
    habe immernoch nicht begriffen, welchen Wert für dich nicht
    selbstgenutztes Eigentum darstellt. Wer soll dessen
    Wertverfall erhalten, wenn nicht du selbst?

Wonach zu fragen ist, was WERT fuer Dich bedeutet. Nach dem von Dir vielgeliebten Marx ist WERT ein (in der Abstraktion) verdinglichtes Verhaeltnis zwischen Menschen, welches sich in Waren als Tauschgegenstaenden und deren Preis verkoerpert, mit der Superware Geld, die nur als Wertkoerper Wert hat. Aber Du meinst ja, in Gold eine „Wertsubstanz“ nachweisen zu koennen.

Oder noch absurder, Geld als Superabstraktion des Wertes von den gesellschaftlichen Verhaeltnissen trennen (abstrahieren) zu koennen, insbesondere vom Zins.

Ne Weile kann man das Geld sicherlich bei den Massen holen,
aber irgendwann kommen die mit Sicherheit wutgeladen zurück.

Nein, die sehen das als persoenliches Scheitern. Und wenn die Frustrationstoleranz ueberschritten ist, laufen sie Amok. Nur trifft das immer die Falschen, bzw. es gibt keinen „richtigen“ Adressaten.

Überdies ist Marx nunmal der einzige, welcher den ökonomischen
Rahmen und das Grundproblem herausgearbeitet hat. Alle anderen
metaphysischen Theoretiker sind doch eh durch die Praxis
widerlegt.

Das sagte und schrieb auch Herr Proudhon, ein frueher Gefaehrte von Marx, ein oder sogar der Vorgaenger Deiner Vorstellungen.

Woraufhin Marx ihm die Theorien und Aussagen der klassischen Oekonomen um die Ohren schlug, u.a. dass diese die Praxis durchaus korrekt beschrieben haetten. Marx hat keine oekonomische Theorie aufgestellt, sondern die Grundlagen der *vorhandenen* oekonomischen Theorien kritisiert, insbesondere das liberale Menschenbild, das sich Menschen ohne Staat gar nicht vorstellen kann.

An wen soll ich mich sonst halten???

Vielleicht an Ricardo? Oder doch wenigstens wirklich an Marx, wie z.B. in „Das Elend der Philosophie“?

Ciao Lutz

Moin Christian,

von diesem „Projekt“ habe ich eben erst gehört. Das ist
natürlich totaler Schwachsinn.

Da stimme ich dir zu. Man muss aber berücksichtigen, dass die Union hierauf stolz ist und es ernst meint. Stoiber sprach von einem „echten innovativen Fortschritt, der uns in der Zukunft - auch den Kommunen - viel Kraft abverlangen wird und der einen breiten Raum in den Diskussionsprozeß am heutigen Nachmittag eingenommen hat.“

Dieser „Schwachsinn“ ist also das Kernstück des Union-Projektes. Der Rest ist Beiwerk.

Ciao

Ralf

Hi,

Durch dadurch verminderte Kaufkraft wird die Wirtschaft
belastet, was ebenso zum Zusammenbruch der Sozialsysteme
führt. Das Problem liegt nicht bei den AN und AL, sondern im
Mehrwert (durch nicht selbstgenutztes Eigentum) und der
durchwürfelten Ökonomie.

Sagte der gelernte Sozialdemokrat Proudhonscher Praegung. Nach etwas neuerer Lesart (so ab 1847) ist nicht der Mehrwert das Problem, sondern die Wertidee an sich.

Warum hat eigentlich einer vor hundertfünfzig Jahren das in
mehreren Bänden ausgearbeitet, wenn dann doch nur Blödsinn
erzählt wird. Hier aber nochmal etwas ausführlicher von einem
Dr. oec. phil:
http://www.sahrawagenknecht.de/wert.htm

Warum nicht gleich das Original? Ist zwar etwas ruppig, aber dafuer umso lesbarer:

http://www.ml-werke.de/marxengels/me04_065.htm so ab Seite 80 (als im Text)

und der zweite Teil dazu, eigentlich alles

http://www.ml-werke.de/marxengels/me04_125.htm

Fakt
ist, dass es nur zu einer schärferen Geldentwertung führt.

Es=was?

Na das Konzept (Plünderplan).

Daraufhin die Gegenrechnung: Wenn die Leute ihren Guertel so eng geschnallt bekommen, dass sie nur das Notwendigste kaufen, wird es ein Ueberangebot geben, die Preise purzeln, oder, was in der naiven Geldsicht dasselbe ist, der Wert des Geldes steigt, was man als Deflation bezeichnet.

Ciao Lutz