Hallo Lutz,
Zu deinem Post oben:
Ich kann dir erst einmal recht geben, bis auf das Ding mit dem Arbeitswert.
Marx hat imho nirgendwo was vom bösen Zins geschrieben, was sich nicht auf dessen Funktion zur Erzielung eines Mehrwertes bezieht. Ausschließlich der Mehrwert ist das prägende von Klassengesellschaften, dessen Eigenbesitz jedesmal zur Krise führte (auch wenn die Grenzen jetzt verwischt sind).
Das Grundproblem ist der darin enthaltene antagonistische Widerspruch.
Ein Zins muß nicht zwingend einen privaten Mehrwert erwirtschaften.
Wonach zu fragen ist, was WERT fuer Dich bedeutet. Nach dem
von Dir vielgeliebten Marx ist WERT ein (in der Abstraktion)
verdinglichtes Verhaeltnis zwischen Menschen, welches sich in
Waren als Tauschgegenstaenden und deren Preis verkoerpert, mit
der Superware Geld, die nur als Wertkoerper Wert hat. Aber Du
meinst ja, in Gold eine „Wertsubstanz“ nachweisen zu koennen.
Falsch, hab ich nie behauptet. Wenn ich von Wert rede, dann nur vom selbstgenutzten bedarften Gebrauchswert zum Lebenserhalt. Wenn uich mir Gold als Onaniervorlage in den Keller stapele, hat es zwar auch einen gewissen Gebrauchswert, aber einen geringen.
Überdies solltest du nochmal zur Ware-Geld Beziehung nachlesen 
Oder noch absurder, Geld als Superabstraktion des Wertes von
den gesellschaftlichen Verhaeltnissen trennen (abstrahieren)
zu koennen, insbesondere vom Zins.
hä?
Ne Weile kann man das Geld sicherlich bei den Massen holen,
aber irgendwann kommen die mit Sicherheit wutgeladen zurück.Nein, die sehen das als persoenliches Scheitern. Und wenn die
Frustrationstoleranz ueberschritten ist, laufen sie Amok. Nur
trifft das immer die Falschen, bzw. es gibt keinen „richtigen“
Adressaten.
Eigentlich meine Worte.
Überdies ist Marx nunmal der einzige, welcher den ökonomischen
Rahmen und das Grundproblem herausgearbeitet hat. Alle anderen
metaphysischen Theoretiker sind doch eh durch die Praxis
widerlegt.Das sagte und schrieb auch Herr Proudhon, ein frueher
Gefaehrte von Marx, ein oder sogar der Vorgaenger Deiner
Vorstellungen.Woraufhin Marx ihm die Theorien und Aussagen der klassischen
Oekonomen um die Ohren schlug, u.a. dass diese die Praxis
durchaus korrekt beschrieben haetten. Marx hat keine
oekonomische Theorie aufgestellt, sondern die Grundlagen der
*vorhandenen* oekonomischen Theorien kritisiert, insbesondere
das liberale Menschenbild, das sich Menschen ohne Staat gar
nicht vorstellen kann.
Richtig, er hat ausschließlich anhand der mat Dialektik die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft (Gesellschaft als Form der Materie) analysiert und deren Weiterentwicklung in die Zukunft extrapoliert.
An wen soll ich mich sonst halten???
Vielleicht an Ricardo? Oder doch wenigstens wirklich an Marx,
wie z.B. in „Das Elend der Philosophie“?
Selbstverständlich an Marx. In der Naturphilosophie ist noch einiges zu vervollständigen. Ich würde z.B. den Determinismus lösen, in dem ich die boolsche Algebra exakt bei Zufall und Notwendigkeit einfüge. Zufall als ODER, Notwendigkeit als UND-Verknüpfung. Vergangenheit die Negierung der Zukunft - passt wunderbar.
Das hätte schere Folgen für die Physik, weil damit das Problem der ART aufgezeigt würde - nämlich dass sie nur von in der Realität nicht vorhandenen Punktmassen handelt. Das Problem liese sich mit der Unterstellung lösen, dass Gravitation repulsiv wirkender Impuls sei, was ebenfalls wunderbar passen würde 
Das Elend der Philosophoie beschränkt sich also tatsächlich darauf, dass wir seine vervollständigen müssen und nicht neue erfinden, die nicht funktionieren.
Dann wird nämlich ersichtlich, dass im menschlichen Zusammenleben ein Widerspruch steckt, der herausgekehrt werden muß aus der Gesellschaft. Er steckte bis heute in jeglichem Staat und führte zu Problemen. Genau darauf kommt es an - Welt analysieren richtig verändern, nicht neu interpretieren und rummurksen a la CDU/CSU/FDP/SPD/GRUENE/PDS.
Gruß
Frank