Polische Vision

hallo,
-wofür steht das Reformprogramm Agenda 2010?
danke
Friedrich

hallo,
-wofür steht das Reformprogramm Agenda 2010?
danke
Friedrich

Na für Sozialabbau im großen Umfang.
Gruß
Frank

Na für Sozialabbau im großen Umfang.

Hallo Frank,

immer wieder bin ich begeistert, wenn Begriffe verwendet werden, unter denen jeder etwas anderes versteht. „Kultur“ ist so ein Begriff, der vielfach auf Schöngeistiges, der Erbauung Dienendes verengt wird. „Sozial“ ist auch so ein Begriff, der einer Definition bedarf. Nicht von ungefähr erwähnte ich Kultur, denn unser Verständnis sozialen Verhaltens und Kultur gehören unmittelbar zusammen. Bevor von Sozialabbau gesprochen wird, halte ich die Klärung für sinnvoll, was in diesem Zusammenhang unter „sozial“ zu verstehen ist. Meyers erklärt sozial so: Die (menschliche) Gesellschaft und ihr geregeltes Zusammenleben betreffend. Ach, das ist doch wohl genau das, was wir unter unserer Kultur verstehen könnten. Ist also Sozialabbau = Kulturabbau?

Unsere Wirtschaft funktioniert in ihrer komplexen Vielfalt nur arbeitsteilig. Es kann schon rein technisch nicht jeder alle seine Bedürfnisse vom elektrischen Strom bis zur Spargelernte eigenhändig bewerkstelligen. Jeder steuert seinen Teil im Rahmen gegebener Möglichkeiten bei und erhält als Gegenleistung die Früchte der Arbeit anderer Menschen. Das sind reine Tauschgeschäfte, wobei wir die Tauscherei nicht unmittelbar mit Waren durchführen, seit es die praktische Erfindung des Geldes gibt. Das ist in groben Zügen die Beschreibung unseres gesamtes Wirtschaftslebens. Arbeit und Waren kann man gegen Geld tauschen und umgekehrt ebenso. Immer noch ist es reine Tauscherei. Keiner gibt Geld her, ohne etwas anderes dafür zu erhalten und keiner gibt Ware oder Arbeit her, ohne Geld dafür zu erhalten.

Von „umsonst“ und „gratis“ ist bisher noch an keiner Stelle die Rede, sondern nur von Leistung und Gegenleistung. Begriffe wie sozial und Kultur tauchten allerdings in diesem Zusammenhang auch nicht auf. Irgendein Naturvolk pflegt den Brauch, die Alten einmal jährlich auf die höchsten Kokospalmen zu schicken. Mit langen Seilen werden die Palmen mit den Alten geschüttelt. Wer sich oben halten kann, darf wieder herunter klettern und muß ein weiteres Jahr arbeiten. Bei denen, die sich nicht halten konnten, hat sich das Problem erledigt. Wir haben keine Kokospalmen und lösen die Sache deshalb auf andere Weise. Wir stellen einen großen Topf auf, in den jeder etwas hinein gibt, der im Alter versorgt werden will. Die Sache mit den Töpfen kam irgendwann groß in Mode und wir nannten die Töpfe Versicherungen. Für alle nur denkbaren Risiken kann man Geld in einen passenden Topf legen, damit man versorgt wird, falls die eigene Leistungsfähigkeit dazu nicht reicht. Immer noch ist von „umsonst“ und „gratis“ keine Rede, auch nicht von „sozial“ und „Kultur“. Die Versorgung ist eine Gegenleistung für die Zahlungen in den Topf.

Sozial, Kultur, Ethik nicht zu vergessen, kommen erst ins Spiel, wenn es um die Versorgung von Menschen geht, die in keinen Topf einzahlen, die wir mangels Palmen aber trotzdem nicht auf dieselben schicken, sondern mit manchmal erheblichem Aufwand versorgen: Kranke, Behinderte, Flüchtlinge und Menschen, die einen anderen Dienst für die Gemeinschaft erbringen, z. B. Kinder versorgen. Ob man zur Rechtfertigung solchen Tuns ethische Grundsätze bemüht oder puren Egoismus - schließlich kann jeder in höchst mißliche Lagen kommen - ist im Ergebnis egal. Wir lassen niemanden verhungern und verkommen, nur weil er selbst keinen Dienst für die Gemeinschaft (mehr) erbringen kann. Bisher hörte ich noch nirgends Forderungen, an diesen Gepflogenheiten etwas zu ändern.

Was ich indes bemerke, ist der Mißbrauch des Begriffes „sozial“. Ist es unsere Kultur und unser soziales Verständnis, wenn möglichst viele Menschen sagen: „Was soll ich mit Arbeit? Ich will Geld!“ ??

Gruß
Wolfgang

gruß
winkel

Dann hier eben mal eine kleine Literaturempfehlung für dich:
http://kds-nano.dyndns.biz/moderne%20oekonomie/Mensc…

Hallo Wolfgang,

Sozialabbau = Kulturabbau?

Ja.

Unsere Wirtschaft funktioniert in ihrer komplexen Vielfalt nur
arbeitsteilig. Es kann schon rein technisch nicht jeder alle
seine Bedürfnisse vom elektrischen Strom bis zur Spargelernte
eigenhändig bewerkstelligen. Jeder steuert seinen Teil im
Rahmen gegebener Möglichkeiten bei und erhält als
Gegenleistung die Früchte der Arbeit anderer Menschen.

Irgendwie unterschlägst du immer den Mehrwert, wieso?

Das

sind reine Tauschgeschäfte, wobei wir die Tauscherei nicht
unmittelbar mit Waren durchführen, seit es die praktische
Erfindung des Geldes gibt. Das ist in groben Zügen die
Beschreibung unseres gesamtes Wirtschaftslebens.

Plus die private Aneignung des Mehrwertes - schon wieder unterschlagen von dir :smile:

Arbeit und

Waren kann man gegen Geld tauschen und umgekehrt ebenso.

Stimmt auch nicht. Das Geld hat keine Deckung durch Waren und bildet einen vom Warenumschlag unabhängigen Kreislauf.

Immer

noch ist es reine Tauscherei. Keiner gibt Geld her, ohne etwas
anderes dafür zu erhalten und keiner gibt Ware oder Arbeit
her, ohne Geld dafür zu erhalten.

Wieviel exakt? Ich brauche nunmal soviel Geld, dass ich in der von mir gelebten Art und Weise - so wie ich auch produziere(-n soll) - meine AK reproduzieren kann. Dazu gehört ein gewisses Maß an Kultur. Wenn die Kohle dann aber für einen gewissen Lebensstandard (und die Leute in McPomm hatten vor 13 Jahren definitiv einen höheren) hinten und vorn nicht reicht, stellt sich die berechtigte Frage: Wozu noch arbeiten, wenn das noch mehr Geld kostet als nixtun. Dreh es wie du willst - an vernünftig bezahlter Arbeit gibt es Millionen Stellen zu wenig - die Wirtschaft (also auch du) und Politik sind bislang zu unfähig dazu, diese zu schaffen.
Diese anerzogene Faulheit dann wieder herauszubekommen ist ein Grundproblem, was letztlich auch im Osten war. Solche Leute haben dann wenigstens Strasse gekehrt o.ä. und hatten damit ein menschenwürdiges Auskommen.

Von „umsonst“ und „gratis“ ist bisher noch an keiner Stelle
die Rede, sondern nur von Leistung und Gegenleistung. Begriffe
wie sozial und Kultur tauchten allerdings in diesem
Zusammenhang auch nicht auf. Irgendein Naturvolk pflegt den
Brauch, die Alten einmal jährlich auf die höchsten Kokospalmen
zu schicken. Mit langen Seilen werden die Palmen mit den Alten
geschüttelt. Wer sich oben halten kann, darf wieder herunter
klettern und muß ein weiteres Jahr arbeiten. Bei denen, die
sich nicht halten konnten, hat sich das Problem erledigt. Wir
haben keine Kokospalmen und lösen die Sache deshalb auf andere
Weise.

richtig - nennt sich Agenda 2010. Rentner werden nur noch kompostiert fehlt da von den Grünen noch.

Wir stellen einen großen Topf auf, in den jeder etwas

hinein gibt, der im Alter versorgt werden will. Die Sache mit
den Töpfen kam irgendwann groß in Mode und wir nannten die
Töpfe Versicherungen. Für alle nur denkbaren Risiken kann man
Geld in einen passenden Topf legen, damit man versorgt wird,
falls die eigene Leistungsfähigkeit dazu nicht reicht. Immer
noch ist von „umsonst“ und „gratis“ keine Rede, auch nicht von
„sozial“ und „Kultur“. Die Versorgung ist eine Gegenleistung
für die Zahlungen in den Topf.

Bleib doch mal bissl relaistisch. Versicherungen kann sich nur leisten, wer auch ein angemessenes Einkommen hat. Dieser Staat nicht.

Sozial, Kultur, Ethik nicht zu vergessen, kommen erst ins
Spiel, wenn es um die Versorgung von Menschen geht, die in
keinen Topf einzahlen, die wir mangels Palmen aber trotzdem
nicht auf dieselben schicken, sondern mit manchmal erheblichem
Aufwand versorgen: Kranke, Behinderte, Flüchtlinge und
Menschen, die einen anderen Dienst für die Gemeinschaft
erbringen, z. B. Kinder versorgen. Ob man zur Rechtfertigung
solchen Tuns ethische Grundsätze bemüht oder puren Egoismus -
schließlich kann jeder in höchst mißliche Lagen kommen - ist
im Ergebnis egal. Wir lassen niemanden verhungern und
verkommen, nur weil er selbst keinen Dienst für die
Gemeinschaft (mehr) erbringen kann. Bisher hörte ich noch
nirgends Forderungen, an diesen Gepflogenheiten etwas zu
ändern.

Kommt doch schon: individuelle Selbstvorsorge. Weiterentwicklung zur Anarchie.

Was ich indes bemerke, ist der Mißbrauch des Begriffes
„sozial“. Ist es unsere Kultur und unser soziales Verständnis,
wenn möglichst viele Menschen sagen: „Was soll ich mit Arbeit?
Ich will Geld!“ ??

Bleib realistisch: Sie sagen, sie haben keinen Plan = k.P… Kümmert euch um euch selbst, wir sind zu doof das Zusammenleben zu managen.

Gruß
Frank

Hi,

Es steht für das Ausbaden der 16-jährigen untätigen Trägheits- und Selbstbedienungspolitik der „Schwarzen Brut“

nicki

hallo,
-wofür steht das Reformprogramm Agenda 2010?
danke
Friedrich

Moin Wolfgang,

Irgendein Naturvolk pflegt den
Brauch, die Alten einmal jährlich auf die höchsten Kokospalmen
zu schicken. Mit langen Seilen werden die Palmen mit den Alten
geschüttelt. Wer sich oben halten kann, darf wieder herunter
klettern und muß ein weiteres Jahr arbeiten. Bei denen, die
sich nicht halten konnten, hat sich das Problem erledigt.

Na, hierzu hätte ich gern eine seriöse Quelle.

Ciao

Ralf

Rahmen gegebener Möglichkeiten bei und erhält als
Gegenleistung die Früchte der Arbeit anderer Menschen.

Irgendwie unterschlägst du immer den Mehrwert, wieso?

Der Mehrwert ist notwendig, um die Unternehmer für das finanzielle Risiko zu entschädigen. Der Mehrwert wäre nicht notwendig, wenn die Menschen in Kollektiven arbeiten würden und sich sozusagen selbst verwalten. In dem Fall würden alle Mitglieder des Kollektivs das finanzielle Risiko einer Pleite tragen und Teilhaber eines Erfolgs sein. Komischerweise sind Kollektive derzeit etwas aus der Mode geraten. Ich mutmaße, daß das daran liegen könnte, das der Großteil der Bevölkerung den zweiten Aspekt sehr gerne mitnehme, mit dem ersten allerdings so ihre Probleme haben. Wenn das Geld monatlich automatisch aufs Konto kommt, ist es durchaus leichter, am Arbeitsplatz Privatkram zu erledigen oder einfach mal ein Nickerchen zu halten. Unternehmer machen das zwar auch, aber sie wissen auch, daß sie in der Zeit kein Geld verdienen, oder, um bei Deiner Terminologie zu bleiben, keinen Mehrwert erzielen.

(und die Leute in McPomm hatten vor 13 Jahren
definitiv einen höheren [Lebensstandard])

Das kam doch nicht von ungefähr. Das hat ein Schweinegeld gekostet, was letztlich zur Pleite der DDR geführt hat.

Gruß
Christian

Hallo exc,

es geht nicht darum keinen Mehrwert zu erzielen, sondern um dessen Verwendung - dammisch, wie oft muss ich es noch erklären.
http://www.mlwerke.de/me/me20/me20_136.htm#Kap_VII

(und die Leute in McPomm hatten vor 13 Jahren
definitiv einen höheren [Lebensstandard])

Das kam doch nicht von ungefähr. Das hat ein Schweinegeld
gekostet, was letztlich zur Pleite der DDR geführt hat.

Ganz genau, es hat keinem Privatunternehmer was gebracht. Aber was ist nun sinnvoller: sicherzustellen, dass sich die Menschen in einem menschenwürdigen Umfeld entwickeln können, abgesichert, oder in einem sich selbst auslöschendem System heute ne schnelle Mark vedienen, um auf Kosten des ganzen Volkes zu leben?? Was Wolfgang in McPomm erlebt ist nur der Anfang. Du weißt selbst gut genug, dass in D jede Fa. ächzt (mit wenigen Ausnahmen).

Gruß
Frank

zu heiß gebadet?

Es steht für das Ausbaden der 16-jährigen untätigen Trägheits-
und Selbstbedienungspolitik der „Schwarzen Brut“

Genau, schließlich sind die vergangenen 4,5 Jahre bunter Regierungszeit bis zum Bersten gefüllt gewesen mit brillanten Ideen und deren Umsetzungen.

Glückwunsch zu so einer eingeschränkten Sichtweise.

C.

nicki

hallo,
-wofür steht das Reformprogramm Agenda 2010?
danke
Friedrich

Hallo exc,

es geht nicht darum keinen Mehrwert zu erzielen, sondern um
dessen Verwendung - dammisch, wie oft muss ich es noch
erklären.
http://www.mlwerke.de/me/me20/me20_136.htm#Kap_VII

und die Erde ist eine Scheibe!

…für die Glückwünsche.

Sicher weißt Du auch wie es um die auch Mehrheitsverhältnisse
im Bundesrat bestellt ist und wie die „Schwarzen“ dies als Blockierungsinstrument einsetzen.
Das haben die „Roten“ gelegentlich leider in der 16 jährigen
gloreichen Kohlpolitik auch getan aber dazugelehrt hat keiner.
Da der Ernst Lage nun immer deutlicher wird, muß sich das Mädchen und Co bewegen. Ob sie nun wollen oder nicht.

nicki

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Da der Ernst der Lage nun immer deutlicher wird, muß sich das
Mädchen und Co bewegen. Ob sie nun wollen oder nicht.

…und wohin sollten sich die Damen und Herren mit der metaphysischen „Weitsicht“ nun bewegen?

fragt:
Frank

Ein paar Fragen

…für die Glückwünsche.

Sicher weißt Du auch wie es um die auch Mehrheitsverhältnisse
im Bundesrat bestellt ist und wie die „Schwarzen“ dies als
Blockierungsinstrument einsetzen.
Das haben die „Roten“ gelegentlich leider in der 16 jährigen
gloreichen Kohlpolitik auch getan aber dazugelehrt hat keiner.

Reich an was? Was ist bitte „glo“? Oder meinst du Klo?
Und wer hat wen was gelehrt bitte?

Da der Ernst Lage nun immer deutlicher wird, muß sich das
Mädchen und Co bewegen. Ob sie nun wollen oder nicht.

Wer bitte ist Ernst Lage? Ich kenne nur Klaus Lage. Und welches Mädchen muss sich jetzt bitte wohin bewegen? Und wer ist „Co“?

Fragen über Fragen…
Ich bin immer wieder fasziniert, mit wieviel Sachverstand und mit welcher Sorgfalt hier tiefgründige und wirklich kluge Beiträge abgelassen werden. Wirklich großartig!

Uschi

Hallo Nick,

unabhängig von Parteizugehörigkeiten laufen alle „Ideen“ darauf hinaus, die alten soz. Sicherungssysteme und Verhaltensmuster zu erhalten. Es werden ein paar Kosten hin und her geschoben, aber geändert wird im Grunde nichts. Am deutlichsten guckt die konservative Denkweise der politischen Linken aus den Knopflöchern: Die wollen allen Ernstes überhaupt nichts am System verändern, sondern wie seit Jahrzehnten die Neuverschuldung erhöhen, um Strukturprobleme zu lösen.

Ich sehe das Geschehen positiv: Die Damen und Herren in Berlin und in den Landesparlamenten tun im Moment nichts, um an den nicht mehr kostendeckend zu betreibenden Systemen etwas Entscheidendes zu ändern. Wir sind weit davon entfernt, die Personalstärke, damit die Personalkosten und in der Folge die Pensionslasten des öD zu reduzieren. Wir sind weit davon entfernt, die Altersicherungssysteme auf dauerhaft tragfähige Füße zu stellen und am Gesundheitswesen mit seiner eingebauten Kosten-Intransparenz und beliebiger Selbstbedienung aller Beteiligten wird mit zahlreichen Regelungen aufgebläht, aber nicht einmal ansatzweise reformiert.
Das seit Jahrzehnten übliche Spiel wird einfach weiter gespielt. Es gibt Steuerschätzungen und Prognosen, was man alles Tolles auf die Füße stellen wird und kurz darauf ist alles Makulatur. Weniger Bedienstete, weniger Subventionen, ein einfacheres Steuersystem ohne zahllose Ausnahmetatbestände, mehr Eigenverantwortung für den Bürger - überall totale Fehlanzeige. Dafür Bastelei im Detail. Aber trotzdem tut sich überaus Nützliches: Die Finanzen von Bund, Ländern und Gemeinden rollen an die Startrampe, um uns allen nach ewig langer Untätigkeit um die Ohren zu fliegen. Das werden sie tun, obwohl Steuern, Abgaben und Kosten der soz. Sicherungssysteme auf breiter Front steigen. Wenn sich kein Gemeindekämmerer mehr rühren kann, wenn absolut nichts mehr investiert und instand gehalten werden kann, wenn alle Einnahmen in Versorgungsleistungen und Subventionen für längst tote Industrien fließen und die Altersversorgung nicht mehr bezahlt werden kann, werden einige aufwachen, statt von völlig unvorhersehbaren Ereignissen zu reden, die die genialen Planungen zunichte machten.

Bis dahin müssen wir das Geschwafel des DGB-Vorsitzenden genauso ertragen, wie das schmerzhafte ohne-Punkt-und-Komma-Gerede der Engelen-Kefer, die Ideologien roter Scheuklappenträger und die nicht minder phantasielosen Vorstellungen aller anderen Funktionäre. Wir sind noch viel zu reich, um etwas ändern zu müssen. Dieser Reichtum muß erst verbraten werden. Damit beschäftigen wir uns gerade.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

unabhängig von Parteizugehörigkeiten laufen alle „Ideen“
darauf hinaus, die alten soz. Sicherungssysteme und
Verhaltensmuster zu erhalten.

Du scheinst irgendwie nicht ganz aktuell zu sein: http://n-tv.de/3158322.html
Ausser PDS wollen alle Parteien einvernehmlich die kurzerhand als nicht mehr funktionsfähig erklärten sozialen Sicherungssysteme sukzessive abschaffen.

Ich sehe das Geschehen positiv: Die Damen und Herren in Berlin
und in den Landesparlamenten tun im Moment nichts, um an den
nicht mehr kostendeckend zu betreibenden Systemen etwas
Entscheidendes zu ändern. Wir sind weit davon entfernt, die
Personalstärke, damit die Personalkosten und in der Folge die
Pensionslasten des öD zu reduzieren. Wir sind weit davon
entfernt, die Altersicherungssysteme auf dauerhaft tragfähige
Füße zu stellen und am Gesundheitswesen mit seiner eingebauten
Kosten-Intransparenz und beliebiger Selbstbedienung aller
Beteiligten wird mit zahlreichen Regelungen aufgebläht, aber
nicht einmal ansatzweise reformiert.
Das seit Jahrzehnten übliche Spiel wird einfach weiter
gespielt. Es gibt Steuerschätzungen und Prognosen, was man
alles Tolles auf die Füße stellen wird und kurz darauf ist
alles Makulatur. Weniger Bedienstete, weniger Subventionen,
ein einfacheres Steuersystem ohne zahllose
Ausnahmetatbestände, mehr Eigenverantwortung für den Bürger -
überall totale Fehlanzeige. Dafür Bastelei im Detail.

Überhaupt nicht wahr. Ist nur bei den kapitalismusorthodoxen Parteien so. k.P.= kein Plan
Deine Vorschläge stehen detailliert im PDS - Programm, nur dass die Partei nun wahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinkt, weil sie auch nur bürgerliche Politik macht.

Bis dahin müssen wir das Geschwafel des DGB-Vorsitzenden
genauso ertragen, wie das schmerzhafte
ohne-Punkt-und-Komma-Gerede der Engelen-Kefer, die Ideologien
roter Scheuklappenträger und die nicht minder phantasielosen
Vorstellungen aller anderen Funktionäre. Wir sind noch viel zu
reich, um etwas ändern zu müssen. Dieser Reichtum muß erst
verbraten werden. Damit beschäftigen wir uns gerade.

Welcher Reichtum? Die wertloser werdenden Papierberge auf Bankkonten?
Egal - dass dieses System stückweise sich selbst vernichtet, erwähnte ich bereits?
Irgendwie scheinst du mir nicht glauben zu wollen. Die kriegen das nicht in ihre Köpfe rein, genau wie die Urknaller in der Physik.
Genau wie die Amis: http://www.publicdebt.treas.gov/opd/opdpenny.htm Seit drei Monaten sind die an ihrer Defizitgrenze festgefahren. Frage mich, was dort noch passieren soll. In diesem hochmodernen Land gibts ja nur noch dem Namen nach ein Sozialsystem.

Gruß
Frank

… mehr Eigenverantwortung

Hallo Frank,

mehr Eigenverantwortung des einzelnen Bürgers, also des Individuums (nicht etwa in irgendwelchen Räten, Gremien, etc) scheint mir ein entscheidender Knackpunkt zu sein. Das ist geradezu der Antipoden-Standpunkt zur PDS. Ich will meine Vorsorge, mein Leben, meine Zukunft in der eigenen Hand haben. Ich brauche niemanden, der mir sagt, was ich tun und lassen soll. Wenn ich eine Antwort haben möchte, stelle ich eine Frage. Ich will keine Antworten auf nicht gestellte Fragen, keine Fremdbestimmung und sei sie noch so demokratisch zustande gekommen. Natürlich muß sich jeder Einzelne in ein Gemeinwesen und seine Regeln einordnen. Aber diese Regeln gehen mir zu weit, wenn festgeschrieben wird, wann jemand in Rente zu gehen hat und wieviel Fürsorge (ist immer auch Fremdbestimmung) ein Mensch in Anspruch zu nehmen hat. Gerade dieses Selbstbestimmungs-Mäntelchen, in dem stets ein Kollektiv über das Leben des Einzelnen entscheidet, ist mir zutiefst zuwider. Im Extremfall will ich selbst entscheiden, an einer Erkrankung krepieren zu wollen. Ich will mir absolut keine Entscheidung aus den Händen nehmen lassen und ich will selbst bestimmen, wen ich um Rat frage. Ich will auch meine Fehler selbst machen und will unbedingt auf den eigenen Bauch fallen. Ich will weder klerikale noch sozialistische Bevormundung. Ich will, daß es mir dreckig geht, wenn ich Fehler machte und ich will niemanden, der mich ungebeten vor Fehlern bewahrt. Das verstehe ich unter Eigenverantwortung. Wo ich die passende politische Ecke für solche Wünsche finde, weiß ich nicht. Bei der PDS aber gewiß nicht.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

dann sertze endlich diesen albernen Gedanken konsequent um.

mehr Eigenverantwortung des einzelnen Bürgers, also des
Individuums (nicht etwa in irgendwelchen Räten, Gremien, etc)
scheint mir ein entscheidender Knackpunkt zu sein.

Noch nie in der Geschichte des Tierreiches inkl. Mensch gab es das!

Ich will meine
Vorsorge, mein Leben, meine Zukunft in der eigenen Hand haben.

Simulieren wir es.

Ich brauche niemanden, der mir sagt, was ich tun und lassen
soll. Wenn ich eine Antwort haben möchte, stelle ich eine
Frage.

Wen? Ich würde dir dann nur eine Antwort gegen dein komplettes Vermögen geben - brauche schließlich Geld.

Ich will keine Antworten auf nicht gestellte Fragen,

keine Fremdbestimmung und sei sie noch so demokratisch
zustande gekommen. Natürlich muß sich jeder Einzelne in ein
Gemeinwesen und seine Regeln einordnen.

Ja wie denn nun? Volle Eigenverantwortung ohne Regeln oder Gemeinschaft?

Aber diese Regeln
gehen mir zu weit, wenn festgeschrieben wird, wann jemand in
Rente zu gehen hat und wieviel Fürsorge (ist immer auch
Fremdbestimmung) ein Mensch in Anspruch zu nehmen hat.

Mir ginge der Gedanke auch zu weit, dass du festlegst, ab wann dich andere durchzufüttern haben. Da brauchts schon ein demographisches Maß.

Gerade
dieses Selbstbestimmungs-Mäntelchen, in dem stets ein
Kollektiv über das Leben des Einzelnen entscheidet, ist mir
zutiefst zuwider.

Ja ok. Simulieren wir für dich volle Anarchie.

Im Extremfall will ich selbst entscheiden,
an einer Erkrankung krepieren zu wollen.

Schlechtes Beispiel - das ist jetzt zu kompliziert, sich über Leben zu unterhalten, führt zu weit.

Ich will mir absolut

keine Entscheidung aus den Händen nehmen lassen und ich will
selbst bestimmen, wen ich um Rat frage.

Genau, die anderen legen dann auch für sich fest, ob sie dir antworten.

Ich will auch meine
Fehler selbst machen und will unbedingt auf den eigenen Bauch
fallen. Ich will weder klerikale noch sozialistische
Bevormundung.

Von Bevormundung redet keiner. Da steht lediglich der Satz von der Einsicht in die Notwendigkeit im Raum. Wir leben nunm,al auf einem Planeten nebeneinander und hier kann nicht jeder machen, was er will. Es gibt Zwänge, denen man sich unterwerfen muß, sobnst schlagen sich alle nur noch die Köpfe gegenseitig ein.

Ich will, daß es mir dreckig geht, wenn ich
Fehler machte und ich will niemanden, der mich ungebeten vor
Fehlern bewahrt. Das verstehe ich unter Eigenverantwortung. Wo
ich die passende politische Ecke für solche Wünsche finde,
weiß ich nicht. Bei der PDS aber gewiß nicht.

Es sind anarchistische Ansichten. Kannst du gern, aber bitte auf einem anderen Planeten. Ich hätte was dagegen, wenn du morgen für dich festlegst, dass du mein Haus wegreißt und selbst was hinbaust.
Wolfgang, wenn man davon ausgeht, dass die Menschheit sich nicht selbst ausrottet, unterliegt unsere Entwicklung Zwängen - das ist keine Doktrin oder Ideologie, versteh es bitte endlich. Ich habs kapiert, nachdem ich zwei völlig verschiedene „Systeme“ kennengelernt habe. Dieses hier geht mit seinen Bürgern den Bach runter - eine Reform des Staatssozialismus ist unmöglich.

Gruß
Frank

Moin Uschi,

Da der Ernst Lage nun immer deutlicher wird, muß sich das
Mädchen und Co bewegen. Ob sie nun wollen oder nicht.

Wer bitte ist Ernst Lage? Ich kenne nur Klaus Lage. Und
welches Mädchen muss sich jetzt bitte wohin bewegen? Und wer
ist „Co“?

Co ist das chemische Zeichen für Cobalt. Cobalt ist ferromagnetisch. Durch Anlegen eines äußeren Feldes werden die magnetischen Momente der einzelnen Atome parallel ausgerichtet. Ich vermute, dass diese Bewegung gemeint ist.

Hoffe geholfen zu haben.

Ciao

Ralf

Ich hätte was dagegen, wenn du
morgen für dich festlegst, dass du mein Haus wegreißt…

Hallo Frank,

die Freiheit des Einzelnen hört stets da auf, wo sie in Rechte anderer eingreift. Ich rede nicht der Anarchie das Wort. Ich brauche aber keine von anderen aufgestellten Regeln und Vorschriften für alle Bereiche meines Lebens. Ich will ganz einfach den von anderen aufgestellten Plan nicht. Wenn ich ein Produkt entwickle, bin ich ganz scharf auf das Risiko, hinterher ruiniert zu sein. Ich bin aber genau so scharf auf die Chance, mit dem Produkt richtiges Geld zu verdienen. Nicht nach fremdem Plan, ausschließlich nach MEINEM Plan. Ich will die Freiheit bis zur letzten Konsequenz, die heißt, das Leben und nötigenfalls auch das willkürliche Ende in der Hand zu haben. Ich reagiere ganz fürchterlich allergisch auf alle Arten verzichtbarer Vorschriften.

Ohne Regeln funktioniert kein Zusammenleben. Es muß klar sein, was eine rote Ampel bedeutet. Aber schon das Herumstehen vor roter Ampel um Mitternacht, sonst kein Mensch auf der Straße, halte ich für unsinnig. Das sind dann Regeln, die nicht das Zusammenleben ermöglichen, sondern um ihrer selbst Willen zu befolgen sind. Wir haben in D eine besondere Neigung zu solcher Regelungswut. Je weiter man sich aus der politischen Mitte nach links oder rechts bewegt, desto schlimmer wird es. Wir haben auch eine besondere Sucht nach Fürsorge. Weil es Menschen gibt, die einer bestimmten Fürsorge bedürfen, machen wir daraus sofort eine für alle gültige Regel und fortan hat sich jeder so umsorgen zu lassen. Ganz egal, ob einem dabei die Haare zu Berge stehen oder nicht.

Ich will das alles nicht.

Gruß
Wolfgang