Polypen-OP bei fast 3-Jährigem

Hallo! Meinem Sohn sollen Montag die Polypen entfernt werden und eventuell Paukenröhrchen gesetzt werden. Er wird im Mai erst 3 Jahre alt und ich habe ziemlichen Bammel vor dem Eingriff. Er ist ja noch so klein. Am meisten beschäftigt mich die Narkose. Ich selbst habe durch die Narkose als Kind hohes Fieber bekommen. Allerdings wurde mir versichert, daß heute besser verträgliche Narkosemittel als vor 20 Jahren zur Verfügung stehen. Der Eingriff wird ambulant gemacht in einem Operationszentrum. Das macht mich noch etwas unsicherer.
Kann mir jemand seine Erfahrungen schildern, dessen Kind auch mit 2-3 Jahren operiert worden ist???

Gruß Mini

Hallo

Der Eingriff wird ambulant gemacht in einem
Operationszentrum. Das macht mich noch etwas unsicherer.

Wenn der Eingriff ambulant gemacht wird, ist es aber doch ein gutes Zeichen, dass es nur ein kleiner Eingriff ist. Und dass das Kind außerdem direkt nach Hause darf und nicht im Krankenhaus übernachten muss. Das sehe ich eher positiv.

Kann mir jemand seine Erfahrungen schildern, dessen Kind auch
mit 2-3 Jahren operiert worden ist???

Ja, mein Sohn hatte einen angeborenen Leistenbruch, der mit knapp 2 Jahren operiert wurde, auch ambulant.

Die OP, die Narkose und alles Medizinische waren überhaupt kein Problem. Ein Problem war, dass er, der vorher ein positives Gefühl zu Ärzten hatte, anschließend vor Panik schrie, wenn er einen Arzt sah.

Ich durfte die ganze Zeit vor der OP neben seinem Bett sitzen. Dann musste ihm Blut abgenommen werden (Fingerspitze), kein Problem. - Später kam eine Krankenschwester, die ihm eine Spritze gab. Ich sagte noch, er soll ruhig bleiben, und die Krankenschwester soll langsam spritzen, da deute sie ihm die Spritze ins Bein und drückte so fest wie möglich auf den „Abzug“, ohne jede Vorwarnung. Das Kind schrie wie verrückt. -
Dann wurde er aber sehr ruhig (wohl von der Spritze) und schlief so halbwegs ein. Er wurde rausgefahren, aber als ich mitkommen wollte, durfte ich das nicht.
Was sie da mit ihm gemacht haben, weiß ich nicht, aber er hatte danach sehr lange Panik vor Ärzten.

Ich würde also raten, immer bei ihm zu bleiben, bis er die Narkose gekriegt hat. Wenn das angeblich nicht geht, würde ich zur Not die OP abblasen lassen. Ich bin überzeugt, dass es dann geht.

Viel Glück für deinen Kleinen
Thea

Hi Thea,

Wenn der Eingriff ambulant gemacht wird, ist es aber doch ein
gutes Zeichen, dass es nur ein kleiner Eingriff ist. Und dass
das Kind außerdem direkt nach Hause darf und nicht im
Krankenhaus übernachten muss. Das sehe ich eher positiv.

Es IST ein kleiner Eingriff. In Südafrika wird das
viel, viel öfter gemacht als hier. Das Positivste daran,
dass nach der OP keine Schmerzen da sind.

Ich würde also raten, immer bei ihm zu bleiben, bis er die
Narkose gekriegt hat. Wenn das angeblich nicht geht, würde ich
zur Not die OP abblasen lassen. Ich bin überzeugt, dass
es dann geht.

Die Chancen, dass dies erlaubt wird, sind umso größer,
je ruhiger sich die Mutter (oder der Vater) gibt. Das
Personal hat vor allen Dingen Angst vor hysterischen
Eltern, die ihren Kindern (oft unbewusst) mehr Angst
machen, als sie wegnehmen.

Gruß
Elke

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Moin,

das Schlimmste ist vermutlich die Nadel setzen. Frage bei der Voruntersuchung nach einem Pflaster, dass ca. 1 Stunde vor der OP z.B. in der Armbeuge geklebt wird und die Haut betäubt, damit der Einstich nicht schmerzhaft wird. Frag auch, welcher Arm gebraucht wird.

Fahrt möglichst zu zweit mit, so kann man sich ablösen wenn das Kind aufwacht und jemand kann bei der Fahrt nach Hause neben dem Kind sitzen, während der andere fährt.

Und mach dir nicht zu viele Sorgen. Abends springt der Kleine vermutlich schon wieder fröhlich in der Gegend rum.

Lieben Gruß
Marion

Hi!

Das Personal hat vor allen Dingen Angst vor hysterischen
Eltern, die ihren Kindern (oft unbewusst) mehr Angst
machen, als sie wegnehmen.

Nicht nur das.
Leider muß das Kiddie bei der Narkoseeinleitung auch unangenehme Sachen erleiden, wie z.b. die Infusionsnadel in den Arm gestochen zu bekommen u.a.
Je kleiner die Kiddies, desto eher klammern die sich dabei an die Eltern in der Hoffnung, daß diese sie beschützen vor den bösen Leuten im Op. Da das aber nicht geht (die Nadel muß ja sein), ist das auch so ein Drama im Narkosesaal: Kiddie schreit nach Mama um Hilfe und die steht nur hilflos daneben - ist nicht gerade ein tolles Gefühl - weder für die Eltern noch für das Kind.

Zwar gehen die Docs und Schwestern meist liebevoll aufs Kind ein, aber wenn ein Elternteil dabei ist, haben sie meist keinen Zugang zum Kind, da es nur auf die Eltern fixiert ist. Ist es ohne Eltern im Narkosesaal, geht es meist tatsächlich einfacher.

Gruß,
Sharon

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Hallo

Das Personal hat vor allen Dingen Angst vor hysterischen
Eltern, die ihren Kindern (oft unbewusst) mehr Angst
machen, als sie wegnehmen.

Wenn die Ärzte die Eltern vorher aufklären, was passiert, dann geht das doch meistens schon. Die Eltern (und Kinder) reagieren meistens nur dann blöd oder hysterisch, wenn es zuerst heißt: Tut gar nicht weh, und wenn es dann plötzlich nicht stimmt, oder wenn sie nicht wissen, was da abläuft.

Je kleiner die Kiddies, desto eher klammern die sich dabei an
die Eltern in der Hoffnung, daß diese sie beschützen vor den
bösen Leuten im Op. Da das aber nicht geht (die Nadel muß ja
sein), ist das auch so ein Drama im Narkosesaal: Kiddie
schreit nach Mama um Hilfe und die steht nur hilflos daneben -
ist nicht gerade ein tolles Gefühl - weder für die Eltern noch
für das Kind.

Meinst du, das Kind fühlt sich besser, wenn die Eltern gar nicht da sind? Die Eltern können dem Kind das Gefühl vermitteln, dass das zwar weh tut, was jetzt passiert, aber dass das soweit in Ordnung ist.

Zwar gehen die Docs und Schwestern meist liebevoll aufs Kind
ein, aber wenn ein Elternteil dabei ist, haben sie meist
keinen Zugang zum Kind, da es nur auf die Eltern fixiert ist.

Es reicht ja, wenn sie Zugang zu den Eltern haben.

Ist es ohne Eltern im Narkosesaal, geht es meist tatsächlich
einfacher.

Für das Krankenhauspersonal wahrscheinlich schon. Und was nachher ist, kriegt es ja nicht mit.

Viele Grüße
Thea

Hallo! Meinem Sohn sollen Montag die Polypen entfernt werden
und eventuell Paukenröhrchen gesetzt werden. Er wird im Mai
erst 3 Jahre alt und ich habe ziemlichen Bammel vor dem
Eingriff. Er ist ja noch so klein.

Hi,

ich habe (andere) OPs bei Kleinkindern von der Narkoseseite aus mitgemacht - alles halb so wild.

Der Tip von Marion ist sehr gut, diese Betäubungspflaster machen die Spritze fast ungeschehen. Ob die Eltern bei der Einleitung mit dabei sind, ist so eine Frage…

Ich hab’s auch so erlebt, daß das ohne Eltern besser funktioniert - ein Kuscheltier o.ä. als Begleiter muß allerdings schon sein.

Das meiste zu einem komplikationsfreien Ablauf kannst Du aber selbst beitragen, indem Du Dich selbst ein wenig beruhigst und dem Kind vermittelst, daß Du Dir keine Sorgen machst und es selbst das auch nicht tun braucht. Wenn Du dann bis kurz vor der Einleitung bei ihm bleiben kannst, reicht das.

Daß das ambulant gemacht wird, ist btw. auch ein Punkt, der Dich eher beruhigen sollte, als zusätzliche Sorgen zu bereiten - ist doch super. Kein doofes Krankenhauszimmer, gleich wieder nach Hause.

Welcher Baluf nun am günstigsten ist, hängt aber natürlich auch vom Kind ab - extrem elternfixierte Kids sind da anders als welche, die da etwas lockerer sind. Trotzdem ist es wichtig, daß Du nicht Deine Ängste auf Dein Kind projizierst.

Gruß,

Malte

Hallo,

mein Sohn bekam im März 2003 ebenfalls die „Polypen“ entfernt, also die große Rachenmandel, die hinter der Nase sitzt.

Aus dem damaligen Beitrag zitiere ich mal:
"Hallo zusammen,

wie versprochen möchte ich Euch von der Polypen OP meines kleinen Zwerges erzählen, falls sich noch jemand daran erinnern kann.
Vorbereitet hatten wir uns mit ihm mittels Arztköfferchen und Büchern aus dem Kiga.

Für die OP waren noch einige Vorsorgeuntersuchungen notwendig, wie EKG und Blutuntersuchung beim Kinderarzt und erste Untersuchung beim Anästhesisten in der Tagesklinik.
Ein Formular klärte über die Risiken einer Narkose, erforderlichen Medikamente, Art und Dauer der OP auf, und auch organisatorische Fragen, falls es zu einer Nachblutung kommen sollte wurden geklärt.
Auch eine kleine to do Liste, bez. Essen und Trinken am Tag der OP, Bekleidung des Kindes und was mitzubringen ist (Tempos Kuscheltier etc.)
Dann bekamen wir in der Tagesklinik einen Termin zugewiesen.
Gillian wurde vom Anästhesisten noch mal kurz angeschaut und abgehorcht, dann bekam er einen „Zaubersaft“ (Ist wohl das Pendant zu der LMAA Spritze) Dieser Saft bewirkt nicht nur, die Entspannung, sondern auch, dass alles was nach Wirkeintritt geschieht, nachher „vergessen“ wird.
Der Saft begann zu wirken und mein Sohn war richtig „high“…er lachte sich fast schief, als er die lustigen Knubbel der Rauhfasertapete entdeckte…auch die Härchen auf seinem Arm waren auf einmal höchst bemerkenswert.

Dann bekam er einen Zugang gelegt, wobei er sich heftigst wehrte.*
An den Zugang wurde dann eine Ringerlösung angehängt.
Er fragte die Schwester, was das denn sei…sie gab ihm als Antwort:“ Das ist Wasser mit ein bisschen Salz drin“, darauf mein Sohn: „Igitt“
Sie erklärte ihm aber, dass das wegen der verlorengegangenen Tränchen wäre, und die würden schließlich auch salzig schmecken.
5 Minuten gab er sich dann damit zufrieden…dann kam die Frage „Ja, aber die läuft ja noch gar nicht“…hmpf…
Dann gings ab in den OP.

Keine 10 Minuten später war er schon wieder draussen und auch schon halbwegs wachs. Klar blutete es noch ein wenig, was mir aber doch ein bisschen Sorgen machte war, dass die Augen- und Nasenpartie sehr verquollen war und ihn anscheinend auch sehr juckte. Der HNO meinte zunächst, dass es sich um eine Pollenallergie handeln könnte, was ich nicht bestätigen konnte, da der Kleine nicht allergisch ist.
(Ihm wurde die Rachenmandel entfernt und zus. Ein Schnitt ins Trommelfell gemacht um besser zu belüften und den Erguss dahinter loszuwerden, Röhrchen habe ich nicht einsetzen lassen)
Wir kamen in ein separates Zimmer in dem Gillian erst mal zu sich kommen könnte…er zog es aber nach einer kurzen Weinzeremonie vor, erst mal zu schlafen. Als er dann wach wurde, wusste er tatsächlich nicht mehr, wie oder warum da eine Kanüle in seinem Handrücken steckte und sah das Teil ganz ungläubig an. Als die Schwester später die Kanüle entfernen wollte, gabs noch mal einen kleinen Tumult, weil er nicht einsah, dass das Teil da auch wieder raus musste. Doch mit vereinten Kräften gelang auch diese letzte Hürde. Gottseidank hatte ich ihm nur rote Klamotten angezogen, so fiel das Blut, dass beim Rausziehen der Kanüle sich in der näheren Umgebung, wegen Gezappel verteilte, nicht weiter auf und als ich sein Händchen zu fassen bekam war die Blutung auch schnell gestoppt.

Alles in allem verlief die OP ohne Komplikationen, die Nachuntersuchung einen Tag später war auch in Ordnung.
Dummerweise muß er sich aber einen Tag vor der OP bei einem vermutlich schon kranken Kind im Kiga einen grippalen Infekt oder Angina oder beides eingefangen haben…Inkubationszeit 3 Tage meinte der HNO nur…er bekam daraufhin Fieber Husten und einen fürchterlichen Schnupfen…der Arme…jetzt sind erst mal wieder Antibiotika, Hustensaft und Fieberzäpfchen fällig gewesen. In der Zwischenzeit befindet er sich aber auf dem Weg der Besserung und kann dann vielleicht erstmals richtig durch die Nase schnaufen.

Viele Grüße Maja

PS eigentlich habe ich im Inet nach Argumenten gegen eine OP gesucht, aber fand ziemlich heftige Folgeerscheinungen bei einer nicht behandeltenb zu großen Rachenmandel und entschied mich deshalb dafür."

* Er bekam vor der OP Emla Salbe (die betäubt) auf alle möglichen Stellen geschmiert, aber da er sich noch recht viel bewegte wischte er fast alles wieder ab.
Bei der 1 jahr säter erfolgten Mandel OP wurde auch dick Emla-Salbe aufgetragen, die aber mit einem Spezialpflaster fixiert, das ein Verwischen der Salbe verhinderte.

Beim Thema Paukenröhrchen kann ich leider nicht mitreden, das stand zwar auch bei uns im Raum, aber ich habe es nicht machen lassen, da mein Sohn damals schon ein begeisterter Taucher war und mit den Röhrchen Tauchen eben nicht erlaubt ist.

Gruß
Maja

…mein Sohn war damals auch erst 3

Hallo Thea,

Für das Krankenhauspersonal wahrscheinlich schon. Und was
nachher ist, kriegt es ja nicht mit.

Bei allem Verständnis für das OP-Personal, daran liegt
es zu einem großen Teil nach meiner Erfahrung.
Unsere Ausbilderin (wie ich unten schrieb, hab ich
mal eine Ausbildung mitgemacht, um Kinder auf OPs
vorzubereiten) sage sinngemäß: es gibt einen Grund,
warum Anästhesisten ihre Fachart gewählt haben:
sie können es nicht so mit Menschen.
Sie sprechen mit den Patienten vor der OP, dann
betäuben sie sie, wachen über die OP und sind eventuell
da, wenn es kurz danach Probleme geben sollte
und dann sehen sie den Patient nie mehr wieder.

Es gab mal eine Studie (wurde auch in der Ausbildung
erzählt, ist also schon älter), dass Kinder, die auf
OPs vorbereitet waren und ruhig narkotisiert wurden,
hinterher bessere Gewebeheilung aufzuweisen
hatten, als Kinder, die schreiend anästhesiert wurden.

Trotzdem ist es bestimmt nicht immer einfach, Eltern
vorher einzuschätzen und zu wissen, ob sie eher
helfen oder eher nicht.

Gruß
Elke

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Einspruch
Moin,

Bei allem Verständnis für das OP-Personal, daran liegt
es zu einem großen Teil nach meiner Erfahrung.
Unsere Ausbilderin (wie ich unten schrieb, hab ich
mal eine Ausbildung mitgemacht, um Kinder auf OPs
vorzubereiten) sage sinngemäß: es gibt einen Grund,
warum Anästhesisten ihre Fachart gewählt haben:
sie können es nicht so mit Menschen.

Ich hab in den letzten Jahren so einige Anästhesisten kennengelernt und das kann ich definitiv nicht bestätigen. Alle Herren (es waren nur Herren) waren ausnahmslos sehr freundlich, geduldig, sympathisch und verständnisvoll.

Gruß
Marion

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Hi Marion,

ich kenne auch nette Anästhesisten. Aber das
wollte ich gar nicht damit sagen.

Was ich sagen will: ob der Anästhesist ein grundgütiger
Mensch ist oder nicht, steht nicht zur Debatte. Ob er sich
im Allgemeinen um das Wohl von Patienten sorgt, steht
nicht zur Debatte. FAkt ist: er sieht seine Patienten
nur in seltenen Fällen wieder, er erfährt so gut wie nie
eine Rückmeldung, wie ein Patient die Narkose wirklich
weggesteckt hat (abgesehen von ziemlich direkten körperlichen
Reaktionen) – z.B. ob ein Kind noch wochen- oder monatelang
seelische Probleme hat, die auf die OP zurückgehen, das kann
er ja gar nicht erfahren.

Gruß
Elke

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Moin Elke,

schon klar, aber kennst du irgend einen Krankenhausarzt, bei dem das anders ist?

Sobald man aus dem Krankenhaus entlassen ist (und das ist bei ambulanten OPs ja recht bald), übernehmen doch wieder die niedergelassenen Ärzte.

Gruß
Marion

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Hi Marion,

um so mehr Grund, sich als Eltern nicht abschieben zu lassen.

Gruß
Elke

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Hallo Elke,

…warum Anästhesisten ihre Fachart gewählt haben:
sie können es nicht so mit Menschen.

Dazu fällt mir die Aussage eines Anästhesisten ein, nachdem Anästhesiepfleger und -arzt keinen Zugang bei mir legen konnten und ich auch ohne Prämedikation das ganze mit Humor nahm:
„Wir sind zwar nicht die Besten aber dafür die Lustigsten“
Aber ich denke auch, dass bei der Wahl der Fachrichtung die Persönlichkeit eine Rolle spielt… wie in allen anderen Berufen auch.

Mit Grüßen
Simone

Hi,

unser grosser hat dir Röhrchen gerade wieder rausbekommen. Die OP war vor genau einem Jahr also mit noch 3 Jahren. In unserem Kinderkrankenhaus (haben es bewusst im Krankenhaus gemacht und nicht beim HNO Arzt) wurde es in der Tagesklinik gemacht, wir also als Familie morgens hin, einen Augenblick warten, umziehen, Beruhigungssaft, halbe Stunde später mit dem Fahrstuhl in den OP, Polypen raus, gucken ob Röhrchen gesetzt werden müssen, (mussten leider) und als er zu sich kam durfte einer in den Aufwachraum. Eine knappe Stunde nach dem Aufwachen ist er auf die Station gekommen und sobald er die Salzstangen gegessen und etwas getrunken hatte durften wir wieder nach Hause (gegen 15.00 Uhr). Mal abgesehen das er sich die Kanüle beim Aufwachen versehentlich rausgerissen hatte und das halbe Bett voller Blut war, war es wirklich nicht schlimm.

Die Röhrchen waren da schon hinderlicher. Man sagt sie fallen von alleine nach 6-12 Monaten raus, was bei uns nicht der Fall war, der HNO musste ein bisschen nachhelfen. Problematisch war das Jahr wo kein Wasser in die Ohren kommen durfte und wir hatten tausende von Ohrstöpseln und Wattekombinationen ausprobiert aber nichts hielt wirklich. So ist mit Sicherheit auch hin und wieder Wasser ins Ohr gekommen, eine Entzündung blieb uns jedoch erspart. Um die vielen Tage im Schwimmbad (speziell im Sommer) in denen er nicht so konnte wie er wollte war es dennoch schade aber das holt er seit drei Wochen nach als wäre es ein Delphin oder Wahl 

Kopf Hoch, ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Als tipp vielleicht nur besser im Krankenhaus als beim Arzt und viel Ruhe ausstrahlen.

Viele Grüße
Me

Moin,

grundsätzlich würde ich dir zustimmen, aaaaaaaaber, ich hab schon Eltern gesehen, die vor der OP ihres Kindes nervlich völlig durch den Wind waren und eher Händchenhalten bedurften, als das Kind.

Ob es in so einem Fall wirklich sinnvoll ist, wenn der Elternteil bis in den OP zittert, wage ich mal zu bezweifeln. Falls man die Nerven hat, in dem Moment für das Kind Vertrauen und Zuversicht auszustrahlen, ist das sicher eine feine Sache. Aber eben auch nur dann.

Gruß
Marion

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off topic Frage

Wir kamen in ein separates Zimmer in dem Gillian erst mal zu
sich kommen könnte…er zog es aber nach einer kurzen
Weinzeremonie vor, erst mal zu schlafen.

Hallo, und entschuldige diese meine Frage, aber heisst dein SOHN
Gillian? Ich kenne den Namen bisher nur als weiblichen Namen, der
sehr hoch auf der Liste von Mädchennamen, sollte ich eines Tages
Mutter eines weiblichen Nachkommens werden, rankt.

Daher bin ich etwas verblüfft… könntest Du mich netterweise
aufklären?

thx much,
gruss, isabel

Hai Isabel,

Hallo, und entschuldige diese meine Frage, aber heisst dein
SOHN
Gillian? Ich kenne den Namen bisher nur als weiblichen Namen,
der
sehr hoch auf der Liste von Mädchennamen, sollte ich eines
Tages
Mutter eines weiblichen Nachkommens werden, rankt.

Ist ja auch ein schöner Name :smile:) *angeb*

Daher bin ich etwas verblüfft… könntest Du mich netterweise
aufklären?

Aber sicher doch:

Gillian als weiblicher Name kommt von Julia und wird (ich kann keine Lautschrift) „Dschillien“ ausgesprochen. Was Julia für eine Bedeutung hat weiss ich aber leider nicht (hoffe Du verzeihst das)

Gillian als männlicher Name kommt von Ägidius (Der der den Schild trägt) und wird als „Gillian“ in der Schweiz als Jungenname benutzt und „Gillien“ mit irisch/gälischem Einschlag…Verwandte Namen wären zB Gil, Gilligan, Gillean

Ich hoffe ich konnte Dir helfen :wink:

LG
Maja

*g* thx much! (owt)