Hallo,
mein Mann ist 1961 geboren, erhält somit im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Rente mehr.
Wir sind jetzt am Überlegen, ob eine private Berufsunfähigkeitsrente sinnvoll wäre.
Er ist kfm. Angestellter, also im Büro tätig.
Unser Versicherungsmakler bot uns jetzt eine kapitalbildende BU-Rente an, bei der wir monatl. 80 DM einzahlen und im Falle iner BU monatlich 1.000 DM erhalten. Sollten wir die BU-Rente nicht in Anspruch nehmen, bekommen wir den eingezahlten Betrag verzinst zurück. Das alles läuft über div. Fonds.
Ist es wirklich sinnvoll bei einer Bürotätigkeit eine private BU-Rente abzuschliessen?
Hi,
die Frage, die ich mir hier wirklich stellen würde ist, ist es sinnvoll eine BU-Versicherung mit einer monatl. Rente von 1000,- DM abzuschliessen?! Reichen ggf. 1000,- DM wirklich aus? Ich denke mal egal wie der Lebensstandard ist, dürften 1000,- DM/Monat nicht ausreichen!
Desweiteren sollten die Vertragsbedingungen oberste priorität besitzen! Was nützen Euch noch so günstige Beitragsraten, wenn der Versicherer bei BU nicht zahlt!
Werden Euch definitiv die Beiträge zurückerstattet?! Mind. 19.200,- DM wenn die BU-Versicherung bis zum 60. Lebensjahr Deines Mannes läuft?!
Eine BU-Versicherung ist dennoch eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt! Auch für Angestellte mit einer Tätigkeit im Büro! Vor einem Lungen-, Nieren-, Rücken-, Augenschaden etc. ist auch Dein Mann nicht sicher! Ihm muß ja nicht gleich die ganze Hand fehlen…
Gruß
Jens
Hallo zurück,
wie schon von meinem Vor-antworter gepostet finde ich auch, daß es sich um eine äußerst wichtige Versicherung handelt. Denkt einfach daran: Fakt ist, daß sich jeder vierte Arbeitnehmer wegen seiner angeknacksten Gesundheit früher als geplant aus dem Arbeitsleben verabschieden muss – Tendenz steigend!
Wichtig beim Aussuchen einer privaten Ergänzung ist der Verzicht der Gesellschaft auf die Verweisung. Das bedeutet, wenn man als Vorstandsvorsitzender arbeitet, kann die Versicherung nicht sagen, daß Du als Parkwächter arbeiten sollst.
Ach übrigens habe ich nichts gegen Parkwächter… Mein Beispiel soll nur die Tragweite verdeutlichen.
Gruß Andreas
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Hallo,
der Abschluss einer privaten BU-Versicherung ist sicher notwendig. Da die gesetzliche Ansicherung seit 1.1.2001 weiter verschlechtert wurde ist es geradezu unumgänglich.
Bei der Auswahl ist es wichtig die Gesellschaft mit den besten Bedingungen zu finden. Leider gibt es da grosse Unterschiede.
Die Kombination aus BU-Versicherung und Kapitalbildung ist bedenklich. Der einzige Vorteil den ich in dieser Form sehe ist die höhere Provision für den Vermittler.
Besser ist es diese beiden „Standbeine“ getrennt zu führen.
Dann kann man auch ohne Probleme bei einer Änderung der „Rahmenbedingungen“ das eine oder andere „Standbein“ ändern.
Beispiel: Wenn nach 5 Jharen das Einkommen deutlich gestiegen ist und man möchte die BU erhöhen, dann muss man auch die Ansparung erhöhen. Das kann aber sehr teuer werden.
Oder: Man möchte nach einigen Jahren an das angesparte Geld. Dann ist das bei den meisten Gesellschaften nur durch eine Kündigung der BU-Versicherung möglich.
MfG
Jörg Voss
Hi,
Oder: Man möchte nach einigen Jahren an das angesparte Geld.
Dann ist das bei den meisten Gesellschaften nur durch eine
Kündigung der BU-Versicherung möglich.
Wenn man dann noch eine neue BU-Versicherung abschließen möchte muß man wohl mit höheren Beiträgen rechnen! Erneute Gesundheitsfragen etc.! Für mich ein ganz großer Haken!
Gruß
Jens
Hallo Jens,
richtig erkannt. Die höheren Beiträge sind nicht das grosse Problem. Die Frage ist ob dann überhaupt noch eine BU angenommen wird. Wenn nicht, muss man den Vertrag weiterführen nur um den Versicherungsschutz zu erhalten!! Tolle Aussichten !!
MfG
Jörg Voss
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hallo, Cyba,
ich vermute mal, es ist die Ebu der Nürnberger.
Nach meiner Meinung bist Du (besser: Dein Mann dran, wenn er eine BUR ohne Kapitalrückzahlung abschließt. Ich habe mal schnell nachgerechnet: bis zum 60. Lebensjahr, 1000,- DM BUR würde dann 43,80 DM kosten. Und zwar bei der Versicherung, die z.Zt. darin führend ist: die CONDOR mit dem Tarif 409. Die Leistungen, die diese Gesellschaft bietet, hat meines Wissens keine andere Gesellschaft.
Es gibt noch eine andere Möglichkeit. die SALI bietet eine Dread-Desease Versicherung an. Da werden 25 schwere Krankheiten abgesichert. Dazu Erwerbsunfähigkeit und Rente bei BU. Sollte Dein Mann eine der Krankheiten erleiden (z.B. Krebs: gleichgültig ob ein kleiner oder schwerer) bekommt er eine vorher ausgemachte Summe ausbezahlt.
auch das habe ich mal schnell berechnet: bei 100.000,- DM „schw. Krh“ Summe und 1000,- DM BUR kostet der Beitrag 144.-DM. Die Versicherung kann er wenn er will lebenslang laufen lassen (auch wenn er 200 werden sollte. Beitrag zahlt er aber nur bis 80. Sollte er z.B. mit 60 sagen, ich will nicht mehr, ich werde nicht mehr krank, ich… dann erhält er eine größere Summe als Rückkaufswert.
Das würde der EBU entsprechen… nur mit mehr Leistung.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
Und zwar bei der Versicherung, die
z.Zt. darin führend ist: die CONDOR mit dem Tarif 409. Die
Leistungen, die diese Gesellschaft bietet, hat meines Wissens
keine andere Gesellschaft.
mich würde grade mal interessieren, wo die Info herkommt, dass die CONDOR der zur Zeit beste BU-Versicherer mit dem Tarif 409 ist!?
Danke für die Info
Gruß
Jens
hallo, Jesch,
ein Punkt, der alle anderen um Längen schlägt:
es ist meines Wissens die einzige Versicherung Deutschlands, die deren BU zu gleicher Zeit eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist!
Das allein ist schon so viel wert, dass ich, wenn es vom Beruf her geht, nur noch diese anbiete.
Überlege Dir mal folgendes Scenario: Du brichst Dir beide Beine. Splitter-Drehbruch. Dann bist Du mit Sicherheit für 8-9 Monate arbeisunfähig. Bist Du deshalb BU? Nein! Der gelbe Arbeitsunfähigkeitszettel des Artzes gilt immer noch. Also zahlt keine BU-Versicherung. Die CONDOR zahlt! Und zwar rückwirkend ab dem ersten Tag. Zusätzlich eine Rentensteigerung von 4% pro Jahr. Sag jetzt nicht, dass man automatisch nach einem halben Jahr BU geschrieben wird. Das stimmt nicht. Außerdem: wer will seinen gutbezahlten Job schon wegen einer Krankheit von meinetwegen 2 Jahren aufgeben. Was ist nach der BU?
Ich habe bisher keine einzige Versicherung gefunden, die in ihren Allg. VersB. drinstehen hat: der gelbe Arbeitsunfähigkeitszettel des Arztea genügt. Hier wird auch nicht nach einer Krankheit gefragt. Ganz einfach: der gelbe…
Ist das alleine nicht schon den anderen um Längen vorraus?
Aber es sind auch die anderen BU-Bedingungen absolut Topp. Nur wäre es zu viel, das hier in diesem Posting alles aufzuführen.
Da fällt mit noch etwas ein: kennst Du die Probleme, die ein privat Versicherter mit Tagegeld hat, wenn er privat BU versichert ist? Die Tagegeldversicherung stellt die Zahlung ein, weil der Versicherte BU geschrieben wurde… die BU zahlt aber noch nicht, weil sie erst mal prüfen muss, ob ihr Kunde tatsächlich BU ist. Das kann sich ziehen. Kein Thema bei der CONDOR.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
da bin ich doch sehr verwundert!!!
Ihre Aussage:
Überlege Dir mal folgendes Scenario: Du brichst Dir beide
Beine. Splitter-Drehbruch. Dann bist Du mit Sicherheit für 8-9
Monate arbeisunfähig. Bist Du deshalb BU? Nein! Der gelbe
Arbeitsunfähigkeitszettel des Artzes gilt immer noch. Also
zahlt keine BU-Versicherung.
Eine ganze Reihe von Gesellschaften zahlt bei diesem Beispiel und zwar auch schon wenn die Arbeitsunfähigkeit nur voraussichtlich über 6 Monate geht.
Wenn die Condor schon so gut ist, warum findet man sie bei den einschlägigen Ratings nicht stets auf dem ersten Platz?
MfG
Jörg Voss
Hallo, Jörg,
versuche mal von den Versicherungen, die Du erwähnst, dies schriftlich zu bekommen! Du wirst Dein blaues Wunder erleben. Es gibt keine Versicherung, die dies in ihren Bedingungen stehen hat!
Versuche es mal! und wenn Du eine findest, schreib mir!
Zum Rating: dieser Tarif löst den Tarif 309 seit 10.2000 ab. Morgen & Morgen, die Du damit vermutlich meinst, hat in der neuen Ausgabe diesen Tarif mit berücksichtigt und auch bewertet: mit 5 Sterne. Aber vorerst nur in der Ratingbewertung. Beim Beitragsvergleich ist sie noch nicht drin. M&M ist halt etwas langsam. Außerdem hat selbst M&M zugegeben, dass das alte Bewertungssystem nicht mehr für eine Abstufung taugt. Sie sind gerade dabei ein neues zu entwickeln.
Als Beispiel: Gerling hat bei der Berufseinteilung die letzten 24 Monate herangezogen. LV-1860, Hanse-Merkur, Axa-Colonia und natürlich die CONDOR sagen: der augenblickliche Beruf ist ausschlaggebend. Und wenn er nur einen Tag gedauert hat. Ein Beispiel: Du bist Schreibtischtäter (kfm. Angestellter) und schließt eine beitragsgünstige BUR ab. Nach, sagen wir mal einem Jahr wird Dir das zu langweilig. Du schulst um auf Sprengmeister (wird bei keiner Versicherung angenommen). Am ersten Arbeitstag passiert Dir das Unglück: Du hast dich in der Zeit verschätzt und bist so schwer verletzt, dass Du für 1 Jahr arbeitsunfähig bist. Die letztgenannten Versicherung würden die BU (Sprengmeister-BU, doch immer noch fähig am Schreibtisch zu arbeiten) zahlen, wenn Du BU geschrieben wirst. Wirst Du es nicht (also, der Arzt schreibt Dich nur krank) dann zahlt nur die CONDOR.
Alle mündlichen Versprechungen der Versicherungen sind im Schadensfall Makulatur. Wenn nicht in den AVB die AU festgeschrieben ist, kannst Du lange darauf warten! Und jedes Gericht gibt der Versicherung Recht. Lass´ Dir mal die Unterlagen von der CONDOR kommen und vergleiche sie mit anderen.
Übrigens, so gut M&M im Krankeversicherungsvergleich ist, so wenig sagt deren BU-Vergleich aus. Die Firma übernimmt unbesehen das, was die Versicherungen ihnen schreiben. Es wird keine Prüfung der Bedingungen mit der Aussage gemacht.
Grüße
Raimund
…
Hallo Raimund,
also der Tarif von der Mannheimer. Der neue… der leistet auch auf Krankenschein… d.h. wenn die KV sagt, du bist berufsunfähig, diese Begutachtung aber noch nicht durch ist, leistet sie… ggf. holt sie sich die Gelder vom KV-Vr zurück…
ich komme nur gerade nicht auf den Namen… ist aber auch in den AVB beschrieben…
MArco
hallo, Marco,
richtig… nur wenn Du nur krank geschrieben bist und gar nicht BU sein willst? Was dann? Du willst Doch wegen einer zeitlich begrenzten krankheit (gleichgültig ob organisches Versagen oder Unfall) nicht Deinen Beruf aufgeben, oder? Oder wirfst Du Deinen gutbezahlten Job (z.B. Abteilungsleiter, hast lange für gebraucht, um da hin zu kommen) wegen so etwa´s hin?
Grüße
Raimund
Warum sollte ich das?
bin ich nicht mehr 50% bu, dann leistet die doch auch nicht mehr…
ich verstehe gerade deine Argumentation nicht… *grübelnd*
MArco
hallo, Marco,
…Du bist nicht BU. Also erhältst Du von der „normalen“ BU keine Rente. Du bist nur arbeitsunfähig. Wieviel % ist gleichgültig, welche Krankheit ist gleichgültig. Wichtig ist nur eines. Du bist länger als 6 Monate arbeitsunfähig und der Arzt bestätigt das mit dem gelben Arbeitsunfähigkeitszettel. Übrigens, da steht nur eines d´rauf: arbeitsunfähig: keine Begründung.
Grüße
Raimund
Wenn das nächste Workschop der CONDOR ist, lade ich Dich mal ein, ok?
Hallo Raimund,
kannst du gerne machen. Mal sehen, ob ich Zeit habe…
aber warum soll die BU zahlen, wenn ich nur krank bin? Dann bekomme ich doch Krankengeld und KTG? *wunder*
Darüber bin ich dann ja auch so abgesichert… und wenn die beiden sagen, ich bin bu, dann zahlt doch die bu… *grübel*
oder irre ich hier?
marco
Hallo Cyba,
BU ist auf jeden Fall sinnvoll. Als gute Quelle, auch welche Kombination eine BUZ haben sollte oder nicht, ist die Ausgabe 10/2000 der Finanztest. Auch findest Du auf den Seiten von http://www.finanztest.de eine Liste zum Downloaden (*.pdf), nach welchen Punkten Du ein Angebot einer BUZ abarbeiten solltest.
Abgeraten wird dort (soweit ich mich entsinne) von einer kapaitalbildenden BUZ. Allerhöchstens noch abzuschließen ist eine BUZ in Verbindung mit einer Risiskolebensversicherung.
Wichtig zu wissen ist es auch vorher, wie hoch die Versorgungslücke derzeit ist. Dein Mann fällt morgen beim privaten Bau vom Gerüst und ist 80% bu. Gehe davon aus, daß von dem Bruttoeinkommen Deines Mannes noch zwischen 17 und 25% (hier weichen alle Aussagen der Versicherungsmitarbeiter ab) als Erwerbsminderungsrente (?) gezahlt werden, so weiß Du ungefähr wie hoch die Versorgungslücke ist. Genaue zahlen erhälst Du im Rahmen einer Kontenklärung bei der BfA. Am besten einer der Beratungsstellen persönlich aufsuchen, da Du der mehr Informationen als bei einem Briefwechsel mit Berlin erhälst.
Während das läuft, kannst Du mit der Grundlage einer Zahl, die Du Dir errechnet hast, Angebote einholen.
Irgendwo tiefer im Thread schreibt Jörg Voss etwas von einem Rating der BUZ. Auch die weiteren Aussagen von Ihm sind echt i. O. Suche Dir einen Versicherungsmakler -online oder persönlich- und versuche über den eine solche Ratingliste zu bekommen. Dann nimmst Du Gesellschaften aus dieser Liste und aus der Übersicht von der o. g. Finanztest und machst Termine bei Dir vor Ort, und fängst dann an das Kleingedruckte der AVBs zu lesen. Auf diesem ungefähren Weg bin ich zu meiner BU-Versicherung (ohne Lebensversicherung und ähnliches) gekommen.
Ich kann Dir die meisten Unterlagen auf Wunsch auch mailen.
Ciao,
Michael
***********
Adresse klickbar gemacht
Hallo,
hatte am Dienstag auf der BfA in Berlin angerufen und dort die Aussage bekommen, daß eine BU-Vers. für einen Büroangestellten nicht notwendig ist !!! Viel wichtiger wäre eine Rentenzusatzversicherung.
Mittlerweile weiß ich auch, daß die Aussage nicht stimmt, aber es ist schon ein starkes Stück, so etwas von der BfA zu hören, oder???
Hi,
lass dich nicht kirre machen. Man geht wohl zur Zeit davon aus, daß jeder vierte AN erwerbsunfähig wird. Die Ursachen zur BU für einen kaufmännischen Angestellten sind wahrscheinlicher geringer als für einen AN mit körperlicher Arbeit.
Ich weiß nicht, ob die BfA irgendwie irgendeiner Bundesbehörde unterstellt ist, aber dort wird zum Abschluß einer Versicherung geraten. Daher verstehe ich die Antwort der BfA nicht, die Du erhalten hast. Auch hat mir der Mitarbeiter der BfA hier vor Ort die Änderungen zur Neuregelung der Erwerbsunfähigkeit erläutert und mir zwar nicht direkt geraten eine Versicherung abzuschließen, sondern gut darüber nachzudenken.
Aber was mir noch einfiel mit der BU im Kombi mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung: ich hatte mich mal mit einem Versicherungsmitarbeiter (der eigentlich sehr hohe Provisionen für eine Kapital-LV erhält) unterhalten, ob es sinnvoll ist eine BUZ mit Kapitalbildung zu kombinieren. Der hat mir davon abgeraten und mir vorgerechnet die Altersvorsorge separat zu regeln, denn wenn Du die relativ hohen Beiträge für die LV und die BUZ durch z. B. Arbeitslosigkeit nicht zahlen kannst, kannst Du zwar die LV ruhen lassen, aber Du hast dann keinen BU-Schutz mehr! Die gleichen Informationen habe ich von zwei unabhängigen Versicherungsmaklern (einer hier im Norden und einer im Süden) erhalten. Darum habe ich die BUZ separat gemacht und investiere weiter in meinen Fondsparplan.
CU,
Michael
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hallo, Michael,
BU ist auf jeden Fall sinnvoll. Als gute Quelle, auch welche
Kombination eine BUZ haben sollte oder nicht, ist die Ausgabe
10/2000 der Finanztest. Auch findest Du auf den Seiten von
www.finanztest.de eine Liste zum Downloaden (*.pdf), nach
welchen Punkten Du ein Angebot einer BUZ abarbeiten solltest.
halte ich nicht so viel davon. Bisher ist jeder Test zum Teil falsch gewesen. Woher soll jetzt der Anwender wissen, welcher Teil falsch war?
Abgeraten wird dort (soweit ich mich entsinne) von einer
kapaitalbildenden BUZ. Allerhöchstens noch abzuschließen ist
eine BUZ in Verbindung mit einer Risiskolebensversicherung.
Im Prinzip ja. Nur gubt es auch hier Ausnahmen: u.U. kann es sehr sinnvoll sein, die „schwere Krankheiten“ Versicherung des Marktführers (SALI) abzuschließen. Der neue Tarif ist sehr gut.
Übrigens sind meist die BUR, die nur in Verbindung mit einer Risikoversicherung gemacht werden können günstiger, als die reinen BUR… nachweisbar! Da bekommt man für weniger Beitrag auch noch mehr Leistung.
Wichtig zu wissen ist es auch vorher, wie hoch die
Versorgungslücke derzeit ist. Dein Mann fällt morgen beim
privaten Bau vom Gerüst und ist 80% bu. Gehe davon aus, daß
von dem Bruttoeinkommen Deines Mannes noch zwischen 17 und 25%
(hier weichen alle Aussagen der Versicherungsmitarbeiter ab)
als Erwerbsminderungsrente (?) gezahlt werden, so weiß Du
ungefähr wie hoch die Versorgungslücke ist.
So hoch, wie die Versorgungslücke ist, kann man gar nicht abschließen. Außer der Beitrag ist Nebensache.
Als Faustregel kann man sagen: der Gesetzgeber hat bestimmt, dass man höchstens 60% des Einkommens absichern darf. Das wird aber bestimmt noch geändert: es gibt ja keine Berufsunfähigkeit mehr. Was machen, wenn man nur BU ist, aber länger als 6 Stunden täglich noch einen anderen Job ausführen kann?
Genaue zahlen
erhälst Du im Rahmen einer Kontenklärung bei der BfA. Am
besten einer der Beratungsstellen persönlich aufsuchen, da Du
der mehr Informationen als bei einem Briefwechsel mit Berlin
erhälst.
Während das läuft, kannst Du mit der Grundlage einer Zahl, die
Du Dir errechnet hast, Angebote einholen.Irgendwo tiefer im Thread schreibt Jörg Voss etwas von einem
Rating der BUZ. Auch die weiteren Aussagen von Ihm sind echt
i. O. Suche Dir einen Versicherungsmakler -online oder
persönlich- und versuche über den eine solche Ratingliste zu
bekommen. Dann nimmst Du Gesellschaften aus dieser Liste und
aus der Übersicht von der o. g. Finanztest und machst Termine
bei Dir vor Ort, und fängst dann an das Kleingedruckte der
AVBs zu lesen. Auf diesem ungefähren Weg bin ich zu meiner
BU-Versicherung (ohne Lebensversicherung und ähnliches)
gekommen.
Ein Problem sind die BU-Ratings. Es gibt leider kein einziges Programm, das wirklich eine Topp Auskunft gibt. Und für viele der Makler und Mehrfachagenten ist BUR ein Buch mit 7 Siegeln. Sie verkaufen halt ein Produkt.
Ich kann Dir die meisten Unterlagen auf Wunsch auch mailen.
Grüße
Raimund