Privat oder gesetzlich

Hallo zusammen,

gehaltlich gesehen habe ich die möglichkeit mich privat zu versichern.
ich bin 32, verh und habe derzeit eine 8 jährige tochter, der nächste nachwuchs ist gerade unterwegs.
ich weiss dass ich sicherlich momentan bei einer priv ein paar mark sparen kann, mir geht es aber mehr um die bessere behandlung.

hat jemand erfahrung, würde es generell sinn machen oder fahre ich mit der gesetzl. besser?
ich bitte nun aber nicht um antworten von vermittlern. da ich selbst verkäufer bin, weiss ich dass man alles schön reden kann. also bitte einfach euere erfahrungen, vor allem mit familie, und wie sieht das ganze langfristig aus.

danke im voraus.

Hallo Oli,
ich denke das die Entscheidung, durch die anstehenden Änderungen der GKV, leicht fallen sollte. Die Versorgung ist über die PKV weit aus besser und sinnvoller. Du wirst natürlich einige Euro mehr auf den Tisch legen müssen, da jede Person einen eigenen Beitrag zahlt und der Gesundheitszustand auch entscheident ist (hoffe der ist gut)

Ich bitte aber immer zu bedenken, das in der PKV auch Selbstbeteiligungen im ambulanten Bereich vereinbart werden, um die Monatsbeiträge gering zu halten.

Ich empfehele dir von Anbietern in der PKV folgende Berechnungen durchführen zu lassen:

a) Berechnung der ambulanten Selbstbeteiligungen nach eurem bißherigen Arztbesuchen, Gesundheitszustände, etc

b) Ein Lebensphasenmodell, indem eure individuelle Entwicklung rein versicherungstechnisch dargestellt wird und sich daher für die zukünftige Beitragsentwicklung wichtige Ansatzpunkte ergeben können (Tochter studiert, dritte Kind, Frau geht wieder arbeiten, etc.)

c) Direkter Leistungsvergleich zwischen verschiedenen Anbietern anhand des Leistungskataloges (Morgan&Morgan)

d) Direkter Vergleich der Unternehmenskennzahlen (Rücklagen, Kostenquote, Anlagementalität, etc)

e) Beitragsentwicklung der letzten xy Jahre

Weiterhin ist es auch sehr wichtig, ob die Anbieter immer wieder neue und günstige Tarife auflegen, weil die Vorläufer alle überaltert und verteuert sind.

Grundsätzlich kann ich dir empfehlen in die PKV zu wechsel, da nicht nur die Leistungen überzeugen, sondern auch der Status (z. Zt. noch).
Ich rate aber trotzdem zur genauen Betrachtung der Anbieter, denn es ist genau wie du sagtest:„Man kann vieles SCHÖN reden!“

Ich hoffe, ich konnte dir deine Frage soweit beantworten. Sollten noch Fragen sein, einfach melden.

Gruß
Martin

Hallo,
weiter unten hast dur die Seit der PKV gehört - nun die Seit
der gesetzlichen KV.
Bei der GKV wird der Beitrag ausschliesslich nach dem Einkommen
bemesssen und die GKV kennt auch keine Leistungsausschlüsse oder
Risikozuschläge.
Wenn du zwei Kinder und eine Ehefrau hast, zahlst Du maximal derzeit
in der billigsten Krankenkasse (11,9%) als Arbeitnehmer einen monatlichen Beitrag von 205,28 Euro - und das auch wenn Du nicht nur#zwei Kinder sondern evtl. sogar 5 Kinder oder mehr hast.
Dass Du als Privatpatient bessere Leistungen erhälst stimmt so in der
Gesamtheit auch nicht - du erhälst teurere Leistungen und auch die
privaten Kassen zahlen dann auch nicht immer 100%.
Wenn Du also kein Beamter bist, der für sich und seine Familie noch einen Beihilfeanspruch hat - lass die Finger von der PKV !!!
(Denk vielleicht lieber über eine Zusatzversicherung bei der PKV
nach - z.B. Krankenhaus oder Zahnersatz oder Brillen)

Gruss

Günter Czauderna

zum Glück Halbwahrheiten…
hallo Günter

weiter unten hast dur die Seit der PKV gehört - nun die Seit
der gesetzlichen KV.
Bei der GKV wird der Beitrag ausschliesslich nach dem
Einkommen
bemesssen

Auch im alter! Ein sehr großes Manko der Kassen.
und die GKV kennt auch keine Leistungsausschlüsse

oder
Risikozuschläge.

Die kennst die Private auch nur bei Vertragsanfang. Hast du aber einen Vertrag gewählt ohne SB, dann bleibt der bis zum Tod, also kalkulierbar, im gegensatz zu dem der Kassen.
Die einmal gewählte Leistung bleibt erhalten…im Gegensatz zu den kassen. dort kann jederzeit die leistung und der Beitrag geändert werden. Du weißt nie, wie du morgen abgesichert bist.

Wenn du zwei Kinder und eine Ehefrau hast, zahlst Du maximal
derzeit
in der billigsten Krankenkasse (11,9%) als Arbeitnehmer einen
monatlichen Beitrag von 205,28 Euro

  • 107 € Pflegepflichtversicherung…
  • und das auch wenn Du
    nicht nur#zwei Kinder sondern evtl. sogar 5 Kinder oder mehr
    hast.

Das ist der einzige Vorteil der Kassen

Dass Du als Privatpatient bessere Leistungen erhälst stimmt so
in der
Gesamtheit auch nicht - du erhälst teurere Leistungen und auch
die
privaten Kassen zahlen dann auch nicht immer 100%.

Das ist schlicht eine Lüge. Wenn ich 100% abgesichert habe, bekomme ich auch 100 %. Im Gegensatz die Kassen,die z.B. bei Zahnersatz 65 % versprechen und dann nur 45 % zahlen! Denn der Patient lässt sich meist nicht das Grundmodell einsetzen, sondern eine bessere Qualität. Und schon sitzt er in der Falle. Bei den Privaten heist es: Rechnungsbetrag. ein gewaltiger Unterschied.

Wenn Du also kein Beamter bist, der für sich und seine Familie
noch einen Beihilfeanspruch hat - lass die Finger von der PKV
!!!

Genau das Gegenteil ist der Fall: Wenn er zukunftsschauend sich versichern will: nichts wie raus aus der GKV: das sinkende Schiff verlassen, so lange er noch Chancen hat. Selbst wenn er einen höheren Beitrag als die Kasse hat, kann sich das sehr wohl rechnen. Das Leben besteht nicht nur aus der Elternzeit.

(Denk vielleicht lieber über eine Zusatzversicherung bei der
PKV
nach - z.B. Krankenhaus oder Zahnersatz oder Brillen)

Damit hast Du Dir ein Eigentor geschossen!
Grüße
Raimund

raimund

bei der PKV tritt man zuerst in vorkasse und zahlt und zahlt und zahlt … immer wieder die nächste erhöhung… mittlerweile schon die 12.

es fragt sich, ob wenn man versichert ist, dann erstmal kohle geben muss, um diese ggf. in selber höhe (ohne zinszuschlag) zurückzuerhalten. es kann eine frage der definition werden, ob denn der gang zum arzt wegen zb. husten überhaupt gerechtfertigt sein wird. irgendwann bricht man sich ein bein… dann lautet die definition, weil das ja alle so machen, wird es so definiert: tja alle gehen mit gebrochenen beinen nicht zum arzt, also warum sie?

  • gibts nichts zurück.

alles möglichkeiten.

gruss dirk

Hallo Raimund,
so, du behauptest also wenn man sich bei der PKV mit 100% versichert
hat, dann erhält man auch 100% ??
Könnte man das evtl. gegen dich verwenden ?? will sagen, legst Du
für diese Aussage deine Hand ins Feuer ??
Ich sage nur „Hilfsmittel“ - und „Heilmittel“

Ich bin gespannt auf deine Antwort.

Gruss

Günter

PS. Das mit dem „Eigentor“ ist Quatsch - Eine Zusatzversicherung
ist nicht das schlechtese - wenn man sich´s leisten kann.
Was zahlt den eine 4 köpfige Familie in der PKV für eine
Vollversicherung ohne Eigenbeteiligung !!!

hallo Günter,
sieh Dir mal die Leistungen der Central, der ARAG… (gibt noch mehr mit Superleistungen)an.
Heilmittel: 100 %
Hilfsmittel: 100 %
Ausnahme: Brille. hier werden die Gläser zu 100 % bezahlt und zum Gestell gibts über 100€ dazu.
Davon träumt ein Kassenpatient nur. Die Kasse zahlt 20 € und damit hat sichs. Ausnahme: extreme Hornhautverkrümmung. Da werden schon mal die Kontaktlinsen zu 100 % übernommen. Doch beim „Otto Normalfehlsichtigen“?
Du machst einen Fehler: Du suchst den schlechtesten Tarif aus und sagst dann: seht mal hier! die zahlen nur 75 % Heilmittel und das auch nur bis max. 1250 €.
Der Vorteil der Privaten liegt auch darin, dass jeder die Absicherung findet, die er haben will. Der eine legt besonderen Wert auf Brille, dem anderen ist das völlig gleichgültig. Doch der möchte eine anständige Zahnversorgung (die er bei den Kassen nun mal nicht geboten bekommt).
Nicht umsonst steht erst diese Woche wieder ein Artikel in der Zeitung: Gibt es Versicherte 2. Wahl? und bestätigen das im Artikel.
Bis auf die Familienabsicherung bei 15 Kindern gibt es kein einziges Argument gegen die Privaten.
Selbst Tarife, die weniger Heilmittel zahlen, sind besser als jeder GKV-Tarif. Und rechnen sich auch besser. Rechne doch einfach mal einen vollzahlenden Versicherten: er zahlt fast 600 € an Beitrag (Kassenbeitrag + PPV). Bei der DAK sogar darüber. Nimm jetzt einen 25-jährigen. Der zahlt wenn er knackig sparen möchte (aber trotzdem besser als bei der Kasse versichert sein will) ganze 143 €!!! Und das mit Pflegepflichtversicherung und Altersrückstellungen. Er spart also jeden Monat 457 €! Das sind im Jahr 5484 €. Kannst Du Dir vorstellen, wieviel Brillen sich der Gute dafür kaufen kann (dieser Tarif sieht eine Brillenleistung erst ab ± 8 Dioptrien vor. Dann aber 600 €)Das ist der Preis eines Gebrauchtautos. Oder in der Zigarettenwährung: 1714 Schachteln Zigaretten (mit dem dazugehörigen Lungentod).
Grüße
Raimund

Hallo Dirk,:

bei der PKV tritt man zuerst in vorkasse und zahlt und zahlt
und zahlt … immer wieder die nächste erhöhung…
mittlerweile schon die 12.

Wo hast Du denn das her? Kein Privatpatient tritt in Vorleistung!.. doch: bei der Apotheke, im sanitärgeschäft. Doch bei den Ärzten und in der Klinik gibts keine Vorleistung. Er bekommt am Quartalsende eine Rechnung, die reicht er ein, wartet bis das Geld auf seinem Konto ist und zahlt dann den Arzt. Wo ist da Vorleistung?
Zum Thema Beitragsanpassung: Klar wird die Private auch teuerer: die Medikamente steigen im preis, die Ärzte wollen mehr Geld…
Doch den Automatismus der kassen gibt es hier nicht. Die Kassen werden jedes Jahr zum 1.1. teuerer: die BBG wird von staatswegen erhöht. Und 14 % aus 3450 € ist nun mal mehr Beitrag, als 14 % aus 3250 €, oder? Dazu kommen die regelmäßigen Prozenterhöhungen der Kassen. Außerdem die dauernden Leistungseinschränkungen.
Wie aber sieht es bei den Privaten aus? Hier wird jede Altersgruppe einzeln gerechnet: wurde in der Abrechnungsperiode mehr verbraucht, als kalkuliert, dann steigt der Beitrag. Wird weniger verbraucht, sinkt der Beitrag. Und glaube mir: die Gesellschaften senken sehr gerne den Beitrag! Das KV-Geschäft ist knallhart. Da hat jeder, der seinen Beitrag senken kann einenunschätzbaren Voreteil dem Konkurrenten gegenüber. Wie ist es bei den Kassen? Ist doch so ziemlich wurscht, was sie verlangen. Der Pflichtversicherte muss bleiben. Und wenn man sich verkalkuliert hat, dann müssen die anderen den Minusbetrag ausgleichen (Strukturausgleich).
auf alle Fälle ist eines bewiesen: die Beiträge der Privaten steigen nicht so schnell, wie die der Kassen. Und im Alter sind sie auch noch günstiger.

es fragt sich, ob wenn man versichert ist, dann erstmal kohle
geben muss, um diese ggf. in selber höhe (ohne zinszuschlag)
zurückzuerhalten. es kann eine frage der definition werden, ob
denn der gang zum arzt wegen zb. husten überhaupt
gerechtfertigt sein wird. irgendwann bricht man sich ein
bein… dann lautet die definition, weil das ja alle so
machen, wird es so definiert: tja alle gehen mit gebrochenen
beinen nicht zum arzt, also warum sie?

  • gibts nichts zurück.

Siehe oben. Wo Du nur diesen Blödsinn her hast? Glaub den Kassen nicht alles.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
gut gebrüllt Löwe - was sagst Du zu folgenden beiden Beispielen.

  1. Fall (Selbständiger)
    von der GKV vor ca fünf Jahren in die PKV gewechselt obwohl diese
    wegen seiner Herzbeschwerden einen Risikozuschlag verlangte.
    Vor zwei Jahren dann mehrere Bypässe und dazu noch eine
    Bandscheibengeschichte.
    Die Reha kopnnte er selbst zahlen, da nicht versichert (hatte der
    Vertreter vergessen). Selbst auf einzelne Arztrechnungen wurde
    nicht 100 % übernommen, da die Allg. Versicherungsbedingungen dieses
    ausschlossen (dies kann ich aber nur aus zweiter Hand sagen).
    Nach dem wegen der Bandscheibengeschichte 20 Krankengymnastische
    Behandlung erfolgt waren hat die PKV die weitere Kostenübernahme
    dafür abgelehnt.
    Ach ja - Fahrtkosten waren auch nicht drinne da nicht mitversichert.

  2. Beamter

An Krebs erkrankt - Chemotherapie - die PKV zahlt schon -
aber nur nach Vorlage der Privatrechnung - seit mehr als acht Wochen
wartet der Versicherte auf sein Geld - mittlerweile mehr als
4.000 Euro - Fahrkosten zur Chemo gibts übrigens auch nicht.
Übrigens - die Chemo kostet etwa doppelt soviel wie die Chemo
bei einem GKV-Versicherten und unterscheidet sich durch nichts, aber
rein garnichts.

Also, komm runter von der ach so guten PKV-Tour.
Ich wiederhole mich ungern, aber hier muss es wohl sein.
Die PKV ist wichtig und richtig, nur das Überhebliche ihrer
Vertreter (für manche zählt nur die Provision) ist fehl am Platze.

Gruss

Günter Czauderna

Hi Olli,

eins solltest Du immer im Hinterkopf behalten: Wenn du die GKV verlässt, kannst
Du nie wieder zurück, es ist eine Entscheidung für den Rest des Lebens. Was wäre,
wenn noch ein drittes oder viertes Kind dazukommt? Wenn Du arbeitslos werden
solltest?

Ausnahme: Wenn Du einkommensmäßig unter die Pflichtversicherungsgrenze sinkst,
kannst Du wieder zurück (soviel ich weiß).

Grüße: T.

Hallo Raimund,
gut gebrüllt Löwe - was sagst Du zu folgenden beiden
Beispielen.

  1. Fall (Selbständiger)
    von der GKV vor ca fünf Jahren in die PKV gewechselt obwohl
    diese
    wegen seiner Herzbeschwerden einen Risikozuschlag verlangte.
    Vor zwei Jahren dann mehrere Bypässe und dazu noch eine
    Bandscheibengeschichte.
    Die Reha kopnnte er selbst zahlen, da nicht versichert (hatte
    der
    Vertreter vergessen). Selbst auf einzelne Arztrechnungen wurde
    nicht 100 % übernommen, da die Allg. Versicherungsbedingungen
    dieses
    ausschlossen (dies kann ich aber nur aus zweiter Hand sagen).
    Nach dem wegen der Bandscheibengeschichte 20
    Krankengymnastische
    Behandlung erfolgt waren hat die PKV die weitere
    Kostenübernahme
    dafür abgelehnt.
    Ach ja - Fahrtkosten waren auch nicht drinne da nicht
    mitversichert.

Das hat mit dem Vertrer zu tun aber nicht mit den privaten Krankenversicherungen.
Rat an den versicherten: Rechtsanwalt einschalten.

  1. Beamter

An Krebs erkrankt - Chemotherapie - die PKV zahlt schon -
aber nur nach Vorlage der Privatrechnung - seit mehr als acht
Wochen
wartet der Versicherte auf sein Geld - mittlerweile mehr als
4.000 Euro - Fahrkosten zur Chemo gibts übrigens auch nicht.

Hat auch nichts mit den Privaten zu tun: Falschberatung des Vertreters.

Übrigens - die Chemo kostet etwa doppelt soviel wie die Chemo
bei einem GKV-Versicherten und unterscheidet sich durch
nichts, aber rein garnichts.

Leider ist das auch bei anderen behandlungen so: so z.B. Kieferorthop. Hier verlangen die KO-Ärzte fast das doppelte… bei gleicher Leistung.
Hat aber auch nichts mit der privaten zu tun. Denn auch bei der GOÄ langtz der Arzt kräftiger hin: bei den kassen ca 1,5 GOÄ bei den Privaten 2,3 (mind.). das ist auch der Grund, warum ich meinen Kunden nur Tarife anbiete, die mindestens den Höchstsatz leisten. Wenn möglich (finanziell) sogar darüber.

Also, komm runter von der ach so guten PKV-Tour.
Ich wiederhole mich ungern, aber hier muss es wohl sein.
Die PKV ist wichtig und richtig, nur das Überhebliche ihrer
Vertreter (für manche zählt nur die Provision) ist fehl am
Platze.

Du hast mir noch keinen Grund genannt, dass die Kasse besser sein soll.
Du musst das etwas anders sehen: die Kassen haben auch ihre daseinsberechtigung: finanziell Schwache wären sonst nur unzureichend versichert oder gar nicht. Leider wird das weidlich ausgenützt.
Einen ganz kleinen Schritt in die richtige Richtung hat jetzt der Gesetzgeber gemacht: ab 1.2004 darf jeder Versicherte vom Arzt, Zahnarzt, KH eine Rechnung verlangen. Besse wäre es gewwesen, wenn eine Rechnung grundsätzlich an den Patienten geht und der dafür abzeichn mussen.

Gruss

Günter Czauderna

Hallo T.

eins solltest Du immer im Hinterkopf behalten: Wenn du die GKV
verlässt, kannst
Du nie wieder zurück, es ist eine Entscheidung für den Rest
des Lebens.

Falsch!

  1. kommt man unter die BBG, muss man in die Kasse und muss aus der Privaten raus.
  2. Wird man arbeitslos muss man … siehe oben. Ausnahme: ist man länger als 5 Jahre privat versichert, hat man die freie Wahl.

Was wäre,
wenn noch ein drittes oder viertes Kind dazukommt? Wenn Du
arbeitslos werden
solltest?

Siehe Oben. dazu kommt, dass er zwar unwiderruflich sich aus der Kasse abmelden kann. doch dieses „unwideruflich“ ist nicht so ernst gemeint. Ich habe einen Text dazu, der genau dieses beschreibt.

Ausnahme: Wenn Du einkommensmäßig unter die
Pflichtversicherungsgrenze sinkst,
kannst Du wieder zurück (soviel ich weiß).

siehe oben.
„Nichts muss, alles kann!“
Dazu ist noch zu sagen: warum sollte jemand in die GKV zurück wollen? Fast alle, die in die Kasse zurückgehen, tun das sehr ungern.
Ich bin seit 1982 Privatversichert. Ich möchte nie mehr in die Kasse!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
ich bin nicht hier um irgendwelche „Glaubenskriege“
zu führen - dafür bin ich schon zu lang im Geschäft.
Nachdenken muss man aber über deine Aussage
"das hat nichts mit der Kasse, sondern mit dem Vertreter zu tun " und die GKV hat ihre Daseinsbe-
rechtigung damit die finanzell Schwachen abgesichert bzw. versichert sind.
Schau an, schau an - jetzt weiss ich auch, warum
die Sozialämter ihre „Schäfchen“ lieber in der GKV
wie in der PKV haben wollen.

Machs gut für heut - ich geh jetzt Jauch gucken !

Günter

Dazu ist noch zu sagen: warum sollte jemand in die GKV zurück
wollen? Fast alle, die in die Kasse zurückgehen, tun das sehr
ungern.
Ich bin seit 1982 Privatversichert. Ich möchte nie mehr in die
Kasse!

Was ist mit denen, die im Alter so hohe Beiträge zahlen müssen, daß sie sich den
bisherigen Versicherungsumfang nicht mehr leisten können?

Kann in der GKV nicht passieren.

Hallo T,
Sehr hohe Beiträge waren früher üblich. Diejenigen, die heute sich privat versichern, zahlen weniger im Alter. Es gibt auch Wege, bei denen, die noch sehr alten Verträge haben, diese sehr preisgünstig abzusichern.
Einer ist z.B. der Standart-Tarif: diesen Tarif muss jede Versicherung im Angebot haben. Der darf nicht mehr als eine GKV kosten. ist aber sehr unbeliebt bei den Versicherten: er zahlt nur unwesentlich mehr als die Kasse. Doch hat jeder ab 55 darauf ein Anrecht.
Zur GKV: z.Zt… ist es ja - wurde kurz vor der Wahl geändert (ein Schelm der böses dabei denkt) so geregelt: (Staatsrente + Betriebsrente): 2 x Prozentsatz der Kasse (ohne Tagegeld) = Beitrag bei der Kasse. Siehst du schon den Kasus Knaxus? Richtig: es ist Einkommensabhängig. Vor der Wahl war es so, dass freiwillig versicherte Rentner 100 % ihrer Einkommen angeben mussten. 1/4 Jahr vor der Rente wurde das schnell geändert und hat den Kassen wahnsinnig Geld gekostet. Doch zum Trost der GKV: der Gesetzgeber hat schon beschlossen, dass das wieder geändert wird: jetzt allerdings für alle (auch Pflichtversicherte). Jetzt rechne mal, was das für einen Rentner bedeutet: 1.500 € Rente + 500 € Betriebsrente : r = 1.000€. 1.000 + 600 E Mieteinnahmen + 1.500 € Versicherungsrente + 300 € Zinseinkünfte = 3.400 € Diese mit durchschnittlich 14 % berechnet = 476 € + 58,65 Pflegepflicht = 534 € (Cent jetzt unterschlagen). Das kann aber noch höher steigen: hat der Rentner sehr gut vorgesorgt und erreicht die 3.450 € BBG Dann zahlt er den Höchstbeitrag.
Wie sieht es aber bei den Privaten aus? Nehmen wir an, er hat bis zum Rentenalter immer einen Tarif mit 0 € Selbstbeteiligung gehabt. Gehen wir weiter davon aus, er hätte im Alter einen Beitrag von 600 €. Jetzt sinkt erst mal der Beitrag um den Tagegeldbeitrag. Dann hat er Altersrückstellungen. Wie viel das den Beitrag senkt oder nicht, kann ich nicht rechnen; das macht jede Gesellschaft anders. Doch jetzt ändert er seinen Schutz in eine Selbstbeteiligung. Nehmen wir an 500 € pro Jahr. Das senkt den Beitrag auf ca. 400 € (immer incl. der PPV). Jeden Monat gespart: 200 €. Das sind im Jahr 2400 €. Er hat aber einen SB von 500 € im Jahr. Also macht er ein Plus von 2.200 €. D. Heißt, er kommt ab dem 3 Monat ins Verdienen. Von Beitragsrückerstattung will ich gar nicht reden: die kommt im Alter fast nicht vor: der Arzt sieht ihn zu häufig.
Die Leistungen sind wesentlich besser, die Behandlung ebenfalls.(Schlagzeile in den Medien: bist Du arm, musst Du früher sterben). Keine permanente Leistungseinschränkung und -ausschlüsse (dafür können die Kassen nichts: das sind die Politiker). Denk nur an die Staruntersuchung, die im Alter ein absolutes Muss ist: wird nicht bezahlt. PSA (Prostatauntersuchung), die einzige ziemlich sichere Vorsorge: wird nicht bezahlt. Wenn der Arzt den Krebs ertasten kann, ist´s zu spät.
Also: erstes und zweites Argument stimmt nicht.
Haste noch was auf Lager? :smile:
Grüße
Raimund

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo Günter,
nein, Glaubenskriege wollen wir hier keine. Nur sollte natürlich etwas, was definitiv nicht richtig ist, klar gestellt werden.

Beide Versicherungsarten haben ihre Daseinsberechtigung.
Und der Glaube, dass die paar privaten die Kassen vor dem Minus retten können, ist schlicht Blödsinn.

Ebenso der gierige Vorschlag der TK-Bosses, dass die Wechsler von Privat in Kasse die Alterrückstellungen den Kassen bringen sollen (das wäre Wasser in ein Sieb gießen).

Besser wäre es, die Privaten würden dem in eine andere Gesellschaft Wechselnden die Altersbeitragssponserungen zahlen: also als eine Art Rente (was es ja im Prinzip ist). So aber verliert derjenige, der wechselt alle Rückstellungen.
Würde auch Euch gut tun: denn konsequenterweise müsste dann dem Rentner auch dann so ein Zuschuss bezahlt werden, der inzwischen wieder in der Kasse ist.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Jetzt rechne mal, was das für einen
Rentner bedeutet: 1.500 € Rente + 500 € Betriebsrente : r =
1.000€. 1.000 + 600 E Mieteinnahmen + 1.500 €
Versicherungsrente + 300 € Zinseinkünfte = 3.400 €

Was bedeutet „r“? vielleicht wird mir dann der doppelte Ansatz der Rente klarer.

Gruß
Marco

hallo Marco,
da habe ich die falsche Taste erwischt: soll heißen 2. Denn Staatrente und Betriebsrente werden nur zur Hälfte berücksichtigt.

Grüße
Raimund

Übrigens - die Chemo kostet etwa doppelt soviel wie die Chemo
bei einem GKV-Versicherten und unterscheidet sich durch
nichts, aber
rein garnichts.

Und das wird auch der Grund sein, das die PKV Unternehmen Sturmlaufen müssen und sich mit den Ärzteverbänden hinsetzen und das klären. Denn so wie ich das sehe, kann das den PKV Unternehmen irgendwann das Genick brechen. Es ist auch mittlerweile üblich geworden (von den Ärzten, das die an PKV versicherte Leistungen durchgeführt wurden, die definitiv nicht nötig waren. Also wer meint, die PKV wäre der Heilsbringen, näää total daneben. Auch die PKV hat ihre Probleme. Ich halte dennoch das System der kapitalgedeckten Vorsorge als sinnvoller!!

Also, komm runter von der ach so guten PKV-Tour.

Die PKV ist solange gut, wie der Vermittler. Durch die vielfälltigen Tarife sind natürlich auch Beratungsfehler an der Tagesordnung. Es gibt einen Spruch:„Gehst du zur PKV, vergiß die Rechtschutz nicht.!“

Hat was wares, nicht!?

Ergänzenden Gruß
Martin

Hallo Raimund,

dann bleibt die Frage: Warum beziehst du die Rente zweimal ein?
Außerdem wird die Rente meines Wissens nach nur bei der Steuer geplant künftig 50% einbezogen. Bei der KV allerdings ganz normal als Einkommen (geplant und bis Ende 2001/Anfang 2002).

Lediglich die staatliche Rente wird jedoch bezuschusst. Das ist bisher so und soll auch so bleiben.

Also bitte nochmal eine neue Rechnung. :smile:

Gruß
Marco