Private KV wechseln?

Hallo liebe Vers.-experten,

für wie sinnvoll haltet Ihr es eine seit 4 Jahren bestehende Voll- KV
zu kündigen bzw. zu wechseln im Alter von 37 Jahren, Kerngesund?

Freue mich auf Eure unterschiedlichen Meinungen und natürlich auf den hier stetig herschenden „Kampf“ untereinander. :wink:

In Abhängigkeit von den Alternativen als potentiel sinvoll!

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Hier kann es nur eine Antwort geben (ich duck mich schon mal). Man muss schauen, ob wirklich alle Leistungen, die WICHTIG sind, in der neuen KV gleichwertig erstattet werden.
Üble Fallen: zusätzliche Eigenbeteiligungen bei Arznei-/VErbandmittel oder Hilfsmitteln OHNE Summenbegrenzung (also z.B. 80% für Hilfsmittel). Weitere Falle: Transportkosten, die nicht oder nur dürfitg übernommen werde (z.B. 100km mit dem Krankenfahrzeug, da zahlt man halt den Nothubschrauber selber!). Oder auch gerne genommen: Erstattung nur bis zum Regelhöchstsatz, nicht bis zum 3,5fachen Höchstsatz. Oder abschließend: KEine Erstattung für Implantate, oder nur hochwertiger Zahnersatz für die vorderen Zähne.

Ach ja… was für ein Leid.
Sind nun all diese Leistungen gleich oder besser - why not?
Pfeif auf die paar Euro Altersrückstellungen (die natürlich verloren gehen). Viel Vergnügen in der neuen!

Frank

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Hallo Janina!

Eine private KV zu wechseln, ist immer kritisch.
Zunächst sollte man wirklich umfassend die Leistungen vergleichen. Es gibt halt sehr große Unterschiede. Dann sollte der Preis wirklich erheblich vom bisher gezahlten nach unten abweichen. Die Frage der Altersrückstellungen sollte nicht unterschätzt werden. Sie wirkt sich zwar nicht aktuell auf den Beitrag aus, kann aber später relevant werden. Aus diversen Medienberichten kennt man ja die Fälle, wo ältere PKV-Kunden einen horrenden Beitrag zahlen müssen. Das sind in der Regel die Kunden, die irgendwann auf die Altersrückstellung „gepfiffen“ haben und sich mit relativ hohem Alter bei einer anderen Versicherung neu versichert haben.

Wichtig ist auch noch die Frage, ob es sich bei der neuen Gesellschaft um offene oder geschlossene Tarife handelt.

Kurz zur Erklärung:
Wenn eine Gesellschaft sich vorbehält, einen Tarif zu schließen, führt das dazu, dass die Gruppe der Versicherten irgendwann nicht mehr durch „frisches Blut“ ergänzt wird. Diese geschlossene Versichertengruppe wird dann isoliert gemeinsam alt und krank. Diese Tarife sind am Anfang meistens sehr günstig, bergen aber mit zunehmender Zeit das Risiko einer sehr hohen Beitragssteigerung. Der Gesetzgeber hat hier nur insoweit Abhilfe geschaffen, dass man dann in einen Basistarif wechseln können muss. Nur hat man dann praktisch die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu einem immer noch sehr hohen Beitrag.

Meine Empfehlung: Solltest du dich trotz der genannten Punkte zu einem Wechsel entschließen, stell erst mal einen Probeantrag und kündige die bisherige PKV erst, wenn dieser „angenommen“ wird. Dann kannst du auch bei Ablehnung noch woanders einen Antrag stellen, ohne angeben zu müssen, dass schon mal ein Antrag von dir abgelehnt worden ist.

LG Holger

Hallo
Kann meinem Vorredner nur Recht geben.
Sollten die Leistung identisch oder sogar höher sein (zu einem niedrigeren Beitrag), das Unternehmen den Tarif schon länger als 5 Jahre bestehen haben (kürzer ist meist ein Zeichen, dass das Unternehmen die Tarife oft schließt) und die rückwärtige Beitragsentwicklung dieses Tarifes für dich zufriedenstellend sein, so steht einem Wechsel doch nichts im Wege. Auf 4 Jahre sammeln sich keine nennenswerten Alterungsrückstellungen an.
Gruß
Alex

Auf 4 Jahre
sammeln sich keine nennenswerten Alterungsrückstellungen an.

Neubeitrag abzgl. alter Beitrag mal akturieller Faktor ( ca.150 ) ergibt ungefähr die bis dahin erworbenen Alterrückstellungen.

Ob ein Wechsel Sinn macht muss gut überlegt werden. Neben den Leistungen ( z.b. Zahnstaffeln, offener oder geschlossen Hilfsmittelkatalog etc ) sind auch die Unternehmen zu bewerten.

Viele Grüße

Andreas

Hallo Janina!

Eine private KV zu wechseln, ist immer kritisch.

Zu pauschale Aussage. Manchmal ist ein Wechsel die letzte Rettung, wenn lebenswichtige Leistungen fehlen!

Die Frage der Altersrückstellungen sollte nicht
unterschätzt werden.
Das sind in der Regel
die Kunden, die irgendwann auf die Altersrückstellung
„gepfiffen“ haben und sich mit relativ hohem Alter bei einer
anderen Versicherung neu versichert haben.

Das ist klar, aber Sie ist ja noch jung! :wink:

Wichtig ist auch noch die Frage, ob es sich bei der neuen
Gesellschaft um offene oder geschlossene Tarife handelt.

Nun ja, wenn der Tarif angeboten wird, KANN es sich nur um einen (noch) offenen Tarif handeln.

Meine Empfehlung: Solltest du dich trotz der genannten Punkte
zu einem Wechsel entschließen, stell erst mal einen
Probeantrag und kündige die bisherige PKV erst, wenn dieser
„angenommen“ wird. Dann kannst du auch bei Ablehnung noch
woanders einen Antrag stellen, ohne angeben zu müssen, dass
schon mal ein Antrag von dir abgelehnt worden ist.

Oder man holt sich vorab die Zusage für evtl. bestehende Vorerkrankungen bei diversen Gesellschaften, bevor überhaupt ein Antrag gestellt wird.

LG Holger

Gruß
Frank

Auf 4 Jahre
sammeln sich keine nennenswerten Alterungsrückstellungen an.

Neubeitrag abzgl. alter Beitrag mal akturieller Faktor (
ca.150 ) ergibt ungefähr die bis dahin erworbenen
Alterrückstellungen.

Das ist definitv Falsch!

Ob ein Wechsel Sinn macht muss gut überlegt werden. Neben den
Leistungen ( z.b. Zahnstaffeln, offener oder geschlossen
Hilfsmittelkatalog etc ) sind auch die Unternehmen zu
bewerten.

Zahnstaffel ist eher irrelevant - geschlossener Hilfsmittelkataolog ist nicht zwangsläufig schlechter als ein offener Katalog. Sie haben Wissenslücken!

Thorulf Müller

[email protected]

Kann meinem Vorredner nur Recht geben.
Sollten die Leistung identisch oder sogar höher sein (zu einem
niedrigeren Beitrag), das Unternehmen den Tarif schon länger
als 5 Jahre bestehen haben (kürzer ist meist ein Zeichen, dass
das Unternehmen die Tarife oft schließt) und die rückwärtige
Beitragsentwicklung dieses Tarifes für dich zufriedenstellend
sein, so steht einem Wechsel doch nichts im Wege. Auf 4 Jahre
sammeln sich keine nennenswerten Alterungsrückstellungen an.

Das ist hanebüchener Blödsinn - erst denken, vorher informieren, besser ist Schweigen!

Thorulf Müller

[email protected]

Hallo liebe Vers.-experten,

für wie sinnvoll haltet Ihr es eine seit 4 Jahren bestehende
Voll- KV
zu kündigen bzw. zu wechseln im Alter von 37 Jahren,
Kerngesund?

Freue mich auf Eure unterschiedlichen Meinungen und natürlich
auf den hier stetig herschenden „Kampf“ untereinander. :wink:

Hier kann es nur eine Antwort geben (ich duck mich schon mal).
Man muss schauen, ob wirklich alle Leistungen, die WICHTIG
sind, in der neuen KV gleichwertig erstattet werden.
Üble Fallen: zusätzliche Eigenbeteiligungen bei
Arznei-/VErbandmittel oder Hilfsmitteln OHNE Summenbegrenzung
(also z.B. 80% für Hilfsmittel).

80% ist keine Summenbegrenzung, sondern ein prozentualer Selbstbehalt. Der ist nur kritisch wenn er nicht maximiert ist.

Weitere Falle:
Transportkosten, die nicht oder nur dürfitg übernommen werde
(z.B. 100km mit dem Krankenfahrzeug, da zahlt man halt den
Nothubschrauber selber!).

Ist zwar nicht falsch, aber eben auch nicht richtig. Es geht um Fahrten (auch Taxi ggf. in definierten Fällen) und Transporte zum und vom Arzt oder Krankenhaus!

Oder auch gerne genommen:
Erstattung nur bis zum Regelhöchstsatz, nicht bis zum
3,5fachen Höchstsatz. Oder abschließend: KEine Erstattung für
Implantate, oder nur hochwertiger Zahnersatz für die vorderen
Zähne.

Ach ja… was für ein Leid.
Sind nun all diese Leistungen gleich oder besser - why not?
Pfeif auf die paar Euro Altersrückstellungen (die natürlich
verloren gehen). Viel Vergnügen in der neuen!

Die paar Euro - ??? Keine Ahnung wann wieviel gebildet wird und einfach mal einen raushauen!

Thorulf Müller

[email protected]

Eine private KV zu wechseln, ist immer kritisch.
Zunächst sollte man wirklich umfassend die Leistungen
vergleichen. Es gibt halt sehr große Unterschiede.

Bis hierhin war es schön!

Dann sollte
der Preis wirklich erheblich vom bisher gezahlten nach unten
abweichen.

Das sollte jemanden wirklich nachdenklich machen - lebenslang doppelte Leistungen für lebenslang halbe Beiträge???

Die Frage der Altersrückstellungen sollte nicht
unterschätzt werden. Sie wirkt sich zwar nicht aktuell auf den
Beitrag aus, kann aber später relevant werden.

Genau - und wer weniger Beitrag nimmt, der hat entweder weniger Leistungen oder weniger Sparanteil oder Beides!

Aus diversen
Medienberichten kennt man ja die Fälle, wo ältere PKV-Kunden
einen horrenden Beitrag zahlen müssen. Das sind in der Regel
die Kunden, die irgendwann auf die Altersrückstellung
„gepfiffen“ haben und sich mit relativ hohem Alter bei einer
anderen Versicherung neu versichert haben.

Und nicht zu vergessen - die, die wegen niedriger Beiträge die falsche PKV gewählt haben oder gewechselt haben und natürlich die, die früher keine Rückstellungen auf die heutigen Kosten eingezahlt haben - also alle! Und die, die die Wirtschaftlichkeit des Versicherers außer Acht gelassen haben! Einige sind eben nur etwas mehr betroffen.

Wichtig ist auch noch die Frage, ob es sich bei der neuen
Gesellschaft um offene oder geschlossene Tarife handelt.

???

Kurz zur Erklärung:
Wenn eine Gesellschaft sich vorbehält, einen Tarif zu
schließen, führt das dazu, dass die Gruppe der Versicherten
irgendwann nicht mehr durch „frisches Blut“ ergänzt wird.
Diese geschlossene Versichertengruppe wird dann isoliert
gemeinsam alt und krank. Diese Tarife sind am Anfang meistens
sehr günstig, bergen aber mit zunehmender Zeit das Risiko
einer sehr hohen Beitragssteigerung.

Das tut wirklich weh. Die Kalkulation berücksichtigt keinen Neuzugang. Neuzugang kann Beitragsanpassungen hinauszögern, aber nicht verhindern! Das ist völlig falsch dargestellt. Sie haben ein hohes Maß und Unkenntnis über die PKV - lassen Sie bitte die Finger davon!

Der Gesetzgeber hat hier
nur insoweit Abhilfe geschaffen, dass man dann in einen
Basistarif wechseln können muss. Nur hat man dann praktisch
die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu einem
immer noch sehr hohen Beitrag.

  1. Hat er nicht die Leistung der GKV!

  2. Kann er nach 178f VVG in jeden gleichartigen Tarif wechseln!

  3. Haben Sie von dem Thema keine Ahnung!

Meine Empfehlung: Solltest du dich trotz der genannten Punkte
zu einem Wechsel entschließen, stell erst mal einen
Probeantrag und kündige die bisherige PKV erst, wenn dieser
„angenommen“ wird. Dann kannst du auch bei Ablehnung noch
woanders einen Antrag stellen, ohne angeben zu müssen, dass
schon mal ein Antrag von dir abgelehnt worden ist.

Und das ist definitiv falsch - Probeanträge sind Anzeigepflichtig! Davon abgesehen kann man Probeanträge nicht annehmen!

Ich weiß nicht was Ihnen andere empfehlen - ich empfehle Ihnen das Staatsexamen zurück zu geben und sich zukünftig von der PKV fern zu halten. Mir ist bewußt, dass dies eine Diagnose ohne vollständige Untersuchung ist. Ich bin aber der Ansicht, dass Sie Ihr Unwissen in diesem Beitrag schon ausreichend dokumentiert haben!

Thorulf Müller

[email protected]

Bitte exakt!

Hallo liebe Vers.-experten,

für wie sinnvoll haltet Ihr es eine seit 4 Jahren bestehende
Voll- KV
zu kündigen bzw. zu wechseln im Alter von 37 Jahren,
Kerngesund?

Von welcher Gesellschaft und welchem Tarif zu welcher Gesellschaft in welchen Tarif?

Ihr Motiv?

Thorulf Müller

[email protected]

Sachlichkeit und Netiquette? (owT)

Fachlichkeit und korrekte Aussagen …
… sind m.E. wichtiger.

Die Laien erwarten korrekte Informationen.

Thorulf Müller

[email protected]

… sind m.E. wichtiger.

Nein, man kann auch beides unter einen Hut bringen, ohne beleidigende Äußerungen von sich zu geben.

Dafür ist das hier ja ein Diskussionsforum. Da braucht man einem anderen nicht allgemeine Unfähigkeit (Examen zurückgeben usw.) vorzuwerfen. Die Ursprungsposterin ist ja schon selbst von verschiedenen Meinungen ausgegangen.

Und wenn ich hier korrigiert werde, habe ich nichts dagegen - ich lerne selbst gerne immer noch was dazu. Aber auf den Ton kommt es eben auch an!

LG Holger

Hallo Thorulf,

schön dich nach dem Expertenforum in Dresden wieder "live on Stage zu erleben.
„80% für Hilfsmittel“ ist für mich eine Selbstbeteiligung ohne Summenbegrenzung, „80% für Hilfsmittel bis 2.000€ p.a.“ ist MIT Summenbegrenzung, das meinte ich doch.
„Die paar Euro Altersrückstellngen“ war zwar pauschal, aber nahc 4 Jahren Laufzeit sicher nicht sehr weit von der Realität entfernt. Ziehen wir dochmal die PRovisonen für die Vermittlerseite ab, Verwaltungskosten etc. pp. Wenn man dann den Bilanzkennzahlen der Gesellschaften glauben darf, so wird bei KEINER Gesellschaft ein Betrag angespart sein, der einen Wechsel in eine andere Gesellschaft als hahnebüchenen Unsinn erscheinen lässt.

Aber du musst zugeben, dass bei sorgfältiger Auswahl des Tarifs (mit besonderer Rücksicht auf die lebens- und persönlich wichtigen Leistungen) ein Wechsel durchaus Sinn machen kann.
Sicher ist ein WEchsel immer kritisch zu sehen, aber wer trifft schon beim ersten Mal ins Schwarze? Der Verbleib in der Gesellschaft kann ebenso kritisch sein. Habe Fäddich.

Frank

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DER ist richtig gut! Warum hat das eigentlich vor dir noch keiner gefragt?
Frank

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Ja Frank,

ich gebe Dir Recht - aber wir wissen nicht wo Sie ist, weshalb Sie wechseln will und wohin die Reise gehen soll!

Apropos - die Abschlusskosten kommen nicht aus dem Vertrag - die AR wird aber mathematisch gezillmert. Bei Wechsel also zweimal!

Thorulf Müller

[email protected]

Nein, man kann auch beides unter einen Hut bringen, ohne
beleidigende Äußerungen von sich zu geben.

Man muss gerade hier deutlich machen, wenn Falschaussagen getroffen werden. Werden Falschauassagen getroffen, dann besteht die Gefahr, dass Laien das für bare Münze nehmen!

Dafür ist das hier ja ein Diskussionsforum. Da braucht man
einem anderen nicht allgemeine Unfähigkeit (Examen zurückgeben
usw.) vorzuwerfen. Die Ursprungsposterin ist ja schon selbst
von verschiedenen Meinungen ausgegangen.

Es gibt hier keine zwei Meinungen. Es gibt überhaupt keine, solange die entscheidenden Fragen nicht beantwortet sind - von Wo Weshalb Wohin oder wenn Wohin nicht klar Was will man erreichen! Dann kann man diskutieren.

Und wenn ich hier korrigiert werde, habe ich nichts dagegen -
ich lerne selbst gerne immer noch was dazu. Aber auf den Ton
kommt es eben auch an!

Ich bin nicht höflich - ich bin ehrlich! Wer mich kennt, der schätzt und akzeptiert das. Niemals höflich! Selbst Vorstände müssen das ertragen!

Thorulf Müller

Vorsicht, Herr Müller spricht sogar mit Vorständen
…selbst kleine Lichter, die sich die Kunden aus Foren (versuchen) holen, sprechen mit Vorständen. Sie sind ein toller Hecht, Herr Müller

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