Aber da schließt sich natürlich dann die nächste Frage an: Was
führte denn damals zum Bruch mit dem Judentum ? Was war
in der Lehre von Jesus so wenig mit dem Judentum vereinbar,
dass es „unerträglich“ war und letztendlich zu einen solchen
Bruch führte ?
darf ich was dazu sagen ?? *vorsichtigsei*
der eigentliche bruch fand erst statt, nachdem sich das c.tum zu einer ganz eigenständigen nichtj. *religion* entwickelte.
das phänomen eines j. geistigen führers, der von seinen anhängern als messias verehrt wurde, auferstanden sein soll usw. gab es mehrmals in der geschichte des j.tums. bar kochba ist ein beispiel, oder auch heute r. schneerson, der von den chabadnikim als „melech hamaschiach“ auf plakate gedruckt wird. nur diese leute befinden sich unzweifelbar innerhalb des j.tums. sie sind juden, bleiben es auch, verlangen volle konversion als aufnahmebedingung usw. beim c.tum des paulus hörte sich das aber auf. es gab keine beschneidung mehr, sgn. „heiden“ würden „christen“ ohne vorher „juden“ gewesen zu sein. da sehe ich den bruch. das c.tum wurde eine eigene religion, vorher war es eine „j. sekte“ (das ist nicht abwertend gemeint, auch chabad wird von nicht wenigen als sowas angesehen). dazu kommen noch abweichungen in der lehre, gottessohnschaft usw. da muß ich jetzt aber passen, weil ich wirklich nichts genaueres inhaltlich über diesen übergang weiß.
viele grüße
der Bruch
Was führte denn damals zum Bruch mit dem Judentum ?
lehitraot hat es ja schon ganz richtig gesagt: der eigentliche Bruch kam erst durch die zunächst von Paulus propagierte Auffassung, daß die Lehre des Jesus für alle Menschen zuständig sei. Das ging nur über die These, daß jemand, um Christ zu werden, nicht Jude sein müsse bzw. nicht zuerst Jude werden müsse.
Ohne das wäre das Ganze eine innerjüdische Angelegenheit geblieben, mit Strittigkeiten, die möglicherweise kein größeres Gewicht gehabt hätten als die z.B. zwischen den Parteien der zadokim (Sadduzäer) und perushim (Pharisäern).
Was war in der Lehre von Jesus so wenig mit dem Judentum vereinbar, dass es „unerträglich“ war und letztendlich zu einen solchen Bruch führte ?
An seiner Lehre war gar nichts mit dem Judentum unvereinbar, soweit ich weiß. Heftigen Anstoß erregte er jedoch wohl mit einigen Verhaltensweisen (zumindest nach den Berichten der Evangelien) wie z.B. sein Umgang mit den Sabbath-Geboten und die Polemik gegen die Tempelleitung und weiter gegen die Pharisäer, sie handelten nicht im Konsens mit der Religion der Väter (aber das warfen wohl die Sadduzäer ihnen auch vor).
Ferner war ganz sicher die Berufung auf seinen göttlichen Sendungsauftrag (in welchem Zusammenhang er den Gott der Väter eben auch seinen Vater nannte) ein Stein des Anstoßes zumal er sich ja nicht in der Tradition des Prophetentums verstand.
Gruß
Metapher
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