Hi Strubbel,
es ist nur so: wer eine behauptung aufbringt, sollte sie auch
beweisen. und für deine behauptung bezüglich mehl und zucker
gibt es keine beweise.
Auszugsmehl und vor allem raffinierter Zucker sind relativ neue Nahrung für Menschen. Auszugsmehle gibt es maximal ca. 2000 Jahre, und auch nur für wenige Kulturkreis und Reiche. Raffinierten Zucker noch kürzer. Genetich kann sich der menschliche Körper da gar nicht angepasst haben. Da braucht es keinen Beweis, da reicht gesunder Menschenverstand.
Wenn heute ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird, braucht man Studien, die deren Bedenkenlosigkeit (was nicht gesundheitsfördernd bedeutet!) bescheinigen. Deshalb ist z.B. Stevia (ein natürlicher Süßsstoff) in der EU als Nahrungsmittel verboten. Genaugenommen ist es nicht verboten, sondern nicht zugelassen. Dass die Indianer in Südamerika schon seit Jahrtausenden Stevia verzehren zählt dabei nicht als Unbedenklichkeitsbeweis. Es ist auch niemand da, der das Geld für eine solche Studie ausgeben will. Stevia ist auch anders als Zucker nicht suchtauslösend, schon daher hat logischerweise kein Produzent daran Interessse.
Raffinierten Zucker und Auszugsmehle haben wir zwar nun schon bevor es dieses Gesetz gab, aber eben nicht lange genug, als dass sich der Mensch genetisch daran häte anpasesn können. Würde dies erst heute eingeführt, müsstes du die Studie beibringen, dass es unbedenklich ist, nicht andersherum. Wo ist deine Studie, die nachweist, dass Auszugsmehle und raffineirter Zucker gesundheitlich unbedenklich sind?
Aber ok, ich habe einen entfernten Bekannten, der ist Dr. der Medziin und tätig beim Bundesgesundheitsministerium. Ich werde ihn gragen, ob er eine solche Studie kennt.
lebensmittel sind nicht ungesund an sich.
Das ist wohl wahr, nur sind Auszugsmehl und Zucker tot und daher allenfalls Nahrungsmittel, aber keine Lebensmittel. Aus beiden sind sämtliche Nährstoffe entzogen worden. Vor allem sind keine Enzyme mehr enthalten, was aber auf jede über mehr als ca. 60 Grad erhitzte Nahrung zutrifft. Da lebt nichts mehr. Schlimmer noch: künstliches hinzufügen der bekannten Nährstoffe zum Fertigfutter hilft nicht viel, weil es viele Spurenelemente gibt, deren Rolle die Wissenschaft noch gar nicht kennt.
Dazu kommt, dass Zucker den Insulinspiegel hochtreibt. Das ist eine Arbeit für die Bauchspeicheldrüse, die sie in den Jahrtausenden vorher nicht leisten musste. Wie kann das gut sein? Auch müssen Zucker und Auszugsmehle verdaut werden, wie kannst du davon ausgehen, dass dabei nicht Nährstoffe verwendet werden, die eigentlich anderweitig vom Körper gebraucht werden?
Wenn sich nun aber jemand zu großen Teilen von raffinierten Zucker und Auszugsmehlen ernährt (und beides Zusammen dürften bei schon 40 kg Zucker pro Bundesbürger und Jahr recht große Anteile sein), woher sollen dann die Nährstoffe kommen? Zumal unser industrieller Landbau auch die Böden auslaugt, aber diesem nur wenige Nährstoffe künstilich wieder hinzufügt.
Wer vor Zucker warnt, muss also eine Studie beibringen, dass es er schädlich ist. Aller Logik zum trotze. Wer aber sagt, esst nur eure 40kg Zucker pro Jahr, damit die Zuckerindustrie keine Arbeitslosen erzeugt, der darf das ohne eine Studie? Verkehrte Welt oder was?
Michael