Probleme und Herausforderungen

Hallo Zusammen,

Ich möchte zum Thema Problembewältigung die Menschen in 3 Sparten kathegorisieren:

  1. der verbissene Kämpfer
  2. derjenige, der Probleme gut ignoriert (ist Ignorant hier wirklich passend?)
  3. jemand, der sich mit Freude dem Problem stellt

Fällt euch ein passender Name für 2. und 3. ein?

VG Steffi

Moin!

Ich möchte zum Thema Problembewältigung die Menschen in 3
Sparten kathegorisieren:

  1. der verbissene Kämpfer
  1. der Verdränger
  2. der Streitlustige

LG Flaschenpost

Hallo Flaschenpost,

die ersten zwei Bezeichnungen finde ich relativ zutreffend, aber

  1. der verbissene Kämpfer
  1. der Verdränger
  2. der Streitlustige

Nr. 3, der Streitlustige… das ist für mich jedenfalls ein anderer Typ von Mensch als „jemand, der sich mit Freude dem Problem stellt“.
Unter einer streitlustigen Person stelle ich mir jemanden vor, der beim kleinsten Anlass „hoch geht“, sehr provokant ist und sich jede Gelegenheit zum Streit sucht. Dieser Mensch ist oft wenig rational.

Unter einer Person, die sich mit Freude dem Problem stellt, stelle ich mir hingegen jemanden vor, der sich denkt „So, da ist es, das Problem - unschön, aber wahr. Aber ich bekomme das hin, und lerne sicherlich auch daraus. Erfahrungen bringen mich weiter, also packe ich’s an“. Diese Person kann also durchaus ein eher ruhiger und rationaler Typ sein.

Soweit jedenfalls mein Eindruck :wink:

Viele Grüße,
Nina

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Ich möchte zum Thema Problembewältigung die Menschen in 3
Sparten kathegorisieren:

  1. der verbissene Kämpfer
  2. derjenige, der Probleme gut ignoriert (ist Ignorant hier
    wirklich passend?)
  3. jemand, der sich mit Freude dem Problem stellt

Fällt euch ein passender Name für 2. und 3. ein?

Nicht sofort, denn deine Kategorien sind schon sehr eigenwillig beschrieben. Du interpretierst bereits in diese kurzen Beschreibungen eine Menge hinein.

Der „Kämpfer“, eigentlich bei Problembewältigung eine nicht verkehrte Eigenschaft, ist für dich verbunden mit dem Attribut „verbissen“, also eindeutig negativ konnotiert. Die Wertung erfolgt an die Person gebunden (wie auch die folgenden ein wenig überspitzt): Derjenige, der offensiv die Problembewältigung angeht und nicht so schnell aufgibt, kommt nicht gut weg.

Die Wertung des „Ignorieren“ erscheint erst einmal etwas ambivalent. Als Gesamteindruck bleibt aber die Wertung „gut“, also positiv d.h.: Ausweichen ist grundsätzlich eine gute Strategie (so es einen vielleicht hinten rum nicht erwischt).

Das „sich dem Problem Stellen“ wird nur indirekt gewertet. Die Wertung betrifft hier nicht das Ergebnis und die Person, sondern den Vorgang an sich „mir Freud stellen“. Das kann man als positives Anpacken sehen, in Kombination mit den beiden anderen Wertungen kommt mir aber auch ein etwas anderes Bild: Das Problem kommt auf jemanden zu und er stellt sich Freude strahlend mit offenen Armen hin und ruft: komm, mach mit mir was du willst… - und macht selber… nichts. Also eine herzlich passive Angelegenheit.

Diese Schubladen sind sehr gefärbt. Sie werten bereits. Das hat natürlich auch Auswirkung auf die Bezeichnungen.

Ich werfe mal drei andere Begriffe in den Raum: Agieren, Reagieren, Vermeiden.

Pispers Merkel
sich mit Freude dem Problem stellen. Brillant beschrieben von Volker Pispers am Beispiel Merkel, dem Reaktor:

http://www.youtube.com/watch?v=uzsSGvKZf-c
(ab etwa 2:30)

Hi NIna,

ich bin da deiner Meinung, würde aber noch einen Schritt weitergehen.
Die Einschätzung in die drei (ohnehin viel zu groben und sich überlappenden) Kategorien hängt auch vom Betrachter ab. Und auch mit wem der Problemlöser das Problem bespricht.
Er kann es sehr gut gegenüber seinem Chef ignorieren, seiner Frau sagen „ach, das klappt schon“ und mit seinem lieblingskollegen verbissen um Kommata streiten.

Viele Grüße,
JPL

Nr. 3, der Streitlustige… das ist für mich jedenfalls ein
anderer Typ von Mensch als „jemand, der sich mit Freude dem
Problem stellt“.

Also, für mich ist hier die Betonung auch auf „lustig“, das heißt mit der Lust am Streiten! Von cholerisch kann ich da nichts lesen, das wäre für mich eher ein „Streithahn“.

Unter einer streitlustigen Person stelle ich mir jemanden vor,
der beim kleinsten Anlass „hoch geht“, sehr provokant ist und
sich jede Gelegenheit zum Streit sucht. Dieser Mensch ist oft
wenig rational.

Was du beschreibst ist für mich ein Choleriker.

Aber die Fragestellung fand ich schon so überflüssig, dass ich mich da jeglicher Kommentare enthalten hab und einfach nur ein paar Worte in die Diskussionrunde geworfen habe. Lustig auch, was grad passiert!

Soweit jedenfalls mein Eindruck :wink:

Dito

Gruß, Flaschenpost

Nr. 3, der Streitlustige… das ist für mich jedenfalls ein
anderer Typ von Mensch als „jemand, der sich mit Freude dem
Problem stellt“.

stimmt … den meine ich auch gar nicht…

Unter einer Person, die sich mit Freude dem Problem stellt,
stelle ich mir hingegen jemanden vor, der sich denkt „So, da
ist es, das Problem - unschön, aber wahr. Aber ich bekomme das
hin, und lerne sicherlich auch daraus. Erfahrungen bringen
mich weiter, also packe ich’s an“. Diese Person kann also
durchaus ein eher ruhiger und rationaler Typ sein.

juhu… auch richtig… einer, der das Problem nicht als Problem sieht - sondern als Herausforderung - sich weiter zu entwickeln… einer, der beinahe nach Problem durstet. nur… wie heißt so jemand?

Soweit jedenfalls mein Eindruck :wink:

Viele Grüße,
Nina

einer, der das Problem nicht als
Problem sieht - sondern als Herausforderung - sich weiter zu
entwickeln… einer, der beinahe nach Problem durstet. nur…
wie heißt so jemand?

Unerschrocken/unverzagt? Beherzt? Couragiert?

Gruß
Kreszenz

Der „Kämpfer“, eigentlich bei Problembewältigung eine nicht
verkehrte Eigenschaft, ist für dich verbunden mit dem Attribut
„verbissen“, also eindeutig negativ konnotiert. Die Wertung
erfolgt an die Person gebunden (wie auch die folgenden ein
wenig überspitzt): Derjenige, der offensiv die
Problembewältigung angeht und nicht so schnell aufgibt, kommt
nicht gut weg.

Ich möchte eigentlich 3 verschiedene Methoden der Problembewältigung darstellen - und das anhand von Personen. So fällt es leichter, sich in einer der Typen wieder zu erkennen.

mit „verbissenem Kämpfer“ (ich zähle leider auch dazu) bezeichne ich jemanden… der sich vom Problem beherrschen läßt, der kämpft, koste es was es wolle - nur um zu siegen. Dabei vergißt er alles um sich herum. und oft hätte vielleicht sogar einen leichteren Weg gegeben… hätte er nicht so dicht vor der Mauer gestanden, dann hätte er gesehen, daß 2m daneben ein Tor ist… Diese „verbissene Kämpfer“ verschwendet jede Menge Energie aus Angst - zu versagen. Im Falle einer Niederlage - wird er am Boden zerstört sein und sein Vertrauen schwindet. Hat er doch alles gegeben.
Wenn er siegt - wird er überglücklich sein, sein Selbstbewußtsein wächst - aber ist auch erschöpft. Und folgt dann bereits ein weiteres Problem… ist diese Methode sicherlich eine Garantie zum „Burn out“.

Ich möchte nicht sagen, daß Kämpfen sich nicht lohnt … NEIN …
Man soll sich nur nicht von Problemen beherrschen lassen…

Ich finde Deine Beschreibung: REAGIEREN sehr passend.

Vielen Dank
diese 3 Begriffe beschreiben die Herangehensweise sehr gut…

Ich werfe mal drei andere Begriffe in den Raum: Agieren,
Reagieren, Vermeiden.

Moin!

Ich möchte zum Thema Problembewältigung die Menschen in 3
Sparten kathegorisieren:

  1. der verbissene Kämpfer
  1. der Verdränger
  2. der Streitlustige

durch Streitlust wird man keine Probleme bewältigen, sondern eher provozieren.

ich spreche von einer Person, die Probleme als Grundlage zur Weiterentwicklung sieht.
z.B. jemand wird entlassen…
der Verbissene Kämper geht bis vor das Arbeitsgericht und kämpft so lange bis er ne Abfindung bekommt, oder weiter dort arbeiten darf - oder er scheitert. ob gewonnen oder verloren - er ist nach dem Spektakel völlig ausgepowert.

Der Ignorant verkriecht sich erst einmal in seine 4 Wände. bis er nach 4 Monaten keinen Pfennig auf dem Konto hat - und schließlich vor die Wohnungstür gesetzt wird.

Der „Mutige“ (weiß nicht, wie ich ihn bezeichnen soll) stellt sich dem Problem. Sicher fordert er ein - was ihm zusteht… aber er wird nicht all seine Energie darauf verschwenden. Er nutzt die eingesparte Energie für Jobsuche - diesmal einen Besseren - für Weiterbildung … etc.

VG Steffi

LG Flaschenpost

Hallo JPL,

Die Einschätzung in die drei (ohnehin viel zu groben und sich
überlappenden) Kategorien hängt auch vom Betrachter ab. Und
auch mit wem der Problemlöser das Problem bespricht.
Er kann es sehr gut gegenüber seinem Chef ignorieren, seiner
Frau sagen „ach, das klappt schon“ und mit seinem
lieblingskollegen verbissen um Kommata streiten.

so sehe ich das auch. Kaum ein Mensch wird in allen Situationen nach dem selben „Typ“ reagieren.

Dazu kommt nochmal das, wie man nach außen wirken will:
Eine Situation, x Reaktionen, je nach Gegenüber (um ein etwas sterotypisches Beispiel zu nennen: Jemand hat eine Sportverletzung. Dem besten Freund wird sich als „stark“ präsentiert, dem Arzt gegenüber „realistisch“, der Partnerin gegenüber werden die Schmerzen evl. übertrieben geschildert um mehr Mitleid zu bekommen).

Ich meinte hier den Menschen eher als „Mensch in der Situation“. Also, jemand der _hierbei_ so und so vorgeht, könnte _hierbei_ als … bezeichnet werden.

Viele Grüße,
Nina

Jetzt wird zwar etwas deutlicher, worauf du hinaus willst. Ich wäre aber dennoch vorsichtig mit der Wertung.

Die Strategien agieren, reagieren und vermeiden sind grundsätzlich wertneutral. Es hängt von der Situation einschließlich der Rahmenbedingungen ab, was richtig und sinnvoll ist.

Wenn du auf eine „falsche“ Strategie hinaus willst, dann kann jede der drei falsch sein, falls man sie als ultimative ansieht. Die Mischung macht’s.

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OT An Janina
Hallo Janina,

und wieder mal ein Sternchen für deine klugen und differenzierten Beiträge. Es ist immer wieder ein Vergnügen, dich zu lesen :smile:

Schöne Grüße,
Jule

Und wieder …
… kann ich mich Jule nur anschließen. :smile:

Liebe Grüße,
Max

Hallo JPL,

Die Einschätzung in die drei (ohnehin viel zu groben und sich
überlappenden) Kategorien hängt auch vom Betrachter ab. Und
auch mit wem der Problemlöser das Problem bespricht.
Er kann es sehr gut gegenüber seinem Chef ignorieren, seiner
Frau sagen „ach, das klappt schon“ und mit seinem
lieblingskollegen verbissen um Kommata streiten.

so sehe ich das auch. Kaum ein Mensch wird in allen
Situationen nach dem selben „Typ“ reagieren.

das ist richtig… man kann sich jedoch das Ziel setzen - ob man lieber Agierender sein möchte, Reagierender oder lieber passiv etwas geschehen lassen möchte. Unsere Einstellung zu einem Problem, unser Zustand, in dem wir uns befinden, kann über Sieg oder Niederlage entscheiden - und wenn ich verliere - dann doch bitte mit einer wichtigen Erfahrung.

Insgesamt geht es um die buddhistische Methode: „Gift in Medizin zu verwandeln“.

Dazu kommt nochmal das, wie man nach außen wirken will:
Eine Situation, x Reaktionen, je nach Gegenüber (um ein etwas
sterotypisches Beispiel zu nennen: Jemand hat eine
Sportverletzung. Dem besten Freund wird sich als „stark“
präsentiert, dem Arzt gegenüber „realistisch“, der Partnerin
gegenüber werden die Schmerzen evl. übertrieben geschildert um
mehr Mitleid zu bekommen).

Durch Selbstpräsentation - löse ich kein Problem… mir geht es nicht um Fremd- oder Selbstbild, oder wie ich im stillen Kämmerchen das Problem löse - während ich nach außen hin jemand anderen mime. Das Problem in Deinem geschilderten Fall ist weniger der Schmerz als die fehlende Aufmerksamkeit.

Was ist denn ein Problem? es gibt verschiedene Arten Probleme zu betrachten.
Für Amerikaner gibt es z.B. keine Problems, die sprechen nur von Challenges. Herausforderungen sind Widerstände zu unseren Träumen/Wünschen/Bedürfnissen. und wir glauben glücklicher zu sein - wenn diese Widerstände nicht existierten. Deshalb sehen wir diese Widerstände als Probleme. Das eigentliche Problem ist aber unsere Sichtweise.

In jedem Fall gibt es nur 3 Möglichkeiten - einem Widerstand zu begegnen.

  1. ich verleugne es (passiv)
  2. ich kämpfe gegen den Widerstand (reaktiv)
  3. ich versuche den Widerstand für mich zu nutzen und stelle mich ihm (aktiv)„Gift in Medizin verwandeln“

Ich meinte hier den Menschen eher als „Mensch in der
Situation“. Also, jemand der _hierbei_ so und so vorgeht,
könnte _hierbei_ als … bezeichnet werden.

Es geht nicht darum, daß ich Menschen in Schubladen stecke. Ich möchte die Herangehensweise anhand von Beispielen zeigen… damit sich jeder wieder erkennen kann. Aber wenn das hier in diesem Brett schon zu Missverständnis führt, lass ich es vielleicht auch lieber…
und nehme einfach:

Erna, 65, Hausfrau, passiv
Frida, 38, freiwillige Mitarbeiterin des R.K., aktiv
Horst, 45 Arbeiter, reaktiv

:wink: scherz beiseite… agieren, reagieren, verleugnen trifft das Verhalten… mehr gibt es nicht!

Viele Grüße,
Nina

1 „Gefällt mir“

danke an alle…
hat mir doch sehr weiter geholfen

VG Steffi

Nr. 3, der Streitlustige… das ist für mich jedenfalls ein
anderer Typ von Mensch als „jemand, der sich mit Freude dem
Problem stellt“.

Also, für mich ist hier die Betonung auch auf „lustig“, das
heißt mit der Lust am Streiten! Von cholerisch kann ich da
nichts lesen, das wäre für mich eher ein „Streithahn“.

das klingt für mich nach Wortklauberei… Streiten ist nicht positiv - weil es nur darum geht die eigene Meinung zu verteidigen ohne sich in irgendeinster Weise zu nähern.
d.h. Streit - egal wie du es nennst - Streitlust, Streithahn - nichts davon erscheint mir bei Problemlösungen hilfreich.

wenn du mit „streitlust“ an jemanden denkst, der Lust am Diskutieren hat… dann ist das etwas anderes … aber diskutieren ist ja auch nicht streiten… jeder nimmt etwas vom anderen mit…

Unter einer streitlustigen Person stelle ich mir jemanden vor,
der beim kleinsten Anlass „hoch geht“, sehr provokant ist und
sich jede Gelegenheit zum Streit sucht. Dieser Mensch ist oft
wenig rational.

Was du beschreibst ist für mich ein Choleriker.

Aber die Fragestellung fand ich schon so überflüssig, dass ich
mich da jeglicher Kommentare enthalten hab und einfach nur ein
paar Worte in die Diskussionrunde geworfen habe. Lustig auch,
was grad passiert!

Soweit jedenfalls mein Eindruck :wink:

Dito

Gruß, Flaschenpost

1 „Gefällt mir“

Hallo JPL,

Die Einschätzung in die drei (ohnehin viel zu groben und sich
überlappenden) Kategorien hängt auch vom Betrachter ab. Und
auch mit wem der Problemlöser das Problem bespricht.
Er kann es sehr gut gegenüber seinem Chef ignorieren, seiner
Frau sagen „ach, das klappt schon“ und mit seinem
lieblingskollegen verbissen um Kommata streiten.

so sehe ich das auch. Kaum ein Mensch wird in allen
Situationen nach dem selben „Typ“ reagieren.

Hallo Stefanie,

das ist richtig… man kann sich jedoch das Ziel setzen - ob
man lieber Agierender sein möchte, Reagierender oder lieber
passiv etwas geschehen lassen möchte.

genau - das finde ich sehr wichtig!
(Mir ging es aber nicht darum, was man soll, sondern, was einfach häufig anzutreffen ist.) Ich selbst bevorzuge auch das Ziele setzen, das Entscheiden.

Unsere Einstellung zu
einem Problem, unser Zustand, in dem wir uns befinden, kann
über Sieg oder Niederlage entscheiden - und wenn ich verliere

  • dann doch bitte mit einer wichtigen Erfahrung.

Dieser Meinung bin ich auch, und meine Erfahrung bestätigt dies für mich.

Dazu kommt nochmal das, wie man nach außen wirken will:
Eine Situation, x Reaktionen, je nach Gegenüber (um ein etwas
sterotypisches Beispiel zu nennen: Jemand hat eine
Sportverletzung. Dem besten Freund wird sich als „stark“
präsentiert, dem Arzt gegenüber „realistisch“, der Partnerin
gegenüber werden die Schmerzen evl. übertrieben geschildert um
mehr Mitleid zu bekommen).

Durch Selbstpräsentation - löse ich kein Problem…

Selbstverständlich - ich meinte hier nur, ganz einfach, dass sich Menschen je nach Situation anders verhalten.
Und die Person in dem Beispiel löst ein (natürlich verhältnismäßig kleines) Problem sehr wohl dadurch: Dem Freund gegenüber sich als „stark“ zu präsentieren, löst hier das Problem, eventuell als ungeschickt zu wirken. Dem Arzt gegenüber die Beschwerden realistisch darzustellen, löst das Problem, ggf. nicht richtig behandelt zu werden. Auch davon, der Partnerin gegenüber mitleidserregend zu wirken, mag für denjenigen hilfreich sein.

In jedem Fall gibt es nur 3 Möglichkeiten - einem Widerstand
zu begegnen.

  1. ich verleugne es (passiv)
  2. ich kämpfe gegen den Widerstand (reaktiv)
  3. ich versuche den Widerstand für mich zu nutzen und stelle
    mich ihm (aktiv)„Gift in Medizin verwandeln“

Stimme ich dir zu :smile:

Es geht nicht darum, daß ich Menschen in Schubladen stecke.
Ich möchte die Herangehensweise anhand von Beispielen
zeigen… damit sich jeder wieder erkennen kann. Aber wenn das
hier in diesem Brett schon zu Missverständnis führt, lass ich
es vielleicht auch lieber…

Ich habe es auch nicht als Schubladisierung empfunden.
Und warum sein lassen? Würde ich nicht.

Viele Grüße,
Nina

Hallo,

was ist mit jemandem, der bei einem Problem verzweifelt, wie gelähmt ist, gleich lieber alles hinschmeisst, anstatt sich dem Problem zu stellen? Das ist doch nicht das gleiche, wie das Problem zu ignorieren?

In welche Kategorie soll der?

Grüße
Chang