Prohibition

Tach,

Haltet ihr es für sinnvoll, Autos per Konstruktionsvorschrift in ihrer Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen?

Gruß.

Hallo

Nein.

Im Moment wird ja gerne jeder der auf der linken Spur überholen will, als krimineller Raser und Drängler verurteilt.

Vielleicht sollte man aber auch mal häufiger daran denken, das wir immer noch ein Rechtsfahrgebot und kein generelles Tempolimit auf den Autobahnen haben (und das ist gut so).
Nur weil in 2 Kilometer ein LKW auf der rechten Spur auftaucht muß man nicht sofort auf die linke oder mittlere Spur wechseln und mit den 100 km/h alle anderen ausbremsen bzw. Staus verursachen.

Gruß
Ralf

Hallo, Biggi,
Prohibition ist immer so ein Ding - man hat die Auswirkungen ja in den 20ern in den USA erlebt.
Einsicht wäre besser, wirtschaftliche Zwänge auch gut, weil sie zumindest den Effekt erzwingen, den Einsicht von allein bringen sollte.
Grüße
Eckard.

standards wie beim arbeitsamt
Hallo

was hältst du von einer begrenzung der spektren in stauraum und geschwindigkeit, um die auto-bahn überschaubarer und dadurch sicherer zu machen? statt dem maut-system ein streckenbezogenes rent-a-car-system, bei dem dein klient die straße samt fahrzeug mietet?

Gruß

iniuria non excusat iniuriam
Hallo!

Vielleicht sollte man aber auch mal häufiger daran denken, das
wir immer noch ein Rechtsfahrgebot und kein generelles
Tempolimit auf den Autobahnen haben (und das ist gut so).
Nur weil in 2 Kilometer ein LKW auf der rechten Spur auftaucht
muß man nicht sofort auf die linke oder mittlere Spur wechseln
und mit den 100 km/h alle anderen ausbremsen bzw. Staus
verursachen.

Das ist richtig, aber man sollte auch bedenken, dass einem hieraus nicht das Recht erwächst, hinten knapp aufzufahren. Das Unrecht des Einen berechtigt den Anderen nicht zum Unrecht!! Daher sind das völlig verschiedene Dinge.

Gruß
Tom

Hallo Biggi,

hm, schwierige Frage. Einerseits fahre ich selbst gerne schnell (also nein), andererseits spielen sich auf unseren Autobahnen täglich Szenen des allgemeinen Wahnsinns ab (also ja).

Wenn eine baulich festgelegte Höchstgeschwindigkeit in Autos eingebaut wird, sollten einige weitere Systeme gleich mit reinkommen, die das Fahren mit einer solchen Beschränkung auch angenehm machen. Dann wäre es z.B. schön wenn ein Auto seinen Weg automatisch findet und mit einer festgelegten Geschwindigkeit ans Ziel fährt, ohne daß sich der Fahrer darum kümmern muß. Solange der Fahrer die Steuerung übernimmt, wird er nicht bereit sein, die Kontrolle über die Geschwindigkeit abzugeben.
Wenn man aber nur bis zur Autobahn fährt und sich dort eine intelligente Elektronik einfach hinten ans nächste Auto anhängt, während man ein Buch lesen, DVDs schauen oder mit den Mitfahrern Kaffetrinken kann ist eine solche Beschränkung völlig ok.

Also solange ich selbst fahren muß bin ich weniger davon begeistert, wenn ich mich ums fahren nicht kümmern muß ist es wurscht, ob ich mit 120 oder 150 unterwegs bin.

Gruß
Tomcat

und am schlimmsten…

Nur weil in 2 Kilometer ein LKW auf der rechten Spur auftaucht
muß man nicht sofort auf die linke oder mittlere Spur wechseln
und mit den 100 km/h alle anderen ausbremsen bzw. Staus
verursachen.

…ist es, wenn so ein L…ar… mehrere LKW „überholt“, die mit 100 oder 200m Abstand fahren ohne uns normale Autofahrer zwischenzeitlich überholen zu lassen…:frowning: Da hilft manchmal nicht mal mehr das dichte Auffahren mit Lichthupe.

Was man da an Zeit unnötig verliert (können die nicht gleich laufen? - Zeitverlust dürfte bei deren Geschwindigkeit doch eh nicht anfallen).

Tach,

Haltet ihr es für sinnvoll, Autos per Konstruktionsvorschrift
in ihrer Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen?

durchaus, sagen wir bei 420km/h *g*. Wir wollen ja keinen diskriminieren (auch nicht Bugatti Fahrer). Im Ernst - ich bin gegen eine Begrenzung. 130km/h kann bei entsprechenden Verhältnissen unangemesen sein, 250km/h völlig ok, wenn die Autobahn frei ist. Die „angemessene“ Geschwindigkeit ist einfach von der Situation abhängig, so daß mir universelle Beschränkungen am Ziel vorbeizuschießen scheinen.

Gruss
Enno

rechts überholen
Hi,

ich pflege bei Dauerlinksfahrern immer rechts zu überholen (wenn ausreichend Platz ist). Verursacht weniger Stress und Aggression als drängeln und ist auch effektiver.

Gruß

Yoyi (der immer zum Herrgott betet, der Führerschein möge ihm erhalten bleiben!)

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Moin moin,

Vor allem, da man ja immer wieder dazwischen gelassen wird, wenn man auf der rechten Spur zwischen zwei LKWs hängt:wink:

Übrigens hab ich aus meiner Fahrschule vor 14 Jahren noch den Richtwert, dass, wenn ich innerhalb der nächsten 15-20 Sekunden die Spur wieder zurück wechseln werde, ich dann auf der Spur bleibe.

Ab wann ist man übrigens ein „normaler“ Autofahrer? Ich bin ein zügiger Autofahrer, doch war ich acht Jahre lang mit 54 PS Diesel unterwegs, da ist man nicht so schnell.

In dem Zusammenhang die Zeitersparniss. Ich hatte mal ein „Wettrennen“ unter normalen Straßenbedingungen gegen einen Aussendienstler mit Audi A$ TDI(der lt. eigenen Angaben flott unterwegs ist). Die Strecke Düsseldorf-Hamburg hat er nur 10 Minuten schneller geschafft als ich, und ich war so gut wie nie über 135 km/h. Das nur zur Zeitersparniss.

Ausserdem sind die Drängler am schlimmsten, die hinter mir her fahren, während ich vor mir mehr als 3 andere Fahrzeuge habe, also definitiv nicht schneller fahren kann. Und da bin ich mit meinem Ex-Jetta genau so schnell unterwegs und sehe nicht ein, warum ich einem BMW aus dem Weg gehen soll.

Übrigens sollte ein Linksfahrer immer in der Lage sein, zu erwarten, dass ein Auto, das rechts hinter einem LKW hinterher fährt, überholen will.

Gruß

ALex (der sich auch von Dauerlichthupe und -Blinker nicht stören lässt, wenn er meint, seinen Überholvorgang abschließen zu wollen).

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Hi,

das ist so eine Sache. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber ich meine mich zu erinnern, daß man das Recht hat, 20 Sekunden auf seiner Spur weiterzufahren. Also, man muß nicht rechts reinfahren, wenn man in 20 Sekunden eh wieder links raus muß. 20 Sekunden sind auf der Autobahn ziemlich lang.

Das ist für schnelle Fahrer in der Tat unangenehm, und mich nervt es auch oft. Als Besitzer eines VW Golf II mit 50 PS kann ich Dir allerdings auch sagen, daß es die einzige Möglichkeit ist, bei vollen Autobahnen überhaupt vorwärtszukommen. Auch die schnellen Fahrer verhalten sich nämlich ziemlich daneben, weil sie den langsameren, vorschriftsmäßig gleich-wieder-rechtsfahrenden Autofahrern keine Möglichkeit zum Wiedereinscheren geben und sie damit zwingen, mehrere LKW auf einmal zu überholen, wenn sie sich nicht in die Kolonne einreihen wollen und mit 70 über die BAB zuckeln möchten.

Ist man erstmal zwischen zwei LKW, kommt man nie wieder raus - zumindest nicht, ohne sich frech reinzudrängeln. Besonders lustig ist es dann, wenn der gerade überholte LKW seinerseits zum Überholen ansetzt.

Gerade, wenn ohnehin ein Tempolimit von 120 besteht, sehe ich nicht ein, warum ich sofort die Spur freigeben sollte. Und wenn hinter mir einer auf 2 m Abstand knapp bremst, hab ich schon eh keine Lust mehr.

Auf deutschen Autobahnen herrscht immer noch die Richtgeschwindigkeit von 130. Das ist ja das Schöne an Deutschland: Bei freier Autobahn fahren wie man mag - aber wenn es voll ist, muß man auch die langsameren Menschen zulassen. Nicht jeder hat das Geld für einen 100-PS-Wagen.

ciao,
erik

Herrgottvertrauen ist zuwenig

Hi,

ich pflege bei Dauerlinksfahrern immer rechts zu überholen
(wenn ausreichend Platz ist). Verursacht weniger Stress und
Aggression als drängeln und ist auch effektiver.

Gruß

Yoyi (der immer zum Herrgott betet, der Führerschein möge ihm
erhalten bleiben!)

Mit den Methoden hilft Dir igendwann auch der Herrgott nicht mehr.

Gruß

ALex

Tach,

130km/h kann bei entsprechenden Verhältnissen unangemesen sein,
250km/h völlig ok, wenn die Autobahn frei ist.
Die „angemessene“ Geschwindigkeit ist
einfach von der Situation abhängig, so daß mir universelle
Beschränkungen am Ziel vorbeizuschießen scheinen.

besonders auf der strecke von dresden nach bautzen

gruß

chaot in flagranti
tach,

Da hilft manchmal nicht mal mehr das dichte Auffahren mit Lichthupe.

stopp!

Abstände und Geschwindigkeiten schätzen
Hallo,

Übrigens sollte ein Linksfahrer immer in der Lage sein, zu
erwarten, dass ein Auto, das rechts hinter einem LKW hinterher
fährt, überholen will.

ich erwarte das auch. Aber daß ich das inzwischen schon erwarten muß, wenn der andere Wagen noch einen Kilometer vor dem Erreichen des LKW entfernt ist, stört mich schon erheblich. Allerdings sind diese Fahrer dann so unsicher, daß sie meist schon einige Sekunden vor dem Ausscheren auf der Fahrbahn herumschlingern, so daß man weiß, was passieren wird.

Einige Menschen scheinen ein Problem damit zu haben, zu begreifen, daß das „Abstand“ ungleich „zurückzulegende Strecke bis zum Ziel“ ist, wenn das Ziel sich bewegt.

Gruß,
Christian

Distanzverlust
Hallo,

zu begreifen, daß das „Abstand“ ungleich „zurückzulegende Strecke
bis zum Ziel“ ist, wenn das Ziel sich bewegt.

Das ist die gleiche euphorische Trance wie bei den WTC-Fliegern.

Gruß.

Hi,

gegen eine Begrenzung. 130km/h kann bei entsprechenden
Verhältnissen unangemesen sein, 250km/h völlig ok, wenn die

das ist es doch. Es ist höchst deprimiernd, wenn man mit 100 + MwSt. über einen völlig leeren Kölner Ring juckeln muß, was zwar nur alle 100 Jahre einmal vorkommt, dann aber wie erwähnt in höchstem Maße deprimierend ist.

Gruß,
Christian

Das ist aber ein äußerst unfairer Vergleich. So selbstgerecht die Diskussion hier auch teilweise verlaufen mag - ich gehe nicht davon aus, daß Drängler, Raser oder die hier an der Diskussion beteiligten, anderen absichtlich und vorsätzlich Schaden zufügen wollen.

Gruß
Tomcat

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Tach,

besonders auf der strecke von dresden nach bautzen

doch eher umgekehrt - von Bautzen nach Dresden (oder sonstwo hin). Da kann man gar nicht schnell genug fahren, wenn der grüne Fischmob hinterherrollt *g*.

Gruss
Enno