Promillepegel berechnen

Hallo,

ich habe vor kurzem meinen Führerschein gemacht und ihn sehr zu schätzen gelernt und würde ihn nur ungern wieder hergeben. Nun, für mich gilt eben die 0,0 Promillegrenze. An sich eine sinnvolle Sache. Was aber, wenn ich mal am Abend was trinke, schlafen gehe und nächsten Morgen mit dem Auto fahren und vielleicht noch Restalkohol im Blut habe. Könnte böse folgen im Falle einer Kontrolle haben.

Daher meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, aus gewissen Angaben (Größe, Gewicht, Geschlecht der Person & Menge und Alkoholgehalt in % des Getränkes) die Zeit zu berechnen, wie lange noch Alkohol im Blut ist.

Baut man im Schlaf vielleicht noch schneller ab?

Abscließend möchte ich nochmals betonen (und um Missverständnissen vorzubeugen), dass ich das nicht frage, weil ich betrunken Auto fahre und jetzt ne Möglichkeit suche, das zu umgehen. Es geht mir einfach darum, dass ich nicht einschätzen kann, wie lange sich noch Alkohol im Blut befindet, was mich u.U. den Führerschein kosten kann, obwohl ich der festen Meinung war, nüchtern zu sein.

Ich danke für eure Auskünfte

Grüße

Jerry

Hallo,

ich habe vor kurzem meinen Führerschein gemacht und ihn sehr
zu schätzen gelernt und würde ihn nur ungern wieder hergeben.
Nun, für mich gilt eben die 0,0 Promillegrenze. An sich eine
sinnvolle Sache. Was aber, wenn ich mal am Abend was trinke,
schlafen gehe und nächsten Morgen mit dem Auto fahren und
vielleicht noch Restalkohol im Blut habe. Könnte böse folgen
im Falle einer Kontrolle haben.

Gibt es eine Möglichkeit, aus gewissen
Angaben (Größe, Gewicht, Geschlecht der Person & Menge und
Alkoholgehalt in % des Getränkes) die Zeit zu berechnen, wie
lange noch Alkohol im Blut ist.

Hallo,

die einzig brauchbare Methode, den Alkoholgehalt im Blut zu bestimmen, ist eine Messung. Liegt eine Messung vor, läßt sich eine ungenaue Prognose über den Abbau des Alkohols in der folgenden Zeit machen. Nun gibts es in aller Regel nicht einmal eine Messung. Du aber brauchst das Ergebnis am folgenden Morgen trotzdem sehr genau, nämlich exakt 0,0 Promille. Da helfen Dir keine Faustformeln weiter. Zu viel ist von der momentanen Konstitution und von der Ernährung abhängig.

Die 0,0-Regelung ist so angenehm eindeutig. Das heißt für Dich ganz sicher, daß Du auch am Abend vorher keinen Alkohol trinken darfst. Der Alkohol von ein paar Bieren ist nicht schon nach einer Nacht RESTLOS verschwunden.

Ganz nüchterne Grüße
Wolfgang

Hallo,

ich habe vor kurzem meinen Führerschein gemacht und ihn sehr
zu schätzen gelernt und würde ihn nur ungern wieder hergeben.
Nun, für mich gilt eben die 0,0 Promillegrenze. An sich eine
sinnvolle Sache. Was aber, wenn ich mal am Abend was trinke,
schlafen gehe und nächsten Morgen mit dem Auto fahren und
vielleicht noch Restalkohol im Blut habe. Könnte böse folgen
im Falle einer Kontrolle haben.

Daher meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, aus gewissen
Angaben (Größe, Gewicht, Geschlecht der Person & Menge und
Alkoholgehalt in % des Getränkes) die Zeit zu berechnen, wie
lange noch Alkohol im Blut ist.

Ja, gibt es, das sind natürlich Durchschnittswerte, die bei Dir nicht unbedingt stimmen müssen.
Aber ist immerhin ein Anhaltspunkt:
http://focus.de/D/DL/DLD/DLDG/DLDGA/dldga.htm
Gruß
Rainer

find ich gar nicht gut
Hallo Wolfgang,

die einzig brauchbare Methode, den Alkoholgehalt im Blut zu
bestimmen, ist eine Messung. Liegt eine Messung vor, läßt sich
eine ungenaue Prognose über den Abbau des Alkohols in der
folgenden Zeit machen. Nun gibts es in aller Regel nicht
einmal eine Messung. Du aber brauchst das Ergebnis am
folgenden Morgen trotzdem sehr genau, nämlich exakt 0,0
Promille. Da helfen Dir keine Faustformeln weiter. Zu viel ist
von der momentanen Konstitution und von der Ernährung
abhängig.

Heißt also für mich: Gänzlich Finger weg vom Alkohol, weil u.U. auch noch nach zwei Tagen ein Rest im Blut sein kann??? Das kann doch nicht gerecht sein?! Kann man das denn nicht wenigstens ungefähr eingrenzen? Ich hab da mal was gehört in die Richtung von „jede Stunde wird 0,1 Promille abgebaut“. Stimmt das so einigermaßen?

Die 0,0-Regelung ist so angenehm eindeutig. Das heißt für Dich
ganz sicher, daß Du auch am Abend vorher keinen Alkohol
trinken darfst. Der Alkohol von ein paar Bieren ist nicht
schon nach einer Nacht RESTLOS verschwunden.

Eben. Aber ich meine, dass ich am nächsten Morgen (wenn ich nicht wirklich sturzbesoffen war) wieder voll „zurechnungsfähig“ bin und somit eigentlich nicht wirklich einsehe, wieso mir dann immer noch das Fahren verweigert werden soll?

Was denkt sich der Gesetzgeber dabei? Ich halte diese Regelung nicht für sinnvoll.

Klar, keine Frage, wenn ich was getrunken habe, setz ich mich nicht hinters Steuer. Aber wenn ich ausgiebig drüber geschlafen bin, fit und ausgeruht bin - wieso darf ich am nächsten Morgen dann nicht Auto fahren? Ich sehe da keinen Sinn…

Freundliche Grüße

Jerry

Heißt also für mich: Gänzlich Finger weg vom Alkohol, weil
u.U. auch noch nach zwei Tagen ein Rest im Blut sein kann???
Das kann doch nicht gerecht sein?! Kann man das denn nicht
wenigstens ungefähr eingrenzen? Ich hab da mal was gehört in
die Richtung von „jede Stunde wird 0,1 Promille abgebaut“.
Stimmt das so einigermaßen?

Hallo Jerry,

damit nach 2 Tagen noch Alkohol im Blut ist, mußt Du schon sehr heftig gebechert haben. Jede Stunde 0,1 Promille - das mag zutreffen, je nach körperlichem Zustand kann das aber recht heftig schwanken. Außerdem macht Dich so ein Wert auch nicht schlauer, denn Du weißt nicht, wie hoch der Alkoholgehalt am Ende der Trinkerei tatsächlich ist. Deshalb und weil die Abbaugeschwindigkeit mit so vielen Unsicherheiten behaftet ist, kann eine durchschnittliche Nacht von 8 Stunden zu kurz sein, um sicher wieder auf 0,0 Promille zu sein. Ein oder zwei Biere kannst Du Dir nach wie vor gönnen, wenn das Auto stehen bleibt und Du eine Nacht schlafen kannst. Wenn Du Deinen Führerschein behalten willst, ist eine ausgedehntere Zecherei aber nicht drin.

Ungerecht? Nein, zumindest nicht aus meiner Sichtweise. Ich finde es nur inkonsequent, daß nicht für jeden Autofahrer grundsätzlich 0,0 Promille gilt. Wie begeistert wärst Du wohl, wenn Dich jemand zum Krüppel fährt, weil er eben gerade den Rausch ausgeschlafen, aber nicht topfit einen Hauch zu spät reagierte?

Gewöhne Dich ruhig im Alltagsverhalten an absolute Alkoholfreiheit am Steuer. Die 0,0-Promille-Grenze kommt nach meiner Überzeugung so sicher wie das Amen in der Kirche, und zwar für alle und grundsätzlich. Es hat in den letzten 20 Jahren einen langsamen Sinneswandel gegeben. Ich erinnere mich noch an das öffentliche Gezeter, als 1,2 Promille eingeführt wurde. Damals war es üblich, daß am Arbeitsplatz (keineswegs nur auf dem Bau) zu jeder Gelegenheit getrunken wurde. Auf einem Bein kann man nicht stehen und aller guten Dinge sind drei, waren nur einige der überall kursierenden Sprüche. Trotz geringerer Verkehrsdichte gab es aber allein in der Bundesrepublik mit damals 60 Mio Einwohnern jährlich über 12.000 Verkehrstote, ein erheblicher Teil als Folge alkoholisierter Fahrer.

Der negative Einfluß schon kleinster Alkoholmengen auf das Fahrverhalten ist sattsam bekannt. Die bei der Diskussion um Promille-Grenzen regelmäßig ihren Untergang beschwörende Lobby aus Gastronomie und Brauereien ist eindeutig auf der Verliererstraße. So wird sich hoffentlich bald die Vernunft durchsetzen und für eine unmißverständliche Regelung für alle sorgen, die nur absolutes Alkoholverbot am Steuer heißen kann. Wer früher mit Hinweis auf das vor der Tür stehende Auto Wasser statt Bier haben wollte, mußte sich hirnrissiges Gerede anhören. Heute wird dieser Wunsch in jedem Kreis anstandslos akzeptiert. Früher gehörte mancherorts zu einem richtigen Kerl, daß er einen ordentlichen Schluck vertrug. Hat sich auch geändert, ist sogar eher verpönt.

Wo also ist Dein Problem? Laß’ also die Finger vom Alkohol, Du outest Dich damit nirgends. Alkoholkontrollen, drohender Führerscheinverlust mit MPU und hohen Kosten haben dann für Dich jeden Schrecken verloren. Übrigens wird Alkohol inzwischen auch an keinem Arbeitsplatz mehr akzeptiert. Die wiederholte Fahne ist Anlaß für ein Gespräch mit Hilfsangebot, wenn das nicht fruchtet folgt die Abmahnung und sodann die Kündigung. Abgesehen von den erheblichen Gefahren an vielen Arbeitsplätzen zahlt eben kein Arbeitgeber für ein benebeltes Gehirn.

Gruß
Wolfgang

http://www.promillerechner.de/
http://www.promillerechner.de/

bin immer noch nicht ganz einverstanden
Hallo Wolfgang,

zunächst einmal vielen Dank für die wiederholte ausführliche Antwort. Ich stimme dir in den meisten Punkten zu, aber ich möchte noch einige Dinge zur Sprache bringen.

damit nach 2 Tagen noch Alkohol im Blut ist, mußt Du schon
sehr heftig gebechert haben. Jede Stunde 0,1 Promille - das
mag zutreffen, je nach körperlichem Zustand kann das aber
recht heftig schwanken. Außerdem macht Dich so ein Wert auch
nicht schlauer, denn Du weißt nicht, wie hoch der
Alkoholgehalt am Ende der Trinkerei tatsächlich ist. Deshalb
und weil die Abbaugeschwindigkeit mit so vielen Unsicherheiten
behaftet ist, kann eine durchschnittliche Nacht von 8 Stunden
zu kurz sein, um sicher wieder auf 0,0 Promille zu sein. Ein
oder zwei Biere kannst Du Dir nach wie vor gönnen, wenn das
Auto stehen bleibt und Du eine Nacht schlafen kannst. Wenn Du
Deinen Führerschein behalten willst, ist eine ausgedehntere
Zecherei aber nicht drin.

Das ist in Ordnung. Ich trinke nur sehr unregelmäßig Alkohol und eigentlich nie über den Durst. Ich halte es einfach für ungerecht, dass ich, wenn ich am Abend bei mir zuhause - wie du gesagt hast - ein oder zwei Bier trinke, schlafen gehe und am nächsten Morgen wieder topfit aus dem Bett springe, mir aber nicht sicher sein kann, ob ich schon wieder auf 0,0 Promille bin, obwohl ich mich fühle wie an jedem Morgen.

Ungerecht? Nein, zumindest nicht aus meiner Sichtweise. Ich
finde es nur inkonsequent, daß nicht für jeden Autofahrer
grundsätzlich 0,0 Promille gilt. Wie begeistert wärst Du wohl,
wenn Dich jemand zum Krüppel fährt, weil er eben gerade den
Rausch ausgeschlafen, aber nicht topfit einen Hauch zu spät
reagierte?

Das ist etwas anderes: Ich sagte, wieso sollte ich nicht am nächsten Morgen fahren, wenn ich
a) am vorigen Abend nur wenig getrunken habe (nicht mal angeheitert war) und
b) mich wieder topfit fühle (also zu 100%) ?

Gewöhne Dich ruhig im Alltagsverhalten an absolute
Alkoholfreiheit am Steuer. Die 0,0-Promille-Grenze kommt nach
meiner Überzeugung so sicher wie das Amen in der Kirche, und
zwar für alle und grundsätzlich. Es hat in den letzten 20
Jahren einen langsamen Sinneswandel gegeben. Ich erinnere mich
noch an das öffentliche Gezeter, als 1,2 Promille eingeführt
wurde. Damals war es üblich, daß am Arbeitsplatz (keineswegs
nur auf dem Bau) zu jeder Gelegenheit getrunken wurde. Auf
einem Bein kann man nicht stehen und aller guten Dinge sind
drei, waren nur einige der überall kursierenden Sprüche. Trotz
geringerer Verkehrsdichte gab es aber allein in der
Bundesrepublik mit damals 60 Mio Einwohnern jährlich über
12.000 Verkehrstote, ein erheblicher Teil als Folge
alkoholisierter Fahrer.

Ich kann mich schon an die 0,0 Promillegrenze gewöhnen, ich finde es nur so unfair, dass man kaum einschätzen kann, wann man nach Alkoholkonsum wieder auf diesem Wert ist. Nach einer Nacht ist der Körper womöglich schon wieder voll regenieriert auch wenn ein Alkotest vielleicht noch 0,2 Promille ergeben würde. Verstehst du was ich meine?

Und in meinem Fall kostet mich das den Führerschein, obwohl ich mir dann wirklich keines Vergehens schuldig bewusst wäre.

Der negative Einfluß schon kleinster Alkoholmengen auf das
Fahrverhalten ist sattsam bekannt. Die bei der Diskussion um
Promille-Grenzen regelmäßig ihren Untergang beschwörende Lobby
aus Gastronomie und Brauereien ist eindeutig auf der
Verliererstraße. So wird sich hoffentlich bald die Vernunft
durchsetzen und für eine unmißverständliche Regelung für alle
sorgen, die nur absolutes Alkoholverbot am Steuer heißen kann.
Wer früher mit Hinweis auf das vor der Tür stehende Auto
Wasser statt Bier haben wollte, mußte sich hirnrissiges Gerede
anhören. Heute wird dieser Wunsch in jedem Kreis anstandslos
akzeptiert. Früher gehörte mancherorts zu einem richtigen
Kerl, daß er einen ordentlichen Schluck vertrug. Hat sich auch
geändert, ist sogar eher verpönt.

Wo also ist Dein Problem? Laß’ also die Finger vom Alkohol, Du
outest Dich damit nirgends. Alkoholkontrollen, drohender
Führerscheinverlust mit MPU und hohen Kosten haben dann für
Dich jeden Schrecken verloren. Übrigens wird Alkohol
inzwischen auch an keinem Arbeitsplatz mehr akzeptiert. Die
wiederholte Fahne ist Anlaß für ein Gespräch mit Hilfsangebot,
wenn das nicht fruchtet folgt die Abmahnung und sodann die
Kündigung. Abgesehen von den erheblichen Gefahren an vielen
Arbeitsplätzen zahlt eben kein Arbeitgeber für ein benebeltes
Gehirn.

Wie gesagt, ich bin hänge nicht ständig sternhagelvoll in der Gegend herum, meine Frage bezog ich auf - angemessenen - Aloholkonsum. Sonst stimme ich dir eigentlich in allen Punkten zu.

Grüße

Jerry