mich würde mal interessieren, ob es eigentlich ratsam ist, wenn man selbst psychologische/psychische Störungen hat (meinetwegen Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe, Zwangsstörungen oder oder…),
Psychologie zu studieren?
würde dass einen möglicherweise helfen seine Probleme zu verstehen oder würde man sich dadurch höchstens noch weiter hineinsteigern und duch die städnige Beschäftigung mit solchen Problemen nie von seinen eigenen wegkommen?
lg Jeana
ich kenne das Vorurteil, dass sich sogar die Mehrheit der Psychologiestudenten ein besseres Verständnis oder gar Lösung ihrer eigenen Probleme erhofft, und dann aber enttäuscht ist, wenn Psychotherapie (Therorien psychischer Probleme und ihre Behandlung) nur einen sehr kleinen Bestandteil des Studiums darstellt.
Oder anders ausgedrückt: Die meisten suchen eine Anleitung zur Selbsthilfe und sollen sich dann mit Statistik und Entwicklungspsychologie befassen.
Ob’s stimmt, werden dir dir studierten Psychologen hier vielleicht sagen können. Ich persönlich habe eine Handvoll Psychologiestudenten kennengelernt und finde, dass sie durchaus „eigenwillig“ waren.
verstehen und bewältigen ist aber auch kein widerspruch.
aus meiner sicht mus man eigene psychische störungen bewältigen, um vernünftig studieren zu können, denn eins der ersten und übergreifendsten symptome psychischer störungen ist die beeinträchtigung der kognitiven leiustung (lernen, sich konzentrieren).
ausserdem bringt es nicht viel, im studium monate auf die grundlagen der statistischen psychometrischen tests zu verschwenden, wenn man eigentlich depression verstehen will.
und wenn man sie versteht, hat man sie noch lange nicht bewältigt.
ich denke doch, dass du Psychologie studieren solltest, auch wenn du psychische Probleme hast. Es wird dir sogar einige Vorteile in der Therapie von bspw., depressiven bringen, da du dich besser in sie hineinversetzen kannst. Ich glaube aber, dass das Studium auch sehr an die eigene Substanz gehen kann, da es glaube ich auch Analysen der eigenen Psyche beinhaltet. Das könnte wiederum ein Nachteil für dich sein. Es gibt da einen bösen Spruch über Psychologen/Psychiater:
"Das Einzige, das den Psychologen von seinen Patienten unterscheidet, ist seine Bildung. Wirst nicht allein mit psych. Problemen im Hörsaal sitzen.
Ich würde es tun!
mich würde mal interessieren, ob es eigentlich ratsam ist, wenn man selbst psychologische/psychische Störungen hat (meinetwegen Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe, Zwangsstörungen oder oder…), Psychologie zu studieren? würde dass einen möglicherweise helfen seine Probleme zu verstehen oder würde man sich dadurch höchstens noch weiter hineinsteigern und duch die städnige Beschäftigung mit solchen Problemen nie von seinen eigenen wegkommen?
Wer Freuds Lehre studieren und selber Analytiker will, muß parallel dazu eine Therapie (so genannte „Lehranalyse“) absolvieren. Daran läßt sich ermessen, dass es einem für die Lösung eigener Probleme nicht direkt weiter helfen wird, lediglich Psychologie im allgemeinen zu studieren - höchstens insofern, dass diese Vorgehensweise die Bedingung dafür darstellt, anschließend ein „Akademischer Psychoanalytiker“ zu werden. In seiner „Abhandlung über die Laienanalyse“ erklärt Freud aber die Art von Denken, die an den Universitäten gelehrt wird, für kontraproduktiv der Art von Denken, das ein Psychoanalytiker für die Bewältigung seiner Aufgabe benötigt. SChließlich hat er die Psychoanalyse ja selbst auch nicht an einer Universität beigebracht bekommen…
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten.
Dass es seeeeehr unwahrscheinlich ist durch ein p-studium von seinen eigenenProblemen weguzkommen, ist eigentlich sehr einleuchtend. (Der Friseur lässt sich seine Haare schließlich auch von einen anderen Frisuer schneiden und macht es nicht selbst ;D).
Es geht mir weniger um positive als viel mehr um mögliche negative Auswirkungen…, kann die Beschäftigung mit solchen Themen nicht negative Auswirkungen auf die Person haben? wenn er sich die ganze Zeit damit beschäftigt (wenn auch nicht bei sich selbst…), scheint es mir eventuell problematisch, dass er nie seine eigenen Probleme „in Vergessenheit“ bringen kann… oder urteilt ihr das anderss?
mfg jeana
Warum nicht, probieres doch einfach mal aus und lies dir doch mal das Buch „Einführung in die Psychologie“ aus dem Pearson Verlag durch, oder Besuch doch mal ein Seminar an der Uni, einfach dazusetzen, oder Gasthörerschein oder sowas beantragen.
Das man psychische Probleme hat sollte kein Hinderungsgrund sein, schließlich sollte sich ja gerade die Psychologie mit der Psyche in all ihren Facetten beschäftigen.
Mfg Oliver