Psychologe JA oder NEIN?

Hallo!

Vielleicht kann ich mal eine uneingenommene Meinung hören.
Meinem Kind und mit wurde gesagt, dass wir mal den Psychologen aufsuchen sollen. Meine Kleine (6 Jahre / 1.Klasse) hat ab und zu (1 mal im Monat) nach schwierigen Konfliktsituationen (Streitigkeiten) im Hort einen Aussetzer, dass heißt wird wütend und sagt dinge, dir ihr schon minuten später wieder leid tun. Leider sagte Sie letztens: " ich wünschte ich wäre nicht geboren" zu Ihrer Erzieherin im Hort. Nun wäre sie siuzid gefährtet und wir sollen uns Hilfe holen! Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder nen tollen Buchtipp, würde mich erstma selber reinlesen in Probleme und Sachverhalte, eh ich zum Doktor gehe.

Hallo

Hat jemand
ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder nen tollen Buchtipp, würde
mich erstma selber reinlesen in Probleme und Sachverhalte, eh
ich zum Doktor gehe.

Wieso, der Psychologe tut dir und deinem Kind doch nichts. Im Gegenteil, der kann dir wahrscheinlich am besten sagen, ob alles ok ist. Und selbst wenn, dann kann er vielleicht noch eine Verbesserung erreichen.

Es ist nur nicht so leicht, an einen Psychologen dranzukommen, besonders einer, der auch Kinder behandeln kann. Die haben meistens ellenlange Wartelisten.

Ein Besuch beim Psychologen ist meistens recht interessant, wenn du irgend kannst, würde ich es machen. Ich glaub, viele Leute die sich es leisten können, haben sowieso immer einen Psychologen zur Optimierung ihrer Verhaltensweisen.

Allerdings würde ich von so einer Äußerung nicht direkt denken, dass sie suizidgefährdet ist. Ich denk eher, dass sie den Spruch mal gehört hat, und dass er ihr irgendwie gefallen hat. Aber wer weiß, ich kenn sie ja gar nicht (im Gegensatz zur Horterzieherin).

Viele Grüße
Simsy

Hallo auch,

als Mutter eines mittlerweile 18 jährigen völlig „normalen“ Sohnes
kann ich nur folgendes dazu beitragen:

Kinder lernen auf ihre ganz eigene Art, Konfliktsituationen zu bewältigen und dazu gehören auch mal sog. Ausraster. Viele Dinge schnappen sie auf und bringen sie dann in entsprechende Situationen ein, was mir ganz normal erscheint.

Ich denke einfach, das die Erzieherin völlig überreagiert hat, zumal Deiner Tochter ihr Ausspruch kurze Zeit später gleich wieder leid tat.
Ich kann Dir nur den ganz einfachen Tipp geben, ihr Verhalten (also das Deiner Tochter) mal genau zu beobachten und wenn Du der Meinung bist, da läuft was aus dem Ruder, kannst Du immer noch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Gruß von Kieckie

Hallo,

Leider sagte Sie letztens: " ich wünschte ich wäre nicht geboren" zu Ihrer Erzieherin im Hort. Nun wäre sie siuzid gefährtet und wir sollen uns Hilfe holen!

Alleine aufgrund dieser Aussage soll deine Tochter suizidgefährdet sein? Find ich persönlich ein wenig weit hergeholt.

Ich kenn weder die Erzieherin (hinsichtlich ihrer Kompetenz), noch das Verhalten deiner Tochter. Aber wenn deine Kleine tatsächlich öfter mal „Aussetzer“ haben sollte (egal (!) ob ihr das im Nachhinein leid tut oder nicht), würd ich das mal „ansehen“ lassen. Ist ja nichts dabei. Du hast dann eine kompetente (!) Meinung, und kannst weiter entscheiden.
Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten: entweder der Psychologe/Psychotherapeut gibt Entwarnung (damit wäre wohl auch dein Gefühl ein besseres), oder aber er ist der Ansicht, dass deine Tochter ein klein wenig Hilfe und Unterstützung braucht. Und dann wärst du doch froh, (früh genug) gehandelt zu haben.

Der Gang zum Psychologen ist noch immer so… vollbeladen mit Vorurteilen und Ängsten. Das finde ich sehr schade. Andererseits kann der Vorschlag zu nem Fachmann zu gehen, oft auch sehr übereilt kommen. Immerhin sind Kinder in dem Alter deinen Kleinen nun mal in einem schönen Trotzalter… und (dadurch auch) ab und an in manchen Situationen einfach überfordert.

Aber wie gesagt: ich persönlich würde dem nachgehen. Sei es auch nur deshalb, um die ganze Sache abklären zu lassen und mir nicht hinterher Vorwürfe machen zu müssen, wieso ich nicht früher gehandelt hab.

Alles Gute euch beiden!
gremlin

Hallo,

seh ich auch so. Mein Sohn hatte in jungen Jahren jede Menge solcher Ausraster. Manchmal rannte er seinen Kopf gegen die Wand (konnte auch eine Glastüre sein), manchmal warf er sein Spielzeug krachend in die Ecke.

Ich ließ mir Tipps geben, wie die „Anfälle“ für ihn und die oft teueren Sachen gefahr- und schmerzlos vorübergehen. Der Tipp war damals gewesen, ihn ins Kinderbett o. ä. zu stecken. Dann gibt es im schlimmsten Fall ein paar blaue Flecken. Wenn er sich beruhigt hat, wieder herausnehmen und keine Vorwürfe machen.

Hat er seinen Aussetzer an Spielsachen ausgelassen, nahm ich diese Weg und ließ sie für eine gewisse Zeit im Keller, für ihn unerreichbar, verschwinden. Ihm erklärte ich, dass er das Auto, das er ja in die Ecke gepfeffert hatte, anscheinend nicht mehr wollte, also kann ich es wegtun.

Nach etwa einem Jahr waren die Aussetzer rum, kamen nie wieder. Inzwischen ist er 32 Jahre alt und dreifacher Papa. Sein ältester zeigt ihm jetzt, wie er vor 28 Jahren gewesen ist.

Versuch einen Termin bei einer Erziehungsberatungsstelle zu bekommen, bevor das große Geschütz einer aufwendigen therapeutischen Behandlung aufgefahren wird.

Gruß
Ingrid

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Nein!
Hallo Antje,

heutzutage wird für alles ein Psychologe empfohlen. Ich habe den Eindruck, daß es hier nur um Geld geht. Jeder scheint krank zu sein und eine Therapie zu benötigen. Gehst Du gesund zum Psychologen, so wird er eine Krankheit bei Dir finden.
Trotz dem Heer von sogenannten Experten spricht die Statistik eine andere Sprache. Die Suizide sind nicht weniger geworden, trotz der ganzen Therapien. Kinder sind natürlich die Patienten von morgen, d.h., sie werden als Erwachsene dann auch bei Problemen zum Therapeuten rennen, daß freut den Geldbeutel der Therapeuten. Kindern und Eltern werden sämtliche Krankheiten eingeredet, derweil ist es eine ganz normale und gesunde Entwicklung, die ein Mensch erleben MUSS.
Meine persönliche Meinung: Therapien machen die Kinder erst recht krank! Die Eltern sind die besten Therapeuten, denn niemand kennt das Kind besser, als diese. Therapeuten legen meist nur Ihre Schemata an Menschen an, aber jeder Mensch ist anders, da kann man nicht mit Schablonen arbeiten.

LG
Mikhael

Hi,

ich finde es gut, dass die Erzieherin dieses mitbekommen hat und auch die Eltern darauf anspricht. Ob ihr eine „Diagnose“ zusteht sehe ich allerdings etwas zweifelhaft, würde es auch höchsten als Ratschlag ansehen.

Viele Grüße
Me

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Hi,

hab die anderen Antworten nicht gelesen…

Leider sagte Sie letztens: " ich wünschte ich wäre
nicht geboren" zu Ihrer Erzieherin im Hort.

Das ist ein abge"guckter" Spruch, sowas sagt kein Kind in dem Alter, weil es die Dimension dieser Aussage gar nicht erfassen kann.

Nun wäre sie
siuzid gefährtet und wir sollen uns Hilfe holen!

Das halte ich für völligen Unsinn. Ich würde mal drüber nachdenken, wer diesen Spruch hat fallenlassen. Offensichtlich ist das Kind sich der Wirkung bewusst und hat ihn benutzt, um irgendetwas zu erreichen. Da würde ich nachhaken.

Gruß,

Anja

Ja
Hallo,

ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass einige Vorschreiber das so lapidar abtun. Von wegen „großes Geschütz“, so ein Quatsch ! Wenn die Äußerung völlig aus der Luft kam, und das Kind sonst gar nichts hat, dann wird kaum ein seriöser Psychologe eine jahrelange Therapie machen :wink:

Aber wenn das Kind tatsächlich „etwas“ hat - da gibt es vieles, daher hilft auch kein Buch - dann versäumt man etwas, wenn man NICHT danach schaut. Den Hinweis der Erzieherin würde ich grundsätzlich ernst nehmen, ich kenne es eigentlich so, dass Erzieherinnen wenn überhaupt, dann erziehungsmäßige Tipps geben und nicht vorschnell Psychologen empfehlen.

Eie Erziehungsberatung ist leider immer nur so gut, wie die jeweiligen Mitarbeiter dort, daher würde ich lieber eine Fachkraft aufsuchen. Tut übrigens nicht weh, keine Sorge :wink:

Gruß,
Insel

Hallo

ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass einige Vorschreiber
das so lapidar abtun.

+++
Vielleicht bist DU lapidar, indem Du so kleine Menschlein in die Mühlen der Psychologie schickst?
+++
Von wegen „großes Geschütz“, so ein

Quatsch ! Wenn die Äußerung völlig aus der Luft kam, und das
Kind sonst gar nichts hat, dann wird kaum ein seriöser
Psychologe eine jahrelange Therapie machen :wink:

Das ist doch gut für seinen Geldbeutel.
+++

Aber wenn das Kind tatsächlich „etwas“ hat - da gibt es
vieles, daher hilft auch kein Buch - dann versäumt man etwas,
wenn man NICHT danach schaut. Den Hinweis der Erzieherin würde
ich grundsätzlich ernst nehmen, ich kenne es eigentlich so,
dass Erzieherinnen wenn überhaupt, dann erziehungsmäßige Tipps
geben und nicht vorschnell Psychologen empfehlen.

Typische Psychologisierung von alltäglichen Äußerungen. Dadurch wird es erst zu einem Problemfall gemacht! Das arme Kind!
+++

Eie Erziehungsberatung ist leider immer nur so gut, wie die
jeweiligen Mitarbeiter dort, daher würde ich lieber eine
Fachkraft aufsuchen. Tut übrigens nicht weh, keine Sorge :wink:

Was ist eine Fachkraft, wenn nicht die Eltern selbst???

LG
Mikhael

Hallo

ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass einige Vorschreiber
das so lapidar abtun.

+++
Vielleicht bist DU lapidar, indem Du so kleine Menschlein in
die Mühlen der Psychologie schickst?
+++

Hallo,

Mühlen ???

Es gibt natürlich Menschen, die Psychologie komplett ablehnen, ja, es gibt sogar Vereinigungen, die mit Anti-Psychiatrie ganz gut verdienen.

Was ist eine Fachkraft, wenn nicht die Eltern selbst???

DAS wiederum ist die Grundeinstellung jedes fähigen Kinderpsychologen.

Gruß,
Insel

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Hallo Antje
ich sag mal ja und nein
ein guter Psychologe ist immer ein echter Schatz. Im Zweifelsfalle findet man so einen über die Erziehungsberatungsstellen, m E eher als im Branchenbuch
und es muss ja wahrlich nicht um Suizid gehen, vielleicht nur um ein paar gute Konfliktbewältigungsstrategien.
Und übrigens, soweit ich weiß denken (fast) alle Kinder im echten Streit: ich wünschte ich wäre tot. Dann malen sie sich aus, wie alle anderen darunter leiden, wie sie trauernd und schuldbeladen am offenen Grab stehen und dergleichen mehr. Die meisten Kinder vergießen dann einige Tränen des Selbstmitleids und damit ist es dann meist wieder gut.
Das gehört dazu. Ich glaube, das hat was mit den eigenen Wert zu erkennen zu tun, damit sich auszumalen, wie es ist, den anderen das extremste anzutun, einfach zu verschwinden. Und endlich haben mal alle anderen Schuld.
Gott-sei-Dank kennen Kinder noch nicht die geistige Zensur, die ihnen solche Gedanken verbietet. Sie erlauben sich noch ALLES
Und ich könnte mir gut vorstellen, dass der Wunsch nie geboren worden zu sein, diesen ich-wünschte-ich-wäre-tot noch mal toppen sollte.

Ein paar Gespräche über das Leben an sich, in netter Atmosphäre, bei ein paar Keksen, mit einem passenden Schwank aus deiner Kindheit, können vielleicht einiges klären.

Und wenn es wirklich nur um Ausraster geht, darum seine Wut nicht beherrschen zu können, sie nicht lenken zu können und sich ihr ausgeliefert zu fühlen, darum hinterher voll Scham allein dazustehen (und sich eben zu wünschen, niemals da gewesen zu sein), dann können Bücher wie „Anna und die Wut“ ein guter Ansatz sein.

Lass doch gelegentlich die Situation von einem Aussenstehenden einschätzen, auch von solchen, die anscheinend viel zu weit weg sind,- die haben oft einen klareren Blick auf euch. Dann kannst du immernoch die Strategie ändern. Erziehung ist eh eine ziemlich amorphe Sache…
Ganz viel Glück für Euch
und Lebensfreude
wünscht
Susanne

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NEIN
hallo,

ich vermisse heutzutage sehr die selbstverständlichkeit, mit denen kinder früher aufwachsen durften. dazu gehörte es auch, dummheiten zu machen, sich die knie aufzuschlagen und so einiges an dummen zeug nachzuplappern, was sie von erwachsenen (inzwischen wohl eher: vom fernsehen) aufgeschnappt hatten.
meine freundin wollte unbedingt ente werden, wenn sie groß ist, mein freund schwafelte wichtigtuerisch als 5-jähriger vom endothymen urgrund, wenn erwachsene in hörweite waren (das wort hatte er bei seinem vater aufgeschnappt), sein bruder hat im laufställchen vorbeilaufende hühnerküken eingefangen und ihnen vergnügt quiekend die köpfe abgebissen, bis die erschreckten eltern das bemerkten. aber weder ist einer von ihnen ist sodomist geworden noch mörder oder tierqüler, noch nicht mal ein dummschwätzer.

ich vermisse auch die kompetenz von eltern, die zunehmend an vermeintlichen „spezialisten“ orientieren, ohne deren qualifikation zu hinterfragen. nicht, daß die eltern bei spezialisten hilfe suchen verurteile ich, sondern daß sie sich dabei von modeströmungen beeinflussen lassen. (um es gleich zu sagen: ich war vor 25 nicht besser. darum kann ich das aber heute sagen.)

wenn du unbedingt „psychologisieren“ willst, dann überlege doch mal, welche auswirkungen es auf deine tochter haben wird, wenn sie wegen aller möglichen sprüche, die von von außen aufgestellten normen abweichen, für behandlungswürdig - also KRANK! - erklärt wird.
erzähl mir jetzt nicht, ja neee, es ist ja nur ein psychologisches gespräch … kein kind wird das dahingehend differenzieren! noch nicht mal erwachsene tun das! (wobei ich bestimmt niemand nötige psychologische hilfe versagen möchte. aber das ist was anderes als wegen jedem pippifax zum psychologen zu rennen.)

laß auch mal die erziehungsratgeber weg und alle das zeug, frage doch einfach deine tochter mal, was sie damit gemeint hat. und dann bilde dir ein EIGENES urteil.

zum entstehen und zur auswirkung solcher erzieherinnenratschläge, kann ich dir nur eine geschichte erzählen:
mein sohn war 4 oder 5, als im kindergarten „festgestellt“ wurde, daß er einen sprachfehler hat. man riet mir dringend(!), ihn logopädisch behandeln zu lassen. die erzieherin meinte sogar, er würde von den anderen kindern deswegen gehänselt. ich war sehr überrascht, denn ich hatte noch keinen sprachfehler bei ihm festgestellt. aber daß er gehänselt wurde, wollte ich natürlich auch nicht und begann (nach odyssee von facharzt zu facharzt, die ergebnislos verlief) die behandlung bei der logopädin. während der zeit wäre er besser auf bäume geklettert oder hätte sonstwas gespielt! eine veränderung fand nämlich nicht statt. aber es stellte sich raus, daß die anderen kinder ihn nur deshalb immer aufgezogen hatten, weil die erzieherin behauptet hat, daß er einen sprachfehler habe. deren ohren haben wir natürlich nicht untersuchen lassen.

was ich damit sagen will: wer ist diese erzieherin bei dir, daß sie sich anmaßt, bei einer 6-jährigen suizidgefahr zu diagnostizieren? hat die was an der waffel? sie müßte doch, wenn es keine schmalspur"erzieherin" ist, wissen, daß kinder in dem alter keine vorstellung vom tod haben.

außerdem: (noch) nicht geboren worden zu sein, kann ja durchaus auch kleinen kindern als angenehmer zustand vorgestellt worden sein. man stelle sich nur die fragen beim anblick eines schwangerschaftsbauches vor:
wie kommt das baby dort rein? kriegt es denn luft darin? und zu essen? hat es denn spielzeug? ist es nicht traurig, weil es so allein ist? daraufhin wird dem kind natürlich erzählt, daß es dem baby im bauch an nichts mangelt, weder an nahrung oder atemluft noch an müttlicher liebe und zuwendung. und es muß auch nie aufräumen und wahrscheinlich bekommt es auch nie schimpfe! (wie sollte das auch gehen?)
da kommt sehr schnell die idee auf, daß ungeboren sein gar nicht so schlecht ist. (

mensch! wir sagten früher „ich will zurück ins ei!“
niemand wäre auf die idee gekommen, uns deswegen beim psycho auf die couch zu legen.

laß dich nicht verunsichern und trete der erzieherin gegenüber mit gefestigter, selbst gebildeter meinung auf. du wirst dich wundern, wie sich ihre meinung (und auch ihre haltung dir gegenüber) daraufhin ändert.

schöne grüße
ann

Toller Beitrag! Vielen Dank dafür+* owT Gruß
ohne
weiteren
Text

Hallo!

Meinem Kind und mit wurde gesagt, dass wir mal den Psychologen
aufsuchen sollen. Meine Kleine (6 Jahre / 1.Klasse) hat ab und
zu (1 mal im Monat) nach schwierigen Konfliktsituationen
(Streitigkeiten) im Hort einen Aussetzer, dass heißt wird
wütend und sagt dinge, dir ihr schon Minuten später wieder
leid tun. Leider sagte Sie letztens: " ich wünschte ich wäre
nicht geboren" zu Ihrer Erzieherin im Hort. Nun wäre sie
Suizid gefährdet und wir sollen uns Hilfe holen! Hat jemand
ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder nen tollen Buchtipp, würde
mich erstmal selber reinlesen in Probleme und Sachverhalte, eh
ich zum Doktor gehe.

Bring ihr eine Modifikation des Spruches bei, und zwar

Ich wünschte, ich werde nie gewesen sein!

Da hat die Erzieherin erstmal was zu knabbern.

Ansonsten möchte ich mich zur Frage: „soll man
Kindern ‚die Krankheit‘ durch den Psychologen
herausziehen lassen“ nicht äussern, zumindest
nicht hier …

Grüße

CMБ

Ein wenig OT
Hallo Mikhael,
ich frage mich ernsthaft was dir ein Psychologe mal angetan hat, dass du zu einem Kreuzzug gegen die ganze Zunft aufgebrochen bist!?

Manchmal ist nötig sich helfen zu Lassen! Wenn ein Kind sich das Bein bricht, dann sagt man doch auch nicht, dass wächst schon wieder zusammen, sondern wird es Gipsen. Natürlich würde es auch so wieder zusammenwachsen, mit ganz viel Glück sogar gerade. Der Normalfall ist aber, dass das Bein dann krumm und krüpplig wird und der Besitzer sehr viele Probleme damit haben wird!

Ich sehe das mit der Seele ähnlich. Wenn diese ernsthaft verletzt wurde (und wann sie ernsthaft verletzt ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden!), dann ist es auch nötig zu einem Spezialisten zu gehen um sie zu heilen!

Ich finde allerdings auch, dass ein Therapeut bei dem Kind übertrieben wäre, aber nicht weil ich Therapeuten grundsätzlich für schlecht halte, sondern aus ziemlich ähnlichen Gründen, die Ann geschrieben hat!

Grüße
/silvl

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Besser kann man es fast nicht ausdrücken! owt!
.

Hallo Insel,

Eine kleine Anmerkung:

Es gibt natürlich Menschen, die Psychologie komplett ablehnen,
ja, es gibt sogar Vereinigungen, die mit Anti-Psychiatrie ganz
gut verdienen.

Psychologie ist zu Psychiatrie etwa dasselbe wie selbstständig Autofahren und Physik-Prüfung in die Schule.

Psychologie beschäftigt sich mit Verhaltensauffälligkeiten, die oft (meistens) keine physiologische (also körperliche) Ursache haben (zB Schreckenserlebnissen wie zB der Tod eines nahestehender Menschen). Dagegen Psychiatrie ist eine ärzliche (Psychologen sind keine Ärzte bzw. studieren nicht in die medizinische Fakultät!) Spezialität, wie jede andere auch (zB Orthopädie, Frauenheilkunde, oder Chirurgie), die sehr wohl mit einer körperlichen, krankhaften Veränderung im Gehirn einher geht (zB die Synapsen). Dieses kann viele Gründe haben (wie bei jeder anderen medizinischen Spezialität auch) zB Traumas, Erkrankungen, erbbedingt,…
Gegen psychiatrische Erkrankungen kann man zB oft Medikamente nehmen. So was habe ich nie von einer psychologischen Störung gehört.

Und noch ein Unterschied: Ein Mediziner beschäftigt sich immer mit Kranken oder Verletzen (oder diejenigen bei denen solches vermutet wird) und deren Bekämpfung. Ein Psychologe kann durchaus in einem Bereich tätig sein, die absolut nichts mit Krankheiten, Unfällen etc… zu tun hat, nämlich, zB um die Beurteilung welches Kandidat für einen Beruf/eine TV-sendung, usw… am beste geeignet ist. (Und sorry: Ich möchte keineswegs diesen tollen Beruf „kleinmachen“, sondern klar darstellen, daß eben nicht ein Mediziner ist)

Ich fínde immer befremdlich wie oft beides miteinander vermischt werden.

Schöne Grüße,
Helena
PS. Sollte etwas nicht 100% genau so sein, lasse ich mich eines besseren Belehren und bitte um Verbesserung und Nachsicht! Danke!

Was ist eine Fachkraft, wenn nicht die Eltern selbst???

DAS wiederum ist die Grundeinstellung jedes fähigen
Kinderpsychologen.

+++
Wozu dann noch den Kinderpsycho?

Gruß
Mikhael

Hallo,

schon an Deinem Beitrag ist zu erkennen, daß Du „psychologieverseucht“ bist. Vorurteile über Vorurteile, Du legst ein Schubladendenken mit Deiner Antwort offen.
Es macht wohl einen Unterschied, wenn jemand an meinem Bein rumfummelt oder in den undurchdringlichen Tiefen der Seele herumwühlt. Da hilft Ihm die ganze Fachausbildung nichts. Ein Mensch selbst weiss nicht einmal, warum er dies oder jenes sagt und tut, wie sollte ein Fremder es da besser wissen können? Schlaf weiter.

LG
Mikhael