Psychotherapie? Nein Danke!

H@llo,

wenn z.B. Psychoanalytiker (ein Beispiel neben allen anderen Therapieformen) während des gesamten Behandlungszeitraumes keine Perspektive (z.B. Sollbruchstellen) anbieten, die es Patienten ermöglicht, eigenständig (!) einen eventuellen Behandlungserfolg ablesen zu können, was sollen diese ganzen Therapien überhaupt für einen Sinn haben?

Gruß guvo

Hallo,

meines Erachtens haben Therapien wenig Sinn. Die Heilung kommt von innen. Ein Therapeut KANN evtl. Wege zeigen, aber eben nur KANN.

LG
Mikhael

Hallo Mikhael,

was meinst Du bitte mit ´wenig´ Sinn? Kannst Du das präzisieren?

guvo

Hallo,

er kann Dir auf die Sprünge helfen, falls man auf dem Schlauch steht. Aber dennoch meine ich, daß die Heilung von uns selbst ausgehen muss!
Ein paar Threads früher hat man über die Sexualtherapie gesprochen, dort kannst Du meine etwas ausführlichere Begründung lesen.
In Erhebungen hat man festgestellt, daß Personen die beim Therapeuten in Behandlung waren, teilweise schlechter abschnitten, als Personen, die nur mit Ihren Freunden über ihre Probleme gesprochen haben.

Empfehlenswerter Buchtitel: Lexikon der Psychoirrtümer.

LG
Mikhael

H@llo,

wenn z.B. Psychoanalytiker (ein Beispiel neben allen anderen
Therapieformen) während des gesamten Behandlungszeitraumes
keine Perspektive (z.B. Sollbruchstellen) anbieten, die es
Patienten ermöglicht, eigenständig (!) einen eventuellen
Behandlungserfolg ablesen zu können, was sollen diese ganzen
Therapien überhaupt für einen Sinn haben?

Das willst Du doch gar nicht wissen. Du willst doch grad nur motzen. Oder?

Hallo,

wenn ich den Therapeuten aufsuche in der Erwartung, dass mich dieser wieder GESUND MACHT, habe ich relativ schlechte Chancen. Viele Patienten beschäftigen Heerscharen an Analytikern, Psychotherapeuten- wechseln dann zwischenzeitlich zu Heilpraktikern und Wunderheilern-
immer in der Erwartung irgendjemnd MUSS mir doch HELFEN können.
Da dies in der Regel niemand kann, werden sie oft als UNFÄHIG hingestellt.
Helfen kannst nur Du Dir selbst- der Therapeut begleitet Dich und hilft Dir ein wenig Ordnung in verfahrene und vertsrickte Geschichten zu bringen. HANDELN musst Du selbst.

Alles hat immer irgendeinen Sinn- man sieht, oder bemerkt ihn manchmal erst später.

Bedauernswert sind allerdings die Erfahrungen einer Vielzahl an Klienten, die von Ihren Therapeuten keine ausreichenden Erklärungen über den Sinn und Zweck bestimmter (Be)Handlungsweisen bekommen.

LG
Frank

Hi!

Die Aufgabe des Psychotherapeuten ist nicht, wie hier schon angesprochen, die Erstellung des ultimativen Lösungsweges für den Patienten.

Der Therapeut soll Anstöße geben, um den Patienten auf den für ihn richtigen Weg zu führen. Jedoch bedarf eine Psychotherapie der eigenen Mitarbeit und Selbstreflexion. Man darf nicht einfach vom Therapeuten ein Patentrezept für Konflikte erwarten.

Die Hauptaufgabe in einer Therapie liegt nach meiner Auffassung beim Patienten, nicht beim Therapeuten.

Den man muss Dinge auch angehen und ändern wollen.

Wer etwas nicht möchte, sucht nach Gründen, wer etwas möchte nach Wegen.

Gruß

Logan

H0i!

Ich verstehe…

(…) Jedoch bedarf eine Psychotherapie
der eigenen Mitarbeit und Selbstreflexion.

Wann bleibt dazu Zeit? Wozu? Na zur eigenständigen Reflexion (MEINE REDE), da das Therapieprinzip doch andererseits auf Regelmäßigkeit und Beständigkeit beruht?

Die Hauptaufgabe in einer Therapie liegt nach meiner
Auffassung beim Patienten, nicht beim Therapeuten.

Das „Risiko“ meinst Du wohl, um das Kind beim Namen zu nennen. Übrigens eine Falschannahme, weil das Therapieverhältnis, ähnlich wie das Arzt-Patientverhältnis, zivilrechtlicher Natur ist. Grundsätzlich tragen beide das Risiko zu gleichen Teilen.

Wer etwas nicht möchte, sucht nach Gründen, wer etwas möchte
nach Wegen.

Alles klar (Motto: Was sinn mer Kerllle, nicht wahr?) Dann zieh mal los!

Your´s
guvo

Gute Frage. Denkst Du, dass die mit Recht verlangte „Perspektive“ sich auch umformulieren ließe in das Angebot eines naturwissenschaftlich fundierten „Gesundheitmodells“? Gemeint ist damit eine an sich auch für Laien verständlich sein müssenden Beschreibung des Verhaltens/Bedürfnisse eines gesunden Menschen in einer ebenso intakten Sozialgemeinschaft, an der der Patient sich messen und seinen weiteren Weg eigentsändig therapeutisch planen können sollte…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mikhael,

du wirst sicher über zahlreiches Infomaterial verfügen. Aber, ja aber, Du wirfst damit nur den Aspekt der ZWECKMÄßIGKEIT von Psychotherapien auf. Schließlich räumst Du ja ein, dass diese Therapien unter Umständen in Form von Anstößen etwas bewirken können. Der Erfolg wird in manchen Fällen jedoch nur bestenfalls (!) in einem großen Fragezeichen bestehen. RICHTIG.

Ich stelle vorweg die SINNFRAGE.

Wenn es den Patienten nicht möglich ist, Ihre Behandlung durch Sollbruchstellen auf den Erfolg eigenständig (!) zu überprüfen, dann sind alle Therapien total sinnlos, weil die Therapeuten alle doch eigentlich vorgeben, auf die Eigenständigkeit der Patienten ausgerichtet zu sein. Richtig?

gruß
guvo

H0i!

Ich verstehe…

(…) Jedoch bedarf eine Psychotherapie
der eigenen Mitarbeit und Selbstreflexion.

Wann bleibt dazu Zeit? Wozu? Na zur eigenständigen Reflexion
(MEINE REDE), da das Therapieprinzip doch andererseits auf
Regelmäßigkeit und Beständigkeit beruht?

Die Zeit zwischen den einzelnen Sitzungen ist genauso Bestandteil der Therapie wie diese selbst.

Die Hauptaufgabe in einer Therapie liegt nach meiner
Auffassung beim Patienten, nicht beim Therapeuten.

Das „Risiko“ meinst Du wohl, um das Kind beim Namen zu nennen.
Übrigens eine Falschannahme, weil das Therapieverhältnis,
ähnlich wie das Arzt-Patientverhältnis, zivilrechtlicher Natur
ist. Grundsätzlich tragen beide das Risiko zu gleichen Teilen.

Und auch hier kann der Therapeut keinen Behandlungserfolg garantieren,
d.h. auch hier ist es nicht nur wünschenswert, als Patient mitwirkend tätig zu sein. Sowie auch der Diabetiker seine Lebensweise zügeln muss.

Wer etwas nicht möchte, sucht nach Gründen, wer etwas möchte
nach Wegen.

Alles klar (Motto: Was sinn mer Kerllle, nicht wahr?) Dann
zieh mal los!

Sich regen bringt Segen :smile:

Your´s
guvo

Hochachtungsvoll
Logan

Hallo Michaell,

Gut möglich! Jendenfalls ist die Debatte darüber NOTWENDIG! Mir scheint, dass die Therapeutenlobby den Dialog verweigert. Bestimmt auch, dass deren ausbremsender Einfluss auf die Gesundheitspolitik sehr hoch ist.

Solange gilt: Wer verlässt schon gerne freiwillig den Gesundheitsmissstand, wenn es sich so herrlich darauf wärmen lässt. Der Patient ist in vielfacher Hinsicht der Angeschissene.

Gruß
guvo

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HOI,

leider scheinst Du dich tatsächlich nur für den Weg als für die Richtung zu interessieren.

Sich regen bringt Segen :smile:

Ja, wenn es sich doch so einfach losstolpern ließe…

Man trifft sich ja mindestens zweimal im Leben, heißt es.

Gruß
guvo

Hi…

Kommt ganz auf den Psychoanalytiker drauf an.Es gibt viele, die selber dringend Analysebedürftig sind…Also immer schön sorgfältig aussuchen und kritisch rangehen!

Gruss

Eigenständigkeit der Patienten ausgerichtet zu sein. Richtig?

gruß
guvo

+++++++++
Ja.
Mikhael

Hallo guvo,

Wer verlässt schon gerne freiwillig den
Gesundheitsmissstand, wenn es sich so herrlich darauf wärmen
lässt. Der Patient ist in vielfacher Hinsicht der Angeschissene.

Darauf willst du also hinaus. Sag’s doch gleich.
Das wird wohl so bleiben, solange der Arzt für Pfusch genauso gut
bezahlt wird wie für gute Arbeit. Mehr noch: Als „Unternehmer“ ist
der Arzt bestrebt, seine Geschäftsgrundlage bzw. die seiner Zunft
(incl. Pharmaindustrie etc. pp.) zu erhalten oder zu verbessern.

Eugen Roth hat das humoristisch in Verse gesetzt:

Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.

Aber lustig ist das an sich nicht.

Gruss
Nescio

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hi,

die frage nach dem sinn von psychotherapie ist am besten von patienten zu beantworten, denen sie geholfen hat. selbst keine persepektiven in einem oder in deinem fall angeboten werden, oder das auch gar nicht zu einer therapieform gehört, lassen sich vor allem „diese ganzen therapieformen“ in einer derart undifferenzierten und verallgemeinerten form nicht über den kamm scheren.

wer allerdings unzufrieden über seine therapie ist, sollte seine fragen mit dem therapeuten solange besprechen, bis sie zu genüge beantwortet sind.

und wer sagt: „psychotherapie -nein danke!“ btraucht vielleicht einfach keine und macht sich unnötige gedanken über therapieformen.

hi,

praktizierende psycholanalytiker haben sich alle analysieren lassen!

Alpha,

die frage nach dem sinn von psychotherapie ist am besten von
patienten zu beantworten,

Aha, so denkst Du. Tolle Idee. Problem erkannt.

denen sie geholfen hat.

Das wäre jedem zu wünschen! Aber willst Du damit den anderen vor dem Kopf stoßen? Was ist daran ´alpha´?!

selbst (WENN - meinst Du wohl?) keine persepektiven in einem (…)
fall angeboten werden, oder das auch gar nicht zu einer therapieform
gehört,

Hä? Therapien ohne Perspektiven?! KANT würde sagen, so würde der Patient nur als „Mittel zum Zweck“ missbraucht.

lassen sich vor allem „diese ganzen therapieformen“ in einer
derart undifferenzierten und verallgemeinerten form nicht über den
kamm scheren.

Geht nicht - GIBT´S NICHT. Da und so lange mir nichts dran liegt, die ZECKMÄßIGKEIT von Therapien zu hinterfragen, verallgemeinere ich nicht. Die Frage nach dem Sinn von Therapien hingegen lässt sich tatsächlich zusammenfassen. Und zwar darin, dass die EIGENSTÄNDIGE URTEILSFÄHIGKEIT des Patienten gewahrt werden müsste. Das fangen die Therapeuten durch Endlosgespräche aber geschickt auf.

wer allerdings unzufrieden über seine therapie ist, sollte
seine fragen mit dem therapeuten solange besprechen, bis sie
zu genüge beantwortet sind.

Klebefäden, Klebefäden, Klebefäden…

und wer sagt: „psychotherapie -nein danke!“ btraucht
vielleicht einfach keine und macht sich unnötige gedanken über
therapieformen.

Die NOTWENDIGKEIT ist akut gegeben. Die Sinnfrage steht vor der Zweckfrage. Grundsätzlich sind Therapien sinnlos, solange für die Patienten die Möglichkeit zur eigenständigen Urteilsfähigkeit nicht hinreichend (ausreichend ist zu wenig) garantiert ist.

guvo

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H@llo,

wenn z.B. Psychoanalytiker (ein Beispiel neben allen anderen
Therapieformen) während des gesamten Behandlungszeitraumes
keine Perspektive (z.B. Sollbruchstellen) anbieten, die es
Patienten ermöglicht, eigenständig (!) einen eventuellen
Behandlungserfolg ablesen zu können, was sollen diese ganzen
Therapien überhaupt für einen Sinn haben?

Ja du,
Ich kauf auch nix mehr von Sony, die Telekom kann mich mal und was ich von unseren Politikern halte, sag ich hier lieber nicht.
Den Wirtschaftswachstumswahn und die Politik von George Bush lasse ich lieber auch mal unkommentiert, genauso wie den Welthunger und den Rest der Sauereien die tagtäglich auf unserem Planeten passieren.

Ähmm…was war nochmal dein Problem?

Gruss
Stefan