Puls

Hi!

Nachdem ich mir nun einen Pulsmesser gekauft habe, würde mich interessieren, wie ich die obere und untere Pulsgrenze berechne. Irgendwie hab ich ich das Gefühl, dass auf vielen Internetseiten was anderes steht.
Ich will joggen gehen und auf Ausdauer trainieren. Aber auch der Faktor Gewicht würde mich interessieren.

Wer kann weiterhelfen?

hi, rechnen kann man da gar nix. ausprobieren geht mit laktatmessung. sicherer ist ein stufentest mit auswertung der atemgase.
die angebotenen rechenmethoden sind kompletter krampf und immer wieder voneinander abgeschrieben, teilweise dabei verfälscht. das hast du ja selbst schon gemerkt.
gruß thorsten

Hi Thorsten,

hi, rechnen kann man da gar nix. ausprobieren geht mit
laktatmessung. sicherer ist ein stufentest mit auswertung der
atemgase.

na, er ist doch (noch) kein Leistungssportler (Lactate) im Wettkampf… :wink:
Prinzipiell kann man, bei einem gesunden Menschen, die ganz grobe Richtlinie „200 minus Alter“, als Pulshöchstgrenze mit auf den Weg geben. Und Atemgasmessung…wo hast Du das denn her…oder meinst Du Voluminamessungen, oder einen Lungenfunktionstest?

die angebotenen rechenmethoden sind kompletter krampf

Komplett vielleicht nicht, da auch Sportmediziner an diesen „Rechnungen“ mitgewirkt haben.

und immer wieder voneinander abgeschrieben, teilweise dabei
verfälscht. das hast du ja selbst schon gemerkt.

Es ist natürlich möglich, dass viel abgeschrieben wurde und im Net immer wieder unrealistische Zahlen auftauchen.
Wenn ich „Snej“ richtig verstanden habe, suchte er einen oberen und untern Grenzwert für seine Pulsfrequenz, wobei er den unteren zuerst einmal getrost außer Acht lassen kann.

gruß thorsten

Gruß, Rollifern

Hallo!

Du möchtest etwas für Deinen Körper tun, bist gesund und trainierst nicht für die nächste Olympiade. Unter solchen Bedingungen braucht man nichts zu messen. Du wirst ganz ohne Meßgeräte merken, wo Deine Grenzen liegen. Auf diese individuelle Grenze solltest Du hören, nicht auf irgendwelche Formelwerte.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Hallo Wolfgang,

Du möchtest etwas für Deinen Körper tun, bist gesund und
trainierst nicht für die nächste Olympiade. Unter solchen
Bedingungen braucht man nichts zu messen.

Du hast im Prinzip recht, aber er hat sich doch gerade einen Pulsmesser zugelegt… :wink:

Du wirst ganz ohne
Meßgeräte merken, wo Deine Grenzen liegen.

Die Grenze, das ist das Problem bei den Anfängern und Einsteigern.
Du als (unterstellt) erfahrener Sportler hast diese Erfahrung schon gemacht und weist, wo sich Dein, sukzessiv immer höher steigender Grenzbereich, befindet, und wie lange du dafür brauchst. Als Neuling sollte man nicht mit der Maxime beginnen, „wie hoch geht mein Puls eigentlich“, um dann bis zum Erbrechen zu trainieren, sondern sollte auch und erst recht zu Beginn, sein Leistungsvermögen langsam ausloten.

Auf diese individuelle Grenze solltest Du hören,

Individuelle Grenze, wie Du sehr richtig schreibst. Und aus dem Grund gibt es keine

…Formelwerte.

sondern nur Richtlinien und Empfehlungen.

Gruß
Wolfgang

Gruß, Rollifern

Hallo!

Komplett vielleicht nicht, da auch Sportmediziner an diesen
„Rechnungen“ mitgewirkt haben.

Leider steckt da sehr viel Wahrheit dahinter.
Abschreiben ist eben soooo einfach.
Immer wieder wert gelesen zu werden:

http://www.css.edu/users/tboone2/asep/May2002JEPonli…
THE SURPRISING HISTORY OF THE “HRmax=220-age” EQUATION

Tschüss

Matthias

*hehe
hi,
witzig, die story mit den 220. also ich bilde nur sportmediziner aus, die alle diese zahlen im kopf haben und mache sie auf diesen irrwitz, einen physiologischen wert statistisch ermitteln zu können, aufmerksam.

leider passiert es aber auch immer wieder angesehenen instituten, dass sie aufgrund reiner laktattests aussagen über trainingszustand, trainingsbereiche oder was auch immer machen. habs selbst getestet.

atemgase meint das, was ein- und vor allem ausgeatmet wird. ein gängiger begriff für spiroergometrische testerfassung.

klar will der frager keine olympische goldmedaille, aber er hat gefragt, wie er das teil nutzen kann. pulsuhren gibts demnächst auch bei mcdonalds und sind nich mehr als ein gimmick. zumindest für alle, die nich am limit trainieren und die wissen, was die werte einem sagen.
thorsten

Hallo Snej.

Unsere Pulsuhr berechnet die Werte selber. Kann das deine nicht?
Read manuals, vielleicht findest du da was drüber.

Gruß
T

zumindest für alle, die nich am limit trainieren und
die wissen, was die werte einem sagen.

Eben, deswegen sollte er die ersten Male versuchen mit jemandem zu laufen, der schon über eine gewisse Lauferfahrung verfügt, bewußt langsam laufen kann, nix mehr beweisen muss und ihn einbremst, damit er überhaupt erstmal ein Tempogefühl entwickelt.
Meine Erfahrung mit Laufanfängern ist, dass sie in aller Regel zu schnell laufen ob nun mit oder ohne Pulsmesser.

Später dann, wenn er dann problemlos locker laufen kann, kann er dann mit dem Pulser anfangen.
Manchmal ist es ganz lustig zu beobachten, wenn Leute eine Obergrenze eingestellt haben, das Teil anfängt zu piepen, sie dann abrupt abbremsen, um dann bei der Untergrenze wieder loszuwetzen.

CU

Axel

Hallöle,

wenn es Dir keine Angst bereitet, dann lass´ doch mal ein Belastungs-EKG machen. Dabei sieht ein „einigermaßen“ erfahrender Mediziner Deinen Leistungsstand und kann Dir auch sagen, mit welcher Belastung Du trainieren sollst. Wenn Du auf Gewichtreduzierung und Fitness gehen willst, dann liegt die Obergrenze bei ca. 65% Deiner Max-Leistung. Das kann ganz schön wenig sein…

hi,

Hi Thorsten,

witzig, die story mit den 220. also ich bilde nur
sportmediziner aus, die alle diese zahlen im kopf haben und
mache sie auf diesen irrwitz, einen physiologischen wert
statistisch ermitteln zu können, aufmerksam.

Du hast im Prinzip recht. Aber Statistiken machen Sinn, um signifikante Änderungen innerhalb der Messreihen eines Individuums
zu erfassen. Natürlich, und das ist wahrscheinlich Dein Kritikpunkt, darf und kann man ermittelte Durchschnittswerte nicht auf den einzelnen Sportler beziehen!

leider passiert es aber auch immer wieder angesehenen
instituten, dass sie aufgrund reiner laktattests aussagen über
trainingszustand, trainingsbereiche oder was auch immer
machen. habs selbst getestet.

Für Lactattests gilt das Gleiche.

atemgase meint das, was ein- und vor allem ausgeatmet wird.
ein gängiger begriff für spiroergometrische testerfassung.

Bezüglich der Atemgase habe ich Dich falsch verstanden und eine Atemgasanalyse (CO² etc.)assoziert. Deshalb ist es vielleicht besser, in diesem Zusammenhang von einer Atemvolumenmessung (Spirometrie), zu sprechen, denn diese betrifft ausschließlich das Volumen.

klar will der frager keine olympische goldmedaille, aber er
hat gefragt, wie er das teil nutzen kann. pulsuhren gibts
demnächst auch bei mcdonalds und sind nich mehr als ein
gimmick. zumindest für alle, die nich am limit trainieren und
die wissen, was die werte einem sagen.

Naja, wenn seine Uhr einen Motivationseffekt hat, macht sie auch schon einen Sinn.

thorsten

Gruß, Rollifern

Prinzipiell kann man, bei einem gesunden Menschen, die ganz
grobe Richtlinie „200 minus Alter“, als Pulshöchstgrenze mit
auf den Weg geben.

Hallo,
habe das gerade gelesen. 200 minus Lebensalter? Das sind bei mir um die 170. Jetzt fahre ich Mountainbike und das meistens zwischen 150 und 170. Wird es steil, geht es bis 190 hoch.

Jetzt isses nur so, dass ich mich bei 160 wohl fühle und nicht mal außer Atem komme.

Wie isses denn jetzt? Fahre ich da zu arg und sollte mich mehr zurückhalten, wenn ich auf Ausdauer trainieren will?

Andreas

Prinzipiell kann man, bei einem gesunden Menschen, die ganz
grobe Richtlinie „200 minus Alter“, als Pulshöchstgrenze mit
auf den Weg geben.

Hallo,

Hallo Andreas,

habe das gerade gelesen. 200 minus Lebensalter? Das sind bei
mir um die 170. Jetzt fahre ich Mountainbike und das meistens
zwischen 150 und 170. Wird es steil, geht es bis 190 hoch.

das ist ein ganz g r o b e r, sich leicht zu merkender Richtwert, für Anfänger bezüglich der Frequenzobergrenze, ohne Rücksichtnahme auf individuelle Konstitution und Prädisposition!

Jetzt isses nur so, dass ich mich bei 160 wohl fühle und nicht
mal außer Atem komme.

Das ist ein Beleg dafür, dass Du trainiert bist. Je geringer die Frequenz bei gleicher Leistung, desto größer das Herzschlagvolumen. D.h., Dein trainierter Herzmuskel pumpt, weil größer, pro Schlag mehr Volumen Blut durch Lunge (wäre ein weiteres Thema) und Körper, um die Muskeln mit Sauerstoff versorgen zu können.

Wie isses denn jetzt? Fahre ich da zu arg und sollte mich mehr
zurückhalten, wenn ich auf Ausdauer trainieren will?

Nein, ich schätze Du fährst nicht zu arg und hast noch genügend Reserven. Es kommt auch immer darauf an, was Du für ein Leistungsziel hast (Freizeitsport, Leistungsspoert, Hochleistungssport) Das Thema Ausdauer ist ein eigenes, und hängt viel mehr von Deinem Typus ab und
wie Du muskulär disponiert bist. Will sagen: Als athletischer Typ bist Du für kurz- bis mittelfristigem aber kraftvollem, als Leptosom, weil winiger und anders strukturierter Muskelmasse, prinzipiell für Ausdauersport prädesteniert.
Aber meiner Meinung nach ist das eher, gerade beim mountainbiking, von Relevanz, wenn Du Dich vom nichtprofessionellem Leistungsport, entfernen möchtest.

Andreas

Als ebenso begeisterter Mountainbiker,
Rollifern

Atmung und Puls
Hallo Snej,

Lauf am besten zuerst mal nach Atemfrequenz und beobachte dabei Deinen Puls. In der Ebene solltest Du mindestens 4 Schritte einatmen und 4 Schritte ausatmen (4er Rhythmus) und an steilen Anstiegen höchstens auf einen 2er Rhythmus steigern. Denn vor allem im un- bis wenigtrainierten Zustand sagt die Atmung mehr aus als der Puls. So kannst Du Deinen Pulsbereich ermitteln (evtl. je nach Erschöpfung Maximal-Puls auch etwas niedriger ansetzen als so angezeigt) und ziemlich sicher sein, dass Du Dich nicht überlastest.

Grüße, Nina

hi nina,
der tipp von strunz is ein fehler. gibt er so auch selbst inzwischen zu. das einatmen dauert immer länger.
gruß thorsten