Punktediät

Hallo, wer kann mir mehr zu der Punkte-Diät sagen?
Gruß Marlis

Hallo,

Wohl ein bisschen wortkarg heute?

Meinst Du vielleicht den Weight-Watchers Points-Plan? Dazu könnte ich Dir etwas sagen.

Gruß,

Myriam

Oder: http://www.lean-and-healthy-programme.de

Karen

Hallo Marlis,

ich nehme an, dass du die Punkte-Diät meinst, die vor ca. 20 Jahren mal viel im Gespräch war. Ich habe das damals auch ausprobiert - nach 3 Tagen war mir so was von schlecht, dass ich ganz schnell wieder zu Normalkost zurückgekehrt bin. Es ist eine furchtbar ungesunde Sache, von der man nur abraten kann.

Gruß Johanna

http://www.diaetindex.de/I_-_Z/Punkte-Diat/punkte-di…
http://www.verbrauchernews.de/haushalt/lebensmittel/…

Hast Recht war ziemlich wortkarg, wenn ich an mein Gewicht denke kommen mir die schlimmsten Gedanken und dann bin ich oft maulfaul. Habe von einer Diät gehört, vielleicht ist es die von der Du geschrieben hast. Eigentlich wollte ich ja keine Diät mehr machen, da es mir nicht hilft. Aber vielleicht starte ich ja doch noch mal einen Versuch.
Gruß Marlis

Hallo Marlis,

vielleicht ist dieser Punkte-Plan ja etwas für Dich. Es ist weniger eine Diät als eine Methode, Dich zum Essen „richtiger“ Dinge in angemessenen Mengen zu bringen. Der Points-Plan ist von Weight Watchers. Du kannst dort Mitglied werden und dann jede Woche zu diesen Treffen hingehen. Dort wird man in der Gruppe motiviert. Wenn das nichts für Dich ist (ich hasse Gruppenaktivitäten) dann kannst Du das ganze auch auf CD kaufen und zuhause alleine machen.

Das ganze funktioniert folgendermassen:

Jedem Lebensmittel wird ein bestimmter Punktwert zugeordnet. Am Anfang des Programmes nennst Du Dein derzeitiges Gewicht und Dein Zielgewicht. Daraus wird für Dich ein Punktwert bestimmt, für den Du pro Tag essen darfst. Nehmen wir als Beispiel 25 Punkte (das ist ziemlich viel).

Nun überlegst Du Dir jeden Tag, was Du essen willst und führst Buch über die verbrauchten Punkte. Das meiste Gemüse hat 0 Punkte, das meiste Obst auch. Kartoffeln soviel Du willst für 2 Punkte. Viel Fett oder Zucker = viele Punkte. Bei mir hat sich das ganze dann so eingespielt, dass ich morgens ein paar Knäckebrot mit Putenaufschnitt, Quark, Gurkenscheiben, Radieschen usw. oder Cornflakes mit Magermilch und Früchten gegessen habe. Mittags einen Salat. Abends gekochtes Gemüse und Kartoffeln bis zur Sättigung. Zwischendurch diverses Obst soviel man will. Wichtig ist es, wenn man Fett zur Zubereitung von Gemüse etc. nutzt, dies auch mitzuzählen. Ebenso Ketchup, Sahne, Creme fraiche, Öl im Salatdressing usw. Es gibt dann noch Sonderregelungen, z.B. kannst Du einige Punkte „ansparen“, wenn Du z.B. am Wochenende zum Essen eingeladen bist.

Der Vorteil der Sache ist, dass Du mehr oder weniger essen kannst, was Du willst, solange Du Dich an Deine Punkte hältst. Wenn es Dich glücklich macht, iss eine Pizza. Die hat allerdings 22 Punkte, daher bleibt nicht mehr viel übrig, wenn Du satt werden willst. Daher wird man, wenn man nicht hungern will, mehr oder weniger automatisch zu einer fettarmen, gemüselastigen Ernährung geführt. Man kann diese Art der Ernährung auch an wechselnde tagesabläufe anpassen, wenn man z.B. Schichtdienst hat.

Ich habe innerhalb von 4 Monaten 10 kg abgenommen, die ich bisher auch nicht wieder drauf habe (das war Anfang 2002). Ein guter Wert ist es, wenn man im Monat ca. 1-2 kg verliert. Am Anfang geht es schneller, dann dauert es länger und wird schwieriger. Bewegung ist wichtig, es muss kein Leistungssport sein. Jeden Tag 2 Stunden spazieren gehen (vielleicht mit einem Hund) oder 1 Stunde Fahrradfahren oder Schwimmen.

Dein Posting klingt für mich als hättest Du schon sehr den Mut verloren. Gib nicht auf, denn so wie es ist bist Du anscheinend nicht zufrieden. Es ist wichtig, dass Du für Dich selbst etwas tust, nicht weil andere Dich evtl. zu dick finden. Es geht um Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden. Ich selbst habe es bei weitem noch nicht geschafft - bis zum Zielgewicht fehlen mir noch ca. 25 kg und auch dann werde ich keine Modelmaße haben. Ich stelle aber fest, dass mit der Ernährungsumstellung mein Allgemeinbefinden sich verbessert hat. Ich habe mehr Energie und durch die fettarme Ernährung hat sich mein Problem mit ständigem Sodbrennen fast sofort gelöst.

Wenn Du glaubst, dass Du es alleine nicht schaffst, bietet sich noch eine Diät unter Aufsicht eines Arztes an. Manchmal hilft es, wenn man regelmässig zu jemandem hingehen und „Rechenschaft“ ablegen muss. Letztendlich wird es aber nur dann klappen, wenn Du selbst verinnerlicht hast, dass sich etwas ändern muss und wenn Du Essen nicht mehr als Belohnung oder als Stressbewältigung nutzt.

Gruß & viel Erfolg,

Myriam

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Hallo Myriam,
danke für Deine ausführlichen Zeilen. Du hast ja so recht. Das Schlimme ist, ich weiß ja was ich falsch mache. Vor 2 Jahren hatte ich 50kg abgenommen. Kein Frühstüch, kein Abendbrot. Nur Mittag und Obst. Dann bekam ich Krebs und alle wollten mich verwöhnen. Während der Bestrahlung darf man auch nicht abnehmen, sonst stimmen die angezeichneten Kreuze nicht mehr. Und hast Du nicht gesehen, waren die Kilos wieder alle da. Das ist mega deprimierend. Und nun will es nicht mehr klappen. Delshalb wollte ich es vielleicht noch einmal versuchen - zum letzten Mal-.
Gruß Marlis

tach zusammen,

nicht vergessen sollte man jedoch, dass zum gesunden Abnehmen auch Sport gehört, was Weight Watchers nicht anbietet. Darum muss man sich dann noch kümmern.

Nebenbei erwähnt, belohnt WW diejenigen, die in Windeseile viel an Gewicht verlieren. Für mein Verständnis ist das Abnehmen ohne Sinn und Verstand, denn letztendlich hängt dadurch die überschüssige Haut in Lappen herunter. Dem könnte man durch langsameres Abnehmen in Verbindung mit Sport jedoch beikommen.

Ciao

Dagmar

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