Qualitätsprobleme beim GolfV?

Hallo,

habe gehört beim Golf V gäbe es deutliche Qualitätsprobleme, unter anderem sagte das auch jemand, der in einer VW-Niederlassung arbeitet. Was ist da dran?
Das Auto ist ja nicht gerade preiswert … also würde ich auch perfekte Qualität erwarten.

Saßt du denn schon mal in einem Golf 5 drin?
Tu’ es einfach, das ist schon abschreckend genug.
Der hat mehr billiges Plastik verbaut als zwei Japaner zusammen.
Das Design hat den Charme vom Anfang der 90er Jahre (besonders die Lenkradhebel). Beim Lenkrad musst du kurbeln ohne Ende (da werden dir die Arme lahm) und kommst dank „geschickter“ Platzierung des Wischerhebels mal ganz leicht dazu, die Scheibenwischer einzuschalten, obwohl es garnicht regnet.
Zum Licht einschalten musst du so einen Drehschalter bedienen, der sich irgendwo ganz links befindet. Also Hand runter vom Lenkrad, nach dem Schalter tasten und drehen. Grauenhaft.
Sitze sind auch ziemlich hart. Bremsen könnten auch mehr greifen.
Aber was ich in Ordnung fand, war die Schaltung. Kurze Schaltwege und leicht zu schalten.

Hallo Michael!

habe gehört beim Golf V gäbe es deutliche Qualitätsprobleme,
unter anderem sagte das auch jemand, der in einer
VW-Niederlassung arbeitet. Was ist da dran?
Das Auto ist ja nicht gerade preiswert … also würde ich auch
perfekte Qualität erwarten.

Über den Golf V kann ich nichts sagen, sehe nur am Passat, daß Qualität und Zuverlässigkeit bei VW nicht passen. Komfortabel und gut gedacht, aber anfällig. Die Summe der Kleinigkeiten wurde für mich inzwischen so lästig, daß ich mir keinen VW mehr kaufen würde.

Elektrische Steckverbindungen in Staubschutzkappen sind sicher zweckmäßig. Aber was nützt es, wenn an Kabelverlegung und Detailkonstruktion das letzte Finish fehlt, so daß die Staubschutzkappe betriebsmäßig überdehnt wird, irgendwann reißt und undicht wird. Es kostet keinen Cent, an der Stelle etwas mehr zu überlegen, aber das fehlt eben (das Beispiel der Steckverbindung am Luftmassenmesser ist repräsentativ für etliche weitere Stellen). Wenn sich plötzlich die geteilte Rückenlehne nicht mehr arrettieren läßt, weil im Schließmechanismus ein Kunststoffteil zu schwach dimensioniert ist und bricht, ist das ebenso wenig witzig wie die mangelhafte Qualität der Alcantara-Streifen in der sündhaft teuren Lederausstattung. Die Ladekante des Kombis ist mit einem robusten Profil geschützt, aber das ist brotlose Kunst, weil die hintere Stoßstange auf beinahe gleiche Höhe ungeschützt daliegt und rein nichts verträgt. Die Liste der konstruktiven Mängel, die von Lieblosigkeiten bis zu glatten Fehlern reichen, läßt sich beinahe beliebig fortsetzen.
Dazu kommen etliche Rückrufaktionen, die z. T. gravierende Fehler betreffen. Von der Gefahr einer nicht sauber einrastenden Anhängerkupplung bis zur Spannrolle des Zahnriemens, die zum Brechen neigt (ist mir auf der Autobahn passiert), wurde vor Serienanlauf offensichtlich nicht ausgiebig genug erprobt.

Einige Details sind schon fast belustigend. Die Lage des vom Schalthebel verdeckten Aschenbechers wurde offensichtlich von einem Nichtraucher geplant und der elegant ausschwenkende Becherhalter verdeckt den Aschenbecher vollends… Das ist zwar Pipifax, aber man merkt regelrecht, daß die Konstrukteure entweder keine Zeit oder keine Lust mehr hatten. Feinheiten, daß bei feuchter Witterung schon mal die Alarmanlage von alleine Rabatz macht, mag ich schon gar nicht mehr erwähnen.

Falls mal wieder eine Neuanschaffung ansteht, werde ich mich für Mazda, Toyota o. ä. oder Volvo entscheiden. Gegen einen hohen Kaufpreis gibt es nichts einzuwenden, wenn die Qualität stimmt. Wenn man aber eine Mängelliste gleich mitkauft und ein nicht bis ins Detail durchentwickeltes Produkt erhält, bin ich nicht mehr dabei. Die Herrschaften von VW müssen vermutlich erst wirtschaftlich grob etwas zwischen die Hörner bekommen, bevor sie die Lektion lernen.

Gruß
Wolfgang

Saßt du denn schon mal in einem Golf 5 drin?
Tu’ es einfach, das ist schon abschreckend genug.
Der hat mehr billiges Plastik verbaut als zwei Japaner
zusammen.
Das Design hat den Charme vom Anfang der 90er Jahre (besonders
die Lenkradhebel).

Das ist reine Ansichtsache, kein Qualitätsmerkmal

Beim Lenkrad musst du kurbeln ohne Ende (da
werden dir die Arme lahm)

Das ist die persönlich zu beantwortende Frage, ob man eine mehr direkte (dafür schwergängigere) oder eine indirektere (leichtgängigere) Lenkung besser findet.Auch kein Qualitätsmerkmal.

und kommst dank „geschickter“ Platzierung des Wischerhebels mal ganz leicht dazu, die Scheibenwischer einzuschalten, obwohl es garnicht regnet. Zum Licht einschalten musst du so einen Drehschalter bedienen,
der sich irgendwo ganz links befindet. Also Hand runter vom
Lenkrad, nach dem Schalter tasten und drehen. Grauenhaft.
Sitze sind auch ziemlich hart. Bremsen könnten auch mehr
greifen.

Du (persönlich) wünscht Dir wohl weniger Fußkraft für eine bestimmte Verzögerung (giftigeres Ansprechen). Das heißt aber bei weitem nicht, man könne mit dem Auto nicht vernünftig abbremsen, bzw. die nötige Verzögerung erreichen.

Aber was ich in Ordnung fand, war die Schaltung. Kurze
Schaltwege und leicht zu schalten.

Hallo Olaf,

unter Qualität versteht man gemeinhin etwas anderes als Deine persönliche Bewertung der Konstruktionsmwerkmale des Golf V.
Qualität ist das Einhalten der Soll-Eigenschaften eines Produktes. In diesem Fall dass z.B.

  • eine gleichmäßige Lackierung, ohne „Pickel“
  • alle Teile sind „fest“
  • kein vorzeitiger Ausfall irgendwelcher Komponenten (Motor, Getriebe, Innenraum-Teile)

Gruß
Karl Schönfeld

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Hi!

Generell alle VWs seit ca. 1995 werden dem ursprünglichen Qualitätsanspruch der Marke nicht mehr gerecht.

Der Golf 4 war eine Katastrophe, der GVolf 5 wird ja offenbar gerade schon das erste mal facegeliftet, was nach 1,5 Jahren eigentlich alles sagt.

Ich war mit einem Golf 5 Mietwagen, 100 PS TDI, von München nach Milano und zurück unterwegs und erlebt einen unsäglich kargen und billigen Innenraum bei diesem mittel ausgestatteten Modell, aber ich erfuhr auch die tadellosen Langstreckenqualitäten des Wagens in bezug auf Sitzposition, Geräusche, Dieselverbrauch, Leistung und Klimatisierung.

Fazit: super angedacht und nicht oirdentlich zu ende geführt.
Für den Kaufpreis eines ordentlich ausgestatteten Golf TDI, ca. 25.000 Euro, kann man einen voll ausgestatteten BMW 5er Diesel mit 6-Zylindern und 40.000 Km auf der Uhr kaufen, der immer noch um Welten besser ist, als ein nagelneuer Golf.

Wer soll also diese Kisten aus WOB noch kaufen?

Den Vogel schiesst der Passat eines Ex-Kollegen ab: 4-Zylinder TDI für 42.000 Euro.
Ein 6-Zylinder Benz kostet 50.000 Euro. Was kauft man da wohl eher…?

Grüße,

Mathias

Vorsicht
Hallo Karl Schönfeld,

unter Qualität versteht man gemeinhin etwas anderes als Deine
persönliche Bewertung der Konstruktionsmwerkmale des Golf V.
Qualität ist das Einhalten der Soll-Eigenschaften eines
Produktes. In diesem Fall dass z.B.

  • eine gleichmäßige Lackierung, ohne „Pickel“
  • alle Teile sind „fest“
  • kein vorzeitiger Ausfall irgendwelcher Komponenten (Motor,
    Getriebe, Innenraum-Teile)

Qualität wird in der Automobilindustrie schon lange und zum Glück deutlich(!) weiter definiert: Nämlich als Abweichung vom Sollzustand, den der Kunde nach allgemeiner Meinung erwarten darf.
Und unter dieser Definition ist selbstverständlich eine billige Anmutung des Innenraums bei einem Fahrzeug, das als Premiumfahrzeug seiner Klasse (und mit Premiumpreis!) verkauft wird, ein ganz gravierendes Qualitätsproblem.
Genauso wäre eine indirekte, schwammige Lenkung oder scheinbar schlecht ansprechende Bremsen bei einem sportlichen Fahrzeug fatale Qualitätsmängel.

Grüße
Jürgen *2 Jahre QS in der Automobilindustrie*

Das war so gemeint
Hallo,

da es nun etwas um den Begriff Qualität geht dazu eine Präzisierung:

Ich meinte eigentlich Mängel in der Verarbeitungsqualität, also objektive Qualitätsmängel.

Sekundär sind aber durchaus aus subjektive Qualitätsmängel wie z. B. „billiges“ Amaturenbrett, schlechte Funktionalität usw. gemeint.

Aus allen Postings bisher meine ich aber ablesen zu können, das eines nicht OK ist bei VW: Das Preis/Leistungsverhältnis. Vielleicht liegt es an den 30% höheren Arbeitskosten bei VW im Vergleich zu sonstigen Metallindustrie in Niedersachen? (Siehe Iwd Informationsdienst Nr. 40, S. 8)

Qualität fängt für mich auch schon bei der Optik an! Nach dem Motto, das Auge isst mit.
Und Qualität ist für mich auch, dass man sich Gedanken über die Anordnung der Baugruppen macht.
Ein idiotisch platzierter Scheinwerferdrehschalter, schlecht platzierter Wischerhebel, ein schlecht erkennbarer Tacho (zu kleine Zahlen, viel zu kleine und zu viele Skalenmarken) etc.

Hallo,

ein Freund von mir aus dem Toyota-Forum hat bei VW gelernt, arbeitet auch noch in einer VW Werkstatt.

Kurz nach Einführung des Golf V (Jan, oder Feb 04) lag bereits das 17. Rundschreiben zu Nachbesserungen auf dem Tisch.

Noch Fragen ?

gruss

dennis

Hallo,

Das Auto ist ja nicht gerade preiswert … also würde ich auch
perfekte Qualität erwarten.

das oben stehendeist im falschen Brett -> gehört in Witze :wink:

Nicht umsonst macht die Frage nach der Bedeutung der Zahl hinter „Golf“ die Runde. Antwort: Anzahl der jährlichen Werkstattbesuche.

Gruß,
Micha

hallo.

um mal für die fahrzeugelektronik zu sprechen: du kannst von einem „moderenen“ auto keine (perfekte) qualität erwarten. der preisdruck auf die zulieferer ist extrem und wird nicht geringer. da wird um jeden cent dreimal gefeilscht. wen wundert’s, daß am ende murks rauskommt?

gruß

michael

Hallo Olaf!

Zum Licht einschalten musst du so einen Drehschalter bedienen,
der sich irgendwo ganz links befindet. Also Hand runter vom
Lenkrad, nach dem Schalter tasten und drehen. Grauenhaft.

Mag sein, daß ich gerade auf der Leitung stehe: den Licht-Drehschalter gibt es doch schon länger, das ist ja keine Neuigkeit, oder? Bei welchen Fahrzeugen wird das Licht denn anders eingeschaltet (ich kenne es z.B. ebenfalls von BMW, Porsche oder Mercedes).

Danke
Frauke

Hallo Dennis,

wo bist du denn Linienbusfahrer? Aber nicht beim BRN, oder? Wahrscheinlich SÜWEG?

Hi!

Heute haben alle europ. und die meisten amerik. Autos einen Drehrehregler.
Der Fiat Panda und der Golf 2 hatten Schalter.
Japanische autos haben auch heute oft noch eine Drehfunktion am Blinkerhebel.

Ich persönlich finde den heute üblichen Drehschalter ergonisch sinnvoll.

Grüße,

Mathias

Alternative zu Golf V ???
Nachdem nun kalr ist, dass die Qualität beim Golf V nicht gerade umwerfend ist die Frage: Was sind Alternativen?

Opel Astra?
Toyota Corolla?
Skoda Octavia?
BMW 1er (schon genug Erfahrungen gesammelt?)

Hi,

Licht-Drehschalter gibt es doch schon länger,

bei VW war es lange üblich Druckschalter zu verwenden. Auch ich (Polo) habe so einen und finde die besser als Drehschalter. Man muss einfach nur bis zum Anschlag drücken und nicht kucken, wie weit man drehen muss.

Am schlimsten sind die bei Opel. Da kann man die Drehschalter auch noch ziehen.

J~

Am schlimsten sind die bei Opel. Da kann man die Drehschalter
auch noch ziehen.

Hi J~,
die meisten Drehschalter für´s Licht kann man mittlerweile „ziehen“.
Bei Opel-Fahrzeugen wird somit lediglich die Innenbeleuchtung eingeschaltet.
Bei Fahrzeugen aus dem Hause Mercedes,Audi und VW (evtl. auch andere), werden mit dem „ziehen“ die Nebelscheinwerfer eingeschaltet. Wird der Drehschalter ein zweites mal gezogen, so schaltet sich die Nebelschlußleuchte ein. Vorteil: Nach dem Verlassen des Fzg. und dem Ausschalten des Lichtes, wird eine eingeschaltete Nebelschlußleuchte deaktiviert, d.h. sie wird beim erneuten einschalten des Abblendlichts nicht wieder mitleuchten. Sinnvoll für alle Schnarchnasen, die bei mehr als 3,5 Schaltern im Fahrzeuginneren völlig überfordert sind und somit bei normalen Witterungsverhältnissen mit ihrer Nebelfunzel durch die Stadt eiern.
Diese Funktionsweise des Drehschalters wurde von Mercedes-Benz eingeführt.
Die in meinen Augen dämlichste Lösung hatte Audi von ´86 bis Ende der Neunziger in ihren Fahrzeugen verbaut. Neben dem Blinker- u. Wischerhebel, gab es einen dritten „Lichthebel“ an der Lenksäule. Völlig daneben, da unlogisch.
Gruß, Stephan

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Hi Michael!

Opel Astra?

Sehr gute Alternative. Preislich liegt der Astra(H) etwas unter dem Golf(V) und bietet min. den gleichen Leistungsumfang wie sein Wolfsburger Konkurrent. Meiner bisherigen Erfahrung nach, macht der Astra auch einen besseren Qualitätseindruck, als der Golf.

Toyota Corolla?

Gar keine Frage: Auch gut, preislich ebenfalls. Allerdings ein Japaner…
(Käme mir nicht ins Haus :wink:)
Der Corolla wurde gerade erst einem „Facelifting“ unterzogen, nach nur zwei- oder dreijähriger Bauzeit. Diese Modellzyklen sind echt furchtbar.
(Gerade erst vom Händler abgeholt, schon ´ne alte Kiste in der Garage!")

Skoda Octavia?

Technisch der Golf V. Zu dem Innenraum und der Materialanmutung (Haptik) kann ich noch nicht sagen. Hatte bisher nicht die Möglichkeit, dort Platz zunehmen.

BMW 1er (schon genug Erfahrungen gesammelt?)

Klasse Auto. Motor längs eingebaut und der Antrieb dort wo er sein muß, nämlich an der Hinterachse!!!
Fahrspaß ohne Ende. Verarbeitung Top!
Allerdings ist der 1er keine Alternative zu Astra und Golf, denn das Platzangebot im Innenraum ist äußerst bescheiden. Der 1er will keine kompakte Familiengurke sein. Zudem liegt er Preislich viel zu hoch.

Eine weitere Alternative könnte ab Ende Oktober der Ford Focus II sein, denn er liegt Preislich noch unterhalb vom Astra. Außerdem bietet er laut Fachzeitschriften das beste Fahrwerk seiner Klasse.

…schwierig … schwierig …
Gruß, Stephan

Hi,

Die in meinen Augen dämlichste Lösung hatte Audi von ´86 bis
Ende der Neunziger in ihren Fahrzeugen verbaut. Neben dem
Blinker- u. Wischerhebel, gab es einen dritten „Lichthebel“ an
der Lenksäule. Völlig daneben, da unlogisch.

Die Lösung hatte Audi bis weit in die 90er-Jahre hinein (mind. bis 1994, eher länger). Ich habe noch so einen alten Audi und bin von dieser ‚dämlichen‘ Lösung absolut begeister, da ich so zum Ein- oder Ausschalten des Fahrlicht keine Hand vom Lenkrad nehmen muß. Auch brauche ich dadurch nicht den Blick von der Fahrbahn abwenden um zu sehen, wo ich hingreife, wenn ich das Licht einschalten will. In meinen Augen ist diese Audi-Lösung die ideale Schalterplatzierung.

Grüßle
Frank K.

Hi Frank,
ok, also ich denke jeder hat so seinen Lichtschalter-Favoriten, aber warum muß ich meinen Blick von der Straße nehmen, wenn ich in einem Fzg. mit Drehschalter das Licht ein-, bzw. ausschalte??
Diesen Drehschalter habe ich schon 96.000 mal betätigt, aber noch nie dort hingeschaut beim betätigen …
*wunder*
Gruß. Stephan